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Die vorbildliche Gesellschafts­ordnung Detopia

 

 

"Doch genauer betrachtet, ist die Erde nicht nur das alte Jammertal geblieben, sondern ein solches immer mehr geworden. Die Masse Mensch hat die Persönlichkeit abgelöst." (Anton Metternich 1947 im Vorwort 1944)

GGGN: Der Genügend Große Gemeinsame Nenner 

 

 

 

Kürzlich vor zwei Jahren präsentierte uns der Deutschlandfunk ein neues Umweltbuch aus England eines bis dahin unbekannten Autors. Normalerweise gibt es nur eine Rezension pro Buch, selten zwei. Hier gab es mehrere über ein Jahr verteilt.

Der Autor des Buches muss als kompetent und seriös gelten; wem sollen wir glauben, wenn nicht jemandem mit solcher Biografie? Das Buch ist wissenschaftlich solide - also auch wahr und weise -, und leicht zu lesen. Es ist eigentlich gar kein richtiges Buch, sondern so wie ein Broschüre oder ein langer Zeitschriftenartikel. Hier eines dieser Kurzaudios  zum Einschwingen in unser Thema: 

Audio 8:30 Emmott 

 

Als Klein-Autor beginne ich meine Wortmeldung mit den Kernaussagen. Das muss so sein - bei den vielerlei privaten Gedanken mit Wahrheitsanspruch im öffentlichen Internet. Allerdings kann ich meine Neuigkeiten dann nicht mehr gemütlich herleiten, sondern es geht "zackzack" und "ruckzuck".

Ich glaube - Das muss ich voransetzen! Der Leser soll wissen, dass ich mich als einfacher Öko-Buch-Leser fühle und nicht als Fachmann. Stephen Emmott und Hans Schellnhuber sind für mich Fachleute. Auch meine "vortreffliche Gesellschaftordnung Detopia" hat keinen - noch keinen - wissenschaftlichen Durchdenkungsprozess hinter sich.

Möglicherweise ist der naturgegeben Platz für einen geprüften Fachartikel über Detopia die renommierte Wissenschaftszeitung <nature>.

Mein Text ist zusammengestoppelt. Das kann nicht anders sein. Als Autor bin ich nur kurzzeitig Feuer und Flamme und wenig später nur ein lustlos-unwilliger Korrekturleser und Stilblütenentferner.

 

Detopia auf 20 Zeilen:

 

Eine Gesellschaftsordnung kann durch einen Gesellschaftsvertrag entstehen. Die Menschen gehen einen Vertrag ein, so wie im Kleinen, so geht es auch im Großen mit 80 Millionen in Deutschland. Man muss nicht immer gleich eine Revolution anzetteln und alle Verhältnisse umstürzen wollen. Ein Runder Tisch tut's auch. (Ein Runder Tisch ist so ein Gesprächstisch, wie früher der Familientisch; welcher heute zum Sofatisch verkleinert wurde.)

Ein Volk, Staat, Land muss anfangen, "alles zu richtig zu machen".

Als Deutscher kann ich nur das deutsche Volk dazu aufrufen. Es gibt noch weitere Gründe für das deutsche Volk. Jedoch sind alle Völker aufgerufen.

Es sollte uns schnuppe sein, welches das erste ist.

Gegenwärtige Weltverhandlungen und Weltverträge sind zwar wichtig - etwa über Klima und Atomwaffen und Bevölkerungswachstumsstopp.

Jedoch die Größenordnung der Ökologisierung, die für das Hauptziel nötig ist, wird nicht erreicht.

Das Hauptziel? Die endgültige Lösung aller Megakrisen., d.h. deren Ursachen erkennen und beseitigen.

Man weiß heute, was "alles richtig machen" bedeutet: die materielle Grundlast (Energieverbrauch, Stoffumsatz) auf ein Zehntel zu senken bzw. um neun Zehntel zu senken.

Ist dies mit den Welt-Besitzverhältnissen möglich?

Ist dies mit der dahinterstehenden und weltweit vorherrschenden Ideologie möglich?

Reichwerden, Wohlstand, Luxus, Komfort, jeder hat das Recht, Millionar zu werden, vom Tellerwäscher zum Millionär, amerikanischer Traum, soziale Mobilität, usw.

Ich nenne diese Ideologie (ein schon vorhandenes Wort kenne ich noch nicht), die PVI - die Privatbesitzvermehrungsideologie.

Mit PVI greife ich an: die Menschen glauben, dass sie ihren Privatbesitz vergrößern dürfen und können, solange, bis sie nicht mehr wollen. Das bestreite ich. Das greife ich an. Das muss geändert werden. - Es muss eine Höchstgrenze für Privateigentum geben. Das ist sicher. (Sonst übernehmen "Geschäftsleute", "Unternehmer", Konzerne und Milliardäre die ewige Weltherrschaft; was jene augenblicklich mit größter Konsequenz anstreben und wofür Hollywood in seinen SF-Blockbuster-Actionfilmen schon lange Propaganda/Reklame betreibt.)

Ich rufe erweiternd aber dazu auf, diese Höchstgrenze so zu wählen, dass jeder sie erreichen kann. Damit soll der Trieb (Gier) nach mehr ("Wachstum") ausgetrocknet werden und die Menschen sollen Zeit haben (Motivation) um klug zu werden und Politik zu betreiben. Da wir diese Höchstgrenze nicht oder schlecht in Euro oder Dollar angeben können (weil diese in den Jahrhunderten verschwinden werden), schlage ich vor, Grundeigentum zu nehmen. Dann ist auch die Größe ungefähr klar. Das Grundstück soll genügend groß sein für Gartenbau und um sich nicht beengt zu fühlen und auch, um seine Schätze zu lagern. Also: 1000 qm (circa). Das bedeutet auch, dass die Bevölkerung dementsprechend sinken muss. 

 

Detopia ist eine 1000-qm-Gleichbesitzgesellschaft. 

 

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Die Arbeitslust in Detopia

Eines ist sicher: Gearbeitet werden muss auch in Detopia. Woher aber der Antrieb dazu, wenn man seinen Besitz nicht vergrößern kann?

Ich betrachte dieses Problem schon als "zukünftig". Das Volk selbst soll sich ausdenken, wie die notwendige Arbeit sichergestellt werden kann. Andererseits gehöre ich ja auch zum Volk und kann was dazu sagen. Und außerdem: Das Arbeitslustproblem ist ja seit "Utopie-Urzeiten" immer das Hauptproblem in der Utopiediskussion. Zwang oder freiwillig? Liegst du in der Furche und schnarchst, während ich neben dir pflüge und schwitze?

Ich muss also irgendwas dazu sagen, damit die Diskussion überhaupt in Gang kommt. Andernfalls übernehmen sofort die pessimistischen Schreihälse die "Meinungsführerschaft".

Man kann es so probieren:

Drittelung der Arbeitszeit

1 Drittel privat (z.B. im eigenen Garten zur Nahrungsmittelgrundversorgung). 1 Drittel in regionalen Betrieben. 1 Drittel für den Staat.

Wenn eine Person das für den Staat tut, dann bekommt sie 1000 Mark im Monat.

Das Private wird nicht kontrolliert, sonst wäre es ja nicht privat.

Hier ist also ein Zwang da. Und zwar durch Geld. Wie jetzt auch.

Die Arbeitsleistung an sich soll nicht bewertet werden. Wer anwesend ist und nüchternd und sich bemüht, "der kriegt sein Geld".

In Detopia gibt es nicht soviel Arbeit wie heute. Die Arbeitsproduktivität kann ruhig sinken bzw. muss nicht ständig nach oben getrieben werden.

Und Motivation ist eigentlich genügend da: Überleben. Gutes Leben. Freude. Zufriedenheit. Sattsein. usw.

Natürlich muss sich hierbei das Volk ein bischen weiterentwickeln und seelisch robuster werden und aushalten, dass der Nebenmann hier und noch weniger Handgriffe pro Stunde schafft oder nur schaffen will.

Die Arbeitszeit muss nicht täglich zwangsgedrittelt werden. Das geht auch über länger, über das Jahr, usw.. Auch kann man Zeit mit anderen tauschen, etwa so: Ein Ingenieur im Atomkraftwerk muss seine Dienstzeit dort verlängern können, wenn noch kein Nachfolger da ist.

 

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Innenpolitik, Außenpolitik, Verteidigung, Grenzschutz, Medizin, Essen, Trinken, Kultur

Ich habe schon mal Freunde animiert, mir spontane Fragen über Detopia zu stellen: "Wie funktioniert in Detopia ....das...?" Man kann jede Frage irgendwie beantworten, auch unangenehme. Etwa, dass die knappen Devisen nicht zuerst für Kaffeebohnen ausgegeben werden sollen, sondern für Medikamentengrundstoffe. Wenn man Nikotin künstlich herstellen kann, dann sollte das auch mit Koffein gehen. Oder man nimmt "Ausweichdrogen", also am Morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund. Und Bier und Schnaps sind heutzutage auch Industrie-Produkte.

Ich zweifele noch, ob ich das je tun sollte: Wie in einer Reklamebroschüre auf alle Fragen eine Antwort geben und schnell-leichte Lösungen versprechen. -- Und es wird auch "Zitterpartien" geben. Also Bereiche der gesellschaftlichen Wirklichkeit, die sich anders verhalten, als früher (also heute) geglaubt.

Ich bin für einen vollständigen Grenzschutz in Detopia. Das muss keine große Mauer sein, auch keine amerikanische oder DDR-Mauer. Im Prinzip genügt ein Strich - und ein Hinweis auf die Grenzübergangstellen. Ich werde das jetzt nicht weiter ausführen, weil mich das von links und von rechts angreifbar macht. Aber ich behaupte: Wenn das Volk das wirklich will (und mitmacht!), dann fallen mir sofort ein Dutzend homöopathischer Massnahmen ein, die innerhalb einiger Jahre sicherstellen, dass es keine Einreiseversuche außerhalb der Übergangstellen geben wird und dass wir nur so viele Besucher im Land haben werden, wie wir es wollen.

Letzteres heißt, dass die Abweisungen akzeptiert werden. Und noch später, meldet man sich rechtzeitig an.

 

 

Weiter zum "Hauptziel":

Viele Leute sagen (aber glauben sie sich auch?): "Was haben denn die nachfolgenden Generation schon für mich getan?" und "Die nachfolgenden Generationen sollen sich um sich selber kümmern.". Das ist leider falsch. Schön wäre es, wenn es so wäre. - In Wahrheit ist es so, dass, wenn wir jetzt die Krise nicht lösen, es später nie mehr Lösungsmöglichkeiten geben wird. Anders ausgedrückt: Wenn wir jetzt irgendwas anderes machen, als das richtige, dann machen wir etwas, was uns für 10 Jahre Erleichterung bringt; ähnlich einem Schmerzmedikament. Auch kann es sogar sein, dass die Schmerzunterdrückung dem Krebs erst "echte Wachstumschancen" gibt. Auf jeden Fall aber müssen wir uns ten years after dem selben Problem stellen.

Daher müssten wir mit der selben Energie, mit der wir jetzt Umwelt-Krisenmanagement betreiben (müssen), auch das Hauptziel verfolgen.

Erinnert sei auch hier an "die Nähe der Zeiten". Liegt der Zusammenbruch mit Crash und Chaos unmittelbar vor uns ? Das Argument mit den "kommenden/nachfolgenden Generationen" hört man nun seltener. "Die Botschaft ist angekommen." - Bis jetzt hatte das noch keine Wirkung auf die Bevorzugung des Krisenmanagements, also der Massnahmen zur Abwendung oder Verzögerung der jeweils nächstliegenden kurzfristigen Katastrophe - gegenüber langfristig wirkenden Lösungen samt "Nachhaltigkeit".

Andererseits fehlt ein "revolutionäres Subjekt", eine organisierte Menschengruppe, die das will, nämlich eine endgültige Lösung der Megaprobleme mittels Erreichung des Hauptzieles.

Die Menschenmasse ist am Kapitalismus "interessiert". Sie will Kapitalismus.

Wieder andererseits gibt es den "Taxifahrer" aus dem Schellnhuber-Buch-2015. (Sowas habe ich auch mehrmals erlebt.) Und es gibt eine neue Beschimpfungs-Kultur, "Hate-Speech" genannt. Und "Verschwörungstheorien". (Ich bin Schellnhuber sehr dankbar für seinen Mut zum Taxifahrer-Beispiel.) Auch Harich-1975 berichtet von solch einem Erlebnis ("Trabant").

20% des Volkes sind "schlecht drauf", unbeeinflussbar durch Argumente und Vernunft, Privat-Fernsehen-verseucht, reklameverseucht, sektenverseucht. Wir sehen dieses Phänomen ebenfalls in anderen Demokratien, etwa in den USA, Japan, Polen. -- In den anderen 80% stecken auch viele Spießer, Ja-Sager, Gedankenfaule, usw.

Ich will sagen: Sie alle sind "utopiefeindlich", "anti-utopistisch" --- utopisch jetzt verstanden im edlen Sinne, nämlich als viel Gemeinbesitz und wenig Privatbesitz. Wenn man aber ökologisch alles richtig machen will, dann muss man auch an die Besitzverhältnisse randürfen - auch an das Bodeneigentum.

 

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Weitere Schwierigkeit:

"Wir dringen nicht durch." - Das heißt: Niemand erreicht das Ohr des ganzen Volkes außer das Entertainment und die Reklame. - "Wir" müsste das Fernsehen mit-haben. Außerdem müssten man für eine Zeit die "Schmutzmedien" verbieten oder abschalten, sonst würde man "sekundär nicht druchdringen". - Beides ist "utopisch" (diesmal im Volksjargon als unrealistisch).

Weitere Schwierigkeit: "Was haben die Ungeborenen denn für mich getan." und "Nach mit die Sintflut." - Der Mensch ist egoistisch (neutral gemeint). "Er denkt nur an sich." -- Selbst das Christentum ist im Moment keine Hilfe.

Theoretisch müsste es die Schöpfung bewahren wollen, und damit auch den Schöpfer; weil Gott natürlich auch stirbt, wenn der letzte Mensch stirbt.

Und es gibt noch weitere Schwierigkeiten.

 

Jedenfalls ist es gut, dass Schellnhuber kämpft. Und Greenpeace. Und Ferst-Bahro-Havemann. Und die anderen auch. Um Klima, gegen Atomwaffen und gegen Wüsten, um die Natur, um Arten, um Humus, usw.

Was können wir noch tun? Wir sollen noch Detopia predigen! Detopia ist eine theoretische Utopie, die alle Probleme ursächlich angeht (soweit, wie objektiv möglich). Diese Predigt fehlt mir noch.

Die Umweltbemühungen der letzten 50 Jahre erscheinen mir unvollständig. Es gibt zwei mir bekannte Ausnahmen: Das Buch-1987 von Rudolf Bahro und das Buch-2002 von Marko Ferst. In beiden wird ein neues Gesellschaftssystem beschrieben; auch der Weg dorthin. - Seitdem ist aber nichts passiert. Nichtmal die Titel der Bücher sind volksbekannt.

Es ist gut, dass Schellnhuber kämpft! Und die NGOs - auf der ganzen Welt. Und die Autoren guter und kluger Sachbücher zum Öko- und Zukunftsproblem.

Nur: Hier in Zwickau (90.000 Einwohner) kenne ich keinen, der mitmachen würde..... bei der Rettung von Volk und Menschheit, also der Nachkommen, nichteinmal die Christen, nichtmal die radikalen Christen. Ja, mehr noch: Es ist nichtmal das Grundwissen da, was geschehen müsste. Es ist nur das Medien-Mainstream-Wissen da (Elektroautos, Windenergie, Biolandbau, usw.)

Und ich stelle es mir auch schwer vor, eine neue Aufklärung durchzuführen. Die Leute lesen immer weniger ("komplizierte") Bücher. Und es gibt auch kaum Bücher über das Thema. Und ein "Einsteiger-Buch" ist mir gar nicht bekannt. (Ferstens Buch ist zu dick fürs Volk.) Das Bücherlesen wird auch verlernt. Das merke ich an mir auch. Das liegt vermutlich an den Bildmedien. Aber das Buch bleibt das "Premium-Medium". Aus mehreren Gründen.

Auch meine Webseite Detopia-Utopie1 hatte in 15 Jahren nicht viele Leser; so 100 am Tag. Begeistert war wohl niemand.

Vorbei die Zeit, in der das Kollektiv im Rudi Dutschke täglich 16 Stunden gelesen hat.

 

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Es ist gut, wenn H. Schellnhuber kämpft - wie in seinem Buch "Selbstverbrennung" zu lesen. Und die anderen, wie Albert Einstein, der noch kurz vor seinem Tod 1955 was Gutes gegen Atomwaffen gemacht hat. Es gibt viele, aber es sind weniger als 1% der Menschenmasse. Und die Menschenmasse ist (schon immer?) hauptsächlich kurzfristig-egoistisch - und "immer gleich".

Und auch deswegen rechne ich mir aus - und zwar nach Adam Riese, dem alten Rechenmeister; höhere Mathematik ist hier nicht vonnöten -, dass es bis 2050 einen "Kipppunkt" (nicht nur auf der "Klimaschiene", sondern in der Gesellschaft) geben wird. Danach ist (wird) dann jedem klar, dass es nun zügig dem Ende entgegengeht. Die Leute, die dann in ihren besten Jahren sind, werden fluchen. Und die Kinder werden weinen. Und die alten Leute werden so wie heute sagen: "Solange ich noch lebe, solange hält die Welt noch."

Menschsein - ein hoffnungsloser Fall. Möglicherweise von Anfang an, aber mit Sicherheit von Anbeginn der Zivilisation und Staaten an.

Was noch getan werden kann (hinsichtlich dessen, was eigentlich das Hauptziel sein sollte, nämlich eine sehr lange Zukunft der Menschheit, sagen wir: 10.000 Jahre), ist ein detopischen Buch über Detopia zu produzieren. Mit dem Adjektiv detopisch meine ich: volksverständlich, also auch nicht zu dick und nicht zu teuer. - Und dann sind wir am Ende unserer Möglichkeiten.

Ob dass nun mit 2050 so stimmt, müssen wir dahingestellt lassen, einstweilen. Und zwar, weil das Volk sich auch an das immer schlechter Werdende gewöhnt. Selbst der Prozess wird dann als normal empfunden, etwa so, wie heute der Begriff "Inflationrate" ganz normal in den Medien plaziert ist.

Theoretisch könnte dann ein Milliardär und ein Prominenter daherkommen, und das Buch "promoten". Was würde danach geschehen? Ich glaube nicht, dass das was nützt! Selbst wenn man das Volk zwangsweise "beschulen" könnte: Das Volk will nicht! Das Volk kann nicht anders. Kann nicht anders als bisher. Kann nicht neu. (Es kann immer nur "ein bischen neu", wenn "man es da abholt, wo es gerade steht".)

Ein Problem ist dann auch "die Demokratie". Wenn jedes Gehirn eine Wahlstimme hat, dann werden die Alten "dummtun". Sie werden sagen: "Ich verstehe nicht!" Ich wähle weiter das Alte. - Man müsste also "die Demokratie" ändern. Mensch darf nur noch bis 59 Jahre abstimmen. usw.

Ich glaube also: Man könnte das deutsche Volk gegenwärtig nicht zu Detopia "überreden" (also überzeugen), selbst dann nicht, wenn alle Medien zur Verfügung ständen. Denn: Detopia hat "mit Armut zu tun". Mit weniger "Reichtum". Materiell, finanziell gemeint. In Detopia gibt es keine PVI mehr, keine Privatbesitzvermehrungsideologie. Das ist aber nicht machbar. Das kann man keinem heute klarmachen. Stattdessen glauben alle, dass das Mehrbesitzenwollen genetisch im Menschen verankert ist.

Vielleicht ist sie es ja -- aber ich glaube nicht daran.

 

 

Ich habe mir Detopia auch nur ausgedacht. Ich kann niemanden "vorschicken". (Ausser ein bischen Bahro und Ferst.) Und IHN natürlich erst recht nicht. - Aber eigentlich auch nicht schlimm, denn Detopia müssten sich alle ausdenken, jedes Volksmitglied. - Und "ausprobieren" kann man es auch nicht - aus Zeitgründen.

Würde Detopia heute noch funktionieren? Detopia wurde ab 1995 "angedacht". Zur jener fernen Zeit war noch Aufbruchstimmung ("Friedensdividende") und Euphorie und Anarchie nach dem Mauerfall. In den 20 Jahre seitdem hat sich viel verändert. Deutschland ist heute un-autonomer. Verträge binden es ein. EU, Nato, TTIP.

 

 

Die Daumen drücken, dass es immer Leute gibt wie Schellnhuber, die das Schlimmste verhindern wollen, und auch an besseren Positionen sind als die Nur-Bücherschreiber.

Ist Detopia nun "utopisch", nicht der Rede wert, weil "chancenlos", weil "mit den Menschen nicht zu machen"?

Gibt es was anderes als Detopia bzw. eine egalitäre Gleichbesitzgesellschaft? Manche sagen: "Lass' uns erst bis zum Jahr 2100 kommen, dann sehen wir weiter!" -- Aber gerade die jüngste Klimaforschung zeigt, dass das nicht funktioniert. "Alles oder nichts"? (Der Klimawandel verstärkt sich selbst - auch ohne menschlichen Antrieb - ab einem bestimmten "Kipppunkt".) -- Aber auch die Waffenproduktion aller Art sehe ich ähnlich dem Klimawandel. - Ab einer bestimmten "Waffendichte".... muss nur einer nach den Revolver greifen.

Ich gebe es zu: Detopia ist eigentlich sinnlos. Schon die Auf-Be-Schreibung fällt schwer, weil ich bei jedem Satz Geschrei höre: "Geht nicht!" - "Will keiner!" -"Ohne mich!"- "Utopisch".

Aber das Aufschreiben könnte man noch machen. Dazu habe ich nun doch einen geduldigen Schreibpartner, Co-Autor gefunden. 2017 fangen wir an.

 

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Jemand sagte (A. Levermann): "Es ist utopisch zu glauben, dass man die Menschheit verbessert." (TP 2009). Das sehe ich auch so. Mir missfällt nur das Wort "utopisch". Aber es hat hier auch eine gewisse Berechtigung. Das gebe ich zu. - Jedenfalls hat das Wort Utopie zwei Bedeutungen: menschlich-unrealistisch und großartig-wünschenswert.

Detopia ist aber was anderes. Detopia braucht kein Bewusstsein. (öko, christ, humanistisch, sozialistisch). Es ist aber eine "Utopie", weil der Sprung nach Detopia ein Sprung ins kalte Wasser ist. Detopia selbst funktioniert dann "normal", so wie früher, so wie immer.

 

Wenn ich nicht mehr über Detopia reden muss, dann muss ich auch nicht mehr über die jetzige (kurze) Zukunft schreiben. Warum?

Weil es keinen anderen theoretischen Weg in eine lange Zukunft gibt. Auch die Wege von Rudolf Bahro und Marko Ferst führen nach Detopia, nur etwas umständlicher. Ich muss nicht mehr predigen, dass der jetzigen Zukunftsweg am 1.1.2050 (Zivilisation verschwunden) bzw. am 1.1.2100 (die Erde menschenleer) zuenede ist. Und auch nicht, dass das Ende zwischen 2050 und 2100 häßlich und entwürdigend sein wird. Letzteres ist von selbst klar. Jeder kämpft mit jedem um die letzten Ressourcen, ausser die, die sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen haben, um besser kämpfen zu können. Wahrlich kein schöner Abschied.... aus einer zunehmend häßlichen Einöde. Auch das Schwingen und Fuchteln mit der Apokalysekeule kann dann endlich aufhören und ich kann sie hinter mich werfen. Die Keule versinkt im toten Meer. Und weg ist sie!

 

 

Wenn ich Detopia als utopisch betrachte (also unrealisierbar, keine Realisierungschance, kein Mensch will Detopia auch nur hören), dann braucht es keine Texte/Anpreisung/Aufruf. Und dann braucht es auch keine "Apokalypsebegründung". - Jedenfalls für mich/mein Anliegen nicht. - Das Abmildern oder Verschieben der Apokalypse ist ja nicht meine Aufgabe, weil diese Aufgabe schon andere lösen/beackern; und zwar viele andere; auf jeden Fall aber: genügend!

Stephen Emmott 2013: "I think, we are fucked." - Im deutschen Buch bei suhrkamp wurde das mit "Ich glaube, wir sind nicht mehr zu retten" (S. 202) wiedergegeben. Nun heißt "think" eher "denken" (also wissen) - und "glauben" eher "to believe". Und "fucked" wäre eher "gefickt", was aber im Deutschen eng im sexuellen Bereich verwendet und somit auch als Metapher verortet wird. Daher schlagen einige des Englischen gut mächtigen Leser vor, es im Deutschen so auszudrücken: "Ich denke, dass wir am Arsch sind". - Oder: Wir haben haben verloren.

 

 

"Schelli" probiert noch alles, was möglich scheint. Drücken wir ihm und seinen Freunden die Daumen. Kaufen wir sein Buch-2015 und lesen und verschenken es.

Ich sehe das Klimaproblem, den Klimawandel, Global Warming, die Klimakatastrophe, als Beschleunigung und Verschärfung der anderen "Probleme" (wie zum Bsp.: Weltüberbevölkerung, Atomwaffen, Humusbodenzerstörung, Gentechnikkatastrophe.)

Es gibt die berechtigte Überlegung, dass die "Klimatransformation" auch andere Probleme "mitlöst". Das kann wahr werden. Aber eine "Lösung", Loslösung, von Atomwaffen und Bevölkerungsexplosion kann ich nicht sehen. (Momentan ist ja "noch" das Gegenteil der Fall. Das Thema "Welt-1-Kind-Politik" ist aus den internationalen Konferenzen verschwunden. Das Thema "Atomwaffenzahlverringerung" wird nur diskutiert.)

Insofern kann ich heute abschließend feststellen:

In den vorhandenen Volkssachbüchern ist genügend viel über "die 7 Megakrisen unserer Zeit" (Flechtheim 1987) und über "die 8 Todsünden der Menschheit" (Lorenz 1973) gesagt worden. Auch aus dem Bundestag hörten wir genügend oft: "Es ist fünf Minuten vor Zwölf.". Auch die Bildzeitung "berichtete". (Auch Schellnhuber war mal riesengroß auf dem Titelblatt.)

Aus der Geschichte der Warnungen seit 50-70 Jahren muss eindeutig geschlussfolgert werden, dass sich letztendlich nichts geändert hat, so gut wie nichts, fast nichts. Die Warnungen haben also nicht gewirkt, nichts bewirkt. Nichts gefruchtet. - Gehört wurde.... wenn mensch nicht weghören konnte. Und das "Umweltbewusstsein" ist gestiegen. Zweifellos. Aber Taten folgten keine.

Und die "Anti" sind möglicherweise sogar im Aufschwung. Neueres Beispiel: "Klimaskeptiker", also Anti-Umweltschutz. Anti-Erdschutz. Anti-Naturschutz. - Auch die weiteren vielfältigen Ideologisierungen kann man so bewerten. Verschwörungstheorien, religiöse Heilserwartung (etwa Zeugen Jehovas oder Universelles Leben), Fusballgewalt, Motorradgangs. Und einiges mehr. - Letzteres vermittelt auch die Botschaft: "Wir kümmern uns um etwas ganz anderes als ihr. Über eure Themen denken wir gar nicht nach."

 

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Das "Kraftproblem" - Was tun? Weiter predigen? Oder an Schopenhauer und Horstmann annähern? Ich ahne "einen dritten Weg" für mich. Ich selbst sollte nur noch "begleiten". So viele haben sich schon Gehör verschafft - und wurden dann wieder vergessen. (Maaz, Ditfurth; hier, weil sie oft im Fernsehen waren. Mehr geht nicht als "oft im Fernsehen".). Ich kann mir kein Gehör über das Internet verschaffen. Und auch meine Botschaft ist so geartet, dass Ermutigung zu selten für das ewige Weitermachen. Aber weitere 15 Jahre werde ich das hier wahrscheinlich machen.

 

Um Homosapiens - einschließlich dem deutschen Volk - gesund ins Jahr 3000 zu führen - muss mehr getan werden als jemals. Von diesem "mehr tun" ist sapiens weit entfernt. Er scheint es nicht zu können - oder nicht zu wollen - oder nicht können zu wollen - oder nicht wollen zu können.

So müssen wir unser Schicksal nun ertragen, es aus-halten, es aus-leben, es ver-wirklichen.

Und unser Schicksal als Volk und als Menschheit ist kurz. Individuell haben wir noch - zwar? - ein paar normale (und hoffentlich ruhige) Jahrzehnte vor uns (ruhig - je nach individueller Empfindlichkeit).

Wir können uns noch vornehmen, uns zu sagen, was wir wollen müssten. Dieses Ziel erscheint mir noch real. Und es macht auch Sinn, weil es die Voraussetzung wäre, dass das Große doch noch geschähe. - Aber selbst für dieses kleine Ziel, dieses Etappenziel, (die Aufklärung) fehlen bislang "die Leute". Selbst dieses eine Prozent ist in 65 Jahren Zukunftsaufklärung nicht zustande gekommen. 1% "der Leute", der Männer und Frauen, der Bevölkerung, der Einwohner, des Volkes, des deutschen Volkes.

Das ist nunmal so. Das ist festgeschrieben. Wir haben alles richtig gemacht. Aber (?) es sollte nicht sein. Es konnte nicht geschehen.

Im Detopiavollprogramm gibt es dann für denjenigen, der es ganz genau wissen will, die jeweiligen Bücher als Anhang sozusagen dazu. Dort und dann gibt es weitere Begründungen und Beschreibungen der besseren Gesellschaftsordnung.

 

 

Detopia-Predigt klingt in normalen Leute-Ohren naiv, idealistisch, unrealisierbar, chancenlos und in diesem Sinne auch utopisch: den Menschen überfordernd/überlastend.

Gegen dieses Gefühl ist nichts zu sagen. Es ist nur daran zu erinnern, dass sich die Wahrheit und Wirklichkeit nicht allein auf diese Tatsache beschränkt, sondern dass die Wirklichkeit mehr umfasst.

Es gehört dazu, dass wir auf dem jetzigen Weg ebenfalls chancenlos sind. Es muss immer wieder sichergestellt werden, dass alle das wissen. (Die Kinder seien ausgenommen.)

 

Auf der anderen Seite ist zu wünschen, dass jeder gut über Utopie Bescheid weiß, im Kleinen wie im Großen, damit sich nicht letztendlich/am Schluss dann doch herausstellt: „Wir hätten ja mitgemacht (bei Detopia), aber wir haben ja nichts gewusst.“ - „Uns hat (ja) niemand was gesagt.“

 

Man soll die Aufklärung über Detopia emotionslos durchführen. Und man soll nicht bei jedem Widerwort auf die Apokalypsekeule zeigen. Die Lage ist im Großen wie im Kleinen so verfahren/verknäult, dass man zuerst an ein ordentliches Begräbnis denken sollte und an würdige Sterbeumstände.

Ich bin mir sicher, dass man allen (Gegen-) Argumenten gegen Detopia wiederum etwas Gutes entgegnen kann. Und das sollte die zu lösende Aufgabe sein! Und mehr nicht! - Eine Gesamtdarstellung, nebst Begründung, von Detopia. - Zuerst im Internet. Und möglichst eines Tages auch als 200-Seiten-18-cm-Taschenbuch. - Und wenn wir Glück haben, findet sich ein Erzähler, der uns eine kurze detopische Erzählung schreibt für Leute, die sich nicht lange auf eine Sachbüchlein konzentrieren können.

Auch in Detopia gibt es die ewigen menschlichen Konflikte und auf dem Weg nach Detopia gibt es sie - wie sollte es anders sein? - auch und viel. Man muss sich ja erst zusammenraufen.

 

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Sich Detopia auszudenken ist leicht. Jeder Ingenieur kann das (mit humanistischer Bildung). Man kann es also regelrecht „konstruieren“. Es ist dazu keine höhere spirituelle, religiöse, filosofische Einsicht nötig. - Die Gesetze des Planeten ändern sich nicht, nur weil „unsere Menschen“ diese nicht wollen bzw. „nicht akzeptieren“.

Ergo ist nur sicherzustellen, dass jeder Detopia kennt und auch weiß: Er ist der einzige sichtbare Weg, der in eine glückliche Zukunft führt.

Detopia ist bis heute (nur) eine Idee geblieben (obwohl ich schon 10 Jahre darüber predige; dass sagt auch einiges aus; nichtmal meine (erwachsenen) Kinder konnte ich überzeugen.) - Jetzt muss „Detopia“ ein Plan werden; also im Detail ausgearbeitet werden.

Dann ist alles getan – um am Ende zu sagen / sagen zu können: „Wir haben alles Menschenmögliche getan. Gott sei mit uns. Wir kommen.“

Man kann auch das Bundesverfassungsgericht anrufen, um die allgemeine Information über Detopia durchzusetzen / sicherzustellen. Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ und das arte-Fernsehen sollen Materialien darüber anbieten.

(Erst) dann ist alles getan und man darf sagen: „Das Volk wehrt sich gegen Detopia (also gegen das Überleben).“

Die detopische Utopie zur Lösung der Probleme mit Frieden, Ökologie (Ökopax), der Zukunft und dem deutschen Volk:

1. 1000 qm für jeden und keine Ausnahmen und keine Privilegien (z.B. für Politiker).

2. Das Volk muss von selbst und freiwillig erkennen und wissen, dass es noch nicht zu den Intelligenten gehört.

3. Es muss die Staatsmacht, die Staatslenkung, die „Staatsgeschäfte“ für 20 Jahre 100 „Intelligenten“ übertragen, also sich diese herbeiwählen.

4. In dieser Zeit muss das Volk intelligent, klug und weise werden.

5. Diese utopische Forderung – ja: Utopischer Aufruf an das Volk – kann sachlich begründet werden. Jeder kann davon überzeugt werden. Jeder kann es wissen. Jeder kann es glauben.

6. Gibt es einen anderen Weg? In eine wenigstens schlechte Zukunft? Nein, den gibt es nicht.

8. Auch darüber, wie die Arbeitsfreude / Arbeitszwang in Detopia zu organisieren ist (das ist ja immer seit utopischen Urzeiten das Problem, an dem sich die Gemüter erhitzen (und meist wieder abkühlen, ohne was getan zu haben) – habe ich ausführlich geschrieben.

9. Und ja: Detopia ist ganz anders als das bisherige. (In Detopia funktioniert die Wirtschaft gut und die Menschen sind gesund und leben gerne lange.)

10. Die heutige Realität - im Jahre 2016 – kennt kaum Anzeichen (oder gar Trends), die nach Detopia führen. Die Jetztzeit kennt keinen Willen / keinen Mut zur Utopie…. bei der Volksmasse, und nur darum kann es gehen.

12. Rein praktisch gesehen – gibt es gar kein Grundwissen, ja: „keine Ahnung“ über einen radikal-optimistischen Zukunftsweg. Daher muss die schlechteste aller denkbaren Voraussagen gemacht werden, nämlich die, dass es – für das Menschengeschlecht als Solches bzw. als Ganzes bzw. für eine zivilisierte Grundordnung – wohl keine Zukunft geben wird.

 

 

Es ist selbst Öko-Interessierten selten klar, dass wir auf Erden schon längere Zeit "vom Kapital leben". Wir sind "in den ökologischen Miesen" (C.Ditfurth). Es ist also nicht so, dass, wenn wir ab morgen "umweltbewusst leben", alles in Orndung kommt. Nein. Wir müssten selbst dann Kapital zurückzahlen. Momentan würde noch "1/10" ausreichen. (Senkung der materiellen Grundlast, wie Energieverbrauch können wir uns vorstellen). Später reicht auch das nicht aus, schreibt Marko Ferst. Und hier können wir uns die selbstverstärkende Klimakatastrophe (für Zivilisation sowieso, aber auch für Wüstenmenschen) vorstellen.

 

Und jeder Mensch weiß das auch irgendwie, jeder westliche Mensch mit Schulbildung. Er weiß, dass wir alle am Kapitalismus interessiert sind (weil z.B. ein Grundstück haben oder Aktien oder eine „Lebensversicherung“ als „Altersvorsorge“.) Und er weiß, dass sich die Vernunft in der großen Politik fast immer am Gelde ausrichtet, also letztendlich überstimmt wird.

Die Lösung kann ich dort sehen, wo die Menschen ihr Glück in den Vordergrund stellen – und alle materiellen Einschränkungen „in Kauf nehmen“, also hinnehmen, also akzeptieren.

Mit Glück meine ich Lebenszufriedenheit – und das Überleben als Menschheit, als Volk, als Heimat und auch persönlich.

Wenn wir das tun – dann haben wir wieder was zu tun. Dann hört die Stagnation auf und es beginnt die Reformzeit; in eine hellere Zukunft als die jetzige.

Aber leider müssten alle Deutschen aus sich selbst heraus zu dieser Meinung kommen, fast alle. Das erscheint einem nur denkbar, wenn man sich betrinkt. Nüchtern schüttelt man nur den Kopf. Da glaubt man eher an Verschwörungstheorien.

 

Wir müssen den Privatbesitz auf ein kleines Maß beschränken, damit das Geld (das Kapital) an Macht verliert. Und dann können wir wieder Politik machen. Ökopolitik. Friedenspolitik. Rettungspolitik.

 

Etwas Leichteres ist m.E. (Glaubens) nicht möglich. -- Es ist eine künstliche Gesellschaftsordnung, eine ausgedachte, konstruierte. Aber warum nicht? Wenn sie doch ins Glück führt?

Heute will ich auf der Frage beharren, wie viel wir bereit sind zu geben. Kümmert uns das deutsche Volk im Jahre 3000? Vielleicht sogar schon im Jahre 2100?

Die andere Frage wäre die nach dem eigenen Überleben, und dem der persönlich noch bekannten Nachfahren, also bis zu den Urenkeln. Hier ist schon mehr Motivation zu erwarten. Reicht sie aber aus?

Als Lösung sehe ich die Vorschläge von M. Ferst und R. Bahro an. Diese will ich weiter in die Zukunft verlängern und für die schriftliche Darstellung auch verkürzen und muss sie daher vereinfachen.

Letztendlich müssen wir alles optimal machen - und zwar deshalb, weil die Weltprobleme, Ökopaxprobleme überbordend schon sind, je nach Empfindlichkeit. - Das Klimaproblem ist eines, die Überbevölkerung ein anderes. - Daher müssen wir schnell in einen stabilen gesellschaftlichen Zustand kommen, in dem unsere Grundbedürfnisse erfüllt werden und sind. Und dann müssen wir Politik machen. Auch Weltpolitik in der UNO.

 

Und daher müssen wir den Privatbesitz auf 1000 qm begrenzen. Und es soll keine Privilegien geben, auch nicht für Kanzler (Ministerpräsident) und Bundespräsident (Staatspräsident).

Es hat also jeder reichlich Privateigentum. Er kann es nicht vergrößern.

 

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Wie organisieren wir die Wirtschaft? Wie die Arbeitszeit? Die Arbeitslust? Den Antrieb für Arbeit?

 

Darüber will ich heute nicht schreiben. Das tat ich schon ausgiebig.

Wichtig ist heute nur der Punkt, dass sich alle und freiwillig von ihrem Mehrbesitz trennen – und die neue „Obergrenze“ lieben lernen.

…. also aus persönlicher Einsicht. Denn nur so geht es weiter. Wenn nicht, dann ist finito langfristig (wenn man 2100 als langfristig bezeichnen will).

Das Wichtige wird vermutbar-sicher nie geschehen können (im Menschen), denn es widerspräche allem, was wir aus der Geschichte wissen (und aus der Menschenforschung). Er, der Mensch, kann nicht „hergeben“. Und er will auch nicht auf „Wachstum“ verzichten, also auf Expansion, auf Reichwerden, auf seinen „amerikanischer Traum“.

Das Volk kommt mit einer egalitären Gesellschaft weit in die Zukunft.

Gesellschaft = Gesellschaftsordnung, Sozialordnung, Kultursystem, u.ä.

Es muss freiwillig geschehen. Für „Enteignung“ haben wir keine Zeit. Wir haben keine Zeit für „Konterrevolution“ und „Rollback“ und „Gegenreformation“. Und für „Zeit“ kann man auch einsetzen: Kraft und Ressourcen. Die neue Gesellschaft will fröhlich gestaltet werden. Und zwar „von unten“ (obwohl es ein „oben“ dann nicht mehr gibt). - Aber es wird sich eine Gesellschafts-Struktur einstellen (müssen). Es muss auch Spezialisten geben, auch Politik-Spezialisten.

 

 

Ein egalitärer Staat kann länger als bis 2100 leben. Er kann das Jahr 3000 erleben.

Und ja: Dieser Staat wird arm sein. Aus heutiger Sicht. Das ist ja logisch. (Ohne Kapitalismus in der BRD gibt es keinen „Exportweltmeister“ und keinen „Reiseweltmeister“.) Aber immer noch reicher als Deutschland im Jahr 1900. Also genügend reich.

Auf dem jetzigen Weg wird es im Jahr 2100 kein normales Deutschland mehr geben, sondern nur in der Verfassung wie im 30jährigen Kriege.

 

Die verschiedenen Autoren haben verschiedene Sprachbilder für ihre Vorstellung von der Zukunft erfunden, etwa Flechtheim 1987 im Vorwort:

„Aber selbst wenn eine Totalkatastrophe ausbliebe, wenn die jahrhundertealten Institutionen der Menschen — der Nationalstaat, die überlieferte Privatwirtschaft, die patriarchalische Familie, die Schule und Armee — noch eine Weile standhalten und das Tempo des wissenschaftlich-tech­nischen Fortschritts etwas verlangsamen, würde eines Tages der reißende Strom über die Ufer treten und zu einer Versumpfung der Gesellschaft und Kultur führen.“

 

Auch für die Zeitangaben („Zur Kritik der Restzeit“) wurde Verschiedenes ausprobiert. Jahres­zahlen zu nennen, gilt als unseriös – und wird von den Humoristen auch benutzt, um die „Bedenkenträger“ lächerlich zu machen. Daher ist Theo Löbsack schon früh auf die Idee gekommen, die Zeit in Generationen auszudrücken. Auch H.Rieseberg benutzt diesen Kniff. Oder man erwähnt Fixpunkte im Kalender wie „Jahrtausendwende“ (Global 2000) oder „Mitte des nächsten Jahrhunderts“ (Rieseberg) oder „Ende des Jahrhunderts“ (Kreibich). Oder man nimmt die Dauer und wählt als „Eichmaß“ das Jahrhundert oder Jahrzehnt. Dann kann man schreiben: „zwei Jahrhunderte“ oder „einige Jahrzehnte“. Damit gibt man den Humoristen nur eine kleine Angriffsfläche, und kann trotzdem sein Zeug sagen, was aber nur zu schreiben geht. (Hören will es eigentlich keiner, aber einige wollen es lesen.)

Man kann natürlich sagen, „in absehbarer/überschaubarer Zukunft“ (Koestler) und „nicht (mehr) allzuferner Zukunft“, „nicht mehr lange“, usw. Auf diesem Gebiet ist die deutsche Sprache gut entwickelt und stellt ein großes Reservoire zur Verfügung.

 

 

 

 

Die erste Hauptfrage lautet also, wieviel wir bereit sind zu geben. Man kann es auch andersherum formulieren: Sind wir bereit, alles loszulassen….. was wir nicht unbedingt zum Überleben („Nur glücklich können wir überleben.“, Bahro 1987) benötigen? Auch unsere – scheinbaren – Erfolge und Errungenschaften, unsere Siege?

Kurzexkurs Sprache: „Erfolg“ wird heute in den Medien - wie selbstverständlich, als wäre es schon immer so - für Geldzugewinn verwendet.

Wenn ich eine erste Hauptfrage stelle, dann muss ich mir nun eine zweite ausdenken. Hier kommt sie: Wann ist das Volk dafür bereit, anzuerkennen, dass es noch zu dumm ist, um den Staat zu lenken, also die Weiche in die Zukunft auf „unendlich“ zu stellen?

Hier kommen wir auf die Frage nach der Qualität der jetzigen Demokratie.

Zwei Merkmale stechen heraus: das Volk wird ja heute permanent „verändert“, umerzogen, verdummt, verblödet, nicht nur durch die Bildzeitung, also alle Skandal- und Infotainmentmedien. Neuerdings auch durch „Big Data“, individuelle Reklame, so dass es nur davon überhaupt erfährt, was es ohnehin schon gut findet.

Kann es unter diesen Umständen weiterhin richtig sein, jedem Volksmitglied eine gleichberechtigte Wahlstimme (zur Bundestagswahl) zu geben?

Für das andere Merkmal borge ich mir eine bereits vorhandene kurze Formulierung aus Indien aus:

"Bis vor kurzem, noch in die 1980er Jahre hinein, schien es so, als könnte die Demokratie tatsächlich ein gewisses Maß an echter sozialer Gerechtigkeit gewährleisten. Aber moderne Demokratien existieren lange genug, und neoliberale Kapitalisten hatten genug Zeit, um zu lernen, wie man sie untergräbt. Sie verstehen sich meisterlich in der Technik, die Instrumente der Demokratie zu infiltrieren - die "unabhängige" Justiz, die "freie" Presse, das Parlament - und sie zu ihren Zwecken umzuformen."

Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Globalisierungskritikerin wikipedia Arundhati Roy, *1961

 

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Selbstverständlich beanspruche ich das Wort „Demokratie“ für Detopia. Ich sage also nicht: „detopische Demokratie“, wie man einst „sozialistische Demokratie“ sagte, oder heute „gelenkte Demokratie“. Ich sage auch nicht: wirkliche Demokratie, oder wahre Demokratie. Sondern ich sage einfach nur: Demokratie (Volksherrschaft).

Diese sprachliche Vorbereitung war wichtig für das, was gleich kommt. Weil Worte sind auch Herrschafts- bzw. Manipulationsinstrumente, vom „Dolchstoß“ angefangen, über „Ab heute wird zurückgeschossen“, bis zum „alternativlos“.

Detopia wird nie Detopia, wenn das Volk nicht mitmacht, wenn nicht alles Volk mitmacht, sich identifiziert und begeistert. - Wir wissen mit Sicherheit heute, dass das nur „geht“, wenn das Volk bestimmen kann, mitbestimmen, Einfluss hat. Das ist im Kleinen so (im Betrieb, der Firma, zu Hause unter dem Pantoffel) wie Großen.

Aber das Volk ist jetzt noch nicht klug genug. Warum? Weil es dumm ist!

Und das Volk muss dies sogar von selber einsehen und anerkennen…. und Abhilfe schaffen, also lernen, sich bilden, Wissen aneignen, zuerst Information wenigsten aufnehmen, auch wenn sie unangenehm, ja anstrengend.

 

Und obwohl ich schon ziemlich Schlimmes ausgesprochen habe (viel geben, alles loslassen, dumm, lernen), komme ich erst jetzt zum Allerschlimmsten:

Zu erst die gute Nachricht: Nicht alle sind dumm. Es gibt sie noch, die Klugen und Intelligenten, die Selbstlosen und Idealisten, sagen wir: die Elite.

Und jetzt die schlechte Nachricht: Das Volk muss die Macht für die Zeit der Umgestaltung, der Perestroika, bis es Neu Denken kann (neu Fühlen, neue Grundeinstellungen), in die Hand einer Elite legen, welche keine Privilegien bekommt, auch nicht der Kanzler, Präsident, usw. (Privilegien sind: mehr Geld, Lohn, Besitz, Diensttelefon, Dienstwohnung, Diensthaus, Dienstauto, usw.)

Und damit wissen wir auch schon fast, wie wir diese Elite überhaupt finden: Wer sich überhaupt (freiwillig) bereit erklärt, mehr zu arbeiten ohne mehr Geld zu kriegen. (Aber vielleicht tut das auch niemand.)

Am besten wäre natürlich, wenn das Volk jetzt schon noch soviel Wahrheitsliebe in sich trägt, um sich die Elite zu wählen… also zu fühlen. (Das scheint mir theoretisch möglich.)

Das Volk darf nicht dem Irrglauben aufsitzen, es würde/müsse „dort abgeholt werden, wo es gerade stehe“.

Das Machbare zählt viel. Mehr noch zählt das Notwendige. Erhard Eppler 1975 wiederlesen.

 

Eine weitere – wohl schlechtere – Möglichkeit der „Elitenfindung“ ist die Methode „Vatikan/Politbüro“, also dass die Elite selber bestimmt, und weiß, wer dazugehört.

Natürlich auch durch „Tests“, „Bootcamps“ mit Prüfungen, Klausuren, usw. - nicht einfach durch „Kooptierung“ wie es Lenin machte oder durch „Kardinalsernennung“ durch den Papst.

Und auch das Volk muss ein Vetorecht/Abwahlrecht haben.

An ein Losverfahren (wie im antiken Griechenland) ist auch zu denken.

Die Regierung muss natürlich den Zweck ihrer Dekrete begründen. Dazu brauchen wir eine öffentlich-rechtliche Wochenzeitung.

Wie groß soll dieser neue Bundestag sein? Nicht zu viele und nicht zu wenige, vielleicht 100 Personen. Das müsste reichen, um den gesamten „Volksbrain“ auch in der Führung/Leitung zu haben; also dass alles das, was das Volk weiß, auch „oben“ jemand weiß. (Ein Einzelner kann nicht/nie alles wissen.)

Ja, so stelle ich mir das vor – den einzigen Weg in das Jahr 3000, in die Zukunft, in das Glück…. ja: in das Überleben (des Volkes), für: „Deutsches Kinderlachen auf deutschem Boden im Jahr 3000“. (literarisch und nicht ganz politisch korrekt ausgedrückt).

 

Ich fasse zusammen:

 

1. Wir müssen/müssten bereit werden, alles Materielle loszulassen, was wir nicht (unbedingt) (zum Leben/Überleben) brauchen…. - brauchen, wie: Dach über dem Kopf, Heizung, Essen, Trinken, Medizin, Feuerwehr.

2. Das Volk kann in seinem gegenwärtigen Zustand immer nur das Falsche und Schlechte tun. Es ist vollkommen aussichtslos, auf eine (automatische, systemimmanente) Besserung zu hoffen.

3. Das Volk muss sich zu Detopia bekennen, also es wollen, wünschen, herbeisehnen.

4. Das Volk muss sich eine detopische Partei gründen und „die Macht (im Staate) erobern“.

5. Das Volk muss sich für die ersten 20 Jahre eine Elite suchen, welche die Staatsgeschäfte und deren Umgestaltung organisiert.

6. Die Schritte sind ja jetzt schon klar. Es ist also nicht so, dass das Volk nicht weiß, was getan werden muss. Die Elite führt das also nur das aus, wozu sie volksbeauftragt wurde.

7. Auch in diesen Jahren ist Volksbildung genauso wichtig, wie das tägliche Essen und Trinken.

8. Nach 20 Jahren – bzw. einer Generation - muss das ganze Volk die geistige Elite sein. Sonst ist Detopia undurchführbar. - Mehr Zeit haben wir nun und nunmal nicht mehr.

 

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Über die gewünschte Zukunft, eine lebendige - und eine dementsprechende Gesellschaftsordnung samt Kultursystem.

Einmal im Jahr setze ich mich auch mit einem Freund zusammen, um eine lesbare Darstellung zu erzeugen. Bis jetzt ist dann immer was anderes reingekommen, so dass wir noch am Anfang stehen. Aber "eines Jahres" werden wir fertig sein!

Bis dahin kann ich jedoch immer den gröbsten Falschverständnissen entgegenarbeiten. Aber nur denen, die aus ehrlichem Herzen kommen, nicht jenen von den oberschlauen Weiter-so-wie bisher-Optimisten.

Ein Falschverständnis wäre, dass ich die 1000-qm-Gesellschaft nur wegen "Gerechtigkeit" oder "Sozialneid" empfehle. - Nein! - Es geht mir darum, dass die Kapitalakkumulation angehalten wird, dass das Kapital keinen Einfluss auf das Fühlen (und damit auf das Denken und Handeln) des Volkes bekommt (z.B. auch durch die Reklame) und aber auch, dass sämtliche Volksleute auch in sich selbst die Raffgier ausschalten können. Und einige Gründe mehr.

Also nochmal deutlich: Wir können auch ein anderes Besitzmodell ausdenken und machen.... wenn das gesichert ist, was erreicht werden soll. Die Linke Partei formulierte mal: "Mischung unterschiedlicher Eigentumsformen" für den neuen Sozialismus. (Ich kenne nur keinen Text, wo das detailreich beschrieben ist, also praxisnah.) - Das mache ich in Detopia ja auch: Es gibt Staatsbesitz, Privatbesitz, und Kommunebesitz.

Und dann muss ich betonen, dass ich es wirklich ernst meine, damit, dass das Volk klug werden muss und auch damit, dass es in "20" Jahren geschehen muss. Warum? Dann muss das ganze Volk regieren. Durchaus mit dem heutigen Wahlsystem. Die Abgeordneten kriegen dann dasselbe Geld wie jeder andere. --- Und das Volk muss begreifen, sowohl die Fakten, als auch die Zusammenhänge - und auch die Prioritäten und Verhältnisse.

Die materiellen Bedingungen in Detopia sind zwar gut gegenüber dem Jahr 1900, "aber schlechter als heute". Das muss das Volk, also wir alle, "ertragen". Und dann ist es sicher auch hilfreich, wenn nicht geschminkte Damen im Rolls Royce an einem vorbeifahren. Hier ist es dann zusätzlich günstig, wenn Detopia mit einer Gleichbesitzgesellschaft gemacht wird. (Aber es ist nicht zwingend nötig.)

Und ich denke auch, dass dies möglich ist.

Sicher: Die Menschen sind sehr unterschiedlich - in Vernunft und Moral und "Werten". Und ich glaube auch, dass es noch lange (viele Jahrhunderte) so bleiben wird, wie Arthur Schopenhauer in seinem Alterswerk "Lebensweisheit" an zwei Stellen unmissverständlich sagt, nämlich, dass fünf Sechstel der Menschen aller Völker insbesondere in moralischer Hinsicht mangelhaft sind. - Aber in detopia gibt es keine Möglichkeiten, den anderen auszutricksen und zu übervorteilen. - Und anders sehe ich das aber mit der Klugheit. Hier glaube ich anders als A.S., weil die heutigen Möglichkeiten zur Wissensvermittlung groß sind.; jedenfalls größer als vor 150 Jahren, als A.S. seine Weisheit aufschrieb. bzw noch anders: In detopia gibt es quasi eine zwangsweise Wissensvermittlung, also eine "Volksbeschulung". Und dann wird man sehen, was der durchschnittliche Mensch lernen und anwenden kann. Vielleicht wird Schopenhauer ja auch bestätigt. (Strenggenommen beschreibt er nur seine Gegenwart; er bestreitet also nicht grundsätzlich, dass jeder Mensch abiturfähig ist; wobei man sich für das Abitur ruhig bis 30 Jahre Zeit lassen kann.)

 

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Das Ende des Leides und des Jammers und des Gotterbarmens auf Erden?

 

Mit "51%" Wahrscheinlichkeit ist die Erde am 1.1.2100 menschenleer. Es wird also letztendlich früher geschehen, soll man aus der Datumsangabe schlußfolgern, und andererseits aber auch sich nicht in das Jahr verbeißen. Wir sollten genauso entsetzt sein, wenn wir sicher wüssten, dass es erst am 1.1.2300 "soweit ist". Wichtig ist doch nicht das endgültige Aussterben. Wichtig ist, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt, alle Lebensbedingungen zwangsläufig schlechter werden, also die Unumkehrbarkeit, die schmierige geneigte Ebene in den letzten Abgrund. Und diesen weltgesellschaftlichen "Kipppunkt" datiere ich auf den 1.1.2050. Es ist danach ohnehin "kein schöner Land". Aber ich will auch nicht zu negativ malen. Möglicherweise ist für einige Jahrzehnte noch eine Teil-Regenerierung in abgelegenen Gebieten möglich. Allerdings muss man diszipliniert sein, wie ein Mittelbauer vor 100 Jahren. - Später wird sich dann auch hier die Umweltvergiftung durchsetzen. - Aber wer weiß: Vielleicht gibt es zufällig einige Orte auf der Erde (Inseln? Bergtäler?), an denen der Crash vorbei schrammt, so dass einige hundert Jahre hier überlebt werden können. Aber das wären nur Kleinstpopulationen; zu klein, um das Lesen und Mathematik zu bewahren. - Die postapokalyptischen Zukunftsspielfilme aus Hollywood zeichen hier ein Bild, das nie stimmt (nicht mal in Details). - Aber "nach Adam Riese" dürfte es diese Orte nicht geben, weil die Umweltgifte sich in den Jahrhunderten schließlich gleichmäßig über die Erdoberfläche verteilen. - Jedenfalls wird es ab 2050 ein sehr anstrengendes Leben werden, ohne Demokratie, ohne Rechtsstaat, ohne Sozialhilfe, eventuell und hoffentlich mit einer kostenarmen medizinischen Grundversorgung. - Wahrlich kein schöner Ausblick in die Zukunft, die wir uns alle besser und schöner vorgestellt hatten. ("Die Zukunft lacht in hellem Sonnenschein, und will von uns erobert sein.")

 

Zeit also dafür, die Sache auch filosofisch von Ende her zu betrachten. Gibt es auch Nutzen, Sinn, Vorteile, gute Seiten an dieser Sache?

Ich glaube, es gab in unseren 10.000 Jahren Zivilisation mehr Leid als Freud auf Erden. Volkslieder und Märchen bieten einen Hinweis, wie das Volk sich wirklich fühlte. Das "Schwarzbuch der Weltgeschichte" von Dollinger. Dostojewskis Totenhaus, Schalamow und Solschenizyn mag man sich vergegenwärtigen. Und andere Zeugnisse aus anderen Zeiten und Weltgegenden.

Es scheint mir aber egal, ob es mehr Leid als Freud gab. Auch wenn das Verhaltnis "nur" 40:60 wäre (Leid zu Freud'), würde ich schon sagen: Gut, dass ab 1.1.2100 das Leid für immer vom Erdantlitz verschwunden ist.

Das erinnert uns an Ulrich Horstmanns Untier-Buch aus dem Jahre 1983. Sollten wir ihm nun endlich beipflichten?

Ich sehe die 10.000 Jahre Zivilisation als "Leidproduktionsmaschine". Das könnte der Hauptzweck der "Megamaschine" gewesen sein.

Niemand wird mehr leiden. Und niemand wird sich mehr "am Leid anderer ergötzen" und dabei "Freud' empfinden".

Es wird ein langer Frieden sein auf Erden.

Der dauert bis ins Jahr 1.000.000.000 (circa) - von heute ab gerechnet. Dann werden die Temperaturen auf Erden aufgrund kosmischer Gesetze auf über 60 Grad ansteigen, was dann auch den Einzellern Ihren Großen Frieden bringt. (So steht es in "Selbtstverbrennung" von Hans Schellnhuber; ich habe es hier vereinfacht aus dem Gedächtnis formuliert.)

 

 

Das Volk glaubt noch heute, was (auch) Karl Marx ihm eingeredet hat - und nicht nur den "Arbeitern". Auch heute höre ich von erwachsenen Frauen um die 50, dass "Arbeit" eine "Wertschöpfung" quasi aus dem Nichts erzeugt. Das ist Wunderglaube. Diese mythische Überhöhung der (modernen) Arbeit hat weitere Quellen als Marx. Auch den "Arbeitsethos" der Klostermönche des Mittelalters, den Protestantismus, und mehr. - Eine Quelle des "Mehrwertes" ist die Natur. Aber auch das ist kein echter Mehrwert. Denn der Natur fehlt danach was. Das "Kapital" der Natur ist also kleiner geworden. Etwa wenn Kohle verheizt wird, also umgewandelt in andere Stoffe. Das wird dann sichtbar, wenn ein Stollen einkracht. Die Kohle hatte also zumindestens Stützfunktion dort unten. Oder wir sehen einen Tagebau. Die Lausitz, die Spree wird vernichtet. Und damit auch das Trinkwasser Berlins.

 

 

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"Die größte Kritik an Adam Smith und den 170 Jahren Smith-Forschung formulierte vermutlich Murray Rothbard in seinem im Jahre 1995 erschienenen Werk. Nach Rothbard genießt Smith den Ruf als Exponent der freien Marktwirtschaft völlig zu Unrecht. Die zentrale Kritik ist die Schlussfolgerung Smiths, dass der Wert durch die objektiven Produktionskosten bestimmt wird und nicht durch die subjektive Einschätzung der Konsumenten. Mit diesem elementaren Fehler soll Smith den theoretischen Unterbau für den Marxismus gebildet und überdies die Fortschritte seiner talentierten Vorgänger negiert und die Wirtschaftswissenschaften auf den falschen Weg gebracht haben."

aus: wikipedia Adam_Smith #Rezeption

 

Wir wissen also: Gemessen an den Aufgaben bzw. den "Problemen" geschah im vergangenen halben Jahrhundert "nichts" (nicht genügend). Aber es wurde immerhin viel diskutiert, und zwar "oben" und "unten".

Heute wird nicht diskutiert - so ist mein Eindruck, und zwar weder oben noch unten.

Es gibt jedoch einige Ausnahmen wie die Klimadiskussion. Aber das sind Ausnahmen. Auch die Diskussion um "Erneuerbare Energie" hängt ja nicht nur mit dem Klima zusammen, sondern auch mit der Rohstoffsicherheit.

Aber die Ausnahmen insgesamt summieren sich nur zu 10% der nötigen Gesamtdiskussion.

Völlig verschwunden ist die "Bevölkerungsexplosion". Auch von B- und C-Waffen hört macht wenig.

Aus allem ist zu schlußfolgern:

Wenn nicht mehr diskutiert wird, dann werden auch keine Lösungen gefunden.

Daher kann es nur so weitergehen wie früher, wie immer und wie jetzt. "Es geht seinen Gang" heißt ein Buch von Erich Loest, allerdings auf die DDR bezogen.

 

.... hier im Text mich durchgerungen habe, es mit einem Tagesdatum zu versehen, weil das bisher noch nicht geschehen war, und das der logischer Schluss ist: "Mehr (konkreter) geht es nicht." -- Alles - jetzt - schon dagewesen: Bücher, Artikel, Webseiten, Dokumentarfilme, Computerspiele, Spielfilme, in Wissenschaft und Populär.

Es fehlte noch ein Tagesdatum. Das hat bisher noch kein Futurologe nennen wollen. Man sagte immer Zeiträume. "Mitte nächsten Jahrhunderts" oder "cirka in 6 bis 8 Generationen". Dann sagte sich Otto Normalverbraucher: "Junge, Junge, beeindruckend, aber ich weiß gar nicht, wovon die reden."

Und wenn jetzt der 1. Januar 2050 (Zivilisation futsch) und der 1. Januar 2100 (Sapiens fort) auch noch "unklar" ist und "zu kompliziert", dann haben wir sprachlich schon das Ende erreicht.

 

Meine Tagesangabe dient dem Ernstnehmen der Jahresangabe. Die Jahresangabe ist ein Ausblick in die Zukunft (Prognose, Prophezeiung, Voraussage, usw.) Ich kann das umfangreich begründen durch viele Überlegungen aus Fremdtexten und durch eigene. "Beweisen" geht nun mal nicht. Allerdings kann ich einen "Gegenbeweis" führen zu "Die Zukunft kommt immer anders als man denkt." und "Man prinzipiell nichts über die Zukunft aussagen.". Dazu später mehr.

 

Was tun?

 

Zur Beantwortung dieser Frage müssten Sie, lieber Leser, 5 fortlaufende Tage in sich forschen, ob auch Sie etwas tun wollen. Falls dort Antworten aus Ihrem Innern kommen, wie "Ich bin zu klein, zu machtlos, ich habe keine Zeit, ich muss soviel arbeiten, ich bin ja krank, Politik sollen die Politiker machen, denn dafür werden sie bezahlt.", dann sollte daran arbeiten, mit dieser offenen Frage glücklich weiterzuleben.

Warum? Weil man nur was "Radikales", was "Richtig ist" tun kann. Und dafür fühlen sich die meisten Menschen zu schwach.

Meines privaten Erachtens müsste man etwas für Detopia tun, wenn "man was tun will". (Das schließt andere "Weinberge" ja gar nicht und keinesfalls aus.) Damit will ich sagen: Wenn Sie etwas tun wollen und entscheiden sich, mehr Geld für Brot für die welt zu spenden, dann tun Sie gar nicht. - Wenn Sie etwas tun wollen, dann müssten Sie auch was für Detopia tun, wobei das nicht mit meiner Person, meiner Webseite oder dem Wort "Detopia" zu tun hat. - Sie können unabhängig von mir, in Ihrem Ort die unaufschiebbare Notwendigkeit einer radikalen Besitzreform verkünden. (Lustiger wäre natürlich, alle 33 "Detopier" der Republik würden zusammenarbeiten.)

 

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Was kann man für Detopia tun?

 

Das liegt eigentlich auf der Hand. "So wie immer." - "So, wie die anderen das auch machen." - von Greenpeace - bis zu den Zeugen Jehovas.

Aber natürlich: Detopia ist viel schwerer als Greenpeace und die Zeugen Jehovas. Das ist klar. Daher muss gleich zu Beginn das Sauertöpfische versüsst werden. Die SPD sagt "Wir-Gefühl." - Andere machen "Rock gegen rechts." und "Liebes-Parade". - Andere machen "Dynamische Meditation". Andere machen eine Alpenüberquerung. - Also halt etwas, was "fetzt" (kult, geil ist, usw.)

Jedoch: "Aus heutiger Sicht" werden wir "nicht weit kommen". Aber das wäre mir egal. "Es geht ums Prinzip." Es geht um Würde. - Ich betrachte es als realistisch, dass innerhalb von 15 Jahren eine detopische Partei 1% bei einer Bundestagswahl bekommt. Und dass alle 15 Jahre dieses Prozent um ein weiteres Prozent ansteigt. - Würde dieses Ziel ausreichend motivieren, um daran zu arbeiten?

 

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Aufgeben?

 

Mehrere Umweltfilosofen rufen uns dazu auf, nicht aufzugeben, etwa Carl Amery 1994 und Rudolf Bahro 1997. Und auch H. Schellnhuber im Buch 2015 äußert sich so und seine Konferenz-Arbeit der letzten beiden Jahrzehnte drückt das aus. Das ist gut. Das darf so sein. Hoffentlich wachsen immer Umweltfilosofen nach (mit einiger Reichweite), die selbst weiterkämpfen und andere dazu aufrufen.

Sooft ich jedoch ins Volk blicke, bekomme ich den Verdacht, dass sich die Individuen immer weiter von einer "Aufraff-Bewegung" (Umkehrbewegung) entfernen. Ich kenne soviele Leute, die interessieren sich nur für Fussball; besser: die interessieren sich gerade für die Verarschung mittels des Fussballprofizirkus. Hier scheinen Hemmschwellen in den letzten Jahren gefallen zu sein. Ähnlich den "Serien".

Also ich persönlich versuche mich dahin zu kriegen, dass ich meine Aufmerksamkeit von Detopia "abschalte". - Ich kann ja durchaus grüne und linke Tagesprojekte (Integration, Demokratie, Anti-Hartz) weiter mitmachen. - Aber wenn ich so gucke, was unten und oben so diskutiert wird, dann höre ich nichts, was in die richtige Richtung führt. Und da die Zeit (bis sichbaren zum Endknall) schon ziemlich fortgeschritten ist, "darf es gedacht werden", dass nun "jeder nach seiner Fasson selig" werden darf. Meinetwegen auch im "Cafe Endzeit" (nach Maxeiner 1997).

Und das darf auch deswegen, weil "alles gesagt wurde". (Maxeiner 1997 bestreitet dies wiederum: "Weltwochenende fällt aus.") Aber ich habe noch mehr Ökobücher gelesen, als hier Vorwörter abgeschrieben. Außerdem gibt es noch hundert weitere.

Damit will ich sagen: Es wurde ganz und schön viel gesagt - zur Umweltmalaise. Es ist nicht plausibel, dass ein neues Buch mehr Wirkung-"Reichweite" hätte, während gleichzeitig die Leute von Jahr zu Jahr weniger Öko-Sach-Bücher lesen. - Vielmehr ist anzunehmen, dass der "Ökopaxsachbuchboom" vorbei ist, genauso wie der "Psychoboom" (Aber Janov lebt noch!). -- Es gibt auch neue gute grüne Trends. Etwa "Miethaussyndikat". Ich denke mal, die jungen Leute konzentrieren sich heute auf "Machbares", sie sind nicht mehr so grundsätzlich wie die 68er. Das ist gut und richtig! "Niemand hat vor, eine Mauer zu bauen."

 

 

Zum Schluss möchte auf die aktuelle Massenkultur eingehen. Da gibt es eigentlich nichts Neues festzustellen, oder doch? Gerade (im Juni 2016) ist Fussball-EM in Frankreich. Danach wohl Tour de France, Olympische Spiele, dann bestimmt ein "Sommerblockbuster" aus Hollywood. In der Politik: "Brexit", die Präsidentenwahl in den USA, Nato-Manöver in Polen, u.v.m. Dazwischen Gewalt in großer Dimension: Orlando in USA, mit der sofortigen Instrumentalisierung durch D. Trump, Polizisten-Ehepaar in F, junge Volksvertreterin auf offener Straße in GB.

Eigentlich müsste die EM abgebrochen werden. Die Gewaltbereitschaft der russischen Hooligans haben wohl auch mit den aktuellen politischen Spannungen zwischen Russland und der Nato zu tun. (Dazu hörte ich bis jetzt noch gar nichts in den Medien.) Anton Guha beschrieb in seine Fiktions-"Tagebuch aus der Zukunft", wie die Kommerz-Medien auf immer größere schlechte Nachrichten reagieren werden. Ulrich Horstmann vermutet in "Umsonst", dass die Kommerz-Medien tatsächlich nie aufhören werden, zu amüsieren, "zu narkotisieren", egal, was passiert.

Im Film "2012" gibt es eine wahrhaft gruslige Szene. Der Radiomoderator Charlie will bis zuletzt vom Untergang berichten, obwohl er fliehen könnte. Und es gruselt mich auch deshalb, weil der Film das auch noch als positiv hinstellt. "Leute, vergesst nie: Charlie hat es euch als erster gesagt." - Es gibt in dieser Hinsicht weitere sehr gruslige Szenen. Der Film ist bis heute ein Renner und wird oft zu besten Sendezeiten wiederholt. Er nutzt sich irgendwie nicht ab. Ich vermute, dass ihn heute auch jeder Jugendliche in der BRD gut kennt. Auch in meiner Stadtbibliothek steht er als ganz normaler "Familienfilm" im Regal.

 

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Also, wenn der Leser mich fragt, ob ich eine Veränderung in der Massenkultur sehe, dann antworte ich: Das hängt auch mit unserem Alter zusammen und wie gerne wir uns länger zurückerinnern. Also, wenn du noch ganz jung bist, dann fühlst du nicht den - eventuellen - Unterschied zu 20 Jahre vorher. Aber ich schon. Und du müsstest den Unterschied alltagsgeschichtlich erforschen.

Z.B. hat Ulrike Meinhof in einen Artikel die Fernsehsendung "XY" kritisiert, die es heute noch gibt. So war mal das Empfinden. Anders als heute. Und in 68er-Kreisen sogar ganz anders. Nach dem Mauerfall 1989 bestaunte ich in Berlin-Kreuzberg die alternativen Plakate überall, gegen Volkszählung, gegen elektronischen Personalausweis, gegen Vergewaltiger, usw.

Ich stelle solches prinzipielles Empfinden heute weniger fest. Stattdessen wird sich mit vielem Negativen "arrangiert" und einfach so hingenommen.

Kurz und gut:

Die Massenkultur ist ziemlich abgerutscht.

Das macht mir natürlich Angst. Angst versucht man immer, zu verringern. Das tue ich, indem ich nur die Fakten aufnehme, und wenig emotionale Berichte. Bei der Fussball-EM bedeutet das, dass ich keine Spiele mehr gucke. Da auch ich in meiner Unterhaltung (genauer: Zeitvertreib, Ablenkung) schon ziemlich auf Medien fixiert bin, bedeutet das, dass ich mich "normal", "so wie früher" beschäftigen muss, also in der Wohnung zum Buch greifen und rausgehen.

Es ist schwer vorstellbar - eigentlich unvollstellbar im Moment für mich -, dass die Massenmedien jemals "die Kurve kriegen", also ein der äußeren Welt angemessenes Programm bereitstellen. Sie "lieben" es ja so, uns zu unterhalten.

"Sie amüsieren uns zu Tode, indem sie es lieben uns immer nur zu unterhalten und abzulenken."

 

Psychoboom

Zur Wende 1989 hatte ich hier große Erwartungen, dass die guten Seiten des "Psychobooms" zu einer allgemeinen Läuterung führen, zur Milderung der persönlichen Konflikte, dafür dann neuer Freiraum für Politk. So, dass man letztendlich sich hinsetzt und vernünftig darüber redet, wie und wohin die Gesellschaft entwickelt werden soll. - Mehr will ich heute nicht darüber mitteilen. -- "Der Psychoboom der 70er Jahre, und was daraus wurde." - siehe Audio 7 min auf Seite Eins.

 

 

Der "Zwang zum Glück" in Detopia

 

"Glück" fasse ich hier weit, sehr weit - als Zufriedenheit und "erfülltes Leben" und "Lebenssinn gefunden". Glück ist in Detopia zwingend. So müssen wir den Alltag in Detopiaes einrichten. "Nur glücklich werden wir überleben." (Rudolf Bahro), weil wir ansonsten den Stress nicht durchhalten und in alte Verhaltensmuster zurückfallen.

Daher wird auch das Gespenst Ökodiktatur keine Realität werden können, und das deutet sich schon jetzt an. Die Leute auf der Welt streben eher nach Kleinstaaterei und "ihr eigenes Ding machen", sei es nun bei Brexit, Hooligans, kriminelle Motorradbanden, Feuerwaffenbesitz.

Im Prinzip waren der Begriff und die Vorstellung von "Ökodiktatur" schon das Eingeständnis, dass es sie nie geben kann. Das Wort wurde von Anti-Ökos erfunden, benutzt und verbreitet, die schon den kleinen Naturschutz der 70er Jahre als "unzumutbar" ablehnten.

Und wie sollte denn die Polizeitruppe in der Ökodiktatur motiviert werden? Ideologisch ist das wohl kaum möglich - im Zeitalter von "Wir amüsieren uns zu Tode.". Und wer sollte die Lenker und Leiter der Ökodiktatur sein, einschließlich Nachwuchs über die Jahrhunderte? Wenn diese vom Volk gewählt würden, dann wäre es ja keine Ökodiktatur, sondern eine Ökodemokratie. - Kurz: ein reichlich schwammiger Begriff ursprünglich aus den Kommerzmedien, ähnlich wie "Utopie", "Anarchie", "Revolution".

Also:

Detopia ist ohne Glück nicht denkbar. Das heißt: Das tägliche Leben bzw. der Alltag muss freiwillig erfolgen - und darf nicht durch den "Überwachungsstaat" vorgeschrieben sein. Denn gerade das wird als täglich belastend empfunden - und das nicht nur von den "Freigeistern".

Daher bzw. dafür habe ich mir Detopia so ausgedacht, dass derjenige, der sein eigenens Ding machen will, und zwar 24 Stunden am Tag, dass der eben zu Hause bleibt.... und sich selbst aus seinem Garten ernährt. (Er kriegt dann "nur" keine 1000 Mark für die "Staatsarbeit".)

Die detopischen Prinzipien, die bei der Volksabstimmung ja gewollt gewählt werden, sind ökologisch, zukunftsfähig, nachhaltig, überlebenssichernd.

 

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Demokratie 1789 - ein Irrweg?

 

Die Erbherrschaft des Adels und der Könige musste abgeschafft werden. Sie kümmerten sich zu wenig um die Volkswohlfahrt. Außerdem waren nur mache Königssöhne begabt.

Nebenbei: Karl Marx suchte auch nach einer Führungselite und kam auf "die Arbeiterklasse".

Und heute: Kann das Volk sich selbst regieren? Nein, das kann es nicht. Noch nicht. Dazu muss das Volk erst klug werden. Dem ist heute nicht so.

Daher brauchen wir heute eine Führungselite oder Führungsschicht oder Führungskaste. Diese muss vom Volk beauftragt werden. Das ist Demokratie.

Man kann nun fragen, ob es denn nicht heute schon so ist, wie ich es fordere. Schließlich sind die Parteien und Fraktionen im Bundestag eine Art politischer Elite.

Nein, ist es nicht, denn heute wird ja dem Volke nach dem Mund geredet. Und darauf kommt es mir an. Man muss heute "den Wähler abholen", dort abholen, wo er gerade steht. Man soll ihn nicht überfordern. Aber das ist nicht mehr "zukunftsfähig".

Mir geht es hier nur um einen Punkt: 5/6 des Volkes (vermutlich jeden Volkes) ist nicht fähig, über den Tag und über die eigenen Sorgen hinauszudenken.

Und heutzutage führt uns diese Volksvogelstraußpolitik in den Abgrund, und dieser Abgrund ist - zeitlich - nah. Ja! Das Ende ist nah, aber das nur nebenbei.

Man muss dem Volk sagen, dass es auf seine Macht verzichten muss. Muss. Darum geht es mir hier.

Ich würde gerne eine Prüfung machen. Jeder muss diese Prüfung ablegen, um wahlberechtigt zu sein, um wählen zu dürfen. Diese Prüfung sollte durchaus schwer sein. Und wer diese Prüfung absolviert, darf wählen und gewählt werden, also ist "Elite".

Und in vielen Streitfragen kann das Los bzw. der Zufall befragt werden.

Aber: Wichtig! - Was ich eben schrieb, meinte ich im Zusammenhang mit Detopia. Der Weg ist ja dort, dass DAS VOLK KLUG WERDEN MUSS, weil wir jede einzelne kleine Idee brauchen, um gut und lange (weiter-) leben zu dürfen. Das Volk wird ermuntert, aufgerufen und gefördert, klüger zu werden. Und nicht vergessen: In Detopia leben alle materiell gleich, auch die Elite und die Regierung. Und alle leben in normalen Wohngebieten. Dort können und sollen sie sich auch erklären, aber nicht alles, sondern nur einzelne Punkte, wo das Volk ganz anderer Meinung ist, sollen klärend und aufklärend diskutiert werden. Dann begreift das Volk, dass es gehört wird, aber dass auch noch andere Dinge zu beachten sind. - Die Diskussionen im Bundestag sind öffentlich, auch per Fernsehen, etc., aber das sind dann Sachdiskussionen, also interessanter als heute. Den "politischen Standpunkt" im heutigen Sinne gibt es nicht (mehr). Weil: Es gibt Welttatsachen, die anerkannt werden müssen: das ist dann "die politische Heimat".

 

 

Kann die Bildungsdemokratie (Wahlerlaubnisprüfung, Wahlberechtigungsschein) heute innerhalb des System BRD 2016 helfen?

 

Man kann die Wähler prüfen und die Gewählten. Auch die Wählbaren, also die Kandidaten. Oder sowohl die Kandidaten als auch die Gewählten, also vor und nach der Wahl.

Wie hoch soll die Bildungs-Hürde sein?

Hier ist zu unterschieden: Zwischen heutiger BRD-Demokratie und Demokratie in Detopia.

In Detopia ist das Ziel: Innerhalb von 20 Jahren soll das Volk die Wahlbildung haben.

Hier und heute jedoch geht es darum, den größten Unsinn auszusperren. Und die Mehrheit muss ja der Bildungsdemokratie zustimmen. Das wird sie nur, wenn sie danach noch wählen darf. Ähnlich den Volksvertretern: Auch sie werden sich nicht selbst entmachten.

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(Und es wäre ein Weg nach Detopia, wenn das Volk nur erkennen müsste, dass es - noch! - zuwenig weiß. Dann wäre der Entscheidungsschritt kleiner, zwischen Glauben und Wissen. Denn es ist ja das Problem bzw. der Widerspruch, dass es vieles (über die (apokalyptische) Zukunft und die Trends der Gegenwart) weiß, aber etwas anderes glaubt. - So können keine zweckdienlichen Volkshandlungen entstehen.)

 

 

Nebenbei:

 

Die Prüfung darf nicht nur aus Theorie bestehen. In der Theorie, also die Klausur, soll der Prüfling die Umrisse von allen Ländern zeichnen. Und er soll die nächstgelegenden Sonnensysteme beschreiben; auch damit diesem ganzen sceience-fiction-fantasie-Quatsch entgegengearbeitet wird.

In der Praxis sollen Maschinen repariert werden, Gartenbeete vorzeigt werden, usw.

Kopfrechnen und schriftliches Rechnen ist auch wichtig. Auch Anfänge der Höheren Mathematik, also der ersten beiden Studienjahre eines Ingenieurs.

Und es gibt öko-politische "Pflichtliteratur", über die der Prüfling befragt wird, aber (nur?) so, ob er sich mit einem Buch emotional bzw. 5 Stunden beschäftigt hat.

Diese Buchliste muss - ja: muss! heutzutage - 1000 Bücher umfassen, aber dann ist auch Belletristik schon mitenthalten.

 

 

Detopia wäre also eine 1000qm-Gleichbesitz-Gesellschaftsordnung.

Das wäre die materielle Grundlage der Besitzideologie.

Die daran geknüpfte Hoffnung wäre: Die Gier nach Besitz, Geld, macht Einfluß, "Bestimmer sein", schwindet.

Kurz: Der Mensch wird wieder normal. Seine Geisteskrankheit schwindet. Er wird klug. Er liebt die Wahrheit. Er wird weise im Alter.

Dann kann mensch auch wieder das Reden lernen. Und das Zuhören. Und das Abwägen.

Dann kann mensch seine Gesellschaft normal und vernünftig organisieren.

Die Demokratie kann als Bildungsdemokratie organisiert werden. Der Wähler muss ein Prüfung ablegen. Und der Gewählte - eine schwerere.

Das geht auch in Deutschland, einem rohstoffarmen Land, auch heute noch. Man kann dann eben nur das verbrauchen, was man hat.

Es gibt keine Privilegien, insbesondere nicht für Volksvertreter und Politiker.

Die Verteidigung muss als Volksverteidigung organisiert werden. Die vorhandenen Waffensysteme können benutzt werden. das muss reichen. Das wird reichen.

 

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Kehren wir zurück in die Gegenwart und verabschieden uns von diesem Zukunftsplan und Zukunftsweg. Er ist unrealistisch. Die Menschen sind weit von ihm entfernt.

Eigentlich liegt er auf der Hand. Und zwar so, dass eigentlich jeder durch eigene Überlegung darauf kommen müsste, was den Vorteil hätte, dass wir nur sagen brauchen: "Plan Detopia wollen wir nicht bzw. die Mehrheit will Detopia nicht."

Und so muss auch unser Kleiner Plan sein: So wie ich hier bei detopia.de eigentlich nur Bücher vorstelle, so kann man sich auch zum Ziel setzen: Das Volk soll laut und deutlich sagen, dass es Detopia nicht will. Dazu muss es sich vorher mit dem Detopiaplan beschäftigen. Denn sonst hätte die Absage keine Wert.

Und dieses "Beschäftigen" kann initiert werden durch den "Aufruf für Detopia".

 

Meiner Meinung nach gibt es nur Plan A und Plan B, wobei der jetzige Plan A kein richtiger Plan ist, sondern ein sich-Treibenlassen, eine Vogelstraußpolitik, ein Reinrutschenlassen in dei nächste Katastrophe.

Aber vielleicht gibt es noch einen mir unbekannten Plan C.

Aber ich beharre darauf, dass es ein Plan sein muss, also letztendlich eine Trans-Re-Formation-Volution, etwas Großes, etwas Radikales - über die Jahrzehnte gesehen. Übers Jahr gesehen kann es uns wie eine kleine neue Erfindung vorkommen. Das wäre leichter anzunehmen. Die Überführung der jetzigen Besitzgesellschaft in eine Gleichbesitzgesellschaft über eine lange Zeit, schön gemütlich.

 

Wird Detopia funktionieren?

 

Da muss das Volk selber nachdenken und noch viele Erfindungen machen, wie es zum Funktionieren gebracht werden kann. Sicher ist doch nur, dass der Übergang freiwillig sein muss, also von allen gewollt sein muss, also von allen gewählt, und dass die jetzige Zukunftsaussicht düster sind, und zwar sehr düster, fast schwarz. - Solche Aussagen erzwingen den Sprecher !! Eine 80jährige hat eine andere Zukunftserwartung als eine 18jährige. Und eine evangelikale Sekte/Kirche/Religion vom Typ "Zeugen Jehovas" hat eine andere als Humanist, der sich bisher immer sicher war, dass die Menschheit auf eine dauerhaft friedliche, stabile und freundliche Weltrepublik zusteuert oder zusteuern sollte.

100 Millionen Jahre bietet die Erde noch erträgliche Bedingungen für größere Säugetiere, auch für Menschen.

Da könnten noch viele Glücksmomente empfunden werden. 

Stattdessen wird die Erde am 1.1.2100 menschenleer ist (wahrscheinlich).

Und möglicherweise auch ein Großteil des Universums. Das nenne ich eine narzisstische Kränkung!

Zusätzlich: Das Austerben wird nicht schmerzfrei sein. Das ist nicht zu erwarten. Stattdessen sind Kämpfe zu erwarten. Morgens, mittags und abends. Hundert Jahre lang. # 

 

 

 

Sich das "Ziel von Detopia" klarmachen: 

Kein "Anpassen an den Klimawandel", 

sondern "Kinderlachen im Jahr 3000"

 

Man muss sich auch immer wieder klarmachen, worum ich hier rede. Ansonsten wird man nicht richtig glücklich werden mit dem Text. Man wird ihn nicht richtig verstehen. Und somit irgendwie verwirrt sein bzw. "nicht glücklich". 

Natürlich bzw. selbstverständlich ist das "Anpassen" an die kommende und baldige "Vielfachkatastrophe" jedermanns Menschenrecht. Und die Leute müssen auch ihren Staat dazu motivieren bzw. zwingen. Zu diesem Thema gibt es hier Mike Davies 2008 und Götz Brandt 2013. Und wahrscheinlich ist auch für diese Aufgabe Detopia allerbestens geeignet und eine hervorragende "Survivalgesellschaftsordnung".

Aber mein eigentlicher, detopischer psychischer Hintergrund, ist die grundsätzliche Sanierung der Lebenswelt; also nicht (nur) das Überleben der jeweils nächsten Krise. Das muss der Leser sich immer mal wieder klarmachen, bis es dauerhaft präsent ist, sonst versteht er nicht, warum ich "so kompliziert" rangehe.

Und dazu gehört auch, dass der Leser sich seinen psychischen Hintergrund genauso oft "klarmacht". 95% aller Menschen denken zu 95% (nur) an sich selbst (zuerst). Das ist biologisch bedingt und hier keine Wertung, Bewertung, Abwertung. - Deswegen ruft seit 50 Jahren der Hinweis auf "die kommenden Generation" Spott hervor: "Was haben denn die kommenden Generationen schon für mich getan?"

Detopia ist in der Tat "schwierig". Um dazu motiviert zu sein, braucht man ein "höheres Ziel". Der Mensch muss in sich einen Punkt suchen, der zeitlich über ihn selbst, und/aber auch über seine Kindeskinder hinausreicht. (Denn ich kann mir heute noch einreden, dass meine Enkelkinder nicht betroffen sein werden bzw. "irgendwie durchkommen", und was gehen mich denn meine - fernen - Urenkel an?)

Wir brauchen diese "5%" in dir. Ohne die geht es nicht! Bist du ein Christ? Dann versuche es mit Satz: "Wenn ich gar nichts für Detopia tue, dann töte ich Gott, denn ER will lebende Menschen, die an IHN glauben." Diesen (ja: harten) Satz sehe ich als Fortschreibung von "Bewahrung der Schöpfung" an. 

 

Nebenbei bemerkt: 
  Christoph Lauterburg 1998 ist der Meinung, dass sich auch alle Giftspuren der Menschheit nach derem Tod "verwischen" werden (also doch von der Natur irgendwie neutralisiert werden). Ich möchte daran auch glauben, und insofern wird "die Schöpfung bewahrt", denn die Evolution wird neue Arten hervorbringen. Insofern ist alles "in Butter" und bestens vorbereitet. Wenn Gott mal vorbeikommt, dann findet er nur den Menschen nicht, aber vielerlei Fauna und Flora, Getier und Gewürms. Die Schöpfung wäre vorhanden, auch wenn wir sie nicht "bewahrt haben". Ich wäre zufrieden! - Der Lauterburgsche Zukunftsoptimismus hat aber einen Haken. Er wäre "real", wenn sich alle (fast, bald) 8 Milliarden Menschenindividuen augenblicklich in Luft auflösen würden. (Und wer wünscht sich das schon? Ich jedenfalls nicht!) Aber in den kommenden Jahrzehnten wird die Zerstörung und Vergiftung sowohl weitergehen als auch ansteigen. Und der Anstieg kann auch sehr steil (Exponentialfunktion) sein, so dass ein einzelner Laie, wie ich, ihn nicht "überblickt". Partiell kann dabei auch der CO2-Ausstoß planmäßig gegen Null gehen (momentan steigt er aber... rasant). Aber ich hörte noch nie von einem UNO-Beschluß, dass die Weltproduktion und der Welthandel sinken sollen. Und die weltweiten Gegner der "Abtreibung" (Polen 2016, USA) begrüßen udn fördern seit 70 Jahren (Osborn 1948) die "Bevölkerungsexplosion" - und  - ich bitte um Entschuldigung! - "Menschenproduktion". 

 

Ergo: Es geht immer so weiter wie bisher. Ergo kann auch der Vergiftungsgrad von Gaia (Erde, dritter Planet) eine Höhe erreichen, die die Regenerationsfähigkeit (der Natur) außer Kraft setzt. Zumindestens für eine längere Zeit, als die Naturoptimisten (wie Lauterburg) glauben. Die Evolution startet also nicht neu am 1.1.2100, sondern eine Million Jahre später. (mal technisch ausgedrückt). -- Wenn die Ozonschicht zerstört ist (durch Prozesse, die wir noch nicht kennen bzw. die noch nicht "erfunden" sind), dann ist an Land nur Kleinstleben möglich, und das bedeutet: weltweite Wüste, also "Wüstenplanet". Auch die oberen Schichten aller Meere sind betroffen; hier wird die Photosynthese (Produktion von Sauerstoff durch Algen oder Plankton) "nachhaltig" gestört. -- Auch die Folgen im Jahr 3000 der Radioaktivität sind unklar. Oft wird hingewiesen, wie wunderbar die Natur sich in Tschernobyl entwickelt, viele Wildschweine, Wölfe, etc., also große Säugetiere. Das gibt mir zwar "Hoffnung" für mein "postapokalyptisches Zukunftsbild". Allein mir fehlt der Glaube. 30 Jahre (Tschernobyl) sind etwas anderes als 30.000 Jahre. (1000 Reaktoren und 10.000 Atombomben "liegen rum").

Was schlußfolgern wir aus dieser Nebenbeibemerkung über die fernere - undetopische - also jetzige - Zukunft? 

Zuerst sei auch hier nochmal kurz darauf hingewiesen, dass es seit 10 Jahren (seit 2004) eine neue wissenschaftliche Vision für die "Großzukunft" der Erde samt Leben gibt (nach Schellnhuber 2015, Seite 296). Meine Kurzfassung: Aus Gründen der Alterung von Sonne und Erde wird (ca.) im Jahr 1 Milliarde (von heute aus gerechnet) eine Erdtemperatur von 30°C erreicht (heute um 15°). Und sie steigt dann weiter auf 60° bei 1,5 Mrd Jahre. Bei 30° ist die Grenze für höheres Leben, und bei 60° für "niederes" (Algen). - Es hat also "alles" mal ein Ende... auf Erden. - Aber soweit ist es noch lange nicht. Wenden wir uns der allein gültigen Gegenwart zu.

 

 

Jegliche Zukunftsvorsorge, und sei es nur die Ausschaltung der Klimakatastrophe, erfordert, dass der Mensch den Fünf-Prozent-Punkt in sich sucht, der ihn zum Helden macht, der ihn über sich hinauswachsen läßt. Der Heldentyp, der heute gefragt ist, muss sich nicht, bzw. soll sich gar nicht "aufopfern"; er darf und soll zu 95% "egoistisch" sein und bleiben (Das erkläre ich später). Aber er müsste suchen und finden, den Punkt in ihm, von dem aus eine Verbindung (Zusammenhang) besteht zur glücklichen ("nachhaltigen"!) Welt im Jahr 3000. Daraus bezieht er heute die Energie, um eine Neue Gesellschaftsordnung zu fordern, zu fördern, und wie "ein Held um sie zu kämpfen". 

 

Das war der Sinn dieses Abschnittes (Ziel von Detopia). 

Die ganzen und vielerlei Mühen der Ebene und der Umgestaltung (1000-qm-Gleichbesitz; Energieverbrauch runter auf ein Zehntel; Bildung-Wissen-lernen, politisches Wesen werden) brauchen ein höheres Ziel und brauchen Gottvertrauen. Aber auch "Gottesfurcht", also Liebe zu Gott, und etwas "ihm zuliebe tun". 

Dann, erst dann - und nur dann - kann und wird die Leserin die Vortreffliche Gesellschaftsordnung Detopia verstehen. 

Ob Begeisterung über Detopia aufkommt, steht auf einem anderen Blatt und liegt dort allein in Gottes Handschrift.

 

 

 

Wie kann die Zukunft gewonnen oder zurückgewonnen werden?

Ist das deutsche Volk "noch zu dumm" für das Überleben?

Oder wieder die Frage: Was tun?

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Der Mensch muss die 5% in seiner Seele suchen, die ihn an das Überweltliche koppelt, die über seine eigene Himmelfahrt hinausgeht und auch über die seiner Kindeskinder, also meistens der Enkel, aber ich meine seine Nachkommen, die er nicht (mehr) persönlich kennt. Es ist leichter vorzustellen, wenn mensch es sich in seiner Sprache und seiner Heimat einbildet, also etwa: "deutsches Kinderlachen (oder Greisengrinsen) auf deutschem Boden im Jahr 3000".  -- Und dann soll er versuchen, den Zusammenhang zu sich herzustellen, dass er sich auch selbst rettet. Das gilt für ihn ab Geburtsjahrgang 1966 und falls er vorhat, 90 Jahre alt zu werden. Dann tut er mit diesen "5%" auch "100%" für sich. So sehe ich das. Aber niemand kann zeitlich in die Zukunft gucken. Wir können nur abschätzen und vermuten und manchmal berechnen, wo es geht - etwa bei der Klimaerweärmung bzw. Welterwärmung; oder bei der Atomwaffenzunahme, oder dem Artenschwund, usw.

 

Also ich würde auch nicht meine Hand verwetten (für die Zeit), ich habe genügend lange (nämlich 20 Jahre) darüber nachgedacht. (Jetzt kommt nichts Neues mehr aus mir heraus. Mein Gehirn gibt nichts Neues mir mehr her.)

Und dann ist noch ganz wichtig, dass der Massenmensch, also das Volk als solches, anerkennt, dass es einige klügere Leute gibt als ihn.

Und dann muss er anerkennen, dass er diesen paar Klugen die Führung bzw. Leitung der Gesellschaft übergeben muss (wenn er sich retten will).

 

Und dann muss er anerkennen, dass einmal und möglichst bald, alle Menschen klug werden müssen. Dazu muss er anerkennen, dass er Bildung braucht. Und anerkennen, dass er dazu Wissensdurst und Freude am Lernen braucht. Und er muss anerkennen, dass er ein politisches Wesen werden muss, also an der Staatsplanung und -lenkung und -regierung teilnehmen muss. Und er muss anerkennen, dass das solange dauert, wie es dauert, also alles in eileloser Eile, bestimmt 3 Generationen dauern kann. Aber möglichst nicht länger. Er muss anerkennen, dass er mit seiner Bildung, seinen Kindern einen erhöhten Bildungsstart bringt. Und das heißt, dass seine Mühe sich auf jeden Fall lohnt. -- Und folgendes erkennt er jetzt schon an, aber das darf (bis 2050) nicht verloren gehen: Nämlich, dass er nur ein politisches Wesen wird, wenn seine Stimme auch gehört wird, und nicht nur gehört, sondern auch ernstgenommen. Daraus folgt, dass die Neue Gesellschaftsordnung auch dementsprechend organisiert sein muss. Und als (eine?) notwendige Voraussetzung dafür sehe ich den Gleichbesitz an, den man verschieden organisieren kann (auch über die Höhe des Maximalbesitzes kann man reden), aber besser als Geld- oder Goldbesitz oder Schafe oder Pferde, ist eine Quadratmeterzahl als Privatbesitz.

 

An dieser Stelle sage ich das aber nur "aus politischen Gründen", also damit der Mensch Interesse an Politk gewinnt, oder zurückgewinnt. Weil der Wert der Stimme (im Staat) hat sich immer am Besitz gemessen. das war zu allen Zeiten so, auch in den paar Jahren der Hochblüte der Demokratie im antiken Griechenland. Und heute ist das auch so. Und im Kommunismus war es auch so. (Wobei hier der Besitz nicht an einen Eigentumsbrief gekoppelt war, sondern an den Stand der Karriere in der Nomenklatura bzw. in derParteihierarchie. Dann konnte man das "Volkseigentum" unentgeltlich (be-; aus-) nutzen; und war nichtmal für deren Pflege zuständig.) 

Die Neue Gesellschaftsordnung muss - so läßt sich aus dem bisher Gesagten folgern - hauptsächlich aus Anerkenntnis der Regeln funktionieren. Man kann - gerne - zusätzlich - auch ganz viel in geschriebenen Gesetzestext gießen, aber man kann nicht jedes einzelne Verhalten gerichtlich "überprüfen". Das geht nicht. 

Daraus folgt, das die NGO auch freiwillig zustandekommen muss. Und aufgebaut. Daraus folgt, dass sie in der jetzigen BRD-Demokratie auch gewählt werden kann. (Parteigründung, Volksabstimmung, Verfassungsänderung, bzw.: vielleicht wird das vorläufige Grundgesetz ja gerade durch eine detopische Verfassung vollendet? Wer weiß.)

Noch zur Leitung der Gesellschaft: 100 Kluge werden wir in Deutschland wohl finden, die Detopia aushilfsweise leiten. Schon nach wenigen Jahren wird das Bildungsprogramm seine Früchte tragen, und es gibt genug "Neu-Kluge", so dass man wieder Demokratie machen kann, also etwa so wie heute (auch mit Parteien, wenn gewünscht), nur eben mit Substanz, also das die Volksversammlung wirklich was zu sagen hat und dort auch was wirkliches gesagt wird.

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Das alles kann im Ohr des Leser abartig klingen, oder auch wie: Ist ja gar nichts Neues!

Durch den Gleichbesitz ohne Ausnahme für Politiker und auch keine Privilegien, fällt das Geldmotiv weg, und dadurch sollte sich alles ändern, natürlich braucht die Seele einige Generationen. Geduld gehört auch dazu.

Aber ich will hier nicht über die Wirtschaft und die Landesverteidigung, über die innere und äußere Sicherheit reden. Hier geht es mir nur darum: 1. Das Volk muss politisch werden und mitregieren - und dies auch wollen. 2. Bis es soweit ist, muß es eine überlegene Führung anerkennen (und sich herbeiwählen). 3. Möglicherweise gibt es in Deutschland auch nicht genügend kluge Leute (100 sollten es schon sein, damit alle Aspekte der Gesellschaft auch "oben gewusst" werden.) Falls sich das herausstellt, dann darf Detopia nicht begonnen werden. Man darf nicht sagen: Nagut, dann nehmen wir die 100 Besten (von den Schlechten). Das geht nicht. Das funktioniert nicht. 

Die Diskussionen (Ringen um Entscheidungen und Lösungen) der 100 sollen natürlich tonmäßig aufgezeichnet werden und vervielfältigt bzw. über das Internet und so, wie heute. Auch, damit man immer daraus lernen kann. Die Argumentation, oder wenn einer was nicht versteht, verstehen kann.

Die 100: Diese Zahl ist jetzt willkürlich von mir, als Größenordnung; es sollten maximal soviel sein, dass jeder jeden persönlich kennt. - Untergrenze? 50? Wichtig ist, dass in der Führung das wichtige gewusst wird. 

Und die 100 stimmen dann ab.

Die 100 müssen natürlich eine spezielle Bildungs- und Fähigkeitenprüfung ablegen und bestehen. 

 

Es sei erneut gesagt: (Dieser Abschnitt braucht wohl eine andere Überschrift.)

Am Anfang muss die vorhandene Klugheit das Land regieren. (Falls nicht genug Klugheit vorhanden ist, dann kann Detopia nicht begonnen werden.)
(Ich bespreche jetzt nicht die Sorge vor einer Diktatur, oder die Entartung zur Diktatur oder Machtmussbrauch. Das führt hier von meinem Thema weg. Aber es muss selbstversändlich ausführlich begutachtet werden.)

Dazu muss dass Volk anerkennen, dass es zu einseitig sieht. An dieser Selbsteinschätzung kommen wir nicht vorbei. Das ist hier mein Thema. - Und dann muss es sich durchringen, geeignete Führer zu suchen. Und deren Führung anzuerkennen, und denen die Macht für 15 Jahre (ca.) zu übergeben.

Jetzt kommt vom Leser der Einwand: 1. Nazivergleich (den bespreche ich jetzt nicht, also das Ermächtigungsgesetz für Hitler) und 2. "Ulf, was schreibst du für einen Scheiß! Wenn das Volk Führung wählt, dann wird sie sich keine Detopier wählen, sondern Machtmenschen, wie Putin oder Erdogan, also die charismatisch-sympathisch-kräftig "rüberkommen", und keinen Diskutierklub!"

Zuerst antworte ich mit dem Ende: Es besteht letztendlich und langfristig tatsächlich nur die Wahl zwischen einer Machtdiktatur und einer zeitweise detopischen. -  Also auch, wenn ich diesen Text sofort lösche (und mich nie mehr einmische und zum Wort melde), dann führt der jetzige Weg "sowieso" "nach Ankara" bzw. "nach Moskau" bzw. "nach Washington", also in eine Art Diktatur, meinetwegen erfinden die Deutschen auch hier was Neues "Made in Germany". - Also diese Entscheidung kann ich ihm (dem Volk) nicht abnehmen. Detopia ist freiwillig. Detopia rettet und führt in die Zufriedenheit (Gesundheit und langes Leben; was will mensch mehr?)

Das kann man klar rüberbringen, volksklar. 

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Jetzt zur Antwort:

So eine Volksabstimmung, um überhaupt über einen detopischen Plan volksabzustimmen, muss ja ohnehin das Volk durch eine detopische Partei (für die Bundestagswahl) erzwingen. Auf diesem langen Weg, der eigentlich noch Jahrhunderte dauert, aber nicht länger als 30 Jahre dauern darf, und in der Hoffnung, dass die jetzige Demokratie noch solange und an dieser Stelle hält, muss das Volk schon "halb dabei sein". - Ich denke, dieser Vorbereitungsweg ist der eigentliche Weg. Und da gibt es vorerst keinen Grund zur Sorge. Reden wir dann weiter, wenn die Detopiapartei mal 2% erhält, also überhaupt volksweit wahrgenommen wird.

Also kurz:

Natürlich muss man gucken, dass man mit Detopia keinen Schaden anrichtet. Das ist richtig. Das ist wichtig. Für meine Psychostruktur ist das wichtig. Also muss sich da was ausgedacht werden, falls da eine faule Stelle im Holz ist. - Ich vereinfache mal: 

Stellen wir uns vor, die Lage wäre so verzweifelt (und sie wird es eines Tages werden, aber ich weiß nicht wann das Volk sich verzweifelt fühlt.), dass dem Deutschland das Wasser bis zum Halse steht, und dann will es sich schnell einen Führer wählen, der es aus der Not führt. Fantasieren wir, die deutschen Detopier hätten vorher die Möglichkeit wahrgenommen, das Volk über die Vorzüge und Anstrengungen des Weges nach Detopia zu informieren. - Dann wäre es möglich, dass der "Antichrist" (im Sinne Solowjews) daherkommt - im detopischen Mäntelchen und die Macht ursurpiert.

Das kann nur durch Gespür verhindert werden. Da gibt es keinen anderen Weg. -- Wenn sich 2040 wirklich ein Böser oben festsetzt, dann kann er dem Volk alles weissmachen, heutzutage. Die Auflösung der (politischen) Denkfähigkeit des Volkes sehe ich ja heute schon. 

Es muss also bei der Kandidatenauswahl verhindert werden. Keine leichte Aufgabe. Aber Erleichterung: Wenn 100 Leute sind, dann kann man "Probediskutieren" machen, und da merke ich eigentlich immer gleich, ob jemand auf das Argument eines anderen eingeht, also es versteht, und es wichtig nimmt, also sich einfühlen kann, warum das dem Argumentierer wichtig ist. Also kurz: Ob jemand beziehungsfähig ist und beziehungsfreudig. (zwischenmenschlich gesehen).

So lautet meine Antwort. 

Nochmal: Schaffen wir eine detopischen Partei mit 2% BTW, dann kennen uns auch alle klugen Leute der Bundesrepublik und dann fragen wir diese Gelehrten über alle offenen Fragen.

Letztendlich ist ja Detopia Ergebnis eines "Volkskongresses", also wie das Volk leben will. Ich spreche ja hier als Volksmitglied und nicht als Oberlehrer der Nation oder als Karl Marx. - Das Volk muss sich ausdenken, wie es nach dem Überleben weiterleben will. 

Ich beharre auf meiner obigen Aussage, damit das Thema hier nicht ausufert:

1. Das Volk muss überlegene 100 FührerInnen bestimmen und denen für 15 Jahre die Macht übergeben.

2. In dieser Zeit muss es klaglos (aber ohne Blut, Schweiß und Tränen) die vorher besprochenen Aufgaben der Umgestaltung durchführen, also quasi die eigenen Befehler ausführen.

3. In dieser Zeit ist das tägliche Erlernen und Üben der Lebens- und Überlebenswissenschaften so wichtig wie "Essen und Trinken" bzw. das "täglich Brot".

4. Nach 15 Jahren muss die Diktatur beendet sein, und dass Volk muss schon so klug sein, dass es demokratisch sich selbst regiert, also durch ein Parteien- und Wahlsystem ständig mitregiert.

5. Gesichert wird das durch den Gleichbesitz. Das ist auch ein Verfassungsartikel, der nicht geändert werden darf. 

6. Ständiges Erlernen der Lebenswissenschaft gehört so wie der Gleichbesitz zu Detopia. 

7. Das alles gilt ja dafür, das rundherum "Endzeit" ist. Könnte man weltweit 100 Jahre Detopia machen, dann könnte man entspannter rangehen. Natürlich würde auch dann der Mensch immer in sein biologisches Verhaltensmuster zurückfallen wollen (mindestens noch 100.000 Jahre; solange sein Gehirn sich nicht weiterentwickelt hat). Aber die individuellen Vorteile der detopischen Lebensart (zufriedenes, erfülltes, langes, gesundes Leben) würden die Menschen auch zur Verteidigung ihrer Gesellschaftsordnung fit machen. (Man kann sich also Tricks und Kniffe ausdenken, die das Herrschaftsstreben meist des Mannes ins Leere laufen lassen, z.B. durch 'Zufallserbgesetze', also dass Besitzanhäufung (als Voraussetzung für Macht) immer wieder zerstreut wird. - Detopia ist eine künstliche Gesellschaftsordnung und wird es immer bleiben. Sie wird nie ein Instinkt werden. Das können wir abschminken. -- Aber eine, in der die Leute öfter lachen als heutzutage. 

8. Nur das wollte ich heute noch schreiben, mehr nicht. Detopia fußt auf dem Glauben, dass die Menschen in grundsätzlichen Lebensfragen gleicher Ansicht sind. Das ist mehr als "Konsens". Das ist auch kein "Ausdiskutieren". Diese gleiche Ansicht ist wie "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.". - Dieser Glaube kann falsch sein. Vielleicht ist die Streitsucht tiefer im Menschen angelegt, als ich will. - Ein Hinweis liefert mir die Magersucht, also dass der Essinstinkt ausgeschaltet wird zugunsten eines überpersönlichen Ideals. - Das weiß ich alles nicht! - Aber ich "weiß", bzw. habe bei detopia.de Belege dafür publiziert, dass es ohne eine zwar noch weitgehend unbekannte, aber nicht gänzlich unbekannte, lebensfreundliche und menschenfreundliche Gesellschaftsordnung keine lange bzw. nur eine kurze Zukunft geben wird. Und diese kurze Zukunft wird zudem noch unangenehm sein bzw. immer mehr werden. Das ist der Fakt. - Wir brauchen vor ihm keine Angst zu haben. Denn er ist unser Schicksal. Es wurde so vorherbestimmt. - Aber ich will mit Detopia schließen. Detopia ist gut. Detopia ist das Licht. Detopia ist göttlich. Detopia könnte uns retten - auch individuell. Mit Detopia wird es uns gelingen, in 10.000 Jahren Funkgespräche mit anderen Planeten zu führen. (Dazu braucht man detopische Geduld.). In Detopia können auch alle wie die Yogis fliegen. Und überhaupt: Der Reisende kritisiert nur wenig an Detopia. 

 

Das deutsche Volk muss einsehen, dass es dumm ist bzw. zu dumm ist, um zu überleben.
Es ist muss klug werden wollen.
Aber das kann es nur mit Detopia (bzw. nicht unter Reklamedauerbeschuss wie heute).
Daher haben wir hier ein schönes Henne-Ei-Problem und lösen es durch 15 Jahre Diktatur.
Allerdings: vom Volk wurden die 100 "Diktatoren und Diktatorinnen" aus- und gewählt.
Sozusagen wir eine neue Schulzeit (oder Beschulung).. Die Lehrer sollen einem "Detopia beibringen".

Das deutsche Volk muss einsehen, dass es heute noch zu dumm ist, um die nächsten 50 Jahre zu überleben. 
Aber das deutsche Volk wäre nicht das deutsche Volk, wenn es nicht irgendwas erfinden würde, was diesen Zustand ändert.

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Zur Sicherheit: Ich persönlich wünsche die ideale Demokratie, in der jeder einzelne Mensch beteiligt ist. Ist das "Links"? Auf jeden Fall nicht rechts. - Und gegen das Grundgesetz ist es auch nicht!

Ich betrachte die PVI als Grundübel. Der Kapitalismus hat hier seine Wurzel und Basis. 

Ich will das mit 1000-qm-Gleichbesitz heilen. 

Sicher: Da wird dann "Eigentum weggenommen". Aber das ist für mich keine heilige Kuh.

Ohne Kapitalakkumulation kann man heute nicht mehr gut am Kapitalismus bzw. dem Weltmarkt teilnehmen.

Und das muss man dann auch hinnehmen. 

Daher muss ein detopisches Deutschland will sein zur wirtschaftlichen Autarkie -- also zur Armut; gemessen an der heutigen "Verbraucherinsolvenz".

Ja!

So einfach ist das. 

Entweder mit Detopia lange und zufrieden leben - oder unter der Knute der PVI noch eine kurze Zeit reich sein. 

 

Ich möchte noch einige Male "also" schreiben dürfen. Der Leser möge verzeihen. "Also" zeigt an, dass ich mit meinem Hauptthema noch nicht fertig bin. 90% sind gesagt. Aber ich will durch verschiedene Formulierungen das Thema wasserdicht einkreisen.

"Also":

"Zu dumm" ist unbewertend gemeint und muss richtiger heißen: "noch zu dumm"; somit ein temporärer Zustand, der sich leicht überwinden läßt bzw. ließe.

Das deutsche Volk ist also noch zu dumm. Ihm fehlt sowohl das Wissen, als auch die Bildung, und auch das logische Vermögen, Zusammenhänge herzustellen, Ursache und Wirkung zu sehen.

Nebenbei: Woher weiß ich das? Unter anderem aus "I love to entertain you!" und aus - besser: durch die - der Bildzeitung. Und aus Neil Postmans "Wir amüsieren und zu Tode." Und aus dem Fernseheprogramm, etwa "2012" von Roland Emmerich. -- Einerseits senden die Medien, was angeguckt wird. Andererseits haben sie auch Wirkung auf den Rezipienten. -- Und aus beidem schlußfolgere ich, dass das geistige Niveau des Volkes zu gering zum Überleben ist. Natürlich sprach und spreche ich auch mit Volk. Gerade wieder sehr intensiv täglich (bei einem Lehrgang).

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Das Volk kann daher jetzt nur alles falsch machen. Das muss das Volk von selbst erkennen.. 

Nebenbei: Eine gedachte gewaltsame Aufrichtung einer Ökologischen Gesellschaftsordnung ist erstens gar nicht möglich, weil es in der BRD nur tausend Softies wie mich gibt, die sie wollen. Und zweitens: Detopia ist wie lebendig (freiwillig, volksgewünscht). Sie kann nicht gewaltsam errichtet werden und dann in Freiwilligkeit überführt werden. -- Und außer dem wäre im Gewaltfalle die Gefahr der "Entartung" gegeben, zweifellos (also, dass nach 15 Jahren die Macht nicht dem Volk zurückgegeben wird.) Und daran wäre ich dann - als jetziger Propagandist - auch mitschuldig. Und das will natürlich keiner. Das wäre das Schlimmste. (Auch, weil dann die Tür versperrt wäre, für nachfolgende Ideen zur Menschrettung.)

Das Volk mußß er kennen, dass es noch zu dumm ist. Es muss auch erkennen, ob es klug werden kann. Und, ob es bereit ist, sich, der Mühe des Lernens und Übens zu unterziehen.

Und dann muss das Volk erkennen, dass es für diese Lernzeit, die Macht an "die Gelehrten" delegieren muss. (an die Ökopax-Gelehrten).

Das ist der Schritt, der als nächstes zu erreichen ist. 

Ohne den geht es nicht weiter. 

Dieser Schritt ist natürlich illusionär. Aber man kann ihn ja anstreben. Und zwar ganz normal, wie die anderen es auch tun, etwa die Zeugen Jehovas. Einfach durch Einreden auf das Volk. Und eine Webseite natürlich; gerne auch in mehreren "Klassenstufen".

Nebenbei: Gefahr? Ich sehe eine. Detopia überzeugt das Volk, dass es nur die Machtübergabe weitergehen kann, aber dann melden sich andere, also "Rechte", um die Macht zu erhalten. Und wenn diese sie haben, "dann wirds braun", also schlecht. (Das endet dann immer in Krieg, Zerstörung, usw.) -- Aber wie bei allen Gefahren. Wenn der einzige Weg gefahrvoll ist, dann muss man ihn trotzdem gehen und "sich gegen die Weg-Gefahren wappnen". 

Also diese Doppelaufgabe (Dummheit einsehen und bereitwerden für Machtübergabe) ist die Hauptaufgabe. Warum? Weil wir diese nicht lösen werden. -- Aber dennoch muss natürlich das gesamte Konzept fertiggestellt werden. Anders geht es ja nicht. Wenn es einen detopischen Interessenten mal gibt, dann brauchen wir ja Schriften zum Verteilen. Und in jenen muss auch was Solides "drinnstehen". Also müssen wir trotzdem alles durchdenken, wie Detopia funktionieren soll, auch international. - Das ist natürlich auch eine große Aufgabe. Aber keine schwere. Es ist eine leichte. Warum? Letztendlich kann man immer sagen, wenn man nicht weiterkommt: Das gesamte detopische Volk muss sich ausdenken, wie es leben will. Bzw. "Wir haben noch keinen Denker dafür gefunden. Kannst du das nicht mal machen?"

Ohnehin muss alles nochmal gründlich besprochen werden - vor der Machtübergabe. (Sonst tut es das Volk ja nicht. Sagen wir: Mit 90% Willenserklärung, also ca. 50 Millionen Ja-Stimmen). Und die Gelehrten sind ja sorgfältig ausgewählt und können auch jede Eingabe lesen.... und durchdenken.

 

Das war mir heute das Wichtigste. Immer wieder zu sagen: Das Volk muss kluge und weise (also langfristig kluge) Führung anerkennen. 

Und: Es muss diese Macht freiwillig übergeben. (Und nicht andersherum! Andersherum wäre: Sich die Zustimmung vom Volk nachträglich einholen; etwa, wie Hitler oder die SED es tat.)

Natürlich: Damit das geschehen könnte, muß natürlich ein Plan her, dem das Volk zustimmen kann - ergo muss man die ersten 20 Jahre von Detopia durchdenken und vordenken. 

Das werde ich noch tun - als gleichberechtigtes Volksmitglied, nicht als Besserwisser.

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Nebenbei: Vorwurf: "Das hatten wir schonmal." - "Und das war schlecht!" - "Ideologische Herrschaft von Nazi und SED wollen wir nicht mehr."
 Detopia ist eine Bildungsgesellschaft, zwar künstlich (hoffentlich nur wenige Jahre, aber vielleicht auch für alle fernen Zeiten), aber eine, die in der menschlichen Geschichte verwurzelt ist. Und diese kennen wir natürlich. 
Und: Detopia ist unser Plan für die Zukunft. Und: Die Vergangenheit ist vorbei. Und: Trennung von beidem!
Wir kennen die Vergangenheit genau, und gucken, das sich das Schlechte nicht wiederholt.
Und wir lassen uns nicht durch blitzschnelle historische Vergleiche beeindrucken. Auch nicht durch "Nazivergleiche", "Stasivergleiche", "Kommunismusvergleiche", usw.
Das Volk hat ihr schon viel - und bitteres Lehrgeld - bezahlt. Etwa in den 80ern. Da hat der Doktor der Geschichte H. Kohl (CDU-Chef) "falsche Vergleiche" gezogen und Herr Geißler und andere auch. Herr Kohl wurde schnell widerlegt (durch H.v. Ditfurth). Sein Geschichtswissen wurde blamiert.  
Detopia stellt sich allen Warnungen aus der Geschichte. "Nie wieder Gulag!" - "Niemals Atomkrieg." - "Keine Stasi/KGB!". -- Aber man darf auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. 
Und ich sage es hier ganz offen: Notfalls sage ich: "Detopia ist doch scheiße! - Ich habe 20 Jahre wohl umsonst daran gearbeitet." - "Detopia führt ins Schlechte. Ich warne alle vor Detopia!" - "Ich widerrufe!"
Aber: Da die Welt (also die Vordenker) schon seit 1947 über einen Plan zur Rettung nachdenkt, ist es dann nicht zu erwarten, dass nach Detopia noch was Neues kommt. Jetzt wirft man mir vor, ich solle mich nicht so wichtig nehmen. Aber ich weise ja nur auf meine Logik hin. Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass wenn 70 Jahre über Rettung bzw. Auswege nachgedacht wurde und mit einem beachtlichen Ergebnis von mehreren tausend (Sach-und Fach-) Büchern, dass auf ewig so weiter gehen soll. Die theoretisch möglichen Ideen sind hier begrenzt - zum Thema, wie man die menschliche Weltgemeinschaft organisieren soll bzw. kann. 
Also: "Notfalls" müssen wir sogar sagen: "Wir machen deshalb jetzt "bei Horstmann, Fuller, Lauterburg, Gruhl, Ditfurth mit", weil uns nichtmal theoretisch ein Ausweg einfällt!" 

Nochmal: Alle Detopia mit "Nazivergleiche" (oder Ökodiktaturvorwürfe) beeindrucken mich bis jetzt noch nicht - intellektuell. Bisher zeigen sie nur, dass die Urheber "schlecht gegoogelt", also ihr fehlendes Geschichtswissen. -- Nochmal: Ich lasse mich auch überzeugen, dass Detopia scheiße ist.

Also:

Das Volk muss wollen

Das muss dem Volk gesagt werden. (Detopische Partei gründen, usw.)

Und dann muss das Volk sich selbst überzeugen.

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Neues Thema: "Loslassen!"

 

Das ist natürlich wahnsinnig schwer, die Schätze loszulassen. Einfach so die Hände öffnen, und das Gold versinkt im Golf.

Es ist quasi unmöglich. Hier muss man dem genauesten Analytiker dieses Phänomens, für mich ist das Christoph Lauterburg, voll und ganz zustimmen. (Und Bahro 1987)

Andererseits fordern andere Propheten von uns, niemals aufzugeben! (Etwa Carl Amery und Rudolf Bahro.)

Und wieder andererseits: Beides läßt sich.... leicht.... verbinden!

Nämlich: Wir können ohnehin - im Moment - nur sagen, was wir denken. Und schreiben, was wir glauben.

Nebenbei: Wir haben also keine Möglichkeiten, "mehr zu tun". Etwa wie Kommunebewegung von 1970 an sich gut entwickelt (mindestens bis 2010). Die konnten und haben mehr getan, nämlich das NEUE LEBEN einfach täglich gelebt und ausprobiert und experimentiert. (Leben, lieben und arbeiten zusammen; möglichst ökologisch und sozial und demokratisch; usw.)

Heute haben wir keine "Seminarflächen", wo wir detopischen Interessenten zeigen könnten, was sie an Detopia interessiert, denn die Größenordnung müßte größer sein, also eine Arbeitslosenversicherung bieten (und Rente und eine KV.) Und auch ein "Arbeitsamt", nämlich, wenn einer durchaus sich weit weg verliebt hat und dort hinwill. Dann müßte nämlich dort auch eine Kommune sein, wo er arbeiten kann. 

Also: Detopia funktioniert nur im Ganzen. Ich kann  mir keinen "Feldversuch" ausdenken. Es müsste wenigstens Mecklenburg-Vorpommern sein, um die wichtigsten Funktionen auszuprobieren. Man kann sich auch nicht in Sibirien eine Fläche der Größe von MeckPomm mieten. Es geht ja auch darum, ob gerade ein Industrieland konvertieren kann, also ein rohstoffarmes. usw. -- Jedenfalls könnte man viele Ergebnisse nicht übertragen bzw. viele (notwendige) Funktionen (KV, RV!) blieben "ungetestet". -- Weiterhin der Zeitfaktor: Es müsste ja auch eine "Langzeitstudie" sein. Am besten 20 Jahre. - Nur 5 Jahre würde die Ergebnissqualität (wie auch immer sie wären) in beide Richtungen unsicher machen. (Ähnlich wie bei Anti-Alk oder Anti-Nik-Therapie. "Rauchen abgewöhnen ist leicht, sagte Mark Twain, denn das mache ich 20mal im Jahr.")

Ergo ist richtig: Das Volk muss sich selbst vom Richtigen überzeugen. - Wir KÖNNTEN helfen, wenn wir eine kleine detopische Organisation aufbauen. So eine 2-%-Partei mit Klapptischen in den Fussgängerzonen.

Das kann ich mir vorstellen!  -- Also, dass ungefähr ein zehntel der grünen Wähler sich "ökologisch radikalisiert" haben. Und Detopia wählen würden. 

Aber "der Rest", also 50 Millionen weitere in Deutschland, muss es im wesentliche aus Eigenantrieb "selbst tun". Denn wir wollen nicht bei Regen hinter unseren Klapptische stehen und jahrelang das selbe reden. Mit diesem Bild will ich sagen: Ohne Massenmedien erreichen wir nur die ohnehin Interessierten, und deren Zahl kann gut geschätzt werden, weil seit es 1970 eine grüne Partei gibt, und seitdem vielerlei Wahlen (Bund, Land, Kommune) waren. In Deutschland-Bund votieren bekanntlich ca. 8 Prozent für die Grünen. Aber man darf vergessen, dass das schnell auf 4% runtergehen kann, wenn die Grünen eine Benzinpreiserhöhung fordern, wie 1990.

Das zeigt, dass viele Wähler-der-Grünen vom Typ sind: "Verkehrswende? Ja, mit U-Bahnstation im Keller bei mir.", also alle Vorteile der Industriegesellschaft PLUS Umweltschutz. Ergo: Keine "Grünen Revolutionäre".

Also: Können wir nur wenige erreichen. Ergo: Das Volk muss von selbst darauf kommen, dass es noch zu dumm ist, und nach Klugheit suchen, und dann eventuell auf Detopia (de) kommen.

Mit "Volk" meine ich auch hier: Auch das Deutschlandradio (als einziges öffentlich-rechtliches Medium) und die Bundeszentrale für Politische Bildung gehören zum Volk (und eventuell ein paar Millionäre), und "tun was für Detopia". (Denke wir an Franz Alt und Herbert Gruhl, welche ja "aus dem Establishment" kamen.) Sowas wird wieder passieren. Und das ist wichtig - und sehr hilfreich -, aber ich sehe hier keine relevante Größenordnung. (Aus theoretischen Überlegungen - und der Erfahrung der letzten 50 Jahre "Ökoaufklärung".)

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Im Prinzip sind wir "am Ende", denn fantasiere ja immer verrückter: Nicht nur Detopia als Gesellschaftsmodell ist utopisch-unrealistisch-chancenlos, sondern ich setze noch eine Fata-Morgana drauf: Das Volk soll freiwillig für 15 Jahre "eine Diktatur" wählen, um sich "umerziehen zu lassen für Detopia". Und noch einen rauf: Um die Diktatur zu fordern, soll es erkennen, dass es es selbst nicht richten kann und nicht hinkriegt, weil es zu dumm ist. 

Kann man da noch einen draufsetzen? Wie dumm bin ich eigentlich?

Aber weiter, wir sind immer noch nicht am Ende aller Utopien: 

3 Utopie-Säulen hatten wir schon. Jetzt kommt die vierte:

Der Prozess des "seine eigenen Grenzen erkennen" muss vom Volk selbst ausgehen. Üblicherweise macht man das in der Individualpsychotherapie nur nach und bei enormen Leidensdruck. Wenn aber das Volk abwartet, bis sein Leidensdruck übergroß ist, dann ist auch die Umwelt so am Arsch, dass auch Detopia keine Zufriedenheit mehr versprechen kann, sondern nur Schmerzlinderung.

Ergo: Das Volk muss vorher beginnen - mit der Selbstüberzeugung von Detopia und em Weg nach Detopia über eine detopische fünfzehnjährige Diktatur; also noch "zu Friedenszeiten". 

Das geschieht aber nicht, weil das Volk eher verdrängt, solange es kann.

Ergo braucht es einen Impuls von außen. Den kann eine detopische Bewegung vermitteln bzw. geben. Insbesondere eine Detopiapartei würde wahrgenommen werden. 

Aber hier sehe ich auch noch nichts. Auch für eine Kleinpartei braucht man 1000 Aktivisten für die "Parteiarbeit".

Bis jetzt interessieren sich 10 Leute für Detopia; aber die kenne ich nur über das Internet, und das sind normale Leute mit normalen Pflichten, also das kann heißen: Sie würden den Parteiaufnahmeantrag unterschreiben und abschicken und die Lastschrift bzw. Dauerauftrag einrichten für den "Parteibeitrag". Und einmal im Jahr würden sie eine "Parteiversammlung" besuchen (können), die weiter weg ist.

-- Also kurz: Vorhandene detopische Aktivisten: 0 !  (Denn ich "bin auch raus"; ich mache nur noch detopia.de zuende. Und gleich bin ich damit fertig.)

 

Wahrhaft große Utopien "liegen vor" uns; und nicht nur eine.

 

"Warum ich so klug bin" (Friedrich Nietzsche)

Noch ein Wort "zur Überheblichkeit" bzw. zu meiner "fehlenden Selbstwahrnehmung".

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Es ist natürlich immer ein Problem, dass Volk (die Masse, auch "die da oben") zu belehren bzw. belehren zu wollen. Was gibt einem das Recht dazu? -- Früher "war der Kaiser eben der Kaiser"; und der hatte "zu bestimmen". Kritik an ihm war nicht erwünscht, nicht erlaubt, oder war "Majestätsbeleidung" (ein Straftatbestand), oder gar "Hochverrat", oder anderes. -- Dann gab es früher FEINE LEUTE, die eben klüger waren, meist adligens Geblüts. Nach den Schlachtereien des 1. Weltkrieges begann der Stern der "Besseren Leute" zu sinken, aber man wusste nicht, wer führen sollte. "Die Linken" (SPD) sollten es auch nicht sein. Und Erich Mühsam und Gustav Landauer auch nicht. Auch Rudolf Steiner bot sich an, und vielerlei anderer Lebensreformer (Theosophen z.B.). Aber letztendlich war man zufrieden, als man 1933 einen Führer gefunden hatte, der tiefere esoterische Einsichten behauptete, und NICHT vom Volk verlangte, dass es lerne um klüger zu werden. Es breitete sich auch eine Intellektuellenfeindlichkeit aus. Genauso in der UdSSR bzw. Sowjetunion. -- Das kann ich später noch fortsetzen. Kurz: Die echte Autorität und Ehrerbietung vor überlegenem (gesellschaftspolitischem) Wissen war selten. Albert Schweizer ist zu nennen. Aber auch Walther Rathenau und Wilhelm Liebknecht können als Vorbilder und Beispiele dienen. Sie schrieben kluge gesamtgesellschaftliche Schriften (oder Taten) udn "man hörte auf sie".

Ich kann nie eine Reputation gewinnen. Es gibt auch keine wissenschaftliche Zeitung, wo ich "publizieren" könnte. Auch irgendwie "einen Doktor machen" geht nicht. Es gibt Ausnahmen, etwa Sven Sohr oder Richard Saage, aber im Großen und Ganzen - zumindestens heute und in Zukunft - gibt es keine Möglichkeit, irgendwie "einen Stempel" zu bekommen. Hoimar von Ditfurth etwa wurde mit seinem Apfelbäumchen 1985 durchaus ernstgenommen. Er war durch seine vorherigen Bücher und TV bekannt - auch als genauer Arbeiter, der nachweisen kann, was er "behauptet". Auch Theo Löbsack, Heinz Haber und Aldous Huxley können wir so bewerten. "Man glaubte ihnen." oder "Sie waren glaubwürdig", wie heute sagt. Ab 1990 hörte man auf Jens Reich (Professor für Genetik) zu gesellschaftlichen Fragen, auf Rolf Henrich (Rechtsanwalt). Sie galten als "kompetent" und ehrlich. -- Naja, der Leser müsste jetzt bitte fühlen, was ich sagen will.

Also: Warum stimmt es, was ich sage (bzw. schreibe)?

Man muss sich einfach zu Wort melden. ES wird nie einen Parteivorsitzenden geben (CDU, SPD, usw.), der von selbst das Internet nach neuen Ideen durchforstet, oder die wissenschaftliche Zeitschrift <nature>, die selber nach Artikeln sucht und mich beauftragt. Oder einen Verlagsleiter. Und selbst wenn: Wer sollte, dass Gremium in Deutschland sein, das wie der Bundesgerichtshof "beschließt", dass "ich recht habe" ... UND das mein Detopiazeug wichtig ist bzw wahr ist? 

Es gibt nur einen Weg, die Wahrheit zu erweisen: Ich sagte ihn schon öfter, aber wiederhole ihn gerne noch oft.

Man muss sich in alle Gegenargumente (psychisch) hineinversetzen können und sie beantworten, und zwar "befriedigend". Es könnte sein, dass das momentan nur ich kann. Es ist aber nicht schwer; man kann es lernen.

Logisch: Bei Klimaargumenten muss die Antwort wie die Frage sein. Aber viele Fragen sind ja hier "mainstream" und nicht wissenschaftlich. Das gilt für alle ökowissenschaftlichen Gebiete. Und gerade DIESE Argumente meine ich zuerst, denn gerade DIESE wirken ja aufs Volk. Und daher kann ich DIESE ökooptimistischen (populistischen) Argumente widerlegen. Sie sind ja meist "PR-Gags". Beispiel: Horx hat auf seiner Webseite einen "Anti-Emmott" geschrieben. Und dieser Text ist leicht zu widerlegen. Horx gibt sich nicht mal Mühe, seine Fälschungen zu verschleiern. - So meine ich das. 

Warum bin ich denn nun so klug? Warum sollte man auf mich hören?

Wie kann ich wissen, dass ich nicht irre?

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Mir fällt als einziges sicheres Mittel "der Nobelpreis" ein, also dort "hohe Leute" Detopia wichtig finden und "wissenschaftliche Weihen" geben. Früher hatte die UNO einen "Ruf". -- Aber in Deutschland fällt mir nichts ein. Der "Alternative Nobelpreis" "erregt Aufmerksamkeit", aber er ist nicht massenwirksam. Eventuell könnte Detopia mit ihm dann eine Radiosendung im Deutschlandfunk kriegen. Und damit dann eventuell eine halbe Seite im <Spiegel> - in der Abteilung Kurioses aus der Gesellschaft. -- Der Leser sieht, dass ich keine Rat weiß. "Ein Buch" schreiben kann ich nicht; jedenfalls nicht alleine. Das ist ja die Hauptmöglichkeit, um "an die Öffentlichkeit zu gehen". 

Ich kann mir keinerlei "Schulterstücke" (Armee) für Detopia besorgen. (Obwohl es mehrere Doktorarbeiten wert ist.)

Ich muss also "überheblich wirken". Es geht nicht anders. Gerne würde ich Detopia "in einer Universität abgeben", wo damit weitergearbeitet und geforscht wird. In Chemnitz gab es bei Jesse sogar einen Lehrstuhl dafür, wo 1997 Sven Sohr seinen Doktor gemacht hat. Und in Erfurt war Richard Saage "Utopieprofessor". Mehr ist mir nicht bekannt, heutzutage. (Früher war das anders. Da wäre ich mit Detopia nach Frankfurt am main gegangen.)

Also: Irgendein Zertifikat für Detopia ist nicht in Sicht. Ich muss also weiterhin behaupten, dass ich recht habe, und die Masse unrecht. Ich kann noch nicht einmal einen Schuhkarton voll begeisterter Leserbriefe vorlegen. Ich habe gar nichts. Ich kann nichts vorweisen. Manchmal noch kann ich noch nichtmal von der Reputation der Autoren "profitieren", weil diese selber einen schlechten Leumund haben, also schlechtgemacht wurden.

Ich muss also weiterhin sagen: "Was du glaubst, ist falsch, und wird uns in den Abgrund führen. Bekehre dich selbst zum besseren Glauben und studiere die detopische Bibel." usw.

Was anderes weiß ich nicht, und verspürte schon lange keine Lust mehr, darüber nachzudenken. (Vor einigen Jahren habe ich ein Schreiben an die VW-Stiftung geschrieben, um mich für einen Preis oder Förderung zu bewerben, wie einst Forrester und Meadows. - Und das kann im Prinzip bei allen 1000 Stiftungen der Bundesrepublik tun.)

Also: Ich bin deshalb so klug, weil ich so viel gelesen und so lange darüber nachgedacht habe. Und einfach deshalb, weil vorher noch keiner dieses "heiße Eisen" angepackt hat. Mir fällt nur ein: Bookchin 1990, Stowasser 1997, Bahro 1987 und Ferst 2002. Sonst keiner. Und das bei 10.000 Büchern, die über die Menschrettung geschrieben wurden. (Und sicher spielen auch "die Gene" und meine "spezifische Sozialökologie" eine "tragende Rolle".)

Also:

Der Leser schreibe mir, auf wen er hören würde. Wer wäre für dich eine "gesellschaftliche Autorität"? Dann schreibe ich diesem "Jemand" bzw. dieser Gruppe; und bemühe mich dort um Anerkennung. (Das war zwar kein Spaß, aber ich habe die nächsten Jahre keine Zeit dafür.) Ich will damit nur zeigen, dass wir im Staat keine Institution für kluge Gedanken haben. Ich kann Detopia zwar theoretisch an den Papst schicken, an den UN-Generalsekretär, aber es ist irgendwie klar, dass ich "keine Antwort kriege". 

Wenigstens habe ich jetzt eine Form für detopia gefunden, die ewig im Internet blieben kann. Nicht mehr die ganzen Bücher, sondern nur Teile. Da kann man mich schwerer verklagen bzw. keine hohe Schadenssumme ansetzen. - Das war gut!!! So bleibt Detopia immerhin als kleines Licht bestehen. Es ist in den kommenden Jahrzehnten ja nicht auszuschließen, dass "Denker und Macher" heranwachsen, die "darum kämpfen", dass alle "1000 detopischen Bücher" (die ich seit 1999 eingescannt und korrekturgelesen habe) dauerhaft "im Netz" verbleiben; also auch den verdammten deutschen Stiftungen und "dem Staat" "auf den Sack gehen", wegen Geld, um die berechtigten Geldforderungen der "geistigen Eigentümer" zu bezahlen. 

Das wäre eine revolutiohäre Tat! Denn DANN könnte man "trommeln" und einfach kleine Flyer im Volk verteilen: "Der Weg zur Rettung: www.webseite.de ". 

Und dann könnte man erfahren, ob "Ich mach' bei Detopia mit!" im Forum geschrieben wird, und wie oft. 

Nebenbei: "Ich glaub' nicht an Detopia!" - also das Detopia zu meinen Lebzeiten irgendwen BEGEISTERT. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Ich weiß zwar: Detopia ist richtig. Und ich würde auch mitmachen. Aber Detopia "kann nicht überzeugen.", weil er zu vielen Gewohnheiten widerspricht. Und auch: Die Leute wollen EINFACHE LÖSUNGEN. Und: Die Leute KÖNNEN NUR einfach Lösungen. Also sie KÖNNEN nichts Schwieriges begreifen bzw. sich erarbeiten. Das ist der Punkt. Das ist das Problem. Wir können also - theoretisch - das Volksohr ERREICHEN, aber wir können KEINEN MILLIMETER IN IHR GEHIRN EINDRINGEN UND UNS DORT FESTSETZEN. Das betrachte ich als unmöglich. Es ist erst dann möglich, wenn alles zusammenbricht, aber dann wird Detopia noch schwerer. Dann braucht man 5 Generationen, bis man sicher ist, auf dem richtigen Weg zu sein, also die ersten dauerhaften Erfolge sieht. (Etwa die Sonne wieder, nach den kommenden Atomkriegen mit ihrem nuklearen Winter.) Also so eine lange Zeit der Bitternis und des Darbens kann wohl nicht vom heutigen Menschen ausgehalten werden. Die Versuchung besteht jeden Tag, wieder die alte und wohlbekannte Raub- und Beutewirtschaft zu beginnen, also antiökologisch zu sein, bzw. "nicht-nachhaltig". 

Da müsste schon eine religiöse Autorität wachsen, die mir aus den letzten 10.000 Jahren nicht bekannt ist. Der Pyramidenbau Ägyptens würde nicht ausreichen, wenn wir die Zwangsarbeit abziehen.

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Also: Das Volk ist dumm. 

Das muss es einsehen. 

Das muss es von selbst einsehen (ohne, dass das jemand von ihm fordert; also ähnlich wie ein Suchtkranker.).

Denn es gibt ja keine Autorität, dem es glaubt.

Und die Bildzeitung und der Staat redet dem Volk jeden Tag ein, es wäre klug und weise.

Das Volk muss einsehen, dass es klug werden muss. Besser noch: klug und weise, aber die Freude an der Weisheit entsteht erst nach der Klugheit.

Der Weg zur Klugheit ist dem Volk schon bekannt: Wissen, Bildung, Üben - und  "Hausaufgaben", also studieren.

Am Anfang von Detopia "kann" das Volk noch nicht. Daher muss es sich Führer wählen, die wissen, was als nächstes zu tun ist.

Kluge Leute werden immer gleich "an der Macht beteiligt". Die Klugheit wird durch Prüfungen erkannt.

Der Klugheitserwerb ist bis 2100 so wichtig wie Essen und Trinken.

Ich muss jetzt mich schweren Herzens (denn ich kriege ja nur Kritik dafür) zu folgender Zahl durchringen: In maximal 20 Jahren muss das Volk klug sein, also die detopischen Gesetze VERSTEHEN und danach handeln.

Weil: Länger kann man nicht "per Dekret" regieren. Das geht nicht. Also nicht gut. Nicht gut genug. Die (zukünftigen) Aufgaben sind zu schwer für das Dekret. Man muss vor Ort wissen, was zu tun ist, ohne erst ganz oben anzufragen, was man tun soll, was richtig ist. 

Also nochmal: 20 Jahre! Und kein Jahr mehr! Dann ist wieder Demokratie. Volksherrschaft. Und dann muss die Demokratie "funktionieren". Es gibt also eine ständige Volksversammlung bzw. einen "Ständigen Runden Volkstisch", an dem die Klugheit des ganzen deutschen Volkes sitzt, und schnell und leicht die Lösungen für die Staatsprobleme "ausheckt".

Nebenbei: Detopia ist auch dann, wenn es nach 30 Jahren gut funktioniert NICHT auf einem fremden Stern angesiedelt, sondern in Mitteleuropa. Es wird also immer genug Probleme zum Lösen geben. Aber wir werden damit gut leben, ruhig schlafen, und genug zu essen, und was man sonst braucht. (Medizin, Sport und Musik.)

Aber möglicherweise hat kein anderes Volk die Kraft des deutschen. Dann werden die Weltprobleme dennoch eines Tages von außen nach Deutschland eindringen. Das kann nicht anders gedacht werden. Aber wir haben dann - "wenigstens" - das Ende deutlich hinausgezögert, und wir haben vor und mit IHM "unseren Teil getan". 

 

H. Ditfurth beenfet 1985 mit: "Es ist soweit."

Fuller beendet 1993 mit: "Der in heiterer Gelassenheit handelnde Idiot wird zum Sinnbild einer — kurzlebigen — Zukunft. Sind nur noch Idioten fähig, heitere Hoffnungslosigkeit zu verinnerlichen und auszutragen? Die Menschheit hat als Spezies vor allen anderen Spezies versagt. Wir haben uns in unserer todbringenden Dominanz so weit gebracht, daß aufrechten Individuen nur noch eines bleibt. Ohne Illusionen zapfe man das letzte Kraftreservoir an, das Reservoir der Selbstachtung. Bald wird auch dieses Rinnsal versiegen. Es ist bereits aller Tage Abend."

Horstmann 1983 mit: "Ermannen wir uns! Überführen wir sein transzendentales Ideal in die sublunare Wirklichkeit! Vermonden wir unseren stoffwechselsiechen Planeten!"

Lauterburg 1998 mit: "Wir sollten uns selbst nicht so ernst nehmen. Wenn man aufs Ganze blickt, auf die Erde, auf die Natur, auf die Evolution, auf das phantastische Phänomen Leben und auf die große Zukunft, die das Leben auf diesem Planeten haben wird — dann gibt es eigentlich keinen Anlaß zur Trauer. Wir sollten zufrieden sein, hier zu Gast gewesen zu sein und so viel Interessantes erlebt haben zu dürfen. Die Zukunft wird ohne uns stattfinden. Wir haben die Erde gebraucht. Die Erde hat uns nicht gebraucht. Wir haben auf ihr gewütet und vieles zerstört. Aber die Erde wird sich wieder erholen. Die Spuren unseres Wirkens werden sich verwischen. Weine nicht, blauer Planet!"

Und ich beende mit: "Durch unser (vergebliches) Ringen um die Humanistische Gesellschaftsordnung Detopia sterben wir mit großer indianischer/frühgermanischer Würde und gemeinsam mit IHM." 

 

 

 

Beim Durchlesen von habe ich viel zum Verbessern gesehen. Geht jetzt nicht.

Daher muss ich nochmal "also" sagen, um auf den Kern hinzuweisen, und damit schwer Verständliches in der Bedeutung zu verringern.

Also: 

Die Dinge oben, die sich darauf beziehen, falls Detopia (also irgendeine echte Überlebensbewegung) doch in Gang kommt (was ja nie auszuschließen ist, wenn der Mensch sich bedroht fühlt.) - diese Dinge sind nicht so wichtig, weil sie später genauer geklärt werden können.

Vorher muss ja erstmal der Wille zur Umkehr entstehen. Davon aber ist NICHTS zu sehen oder zu hören. - Die Medien (einschließlich Subkultur, also etwa youtube-channels) predigen auf "Weiter-so". (Ich erinnere: Nachrichten von gegenwärtigen oder künftigen Katastrophen ändern noch gar nichts. Das haben wir seit mehr als 30 Jahren in der BRD keinen Mangel. Das haben die Grünen durchgesetzte, dass über das Waldsterben berichtet wird.)

Und ich habe unter dieser Großüberschrift zwar dann doch über vieles geschrieben, aber eigentlich wollte ich nur darüber schreiben, dass NUN das Volk dran ist. 

Mehr Input können die "Ökoaufklärer" nicht geben. 

Was will man denn über den - zu Recht - Bestseller Ditfurth 1987 HINAUS noch tun?

Ja, richtig: H. Schellnhuber und S.Rahmstorf leisten seit 1999 gute Medienarbeit. Sehr gute! Mit viel Herz, wie in Schellis opus magnum "Selbstverbrennung". Oder ihrem Buch 2006 Klimawandel. Und im Radio usw.

Und Emmott 2013 ist auch. Und viele mehr.

Wir können dem Volk aber auch nicht sagen, dass es nun an der Reihe. Dafür haben wir kein Medium. Ergo: Auch darauf, also auf diesen "Startschuss" muss das Volk von selbst kommen. Es muss dies daraus schlussfolgern, dass keine neuen Untergangsprophezeiungen mehr erscheinen oder ihr Ohr erreichen. (Am Stammtisch: "Man hört ja heute gar nichts mehr von der Apokalypse, ALSO MUSS ES JETZT ERNST DAMIT SEIN.")

Anders geht es nicht.

(Und das wollte ich hauptsächlich sagen.)

Und dieser Punkt ist noch nicht erreicht, und es gibt keine "Vorzeichen", ob er jemals erreicht wird. Manche meinen sogar (Horstmann, Guha), dass die Medien die Welt bis zum Schluss narkotisieren werden. Also das <nicht nicht mal> "in letzter Minute" wenigstens die Klarheit/Wahrheit <durchsticht>. (Geschweige davon, dass "in letzter Minute" keine Rettung mehr möglich ist bzw. der weitere Ablauf der <Weltgeschichte> zu "günstig", "positiv" zu beeinflussen ist.)

Dieses Schicksal müssen wir vermuten, und ich nähere mich oben den neuen Glauben an, dass es <gar nicht so schlecht ist>. (Weil das Leiden insgesamt klein bleibt, <hochgerechnet> auf die gesamte Lebenszeit der Menschheit seit -8000, also der Zivilisation samt Vorstufen.)

Und tun? Können wir nichts! Und es tut auch keiner was! Außer einige noch. Aber die kann man WIRKLICH an einigen Händen abzählen. Das ist nur EINE MINDERHEIT INNERHALB EINER MINDERHEIT. Insbesondere griff sie noch nie auf den Normalbürger über, also auf das Normalbewusstsein, das Alltagsbewusstsein. Ich höre heute (2016) noch die Antiökosprüche der 80er. (Aus dem Mund von gestandenen Leuten).

Ich glaube, dass die weltweite Aufbruchsstimmung seit 1965 (Symbol: Woodstock 1969) meinen Verstand vernebelt hat, weil ich mich nur mit solchen Leuten unterhalten wollte, und dabei gar nicht mitkriegte, dass nur maximal 10% der Bevölkerungen das überhaupt nur positiv wahrnehmen wollen. 

So könnte man erklären, warum ich auf diese Schiene geraten war - und 2016 noch solche Texte wie diesen zu schreiben.

Wie mich heilen? (Oder: Wie mich <aktualisieren>?)

Ich tue schon viel dafür, aber es wirkt fast nicht!

Ich rede viel mit und lausche den Normalbürgern (gerade wieder täglich und intensiv, also mehrere Stunden, seit einem Jahr).

Die meisten sagen: "Das Klima hat sich immer gewandelt." (Im Tonfall: Es wird also keine Klimakatastrophe geben.)

Und Meadows und Randers sagen ja auch oft, dass ihre Bücher keine konkreten Wirkungen hatten (trotz "Medienhypes").

Also:

Das Volk wird sich eine Überlebensdiktatur wählen. (was aber nicht klappen kann; man sieht es ja jetzt an der AfD.)

Und wenn wir Glück haben, dann entsteht in den Umbrüchen (vielleicht ähnlich wie 1989?) ein "Medienloch" ("Sommerloch"?), also kurzzeitig ein Kanal, wo wir dem Volk sagen können: "Nur Detopia kann das Überleben für länger als 50 Jahre theoretisch garantieren; und in Detopia regiert das kluge Volk, welches also politisch werden muss."

Aus heutiger Sicht (auf die Zukunft) ist es realistisch, dieses Ziel - nur dieses Ziel - ins Auge zu fassen. (Natürlich: Wenn das Volk dann fragt: "Was ist denn Detopia?", dann sollte ein Volks-Erklär-Text über Detopia schon vorhanden sein.)

Aber nicht vergessen: Um das zu tun, müssen einige Aktivisten heute schon anfangen, was zu tun. Damit dann auch ein Minimalapparat vorhanden ist. Etwa eine Detopia-Partei (mit 1000 Mitgliedern), die dem Volk zeigt, dass es zumindestens 1000 Leute in Deutschland gibt, die Detopia schon begriffen haben.

Also: Das obige schließt das untige ein! Also wenn der Kanal offen ist, dass muss auch jemand da sein, der was reinspricht!

 

Aber ich muss auch ehrlich sagen, dass ich in 15 Jahren (der webseite , heute, detopia.de) noch nie positives (hinsichtlich der Grundidee einer neuen GO) feedback bekommen habe. - Das kann mehr als eine und auch andere ganz profane Ursachen haben. (Zum Beispiel meine unverständlichen Texte.)

Aber ich habe meine Gründe, warum ich daran nicht glaube. Stattdessen habe ich Gründe, zu glauben, dass es tatsächlich so ist, dass maximal 20 Leute (in ganz Deutschland) Detopia gut finden und was dafür tun würden. Aber diese Gründe wären hier umständlich zu erläutern, da ich ja keine seriösen Meinungsumfragen gemacht habe; sondern auf Indizien angewiesen bin.

 

 

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Man muss natürlich auch sagen, dass es nicht nur die großen detopischen Probleme gibt, sondern auch alltägliche Kriminalität. Ich denke da in Deutschland an "Rockerclubs", deutsche und nichtdeutsche, an "Hooliganclubs", "Ultras", "Boxclubs". Jede Nationalität versucht sich durch Zusammenhalt zu stärken. Und da haben die Südländer langfristig Vorteile mit ihren Blutsbrüderschaften, bedingungslose Loyalität der Familie oder Großfamilie, ihren Unterordnungen in der Hierarchie. Aber das ist es jetzt erstmal egal. Ich will damit nur sagen, dass ich sowas auch aufnehme. Und einordne in: Zerfall der Gesellschaft. - Taylor und Lauterburg haben das deutlich als Problem benannt und sogar gesagt, dass der Zusammenbruch der Gesellschaft noch vor dem ökologischen kommen wird. - Nach dem Zerfall der Zivilgesellschaft wird der ökologische beschleunigt, weil sich niemand mehr an Umweltschutz-Regeln hält. - Zwar soll man als Älterer nicht sagen, dass die Jugend nicht mehr taugt, und zwar deshalb, weil das früher auch gesagt wurde; aber: Ich rede hier um objektiv sozialwissenschaftlich erfassbare Phänomene. z.B. Allgemeinbildung. 

Und natürlich auch die Problematik der Völker-Einwanderung nach Europa. "Hundertausende junger Männer", oft ungebildet, also unerreichbar für Worte, andere Sprache, andere Sitten, andere Religionen, Raub- und Beutewirtschaft, kriegsgeprüft, im Sexualfrust, usw. - Ich weiß das. Das erschwert die detopische Idee vermutlich. Aber sie war ja auch vorher unwahrscheinlich - utopisch. - Andererseits ist aber nicht sicher, ob sich die Chancen für Detopia dadurch wirklich verschlechtern. Theoretisch kann man sich vorstellen, dass es auch positive Wirkungen geben kann. Insgesamt ist die detopische Idee ja überall und weltweit auf einem sehr niedrigem Level, so dass das vorerst nicht weiter ins Gewicht fällt. (Solange nichtmal 1000 Deutsche sagen: "I like Detopia.", brauchen wir über den detopischen Umgang mit Ausländern - und umgekehrt - nicht nachdenken.) 

 

 

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Ja, das Ende. Was noch darüber sagen? Wir sind am Ende angekommen. Genügend Leute bestreiten das. (Junge Leute und Ökooptimisten.) Das gehört auch zum Ende. Wer will schon die moralische Verantwortung auf sich nehmen, junge Eltern vom Ende zu überzeugen? Ich könnte das nicht. Andererseits wurde junge Leute immer wieder real geopfert, die Männer im Krieg und junge Frauen sowieso. - Aber es ist eben ein Unterschied zur Situation, die ich meine: Junge Männer lassen sich nunmal gerne auf "das Feld der Ehre" locken, um dort den "Heldentod" für "Gott und Vaterland" (und Kaiser und Führer; Mutter und Vater) zu sterben. Die Männer hatten also ein "höheres Ziel", welches sie anscheinend irgendwie beruhigt hat. Hinzu kommt die mögliche Belohung mit Geld und Anerkennung. (Beförderung, Medaillien).

Den Ökooptimisten (sind älter) könnte schon leichter Paroli geboten werden. Sie berufen sich Argumente. Diese können widerlegt werden. Aber das hat bisher auch nichts genutzt. Zum Schluß zeigt sich dann nämlich immer, dass die Optimisten die Diskussion abbrechen. Daraus ist zu schlußfolgern, dass es bei denen auch im Gefühle geht, also um festgezurrte innere Einstellungen, also um Persönliches. 

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Wir werden also alle bis zum 1.1.2100 sterben. Ich darf das hier wiederholen, weil es am Ende eines langen Textes steht, und ich vermuten darf, dass diese Zeile nur einmal pro Jahr von jemandem gelesen wird. Und dieser "Jemand" (oder Jefrau) hat ohnehin schon meine Einstellung. Es wird ihn dann nicht betrüben, sondern positiv berühren, eine Bestätigung seines Vorwissens zu lesen.

Die prinzipiellen filosofischen Fragen zum Menschheitsende sind alle geklärt! Da muss man allerdings die Bücher lesen. Geklärt? Das meine ich umgangssprachlich, nicht wissenschaftlich. Es ist noch genügend Zeit, um diese Fragen weiter zu bewegen. Etwa die, ob wir je eine Chance hatten. 

Das mit dem "1.1.2100" muss ich auch immer dann rechtfertigen, wenn ich es ausschreibe: Die bisherigen zeitlichen Angaben über die Zukunft/das Schicksal der "Untergangsautoren" -  also: der Propheten der Wahrheit - waren zu unkonkret. Der Leser sagt verdrängend sofort: "Das ist noch lange hin.".  Und wenn wir Propheten unsere Pflicht zur Weltrettung erfüllen wollen, dann müssen wir diesen letzten Schritt auch noch gehen. Wir müssen uns lächerlich machen (lassen), wenn wir einen konkreten Tag in ferner (?) Zukunft benennen, 80 Jahre voraus. Aber zur Beruhigung der Lacher: Ich sage und meine nicht, dass am 31.12.2099 noch alles lebt und in der Neujahrsnacht auf wundersame Weise verschwindet. Sondern ich sage und meine: Bis zum 1.1.2100 ist der Aussterbeprozess abgeschlossen. Den "letzten (lebenden) Menschen" gibt es also dann nicht mehr. Er hat ausgehaucht, eventuell schon Jahre vorher. - Das ist die Lage!

 

Selbstverständlich: Das Jahr ist meine private Hochrechnung. Selbstverständlich: Der Tag ist willkürlich gewählt. Selbstverständlich: Der Tod des letzten Menschen ist unbedeutend. Bedeutend ist, wenn die letzte Menschengruppe so klein wurde, dass sie keine (gesunde) Nachzucht mehr betreiben kann. 

 

Bedeutend dagegen ist "der Tag Zivi-futsch". Das ist der 1. Tag, an dem keine Weltzivilisation mehr vorliegt. Bis zu diesem Tag besteht - theoretisch - die Möglichkeit ("Hoffnung" wäre übertrieben), "das Ruder herumzureißen" und "in letzter Minute" vom Eisberg wegzusteuern, also zu einem friedlichen, humanistischen und ökologischen "Weltstaat" sich zu bekennen. Ich habe diesen "neuen Kurs" Detopia genannt und ich habe gesagt, dass in Detopia die Privatbesitzvermehrungsideologie abgeschafft werden muss. Aber es mag auch andere "Kurse" geben, die wir dann "Neue Gesellschaftsordnung" nennen können, aber über die ich nicht aussagefähig bin (weil diese Kurse in meiner Phantasie nur solange "mitgeschwommen" bin, bis diese auf den nächsten oder übernächsten Eisberg prallten.)

"Der Tag Zivi-futsch" ist meines Wissens noch nicht erreicht. Aber der Leser vermutet jetzt richtig, dass ich auch diesen Tag mit einem Datum versehen habe: 1.1.2050. - Ich habe dieses Datum vor 10 Jahren festgelegt (und immer hier - früher utopie.de - publiziert), und ich will es nicht mehr ändern. Denn heute, 2016, müsste ich <Zivifutsch> "nach vorne verschieben". Aber ich gehöre nun auch (altersabhängig) zu denen, die nicht alles so fürchterlich genau wissen wollen.

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Wir werden also alle sterben - in diesem Jahrhundert. Das ist nur mit Leid und Schmerz vorstellbar. Und es hat schon begonnen. Noch hält die Zivilisation stand, d.h. es gibt immer noch überall auf der Welt Politiker mit guten Visionen. Seit 1990, dem "Ende des Kalten Krieges", passierte jede Menge Erfreuliches, Hoffnung Machendes, Zuversicht Spendendes, Zivilisatorisches. 

Leid und Schmerz: Wie damit umgehen? Mit Vorbereitung und Vorbeugung. Vorbeugung (materiell gemeint) scheint mir (außer für Einzelne) wenig zu bringen. Dafür begabte Personen müssen sich eine Gruppe schaffen, denn alleine (oder mit wenigen Personen) kann man wenig ausrichten (außer man lebt in der Taiga weitab). Zur Gruppe gehört die Gruppenmoral. Ein religiöses "Dach" dafür ist nützlich. - Genauso wichtig wie "mit einem Gewehr umgehen lernen" ist die innere Vorbereitung, die innere Einstellung, damit mensch handlungsfähig bleibt, was auch mit einem gesunden Optimismus zusammenhängt. Aber damit habe ich mich noch wenig beschäftigt und kann deshalb wenig sagen, was für andere Leute hilfreich wäre. Genauer hat sich Christoph Lauerburg in <Fünf nach Zwölf> die Vorbereitungs-Lage sondiert und ausgelotet. Bei ihm steht am meisten Text dazu. Bei den anderen Autoren wird man nur vertreut fündig; man muss also alles lesen.

So ist die Lage.

Hoffnungslos? 

Das würde ich heute nicht mehr so nennen. Hoffnung hat ja immer einen realen Hintergrund. Entweder einen Politiker, "der es richtet". Oder Gott ("Entrückung"). Oder "ein Wunder". - Das alles sehe ich nicht. Und vor allem: Ich sehe NICHT, dass das Volk sich irgendwie aufrichtet. Ich sehe KEINEN "Hoffnungsschimmer". Ich sehe hier nur "schwarze Dunkelheit". Und weiß Gott: Ich habe sehr viel Zeit mit "Volksgesprächen"  verbracht, auch 2016. "Ich weiß, wovon ich rede!" - "Ich hab' dem Volk aufs Maul geschaut." - Da ist NICHTS! - Daher bin ich auch nicht "hoffnungslos", sondern WISSEND. (Und das ist noch eine Stück mehr als "überzeugt".)

Die Lage ist "vorherbestimmt". 

Allerdings, man verstehe mich bloß nicht falsch: Ich WEIß - zwar -, was vom Menschen (einschließlich: "Die da oben.") zu erwarten ist und was nicht. UND ich weiß, dass Gott uns kein Wunder senden wird (wie z.B. eine neue Energiequelle oder geistige Erleuchtung). ABER: Was ich nicht weiß, ist, ob in den verborgenen Schicksalssträngen nicht noch etwas Positives versteckt ist, was im Endeffekt dazu führt, dass der Tag Zivifutsch nach hinten zu verschieben ist, denn zum Beispiel könnte es ja sein, dass die Menschen zwar nicht klüger werden, aber überdrüssig von der täglichen kapitalistischen "Anmache", wie Reklame und "Blockbuster" und "Serien". Dann WÜRDEN sie sich vielleicht mehr mit ihrer "Lage des Überlebens" beschäftigen. - Zwar sah (hörte) ich (nie) keine Spur (Schimmer) davon, ABER: theoretisch kann ich es denken.

Ich wollte mit diesem Schlusssatz nochmal meine Datumsangaben für Zivifutsch und Homofutsch relativieren (und ich tue es ja oft)- ALSO in Verbindung stellen zu meinen Eingangsinformationen. Meine Prognose kann nur so gut sein, wie die Daten, die mir vorliegen. (Und wie meine prognostischen Fähigkeiten sind; die vielleicht mangelhaft sind). Jedenfalls nehmen die Flächen zu (auf der Welt), auf denen "gewollte Gesetzeslosigkeit" "herrscht". Diese werden zwar - noch - irgendwie - "von der Zivilisation zurückerobert", aber diese Großstaaten werden "unzivilisierter". (Beispiele: Präsidentschaftswahlkampf 2016 in den USA, China, Türkei, Russland, usw.) - Gut, aber wie gesagt: Die Tendenz (Trends) zeigt auf Zivifutsch. Wie schnell es danach zu Homofutsch geht, ist noch schwerer vorauszusehen, und es ist letztlich - für meine Weltanschauung - auch egal, weil: 1. Es ist unumkehrbar (eine Wiederaufrichtung bzw. Neubeginn der Zivilisation - wie in Schience-Fiction-Filmen - ist unmöglich)  2. die Atombombe ist was sehr Schlechtes für uns Zeitpropheten, denn sie kann aus 50 Jahren 5 Tage machen 3. die Gefühle des Prophetens, der MÖCHTE, dass seine (ihm persönlich bekannte) Nachzucht noch unbetroffen ist  4. meine Gefühle, die mir sagen, dass eine Verlängerung der Menscheitslebenszeit immer eine weitere Vergrößerung des Menschheitsleides "produziert". 5. die Bedeutungslosigkeit, ob ein paar Milliardäre und Staatspräsidenten und Generale in ihren U-Booten eventuell doch noch einhundert Jahre da unten rumkreuzen....... Das muss ma sich klar machen!: Weder die "High-Tech-Überlebenskünstler", noch die versprengten Familiengruppen in Gebirgen bestätigen den Spruch: "Irgendwie geht es immer weiter.". Ich gebe also hiermit zu, dass es sein kann, dass auch noch im Jahr 3000 ein Mensch atmet. Und wenn dich das tröstet (und dir deinen Abschied leichter macht), dann werde ich das ab heute immer in den Vordergrund stellen! Alles, was depressionsmindernd ist, ist gut! Es ist sehr auffällig, dass "postapokalyptische" Filme "gerne" geguckt werden, und daher oft im Fernsehen wiederholt werden. Vielleicht ist das dieser Trost? 

Hm. Naja.

Auf mich wirkt er nicht. 

Also: Die Menschheit als solche, mit ihren zivilisatorischen Leistungen. wie die Gerechtigkeit, geht zuende. Und ich denke: auch physisch wird sie zusammenschmelzen. Und: ich glaube, dass die Umwelt ("Planetenoberfläche") so häßlich werden wird, dass auch kleine Menschheitsreste das nicht lange psychisch aushalten. ("Postapokalyptisches Science-Fiktion", meistens bekannt aus USA-Hollywood, führt in die Irre bzw. ist verlogen.)

 

 

Noch ein kurzes Wort zu unseren Kollegen draussen im Weltall und überhaupt zum Weltall.

 

Mit dem Mond fand ich noch in Ordnung. Ich fand nur schlecht, dass es eine Kopfgeburt war aus dem kalten Krieg, weil es einen "Wettlauf zum Mond" gab. Also die Hektik war schlecht. Und es war schlecht, dass das nicht zur "Völkerverbindung" genutzt wurde. 

Mars? Da wird immer viel geredet darüber, warum das wissenschaftlich wichtig ist. Und natürlich haben die "Marsfahrer" Argumente, die ich nicht gut widerlegen kann, weil diese "wissenschaftlich" sind. - Aber gut, man kann es machen. Aber: Jegliche Raumfahrt mit Raketenstarts schadet auch der Umwelt auf der Erde stark. Daher sind "private Raumfahrtunternehmen" abzulehnen.

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"Leben im Universum"?

 

Ja, aufgrund der Wahrscheinlichkeitsrechnung wird es wohl sehr viel Leben im Universum geben. Falls die Menschheit in unserem Planetensystem Spuren von Leben findet, dann kann man noch sicherer sein über diese Wahrscheinlichkeit. 

Wir reden noch nicht über (menschenähnliche) Vernunft und Seele, sondern nur über "Pflanzen und Tiere". Davon haben wir nichts, weil wir nicht hinfliegen können, um zu forschen. Funken können wir mit Tieren auch nicht. - Es gäbe uns hier einen Trost, wenn "irgendwo bzw. an vielen Stellen im Universum das Leben weitergeht". Mein Kopf kann aber der Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht vertrauen. Er hält für möglich, dass die Erde der einzige Ort im Universum ist mit höheren Pflanzen und Tieren. Und daher sind wir dabei, dass ganze Universum auszurotten. Insofern wäre es - zur Sicherheit - zu begrüßen, wenn die Erdmenschheit zügig durch eine Seuche hinweggerafft würde, weil dann und dadurch Gottes einmalige Schöpfung erhalten bliebe.

Über andere Pflanzen und Tiere würden wir nur etwas erfahren, wenn es woanders eine High-Tech-Zivilisation gäbe, mit der wir Funkbotschaften austauschen könnten. Aber dazu müssten wir lange leben (1 Mio Jahre), weil das hinundher lange dauert, einschließlich des Sprachenlernens, bis wir "etwas Vernünftiges" erfahren würden.

 

Und dann: Zwar ist die Wissenschaft sich heute einig, dass "normales Leben" "automatisch" entsteht, wenn die Bedingungen vorliegen, aber selbiges sagt man nicht über Vernunft und Seele. Dieser Schritt von Tier zum Mensch ist meineswissens - noch? - "mysteriös". Es kann also so sein, dass auf Millionen bewohnten Planeten, kein einzelner "Mensch" lebt. - Nur zur Erinnerung: Auch auf der Erde entstand die (heutige) Menschheit nicht zwangsläufig, sondern war Ergebnis mehrerer und unwahrscheinlicher Zufälle.

Damit wir Gewißheit erlangen, genügt "der Mensch woanders" noch keinesfalls. Er muss auch eine technische Zivilisation errichten, um Funkverkehr zu betreiben.

Und wenn wir die Wahrscheinlichkeit zu unserem Gunsten bemühen (nämlich dass Millionen bewohnte Planeten gibt), dann müssen wir auch aushalten, wenn sie zu unserem Ungunsten spricht, nämlich: Viele Zivilisationen, die High-Tech können, werden sich - gleich uns - auch umbringen, und keine ewige Zivilisation zustande bringen, um geduldigen Funkverkehr durchzuführen.

Auf jeden Fall reciht unsere verbleibene Lebenszeit (bis zur Jahrhundertwende) nicht mehr aus, um guten Funkverkehr aufzunehmen, also was Genaues und Wichtiges zu erfahren. Nur dass jemand "da draußen" uns anpiept, beantwortet keine Frage, nämlich denn das wissen wir ja jetzt schon - aufgrund der Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Wir können beim "First Funk Contact" noch nicht wissen, ob es eine Bürgerkriegszivilisation ist wie wir, die kurz vor der Selbstzerstörung steht, oder ob - was interessant wäre - sie eine ewige ökologische Zivilisation ist. (Dazu müssen wir erst die Fremdsprache lernen, um unsere Fragen stellen zu können.) Und selbst wenn wir dann doch das Geheimnis aller Geheimnisse erführen: Wir müssten es dann "einfach machen". Denn wir erfahren ja nur "Software", nur Informationen. Wir wüssten nur, wie DIE den Schritt zur friedlichen Zivilisation gegangen sind. Aber könnte nicht herkommen und und helfen, selbst dann nicht, wenn wir sie darum bäten, und DIE hilfsbereit wären. Und selbst dann: WIE sollte die "konkrete Hilfe" denn aussehen? (Irgendeine technologische Hilfe könnte nur kurzfristig Entlastung bringen.)

Und: Im Falle von Lebensformen ohne Vernunft: Diese könnten so unterschiedlich zu unseren sein, dass uns diese in keiner Hinsicht weiterbringen, ja, dass wir nichtmal wissen, wir sie erforschen sollen. Ich will also darauf hinaus, dass viel weniger Interessantes dort draußen ist, als die wissenschaftlich-technische Phantastik uns glauben macht. Und nie sollten wir vergessen: Unsere Vorstellungen und damit unsere Gedankeninhalte (zu solchen Sachen) werden heute zu 90% von profitsüchtigen kapitalistischen Fabriken bestimmt. Das US-amerikanische "Blockbusterkino" ist nur ein Beispiel dafür. Als Gegenbeispiel für seriöses Nachdenken über "fremde Lebensformen" kann Stanislaw Lem gelten. Das ist aber anstrengender zu lesen als "2012" zu gucken.

Zusammenfassung: 

Außer ein bischen erdnahe Raumfahrt zum "Kometenspähen" und zur Erdbeobachtung sollten wir uns während der Erdkrise nicht theoretisch und nicht praktisch mit "Science-Fiktion" beschäftigen.

 

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