Fairfield  Osborn

Unsere ausgeplünderte Erde

Our Plundered Planet 

 

1948 by Little Brown, Boston

1950 by Pan-Verlag Zürich; Printed in Switzerland  

Deutsche Übertragung von Fritz Levi  

Herausgegeben von Dr. Paul Reiwald, Privatdozent an der Universität Genf,
als Band IX der Internationalen Bibliothek für Psychologie und Soziologie

  

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1948   (1887-1969) 

161 Seiten

 

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(d-2011:)  Ein frühes Öko-Sachbuch und mit viel Prophetie.

Inhalt

 

Vorwort des Herausgebers (11) 

Einleitung  (17) von F. Osborn

 

Schluß-folgerungen (153) 

Danksagung  (159) 

Literaturnachweis (163)

 

 

 

Teil 1  Unser Planet 

1.  Im Großen gesehen  — Sind wir der Endpunkt eines so großen Systems?  (19)
2.  Im Dämmerlicht der Urzeit  — Vergangene Äonen leben mit uns  (29) 
3.  Die neue geologische Kraft: Der Mensch  (38)
4.  Leben zeugt Leben  —  Alle Lebewesen hängen voneinander ab   (49)
5.  Die Wissenschaft schmeichelt  — Die Erde ist kein Spielzeug  (62)

Teil 2   Der Plünderer

6.  Asien einst und jetzt  — Das Unheil begann früh  (77)  
7.  Die Mittelmeerländer und Afrika — Die Natur stellt dem Gewinnmotiv keinen Freipaß aus  (85)
8.  Rußland — Das Leben beruht auf dem großen Dreieck, dem <Kernland>  (99)
9.  Europa, England und Australien  — Sitten und Klima halfen, nicht so das Gewinnstreben  (114) 
10.  Die neue Welt — Nicht mehr <neu>  (131)   

 

Allen gewidmet, die an morgen denken.

Welche Schönheit liegt im Klang der Worte «die gute Erde». Sie erwecken in uns das Bild vom harmonischen Wirken der Elemente und Naturkräfte. Zu allen Zeiten entzündete die Vorstellung von einer «Symphonie der Erde» die Phantasie des Menschen. 

Heute wissen wir, daß diese Vorstellung der Dichter und Philosophen alter Zeiten eine Tatsache ist. Die Natur ist voller Schönheiten, ja, wahrlich eine Symphonie. Trotz ihres eigenen, unwandelbaren Wesens aber, ihrer Weiten und ihrer anscheinenden Ruhe und Unveränderlichkeit ist sie vor allem ein aktiver, zielstrebiger, geordneter Mechanismus. - Jeder Teil ist von jedem abhängig, alle sind verbunden zur Bewegung des Ganzen. 

Wälder, Weiden, Äcker, Wasser und Tierwelt — würde nur eins davon fehlen, die Erde würde sterben, sie würde so tot werden wie der Mond. Das ist beweisbar und steht außer Frage. Schon sind Gebiete der Erde, die einst lebendig und fruchtbar waren, unter des Menschen Hand gestorben. Andere liegen heute im Todeskampf. Morden wir noch weitere Gebiete, so wird sich die Natur in ihrer eigenen, unerbittlichen Art zu rächen wissen, wie sie bereits begonnen hat.  (Fairfield Osborn)

 


 

Die Bevölkerung der Erde ist heute bereits auf über 2 ¼ Milliarden angeschwollen; die Bevölkerung Europas hat sich trotz Weltkriegen und Revolutionen in 150 Jahren verdreifacht. Kann die Ernährung dieser gewaltigen Massen, die nach den Berechnungen der Statistiker in absehbarer Zeit 3 Milliarden betragen werden, einigermaßen gesichert werden?

Das ist die Frage, die der bekannte amerikanische Zoologe F. Osborn in seinem Buch, das in den Vereinigten Staaten großes Aufsehen erregt hat, zu beantworten sucht. Er tut das nicht mit Hilfe einer abstrakten Statistik, sondern zeigt in lebendiger Weise, wie der Mensch abhängig ist von dem biologischen Gleichgewicht seiner Umwelt und wie gerade er dieses Gleichgewicht durch ständige Eingriffe stört. 

Nicht auf eine Erschöpfung der Völker, die Träger der früheren Hochkulturen gewesen sind, ist ihr Untergang zurückzuführen — das ist das Ergebnis des Buches — sondern darauf, daß diese Völker die Urquelle der Kultur, die Fruchtbarkeit ihres Landes, zugrunde gerichtet haben.

Auch heute, so tönt der Warnruf Osborns, wird ununterbrochen und unwider­ruflich hochwertiges Nutzland in Wüste verwandelt. Die Zentren früherer Gesittung liegen jetzt verschüttet in der Wüste, und auch der westlichen Kultur droht, ungeachtet ihrer wissen­schaftlichen und technischen Höhe, ein gleiches Schicksal, wenn sie nicht beizeiten einhält. 

Der Kampf gegen die Bodenzerstörung hat in den USA und in Rußland eingesetzt; aber wird er Erfolg haben, wenn so viele wertvolle Kräfte auf die Austragung des politischen Macht­streits verwendet werden? 

Die erste Aufgabe der Menschheit ist es, sich ihre Lebensquellen zu erhalten! Sie ist um so dringender, je mehr die Bevölkerungs­zahlen anschwellen. Jedermann sollte sich über die Gefahren unterrichten und über die Mittel, ihr entgegenzutreten, wie sie Osborn zeigt. (Klappentext)

 

 

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