Detopia Ø

Klassiker der Ökoliteratur

 


Vorwörter und Inhaltsverzeichnisse ganz normaler und radikaler Umweltbücher.

Das populär-wissen­schaft­liche Sach­buch (Ökobuch) gibt Auskunft über den Fortschritt in die Zukunft.

Über Frieden, Survival, Sozialismus, Utopie, Zukunftsforschung, Umweltpolitik, 
politische Ökologie, die Grenzen des Wachstums, Global 2000 und den Club of Rome. 

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*Momentan gibt es wenig Bedarf an detopia (20 Leser täglich). Bisher fing ich nach einer Pause immer erneut an zu senden. Am 2.2.22 wäre es dann erneut soweit. 

*Das Thema von detopia.de:  Die uns bekannten Trends verweisen auf ein unangenehmes ("kurzes") Jahrhundert. Um es angenehmer zu gestalten, müssten das Recht auf privaten Reichtum abgeschafft werden, was in den Köpfen und Seelen der Bürger den Geldvermehrungstrieb austrocknen würde. Dann könnte und würde sich die allgemeine Vernunft weiterentwickeln.

*Wir müssen uns eine neue Gesellschaftsform ausdenken. Und diese (ausgedachte, konstruierte, künstliche) Ordnung muss dann verkündet und gepredigt werden, auch mittels einer Partei (um im deutschen Medienmischmasch gehört und wahrgenommen zu werden). Mehr muss erstmal nicht getan werden aus heutiger Sicht. Denn 'aus heutiger Sicht' ist das Volk nicht bereit, genügend klar zu denken und dementsprechend zu handeln. Es will also nicht (die Opfer fürs Überleben erbringen). Obwohl es mit dem neuen Gesellschaftsvertrag allen besser und keinem schlechter gehen soll (bezogen auf die jetzigen Trends). 

*Unsere heutige Arbeit zur Crashverhinderung ist nicht nutzlos, weil unsere Kinder diese Arbeit benutzen können für die Crashverminderung.


 

-- 1947 eröffnete Dr. Anton Metternich aus bei Köln den Reigen der modernen populärwissenschaftlichen Umweltsachbücher  -->bei detopia  

-- Zehn Jahre später, 1957, gab es dann ein brandneues Umweltsachbuch des bayrischen Zoologie-Professors Reinhard Demoll  -->bei detopia 

-- Herbert Gruhl hat von 1975 bis 1992 auch sehr volksverständlich über die Umweltlage geschrieben  -->bei detopia

-- Rudolf Bahro hat von 1977 bis 1997 umweltpolitisch geschrieben  -->bei detopia

-- Das kürzeste Buch zum Crash (oder Kollaps, Zusammenbruch) wird heuer 20 Jahre alt: Fünf nach Zwölf des Schweizers Christoph Lauterburg  -->bei detopia 

-- 1987 legte ein seriöser "Futurologe" (mit 40 Jahren Dienstzeit seit er den Begriff 1943 prägte) auf 222 Taschenbuch-Seiten seine Aussicht da: O. K. Flechtheim -->bei detopia

-- 2002 hat Marko Ferst den Stand des politökologischen Wissens auf hohem sprachlichen Niveau zusammengefasst  --> bei detopia 

-- Etwas über eine anders-neue Staatsordnung und Gesellschaftsvertrag für eine erfreulich-angenehme Zukunft (U. Turlach)  -->bei detopia 

-- 1988 wagte sich der Berliner Physiker und Architekt H. J. Rieseberg an die Aufklärungsfront - mit Artikeln im Tagesspiegel, kurzen Büchern und Radiogesprächen  -->bei detopia 


 

Ich werde die Bücher manchmal auswechseln. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sollen es nicht zu viele sein. Es zeigte sich, dass in 15 Jahren detopia.de (vorher: utopie1.de), keine dauerhaften Leser sich einfanden. Nur das würde die ständige Pflege der Webseite rechtfertigen. Das lag vielleicht auch an dem Zuviel an Textmasse. 

Jeder weiß, dass es hunderte gute, leichte und wichtige Bücher gibt mit Umweltwarnungen, die anschaulich und verständlich dazu auffordern, 'die jetzige Zukunft' zu verhindern.

Es ist ja auch viel passiert - das muss man auch sehen wollen. Allerdings ist "gar nichts" passiert, was wirklich hilft, schützt, die Zukunft verlängert, nachhaltig und dauerhaft über ein Jahrhundert wirkt. Es ist ja gut und schön, dass in den letzten siebzig Jahren nur wenige Atomkatastrophen, einschließlich Kriege damit stattgefunden haben. Die Ostermärsche und alles andere haben tatsächlich etwas bewirkt. 'Dagegen sein' half also - beim "Kampf gegen den Atomtod". Heute und in Zukunft wollen jedoch mehr kleine aber starke Diktatoren weltpolitisch mitmischen, zumindestens sich in nichts reinreden lassen. Dann wirken die Rezepte des 20. Jahrhunderts nicht mehr. 

Heutzutage verblüffen die antiökologischen "Bürger- und Umweltbewegungen" wie die "Klimaskeptiker" mit ihrer Organisiertheit nicht mehr so wie früher. Etwa deren Behauptung, die Erde könne eine stetig steigende - quasi unbegrenzte - Anzahl von Menschen ernähren und mit Wohlstand versorgen. Oder "CO2 ist unschädlich". Usw.

Ich will dann 'apokalyptisch antworten', aber das bringt irgendwie auch nichts mehr, finde ich. Diese Leute ziehen die Wahrheit irgendwie durch den Kakao, z.B. beschuldigen sie Denker/Autoren, die schon lange tot sind als hauptschuldig für heutige Miseren: T. Malthus natürlich und B. Russel, aber auch: A. Huxley wollte (sagen die Büsos) mit seinem Roman von 1932 keine Warnung aussprechen, sondern eine Handlungsanleitung eben zur Herstellung der "Schönen neuen Welt" (und dann verweisen die Büsos auf einen Spezialisten, der das erforscht hätte). Das ist dann sowas wie 9/11-Mond-Verschwörung und so.

Und dann kann ich eigentlich nicht mehr hoffen, dass Anton Metternichs Buch von 1947 vom Volke einstmals gründlich gelesen und gelobt werden wird. Ich stelle mir die Zukunft dann so vor, dass dann um 2040 niemand sich für die ökologischen Zusammenhänge interessiert und dann auch das Wissen darüber verlorengeht. Dann ist eben alles Schlimme = Schicksal, Gott und Schuld der bzw. von anderen. 

Das ist alles sehr traurig und manchmal sinne ich darüber nach. Das macht Sinn, damit es nicht zu überraschend kommt. Jedenfalls muss man feststellen, dass ernsthafte Leute, die über das Gute nachdenken nicht (dauerhaft) ernst genommen wurden, auch dann nicht, wenn sie sich breit in die Öffentlichkeit eingebracht haben (wie z.B. Gruhl, Ditfurth, Bahro, Amery). Sie sind heute wieder unbekannt. Ich frage manchmal gleichaltrige (zu mir) Leute mit höheren Berufen, ob ihnen Autoren-Namen was sagen. Meistens kommt wenig und fast nie: "Von dem habe ich mal ein Buch gelesen." Das kommt fast nie.

Man weiß nicht mehr genau, was man sagen soll. Einerseits könnte man voll auf Horstmanns Position gehen (oder zu G. Fuller und C. Lauterburg). Denn die ist irgendwie vernünftig. Andererseits möchte man was tun. Z.B. für seine Nachkommen. Und als guter Christ und Sozialist glaubt man noch an das irdische Paradies im Jahr 3000. Jedenfalls sieht die Weltlage schlecht aus und trendmäßig auch die Zukunftslage. Die Spezialinteressen sind sehr gut organisiert. Als Beispiel können wir an Jehovas Zeugen denken und an die Waffenlobby in den USA. Und es gibt tausende "Netzwerke" mit monetärem und Machtinteresse, wie jeder weiß. Da ist guter Rat teuer. 

Auf der anderen Seite gibt es seriöse NGOs und grüne und linke Parteien und "Umweltbewusstsein". Naja. Da finden wir kein Ende. - Jedenfalls müsste etwas ganz Großes geschehen, wenn der jetzt vorgezeichnete Weg in die jetzige Zukunft nicht bis zum Ende gegangen werden soll. Mindestens ein Wunder. Besser noch zwei. Oder gleich göttliches Eingreifen. 

Habe ich - im Wesentlichen - 'mein(en) Teil getan'? Oben steht mein Text. Mehr habe ich nicht anzubieten. Und auf der Straße 'agitieren' - das geht irgendwie noch nicht. Ich kann dort nur einen langen schwierigen Rettungsweg anbieten. Ich traf noch keinen, der zuhören wollte. Und meine Begründung für diesen schweren Weg, nämlich die jetzige kurze Zukunft, will erst recht keiner hören.

Es gibt Ursachenforscher: Denker, Umweltphilosophen. Manche setzen den Schwerpunkt ab 1818 an, dem Beginn der Industrierevolution durch Kohle. Manche gehen weiter zurück, bis ins antike Griechenland und die Bibelzeit, den Beginn der Hochkulturen und Kriegerstaaten (Ägypter, Hethiter, Assyrer, usw.) Manche sehen die schlechte Zwangsläufigkeit schon in den allerersten Erfindungen, wie Pfeil mit Bogen, Treibjagd über Klippen mit Feuer, usw. Wenn das so wäre, dann wäre alles okay. Wir konnten nicht anders. Wir mussten so handeln. Gott hat uns das persönliche Erfolgserlebnis beim Erfinden geschaffen, geschenkt und mitgegeben. Ein Glücksgefühl, das wiederholt werden muss und weiterzuwirken. Also eine Art psychischer Defekt, müssen wir heute - rückblickend - bewerten (zumindestens in der Ausprägung; nämlich das nicht genauso viel Dopamin ausgeschüttet wird, wenn alles so bleibt, wie es war bzw. immer ist.) Aber ich will mich 'gattungsgeschichtlich' nicht zu weit aus dem Fenster lehnen (sonst falle ich noch runter).

Meine ökologischen Recherchen sind zum Abschluss gekommen. Tausend Ökobücher stehen gelesen bei mir rum. Und ich kenne Leute, die haben noch mehr gelesen. Aber insgesamt scheinen das nur ein Prozent der Bevölkerung zu sein. Damit ist kein (neuer) Staat zu machen. Und einen ökologischen Weltstaat (der eigentlich nötig wäre) wohl auch nicht. 

Hinzu kommt der große Organisationsgrad der anti-zukunftsökologischen Besserwisser, die das Internet voll in der Hand haben (durch eine Übermenge 'hochmotivierter', 'bienenfleißiger' Leserbriefschreiber), aber auch im realen Leben viel auf die Beine stellen können. Die haben kurzfristige und einfache Ziele, wie Klimaschutz abschaffen und 'Kernfusionsforschung'. Aber das Problem liegt tiefer. Warum gibt es überhaupt verschiedene 'Vernünfte'? Oder 'Wahrheiten'? Oder 'gesunde Menschenverstände'? Antwort: Das ist ein Mysterium. Offensichtlich ist der Mensch durch Argumente und 'Beweise' nicht überzeugbar. Vielleicht sind die Erbanlagen doch an allem und alleine schuld. Prinzipiell kann man das nicht von der Hand weisen, zumindestens heute noch nicht. Ich habe schon im realen Leben erlebt, das Leute was behaupten und wenn ich das mit Fakten widerlege, dann wechseln die das Thema...und zwar ohne jegliche erkennbaren Schamgefühle oder Irritierung.

Okay, machen wie Schluss für heute, denn es wird ein kurzes Jahrhundert, äh, kurze Nacht, wollte ich schreiben.

U. T., im Juni 2018

 

 

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Interessante Artikel zum Klimakapital:

 

heise.de/tp/features/Kapital-als-Klimakiller  von T. Konicz am 6.6.18

 

Wer wird die Arche bauen? Das Gebot zur Utopie im Zeitalter der Katastrophen von Prof. Mike Davis.  Dasselbe in pdf   

 

 

 

"Die meisten Tatsachen scheinen darauf zu weisen, dass der Mensch das Robotertum wählen wird, und das bedeutet auf lange Sicht Pathologie und Zerstörung. Und doch sind alle diese Tatsachen nicht stark genug, um den Glauben an die Möglichkeiten der Vernunft, den guten Willen und die innere Gesundheit des Menschen zu zerstören. Solange wir noch an Alternativen zu denken vermögen, sind wir nicht verloren." (Erich Fromm, 1960)

 

 

 

 

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Das Hauptproblem: Der Kapitalismus verhindert die Diskussion über das Weltproblem.

Für Problem können wir auch Schwierigkeiten schreiben.

Für Kapitalismus können wir auch "das realexistierende System" schreiben oder "Gesellschaftsordnung" oder "Reklameindustrie" ("Werbewirtschaft") oder "Marketinggesellschaft".

Für Diskussion können wir auch Diskurs schreiben oder Meinungsaustausch oder Argumentation oder Beweisführung.

 

Natürlich gibt es viel Diskussion in den Medien, aber ich meine die Volksdiskussion oder die Diskussion, an der das Volk teilnimmt.

Die kapitalistische Reklameindustrie durchdringt alle Lebensbereiche und sie ist immer "profitorientiert" ("Interessen").

Ich beweise das hier nicht weiter, weil bei detopia genug Text dazu ist, sondern schlußfolgere:

Wir haben absolut keine Möglichkeit ("Chance") in die Diskussion einzugreifen ergo: der (vorgezeichnete, vorprogrammierte) Verlauf (der Geschichte, des Schicksals) kann (und wird) nicht verändert werden.

"Es sei denn..." - so gehen solche Texte meist weiter. Aber dieses "Es sei denn..." wird nach menschlichem Ermessen nicht geschene. Denn dazu müsste im normalen Menschen (also fast in jedem) von innen her (quasi "von alleine", "von Zauberhand" oder "aus göttlicher Gnade") 'mediale Klugheit hervorbrechen'.

 

 

Zur Veranschaulichung und Vertiefung des eben Gesagten:
Schüle (Audio1  Audio2   Audio3  Audio4 ), Hamm (Essay und Interview), Postman (Amüsieren), R. Schneider (2x Audio), Chr. v. Ditfurth (Buch 95), Tagesschau Audio 2014

 

 

 

Heute war folgendes in meinem Briefkasten. Ich will aber nur auf die "Anmache" des Briefes hinaus. (Man kann "Faber Lotto" googeln und findet viel Kritik.)

Sogar eine Briefmarke mit Deutschlands großem Freiheitssymbol (Br. Tor) und "Faber" statt "Post".

Eine weitere gute allgegenwärtige Veranschaulichung ist das tägliche Kommerzdudelradio: "Radio: Geht ins Ohr, bleibt im Kopf."

Fazit: Wir haben keine Chance - uns über die klein- und großökologische Zukunftskrise zu unterhalten.

Dieses Fazit wird dem Leser überzüchtet vorkommen. Ich wollte jedoch verstanden werden und habe deshalb ein allgemeines Beispiel gesucht.

Ich kann es auch 'komplizierter' ausdrücken, z. B. mit Enzensberger 1964:

 

"Die Bewusstseinsindustrie wird uns schon in der allernächsten Zukunft nötigen, von ihr als einer — radikal neuen, mit den Massen ihrer Anfänge nicht mehr zu bestimmenden — rapide zunehmenden Macht Notiz zu nehmen. Sie ist die eigentliche Schlüsselindustrie des zwanzigsten Jahrhunderts". -- "An die Stelle der materiellen tritt die immaterielle Verelendung, die sich am deutlichsten im Schwinden der politischen Möglichkeiten des einzelnen ausdrückt: einer Masse von politischen Habenichtsen, über deren Köpfe hinweg sogar der politische Selbstmord beschlossen werden kann, steht eine immer kleinere Anzahl von politisch Allmächtigen gegenüber. Dass dieser Zustand von der Majorität hingenommen und freiwillig ertragen wird, ist heute vielleicht die wichtigste Leistung der Bewusstseins­industrie".

 

 

 

 

 

Hier können wir gut sehen, was die "Werbeprofis" sich alles ausdenken. Das war am 13.6.2018 in meinem Postkasten. Nebenbei: trotz Aufkleber: "Keine Reklame" und mehrmals im Jahr und das bedeutet: Man kann sich dem nicht entziehen, es dringt durch die 'Filter' durch, ähnlich den Plakatwänden/'Litfasssäulen', Aufstellern. Die Titelseiten der Bildzeitung wären auch gute Beispiele. Aber dazu müsste ich mehr kommentieren, während sich das Faber-Beispiel selbst erläutert (finde ich).

 

Ich bekenne mich zu diesem Beispiel auf immerhin meiner Startseite von detopia.de. Meine These: So könnte es in unseren/allen deutschen Köpfen/Gehirnen aussehen: Sicher nur teilweise und nicht ständig.

 

 

 

 

Wie lautet also die Endabrechnung?

Die kapital(an)getriebene Meinungsbildungs- oder Bewusstseinsindustrie benutzt einerseits die menschlichen Triebe ('Getriebe', Antriebe, Motivationen, Instinkte). Andererseits verstärkt sie jene. Sie erzieht also. Sie bildet also. Theoretisch könnte was Gutes dabei herauskommen, aber das tut es nicht. Es werden die schlechten Triebe verstärkt. Der Kapitalismus hat sechs der sieben biblischen Todsünden zu Tugenden umgebildet und uns umerzogen.

 

"Mag sein, daß der Medientropf dieses Mal die meisten ohne klare und andächtige Momente hinüberdämmern läßt." (Horstmann, Rede am 1.1.1989 in Lübeck-Kirche) Ich schließe mich dieser Ahnung heute an. Es hat sich nämlich in den den letzten 80 Jahren seit 1940 gezeigt, dass es insgesamt keine Änderung zum Guten gab. Nicht nur am Medientropf. Auch nicht durch den Aufschwung der linken und grünen Bewegung, einschließlich immer genauerer und besser lesbarer Bücher. Letztendlich hat die 'Gegenreformation' ('Rollbackpolitik', 'Konterrevolution') des 'Kapitals' ('Hochfinanz', Machtinhaber) 'gewonnen'. Sie 'dockte' dabei an die alten Ängste der Völker an (Enteignung, Vertreibung, Vergewaltigung) und - wie wir bei Faberlotto ahnen - auch an die sofortigen Paradieswünsche vom Fischer seiner Frau (Volksmärchen). 

 

Daher bleibt nur die letzte Tür offen: die theoretische Möglichkeit, dass sich alles von selbst zum Guten wendet. Dazu müssten sowohl die Machtinhaber als auch das Volk ('die Massen') irgendwie von innen her zu neuen Einsichten (anderen Erkenntissen) gelangen. Ich glaube nicht daran. Ich halte das für 'theoretisch': unwahrscheinlich, unmöglich, utopisch. - Von außer her ist nichts (mehr) zu erwarten: 1. So viele allerbeste Bücher wurden schon geschrieben und es ist auch weithin bekannt, dass sie existieren. 2. Und es gab schon genug Katastrophen, sowohl menschengemachte (Hiroshima, Zusammenbruch der 'Zweiten Welt'), als auch von Natur (Sintfluten, Erdbeben, Vulkane), als auch kombinierte (Fukushima, Klima). Es ist also nicht so, dass persönlich erlebter Schmerz und erfahrenes Leid ein Umdenken ('Neues Denken', Gorbatschow) dauerhaft fördern und fordern, wie oft in Umwelt- und Antikriegsbüchern gehofft (und beschworen) wird.

 

"The war to end all wars."? Reklamefummel, Propagandaschlagzeile! Und im Hollywoodemmerichfilm Unabhängigkeitstag wird das auch gesagt. Und auch ich muss mich innerlich umpolen darauf, dass diese Ideologie Anhänger gewinnt in den Seelen. Orwell 1984? Huxley S. N. Welt? Die Naturvernichtung wurde dort nicht einberechnet. 

 

Nee, tut mir leid. Es wird irgendwie weitergehen. Es geht immer irgendwie weiter. Aber nur bis zum Schluss. Dann geht es auch weiter. Aber ohne den zeitweiligen Zaungast homosapiens. Er kann nun nicht mehr zugucken.

 

Wie nun so einen Text schließen, beenden, abschließen? Auch ich lese solche 'apokalyptischen' Texte ungern bis zum Schluss. Man kann nur das Richtige predigen und was dafür tun. Das galt immer. Das gilt immer. Das ist immer richtig. Meines Erachtens gibt es überhaupt keinen Hinderungsgrund. keine Sperre, in Deutschland, momentan noch nicht. Momentan würde eine detopische Initiative als versponnen gelten ("arme Irre", wie früher die Grünen und Ökos gesehen wurden). Eine detopische Partei würde unter "sonstige Parteien" angesagt werden. Bücher gibt es genug. Internet und Flixbus und Versammlungszelte auch. Alles da. 

 

Aber es zeigt sich, 20 Jahre bzw. 30 Jahre nach Bahro (Buch LdR 1987 bzw. sein Tod 1997), dass er 'überhört' wurde. LdR hat nur wenig Kritiken gekriegt und noch weniger Lob. Selbst die Linksgrünen wollten nicht in seine Richtung.... und am liebsten sich gar nicht damit befassen. Man kann die negativen Verrisse im Internet nachlesen. Eigentlich müsste man in Ratlosigkeit zurückbleiben. Aber wenn man sich innerlich dazu durchringt: anzuerkennen, zu akzeptieren, dann kommt man weiter. Ich darf schlußfolgern: Trotz aller stilistischen Einwände, die man gegen LdR vorbringen kann, so ist das Buch eines Deutschen und auf deutsch geschrieben, welches zum ersten Mal einen völlig neuen Zukunftsweg beschrieben und begründet (Notwendigkeit) hat. Es bzw. Bahros Rettungsweg unterscheidet sich grundsätzlich von allen vorherigen radikalen Umweltpolitikbüchern. (Danach kam etwas mehr in diese Richtung / aus dieser Ecke, nennen wir zwei: Marko Fersts Zeitenwende von 2002 und Johannes Heimraths Postkollapsgesellschaft von 2012.)

 

Ich gebe zu, dass man manche Kapitel bei Bahro als "problembehaftet", "problematisch", "umstritten", "kontrovers diskutiert" bezeichnen kann. Doch persönlich halte ich es mit "Es klingt wunderbar, aber ich billige alles, was ich lese. Denn ich weiß sehr wohl, wie verschieden die Dinge gefaßt werden können." so wie wikipedia  Gottfried W. Leibniz (*1646 in Leipzig). Und irgendwann kommt die Sekunde, wo man sagt: "Jetzt weiß ich (genau, genauer), wie Bahro das meint und warum es ins Buch hineingehört."

 

Mehr biete ich nicht an. Bücher lesen. Die richtigen. Über Wege in Richtung Rettung. Auch der eigenen Haut. Und der der Nachkommen. Also ebenfalls der Volksrettung. Und irgendwann auch mal ein bisl handeln. 1 Stunde pro Woche was für die Weltrettung tun oder 'nur' die Weltverbesserung (kleine Brötchen backen zuerst, aber dann auch große Brote). 

 

Und so komme ich zum Abschluß doch noch auf die optimistische Schiene: Warum denn gleich eine detopische Rettungspartei gründen und die nächste Bundestagswahl vorbereiten? Warum denn nicht einfach einen eingetragenen Verein: "Freunde des Buches <Logik der Rettung> von Rudolf Bahro e.V."?!

 

Darum herum lassen sich viel schöner Veranstaltungen organisieren. (Und auch besser Spenden von den 'Großindustriellen' 'einwerben' und auch 'vom Staat' für politische Bildung). Mit Paddeltouren nach den hitzigen Diskussionen und wir leisten uns einen Therapeuten, der unsere Kränkungen (in den Diskussionen) bemerkt, die wir selbst nicht wahrhaben wollen oder diese 'mit uns selbst ausmachen wollen'.

 

Das können wir tun. Und wenn wir ('nichtmal') dazu nicht bereit sind, dann wissen wir wenigstens 'dann wirklich', dass 'alles so kommt, wie es kommen muss'. (Schicksal, Vorhersehung, unsere Erbanlagen:  Urmenschengroßhirnrinde, usw.) Und danach stehen wir sogar an der Grenze zur Bejahung: Es kommt, wie es kommen soll (göttlicher Wille und evolutionärer Plan).

 

Ich persönlich hafte für die 'Vereinsgrundidee': Bahros Buch 1987 ist von unausweichlicher Wichtigkeit (solange es kein gleichwertiges, moderneres oder besseres gibt) für die 'Rettung der Zukunft' oder bescheidener: um das kurze Jahrhundert zu verlängern. Jeder Satz lohnt das Lesen und das darauf Herumkauen bis zum Begreifen. Auch für einen persönlich. Man zehrt davon ein Leben lang.

 

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Ein schönes Grundaudio zu Kapitalismus und Alternative - DLF  2014  Minuten: 4 min

 

Unser wertvolles Welteis wird zu Wasser: Meldung vom 14.6.18 im DLF   0,75 Meter bis 2100 möglich

 

Erdbevölkerungsvergrößerung: Hubert Weinzierl hat in zwei seiner Bücher die Aktivitäten und Aktionen 'dagegen' nachgezeichnet. -->Weinzierl 1985 pdf   Weinzierl 1991 pdf

 

Theo Löbsack hat (in seinen Büchern) die Aktionen und Reaktionen ('zur Bevölkerungsfrage') der katholischen Weltkirche beleuchet, insbesondere der Kardinäle einschließlich ihres 'Oberhirten'.

 

 

 

 

 

Wolfgang Hildesheimer letztes Interview 1989:

"Geschichte ist das ewig Scheiternde."

Video Hildesheimer 

Streitgespräch 1990 zwischen Robert Jungk und Ulrich Horstmann

"Wir glauben, wir könnten Geschichte machen. Aber sind wir nicht ohnmächtig?"

Video Horstmann (bei youtube)

 

 

Die Welttagespolitik soll hier wenig thematisiert werden. Dennoch will man einmal im Jahr wissen, wo auf dem Zeitstrahl wir gerade stehen.

heise.de/tp/features/And-the-winner-is-Donald-Trump  : "Aktuell wird kaum beachtet, dass es Trump gelingt, eine neue Weltordnung zu etablieren, die sich auf bilaterale Abkommen konzentriert. Donald Trump schätzt schnelle Deals mit Diktatoren, weil er selbst entsprechende autoritäre Ambitionen hat."  am 16. Juni 2018 von Frank Jödicke.

 

 

Abschließen wollen wir mit dem gegenwärtigen Generalthema (nein, nicht Fußball): "Fakten, Fakten, Fakten", alternative Fakten, Statistiken, Fake News, Lügenpresse und Verschwörungstheorien.

Kommentar am 23.6.2018 des Leiters der Abteilung Nachrichten des DLF, Marco Bertolaso.  "Die Informationsgesellschaft in Nöten"

 

 

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www.detopia.de

 

 

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