Detopia.de  Ø  Die Klassiker der radikalen Umwelt- und Zukunftsliteratur 

 

Ökobücher im Wandel der Zeit. Starke Vorwörter im handlichen PDF-Format. 

Über Ökopax und Frieden, Sozialismus und Survival, Umwelt- und Naturschutz,

Zukunftsforschung und Utopie, Umweltpolitik und politische Ökologie,
die Grenzen des Wachstums, Global 2000 und den Club of Rome.

 

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Das populär-wissen­schaft­liche Sach­buch über die Vergangenheit, Gegenwart
und den Fortschritt (in die Zukunft) gibt Auskunft über die Weltereig­nisse bis 2099.

 

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Impressum

 

Frohes Gelingen im Persönlichen  wünscht Ulf Turlach aus Sachsen. 

Email:  detopia (;-) detopia.de

 

 

 

-- Meine Hauptthese zur Zukunftssicherung (von Individuum, Volk und Menschheit): Wir müssTen die bisherige und jetzige Privatbesitzideologie rechtlich abschaffen und zwar hauptsächlich aus dem Grunde, weil sie die menschliche Vernunft blockiert ("Geld regiert die Welt.", "Gold macht aus schwarz weiß, aus häßlich schön, ..."). Statt der jetzigen Ideologie kann die 1000-qm-Gesellschaft verfassungsmäßig beschlossen werden: Jeder Mensch bekommt 1000 qm Land und besitzt ('nur') das, was er dort unterbringen kann. Davon verspreche ich mir ein Anwachsen der Klugheit in jedem Menschen (über die Generationen), mit der wir letztendlich jedes Problem lösen (oder es hinnehmen). Zusätzlich wäre auch die jetzige Industriegesellschaft und jetziger Kapitalismus nicht möglich, was zur Verbesserung der Ökosituation führen würde. Andere Ökoautoren haben genau darüber nachgedacht, was die Gesellschaft schrittweise tun könnte; so Rudolf Bahro 1987, Marko Ferst 2002, und andere. 

-- Ich denke jedoch, dass heute (2018) klar gesagt werden muss, dass alle Ökorettungspläne möglichst schnell auf den entscheidenen Punkt des 'Eigentumsverzichts' zulaufen müssen (bzw. auf das Abschwören der Privatbesitzvermehrungsideologie). Wir können auf 1000 qm immer noch mehr Privateigentum unterbringen, als die meisten Menschen jemals hatten. Aber ich rede hier von der Gesamtgesellschaft, nicht von Ökodörfern, Aussteigerdörfern oder Kommunen. Zukunftssicherung über das Jahr 2100 hinaus ist nur möglich, wenn 'wir' 90 % der Industrie stilllegen, genauer: der industriellen Stoff- und Schadstoffströme. Das ist selbst mit den größten 'realen' Plänen (Projekten, Reformen) nicht zu schaffen.  Aber man kann anfangen mit: wikipedia  Welt im Wandel - Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation  Bei den (sicheren) Erfolgen entsteht dann 'Lust auf mehr', man kann gleich weitermachen mit www.futurzwei.org

-- Wir benötigen also eine andere, neue, bessere Organisation der Gesellschaft, des Staates, des Landes, der Region, der Kommune, welche durchaus in einem konkreten Land beginnen kann. Das alles überwuchernde Besitzvermehrungsdenken (Haben, Raffen, 'Mehrung', 'Generierung' des individuellen Geldreichtums, des 'Vermögens') muss ausgeschaltet werden. Und das muss (und kann nur) freiwillig geschehen. Aus Einsicht - auch in die absolute Notwendigkeit.

-- Wir alle wissen, dass meine Maximalforderung (1000-qm-Gesellschaft) keine Chance hat, jemals auch nur die Ohren des Volkes zu erreichen. Und damit meine ich nicht nur die verschlossenen Medienkanäle, sondern auch, dass das Volk sich die Ohren zuhält, falls man eine Basisbewegung auf die Beine stellen könnte, welche das Volk persönlich anspricht. Daraus folgt, dass niemand (90%) über Utopia mit Gleichbesitz in Deutschland bzw. Detopia nach-denkt, vor-denkt und diskutiert. Ich will das als Abschluß dieses Vorwortes zu Protokoll geben (weiteres im Nachwort). Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt das Volk oft im Fernsehen, wenn es nach Naturkatastrophen gefragt wird.

-- "Es ist einfacher, sich das Ende der Welt vorzustellen, als das Ende des Kapitalismus." (Dieser Ausspruch wird meist Fredric Jameson zugeschrieben, wikipedia  F. Jameson, *1934). Das liegt sicher 'in der Natur der Sache' und ist kein großes Mysterium, allerdings ein unerfreuliches. Es ist tatsächlich einfacher, in der Phantasie die schon geschehenen Geschehnisse mit den statistischen, wissenschaftlich abgesicherten, Trends zu verbinden. (Artenverluste, 2000 Atombomben'abwürfe' bzw. '-tests', Megabergbau, Betonierung und Asphaltierung, Supermonoplantagen.) Die Fernsehanstalten produzieren 'objektive' 'Endzeitdokus', die man auf youtube gucken kann. Hinzu kommen die Endzeitspielfilme, nicht nur aus Hollywood. "2012" kann als Menetekel gelten. Eigentlich ist er durch und durch verlogen, aber ich kann man mich seinem Reiz nicht entziehen und gucke ihn immer eine halbe Stunde, wenn er mehrmals im Jahr im Fernsehen kommt. 

 - "Das Ende das Kapitalismus" würde das Ende zweier Merkmale  menschlicher Gesellschaft seit 2000 Jahren bedeuten: Und das wollen die Leute nicht - auch die nicht 'ganz unten'. Zum einen muss das abgeschafft werden, wofür ich bislang nur ein sperriges Wort gefunden habe: die Privatbesitzvermehrungsideologie, die wir mit PVI abkürzen wollen. PVI ist - vereinfacht ausgedrückt -, wenn die Leute es als ihr angestammtes Geburtsrecht betrachten und das quasi als Naturrecht aufwerten und mit dem heiligen Wort "Freiheit" bezeichnen, wenn es keine Grenze für das Geldscheffeln gibt, weder eine staatliche noch eine moralische. Um das zu veranschaulichen, könnte man eine Partei gründen, die sagt: "Für gesellschaftlichen Fortschritt: Maximalvermögen in Deutschland: 1 Million." Ich bin sicher: Man würde in 10 Jahren weder genügend Unterschriften noch Kandidaten bekommen, um an Wahlen teilzunehmen und eine Kleinstpartei bleiben.

 - Und es gibt noch eine zweite "Ideologie", die wir gerne behalten wollen und deswegen Angst vor dem Ende des Kapitalismus haben: Die immerwährende Suche nach Hierarchien, nach Führung, nach Verantwortungsdelegation; kommt vielleicht aus der Urzeit (und befindet sich noch in unseren Nervenbahnen). Das Ende des Kapitalismus würde bedeuten, dass wir verantwortungsvoll die Gesellschaft gestalten müssen - und zwar nach den heutigen friedens-ökologischen Prämissen wie 'weniger ist mehr', 'small is beautiful', 'ökologischer Fußabdruck', 'wirtschaftliche Autarkie', usw., also kurz: 'Laßt uns viel weniger materielle Güter verbrauchen.' Und dazu ist das Volk nicht bereit.

- Es gibt also eine fast heilige Verehrung von PVI und Hierarchie bzw. eine Angst vor deren Abschaffung. Und da kommt man mit Worten nicht ran. Zusätzlich hat seit 1990 eine Volksbewusstseins­veränderung in Richtung Infantilisierung stattgefunden. Vergnügungsindustrie. Reklameindustrie. Unterhaltungsindustrie. Bewusstseinsindustrie. Man merkt das am besten daran, dass man gar keine starken Worte mehr hat, wenn "Freiheit" bedeutet: "Freie Fahrt für freie Bürger." Und zusätzlich: Der Medienoverkill überschwemmt uns mit Text, gesprochener Sprache, Bildern, Videos. Wir sind übersättigt. Unsere Aufmerksamkeit ist null. Wir wollen nur noch unsere Ruhe haben. Hinzu kommt die Welt der Videospiele, "Games", welche die Aufmerksamkeit der Leute auf Jahre hinaus bindet, und möglicherweise auch irreversibel bewusstseinsverändernd wirkt; und nicht zum Guten. Hier stehen also mehrere himmelsstürmende Mauern zwischen uns und der Weltrettung.

 - Viele Leute, mit denen ich sprach, sagen dann: "Nagut, dann machen wir eben nach dem Zusammenbruch weiter, wenn die negativen Bewusstseinsindustriestrukturen kaputt sind." Es spricht aber viel dagegen, dass im Chaos ein geordneter Neuaufbau der Gesellschaft angepackt wird. Zumal auch die Leute dieselben sind. Warum sollten sie auf einmal zuhören können?

 

 

 

 d e t o p i a . d e