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Mehr Max Albert (Autor)

 

 

 

 

 

(detopia-2007) 
Lesebericht Zur Kritik der vermeintlichen Vernunft
(1987) von Max Albert
 

 

Über den Autor ist im Buch nicht viel zu erfahren. Er drei Kinder hat (Widmung), ist sehr belesen ist (Literatur­verzeichnis) und lebt im Heckengäu (Unterschrift der Einleitung: Heckengäu: Raum Stuttgart-Pforzheim.). Meine Auflage von 1987 enthält auch Schreibfehler, die ich behutsam korrigiert habe. 

Ein exzellentes Warner-Mahner-Umkehr-Buch mit genügend radikalen Vorschlägen zur Verbesserung der Lage und damit der Zukunft. Der Autor nimmt uns mit zu einem großen Überblick über (fast) alle Weltprobleme. Er benennt und kritisiert die Ursachen ganz in (meinem) fundamentalistischen Sinne - insofern hält das Buch, was sein großangelegter Titel verspricht. Ich würde es von seinem umweltethischen Ansatz und von seinen globalen 'Gesamtschau-Qualitäten' in eine Reihe H. Gruhl, H. Ditfurth und Chr. Lauterburg stellen. In seiner 'genialen Einfachheit' aber erinnert es auch an Riesebergs Bücher. Der Autor bewegt sich sicher durch die weite menschliche Geschichte bis hin zum Urmenschen. (Nur) 200 Textseiten mit Zusammenfassungen am Schluß der Kapitel machen das Buch kompakt und übersichtlich. Logischerweise können in der Kürze manche Themen nur angetippt, werden (etwa die organisierte Kriminalität). Mein Fazit: Ein weiteres großes Buch zur Weltrettung / Untergangsbewältigung. 

"Kritik an der Vernunft" könnte ein <Leitbuch> zur <Rettung> werden, weil: Es ist nicht zu kompliziert für's Volkslesen; inhaltlich richtig in der Ursachenforschung; gibt konkrete Handlungsanweisungen für's Volk; usw. Natürlich reicht es alleine (als einziges Buch) nicht aus - aber mir fällt kein anderes Buch schnell ein, womit es ersetzbar wäre. (Selbst Meadows-2006 oder Brown-2006 - oberflächlich ähnlich - erzeugen nicht die spezifische <Albert-Chemie>.) Am ehesten würde ich es mit Gruhl-1982 vergleichen; und nicht mit Ditfurth-1985, obwohl dieses Buch im Literaturverzeichnis steht. 

Natürlich: Der Autor muß ebenso wie viele andere davor kapitulieren, wenn es um die Frage geht, welche politische Kraft die richtigen radikalen Anweisungen realisieren soll bzw. wie diese Kraft - die auch Volksbewegung sein muß - zustande kommen soll. Aber immerhin hatte der Autor den Mut, auch ethische Forderungen an den (normalen, bundesdeutschen) Menschen zu stellen. Wir wissen heute, 2007, daß sich seitdem nichts getan hat bzw. nicht viel. Und somit müssen wir, der Autor sicher auch, heute Lauterburg beipflichten. FnZ kann als legitimer 2. Band, oder Fortschreibung, der "Kritik" gelten. - Dennoch: Die "Kritik" schafft es auf 200 Seiten den tiefen und globalen Bogen zu umspannen, wofür andere Autoren 400 Seiten brauchen. Daher hat sie einen festen Platz in meinen "Beste deutsche Bücher aller Zeiten".

Gerne würde man mehr über den Autor wissen wollen. Der Name scheint ja ein Pseudonym zu sein. Lebt er noch? Was ist er von Beruf? Wo hat er sein phänomenales Fachwissen her? Religion? Andere Aktivitäten? Ist er einverstanden mit meinem Tun, dem Nachdruck bzw. Raubdruck bzw. Neuauflage?Der Verlag ist ein Autorenverlag. In einen 'richtigen Verlag' hat es das Buch leider nicht geschafft. Daher wohl auch seine geringe Verbreitung. Ich weiß nicht mehr, wie es mir selbst in den Sinn gekommen ist. Auf jeden Fall durch das Internet, das weiß ich noch. Irgendwo muß es im Literaturverzeichnis gestanden haben. 

 

 

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www.detopia.de

Max Albert  1987  Kritik an der vermeintlichen Vernunft Die unheilvolle Entwicklung unserer Welt und Bedingungen für ihren Wandel zum Guten