#56

  Stichpunkte zu Detopia 

(detopiatext, kurz, html)

 

 

 

#57

Die Kultur der Verantwortungslosigkeit

Globalisiertes Missmanagement

POLITISCHES FEUILLETON vom 14.02.2019

Das Call-Center ist ein Sinnbild für die Erosion von Verantwortung in den Zeiten des digitalen Kapitalismus. Der Niedergang der Deutschen Bahn, ein Phantomflughafen in Berlin, das Ausgeliefertsein an Facebook – die Verantwortung liegt in den Führungsetagen, aber die Gesellschaft darf das Missmanagement auslöffeln, beklagt die Journalistin Sieglinde Geisel.

deutschlandfunkkultur.de/globalisiertes-missmanagement-die-kultur 

mit Audio

 

 

 

#58

Wilhem Reich 

Wilhelm Reich gehört auch zu detopia, vielleicht mehr aus historischen Gründen. Ich selbst habe sein Spätwerk (Christusmord) ihn nie ganz begriffen. Aber viele meiner Weggefährten halten große Stücke auf ihn.

Wilhelm Reich - Massenpsychologie des Faschismus  - Christusmord - Rede an den kleinen Mann - 

Seite 56, Junius-Ausgabe:

"Ließe die Geschichte des gesellschaftlichen Prozesses den bürgerlichen Historikern Zeit, Betrachtungen über die deutsche Vergangenheit nach einigen Jahrzehnten anzustellen, sie würden im Erfolg Hitlers in den Jahren 1928-1933 sicher den Beweis dafür erblicken, dass nur der große Mann Geschichte macht, indem er die Massen mit "seiner Idee" entflammt: und ein Grundzug der nationalsozialistischen Propaganda baut sich in der Tat auf dieser Führer­ideologie auf.  So wenig den Propagandisten des National­sozialismus die Mechanik ihres Erfolges bekannt ist, so wenig dürfen sie den historischen Boden der national­sozialistischen Bewegung je erfassen. Es ist daher vollkommen konsequent, wenn der National­sozialist Wilhelm Stapel in seiner Schrift "Christentum und National­sozialismus" (Hanseatische Verlagsanstalt) seinerzeit schrieb:  "Weil der National­sozialismus eine elementare Bewegung ist, darum kann man ihm nicht mit 'Argumenten' beikommen. Argumente würden nur wirken, wenn die Bewegung durch Argumente großgeworden wäre."  Das sachliche Niveau der nationalsozialistischen Versammlungsreden zeichnete sich entsprechend dieser Charakteristik durch sehr geschickte Massnahmen aus, mit den Gefühlen der Massenindividuen zu operieren und sachliche Argumentation tunlichst zu vermeiden. Hitler betont an verschiedenen Stellen seines Buches <Mein Kampf>, dass die richtige massenpsycho­logische Taktik auf Argumentation verzichten und nur das "grosse Endziel" unausgesetzt den Massen vorführen müsse. Wie es dann mit dem Endziel nach der Machtergreifung aussieht, lässt sich am italienischen Faschismus leicht zeigen, wie ja auch die jüngsten Erlässe Görings gegen die wirtschaftlichen Organisationen des Mittelstandes, die Absage an die von den Anhängern erwartete "zweite Revolution", die Nichterfüllung der versprochenen sozialistischen Massnahmen etc. bereits die eigentliche objektive Funktion des Faschismus enthüllen. Wie wenig Hitler selbst den Mechanismus seiner Erfolge kennt, zeigt folgende Ansicht: "Diese große Linie allein, die nie verlassen werden darf, lässt bei immer gleichbleibender konsequenter Betonung den endgültigen Erfolg heranreifen. Dann aber wird man mit Staunen feststellen können, zu welch ungeheuren, kaum verständlichen Ergebnissen solch eine Beharrlichkeit führt." (Mein Kampf, S. 203)."

 

 

 

#59

Mitscherlich

35 Jahre später schrieben die Mitscherlichs fast das selbe (wie W. Reich) - in ihrem berühmten Buch von 1967 

Die Techniken der Entwirklichung 

 

 

 

 

#60

Gibt es sonst noch was zu sagen? 

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#61

Dr. Sigmund Freud

hat auch ein schönes Zukunftsbuch geschrieben - veröffentlicht.

Die Zukunft einer Illusion 

 

Leo Trotzki las auch fleißig Freud. Aber man kann sich nichts Vernünftiges vorstellen, wenn er er an die Macht gekommen wäre.  Lew Trotzki 

 

 

#62

Insektenstress

Unsere Nahrung, frisches Wasser, Hygiene und Sauberkeit sind vom Verschwinden der Insekten bedroht 

Noch eine Öko-Krise - und keiner merkt es --- 16. Februar 2019 - Von Lars Jaeger

 

Da wird Theo Löbsack mit seinem Insektenbuch von kurz vor dem Mauerfall wohl nicht recht behalten

 

 

 

 

 

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