Martin Buber

Pfade in Utopia

Über Gemeinschaft und
deren Verwirklichung

Eine Auseinandersetzung mit
den Ideen von Gustav Landauer

 

1947

wikipedia.Autor *1878 in Wien bis 1965 (87)

DNB.Buch 

Google Buch   Amazon.Buch

 

detopiaB.htm   Utopiebuch   Sterbejahr 

L.Mumford    M.Berneri   G.Landauer 

 

 

 

 

 

Kurz nach den Novemberpogromen erschien Ende 1938 ein offener Brief Mahatma Gandhis unter der Überschrift „Die Juden“, in dem er zur Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland, zum Zionismus und zum Palästinakonflikt Stellung bezog.

Gegen diesen Text wandte sich nicht nur Martin Buber. 

Gandhi betonte zwar seine Sympathien für das jüdische Volk, lehnte aber den Zionismus als ungerecht gegenüber den Arabern ab, denen Palästina ebenso zustehe wie England den Engländern und Frankreich den Franzosen.

Ein Krieg gegen Deutschland könne zur Verhinderung der „frevelhaften Verfolgung eines ganzen Volkes“ gerechtfertigt werden. Allerdings könnten die Juden der Verfolgung mit gewaltlosem, organisiertem, zivilen Widerstand begegnen. Es gebe Gemeinsamkeiten zur Situation der Unberührbaren in Indien und zur Diskriminierung der Inder in Südafrika.

Buber widersprach in seiner scharfen Replik dem Vergleich zwischen der antisemitischen Gewalt mit der Diskriminierung der Inder durch die Briten und Buren. Gandhi kenne die Lage in den deutschen Konzentrationslagern nur unzureichend, das Ausmaß des nationalsozialistischen Terrors sei ihm nicht bewusst.

Buber drückte seine Enttäuschung darüber aus, dass der von ihm geschätzte und verehrte Gandhi oberflächlich urteile, denn die Inder in Südafrika würden diskriminiert, seien aber weder vogelfrei noch würden sie systematisch beraubt oder sogar umgebracht und zu „Geiseln für das erwünschte Verhalten des Auslands“ gemacht. 

Jahrelanger gewaltloser Widerstand jüdischer Deutscher habe die Nationalsozialisten nicht an ihren Unrechtstaten hindern können, sondern die Gewalt eher verstärkt. Gandhis Behauptung, Palästina gehöre ausschließlich den Arabern, sei historisch, rechtlich und moralisch falsch. Vielmehr stehe Palästina beiden Völkern bzw. allen Völkern zu, die geschichtlich mit diesem Land verbunden seien. Nur ein gemeinsames gewaltfreies Leben miteinander führe zu Frieden und Gerechtigkeit.

aus wikipedia 2019

 

Werke (aus Wikipedia)

Martin Buber Werkausgabe (MBW). Im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (bis 2009), der Israel Academy of Sciences and Humanities und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (seit 2010) hrsg. von Paul Mendes-Flohr, Peter Schäfer und Bernd Witte (seit 2010). 21 Bde., Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2001ff. (Bisher erschienen: Bd. 1, 2001; Bd. 6, 2003; Bd. 8, 2005; Bd. 3, 2007; Bd. 10, 2008; Bd. 19, 2009; Bd. 9, 2011; Bd. 14, 2012; Bd. 2.2, 2012; Bd. 2.1, 2013; Bd. 2.3 2013)

Die Geschichten des Rabbi Nachman. 1906 Digitalisat.

Hrsg. der Buchreihe Die Gesellschaft. 1906–1912, 40 Bde.

Die fünfzigste Pforte. 1907.

Die Legende des Baalschem. 1908 Digitalisat.

Ekstatische Konfessionen. 1909.

Reden und Gleichnisse des Tschuang Tse. 1910 (Erste deutsche Ausgabe, wichtiges Nachwort).

Drei Reden über das Judentum. 1911 Digitalisat.

Daniel. Gespräche von der Verwirklichung. 1913 Digitalisat.

Vom Geist des Judentums. Reden und Geleitworte. 1916 Digitalisat.

Die jüdische Bewegung. Gesammelte Aufsätze und Ansprachen 1900–1915. 1916 Digitalisat.

Mein Weg zum Chassidismus. Erinnerungen von Martin Buber. 1918, Digitalisat der Freimann-Sammlung der Universitätsbibliothek der Goethe-Universität Frankfurt am Main, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:30-180014144003

Der heilige Weg. Ein Wort an die Juden und an die Völker. 1919, Digitalisat der Freimann-Sammlung der Universitätsbibliothek der Goethe-Universität Frankfurt am Main, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:30-180014275003

Ereignisse und Begegnungen. 1920.

Ich und Du. 1923 (Reclam 1995 (Nr. 9342)).

Die Schrift. (verdeutscht von Martin Buber gemeinsam mit Franz Rosenzweig), 1926–1938.

Die chassidischen Bücher. 1928.

Zwiesprache. (Erstdruck 1929, Buchausgabe 1932), u. a. in: Das dialogische Prinzip.

Königtum Gottes. 1932.

Kampf um Israel. Reden und Schriften 1921–1932. 1933.

Die Frage an den Einzelnen. 1936, in: Das dialogische Prinzip.

M.B., Judah L. Magnes und Ernst Simon (Hrsg.): Towards Union in Palestine. Essays on Zionism and Jewish-Arab cooperation. IHUD (Union) Association, Jerusalem 1947.

Das Problem des Menschen. 1948.

Gog und Magog. 1949.

Die Erzählungen der Chassidim. 1949. (Neuausgabe mit Register und Glossar: Manesse, Zürich 2014, ISBN 978-3-7175-2368-0).

Zwei Glaubensweisen. 1950.

Pfade in Utopia. Über Gemeinschaft und deren Verwirklichung. 1950 (vor allem eine Auseinandersetzung mit den Ideen von Gustav Landauer).

Der utopische Sozialismus. 1952 und 1967 [Ergänzung zum Band Pfade in Utopia].

Das echte Gespräch und die Möglichkeit des Friedens. Dankesrede anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1953

Gottesfinsternis. Betrachtungen zur Beziehung zwischen Religion und Philosophie. 1953.

Elemente des Zwischenmenschlichen. In: Das dialogische Prinzip. 1953.

Reden über Erziehung. 1953, L. Schneider, jetzt: Gütersloher Verlagshaus; 10. Aufl., Heidelberg 2005, ISBN 3-579-02581-3.

Begegnung. Autobiographische Fragmente. 1961.

Juden, Palästina und Araber. 1961, Ner-Tamid-Verlag.

Werkausgabe in 3 Bänden bei Lambert Schneider / Heidelberg und Kösel / München: ›Schriften zur Philosophie‹ (Bd. 1, 1962), ›Schriften zur Bibel‹ (Bd. 2, 1964), ›Schriften zum Chassidismus‹ (Bd. 3, 1963).

Der Jude und sein Judentum. Ergänzungsband zur dreibändigen Werkausgabe. Köln, Melzer 1963.

Nachlese. 2. Ergänzungsband zur Werkausgabe, Heidelberg 1965.

Das dialogische Prinzip. Heidelberg 1973.

Ein Land und zwei Völker. Zur jüdisch-arabischen Frage. Jüdischer Vlg., Ffm., Erscheinungsdatum: 1993, ISBN 3-633-54085-7.

Nachlese. 1965, Heidelberg: L. Schneider, aktuell Gütersloher Verlagshaus; 3. Aufl. (Juli 2002), ISBN 3-579-02576-7

Briefwechsel aus sieben Jahrzehnten. Drei Bände, hrsg. und eingeleitet von Grete Schaeder, Heidelberg 1972–1975.

Des Baal-Schem-Tow Unterweisung im Umgang mit Gott. Des Rabbi Israel Ben Elieser genannt Baal-Schem-Tow, das ist Meister vom guten Namen, Unterweisung aus den Bruchstücken. gefügt von Martin Buber. Mit Nachwort und Kommentar hrsg. von Lothar Stiehm. Schneider, Heidelberg 1981, ISBN 3-7953-0185-8.

^^^^

 (Ordner)   www.detopia.de