Peter Sloterdijk

Kritik der zynischen Vernunft

1. und 2. Band 1983 

 

Kritik der zynischen Vernunft 

R.Merkel (1983) über Buch Zynik  

P.Holbein (1993) Peterchens Mondfahrt über Zynikbuch 

U.Gellermann (2009) Dem Philosoph ist nichts zu doof 

heise.de/tp/artikel/33/33265/1.html  2010 Sarrazin und Sloterdijk

U.Gellermann 2010 Blütenlese, der falsche Koloss  

 

Audio 2009 Leben ändern Buch  (gut;)

  

  S.htm

* 1947 in Karlsruhe 

Foto von 1997

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PeterSloterdijk.net  

 

detopia: (Ordner)  Umweltbuch 

Geschichtsbuch   U.Horstmann  

M.Albert: Kritik der vermeintlichen Vernunft 

Robert Kurz  greift auch in die Vollen greift (:-) 

amazon leben ändern inside 

  

 

 

 

 

 

Der letzte Beitrag des Buches heißt: "Spenglers Rache" 

 

(d-2005:) Das Zynik-Buch liest sich leichter, als sein Inhaltsverzeichnis :-)  Es könnte wohl auch heißen: "Zynische Kritik der zynischen Vernunft". Mir hat es damals (1995) sehr gefallen, auch weil es viele gute alte Bilder hat, und weil es esoterisch ist, und der Autor Baghwan erwähnte. Mal echt was neues. Der Autor war gerade 35, also ähnlich jung dem Horstmann, dessen Untier im selben Jahr 83 erschien. (Es gab noch andere gute Jung-Filosofen damals, wie Lütkehaus.) - Heute glaube ich das so, wie im (sehr guten) Spiegel-Dossier suggeriert. An PS ist nichts (mehr) dran. (Dennoch gucke ich ab und an in das Zynikbuch rein. Das ist ja auch ein Geschichtsbuch, wo ich die Fakten für mich nehmen kann, und auf des Autors Bewertung verzichte.) -- Auch hier (für PS) gilt meine alte Meinung: Ein Autor sollte im Leben nie mehr als 1000 Seiten schreiben, wenn er auf die Weltgeschichte einwirken will. (weil der Normalbürger bei den vielen Autoren nicht mehr von einem einzigen lesen kann).


Zeitgenössische Denklandschaft mit Eingeborenen 
( Ulrich Horstmann, 1991, Ansichten vom Umsonst, Buch S. 42-43 

 

Die sieben mageren Jahre der deutschen Philosophie dauern nun schon ein halbes Menschenleben, und die geistige Not will sich nicht wenden, wie Florian Rötzer unlängst und eher wider Willen mit seinem Interview­band Denken, das an der Zeit ist hat dokumentieren müssen. 

Was tun am Ende eines ausgepowerten Milleniums, das immer ein sokratisches Gesicht ersehnte, es aber nur bis zum hippokratischen gebracht hat? Wie sich über Wasser halten, wenn die intellektuelle Inflation alles entwertet, Nahrhaftes nicht einmal mehr auf UB-Karte und Oberseminarschein zu haben ist und statt dessen die Surrogatproduktion, die Erzeugung von Ideen-, Denk-, Problem- und Sinnersatz, die Bücher und Buchregale bläht und auftreibt wie die Bäuche unterernährter Kinder?

Es gibt auf diese Frage mehrere, offenbar altersabhängige Antworten. Die jüngere Generation, die es nie anders kennengelernt hat, reagiert auf die fortschreitende Verknappung geistiger Nahrung wie ihr bekanntester Vertreter Peter Sloterdijk. Der nämlich philosophiert aus dem hohlen Bauch, tänzelt mit und ohne Nietzsche über die Bühne, läßt Zauberbäume sich aus dem Fleisch erheben, lädt nach der kopernikanischen Mobil­machung zur ptolemäischen Friedenspfeife — und bringt uns so immerhin dazu, das nagende Hungergefühl eine Lektüre lang zu vergessen, wenn auch das Knurren nach der letzten Zeile wieder einsetzt und die Hirnkoliken der zynischen Vernunft nicht minder.

Die Gruppe der Älteren, der Väter, wendet naturgemäß andere, wenn auch nicht wesentlich effizientere Über­lebenstechniken an, zum Beispiel die Glorifizierung der verbliebenen Brosamen zu philosophischer Vollwertkost — ein Verfahren, das als »Diätetik der Sinnerwartung« bekannt ist. Ihre Wortführer verwahren sich gegen die Zumutung, die Welt zu erklären und uns die Frage zu beantworten, was wir darauf zu suchen haben. Weil sie, belesen wie sie sind, die Hals- und Beinbrüche der tollkühnen Prinzipienreiter der Philosophiegeschichte vor Augen haben, möchten sie lieber gar nicht erst satteln und aufsitzen. Das Turnier der Wahrheit wird abgeblasen: Abschied vom Prinzipiellen. # 

 


 

SPIEGEL-Dossier: PETER SLOTERDIJK: Peterchens Mondfahrt 

 

Peter Sloterdijk erregte 1983 Aufsehen mit seiner zweibändigen "Kritik der zynischen Vernunft"; sie zählt zu den meistverkauften philosophischen Werken dieses Jahrhunderts.

Inzwischen setzt sich der philosophische Jungstar der achtziger Jahre durch zweifelhafte Äußerungen über Terror, Gentechnik und Popkultur immer heftigerer Kritik der intellektuellen Szene aus.

spiegel.de   dossieransicht/S7006168  

 

23.08.2004 # Denker: Der Philosoph Peter Sloterdijk über die Jammerwut der Deutschen und sein neues Buch "Sphären III" Der Philosoph Peter Sloterdijk über die Herrschaft der Politiker aus der 68er-Generation, die Jammerwut der wohlstandsverwöhnten Deutschen, den Traum von einer europäischen "Komfortgesellschaft" und sein neues Buch "Sphären III"

21.12.2002 Zeitgeist: Die Schaumschlägereien des TV-Philosophen Peter Sloterdijk Peter Sloterdijk, philosophischer Jungstar der achtziger Jahre, wird durch abstruse Äußerungen über Terror, Gentechnik und Popkultur immer mehr zum Felix Krull der intellektuellen Szene.

14.01.2002 Talkshows: Im ZDF startet das "Philosophische Quartett" mit Peter Sloterdijk Ende der Woche startet im ZDF das "Philosophische Quartett". Der Gastgeber, Wortakrobat Peter Sloterdijk, ist an Profi-Denkern allerdings nicht interessiert.

27.09.1999 Titel: Die Provokationen des Peter Sloterdijk Mit immer neuen Begriffs-Kapriolen unterhält Peter Sloterdijk seit Jahren seine Leser. Nun aber geht der wendige Ästhetik-Professor aufs Ganze: In Spekulationen über "Menschenproduktion" will er sich als Groß-Denker etablieren.

27.09.1999 Titel: Angriffe auf den linksliberalen Mainstream - die Intellektuellendebatten der letzten Jahre Ob bei Botho Strauß' "Bocksgesang", der Walser-Bubis-Debatte oder der Polemik um Peter Sloterdijk - stets zielt die intellektuelle Provokation auf den linksliberalen Mainstream.

20.09.1999 Debatte: Ludger Lütkehaus zum Streit um Sloterdijk und Habermas Peter Sloterdijks Plädoyer für einen gentechnisch aufgerüsteten "Menschenpark" erregt die philosophisch interessierte Nation. Greift hier ein ehemaliger Linker auf NS-Phantasien von rassischer Veredelung zurück? Von Ludger Lütkehaus

02.11.1998 Autoren: Rüdiger Safranski über den Philosophen Peter Sloterdijk In seinem neuen Werk "Sphären" liefert der Philosoph und Schriftsteller Peter Sloterdijk eine exzentrische Theorie des Intimsten und Globalsten: Sie handelt von der Geburt des Menschen, vom Drama der "Umsiedlung" unserer Seelen. Von Rüdiger Safranski

20.02.1995 Interview: "Rollender Uterus" Der Philosoph Peter Sloterdijk über Menschen und Autos.

18.10.1993  Philosophen: Peterchens Mondfahrt Ulrich Holbein über den Zeitgeist-Denker Peter Sloterdijk  

13.06.1983 Buch-Kritik: Reinhard Merkel über Peter Sloterdijks Kultbuch "Kritik der zynischen Vernunft"  # 

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