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13  Rückbesinnung oder Untergang

           Rieseberg 1988  

 

 

 

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Aus dem bisherigen Umgang des Menschen mit der Energie und aus der Entwicklungsgeschichte der Technik seit der Erfindung des Acker­baus lassen sich zwei Schlußfolgerungen ziehen:

Nur Überfluß schuf Entwicklung, Wachstum, Fortschritt, Umweltzerstörung und Untergang. Nicht Not und Mangel sind Antriebs­systeme der Zivilisation, sondern Überfluß und Irrationalität.

Der Mensch stand von Anfang an vor folgendem Problem: Wenn er der Natur unterlag, hatte er verloren, wenn er sie besiegte, hatte er auch verloren. Also blieb ihm nur der Ausweg, sich mit seiner Umwelt zu arrangieren, mit der Natur im Einklang zu leben. Dies gelang jedoch nur einigen Menschenarten und Rassen, die entweder untergingen oder nur Nebenlinien der Entwicklungs­geschichte der Menschheit darstellen.

So wurde z.B. der frühe Waldmensch vom Savannenbewohner abgelöst, weil dieser Menschentypus weitaus wendiger und anpassungsfähiger war. Er war im Grunde der Idealtypus des Sammlers und Jägers und trug zum Fortschritt der menschlichen Kultur wesentlich bei, vor allem in der Nutzung seiner natürlichen Umgebung. 

Mit dem Beginn der Ackerbaukultur trat in diesem Prozeß eine entscheidende Änderung ein: Durch die Entwicklung der Technik war der Mensch zu planendem Handeln gezwungen. Er mußte Geräte und Maschinen entwickeln, Zäune errichten, Häuser bauen, Wälder roden und seinen Besitz verteidigen. Das bedeutete, er mußte in seinem Gehirn eine Menge von Informationen verarbeiten, die die Kapazität des Gehirns übersteigt — das menschliche Gehirn kann maximal 16 Reize pro Sekunde geordnet verarbeiten —, und gleichzeitig die Realität entsprechend seinen Plänen formen.

In seinen Vorstellungen, seinen Träumen und seinem Unbewußten kann der Mensch zwar unbegrenzt spielen, scheinbar riesige Informations­mengen und gedankliche Kombinationen beherrschen, sobald er aber beginnt, sie in die Realität umzusetzen, werden sie für ihn zwangsläufig unbeherrschbar. Kurzum der Mensch wurde durch das vorausplanende Handeln zum Zerstörer.

Der Ursprung des planenden Handelns liegt in der Annahme einer Mangelsituation: Der Mensch ging davon aus, daß er eines Tages zu wenig Nahrung haben werde. Um diesem vermeintlichen prognostizierten Übel zu begegnen, mußte er Vorräte anlegen. Er mußte systematisch bestimmte Pflanzen züchten und griff damit zum ersten Mal, ohne die Folgen zu ahnen, in den natürlichen Kreislauf ein. Wir handeln heute in vergleichbarer Weise, indem wir einen Energiemangel prognostizieren und immer größere Kraftwerke, automatisierte Fabriken und Trabantenstädte errichten, Kabelfernsehen entwickeln, immer schnellere und größere Autos, Flugzeuge und andere Massenverkehrsmittel bauen.

Der erste Ackerbauer machte aus seinem Mangelwahn also einen Sinn und schuf sich den Ackerbau. Der Wahn — diese Mischung aus Rationalität (Planen) und Irrationalität (unbegründete Angst vor einer Mangelsituation) — wurde Realität: Wahn-Sinn. Dieser irrationale Akt steht am Beginn unserer Zivilisation, der Entwicklung von Technik und Wissenschaft.

Die Entwicklung unserer Zivilisation bedeutet keinen kulturellen Fortschritt, denn die Sammler und Jäger hatten bereits Bilder, Gemälde, Plastiken, Mythen, Dichtungen und Erzählungen geschaffen. Sie waren friedliche, gesellige, flüchtige, harmonische, kunstfertige, handwerklich geschickte und mobile Menschen. Sie hatten eine Mobilität erreicht, die der des automobilen Menschen unserer Zeit weit voraus war. Durch das Jagen erschlossen sie sich eine ungeheuer abenteuerreiche Erlebniswelt, die ihnen eine Vielfalt unterschied­lichster Empfindungen — seelische und körperliche — vermittelte.

Während das Sammeln von Früchten von den frühen Menschen mit Sicherheit noch nicht als Arbeit in unserem heutigen Sinn angesehen wurde — denn es gibt, nach dem bisherigen Stand der Forschung, auf den Fels- und Höhlenbildern der Frühmenschen keine Abbildungen vom Sammeln —, bildet das Jagen die Grundform der Arbeit in Gruppen. Die Organisation der Jagdgesellschaft ist die bestorganisierte Form der Zusammenarbeit von Menschen. 

Die Mitglieder dieser Gesellschaften lebten überwiegend in kleinen Gruppen von ca. 25 Menschen und kannten keine Hierarchien. Um ihr Zusammenleben in dieser Form zu organisieren, benötigten sie ein hervorragendes System menschlicher Interaktion. Man kann sich dies heute am besten dadurch klarmachen, daß man sich vorstellt, Menschen der Industrie­gesellschaft müßten in Gruppen zu jeweils 25 Personen etwas gemeinsam machen, ohne daß es Führer, Häuptlinge oder Chefs gäbe — eine undenkbare Situation.

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In dieser Fähigkeit der Sammler und Jäger, nicht hierarchisch sondern kommunikativ zu arbeiten, ist übrigens die Ursache für die frühzeitige Herausbildung des menschlichen Großhirns zu suchen.

Will man also in einer nicht hierarchisch strukturierten Gruppe von 25 Personen etwas gemeinsam tun, ohne daß es zu Diskussionen, Streitigkeiten, Verzög­er­ungen oder gar zum endgültigen Bruch kommen soll, so setzt dies bei jedem einzelnen die Fähigkeit voraus, die unterschiedlichen Handlungs­weisen der anderen zu kennen, einzuschätzen und seine eigene Handlung in die des anderen mit einzubeziehen. Die Jagd eines großen Tieres war für die frühen Menschen ein Stück Präzisionsarbeit, für die Befehlsstrukturen viel zu träge Reaktionen der ganzen Gruppe bedeutet hätten.

Über eine ähnliche Art von Teamarbeit ist mir noch von alten Mühlenbaumeistern berichtet worden. Die tonnenschweren Flügel einer Windmühle wurden früher nur mit Hilfe von Flaschenzügen und Muskelkraft montiert. Dazu war eine perfekt aufeinander eingespielte Gruppe erforderlich, in der für hierar­chische Strukturen kein Platz war.

Der Mensch war also hunderttausende oder mehr als eine Million Jahre nach dem Verlassen der großen Wälder und dem Leben in der Savanne ein kommunikatives, tolerantes, kulturelles Wesen, das in dieser Zeit ein riesiges Potential an Fähigkeiten zum Überleben entwickelt hat. Seine Handlungs­strategie war wesentlich bedürfnisorientiert und von Sparsamkeit geprägt; er handelte nur, wenn es einen unmittelbaren Handlungszwang gab. Im übrigen war er nach unseren heutigen Maßstäben faul und pflegte den Müßiggang. Er träumte und philosophierte. Er lebte in seinen <Wahnvorstellungen> und pflegte sie. 

Der Unterschied zu den Menschen aus der Zeit des Ackerbaus und des Industriezeitalters ist offenkundig: Wir beschaffen uns grundsätzlich mehr Güter als wir brauchen. In allem, was wir tun, glauben wir, nur aus dem Überfluß heraus leben zu können. Obwohl wir den Zeitmesser, die Uhr, entwickelt haben, mangelt es uns immerzu an Zeit. Wir sind nicht faul, sondern fleißig. Wir denken nicht, wir arbeiten. Weder philosophieren wir, noch träumen wir. Wir leben nicht mehr in unserer harmlosen "Wahnwelt", sondern in einer wahnsinnigen Welt — unserer Realität. 

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Dieser Umbau der menschlichen Gesellschaft und der natürlichen Umwelt fand in einer unvorstellbar kurzen Zeit statt. Noch vor rund 12.000 Jahren gab es nur Sammler und Jäger. Heute gibt es vielleicht noch einige 10.000 Sammler und Jäger, dagegen mehr als 4 Milliarden "Ackerbauern". Für die zukünftige Entwicklung der Menschheit ist es deshalb besonders wichtig, über die Entstehung des Ackerbaus und deren Folgen genaue Kenntnisse zu gewinnen.

Die Forschungsberichte von Archäologen, Paläontologen und Anthropologen gehen übereinstimmend davon aus, daß die Erde zur Zeit der Entwicklung des Ackerbaus dünn besiedelt war, das Klima günstig, der Boden fruchtbar war und es keine ökologischen Krisen gab. Keiner dieser Forscher hat bisher eine vernünftige Begründung für die Entwicklung des Ackerbaus geliefert. Alle Begründungen werden aus unseren heutigen Kategorien zur Bewertung geschichtlicher Abläufe abgeleitet. Als Begründung werden Hunger, Not, Über­bevölkerung, Unfruchtbarkeit des Bodens, Unterversorgung und Kälte angegeben, kurz: Mangel. Gleichzeitig wird aber deutlich, daß der Ackerbau in den ehemals fruchtbarsten Gebieten der Erde — im Euphrat- und Tigrisgebiet — entwickelt wurde.

All dies läßt nur den Schluß zu, daß der Schritt in die Ackerbaugesellschaft nicht rational motiviert war. Der Mensch wollte etwas Neues ausprobieren, er hatte sich etwas ausgedacht, er hatte einfach Lust, Ackerbau zu betreiben. Im Rahmen des neuzeitlichen Denkens haben wir uns daran gewöhnt, die zentralen Motive menschlichen Handelns ausschließlich im Bereich des Rationalen zu suchen: Wir messen und orientieren unser Handeln — auch im gesellschaftlichen Bereich — an naturwissen­schaftlicher Gesetzmäßigkeit. Es ist uns unerträglich, anzuerkennen, daß Handlungsmotive auch schlicht irrational sein können. Dies wird um so schwieriger, wenn gerade eine solche historische Zäsur, wie die "neolithische Revolution" sie darstellt, sich nur auf einen irrationalen Akt zurückführen läßt. Deshalb wird es noch lange dauern, bis die Mehrheit der Natur- und Ingenieurwissenschaftler erkennt, daß gesellschaftliche Entwicklungen nicht nur rationalen, sondern auch irrationalen Ursprungs sein können.

Kurz, der Mensch transportierte mit der Entwicklung des Ackerbaus ein Stück seines Unbewußten in die Realität und schuf damit etwas, womit er nicht umgehen konnte. Von nun an eignete er sich die Naturprodukte anders an: Er entschied über Kraut und Unkraut, über Nutzpflanzen und deren Wachstumszeiten. Er setzte immer größere Teile des Bodens dem Witterungseinfluß und der Erosion aus. Gleichzeitig erwirtschaftete er einen Überschuß an bestimmten Gütern. Damit hatte er Tauschobjekte für andere Luxusgüter.

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Für diese scheinbare neue Freiheit — nämlich zu planen, zu entscheiden, Vorräte und Besitz anzulegen — mußte der Mensch wesentliche Bereiche seines bisherigen Lebens aufgeben. Er mußte mehr und regelmäßiger arbeiten. Seine Mobilität tauschte er gegen die Seßhaftigkeit ein. Er war gezwungen, immer mehr Maschinen zu entwickeln, und gab dafür einen Teil seiner Kultur auf, weil er mehr Zeit als bisher für den Erwerb seines Lebensunterhalts aufbringen mußte und damit weniger Zeit für Muße und kulturelle Aktivitäten hatte. Als er diesen Mangel bemerkte, versuchte er, Zeit zu gewinnen. Um Zeit zu gewinnen, entwickelte er neue Maschinen. Er war "auf der Suche nach der verlorenen Zeit".

Arbeit und Zeit wurden die bestimmenden Lebensinhalte des Menschen. Bis zu dieser Wende diente die Arbeit nur dem Lebensunterhalt und war integrierter Bestandteil des Lebens. Jetzt erforderte sie einen eigenen Tagesabschnitt, sie wurde festen Regeln und Zeiten unterworfen. Nichts belegt dies mehr als die noch heute übliche Gleichsetzung von Arbeiten und "Ackern". Obwohl heute die Arbeitszeit eigentlich immer kürzer wird, bezeichnet der Mensch seine Arbeit mehr denn je als "Ackerei". Der selbsterzeugte Zwang des "Ackerns" wurde für den Menschen zu einem selbsterrichteten Gefängnis, aus dem er sich nicht mehr befreien kann. Aus dieser selbst geschaffenen Abhängigkeit heraus entwickelte er Haß und Intoleranz gegen all jene, die nicht "ackerten". Dieser Haß und diese Intoleranz steigerten sich zu Macht und Herrschaft über Mensch und Natur. Damit wollte der Mensch erreichen, daß andere für ihn arbeiteten, damit er endlich zu seinem ursprünglichen Dasein als Jäger und Sammler — als freier Mensch also — zurückkehren konnte.

Er wählte aber auch jetzt nicht den einfachen Weg, nämlich mit dem Wahnsinn aufzuhören, sondern zwang andere zum Arbeiten, um das Niveau seines Luxus beibehalten zu können. Die erste Stufe dieser Zwangsarbeit und Herrschaft erreichte er in der Gruppe und der Familie. Der Ackerbauer pflanzte sich stärker fort, nicht etwa weil er mehr Nahrung hatte, sondern um seinen wachsenden Bedarf an Arbeitskräften zu decken. Die billigsten Arbeitskräfte waren zunächst die Kinder.

Mit der Ackerbaukultur entsteht außerdem eine neue, geschlechtsspezifische Arbeitsteilung: Der Mann arbeitet draußen auf den Feldern und entwickelt die entsprechenden Maschinen. Die Frau arbeitet innerhalb des Hauses. Sie versorgt die Kinder und den Haushalt und ist zuständig für die ›Restkultur‹ — das Singen, Spielen und die Mythen.

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Aber auch mit dieser Entwicklungsstufe gab sich der Mensch nicht zufrieden. Obwohl er nun die Familie unterworfen hat, schafft er sich weitere Abhängige: Er vertreibt entweder die verbliebenen Sammler und Jäger oder ruiniert ihre Lebensräume und macht sie zu Sklaven und Arbeitern. Nachdem er diese Stufe erreicht hatte, hätte er nun eigentlich aufhören können zu arbeiten. Aber nun wächst sein Besitz, er braucht Organisationsstrukturen. Er muß planen, organisieren, leiten. Mit dem Wachstum vergrößert sich auch der Überfluß, in dem er lebt. Mit diesem Überfluß wachsen die irrigen Vorstellungen, alles, was er nun erreicht habe, könne gefährdet sein; jemand könnte es ihm abjagen. Um dies schon im Ansatz zu verhindern, braucht er — zur Sicherung und Verteidigung seines Besitzes — immer größere Mittel.

Dies alles schafft neue Arbeit. Damit wächst der Gesamtumsatz an Arbeit, und plötzlich entdeckt der Mensch die Quelle seines Reichtums und seines Wohlstandes, nämlich das Wachstum. Er setzt nun das Wachstum seiner Arbeit mit dem Wachstum in der Natur gleich. Er leitet sein Wachstumsgesetz sogar aus der Natur ab — dort wächst ja auch alles. Aber eigentlich nur aus der Sicht eines Ackerbauern, denn für einen Jäger und Sammler gibt es kein Wachstum, sondern nur Beständigkeit, Variation und Kreisläufe. Der Jäger und Sammler hat das ganze Jahr über Früchte, nur immer andere. Sein Boden ist immer bedeckt und liegt nie brach. Für ihn gibt es weder Wachstum (Sommer) noch Stillstand (Winter), weder Anfang noch Ende, sondern nur den ewigen Kreislauf des Lebens.

Für den Jäger und Sammler gibt es auch keinen Tod in unserem Sinne, weil der Tod nur Teil dieses Kreislaufs ist.

Für den Ackerbauern gibt es nur das Ende, das Ziel, weil sein Leben auf einen permanenten Fortschritt ausgerichtet ist. Damit wird das Lebensziel des Ackerbauern der Tod, denn er weiß von Anfang an, daß er sein Ziel nicht erreichen wird, denn Fortschritt ist immer das, was noch nicht ist. Deshalb fürchtet er auch den Tod, weil der Tod sein Streben beendet und ihn vom Erreichen seines Zieles abhält. Weil er den Tod furchtet, beherrscht dieser sein Leben. Der Genuß von Rauschmitteln und Suchtgefühle sind Ausdruck dieser permanenten Todesangst und zugleich der Versuch, sie zu betäuben. Im Laufe seiner zivilisatorischen Entwicklung entdeckte der Mensch folglich eine immer größere Zahl von Sucht- und Rauschmitteln. Er ertränkt seine Sinne in Luxusgütern, von denen die meisten nicht mehr seinem Leben dienen, sondern nur noch der Betäubung seiner Angst.

Die entscheidende Veränderung im Leben des Menschen der letzten 10.000 Jahre ist die Aufgabe der geistigen Dimension des Menschen zugunsten der materiell-physischen. Die Jäger und Sammler fanden die Erfüllung ihrer Wünsche und Vorstellungen nicht in riesigen Maschinen und Geräten, sondern in anschaulichen Gebilden, in Dichtungen, Erzählungen und Mythen. Die Menschen der Zivilisationszeit finden die Erfüllung ihres Lebens nur noch in abstrakten Konstruktionen. Um diese Konstruktionen zu realisieren, braucht der Mensch immer mehr Energie. 

Und dieses exponentielle Wachstum des Energie­verbrauchs wird ihn unweigerlich in kürzester Zeit zerstören.

All dies läßt den Schluß zu, daß eine Veränderung unserer heutigen Zivilisation nur möglich ist, wenn wir wesentliche Elemente der Entwicklung der letzten 10.000 Jahre aufgeben. 

Das heißt, wir müssen von unseren Altvordern — den Sammlern und Jägern — lernen, Lebensmethoden zu entwickeln, die uns ein Leben mit der Natur und nicht gegen die Natur ermöglichen. Dies bedeutet, daß die Lösungsmodelle der Industrieländer für die Erhaltung der Menschheit nicht geeignet sind. Statt dessen finden wir Lösungsmodelle in den scheinbar unterentwickelten Gebieten der Erde, in der Sahelzone, in Teilen Asiens und Südamerikas. Die Entwicklungshilfe müßte also eigentlich umgekehrt verlaufen: Wir müssen von den unterentwickelten Ländern denken und leben lernen. 

Das Überleben der Menschheit ist kein technisches Problem, sondern das eines Vergessens: Erst wenn wir uns wieder daran erinnern, daß die Erfüllung und die Genüsse des Lebens nicht im Konsum liegen, haben wir vielleicht eine Chance zu überleben.

Für eine Änderung bleibt uns nur wenig Zeit. Nach meinen Erkenntnissen weniger als 20 Jahre, eine unvorstellbar kurze Frist, wobei diese Einschätzung inzwischen von Experten in Ost und West geteilt wird. - So erklärte kürzlich Valentin Falin, einer der engsten Berater von Gorbatschow, der Menschheit verblieben noch 10 Jahre, um mit der heutigen absurden Politik aufzuhören. 

Die Eisberge für unseren Untergang liegen klar und deutlich vor uns. Gefordert ist der Ausstieg aus der <Fortschritts­gesellschaft> in eine Zukunft, die Rationalität und Irrationalität des menschlichen Denkens und Lebens wieder in ein Gleichgewicht bringt und uns zurückführt zu wirklich humanen Lebens­strategien. 

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