Karl Wilhelm Fricke

Akten-Einsicht

Rekonstruktion einer politischen Verfolgung

Mit einem Vorwort von Joachim Gauck

Karl Wilhelm Fricke :  Akten-Einsicht (1995)  Rekonstruktion einer politischen Verfolgung  

  Fricke.Start 

1995 

DNB.Buch 

 

detopia:

 

Akten der Staatssicherheit aus dreieinhalb Jahrzehnten, die in diesem Buch ausgebreitet und erstmals veröffentlicht werden, spiegeln vordergründig die Biographie eines Journalisten wider. Gleichzeitig macht der "Fall Fricke" exemplarisch, daß nicht aus Willkür geschah, was sich ereignet hat: Ein Menschenraub in West-Berlin, die totale Isolierung in der Untersuchungshaft des MfS, ein Geheimprozeß vor dem Obersten Gericht der DDR, "Sozialistischer Strafvollzug" in Bautzen.

Am eigenen Beispiel weist der Autor nach, daß seine politische Verfolgung nur auf dem Hintergrund des Herrschaftssystems im Staat der SED Realität werden konnte. Diese Feststellung trifft ebenso auf seine spätere "politisch-operative Bearbeitung" durch das MfS als leitender Redakteur beim Deutschlandfunk zu. Das Buch wird dadurch zu einem Zeitdokument zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit. »Es demonstriert eindrucksvoll«, so Joachim Gauck im Vorwort, »welche tiefreichenden historischen, aber auch persönlichen Einsichten aus Akten-Einsicht erwachsen können.«

Das Buch wird dadurch zu einem Zeitdokument zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit. 

 

Karl Wilhelm Fricke, geboren 1929, studierte Politische Wissenschaft und arbeitete als Journalist in West-Berlin, Hamburg, ab 1970 beim Deutschlandfunk in Köln. 1955 wurde er von der Staatssicherheit von West- nach Ost-Berlin entführt und zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, die er unter Anrechnung der U-Haft in Brandenburg und Bautzen verbüßte.

 

 

 

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