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Ulrich Horstmann 

Das Untier 

Konturen 
einer Philosophie 
der Menschenflucht

 

1983 by Medusa-Verlag Berlin  

1985-1993 als Suhrkamp-TB, 5 Auflagen

2005 by Manuscriptum, 177 Seiten 

Ulrich Horstmann :  Das Untier  (1983)  .... Philosophie der Menschenflucht   -  

1983  (*1949)  

114 (117) Seiten

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detopia-2018:  Buch.PDF   Löbsack-1983 

 

Inhalt

Literatur  

Was sagen die Leser und die Presse  

Gewidmet dem Ungeborenen 
und jenen Yahoos 
die Wissenschaft von Satire 
wohl zu unterscheiden vermögen. 
U. H.

§ 1 (7) Apokalypse   § 2 (10) Edda    § 3 (14) Panitz   §  4 (18) Dollinger     § 5  (23)  Cicero

§ 6  (33)  Leibniz      § 7 (37)  Meslier   § 8  (40)  Holbach    § 9  (45)  Hegel 

§ 10  (51) Hartmann    § 11  (54)  Nietzsche   § 12  (60) Barnet

§ 13  (70) Kärrner    § 14  (73) Gehlen   § 15  (77)  Löbsack

§ 16  (82)  Klages, Freud     § 17  (92)     § 18  (96)      § 19 (101)    

§ 20  (104)  G. Anders     § 21  (113)   Die Geschichte ist erfüllt  

 

 

 

 

Es handelt sich um den geistes-geschichtlichen Nachweis, daß die Menschheit vom Beginn an nichts anderes anstrebe als die Rückkehr in den Zustand des Anorganischen ... Im Grunde lohnen nur solche Bücher das Lesen. Günter Kunert 

"...ein nur bei ober­flächlicher Lektüre mißdeutbarer Verzweiflungs-ausbruch..." Hoimar von Ditfurth 
in Apfelbäumchen (1985), S. 324 

Bei Allah anhören 

Der Philosophie spotten
heißt 
wahrhaft 
philosophieren.

Pascal 

Eigentlich muß U.H. als Wunderkind gelten -  33 Jahren sind doch ein recht zartes Lebensalter für die  "menschenflucht".  (d-2005) 

 

 

Schonungslos die Selbstzensur jener aufdeckend, die er als Zeugen seiner Theorie aufruft — Voltaire etwa, d'Holbach, Klages, Freud, Foucault, Anders und Cioran —, appelliert Horstmann gegen den Selbst­täuschungs­mechanismus der aufklärer­ischen Vernunft, an das mythische Bewußtsein von Götter­dämm­erung und Kataklysmus.  

In der modernen Waffen­technologie hat sich das Untier, der Mensch, die Mittel verschafft, jenes außer Façon geratene Euthan­asie­programm: den Evolutions­prozeß bewußt und planvoll zu Ende zu bringen – mit der kollektiven Selbst­ver­nichtung der Menschheit. Dabei ist sich Horstmann gewiß, daß dieser ultimative Akt keine Wahl darstellt, zu der es etwa noch eine Alternative gäbe.  

Worum es ihm, der mit Klages den Untergang für letztlich unabwendbar hält, deshalb geht, ist, daß die mit den Arsenalen der ABC-Waffen historisch erstmals gegebene Chance, unwiderruflich und erinnerungslos Schluß zu machen mit uns, jetzt nicht vertan werde.   

 

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Das ist ein intellektueller Paukenschlag – ein Text aus einer gänzlich anderen Perspektive, nämlich der „anthropofugalen“ Perspektive, die man durch die eigene Sozialisation nicht erwartet und auch nicht kennengelernt hat. 

Es ist schwere Kost, schmackhaft gemacht durch einen begnadeten Sprecher, der es versteht, komplexe historische und philosophische Zusammenhänge ironisch-sarkastisch, aber auch derart anschaulich zu vermitteln, dass es ein Genuss ist, den kühnen Thesen, den z.T. grotesk dargestellten geistesgeschichtlichen Zusammenhängen amüsiert zu folgen. 

Die Nuancen intellektueller Argumentation werden plastisch, die Stimme zeigt sich wortgewaltig allen sprachlichen Feinheiten und komplizierten fachlichen Begriffen des Textes gewachsen. Worum geht es? „Ungeheuer ist viel. Doch nichts ungeheurer, als der Mensch“ (Sophokles, Antigone). Ausgangspunkt ist die Mythologie, das Wesen des Menschen als eines Untiers, eines Scheusals, dessen Schicksal bzw. Bestimmung der eigene Untergang zwangsläufig sein muss. Aus dieser Perspektive reflektiert der Autor, ironisch-feinsinnig gebrochen durch den Sprecher des Hörbuchs, wesentliche philosophische Epochen – immer unter dem Aspekt der Hybris bzw. des unterschwellig vorhandenen Strebens nach der Apokalypse.

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