Jared Diamond

Arm und Reich

Die Schicksale menschlicher Gesellschaften 

 

"Geschrieben ohne Partei für irgendeine Seite zu ergreifen, ist <Arm und Reich> ein gutes Buch über die Weltgeschichte."

Pulitzer-Preis 1998

Guns, Germs, and Steel

The Fates of Human Societies

Verlag Norton, New York 1997

 

1997   550 Seiten

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In seinem bahnbrechenden Buch weist Jared Diamond ein für allemal nach, dass nicht Unterschiede der Menschen, sondern von Klima und Geografie die Ursache für Armut und Reichtum und für Aufstieg und Untergang ganzer Kulturen sind.

Seit dem 16. Jahrhundert haben die Europäer maßgeblich bestimmt, wo es langgeht in der Welt — in guten wie in schlechten Tagen. In <Arm und Reich> erläutert Jared Diamond, warum sich die Dinge so entwickelt haben. 

Es ist eine elementare Frage, und Diamond ist gewiß nicht der erste, der sie stellt. Seine besondere Leistung besteht jedoch darin, daß er sich auf wissenschaftliche Fakten stützt statt auf fadenscheinige Theorien über die genetische Überlegenheit der Europäer. 

Diamond, ein Professor der Physiologie an der University of California at Los Angeles (UCLA), weist darauf hin, daß die Geographie Eurasiens bestens geeignet war für die Entwicklung der Landwirtschaft und der Viehhaltung sowie für den freien Informations­fluß. 

Die bevölkerungsreicheren Kulturen, die sich daraus entwickelten, hatten komplexere Regierungs- und Kommunikationsformen — und eine erhöhte Resistenz gegenüber Krankheiten. Darüberhinaus nutzte das zersplitterte Europa die Kraft der wettbewerbsorientierten Innovation in einer Weise wie es China nicht tat. (Zum Beispiel benutzten die Europäer die chinesische Erfindung des Schießpulvers, um die Schußwaffen zu entwickeln, mit denen sie dann die Neue Welt unterwarfen.)

Diamonds Buch ist komplex und ein wenig verwirrend. Aber die These, die er methodisch vorbringt — die Untersuchung der "positiven Feedback-Schleife" der Landwirtschaft, der Viehhaltung, der Bevölkerungsdichte, der Innovation, und so weiter — ergibt Sinn. 

Geschrieben ohne Partei für irgendeine Seite zu ergreifen, ist Arm und Reich ein gutes Buch über die Weltgeschichte.


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Zum besseren Verständnis der Welt so wie sie heute ist     2001  aus Berlin

Diese Buch ist für mich ein Muß! Es sollte meiner Meinung sogar in den Schulunterricht eingebunden werden. Auch wenn man nicht in allen Teilen mit dem Autor übereinstimmen muß, so gibt er doch eine plausible Erklärung für die Grundlagen der historischen Entwicklung unserer Welt. Ein sehr interessantes und lehrreiches Werk, das ganz nebenbei auch noch manchen rassistischen Ideen den Boden entzieht. 


Zivilisationsgeschichte aus geographischer Sicht      2001  aus Berlin

Der Titel der deutschen Übersetzung "Arm und Reich" verwirrt zunächst: Es geht nicht um einen der vielen Versuche, sozioregionale Ungleichheiten ideologisch gefärbt aufzudecken und anzuklagen, sondern darum, sachlich und kraft anthropologischer, geophysischer sowie kulturgeschichtlicher Belege entscheidende Differenzen im Entwicklungspfad der Kontinente zu ermitteln.

Zentraler Ansatz ist die Bedeutung der Landwirtschaft, insbesondere der Domestizierung von Pflanzen und Tieren, im Kultivierungsprozess von Völkern. Aber der Autor geht ebenso auf die Entwicklung und Verbreitung von Innovationen und Schrift sowie auf Hemmnisse der Evolution, wie Krankheiten und Kriege, ein. Insgesamt liefert er einen faszinierenden, sehr plastischen und durchaus mutigen Ansatz zur Erklärung der gesellschaftlichen Entwicklung im Vergleich der wichtigsten globalen Regionen. Dabei geht er bewußt über detail-historische Analysen hinaus und macht Kenntnisse über Klima, Vegetation und Besonderheiten geographischer Räume nutzbar, um schließlich in spannende Thesen (mit hohem Erklärungswert!) zu münden...


Ein Buch das den Horizont erweitert     2000  aus Osnabrück

Dieses Buch zeigt in einfach zu begreifender Weise die großen Entwicklungslinien der Menschheit in den letzten Jahrtausenden auf. Dadurch wird erklärt, warum die Europäer und nicht etwa ein anderer Völkerstamm dieser Welt den Stempel aufgedrückt haben. Es zeigt sich, das die Entwicklung hauptsächlich durch geographische Besonderheiten bestimmt wird und das wir Europäer einfach GLÜCK hatten. Jeder Leser, der offen ist für neue Gedanken wird hier auf seine Kosten kommen. VORSICHT! Vor dem Einsturz eines konservativen Weltbildes sollte gewarnt werden!  


Absage an den Rassismus      2000     Christopher Jenke aus München

Hier liegt ein Buch vor, daß akribisch die Gründe aufzählt, warum der westliche Kulturkreis zur Zeit tonangebend in der Welt ist. In allen Einzelheiten wird erläutert, wie sich der Zivilisationsschwerpunkt immer mehr vom Fruchtbaren Halbmond in den Westen verschieben konnte und warum einige Völker und Kulturen gar keine Chance hatten, jemals eine Hochkultur zu entwickeln. 

Das Buch muß einem zu Denken geben und sollte uns alle dankbar sein lassen, daß wir zufälligerweise in unseren Kulturkreis hineingeboren wurden. Rassismus oder Überheblichkeit anderen Kulturkreisen gegenüber erteilt dieses Buch einen klaren Argumentationsentzug. Es sollte Pflichtlektüre für alle urgeschichtlich interessierten Lesern sein. 

Eine Frage bleibt allerdings unbeantwortet, zerstört sich unser westlicher Kulturkreis, wie so viele vor ihm, selbst? Wer ist aller Voraussicht nach der "kommende tonangebende" Kulturkreis? Denn eines lehrt uns wohl dieses Buch: Nichts währt ewig.  

 

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Jared Diamond - Arm und Reich - Die Schicksale menschlicher Gesellschaften (1997)