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Nachwort und Dank           1971 von Barry Commoner

 

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In vielen entscheidenden Punkten ist das vorliegende Buch ein Ergebnis meiner Mitgliedschaft in verschiedenen Organisationen, die sich mit Umwelt­problemen befassen: das St. Louis Committee for Environmental Information, das Scientists' Institute for Public Information, das Committee on Environmental Alterations of the American Association for the Advancement of Science und das Center for the Biology of Natural Systems at Washington University. 

Der größte Teil des hier unterbreiteten Tatsachenmaterials ergab sich aus der Forschungstätigkeit einer oder mehrerer dieser Organisationen, und viele der hier entwickelten Grundvorstellungen entstanden in Diskussionen mit Kollegen jener Verbände. Diesen Kollegen bin ich zu großem Dank verpflichtet, nicht nur, weil sie freimütig Informationen und Ideen mit mir ausgetauscht haben, sondern auch für ihre uneigennützige und harte Arbeit, die sie in jenen bedeutenden Organisationen geleistet haben und leisten.

So wurden nahezu alle in diesem Buch dargelegten Ideen in unzähligen Diskussionen mit engen Mitarbeitern erörtert und gelegentlich so abgewandelt, daß sie nicht wiederzuerkennen waren. Zu erwähnen sind vor allem: Dean E. Abrahamson, Walter Bogan, Virginia Brodine, Michael Corr, M. Taghi Farvar, Daniel H. Kohl, Julian McCall, Alan H. McGowan, Sheldon Novick, Max Pepper, Kevin P. Shea, Paul J. Stamler und Wilbur Thomas. Ihnen allen bin ich für ihre lebhafte, verständnisvolle und geduldige Teilnahme an jenen Diskussionen außerordentlich dankbar.

Michael Corr und Paul J. Stamler, die dem Führungsstab des AAAS Committee on Environmental Alterations angehören, haben nahezu das gesamte hier vorgelegte statistische Material ausgewertet und analysiert; Paul J. Stamler zeichnet darüber hinaus weitgehend für die Abfassung der Anmerkungen und Verweise verantwortlich.

Zu guter Letzt möchte ich meiner Verwaltungsassistentin Gladys Yandell für ihre hervorragende Mitarbeit danken; Corinne Clark und Peggy Whitlow für die Niederschrift des Manuskripts und Anita Hultenius, Kay Shehan und Bernard Watts von der Washingtoner Universitätsbibliothek für das Auffinden unumgänglicher Verweise. Ebenso ist es mir ein Bedürfnis, meinem Verleger Robert Gottlieb, seiner Assistentin Toinette Rees und der Manuskript­bearbeiterin Ann Close für ihre Mitwirkung bei der Vorbereitung dieses Buches meine Anerkennung auszusprechen, und Marie Rodeil, die auch schon bei ähnlichen Projekten wertvolle Mitarbeit geleistet hat.  

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Anmerkungen 

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1)  Yesse Unruh, Führer der Demokraten im kalifornischen Abgeordnetenhaus. Zitiert nach Newsweek, 26.1.1970, S. 31.

2)  »Rettet unsere Erde«; Anspielung auf den internationalen Hilferuf SOS.

3)  FBI-Bericht, der aufgrund einer Anfrage Senator Muskies am 14.4.1971 in das Kongreßprotokoll aufgenommen wurde (Kongreßprotokoll vom 14.4.1971, S. S-4744 

4)  Garrett Hardin (Biologe), »The Tragedy of the Commons« in Science 162, S. 1243-1248.

5) Paul R. Ehrlich (Biologe), The Population Bomb, New York 1968, S. 66f. (Deutsche Ausgabe: Die Bevölkerungsbombe, München 1971). In diesem vielgelesenen Buch wird die These entwickelt, daß die »Überbevölkerung« die Hauptursache der Umweltkrise sei. Das Buch geht jedoch weit über die Grenzen wissenschaftlicher Evidenz hinaus, indem es z.B. detaillierte Anweisungen gibt, wie die verschiedenen Bevölkerungsgruppen von den Segnungen der Geburtenkontrolle zu überzeugen seien.

6) Walter S. Howard (Biologe), »Man's Population-Environment Crisis« in Natural Resources Lawyer 4 (1971), S. 106.

7) Wayne H. Davis (Biologe), »Overpopulated America« in The New Republic vom 10.1.1970, S. 13-15.

8) George Wiley, früher Professor für Chemie, ist heute Vorsitzender der National Weifare Rights Organization. Das Zitat stammt aus seiner Rede über »Ecology and the Poor«, die er anläßlich des Erdtages der Harvard University am 21. April 1970 gehalten hat. Abgedruckt in Earth Day - The Beginning, New York 1970, S. 213-216.

9) Sherman R. Knapp, Verwaltungsratsvorsitzender bei Northeast Utilities. Aus seinem Pamphlet Nuclear Industry and the Public, das 1970 vom Atomic Industrial Forum herausgegeben wurde.

10) William Roth, Direktor der Pacific-Life-Versicherungsgesellschaft. Aus seinen Schlußbemerkungen auf der Conference on Man and his Environment, San Francisco 1969; abgedruckt in H. O. Johnson (Hg.), No Deposit - No Return, Reading/ Mass. 1970, S. 317L

11) Arturo Sandoval, Student, Kampagne für Umweltschutz. Aus »La Raza«, einer Rede, gehalten anläßlich der Erdtag-Rallye vom 22. 4. 1970 in Albuquerque/New Mexico, abgedruckt in Earth Day, a.a.O., S. 224.

12) Channing E. Phillips, Pfarrer einer freien Kirchengemeinde. Aus »Unity«, einer Rede, gehalten anläßlich der Erdtag-Rallye in Washington; abgedruckt in Earth Day, a.a.O., S. 74.

13) Dynn White (Historiker). Kus seinem vielzitierten Artikel »The Historie Roots of our Ecologic Crisis« in Science 155, S. 1203-1207.

14) Vance Hartke, Senator aus Indiana. Aus seiner Rede anläßlich des Erdtag-Treffens am Concordia Senior College in Fort Wayne/Indiana, 22.4.1970; abgedruckt in Earth Day, a.a.O., S. 134.

15) Roderich A. Cameron, Mitglied des Environmental Defense Fund. Aus seiner Rede am Erdtag-Treffen der State University of New York, 22.4.1970; in Earth Day, a.a.O., S. 173.

16) Rennie Davis, Mitglied der »Chicago Seven«. Aus seiner Rede bei der Erdtag-Rallye in Washington, 22.4.1970; in Earth Day, a.a.O., S. 87f.

17 Aus einem weitverbreiteten Pamphlet des Seifen- und Detergentienverbandes mit dem Titel »The Disaster Lobby«. Es handelt sich um den Text einer Rede, die Thomas Shepard jr., Verleger der Zeitschrift »Look«, auf dem 44. Jahrestreffen des Verbandes am 28. Januar 1971 in New York gehalten hat.

18 Eine höchst aufschlußreiche Studie über das Leben der Buschmänner und ihre Beziehungen zur Umwelt stammt von Elizabeth M. Thomas, The Harmless People, New York 1959.

19 Das klassische und heute noch lesenswerte Werk zu diesem Thema ist A. J. Oparin, The Origin ofLife on Eartb, New York 1938. Zum neueren Stand der wissenschaftlichen Diskussion siehe A. J. Oparin, The Origin of Life on Earth, New York 1957; siehe auch Barry Commoner, »Biochemical, Biological and Atmospheric Evolution« in Proceedings, National Academy of Science 53, S. 1183-1194.

20 Eine detailliertere Darstellung des Stickstoffkreislaufes findet sich bei Barry Commoner, »Nature Unbalanced: How Man Interferes with the Nitrogen Cycle« in Scientist and Citizen 10 (1968), S. 12.

21 Leser, die sich mit der Ökologie näher vertraut machen möchten, beginnen am besten mit Eugene P. Odum, Ecology, New York 1963.

22 Zur Diskussion ähnlicher Naturkreisläufe siehe Lloyd B. Keith, Wildlife's Ten-Year Cycle, Wisconsin 1963, S. 64U.

23 Dieses und ein weiteres Zitat stammt aus Leo Marx, »American Institutions and Ecological Ideals« in Science 170, S. 945-952.

24 Eine allgemeine Darstellung des Fallout-Problems und seines wissenschaftlichen Hintergrunds findet sich in den folgenden Artikeln von Nuclear Information (1958 bis August 1964), später umbenannt in Scientist and Citizen (September 1964 bis Dezember 1968) und seit Januar 1969 in Environment: Oktober 1959, November 1959, April i960, Oktober i960, Januar 1961, April 1962, März 1963, August 1963, November 1963 und September 1964. Der letzte Artikel enthält eine umfassende Übersicht über das Problem. Siehe auch Anmerkung 25.

25 Eine ausgezeichnete Diskussion über den Atomwaffentest vom März 1954 findet sich bei Ralph Läpp, The Voyage of the Lucky Dragon, New York 1958.

26 Siehe den 13. Halbjahresbericht der AEC, Washington, 1. Januar 1953.

27 Zur allgemeinen Diskussion über dieses Problem siehe Scientist and Citizen, September 1964, S. 5.

28 Die erste dieser Schätzungen findet sich in Scientist and Citizen, September 1964; die zweite in Report ofthe UN Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation, New York 1969; die dritte bei Ernest J. Sternglass in Stillborn Future, New York 1970; die vierte bei John Gofman und Arthur Tamplin in Population Control Through Nuclear Pollution, Chicago I97i,undin »Radiation: The Invisible Casua-lities« in Environment 12 (1970), S. 12.

29 Siehe Rand Corporation in Ecological Problems and Post-War Recovery: A Preli-minary Study from the Civil Defense Viewpoint, Santa Monica/Calif. 1961. Siehe ebenfalls die September-Ausgabe der Zeitschrift Nuclear Information von 1963.

30 Zeitungsartikel über die Vorschläge von Dr. Johnson sind erschienen in St. Louis: Post-Dispatch, 9. Februar 1965, und in Memphis: Commercial Observer, 19. April 1964.

31 Zum Kommissionsbericht siehe New York Times, 1. Dezember 1970, S. 92.

32 Der hier zitierte Wortwechsel wurde veröffentlicht im National Observer, 20. April 1964.

33 Siehe Colorado Committee for Environment Information (Hg.), Nuclear Explosives in Peacetime, New York 1970, S. 4L Es handelt sich hierbei um ein Arbeitsheft des SIPI (Scientists' Institute for Public Information, New York).

34 Siehe Bureau of the Census (Hg.), Statistical Abstract of the United States, Washington 1970, S. 529, und Hubert Risser, »Power and the Environment: A Potential Crisis in Energy Supply« in Environmental Geology Notes 40 (1970), S. 3, 16,

35)  Eine Tatsache, der sich nur wenige Leute bewußt sind und auf die die AEC - meines Wissens - auch noch niemals hingewiesen hat, ist die, daß Kernkraftwerke selbst zwar keine nichtradioaktiven Verunreinigungen entstehen lassen, daß derlei Verunreinigungen aber sehr wohl mit der Erzeugung von Kernenergie verbunden sind. So wird beispielsweise zur Herstellung des für den Betrieb der Kernkraftwerke erforderlichen Brennstoffs eine ganz beträchtliche Menge Elektrizität benötigt. Diese Elektrizität wird von herkömmlichen Kohlenkraftwerken erzeugt, die dabei natürlich eine chemische Verunreinigung der Luft hervorrufen. Die Kohle, die verbrannt wird, um Kernbrennstoff zu erzeugen, stellt mindestens fünf Prozent der Energie dar, die mit Hilfe dieses Brennstoffs schließlich gewonnen wird. Daher schließt die Erzeugung von Kernenergie mindestens fünf Prozent der chemischen Luftverschmutzung ein, die bei der Gewinnung einer entsprechenden Menge Energie aus Kohle auftritt.

36 Eine ausgewogene Darstellung dieses Problems von einem erfahrenen Wissenschaftler findet sich in dem unten angeführten Artikel in der Washington Post. Zur Auffassung der Industrie siehe Electrical World, 17. Dezember 1969, S. 35.

37 Dr. Seaborg, zitiert nach Washington Post, 19. Oktober 1969.

38 Ein anschaulicher Bericht über die Erfahrungen, die Gofman und Tamplin bei ihrer Messung der durch Atomwaffen und Reaktoren verursachten Umweltverschmutzung gemacht haben, findet sich in ihrem Buch Population Control Through Nuclear Pollution, Chicago 1971. Das Zitat stammt aus einer Pressemitteilung der AEC, a.a.O., S. 60.

39 Thompsons Berechnungen stammen aus T. J. Thompson und W. R. Bibb, »Response to Gof man and Tamplin: The AEC Position« in Bulletin of the Atomic Scientists (1970), S. 9; die Berechnungen Morgans aus K. Z. Morgan und E. G. Struxness, »Criteria for the Control of Radioactive Effluents« in Environmental Aspects of Nuclear Power, Wien 1971.

40 Als gute, verständliche Einführung in das Problem der Luftverschmutzung mit einer nützlichen Literaturliste empfehle ich A. A. Nadler u. a., Air Pollution, New York 1970. Für einen gründlicheren Überblick verweise ich auf J. P. Dixon u.a., Air Conservation, Washington D. C. 1965. Siehe auch Virginia Brodine, Air Pollution, New York 1972.

41 Wenn nicht anders angegeben, sind alle Daten über Veränderungen im Grad der Luftverschmutzung der ausgezeichneten Zusammenfassung entnommen, die von den örtlichen Behörden zusammengestellt wurde: L. J. Füller u.a., Profile of Air Pollution Control in Los Angeles County, Los Angeles 1967. Siehe vor allem S. 8, 9, 11 und 59.

42 Diese Angaben stammen aus J. B. Taylor, Dustfall Trends in the Los Angeles Basin, 1947-60, Los Angeles 1961.

43 Zur Korrespondenz von Kenneth Hahn siehe Air Pollution - 1967, Teil 1, Hearings Before the Subcommittee on Air and Water Pollution, Committee on Public Works, U.S. Senate, 13./14. und 20./21. Februar 1967, Washington D.C. 1967, S. 155-207.

44 Die hier aufgeführten Daten finden sich neben einer Fülle zusätzlicher wichtiger Informationen über Stickstoffoxyde und photochemischen Smog in einem Artikel von I. R. Tabershaw, F. Ottoboni und W. C. Cooper, der in Air Pollution - 1968, Teil 3, Hearings Before the Subcommittee on Air and Water Pollution, Committee on Public Works, U.S. Senate, 1968, S. 968, abgedruckt ist. Die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf Vegetation und Ernten werden in einem weiteren Artikel von O. C. Taylor (S. 959) behandelt. Im selben Band findet man auch nützliche Artikel über die Wirkungen von Kohlenmonoxyd, Schwefeldioxyd, Blei und Staub.

45 Für die angegebenen Daten und zur allgemeinen Information über Blei in der Umwelt siehe eine Artikelserie in Scientist and Citizen 10 (1968).

46 Die erwähnten Daten stammen aus E. Sawicki, Archives of Environmental Health 14 (1967), S. 524-530. Ähnliche Daten sind zusammengefaßt in Air Pollution-1967, Teil 3, Washington D.C. 1967, S. 1284-1308.

47 Eine gute allgemeine Informationsquelle über diese und ähnliche Fragen ist: Inhalation Carcinogenesis, Sitzungsbericht einer Konferenz im Auftrag des National Cancer Institute und der US-Atomenergiekommission, Washington D.C. 1970. Siehe vor allem die Aufsätze von N. Nelson, H. L. Falk und U. Saffiatti.

48 Leser, die an einem verständlichen, aktuellen Überblick über die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gesundheit interessiert sind, können S. M. Ayers und M. E. Buehler, ClinicalPharmacology and Therapeutics 11 (1970), S. 337, zu Rate ziehen.

49 Obwohl sich viele Forscher aufgrund ihrer Ausbildung gezwungen fühlen, hartnäckig nach einfachen Kausalbeziehungen zu suchen, wird bei einer so komplexen Sache wie der Luftverschmutzung schließlich deutlich, daß dieses methodische Vorgehen sinnlos ist. Die Luftverschmutzung lastet nicht in Form isolierter Schmutzstoffe auf uns, sondern als ein komplexes Ganzes; da sie nicht erfolgreich stückweise analysiert werden kann, ist sie eben nur als Ganzes wirksam zu bekämpfen. Diese Ansicht wird jetzt immer mehr von Spezialisten übernommen, die um die Luftverschmutzung als ein umfassendes Proolem bemüht sind. So kommt der oben erwähnte Artikel von Tabershaw u. a. in bezug auf den photochemischen Smog zu dem Schluß: »Es gibt so viele Faktoren - Höchstwerte, Dauer, akute und chronische Wirkungen usw. -, daß eine adäquate Summierung in einem oder mehreren numerischen Systemen fast unmöglich ist. Die Oxydationsmittelmenge und die biologischen Mechanismen sind so voneinander abhängig, so schwierig zu trennen und durch Änderung irgendeines Faktors im System so leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, daß ein besonnener langfristiger Plan zur Bekämpfung der Schmutz -stoffe an ihrem Entstehungsort naheliegt.«

50 Eine Zusammenfassung der jüngsten Veränderungen im Stickstoffkreislauf und ihren Wirkungen auf den Nitratgehalt der Umwelt gibt Barry Commoner, »Nature Unbalanced« in Scientist and Citizen (Januar 1968), S. 9-19. Eine eher technische Behandlung des Themas findet sich bei Barry Commoner, »Threats to the Integrity of the Nitrogen Cycle: Nitrogen Compounds in Soil, Water, Atmosphere« in S. F. Singer (Hg.), Global Effects of Environmental Pollution, Dordrecht 1970.

51 Die Angaben stammen aus einem Artikel von J. H. Dawes u.a. in Proceedings, Twenty-fourth Annual Meeting, Soil Conservation Society of America, Fort Col-lins/Colorado 1968, S. 94-102.

52 Die hier angegebenen Daten sind einem Artikel entnommen, der die ausgedehnten und wertvollen Untersuchungen des Illinois State Water Survey zusammenfaßt: R. H. Harmeson, F. W. Sollo und T. E. Larson, »The Nitrate Situation in Illinois«, The Ninetieth Annual Conference of the American Water Works Association, Washington D.C. 1970.

53 Ein kurzer Bericht über unsere Untersuchungen findet sich in CBNS Notes, September 1970, veröffentlicht vom Center for the Biology of Natural Systems, Washington Üniversity, St. Louis/Missouri. Ein Bericht über die Versammlung in Cerro Gordo siehe in CBNS Notes, Januar 1971.

54 Dr. Gelperins Beobachtungen wurden bei einer Sitzung der American Medical 'Association im Juni 1971 vorgetragen; das Zitat von Dr. Gelperin ist einem Bericht über seinen Vortrag in der Chicago Tribüne vom 22. Juni 1971 entnommen.

55 Der größte Teil dieses Berichts folgt Barry Commoner, »The Killing of a Great Lake« in The 1968 World Book Year Book, Chicago 1968. Daten über die Veränderungen im Lebensgefüge des Eriesees sind in diesem Artikel nachzulesen. Einen genaueren Überblick über die meisten Verschmutzungsprobleme des Sees gibt der Lake Erie Report, United States Department of Interior, Federal Water Pollution Control Administration, Great Lakes Region, 1968. Dieser Bericht beruht auf einer fünfjährigen Untersuchung. Er bringt zwar hervorragendes Datenmaterial über die Ursachen der Seeverschmutzung im allgemeinen, erklärt aber deren Ökologie unzureichend.

56 Eine kurze Einführung bei George L. Berg, Water Pollution, New York 1970.

57 Diese Angaben stammen aus dem Report on Commercial Fisheries Resources of the Lake Erie Basin, Washington D.C. 1968, herausg. vom US-Innenministerium.

58 Siehe Buffalo Society of Natural Sciences, Preliminary Report on the Cooperative Survey of Lake Erie-Season of 1928, Bulletin 14 (1929).

59 Siehe Dr. Britts Artikel »Stratification in Western Lake Erie in Summer of 1953: Effects on Hexagenia (Ephemeroptera) population« in Ecology 36 (1955), S. 239-244.

60 Zu diesen Daten siehe »Report on Commer cial Fish eries Resources of the Lake Erie Basin«, a.a.O., S. 22 und 25.

61 Siehe Lake Erie Report, a.a.O., S. 34.

62 Die Berechnungen, die dem geschätzten Phosphathaushalt zugrunde liegen, stammen aus Proceedings, in the Matter ofthe Pollution of Lake Erie and Its Tributaries Bd. 1 (1966), S. 59L, United States Department of Interior, Federal Water Pollution Control Administration, Great Lakes Region.

63 Die hier erwähnte Arbeit ist eine wichtige Untersuchungsreihe von C. H. Morti-mer, von ihm selbst in zwei Artikeln im Journal of Ecology 29 (1941), S. 280, und 30 (1942), S. 147, zusammengefaßt.

64 Siehe S. Beeton, »Changes in the Environment and Biota of the Great Lakes« in Eutrophication: Causes, Consequences, Correctives, Symposium, National Aca-demy of Sciences, Washington D.C. 1969. Dieser Band ist eine gute Fundgrube für technische Informationen über Eutrophierung.

65 Diese Daten stammen aus C. C. Davis' Artikel in Limnology and Oceanography 9 (1964), S. 275.

66) Diese wichtige Untersuchung, die bei den populären Diskussionen über die Eutrophierung leider nur selten berücksichtigt wird, wurde von F. J. H. Mackereth durchgeführt und in Philosophical Transactions of the Royal Society of London, Series B, 250 (1966), S. 165, veröffentlicht. Der Wissenschaftler machte sich in raffinierter Weise das unterschiedliche Verhalten zweier Metalle - Eisen und Mangan - in verschiedenen Sauerstoffkonzentrationen zunutze. Aus dem Verhältnis zwischen dem Eisen- und Mangangehalt in Sedimentproben vom Grund eines Sees kann man auf den relativen Sauerstoffgehalt schließen, der zu der Zeit herrschte, als sich das Sediment ablagerte. Zur Datierung verschiedener Sedimentproben werden geologische Standardverfahren angewandt. Als Ergebnis erhält man eine Kurve des Sauerstoffgehalts als Funktion der geologischen Zeit, die seit Entstehung des Sees vergangen ist. Wenn es sich bei der Eutrophierung tatsächlich um einen allmählichen Alterungsprozeß handelte, müßten diese Kurven ein allmähliches Absinken des Sauerstoffgehalts anzeigen. Dies ist nicht der Fall; vielmehr werden die Seen entweder sehr bald nach ihrer Entstehung eutroph oder erst dann, wenn der Mensch eingreift.

67) Als Beispiel für die Argumentation der Waschmittelindustrie kann das von der Soap and Detergent Association veröffentlichte Rundschreiben Water in the News herangezogen werden. So stehen auf der Titelseite der Aprilausgabe von 1971 zwei Artikel. Der eine, überschrieben »Wissenschaftliche Untersuchung ergibt: Stickstoff wirkt eindämmend«, berichtet, die Eutrophierung in Küstengewässern sei eher eine Reaktion auf Stickstoff als auf Phosphorzusatz; der zweite, mit dem Titel »Komiteemitglieder halten die Rolle der Phosphate bei der Eutrophierung für Fehleinschätzungen«, bringt ähnliche Informationen aus anderen Quellen. Ein Beispiel für die Methoden der Düngemittelwerbung ist das folgende: »Die Ansichten des Landwirtschaftsministeriums können folgendermaßen zusammengefaßt werden . . . Nitrate können tatsächlich das Wachstum der Algen beschleunigen, aber Phosphor ist mit größerer Wahrscheinlichkeit der Schuldige« - in Chemical Engineering 21 (1969), S. 53. Die Möglichkeit, daß eine Kohlendioxydkonzentration Eutrophierung verursachen könnte, wird von L. E. Kuentzel aufgegriffen: »Bacte-ria, Carbon Dioxide, and Algal Blooms« in Journal of Water Pollution Control Federation 41 (1969), S. 1739.

68) Siehe die oben zitierten Konsequenzen auf S. 69 des Lake Erie Report.

69) Diese Angaben bei John McHale, The Ecological Context, New York 1970, S.95.

70) Eine umfassende Darstellung der Rolle der Technologie in der modernen Industrie findet sich in dem Buch von John Kenneth Galbraith: Die moderne Industriegesellschaft, München 1968.

71 Einen ausgezeichneten Überblick über die komplexen Faktoren, die die Bevölkerungsdichte regulieren, gibt E. A. Wrigley, Population and History, New York 1969.

72 Quellen für diese Daten und Berechnungen bei Barry Commoner, »The Environmental Cost of Economic Growth« in Energy, Economic Growth, and the Environment, Washington D.C. 1971.

73 Statistical Abstracts, a.a.O., 1970, S. 5.

74 J. Backman, The Economics of the Chemical Industry, Washington D.C. 1970, S.

75 Department of Health, Education and Weifare, A Strategy for a Livable Environment, Washington D.C. 1967, S. 11.

76 Automobile Manufacturers Association, Automobile Facts and Figures, Washington D.C. 1970, S. 57.

77) United States Department of Commerce, The National Income and Product Accounts of the United States, 1929-196}, Washington D.C. 1966, S. 4L

78 Diese Daten sind zusammengefaßt in Agricultural Statistics, a.a.O., 1967, S. 6974; 1970, S. 576.

79 Siehe Statistical Abstracts, 1948, S. 811; 1970, S. 685.

80 Diese Angaben stammen aus Statistical Abstracts, 1947, S. 854; 1948, S. 811, 865; 1953, S. 97; 1962, S. 798; 1970, S. 83, 685, 713, 717. Graphische Darstellungen der jährlichen Produktionsveränderungen finden sich bei Barry Commoner, Michael Corr und Paul J. Stamler, Data on the United States Economy of Relevance to Environmental Problems, Washington D.C. 1971. Hier wie an anderen Stellen dieses Buches wird das Hauptgewicht auf wirtschaftliche Angaben zur Güterproduktion gelegt und der Einfluß von Importen und Exporten auf den Verbrauch vernachlässigt. Dieses Vorgehen beruht darauf, daß der Grad der Umweltverschmutzung ganz direkt mit der Inlandsproduktion im Zusammenhang steht und daß die Ein- und Ausfuhren in den meisten Fällen - verglichen mit der Inlandsproduktion - nur geringen Umfangs sind. Eine Ausnahme mögen Textilien darstellen, die, vor allem in den letzten Jahren, zunehmend importiert worden sind. Daher liegt der tatsächliche Pro-Kopf-Verbrauch an Textilien in den Vereinigten Staaten (insbesondere in den letzten Jahren) wahrscheinlich etwas höher, als die Zahlen für die Inlandsproduktion erkennen lassen.

81 Siehe Quellenangabe für Anmerkung 50.

82 Die hier und an anderen Stellen dieses Kapitels dargestellten Berechnungen und deren Quellen sind vollständig und ausführlich enthalten in Barry Commoner, Michael Corr und Paul J. Stamler, Data on the United States Economy of Relevance to Environmental Problems (siehe Anm. 80). Wichtige Quellen und eine graphische Darstellung einiger Schlüsseldaten finden sich ebenfalls in Barry Commoner, »The Environmental Cost of Economic Growth« (siehe Anm. 72). Siehe auch Barry Commoner, Michael Corr und Paul J. Stamler, »The Causes of Pollution« in Environment 13 (1971), S. 2. Mit Hilfe dieser und ähnlicher Daten bemühte man sich, so gut es ging, Veränderungen zwischen dem ersten Nachkriegsjahr (1946) und dem möglichst jüngsten Jahr, über das Statistiken verfügbar waren (meistens 1968), zu erfassen. In einigen Fällen sind jedoch, wie angegeben, nur für eine kürzere Zeitspanne Daten vorhanden.

83 Die entsprechenden Statistiken finden sich in Agricultural Statistics, 1958, S. 309f; 1970, S. 306.

84 Die einschlägigen Berechnungen sind nachzulesen bei Barry Commoner, »The Origins of the Environmental Crisis«, Rede vor dem Europarat, Stockholm, 1. Juli 1971; und in Barry Commoner, »The Environmental Cost of Economic Growth« (siehe Anm. 72).

85) Die hier angegebenen Zahlen sind Schätzwerte von Landwirtschaftsexperten im Gebiet von Decatur.

86 Zu diesen Berechnungen siehe Anmerkung 84.

87 J. A. Edmisten, »Hard and Soft Detergents« in Scientist and Citizen 8 (1966), S. 4-

88 Zitiert nach R. M. Stephenson, Introduction to the Chemical Process Industries, New York 1966, S. 365.

89 Diese und andere einschlägige Daten finden sich in einem sehr interessanten Buch über die britische Waschmittelindustrie: P. A. R. Puplett, Synthetic Detergents, London 1957, S. 219.

90 Siehe Nachweis für Anmerkung 82.

91 Siehe Nachweis für Anmerkung 82.

92 Zum Vergleich von Baumwolle und Nylon hinsichtlich des Energiebedarfs: An diesem Beispiel läßt sich sehr gut aufzeigen, was wir über den gesellschaftlichen Nutzen alternativer Möglichkeiten, Bedürfnisse des Menschen zu befriedigen, wissen müßten - und noch immer nicht wissen. Um zu einer vernünftigen Entscheidung darüber zu gelangen, ob es notwendig oder gerechtfertigt ist, Baumwolle durch Nylon zu ersetzen, sollten wir die beiden Materialien in bezug auf folgende Faktoren miteinander vergleichen: Energiebedarf für ihre Herstellung und die sich daraus ergebende Luftverschmutzung; Umweltbelastungen, die bei der Produktion anfallen - in Form von Pestiziden, Düngemitteln und Abfallstoffen der chemischen Industrie; Haltbarkeit der Produkte und Umweltbelastungen, die bei ihrer Erhaltung oder Pflege anfallen (z.B. beim Waschen, Reinigen oder Bügeln). Auf der Grundlage dieser Daten ließe sich eine vernünftige Verbrauchsstrategie entwickeln. Würde die Analyse beispielsweise ergeben, daß Baumwolle im allgemeinen von größerem gesellschaftlichen Wert ist als Nylon, außer daß Baumwolle gebügelt werden muß, Nylon dagegen nicht, dann erwiese es sich als sinnvoll, bügelfreie Baumwollgewebe zu entwickeln oder solche Kleidungsstile zu entwerfen und zu propagieren, bei denen es auf ein glattgebügeltes Aussehen der Stoffe gar nicht mehr ankommt.

93 Die Untersuchung ist in Marine Pollution Bulletin, Bd. 2, 1971, S. 23, dargestellt. Einen noch drastischeren Beweis, daß Kunststoff-Fasern nicht biologisch abbaubar sind, haben wir aus dem Land der Buschmänner in Afrika. Ein Reservathüter berichtet: »Früher trugen die Afrikaner Tierhäute, und wenn sie abgelegt wurden, überließ man sie den Ameisen zur Verwertung. Jetzt fangen die Leute hier an, Nylonwäsche zu tragen, und dem sind die Ameisen nicht mehr gewachsen. Infolgedessen ist die Landschaft jetzt mit Überbleibseln weggeworfener Kleidungsstücke übersät.« (New York Times, 27. Juni 1971)

94 Siehe D. L. Dahlsten u.a., Pesticides, New York 1970; und J. Frost, »Earth, Air, Water« in Environment 11 (1969), S. 14.

95 Nach mehrjährigen hartnäckigen Bemühungen einiger Wissenschaftler und der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft wurden die Auswirkungen des Einsatzes von Unkrautvertilgungsmitteln in Vietnam der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die gründlichsten Beobachtungen wurden von einem AAAS-Überwachungsteam unter der Leitung von Dr. Matthew Meselson von der Harvard-Universität gemacht. Berichte über den neuesten Forschungsstand bei Terri Aaronson, »A Tour of Vietnam« in Environment 13 (März 1971), S. 34; und bei P. Boffey, »Herbicides in Vietnam; AAAS Study Finds Widespread Devastation« in Science 171 (1971), S. 3966.

96 Ein sorgfältiger Überblick über dieses Problem findet sich bei R. A. Wallace u.a., Mercury in the Environment, OakRidge 1971, S. 5. Siehe auch Barry Commoner, »A Current Problem in the Environmental Crisis: Mercury Pollution and Its Legal Implications« in Natural Resources Lawyer 4 (1971), S. 112.

97 Quelle für Kraftfahrzeugstatistiken Anmerkung 82.

98 Diese Daten stammen aus Brief Passenger Car Data, New York 1951 und 1970.

99 Für die Stickstoffoxyd- und Bleiabgase siehe Quelle für Anmerkung 82.

100 Diese Zahlen errechnete Michael Corr aus Daten, die die Missouri-Pazifik-Eisenbahn und das Missouri Department of Highways gesammelt hatten, sowie aus Statistiken der Interstate Commerce Commission: Transportation Statistics in the United States Teil 1 (1968), S. 19 und 172, und der Automobile Manufacturers Association: Motor Trade Facts (1962), S. 52.

101 Siehe Statistical Abstracts (1970), S. 821 f. tttmnrmniumu4-t*H41n rttt+imiti-ittn tt! i-r rrtnnra-i-H 1+1wimmnrm

102 Siehe Anmerkung 82.

103 Will man zwei alternative Güter, wie etwa Bier in Pfand- und Bier in Einwegflaschen, miteinander vergleichen, dann ist es notwendig, ihre jeweiligen Umweltbelastungen möglichst vollständig zu erfassen. Bei einem solchen Vergleich ist auch die für den gesamten Herstellung- (und Vernichtungs-)Prozeß erforderliche Energie zu bedenken, da die Energieerzeugung unweigerlich mit schweren Umweltbelastungen einhergeht. Eine derartige Untersuchung über die Bierflaschen ist vor kurzem von drei Studenten vorgelegt worden: von Jim Benten, John Hrivnak und George Voss in Zusammenarbeit mit Dr. Bruce Hannon vom Center for Advanced Com-putation der Universität von Illinois in Urbana. Sie fanden heraus, daß - bei Berücksichtigung des gesamten Energieverbrauchs für Herstellung und Handhabung der beiden Flaschenarten (d.h. für Produktion, Transport und, im Fall der Pfandflaschen, für das Waschen und Sterilisieren) - Einwegflaschen pro Mengeneinheit Bier, die den Konsumenten erreicht, einen etwa 4,7mal so großen Energieaufwand erfordern wie Pfandflaschen. Somit bringt der Gebrauch von Einwegflaschen eine erheblich stärkere Luftverschmutzung (als Folge der Energieerzeugung) mit sich als der Gebrauch von Pfandflaschen.

104 Diese Berechnungen stammen von Barry Commoner, »The Origins of the Environmental Crisis«, a.a.O.

105 Zitiert nach Simon Ramo, Century of Mismatch, New York 1970, S. 192.

106 Zitiert nach The New Industrial State, a.a.O., S. 30f.

107 Zitiert nach Jacques Ellul, The Technologkai Society<, New York 1964, S. 14, 227. Kursivierung von Ellul.

108 Zitiert nach Ramo, Century of Mismatch, a.a.O.

109 Zitiert nach MacLeishs Artikel in Saturday Review 14 (1967), S. 22.

110 Zitiert nach Präsident Nixons Rede zur Lage der Nation vom 22. Januar 1970, New York Times vom 23. Januar 1970.

111) Zitiert nach Galbraith, The New Industrial State, S. 24 f. Kursivierung von Barry Commoner.

112 Zur Würdigung dieser Darstellung biologischer Probleme und ihrer Bedeutung für die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt verweise ich den Leser auf Rene Dubos' scharfsinnige Werke. Für den Anfang kann man empfehlen: Rene Dubos, Man Adapting, New Haven 1965.

113 Aktuelle Schätzungen im 1. Jahresbericht des Council on Environmental Quality: Environmental Quality, Washington D.C. 1970, S. 72.

114 Zitiert aus Federal Radiation Council, Staff Report Nr. 2, 1961, S. 2.

115 C. W. Mays, »Thyroid Irradiation in Utah Infants Exposed to Iodine 131« in Scien-tist and Citizen 8 (1966), S. 3.

116 Über Pine Bluff siehe New York Times, 10. Juni 1971.

117 Zur Information über diese und ähnliche Aktionen siehe SIPI Report 1 (1970).

118 Chemical and Engineering News, 13. April 1970, S. 9.

119 Siehe Starrs Artikel in Science 165 (1969), S. 1232.

120 St. Louis Post-Dispatch, 17. Januar 1971.

121 Dieses Zitat stammt aus einem Brief an das AAAS-Direktorium von John S. Foster jr., Director of Defense Research and Engineering, Department of Defense, vom 29. September 1967. Siehe die Erklärung des AAAS-Direktoriums in Science 161 (1967), S. 253, die eines der frühen Geplänkel im Streit zwischen Forschern und Militärs über den Einsatz von Herbiziden in Vietnam darstellt. Das Ergebnis war ein Präsidentenerlaß zur Einstellung des Herbizideinsatzes.

122 Die Verringerung der Umweltbelastungen durch Technologie und Bevölkerungsgröße, die nötig gewesen wäre, um die in der Nachkriegszeit erfolgte Zunahme der Umweltverschmutzung zu verhindern, wird folgendermaßen berechnet: Zunächst erinnere man sich, daß der Grad der Verschmutzung = Bevölkerungsgröße X Erzeugung pro Kopf X Schmutzstoffemission/Produktionseinheit beträgt. Diese Formel geht davon aus, daß der zweite Faktor (»Überfluß«) unverändert bleibt, was auch in etwa für die meisten Verunreinigungen zutrifft (mit Ausnahme der durch die Kraftfahrzeuge hervorgerufenen). 

Wenn 1946 der Verschmutzungsgrad = 1, die Bevölkerungsgröße = i und die Schmutzstoffemission/Produktionseinheit = i gewesen sein soll, dann war im Jahr 1968 bei einer großen Zahl von Verunreinigungen die Verschmutzung = 10, die Bevölkerungsgröße =1,4 und die Schmutzstoffemission/Produktionseinheit = 7. Wenn wir uns nun im Jahr 1946 vorgenommen hätten, den Grad der Verschmutzung nicht über den Wert 1 ansteigen zu lassen, dann hätte der »technologische« Faktor (Schmutzstoffemission/Produktionseinheit) auf 0,7 gesenkt werden müssen - vorausgesetzt, man hätte eine Erhöhung der Bevölkerungszahl auf 1,4 zulassen wollen (da 1,4X0,7 = annähernd 1). Das aber bedeutet eine 3oprozentige Verbesserung der Technologie im Hinblick auf die Schmutzstoffemission. Hätte man andererseits einen Anstieg des technologischen Faktors auf 7 zulassen wollen, dann hätte der Bevölkerungsumfang - damit der Verschmutzungsgrad nicht über den Wert 1 hinausgelangt wäre - verkleinert werden müssen: (zwischen 1946 und i968)von 1 auf 0,14 (da 0,14X7 = annähernd 1). Dies aber bedeutet eine 86prozentige Reduzierung des Bevölkerungsumfangs.

123 Aus einer Rede von Willard Wirtz, früherer Arbeitsminister: »Optimum Population and Environment« in Population, A Challenge to Environment, Report Nr. 13, Washington D.C. 1970, S. 28.

124 Vgl. hierzu Paul R. Ehrlich, »The Population Explosion: Facts and Fiction« in H. D. Johnson (Hg.), No Deposit - No Return, Reading/Mass. 1970, S. 39.

125 Zitiert nach Population Growth and America's Future, Zwischenbericht der United States Commission on Population Growth and the American Future, Washington D.C. 1971, S. 5.

126 Zitiert nach Paul Ehrlich, The Population Bomb, New York 1968, Vorwort (dt: Die Bevölkerungsbombe, München 1971).

127 Zitat aus Garrett Hardin, »The Tragedy of the Commons«, a.a.O. Nicht unwichtig ist die Feststellung, daß zur Zeit die Sterbe- und Geburtenziffern in den Vereinigten Staaten sich fast die Waage hielten, wenn es keine »unerwünschten« Kinder gäbe. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Larry Bumpass und Charles F. Westoff in Science 169 (1970), S. 177, die anhand von Elterninterviews gleich nach der Geburt feststellten, ob die Kinder von den Eltern »gewünscht« waren. Diese Art Schätzung ist natürlich von einer Anzahl unberechenbarer Faktoren abhängig. Trotzdem lohnt es sich festzuhalten, daß die Untersuchung fast 20 Prozent der Geburten in den USA als unerwünscht klassifizierte. Das heißt, im Fall einer perfekten Empfängnisverhütung würden sich Todes- und Geburtenquote beinahe die Waage halten. (Die Geburtenrate wäre unter diesen Umständen 2,5 Kinder bei Frauen in der Gruppe der 3 5-bis 44jährigen, bei 2,25 wäre der Ausgleich erreicht.)

128 In einem in der Zeitschrift Look vom 21. April 1970 veröffentlichten Interview wurde Paul R. Ehrlich folgendermaßen zitiert: »Wenn man den Punkt erreicht hat, an dem man sich darüber klar wird, daß alle weiteren Bemühungen sinnlos sind, kann man ebensogut nur noch für sich selbst und seine Freunde sorgen und das bißchen Zeit, das noch bleibt, genießen. Dieser Punkt kommt für mich im Jahr 1972.«

129 Zitiert nach Mark Twain, Life on the Mississippi, New York 1917, S. 156.

130 Waste Management and Control, Veröffentlichung Nr. 1400, National Academy of Sciences-National Research Council (Committee on Pollution), Washington D.C. 1966. Die Berechnung basiert auf dem jahreszeitlich bedingten (Sommer-) Tiefstand der Flüsse.

131 Einen Überblick über klinische Fälle gibt J. H. Callicott, »Amebic Meningioence-phalitis Due to Free-Living Amebas of the Hartmanella (acanthamoeba)-Naegleria Group« in American Journal of Clinical Pathology 49 (1968), S. 84.

132 Die hier erwähnte Untersuchung wird von John Noell, Junior Fellow des Zentrums für die Biologie der natürlichen Systeme, durchgeführt.

133 Sheldon Novick, »Last Year at Deauville« in Environment 13 (1971), S. 36.

134 Ein neuerer Überblick über dieses Problem in Medical World News, 22. Januar 1971, S. 47-57. Man darf nicht vergessen, daß die wissenschaftliche Grundlage der heutigen Einschätzung der NTA-Gef ahr noch sehr unsicher ist. Bis jetzt ist erst eine Untersuchung, über die noch keine adäquate Darstellung vorliegt, fertiggestellt worden, allerdings sind mehrere in Arbeit.

135 Ein neuerer Bericht über dieses Problem in Chemiealand Engineering News, 5. Juli 1971, S. 22-34.

136 Eric Albone, »The Ailing Air« in Ecologist 1 (1970), S. 3.

137 »Chlorinated Hydrocarbons in the Ocean Environment«, National Academy of Sciences, Washington D.C. 1971.

13 8 Ein allgemeiner Bericht über die Entwicklung der medizinischen Probleme, die mit den Plastifizierern, die für diese Kunststoffe verwendet werden, verknüpft sind, steht in den Artikeln von Robert De Haan in Nature 231 (1970), S. 85; von R. J. Jaeger und R. J. Rubin in Lancet 1970-II (1970), S. 151; und in Chemical and Engineering News, 15. Februar 1971, S. 12; in der Baltimore Sun vom 8. März 1971; in Chemical and Engineering News, 26. April 1971, S. 3 (Brief von Frederick C. Gross über Erfahrungen der NASA mit volatilen Plastifizierern bei Kunststoffen).

139 Zitiert nach W. C. Guess und S. Haberman, »Toxity Profiles of Vinyl and Polyole-finic Plastics and Their Additives« in Journal of Biomedical Materials Research 2 (1968), S. 313.

140 Beide Zitate aus R. K. Bower u.a., »Teratogenic effects in the chick embryo caused by esters of phthalic aeid« in Journal of Pharmacology and Applied Therapeutics, Band 171, S. 314. Erst vor kurzem hat man ähnliche Wirkungen bei Ratten entdeckt; siehe A. R. Singh u.a., »Teratogenicity of a Group of Phthalate Esters in Rats« in Abstracts (1971), 10. Jahresversammlung der Gesellschaft für Toxikologie, S. 23.

141 Zitat aus Paul R. Ehrlich, The Population Bomb, revidierte Auflage, New York 1971, S. XI {Die Bevölkerungsbombe, München 1971).

142 Beide Zitate aus einer Anzeigenserie, abgedruckt bei L. K. Lader, Breeding Oursel-ves to Death, New York 1971, S. 96-100. Kursivdruck original.

143 Es lohnt sich, E. A. Wrigleys Population and History (zitiert weiter oben) als ausgezeichneten Überblick über die verschiedenen Faktoren heranzuziehen, die die Bevölkerungszahl determinieren. Hervorragend vor allem die Darstellung ihrer komplexen Interaktionen sowie die Sammlung der betreffenden Daten.

144 Die einschlägigen Statistiken bei Roger Revelle, »Population and Food Supplies: The Edge of the Knife« in Prospects of the World Food Supply, Washington D.C. 1966.

145 Siehe Josue de Castro, The Black Book of Hunger, New York 1967 - ein ergreifender und aufschlußreicher Bericht über den Hunger, seine Wirkungen und Ursachen sowie über neuere Versuche zu seiner Bekämpfung. Einen kurzen Umriß des Problems gibt Margaret Mead in Hunger, New York 1971.

146 Zitiert aus Studies in Family Planning, Population Council Publication Nr. 44 (August 1969), S. 1. Ich möchte Dr. Thayer Scudder vom California Institute of Technology dafür danken, daß er mich auf diese Erklärung aufmerksam gemacht hat und daß ich mit ihm viele wertvolle Gespräche über die Probleme von Entwicklungsländern im allgemeinen habe führen können.

147 Zitiert nach Paul R. Ehrlich, »The Population Explosion: Facts and Fiction«, a.a.O., S: 44.

148 Siehe Committee for Economic Development (Hg.), How Low Income Countries Can Advance Their Own Growth, New York 1966.

149 Siehe Nathan Keyfitz, »National Population and the Technological Watershed« in Journal of Social Issues 23 (1967), S. 6z.

150 Clifford Geertz, Agricultural Involution, Berkeley 1968. Ein fesselnder Bericht über die Nachwirkungen der holländischen Kolonisation auf die demographischen und ökologischen Vorgänge in Indonesien.

151 Eine Folge aufschlußreicher Untersuchungen über die ungünstigen ökologischen Wirkungen der modernen Technologie in Entwicklungsländern bei M. Tagni Far-var und John P. Milton (Hg.), »The Careless Technology - Ecology and International Development« in Proceedings ofthe Conference on Ecological Aspects of International Development, New York 1971.

152 Siehe William und Paul Paddock, Famine 1975, Boston 1967, S. 226.

153 Dr. Donna Allen möchte ich an dieser Stelle für ihre wertvollen Bemerkungen zu diesem Kapitel danken und gleichzeitig zwei gute Freunde, Roy Battersby und Arthur Kinoy, für eine Reihe scharfsinniger Diskussionen über die hier angesprochenen Streitfragen meiner tiefen Dankbarkeit versichern.

154 Zitat aus Robert L. Heilbroner, UnderStanding Macroeconomics, 2. Auflage Engle-wood Cliffs 1968, S. 12.

155 A. G. Pigou, The Economics of Weifare, London 1962.

156 Zitate aus E. L. Dale jr., »The Economics of Pollution« in New York Times Magazine, 19. April 1970.

157 Das Zitat stammt aus Alan Coddingtons interessantem Artikel »The Economics of Ecology« in New Society, 19. April 1970, S. 596.

158 Diese Zitate stammen aus der verbesserten Auflage des Buches von K. William Kapp, Social Costs of Business Enterprise, Bombay/London/New York 1963; das erste Zitat siehe S. 272, das zweite S. 290, das dritte S. 271.

159 Zitat aus Understanding Macroeconomics, a.a.O., S. 89. Hervorhebung von Heilbroner.

160 Gewinne der Seifen- und Detergentienindustrie, siehe Census of Manufacturers 1947, S. 407t.; 1954, S. 28D-7; 1958, S. 28D-9; 1963, S. 28D-8; 1967, S. 28D-9.

161 Siehe J. Backman, The Economics of the Chemical Industry, a.a.O., S. 215.

162 Die Hearings wurden vor dem House Agricultural Committee am 8. März 1971 gehalten und in der New York Times vom 11. Juli 1971 abgedruckt; Zitat von dort.

163 Nach dem Wall Street Journal vom 21. Dezember 1970 haben die W. R. Grace Company und die Monsanto Chemical Company die Einrichtung von NTA-Betrieben aufgegeben.

164 Zitiert nach der Aussage von W. G. Beeler vor dem Illinois State Pollution Control Board, Normal (Illinois), 17. März 1971.

165 Einen Überblick geben E. O. Heady und L. Auer, »Imputation of Production to Technologies« in Journal of Farm Economics 48 (1966), S. 309.

166 Zitat aus Fortune, März 1969, S. 112.

167 Zitat aus St. Louis Globedemocrat, 14. Mai 1971.

168 Errechnet aus folgenden Daten: Holz in Census of Manufacturers, a.a.O., 1967, S. 24-28 und 24A-10; Stahl, ebenda, S. 33A-14; Aluminium, ebenda, S. 33C-13; Zement, ebenda, S. 32-10; Kunststoff, ebenda, S. 28B-9; Eisenbahn- und Lastkraftwagen-Gütertransport in Interstate Commerce Commission Annual Report, Washington D.C. 1970.

169 Daniel Fife, »Killing the Goose« in Environment 13 (1971), S. 20.

170 Zitate aus G. F. Bloom, »Productivity, Weak Link in Öur Economy« in Harvard Business Review, Januar 1971, S. 5.

171 Zitate aus Robert Heilbroner, Between Capitalism and Socialism, New York 1970, S. 2821.

172 Die Zitate und die meisten hier erwähnten Beobachtungen sind entnommen aus P. R. Pryde, »Victors Are Not Judged« in Environment n (1970), S. 30. Siehe auch Gil Jordan, »The Soviet Environment« in Clear Creek, Juli 1971, S. 12.

173 Siehe Marshall I. Goldman, »Environmental Disruption in the Soviet Union« in T. R. Detwyler, Man's Impact on Environment, New York 1971, S. 61.

174 Siehe z.B. Bernard Gwertmans Bericht in der New York Timesvom 2. März 1970.

175 In Das Kapital führt Marx, wobei er auf das Buch des bedeutenden Chemikers Justus von Liebig, Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agrikulturchemie und Physiologie, Bezug nimmt, dazu aus: »Und jeder Fortschritt der kapitalistischen Agrikultur ist nicht nur ein Fortschritt in der Kunst, den Arbeiter, sondern zugleich in der Kunst, den Boden zu berauben, jeder Fortschritt in Steigerung seiner Fruchtbarkeit für eine gegebene Zeitfrist zugleich ein Fortschritt im Ruin der dauernden Quellen dieser Fruchtbarkeit. Je mehr ein Land, wie die Vereinigten Staaten von Nordamerika z.B., von der großen Industrie als dem Hintergrund seiner Entwicklungausgeht, desto rascher dieser Zerstörungsprozeß. Die kapitalistische Produktion entwickelt daher nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen alles Reichthums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.«

176 Zitat aus Robert Heilbroner, Between Capitalism and Socialism, a.a.O., S. 283.

177)  Daten über das Wirtschaftsvermögen der Vereinigten Staaten in Economic Report of the President and Annual Report of Council of Economic Advisors, Washington D.C. 1970, S. 190.

178)  Ein Wirtschaftswissenschaftler, der sich über den Einfluß der ökologischen Notwendigkeiten auf das Wirtschaftssystem Gedanken gemacht hat, ist E. F. Schumacher, Wirtschaftsberater des British National Coal Board. Seine Vorstellungen entwickelt er in einer Folge sehr aufschlußreicher, aber leider kaum bekannter Artikel: »Buddhist Economics« in Resurgence 1 (1968); »The New Economics« in Manas 22 und 32 (1969).

179)  Wie wir bereits angedeutet haben, gibt es moralische Gründe, die Entwicklungsländer als Großgläubiger der Industrieländer anzusehen. In den letzten Jahren haben die Vereinigten Staaten und andere reiche Nationen einige (erbärmlich geringe) Anstrengungen unternommen, ihre Schuld durch internationale Unterstützung zurückzuzahlen. Jetzt ist selbst diese bescheidene Rückzahlung in Frage gestellt. Die Unterstützung geht zurück, und statt dessen legt man offenbar wieder größeres Gewicht auf die Geburtenkontrolle. So nennt ein neueres Instruktionspapier des amerikanischen Außenministeriums für Präsident Nixon folgende Gründe für »das Interesse der Vereinigten Staaten, den LDC's (diplomatischer Jargon für »less de-veloped countries«: unterentwickelte Länder) behilflich zu sein, ihr Bevölkerungswachstum zu verlangsamen«: »Die Vereinigten Staaten und andere Länder, die Hilfe gewähren, sind enttäuscht, weil zwei Drittel unserer Unterstützung durch ein schnelles Bevölkerungswachstum aufgezehrt und unwirksam werden. Verbesserungen des Lebensstandards, von denen wir hofften, daß sie in wenigen Jahren eintreten würden, benötigen sehr viel mehr Zeit. . . Mehr Unterstützung wird notwendig sein, um auch nur das geringe Tempo, in dem gegenwärtig Fortschritte erzielt werden, aufrechtzuerhalten. Kongreß und Öffentlichkeit werden zögern, die Entwicklungshilfe zu erhöhen, wenn ein so großer Teil davon aufgewandt wird, nur um mehr Menschen auf derselben Stufe der Armut zu erhalten, die gegenwärtig vorherrscht. Die Vereinigten Staaten laufen Gefahr, Märkte, Investitionen und Rohstoffquellen zu verlieren, wenn LDC's nach eigenen Wegen suchen, um ihre Ressourcen zu vergrößern. Enttäuschte Hoffnungen unter den Völkern der LDC's, Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit führen zu Unruhe unter den Bürgern, zu politischen Aufständen und lassen in manchen Fällen eine Spaltung der Nationen befürchten.«

180) Zitiert aus dem Leitartikel »The Survival of Nations and Civilization« in Science Bd. 172, S. 1297. 

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