1  Detopia  

 

Klassiker der Ökoliteratur  

Umwelt- und Zukunftsbücher im Wandel der Zeit

Starke Vorwörter bekannter und (volks-) verständlicher Sachbücher zu den Themen Umwelt und Inwelt, Frieden und Zukunft, Utopie und Utopia, Ökologie und Ökopax - im beliebten pdf-Format. 

Das seriöse populär-wissen­schaft­liche Volkssach­buch über Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft gibt uns Klarheit - über den Weltzustand, Trends und den daraus berechen­baren und vermut­baren Ereig­nissen bis 2099.

 

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1825  Aufstand von Garde­offizieren in Petersburg  #  Revolutions­versuch im Dekabr 1825 #  Zar Nikolaus 1826: 
 "Nicht von frechen Träumen her, die immer zerstörerische Wirkung haben, sondern von oben werden die vater­ländischen Einrichtungen allmählich vervollkomnet, werden Mängel beseitigt und Mißbräuche abgeschafft. Gemäß dieser allmählichen Vervollkomnung werden wir jedes maßvolle Streben nach Besserung, jeden Gedanken an eine Festigung der Gesetzes­kraft, an eine Erweiterung wahrhafter Bildung und Betriebsamkeit, sofern er auf dem allen offenstehenden gesetzlichen Wege an uns herangetragen wird, stets mit Wohlwollen annehmen. Denn wir haben keinen und können keinen anderen Wunsch haben, als unser Vaterland auf der höchsten Stufe des Glückes und des Ruhmes zu sehen, die ihm die Vorsehung auserkoren hat."

 

1851  Arthur Schopenhauer   Aphorismen zur Lebensweisheit  #  Autor am Anfang:
 "Und allerdings ist für das Wohlsein des Menschen - ja für die ganze Weise seines Daseins - die Hauptsache offenbar das, was in ihm selbst besteht oder vorgeht. Hier nämlich liegt unmittelbar sein inneres Behagen oder Unbehagen, als welches zunächst das Resultat seines Empfindens, Wollens und Denkens ist, während alles außerhalb Gelegene doch nur mittelbar darauf Einfluß hat. Daher affizieren dieselben äußern Vorgänge oder Verhältnisse jeden ganz anders, und bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer andern Welt."

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1872  Friedrich Nietzsche   Über das Pathos der Wahrheit  #  Autor im Text: 
 "In irgend einem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der Weltgeschichte, aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Tiere mußten sterben. Es war auch an der Zeit, denn: obwohl sie schon viel erkannt zu haben sich brüsteten; waren sie doch zuletzt — zu ihrer großen Verdrossenheit — dahinter gekommen, daß sie alles falsch erkannt hatten. Sie starben und fluchten im Sterben der Wahrheit." 

 

1883  Paul Lafargue   Das Recht auf Faulheit  #  Die friedliche Beendigung des Klassenkampfes  #  Widerlegung des <Recht auf Arbeit> von 1848  #  Autor im Vorwort:
 "Die kapitalistische Moral - eine jämmerliche Kopie der christlichen Moral - belegt das Fleisch des Arbeiters mit einem Bannfluch: Ihr Ideal besteht darin, die Bedürfnisse des Produzenten auf das geringste Minimum zu reduzieren, seine Genüsse und seine Leidenschaften zu ersticken und ihn zur Rolle einer Maschine zu verurteilen, aus der man ohne Rast und ohne Dank Arbeit nach Belieben herausschindet." 

 

1888  Lew Tichomirow  Warum ich es auf­gab, ein Revolutionär zu sein # Autor:
 "Von nun an ist unsere einzige Hoffnung Russland und das russische Volk. Wir haben von den Revolutionären nichts zu erwarten... Unter diesem Gesichtspunkt begann ich mein Leben neu zu ordnen. Ich muß es für den Dienst an Russland begründen - und zwar unter den Bedingungen meines Gewissens, unabhängig von allen Parteigrogrammen. - Ich begann, mein Leben von dem Zeitpunkt an zu lieben (in meinen letzten Jahren in Paris), als ich reif und befreit wurde....den Sinn des Lebens zu verstehen und, als ich begann, nach Gott zu suchen."

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1900  Wladimir Solowjew Kurze Er­zähl­ung vom Antichrist  #  Autor im Vorwort:
 "Diese Erzählung rief in der Gesellschaft wie in der Presse nicht wenig Mißver­ständnisse und Fehldeutungen hervor, deren Haupt­ursache — ganz einfach — die unzureichende Kenntnis der im Wort Gottes und in der kirchlichen Tradition enthaltenen Hinweise auf den Antichrist ist. ... Im voraus auf diese trügerische Maske hinzuweisen, unter der sich der Abgrund des Bösen verbirgt, war meine höchste Absicht, als ich dieses Buch verfaßte. ... Ich empfinde, daß mein Werk auch in dieser verbesserten Form verschiedene Mängel hat, aber ich spüre auch, daß die Gestalt des bleichen Todes nicht mehr fern ist, die mir in stiller Weise rät, den Druck dieses Buches nicht auf unbestimmte und unsichere Zeit zu verschieben." 

 

1906  Nikolai Fjodorow  Philo­soph­ie der gemein­samen Tat  #  Jurij Malzew 1981: 
 "Fjodorow hat schon vor 1900 über Probleme nach­gedacht, die erst heute weltweite Aktualität erlangt haben, wie die Ökologie, das Bevölk­erungs­wachstum, die Eroberung des Weltraums, usw. In seiner <Philosophie der gemeinsamen Tat> versuchte er eine Antwort auf die Frage zu geben, wie man das Leben besser machen und umge­stalten könnte, wie die Feindseligkeit unter den Menschen, wie überhaupt alle Leiden der menschlichen Existenz abgeschafft werden könnten. Er war der Überzeugung, daß sich dazu nicht in erster Linie die Beziehungen der Menschen untereinander ändern müßten, sondern das Verhältnis der Menschen zur Natur und der Natur zum Menschen, wobei er unter Natur nicht nur die Umwelt, sondern auch die Instinkte und das Unbewußte im Menschen selbst verstand. 
 Fjodorow wandte sich gegen ein passives Verhältnis zur Natur, gegen den blinden Fatalismus des modernen Menschen. »Die gemeinsame Tat« der ganzen Menschheit — so nannte er die von ihm geforderte aktive Tätigkeit aller mit dem Ziel, allen Menschen ein gesundes und glückliches Leben zu sichern, den Hunger, die Krankheiten, die Unzulänglichkeiten des menschlichen Organismus, das Altwerden, zuletzt sogar den Tod abzuschaffen. Erst wenn dieses Ziel erreicht sei, wären die Ursachen für Bosheit und Feindschaft unter den Menschen beseitigt, erst dann könne sich ein natürliches Fundament der Moral und der Brüderlichkeit unter den Menschen festigen.
 Fjodorow bestritt jede Möglichkeit, das menschliche Leben durch eine wie auch immer geartete Umgestaltung der Gesellschaft glücklich zu machen, weil die Wurzeln des Übels für ihn tiefer liegen — nämlich in der Natur selbst, in dem unerkannten und unbewußten Wesen der Natur. Die Menschheit — eine im ganzen Kosmos einzigartige Erscheinung — soll dem höchsten Schöpfer selbst gleich werden und die ganze Welt neu machen, jeder einzelne Mensch soll nicht für sich selbst und soll auch nicht für andere leben (Altruismus), sondern für alle (Brüderlichkeit). Nur die freiwillige Vereinigung aller Menschen zur gemeinsamen Tat vermag diese titanische Aufgabe zu bewältigen." 

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Impressum:  Ulf Turlach, Zwickau (Sachsen)     Email:  ulf @ detopia.de  und  ulf @ posteo.de  

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