Detopia Ø

Klassiker der Ökoliteratur

Ganz normale und radikale Umweltbücher

 

Das populär-wissen­schaft­liche Öko-Sach­buch gibt Auskunft über den Fortschritt in die Zukunft.

Über Frieden, Survival, Sozialismus, Utopie, Zukunftsforschung, Umweltpolitik, 

politische Ökologie, die Grenzen des Wachstums, Global 2000 und den Club of Rome

Eine neuer Gesellschaftsvertrag für die nächste Gesellschaftsordnung - Grundlagen und Prinzipien.

  

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Momentan gibt es noch wenig Bedarf an detopia, 20 Leser täglich, deswegen fahren wir im Sparprogramm.

Das Thema von detopia.de:  
Die uns bekannten Trends verweisen auf ein unangenehmes - "kurzes" - Jahrhundert. Um es angenehmer zu gestalten, muss vielleicht das Recht auf privaten Reichtum abgeschafft werden. Das würde wiederum - und das ist das eigentliche Ziel - in den Köpfen und Seelen der Bürger den Geldvermehrungstrieb austrocknen. Dadurch wiederum könnte sich der allgemeine Menschenverstand, auch Vernunft genannt, endlich frei entwickeln. Und zu guter Letzt könnte man in aller Ruhe die Welt retten - ich meine die Welt der Menschen, die Menschenwelt, die Menschheit und die Zukunft.

Wir müssen uns eine neue Gesellschaftsform ausdenken. 
Und diese (ausgedachte, konstruierte, künstliche) Ordnung muss dann verkündet und gepredigt werden, auch mittels einer Partei (um im deutschen Medienmischmasch gehört und wahrgenommen zu werden). Mehr muss erstmal nicht getan werden aus heutiger Sicht. Denn 'aus heutiger Sicht' ist das Volk nicht bereit, genügend 'hart' nach- und vorzudenken und dementsprechend zu handeln. Es will also nicht (die Opfer fürs Überleben erbringen). Obwohl es mit dem neuen Gesellschaftsvertrag allen besser und keinem schlechter gehen soll (bezogen auf die jetzigen Trends). 

Unsere heutige Arbeit 
zur Crashverhinderung ist jedoch nicht nutzlos, weil unsere Kinder diese Arbeit benutzen können für die Crashverminderung.

 


Das Sparprogramm:

 

-- 1947 eröffnete Dr. Anton Metternich aus bei Köln den Reigen der modernen populärwissenschaftlichen Umweltsachbücher  -->bei detopia  

-- Zehn Jahre später, 1957, gab es dann ein brandneues Umweltsachbuch des bayrischen Zoologie-Professors Reinhard Demoll  -->bei detopia 

-- Herbert Gruhl hat von 1975 bis 1992 auch sehr volksverständlich über die Umweltlage geschrieben  -->bei detopia

-- Rudolf Bahro hat von 1977 bis 1997 umweltpolitisch geschrieben, insbesondere 1987:  -->bei detopia

-- 1987 legte ein seriöser "Futurologe" (mit 40 Jahren Dienstzeit seit er den Begriff 1943 prägte) auf 222 Taschenbuch-Seiten seine Aussicht da: O. K. Flechtheim -->bei detopia 

-- Ebenfalls 1987 hat "ein Unbekannter" ein schönes, klares, zusammenfassendes Buch vorgelegt. Wer würde da nicht auch gleich an 1947 denken, als ein großer deutscher Unbekannter in Köln und Bremen das erste vollständige Umweltbuch als Volkssachbuch vorlegte? -->bei detopia.de 

-- 1988 wagte sich der Berliner Physiker und Architekt H. J. Rieseberg an die Aufklärungsfront - mit Artikeln im Tagesspiegel, kurzen Büchern und Radiogesprächen  -->bei detopia 

-- Ein pragmatisches Buch (absolut volksverständlich) zum Crash, Kollaps oder Zusammenbruch wird heuer 20 Jahre alt: 'Fünf nach Zwölf' des Schweizers Christoph Lauterburg  -->bei detopia 

-- 2002 hat Marko Ferst den Stand des politökologischen Wissens auf hohem sprachlichen Niveau zusammengefasst  --> bei detopia  

-- 2017 hat Dr. Fuller 'Das Ende' neu aufgelegen lassen, erweitert und aktualisiert  --> bei detopia  Ich möchte es nach dem Sortier-Merkmal "In der Kürze liegt die Würze" neben Emmott 2013 stellen (ins Bücherregal). Auch Löbsack 1983 und Rieseberg 1988 sind 'kurz und knapp' zu nennen und somit volkstümlich bzw. volksverständlich. Jedenfalls begründen solche Bücher (eher Broschüren oder Büchleins) das Nachdenken über Detopia bzw. eine nächste Gesellschaftsordnung. 

-- 2018 über eine andere/neue/nächste/detopische Staatsordnung für eine fröhlich-angenehme Zukunft (über das Ende hinaus ;-)   -->bei detopia 

 


 

Ich werde die Bücher manchmal auswechseln. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sollen es nicht zu viele sein. Es zeigte sich, dass in 15 Jahren detopia.de (vorher: utopie1.de), keine dauerhaften Leser sich einfanden. Nur das würde die ständige Pflege der Webseite rechtfertigen. Das lag vielleicht auch an dem Zuviel an Textmasse. 

Jeder weiß, dass es hunderte gute, leichte und wichtige Bücher gibt mit Umweltwarnungen, die anschaulich und verständlich dazu auffordern, 'die jetzige Zukunft' zu verhindern.

Es ist ja auch viel passiert - das muss man auch sehen wollen. Da tue ich mich manchmal schwer. Allerdings ist "gar nichts" passiert, was wirklich hilft, wirklich die Zukunft schützt, nachhaltig und dauerhaft über ein Jahrhundert wirkt. -- Es ist ja gut und schön, dass in den letzten siebzig Jahren nur wenige Atomkatastrophen, einschließlich Kriege damit stattgefunden haben. Die Ostermärsche und alles andere haben tatsächlich etwas bewirkt. 'Dagegen sein' half also - beim "Kampf gegen den Atomtod". Heute und in Zukunft wollen jedoch mehr kleine aber starke Diktatoren weltpolitisch mitmischen, zumindestens sich in nichts reinreden lassen. Dann wirken die Rezepte des 20. Jahrhunderts nicht mehr. 

Heutzutage verblüffen die antiökologischen "Bürgerbewegungen" wie die "Klimaskeptiker" (Büso, Eike) mit ihrer Organisiertheit nicht mehr so wie früher. Etwa deren Behauptung, die Erde könne eine stetig steigende - quasi unbegrenzte - Anzahl von Menschen ernähren und mit Wohlstand versorgen. Oder "CO2 ist unschädlich" und "Dünger für die Pflanzen", usw.

Ich wollte dann oft  'apokalyptisch antworten', aber das bringt irgendwie auch nichts mehr, finde ich. Diese Leute ziehen die Wahrheit irgendwie durch den Kakao, z.B. beschuldigen sie Denker/Autoren, die schon lange tot sind als hauptschuldig für heutige Miseren: T. Malthus natürlich und B. Russel, aber auch: A. Huxley wollte (sagen die Büsos) mit seinem Roman von 1932 keine Warnung aussprechen, sondern eine Handlungsanleitung eben zur Herstellung der "Schönen neuen Welt" (und dann verweisen die Büsos auf einen Spezialisten, der das erforscht hätte). 

Und dann kann ich eigentlich nicht mehr hoffen, dass Anton Metternichs Buch von 1947 vom Volke einstmals gründlich gelesen und gelobt werden wird. Ich stelle mir die Zukunft dann so vor, dass dann um 2040 niemand sich für die ökologischen Zusammenhänge interessiert und dann auch das Wissen darüber verlorengeht. Dann kommt eben alles Schlimme vom Schicksal, Gott und den bösen Genen. 

Das ist alles sehr traurig und manchmal sinne ich darüber nach. Das macht Sinn, damit es nicht zu überraschend kommt. Jedenfalls muss man feststellen, dass ernsthafte Leute, die über das Gute nachdenken nicht (dauerhaft) ernst genommen wurden, auch dann nicht, wenn sie sich breit in die Öffentlichkeit eingebracht haben (wie z.B. Gruhl, Ditfurth, Bahro, Amery). Sie sind heute wieder unbekannt. Ich frage manchmal gleichaltrige (zu mir) Leute mit höheren Berufen, ob ihnen Autoren-Namen was sagen. Meistens kommt wenig und fast nie: "Von dem habe ich mal ein Buch gelesen." Das kommt fast nie.

Man weiß nicht mehr genau, was man sagen soll. Einerseits könnte man voll auf Horstmanns Position gehen (oder zu G. Fuller und C. Lauterburg). Denn die ist irgendwie vernünftig. Andererseits möchte man was tun. Z.B. für seine Nachkommen. Und als guter Christ und Sozialist glaubt man noch an das irdische Paradies im Jahr 3000. Jedenfalls sieht die Weltlage schlecht aus und trendmäßig auch die Zukunftslage. Die Spezialinteressen sind sehr gut organisiert. Als Beispiel können wir an Jehovas Zeugen denken und an die Waffenlobby in den USA. Und es gibt tausende "Netzwerke" mit monetärem und Machtinteresse, wie jeder weiß. Da ist guter Rat teuer. 

Auf der anderen Seite gibt es seriöse NGOs und grüne und linke Parteien und "Umweltbewusstsein". Naja. Da finden wir kein Ende. - Jedenfalls müsste etwas ganz Großes geschehen, wenn der jetzt vorgezeichnete Weg in die jetzige Zukunft nicht bis zum Ende gegangen werden soll. Mindestens ein Wunder. Besser noch zwei. Oder gleich göttliches Eingreifen. 

Habe ich - im Wesentlichen - 'mein(en) Teil getan'? Oben steht mein Text. Mehr habe ich nicht anzubieten. Und auf der Straße 'agitieren' - das geht irgendwie noch nicht. Ich kann dort nur einen langen schwierigen Rettungsweg anbieten. Ich traf noch keinen, der zuhören wollte. Und meine Begründung für diesen schweren Weg, nämlich die jetzige kurze Zukunft, will erst recht keiner hören.

Es gibt Ursachenforscher: Denker, Umweltphilosophen. Manche setzen den Schwerpunkt ab 1818 an, dem Beginn der Industrierevolution durch Kohle. Manche gehen weiter zurück, bis ins antike Griechenland und die Bibelzeit, den Beginn der Hochkulturen und der Kriegerstaaten (Ägypter, Hethiter, Assyrer, usw.) Manche sehen die schlechte Zwangsläufigkeit schon in den allerersten Erfindungen, wie Pfeil mit Bogen, Treibjagd über Klippen mit Feuer, usw. Wenn das so wäre, dann wäre alles okay. Wir konnten nicht anders. Wir mussten so handeln. Gott hat uns das persönliche Erfolgserlebnis beim Erfinden geschaffen, geschenkt und mitgegeben. Ein Glücksgefühl, das wiederholt werden muss, um weiterzuwirken. Also eine Art psychischer Defekt, müssen wir heute - rückblickend - bewerten (zumindestens in der Ausprägung; nämlich das nicht genauso viel Dopamin ausgeschüttet wird, wenn alles so bleibt, wie es war bzw. immer ist.) Aber ich will mich aber gattungsgeschichtlich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen (als Laie).

Die ökologischen Recherchen über die Lage und die Gründe für die Lage in der Vergangenheit sind wohl zum Abschluss gekommen. Insgesamt scheint es so, als ob (nur) ein Prozent der Bevölkerung über die Ökolage besorgt ist UND sich kümmern will. Damit ist kein (neuer, nächster) Staat zu machen - und ein ökologischen Weltstaat, der sehr wünschenwert wäre, auch nicht. 

Hinzu kommt der große Organisationsgrad der anti-zukunftsökologischen Besserwisser, die das Internet voll in der Hand haben (durch eine Übermenge 'hochmotivierter', 'bienenfleißiger' Leserbriefschreiber), aber auch im realen Leben viel auf die Beine stellen können. Die haben kurzfristige und einfache Ziele, wie Klimaschutz abschaffen und 'Kernfusionsforschung'. Aber das Problem liegt tiefer. Warum gibt es überhaupt verschiedene 'Vernünfte'? Oder 'Wahrheiten'? Oder 'gesunde Menschenverstände'? Antwort: Das ist ein Mysterium. Offensichtlich ist der Mensch durch Argumente und 'Beweise' nicht überzeugbar. Vielleicht sind die Erbanlagen doch an allem und alleine schuld. Prinzipiell kann man das nicht von der Hand weisen, zumindestens heute noch nicht. Ich habe schon im realen Leben erlebt, das Leute was behaupten und wenn ich das mit Fakten widerlege, dann wechseln die das Thema...und zwar ohne jegliche erkennbaren Schamgefühle oder Irritierung.

Okay, machen wie Schluss für heute, denn es wird ein kurzes Jahrhundert, äh, kurze Nacht, wollte ich schreiben.

U. T., im Juni 2018

 


 

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Interessante Artikel zum Klimakapital:

 

detopia: Tom Koni schreibt gerne konzentriert auf einen Punkt hin und benötigt dafür dann Fachbegriffe. Gut, ich kann damit leben.

heise.de  Kapital-als-Klimakiller  von Tom Konicz am 6.6.18:  "Die am Selbstzweck uferloser Kapitalverwertung ausgerichtete kapitalistische Weltwirtschaft fungiert somit de facto als eine Weltvernichtungsmaschine, bei der die reale, konkrete Welt verbrannt wird, um das blinde Wachstum der Realabstraktion des Werts bis zum Kapitalkollaps zu perpetuieren."

 

Professor Mike Davis, 2008 Rede in München

Wer wird die Arche bauen? Das Gebot zur Utopie im Zeitalter der Katastrophen v

 

 

 

"Die meisten Tatsachen scheinen darauf zu weisen, dass der Mensch das Robotertum wählen wird, und das bedeutet auf lange Sicht Pathologie und Zerstörung. Und doch sind alle diese Tatsachen nicht stark genug, um den Glauben an die Möglichkeiten der Vernunft, den guten Willen und die innere Gesundheit des Menschen zu zerstören. Solange wir noch an Alternativen zu denken vermögen, sind wir nicht verloren." (Erich Fromm, 1960)

 

 

 

 

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Unser aller Hauptproblem: 

Der Kapitalismus verhindert die Diskussion über das Weltproblem.

Für Problem können wir auch Schwierigkeiten schreiben.

Für Kapitalismus können wir auch "das realexistierende System" schreiben oder "Gesellschaftsordnung" oder "Reklameindustrie" ("Werbewirtschaft") oder "Marketinggesellschaft".

Für Diskussion können wir auch Diskurs schreiben oder Meinungsaustausch oder Argumentation oder Beweisführung.

 

Natürlich gibt es viel Diskussion in den Medien, aber ich meine die Volksdiskussion oder die Diskussion, an der das Volk teilnimmt.

Die kapitalistische Reklameindustrie durchdringt alle Lebensbereiche und sie ist immer "profitorientiert" ("Interessen").

Ich beweise das hier nicht weiter, weil bei detopia genug Text dazu ist, sondern schlußfolgere:

Wir haben absolut keine Möglichkeit ("Chance") in die Diskussion einzugreifen ergo: der (vorgezeichnete, vorprogrammierte) Verlauf (der Geschichte, des Schicksals) kann (und wird) nicht verändert werden.

"Es sei denn..." - so gehen solche Texte meistens/immer weiter. Aber dieses "Es sei denn..." wird nach menschlichem Ermessen nicht geschehen. Denn dazu müsste im normalen Menschen (also fast in jedem) von innen her (quasi "von alleine", "von Zauberhand" oder "aus göttlicher Gnade") 'mediale Klugheit hervorbrechen'.

 

 

Zur Veranschaulichung und Vertiefung des eben Gesagten:

Christian Schüle:   Audio1   Audio2   Audio3    Audio4  

 

 

später mal bei detopia:

Hamm (Essay und Interview), Postman (Amüsieren), R. Schneider (2x Audio), Chr. v. Ditfurth (Buch 95), Tagesschau Audio 2014

 

 

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Heute war folgendes in meinem Briefkasten. Ich will aber nur auf die "Anmache" des Briefes hinaus. (Man kann "Faber Lotto" googeln und findet viel Kritik.)

Sogar eine Briefmarke mit Deutschlands großem Freiheitssymbol (Br. Tor) und "Faber" statt "Post".

 

 

 

Eine weitere gute allgegenwärtige Veranschaulichung ist das tägliche Kommerzdudelradio: "Radio: Geht ins Ohr, bleibt im Kopf."

Fazit: Wir haben keine Chance - uns über die klein- und großökologische Zukunftskrise zu unterhalten.

Dieses Fazit wird dem Leser überzüchtet vorkommen. Ich wollte jedoch verstanden werden und habe deshalb ein allgemeines Beispiel gesucht.

Ich kann es auch 'komplizierter' ausdrücken, z. B. mit Enzensberger 1964:

 

"Die Bewusstseinsindustrie wird uns schon in der allernächsten Zukunft nötigen, von ihr als einer — radikal neuen, mit den Massen ihrer Anfänge nicht mehr zu bestimmenden — rapide zunehmenden Macht Notiz zu nehmen. Sie ist die eigentliche Schlüsselindustrie des zwanzigsten Jahrhunderts". -- "An die Stelle der materiellen tritt die immaterielle Verelendung, die sich am deutlichsten im Schwinden der politischen Möglichkeiten des einzelnen ausdrückt: einer Masse von politischen Habenichtsen, über deren Köpfe hinweg sogar der politische Selbstmord beschlossen werden kann, steht eine immer kleinere Anzahl von politisch Allmächtigen gegenüber. Dass dieser Zustand von der Majorität hingenommen und freiwillig ertragen wird, ist heute vielleicht die wichtigste Leistung der Bewusstseins­industrie".

 

Hier nun das Beispiel dafür, wie es wirklich unter unseren Schädeldecken aussehen könnte:

 

 

 

 

 

 

Hier können wir gut sehen, was die "Werbeprofis" sich alles ausdenken. Das war am 13.6.2018 in meinem Postkasten. Nebenbei: trotz Aufkleber: "Keine Reklame" und mehrmals im Jahr und das bedeutet: Man kann sich dem nicht entziehen, es dringt durch die 'Filter' durch, ähnlich den Plakatwänden/'Litfasssäulen', Aufstellern. Die Titelseiten der Bildzeitung wären auch gute Beispiele. Aber dazu müsste ich mehr kommentieren, während sich das Faber-Beispiel selbst erläutert (finde ich).

 

Ich bekenne mich zu diesem primitiven Beispiel auf immerhin meiner Startseite von detopia.de. 

Meine These: So könnte es in unseren/allen deutschen Köpfen/Gehirnen aussehen: 

Sicher nur teilweise, nicht ständig, unterschiedlich in den Personen.

 

 

 

 

Wie lautet also die Endabrechnung?

 

Die kapital(an)getriebene Meinungsbildungs- oder Bewusstseinsindustrie benutzt einerseits die menschlichen Triebe ('Getriebe', Antriebe, Motivationen, Instinkte). Andererseits verstärkt sie jene. Sie erzieht also. Sie bildet also. 

 

Theoretisch könnte was Gutes dabei herauskommen, aber das tut es nicht. Es werden die schlechten Triebe verstärkt. Der Kapitalismus hat sechs der sieben biblischen Todsünden zu Tugenden umgebildet und uns umerzogen.

 

"Mag sein, daß der Medientropf dieses Mal die meisten ohne klare und andächtige Momente hinüberdämmern läßt." (Horstmann, Rede am 1.1.1989 in Lübeck-Kirche) Ich schließe mich dieser Ahnung heute an. Es hat sich nämlich in den den letzten 80 Jahren seit 1940 gezeigt, dass es insgesamt keine Änderung zum Guten gab. Nicht nur am Medientropf. Auch nicht durch den Aufschwung der linken und grünen Bewegung, einschließlich immer genauerer und besser lesbarer Bücher. Letztendlich hat die 'Gegenreformation' ('Rollbackpolitik', 'Konterrevolution') des 'Kapitals' ('Hochfinanz', Machtinhaber) 'gewonnen'. Sie 'dockte' dabei an die alten Ängste der Völker an (Enteignung, Vertreibung, Vergewaltigung) und - wie wir bei Faberlotto ahnen - auch an die sofortigen Paradieswünsche vom Fischer seiner Frau (Volksmärchen). 

 

Daher bleibt nur die letzte Tür offen: die theoretische Möglichkeit, dass sich alles von selbst zum Guten wendet. Dazu müssten sowohl die Machtinhaber als auch das Volk ('die Massen') irgendwie von innen her zu neuen Einsichten (anderen Erkenntnissen) gelangen. --- Das halte ich für 'theoretisch': unwahrscheinlich, unmöglich, utopisch. - Von außer her ist nichts (mehr) zu erwarten: 1. So viele allerbeste Bücher wurden schon geschrieben und es ist auch weithin bekannt, dass sie existieren. 2. Und es gab schon genug Katastrophen, sowohl menschengemachte (Hiroshima, Zusammenbruch der 'Zweiten Welt'), als auch von Natur (Sintfluten, Erdbeben, Vulkane), als auch kombinierte (Fukushima, Klima). Es ist also nicht so, dass persönlich erlebter Schmerz und erfahrenes Leid ein Umdenken ('Neues Denken', Gorbatschow) dauerhaft fördern und fordern, wie oft in Umwelt- und Antikriegsbüchern gehofft (und beschworen) wird.

 

"The war to end all wars."? Reklamefummel, Propagandaschlagzeile! Und im Hollywoodemmerichfilm Unabhängigkeitstag wird das auch gesagt. Und auch ich muss mich innerlich umpolen darauf, dass diese Ideologie Anhänger gewinnt in den Seelen. Orwell 1984? Huxley S. N. Welt? Die Naturvernichtung wurde dort nicht einberechnet. 

 

Nee, tut mir leid. Es wird irgendwie weitergehen. Es geht immer irgendwie weiter. Aber nur bis zum Schluss. Dann geht es auch weiter. Aber ohne den zeitweiligen Zaungast homosapiens. Er kann nun nicht mehr zugucken.

 

Wie nun so einen Text schließen, beenden, abschließen? Auch ich lese solche 'apokalyptischen' Texte ungern bis zum Schluss. Man kann nur das Richtige predigen und was dafür tun. Das galt immer. Das gilt immer. Das ist immer richtig. Meines Erachtens gibt es überhaupt keinen Hinderungsgrund. keine Sperre, in Deutschland, momentan noch nicht. Momentan würde eine detopische Initiative als versponnen gelten ("arme Irre", wie früher die Grünen und Ökos gesehen wurden). Eine detopische Partei würde unter "sonstige Parteien" angesagt werden. Bücher gibt es genug. Internet und Flixbus und Versammlungszelte auch. Alles da. 

 

Aber es zeigt sich, 20 Jahre bzw. 30 Jahre nach Bahro (Buch LdR 1987 bzw. sein Tod 1997), dass er 'überhört' wurde. LdR hat nur wenig Kritiken gekriegt und noch weniger Lob. Selbst die Linksgrünen wollten nicht in seine Richtung.... und am liebsten sich gar nicht damit befassen. Man kann die negativen Verrisse im Internet nachlesen. Eigentlich müsste man in Ratlosigkeit zurückbleiben. Aber wenn man sich innerlich dazu durchringt: anzuerkennen, zu akzeptieren, dann kommt man weiter. Ich darf schlußfolgern: Trotz aller stilistischen Einwände, die man gegen LdR vorbringen kann, so ist das Buch eines Deutschen und auf deutsch geschrieben, welches zum ersten Mal einen völlig neuen Zukunftsweg beschrieben und begründet (Notwendigkeit) hat. Es bzw. Bahros Rettungsweg unterscheidet sich grundsätzlich von allen vorherigen radikalen Umweltpolitikbüchern. (Danach kam etwas mehr in diese Richtung / aus dieser Ecke, nennen wir zwei: Marko Fersts Zeitenwende von 2002 und Johannes Heimraths Postkollapsgesellschaft von 2012.)

 

Ich gebe zu, dass man manche Kapitel bei Bahro als "problembehaftet", "problematisch", "umstritten", "kontrovers diskutiert" bezeichnen kann. Doch persönlich halte ich es mit "Es klingt wunderbar, aber ich billige alles, was ich lese. Denn ich weiß sehr wohl, wie verschieden die Dinge gefaßt werden können." so wie wikipedia  Gottfried W. Leibniz (*1646 in Leipzig). Und irgendwann kommt die Sekunde, wo man sagt: "Jetzt weiß ich (genau, genauer), wie Bahro das meint und warum es ins Buch hineingehört."

 

Mehr biete ich nicht an. Bücher lesen. Die richtigen. Über Wege in Richtung Rettung. Auch der eigenen Haut. Und der der Nachkommen. Also ebenfalls der Volksrettung. Und irgendwann auch mal ein bisl handeln. 1 Stunde pro Woche was für die Weltrettung tun oder 'nur' die Weltverbesserung (kleine Brötchen backen zuerst, aber dann auch große Brote). 

 

Und so komme ich zum Abschluß doch noch auf die optimistische Schiene: Warum denn gleich eine detopische Rettungspartei gründen und die nächste Bundestagswahl vorbereiten? Warum denn nicht einfach einen eingetragenen Verein: "Freunde des Buches <Logik der Rettung> von Rudolf Bahro e.V."?!

 

Darum herum lassen sich viel schöner Veranstaltungen organisieren. (Und auch besser Spenden von den 'Großindustriellen' 'einwerben' und auch 'vom Staat' für politische Bildung). Mit Paddeltouren nach den hitzigen Diskussionen und wir leisten uns einen Therapeuten, der unsere Kränkungen (in den Diskussionen) bemerkt, die wir selbst nicht wahrhaben wollen oder diese 'mit uns selbst ausmachen wollen'.

 

Das können wir tun. Und wenn wir ('nichtmal') dazu nicht bereit sind, dann wissen wir wenigstens 'dann wirklich', dass 'alles so kommt, wie es kommen muss'. (Schicksal, Vorhersehung, unsere Erbanlagen:  Urmenschengroßhirnrinde, usw.) Und danach stehen wir sogar an der Grenze zur Bejahung: Es kommt, wie es kommen soll (göttlicher Wille und evolutionärer Plan).

 

Ich persönlich hafte für die 'Vereinsgrundidee': Bahros Buch 1987 ist von unausweichlicher Wichtigkeit (solange es kein gleichwertiges, moderneres oder besseres gibt) für die 'Rettung der Zukunft' oder bescheidener: um das kurze Jahrhundert zu verlängern. Jeder Satz lohnt das Lesen und das darauf Herumkauen bis zum Begreifen. Auch für einen persönlich. Man zehrt davon ein Leben lang.

 

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Ein schönes Grundaudio zu Kapitalismus und Alternative - DLF  2014  Minuten: 4 min

 

Unser wertvolles Welteis wird zu Wasser: Meldung vom 14.6.18 im DLF   0,75 Meter bis 2100 möglich

 

Erdbevölkerungsvergrößerung: Hubert Weinzierl hat in zwei seiner Bücher die Aktivitäten und Aktionen 'dagegen' nachgezeichnet. -->Weinzierl 1985 pdf  +  Weinzierl 1991 pdf

 

Theo Löbsack hat (in seinen Büchern) die Aktionen und Reaktionen ('zur Bevölkerungsfrage') der katholischen Weltkirche beleuchet, insbesondere der römischen Kardinäle, den Ersten unter Gleichen" eingeschlossen..

 

 

 

 

 

Wolfgang Hildesheimer letztes Interview 1989:

"Geschichte ist das ewig Scheiternde."

Video Hildesheimer 

Streitgespräch 1990 zwischen Robert Jungk und Ulrich Horstmann

"Wir glauben, wir könnten Geschichte machen. Aber sind wir nicht ohnmächtig?"

Video Horstmann (bei youtube)

 

 

Die Welttagespolitik soll hier wenig thematisiert werden. Dennoch will man einmal im Jahr wissen, wo auf dem Zeitstrahl wir gerade stehen.

heise.de/tp/features/And-the-winner-is-Donald-Trump  : "Aktuell wird kaum beachtet, dass es Trump gelingt, eine neue Weltordnung zu etablieren, die sich auf bilaterale Abkommen konzentriert. Donald Trump schätzt schnelle Deals mit Diktatoren, weil er selbst entsprechende autoritäre Ambitionen hat."  am 16. Juni 2018 von Frank Jödicke.

 

 

Abschließen wollen wir mit dem gegenwärtigen Generalthema (nein, nicht Fußball): "Fakten, Fakten, Fakten", alternative Fakten, Statistiken, Fake News, Lügenpresse und Verschwörungstheorien.

Kommentar am 23.6.2018 des Leiters der Abteilung Nachrichten des DLF, Marco Bertolaso (5 min) + Text:  Die Informationsgesellschaft in Nöten 

 

 

Neue Gesellschaftsordnung?

 

sott.net/article/22796-Post-Imperialismus-Ein-Modell-fur-eine-neue-Gesellschaftsordnung  Pierre Lescaudron 2016 auf sott.net

 

neue-debatte.com/2016/12/10/der-epochenumbruch-in-der-menschheitsgeschichte  R. Paulsen 2016

 

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Basisbücher:  

 

 William Vogt 1948    Fairfield Osborn 1948   Georg Picht 1969       Hannes Alfven 1969   Rudolf Bahro 1977    Max Albert 1987    G. Zirnstein 1994  

 

 

 

 "Unsere Erde hat also eine Sonderstellung in der Welt, da sie möglicherweise — wenigstens in dem uns wohl je zugänglichen Bereich des Weltalls — der einzige Planet ist, auf dem sich Leben entwickeln konnte. Diese Einmaligkeit unserer Erde, was nicht nur die günstigen Lebensbedingungen, sondern auch das sich unter ihnen entwickelte höhere Leben und schließlich die menschliche Kultur anbelangt, erzwingt das moralische Gebot des totalen Schutzes und der absoluten Erhaltung." (Max Albert 1987, S. 32)

 

 

 

 

 Schluss mit den Untergangszenarien!! - von Harald Welzer 2018 mp3  Minuten: 4 

 

 

 Meine (detopische) Antwort auf Welzer (pdf)

 

 

Ein schönes Grundaudio zu Kapitalismus und Alternative - DLF  2014 Minuten: 4 

 

 

1 schönes Grundaudio zum "Konzept Hoffnung", DLF 2016, Minuten: 4

"Eine eigenartige Zukunftslosigkeit liegt über dem Land", findet Martin Ahrends, "Hat die jüngere Generation Zugang zum Konzept Hoffnung?"  

 

 

 

Sicher haben alle jene Optimisten recht (wie Welzer, Maxeiner, Miersch, Horx), die sagen: "Wir brauchen positive Leitbilder." ("Man muss an ein besseres Morgen glauben." Maxeiner 1997) Meiner Meinung nach jedoch, kann es solche Leitbilder nicht mehr geben (Leitbilder, die in eine friedliche und dauerhaft friedliche bzw. ökologische Zukunft führen.) Und das liegt daran, weil die bereits vorhandenen, vorherrschenden und herrschenden Ideologien ganz anders gestrickt sind. Für die Mehrzahl ist Ökologie eine Nebenthema, nachgeordnet, nicht so wichtig, erst später wichtig. (In einigen Ideologien mit vielen Leuten ist Ökologie gar kein "Thema".) - 

 

Das ist die Lage und die muß ich fest anschauen (wie ein Krebskranker seine Krebserkrankung). - Ich wünsche es mir natürlich auch anders.... "aber ein Blick in die Runde schafft Klarheit" (C. Lauterburg; glaube ich). - Schauen wir die Ideologien an, die zu tun haben mit: Geld, Gelderwerb, Geldvermehrung, unbegrenzte Geldvermehrung, Besitzstandswahrung, Geld und Macht, Macht und Gewalt. - Und schauen wir die Ideologien an, die ich am einfachsten alle mit "Psychosekte" bezeichnen würde. Greifen wir diejenigen heraus, die "christlich tun" und irgendwie katholisch, evangelikal, orthodox sind und irgendwie einen auf "pro life" ("Lebensschutz" bzw. "Abtreibungsgener") machen. Vergegenwärtigen wir uns, wie wenig in den letzten 75 Jahren erreicht wurde. Wir sehr und wie oft haben 'wir' die Aussprüche der Kardinäle kritisiert und widerlegt (zum "Lebensschutz"). Wir haben uns die Zähne auf dem Granit der Hardliner gebissen und mühsam Zugeständnisse ertrotzt. Und im Ergebnis sprießen heute ständig neue "Sekten" hervor, in Europa, in Deutschland, in den USA und woanders auch (Polen). (vgl. z.B. die Videoberichte von ARD/ZDF und Spiegel-TV z.B. bei youtube über pro life; z.B. zu gloria.tv, radio maria, italien, usw.) Und man vergleiche z.B. bei Hubert Weinzierl 1985 und 1991 seinen kurzen Abriß der Bemühungen hinsichtlich der Harmonie der Bewohnerzahl mit der Tragekapazität der Erde. (Oder man recherchiere selbst. Im Internet steht viel. Und es gibt sicher auch moderne zusammenfassende Bücher.)

 

Und dann gibt es aber noch viele viele andere "Psychosekten" (bzw. Ideologien), die alle auf ihrem Spezialthema als Hauptthema beharren - und sonst nichts. Sie alle spalten das Bewusstsein der Gesellschaft und machen einvernehmliche Lösungen (bzw. Weiterentwicklungen) für mich persönlich nicht mehr vorstellbar. ("Sie rücken in weite Ferne.") Und die detopische Vision (vielleicht auch eine "Ideologie") hat nach 15 Jahren "Propaganda im Web" noch keine weiteren Anhänger gefunden.

(Eine Ausbreitung in die deutschen Masse ist auch für mich nicht (mehr) vorstellbar, aber ich hatte damals geglaubt, es würde eine Minderheit geben, mit der man zumindestens eine "Sekte" (oder Kleinpartei) gründen könnte. Schließlich gab es in Deutschland viel 'Radikales' in den letzten hundert Jahren, von der "Reformbewegung" über die "Inflationsheiligen" bis hin zur APO und alle möglichen 'Anarchisten'.)

 

Es bleibt nur die "Hoffnung", dass "das Richtige" von selbst aus der Menschenseele sprießt. "Aufklärung" oder "Vorkauen" (oder "Überzeugen" oder "Information" oder "Kommunikation") ... hat nichts gebracht in der Masse. (Im Kleinen und Persönlichen ist es natürlich total wichtig, wenn ich auf der 'Suche nach Wahrheit' die Schriften der 'Vordenker' lesen kann. Also hier werde ich überzeugt und eines Besseren belehrt; hier finde ich 'meinen Schulmeister, der zu mir passt'.)

 

Die obige "Hoffnung" findet allerdings keine Stützung durch die bekannten menschlichen Geschichte. (Fast immer trat unter Streß nur Reduktionismus auf.) Dennoch kann es geschehen, weil alle menschlichen Phänome einmal zum ersten Mal geschehen sind, also irgendwann begonnen haben; auch alles, was uns heute teuer und heilig ist, war nicht immer da.

 

So ungefähr (mit dieser 'Schlußwortchemie') werde ich eines Tages meine ganze detopische Webarbeit abschließen. Meine Aufgabe bis dahin ist nur noch, genügend detopische Leitbilder, lesbar aufzubereiten und einzustellen. Hauptfrage: Wie kann die menschliche Massengesellschaft sich ihren Staat organisieren, ihn steuern und aufblühen; ohne Geldbelohnung oder Gewaltandrohung?

 

Es gibt außerdem eine Denkrichtung, die lehnt Utopien aller Art (große und kleine) überhaupt ab. Man sieht nicht mehr durch --- was der menschliche Geist will bzw. wo er hinwill. Bzw.: Er scheint vielfältig zu sein und völlig unterschiedlich (ähnlich wie: "Die einen sagen das, die anderen sagen das."). Und vor allem scheint kein Einigungswille vorhanden zu sein; keine Wünsche, die in Richtung Harmonie und Vereinigung gehen. Es kann sein, dass das mit der Bevölkerungsmasse zusammenhängt (Die menschlichen Seele will etwas Spezielles, um sich als existent zu erleben, eine Spezialgruppe, damit sie sich spürt). - Falls das so wäre, dann können wir uns frisch machen. Dann wächst die Anzahl der Ideologien, Religionen, Psychosekten parallel mit dem Ansteigen der Gesamtmilliarden. Und alle predigen absolute und einzigartige Wahrheiten (oder Götter). 

 

 

(11.7.18)

 

 

"Unser Überlebensrezept dürfte nicht 'Wachstum' oder 'Stabilisierung der Erdbevölkerung bei acht oder zehn Milliarden Menschen' heißen, sondern es müßte schleunigst eine mit allen Kompetenzen ausgestattete Weltregierung etabliert werden. Ihr hätten solche Köpfe anzugehören, die über Länder­grenzen und -interessen hinweg zu denken und zu entscheiden in der Lage wären." 

Theo Löbsack 1983 Seite 239

 

Ich kann auch nicht dafür, dass ich alles schwarz sehe. Und man soll auch nicht alles auf 'die Medien' schieben. 'Der Mensch an sich' ... 'kann nicht anders'. Da wird Löbsack wohl recht behalten. Niemand will schlechte Stimmung verbreiten. Aber man schaue bitte allein auf die Idee, jetzt die Rüstungsausgaben sogar noch gegenseitig zwangsweise zu erhöhen (wie von D. Trump wiederholt gefordert). FRÜHER wollten die Staaten, dass der Nachbar militärisch schwach bleibt. 

 

Bei den einzelnen Milliarden muss nichts ins Detail gegangen werden, aber die Sache an sich zeigt, dass wir Vollgas geben - in den Abgrund.

Ja!: WIR. Denn: Im normalen westlichen Menschen ist keinerlei ökologische und konsequente Einsicht vorhanden.

 

Der Mensch genügt nicht, um das Jahr 2100 zu erreichen. Das ist mir auch nicht recht. Ich hätte es auch gerne anders gehabt! 

Zweierlei ist nun zu denken:
Erstens müssen wir versuchen, damit irgendwie klarzukommen, auch durch Ausblendung und Verdrängung.

Zweitens müssen wir versuchen (weiterhin, immer wieder neu), einen detopischen Weg zu finden und zu gehen, also echt was Gutes zu tun.

Nochmal: 15 Jahre detopia.de haben keinen (einzigen) Detopiafan gefunden. (nebenbei: Fußballfans finden sich zu Millionen.) Aus diesen 15 Jahren muss ich schlussfolgern: Auch mit Detopia geht es nicht. - Denn: ich dachte in den letzten 30 Jahren beim Lesen der Endebücher, dass das Ende erst dann verkündet werden darf, wenn keine Utopie (Ausweg) mehr zu finden ist bzw., wenn die Utopie (Rettungsweg) vom Volk abgelehnt wird. Ich irrte mich. Es gab noch eine dritte Möglichkeit ....

 

 

 

 

 

wikipedia  Michael_E._Mann  *1965 in Massachusetts 

 

 

Wer es immer noch nicht wahrhaben will, welche Stunde schlug: 

 

Angriffe auf die Hochkultur - Die Forschheit der anti-intellektuellen Spießer 

POLITISCHES FEUILLETON  vom 18.07.2018  - Von Michael Schikowski

Link zum Deutschlandfunk  mit Audio 4 min

Ähnlich auch die Audios von Christian Schüle - siehe oben 

 

 

deutschlandfunkkultur  fuer-eine-bildungspolitik-im-geist-der-aufklaerung  Die Journalistin fordert eine Bildungspolitik im Geist der Aufklärung. Die brauche keinen Digitalpakt, sondern eine Leseoffensive. Deutschland gewöhnt sich gerade das Lesen ab. Und zwar auf allen Ebenen: Grundschüler ringen mit dem Aufbau eines Wortschatzes und sind selbst am Ende der vierten Klasse oft noch weit vom flüssigen, sinnentnehmenden Lesen entfernt. Auch das Schreiben bereitet ihnen Mühe. Fragwürdige Unterrichtsmethoden wie das so genannte "Lesen durch Schreiben" machen es ganz besonders den schwächeren Schülern schwer, sich schriftlich fehlerfrei auszudrücken. (Juli 2018)

 

 

 

"Wenn die Entwicklung der nächsten Jahrzehnte darauf hinausliefe, daß die 10 bis 15 Milliarden — auf die sich der Bestand der Menschheit einpegeln soll — den Verbrauchs- und Emittierungsmaxima der entwickeltsten Länder nachjagen, dann werden die kommenden Generationen sich damit befassen, Sauerstoff für die Atmosphäre, Wasser für die Flüsse, Kälte für die Pole herzustellen."

 (1977, Bahro, Alternative, S. 311, hier gekürzt)

 

Wie gesagt: Der Mensch muss sich im Kopf weiterentwickeln, damit er "neu denken" (Gorbatschow) kann. Und das geht nur, wenn er nicht mehr dem Geld hinterherjagen muss (um zu überleben). Und das geht nur, wenn Geld nicht (mehr) bestimmend festlegt, was Wahrheit und Schönheit ist. Und das geht nur, wenn "das Kapital" (Marx) oder die "Hochfinanz" oder der "Megareichtum" (egal, wie man's nennen will) abgeschafft wird. Und das geht nur, wenn das Volk für Gleichbesitz und allgemeine Demokratie streitet. Und das geht nur, wenn es von selbst darauf kommt.

Aber davon sind wir weit entfernt und das Ziel will nicht näher kommen. Deswegen darf ich auch nicht schreiben: noch weit entfernt. Das ist dann so, wie mit der Kernfusion: Seit Jahrzehnten liegt der Durchbruch 20 Jahre in der Zukunft. 

Und ja: Wir sind uns heute sicher, dass einem Utopia kein Mensch früh aufstehen und zur Arbeit gehen würde. Weil er sich nichts dafür kaufen kann. Andererseits: Er hat auch schon alles. Er arbeitet nur, damit es so bleibt. In Detopia gibt es jede Menge interessanter Arbeit. Aber die uns umgebene Materie (Natur, usw.) soll gepflegt statt zerstört werden. Das bedeutet jede Menge Handarbeit und "Armut und Mangel" an Luxusgütern (wegen der Ressourcenschonung). Aber auch ohne diese Sache (ob das Leben in Detopia nun lohnenswert ist oder nicht): Es ist ähnlich wie mit dem Rauchen-(oder Sucht)-Aufhören: Es kommt uns unmöglich vor und deshalb fangen wir gar nicht erst an. Es kommt uns utopisch vor und deshalb denken wir gar nicht darüber nach.

 

Lenin hat die Parole ausgegeben: Lernen, Lernen, nochmals Lernen. 

Einhundert Jahre später würde er sagen: Ferst lesen, Bahro lesen und nochmal Ferst lesen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was über Freizeit von Arbeit in Japan:
Japan-Zwang-zur-Freizeit

 

Was über die Schuld der Kardinäle an der Bevölkerungsexplosion in Afrika:
Die-Folgen-der-Enzyklika-Humanae-Vitae 

 

 

"Wir hoffen, dass ein wissenschaftliches Denken über Utopie möglich wird"   2018
In ihrem jüngst publizierten Buch "Kapitalismus aufheben" laden Sie den Leser ausdrücklich ein, über Utopien, über die Transformation des bestehenden Systems nachzudenken. Ist dies nicht illusionär angesichts der gegenwärtigen Realität, die vom Aufstieg der neuen rechten und rechtspopulistischer Borderliner wie Trump, Erdogan, Seehofer oder Söder geprägt ist?

heise  Wir-hoffen-dass-ein-wissenschaftliches-Denken-ueber-Utopie-moeglich-wird  

 

 

Die Psychologie der Superreichen  "Die erste Million ist die schwerste!"  Von Ulrike Köppchen  ZEITFRAGEN  |  Beitrag vom 31.07.2018  

Reich werden – aber wie? Die Ratgeberliteratur hat simple Tipps, dabei wissen Forscher wenig darüber, wie Millionäre ticken. 

Trotzdem: Einige Charaktereigenschaften haben sie gemeinsam. Das zeigt auch eine Analyse der Trump-Regierung.

deutschlandfunk  die-psychologie-der-superreichen-die-erste-million  

 

 

Der deutsche Overshoot Day fiel dieses Jahr bereits auf den 2. Mai: Mehr als drei Erden wären nötig, wenn die gesamte Weltbevölkerung auf dem hohen Konsumniveau von Deutschland leben würde. Nach Spitzenreiter USA liegt Europa ganz vorn beim Ressourcenverbrauch, die Briten leben im Maßstab von 2,9 Erden und die Franzosen von 2,8. Die Chinesen holen gewaltig auf: 2,2 Erden müssten her, würden alle so leben und wirtschaften wie die Menschen im Riesenreich von Xi Jinping. Von Arno Kleinebeckel, 1.8.18
heise  Earth-Overshoot-4126936.html  

 

 

Ein Treibhaus-Wachstums-Klima für den politischen Extremismus:

Wie die sich immer deutlicher abzeichnende Klimakrise und der rechte Identitäts- und Abschottungswahn ineinandergreifen.

Von Tom Konicz im heißen August 2018 auf Telepolis

heise  Klima für Extremismus  

"Das eigentlich Deprimierende an der Lektüre wissenschaftlich begründeter - zumindest wahrscheinlicher - apokalyptischer Prognosen aber ist die Unfähigkeit der meisten Naturwissen­schaft­ler, aus dem kapitalistischen Gedankengefängnis auszubrechen und überhaupt einen Begriff vom Kapital zu entwickeln. Meistens ist in diesem Zusammenhang die Rede vom großen "Wir", vom Menschen an sich, der sich blind sein Grab schaufle. Der jahrelang als Alarmist verschriene James Hansen, der immerhin vor den wirtschaftlichen Interessen warnte, die in Washington in Klimafragen das Sagen haben, ist eine Ausnahme." (Konicz)

 

 

 

Na gut - am 6.8.18 sieht es eben doch noch düsterer aus als ich es annahm und so glaubte seit fast 30 Jahren. Vor dem Mauerfall hatte ich als Ostler keinen Zugang zu Endzeitwarnungen in Texten, Artikeln und Büchern. Und das wäre bei mir auch gar nicht richtig angekommen - genauso nicht, wie Metternich nach dem Weltkrieg bei den Vertriebenen und Ausgebombten und heute bei der untersten Kaste in Indien bzw. bei der Armut in den USA. Und: In der Jugend verträgt man solche Weltuntergangssoße auch nicht lange und hält sich die Ohren zu durch Flucht in den Beatkeller.

Aber es gab ja noch das stolze Deutsche Fernsehen.

Es gab - das weiß ich heute durch youtube - schon früh, sehr früh, dort die Ökoaufklärung. Heinz Haber machte das schon ab 1960 in seiner populärwissenschaftlichen Senderreihe. Und später Hoimar von Ditfurth. ABER: Als Ostler hattest du ja keine Programmvorschau. Du mustest einfach das angucken, was gerade kommt bzw. die Programmplätze merken wie am Sonnabend den "Spätfilm" (Da kam z.B. mal Soylent Green, ich glaube nach 0 Uhr. Das war einen Sensation. Erst jetzt, Jahrzehnte später, habe ich den dazuzugehörigen Vorlage-Roman von 1966 gelesen. Und jetzt begreife ich erst, dass ich eine durchdachte Zukunftsdarstellung sah und keinen 'Spiel'-film.) 

Gut.

Ohne Hoffnung leben.

Es lernen.

Das Ende kommt früher als gedacht oder später oder es kommt genauso, wie man es einst fantasierte für den worst-case-Fall: Menschenleere am 1.1.2100. Aber wichtiger ist ja unsere Not und unsere Pein bis dahin. (Das Hemd ist einem Nähe als die Jacke.) Und da fürchte ich mich mehr vor dem "Zivi-futsch", vor dem Ende der Zivilisation und dem Beginn der Rechtlosigkeit samt Gewissensverlust (heute schon bei D. Trump zu beobachten). Wer schenkt uns eine Art Endzeituhr ähnlich der wohlbekannten Doomsdayclock - wikipedia  Atomkriegsuhr ?

 

wikipedia  New_York_1999  (Roman, 1966) 

 

wikipedia  Die_Straße  (Roman, 2006) 

 

Früher: Volksfeinde - Heute: Enemy of the People -- Hetze gegen Journalisten in den USA (Audio, 4 min, 2018, DLF) 

 

Ich will hier auf der Startseite nicht soviel Dystopie und Endzeit machen und solchiges daher bald in die Tiefe verschieben (nicht des Raumes, sondern dieser Webseite). 

 

Aber einen mach' ich noch:  wikipedia  Der_Tag,_an_dem_die_Erde_Feuer_fing  von Val Guest / GB 1961. In Deutschland erstmalig 1971 im ZDF in einer Fernsehfassung. Wahrscheinlich diese Fassung kam am 5.8.18 um 20.15 auf Tele5. Ich guckte eine Stunde zu.

Man muss diesen Spielfilm als seriösen Film bezeichnen und nicht als Trash, B-Movie oder 'Blockbuster'.  Ich finde mehrere Aspekte bemerkens- und erwähnenwert, auch welche lobenswert. Einige erschienen mir auch sehr kritikwürdig, so dass ich ihn nicht als 'Antiatomkriegsfilm' einordne, sondern eher wie Film 'Emmerich 2012' als Kapitulationsfilm bzw. als Endzeitvermarktungsfilm.

 

Und wer jetzt noch gut beisammen ist, dem gibt Juttas Klimarundschau genau die richtige Perspektive: 

heise  Zerstoererische Hitzewellen - Von Jutta Blume im August 2018 

 

 

 

Interview mit Stefan Rahmstorf am 30. Juli 2018 (deutsch):

fixinglife.de/2018/07/30/es-ist-zeit 

 

 

 

 

 

 

Stichpunkte zur detopischen Gesellschaftsordnung 

 

 

Tausend Texte für Deutschland  -- und die nächste deutsche Gesellschaftsordnung

 

 

 

 

Die Webseite detopia.de - auch in ihren Tiefen - behandelt nur wenige Themen. Es geht ihr nicht um Gentechnik, Atomtechnik, Umweltschutz, Kapitalismus, Utopie, Nachhaltigkeit, Endzeit, usw. 

Es geht darum, ob der normale deutsche Mensch den Wunsch in sich aufsteigen spürt, am dauerhaften menschlichen Leben teilzunehmen und einen (seinen) Beitrag dazu bzw. dafür zu erbringen bzw. zu leisten.

Auf dem Weg dahin darf er natürlich (und muss es auch) an seine eigene Haut denken und an die seiner Kinder. Und falls er sein Volk liebt, dann ist das noch besser. Insofern geht es auch um "Survival" und um Heimat und die deutsche Sprache.

Dauerhaft? 

Das ist ein großes Ziel, vielleicht sogar das höchste Ziel. Auch ER kann nur existieren, wenn es lebende Menschen gibt, die von IHM wissen und an IHN glauben.

(Jehovas Zeugen in Deutschland und die Evangelikalen in den USA ("Entrückung") behaupten anderes - aufgrund 3000 Jahre alter Handschriften in einer unbekannten Sprache, niedergeschrieben von unbekannten Menschen mit unbekannter Denkweise und unbekannter Gefühlsstruktur. Das ist für mich abgedreht und ich will mich dazu nicht weiter äußern.)

Dauerhaft? 

Bis 2013 glaubte man noch, dass die Erde noch vier Millarden Jahre lebensfreundlich und bewohnbar bleibt. Jetzt hat die Geowissenschaft das auf eine Milliarde Jahre konkretisiert. Das ist auch noch viel. Ungefähr soviel wie es in der Erdvergangenheit höheres Leben gab. ( wikipedia  Ediacarium  -0,6 Mrd.)

Und selbst, wenn mensch nur auf 100 Mio, 10 Mio oder 1 Mio Lebensjahre hofft: In dieser Zeit kann es gelingen, auszureißen und auszureisen - auf einen anderen (alien) "neuen" Planeten. Und falls es in dieser langen (Vorbereitungs-) Zeit nicht gelingt, dann ist es eben unmöglich oder mensch hat zuwenig Grips dafür. Aber mensch kann dann in Frieden sterben, weil er auch das lange vorbereiten kann. (So viele gewaltsam gestorbene Menschen hatten sich das sehnlichst gewünscht: in Würde sterben).

Dauerhaft? 

Nur eine zufriedene (glückliche, liebevolle) menschliche Gesellschaft kann sich langfristig auf der Erdoberfläche "halten" bzw. überleben. Dafür ist eine entsprechende Lebensform samt Kulturform und Gesellschaftsordnung unabdingbar

Diese muss sich heute* ausgedacht werden. Dann konstruiert, modelliert, ausprobiert, verbessert, usw. usf. 

Das ist die Botschaft von Detopia.

 

 

*Vermutlich, vorausschaubar oder berechenbar ist es ab dem 1.1.2050 nicht mehr möglich, etwas Friedlich-Globales zu unternehmen. Die Nennung eines Tagesdatum macht mich angreifbar, belächelbar. "Die Zukunft ist immer ungewiß!", höre ich oft. Diese Behauptung ist - leider - ebenfalls "ungewiß".  Wenn ich 'ab den 1.1.' nenne, dann kann es schon vorher sein. Nicht zu vorschnell schmunzeln. Mir geht es dabei darum, das heute anfangen zu bekräftigen. Denn wir wissen nicht, wie lange wir noch handlungsfähig sind.

 

 

 

 

 detopia.de       ^^^^