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Endzeitpropheten und Öko-Stalinisten

 

 

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Müttergespräch auf einer Spielplatzbank in München-Schwabing. »Ozon, Atom, Kälbermasthormon!« Treffsicher rezitierte die junge Frau ihr Endzeitstakkato. Ihre Zuhörerin nickt betroffen. Schnell sind sich die beiden einig: Schwabing und der Rest der Welt stehen vor dem Untergang. Man sollte seine Lieben in diesen letzten Tagen möglichst noch vollwertig vegetarisch ernähren und sich ansonsten auf das Ende einstellen.

detopia-2020: Hier wird vorgegaukelt, dass das MM Augen-Ohrenzeugen waren. Aber es gibt keine notwendigen Angaben dazu. Das erinnert an Relotius - wikipedia  Claas_Relotius -

Das trübsinnige Duo kann sich auf seriöse Quellen berufen. Zum Beispiel auf die Frankfurter Rundschau, die in ihrer Ausgabe vom 18.12.1995 die Zukunft folgendermaßen beschreibt: »Weite Teile der Erde sind versteppt, einstige Küsten­land­schaften und Inseln sind überflutet, besiegt geglaubte Seuchen­krankheiten kehren zurück.«

Auch ein Blick in die Frauenillustrierte Amica würde die beiden kaum aufmuntern. Unter dem Titel »Wo Öl und Jauche fließen« zieht das Modeblatt Bilanz:

»Zigtausende von kleinen Umwelt­katastrophen verderben die Heimat von Millionen – alltäglich und flächendeckend ... Im Lärmland, im Gülleland, wo die Allergene fliegen, wo das Wasser nicht mehr trinkbar ist, und weiter: im Abfall-Land, im Kohleland. Millionen leben in diesen Problemländern, mitten in Deutschland. Weiter wären nennenswert: Elektro-Smog, Ozon-Smog, Dioxin. So muß man sie sich vor­stellen: die belastete Republik.« 

Wenn man sich die Bundesrepublik wirklich so vorstellt, erscheint der Weltuntergang nur noch als humane Sterbehilfe. Die jungen Amica-Leserinnen können im Grunde froh sein, daß ihre alltäglichen Höllenqualen ein Ende finden. Irgendwann ist alles vorbei, das ist sicher. Fragt sich nur, wann?

Astrophysiker stellen sich den Weltuntergang ungefähr so vor: Die Sonne bläht sich zu einem roten Riesen auf. Alle Ozeane verdampfen. Der blaue Planet verwandelt sich in eine leblose Gesteinskugel. Doch bis dahin, so die Experten, haben wir noch ein paar Milliarden Jahre Zeit.

Zu lang für Endzeitprediger. Deshalb sind sie stets bemüht, den letzten Tag nach vorn zu verlegen. Natürlich immer in bester pädagogischer Absicht. Auf ewig schauen die Götter eurem sündigen Treiben nicht zu, verkünden sie. Die höchsten Instanzen werden alsbald gewaltig dazwischen fahren. Also, vergeßt die Zukunft.

Auch der apokalyptische Ökologismus unserer Tage trägt religiöse Züge.

detopia-2020: Hier erfinden MM das neue Wort "Ökologismus" (bzw. sie saugen es sich aus der journalistischen Feder). Das soll an Kommunismus andocken und soll zeigen, dass es sich um eine Ideologie handelt - natürlich eine weltfremde oder sogar bösartige und fremdgesteuerte. "apokalyptisch"? ich weiß nicht, ob man aus dem Bibel-Substantiv Apokalypse als M+M einfach so ein Adjektiv herleiten kann. Der Leser sagt wieder: "Ich weiß, was sie meinen, und darauf kommt es an." Aber so einfach ist es nicht, denn die Formulierungen geben auch die Richtung des Denkens und Verstehens vor. Das könnten wir hier gleich überprüfen, denn wenn ich dem widerspräche und die gleichen Worte benutze, dann verheddere ich mich bzw. es wird viel länger als die markige Schlagzeile und der Leser ermüdet. "religiös" ist hier negativ gemeint, wie "reine Glaubenssache", "irrational".

Nun kann es sein, dass M+M nur mit den konkreten Leuten abrechnen, die sie benennen. Und AUCH ich finde das frevelhaft, wenn oft und überall der Weltuntergang verwurstet und 'vermarktet' ("zu Geld gemacht") wird (z.B. in den Emmerichfilmen). Diese Verwurstung ist sehr kritikwürdig und ich könnte lange darüber schimpfen.

Aber unabhängig von Ökologie und Apokalypse und Religion gibt es den ganz stinknormalen jetzigen Zustand der Welt einschließlich der wirkenden Trends und Megatrends. Als Megatrend würde ich den jährlichen Kopfzuwachs bezeichnen, der ca. 70 Millionen (weltweit) beträgt - jedes Jahr. (Deutschland hat 83 Mio Leute, 2020). Als Megatrend würde ich den "Klimazuwachs" bezeichnen. Dieser beträgt wahrscheinlich soviel, dass das tägliche Leben im Jahre 2050 (also: bald) kein Zuckerschlecken mehr ist. Vergleiche dafür z.B. Fell 2019. Der "Trendforscher" Horx erforscht wohl eher "Trends" in der Mode und beim Essen und Schlafen.

 

»Er birgt alle Funktionen, die ein geschlossenes Glaubenssystem braucht,« schreibt der Trendforscher und Herausgeber dieses Buches Matthias Horx. »Romantische Transzendenz (Natur), Ablaß-Rituale (das Recycling), Feindbilder (Die Industrie) und jenes erhabene Greenpeace-Gefühl, das immer schon die wahrhaft Gläubigen befiel, wenn sie vor dem großen Armaggedon warnten.«

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Ein Wissenschaftlerteam der US-Zeitschrift <Science> legte vor 27 Jahren bereits das Datum des Weltunter­gangs fest: Natürlich wird es der 13. und ein Freitag sein, und zwar im November 2026. Bis dahin haben Umweltschmutz und Bevölkerungs­wachstum den Planeten endgültig vernichtet, so die Verfasser jener speziellen »Doomsday«-Ausgabe.

detopia-2020: Ich bemängele das auch, wenn "Zeitungsmacher" das Ökologiethema für Quote ausnutzen. Und genau das ist auch ein weiterer harter Faktor für Schlechte-Welt-Prognosen, denn das ewige Rumgeigeln in den bunten Blättern führt zu: "Wir amüsieren uns zu Tode - Alles nur Entertainment und Showbusiness." Das Jahr 2026 ist noch nicht angebrochen. Wer weiß denn, ob der Weltuntergang an einem Tag zu schaffen ist? Er kann sich auch 50 Jahre "hinziehen".

Charles Taze Russel, Gründer der Zeugen Jehovas, war immerhin so vorsichtig, sich nicht auf den Tag, sondern nur auf das Jahr festzulegen. Er las aus der Bibel, daß die Menschheit 1914 untergehen werde, was sie aber bekanntermaßen nur teilweise befolgte. 

Auch Martin Luther verrechnete sich im Datum. Er kündigte das Ende gleich zweimal an. Zunächst für den Sommer 1541, und als dieser ohne Jüngstes Gericht verstrichen war, für Mitte des 17. Jahrhunderts. Von der Spätantike bis in die Neuzeit deuteten Christen verschiedenster Glaubensrichtungen jede größere Naturkatastrophe, jede Hungersnot und Epidemie als Zeichen des anbrechenden Infernos.

Apokalyptiker der 70er und frühen 80er Jahre prophezeiten den endgültigen Knall bevorzugt für die kommende Jahrtausendwende. Bis dahin sollten sich alle Umweltprobleme zum großen Finale angestaut haben. Jimmy Carters Expertenstudie Global 2000 verlieh der Zahlenmystik ein amtliches Gütesiegel.

detopia-2020: Bessere Zahlen als die USA damals hatte niemand.

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Doch allen Kalenderfetischisten zum Trotz ist das Jahr 2000 schon in aller Stille abgelaufen, und zwar 1994. Der römische Mönch Dionysius Exiguus verrechnete sich beim Festschreiben der christlichen Zeitrechnung nämlich um sechs Jahre. Heute, wo das magische Kalenderblatt in greifbare Nähe rückt, schieben Zahlenmystiker den Zeitpunkt des Untergangs auf das nächste runde Datum.

Damit sind sie wieder auf der sicheren Seite. Eingangs zitiertes Szenario der Frankfurter Rundschau soll beispielsweise bis 2100 eintreffen.

detopia-2020: Benötigen wir heute noch "Szenarien"? Ich sehe ein, dass diese früher nötig waren, um die Vorstellungskraft zu stützen. Es war - ablenkend - Kalter Krieg und kalter Atomkrieg (2000 Atomtestexplosionen von 1945 bis 1998: 2000!) Heute sehe ich den Sinn von Szenarien nicht mehr ein. Die Klimavoraussage sagt uns "das Wetter" im Jahr  2050 voraus. Darauf können wir bauen. (vergleiche bei Fell 2019, Reimer 2018 in der ZEIT, u.a. )

Ob Jüngstes Gericht oder Endkampf von Gut und Böse: Am Schluß kommt immer die große Strafe. Oft genügen schon geringste Vergehen, um den Zorn der Höchsten zu entfachen. Im viertausend Jahre alten Gilgamesch-Epos setzten die Götter die Welt nur deshalb unter Wasser, weil die Menschen ein wenig zu laut waren.

Um 1520 konnten Lesekundige in deutschen Landen unter fast 150 Endzeit-Pamphleten wählen. In einem Punkt bestand Einigkeit: Die nächste Sintflut kommt bestimmt. Zweifel herrschte lediglich darüber, warum Gott die Menschheit abstrafen wollte: War es das ketzerische Treiben der Reformatoren? Die Dekadenz des Papstes? Die Lasterhaftigkeit der Menschen? Sollte man beten, Buße tun, Boote bauen oder alle Hoffnung fahren lassen? Darüber stritten die Autoren heftig.

 

Wer sich heute auf die Endzeit einstellen will, findet ein aktualisiertes Angebot vor. Spitzenreiter in den Weltuntergangscharts ist eindeutig die Umwelt­apokalypse. Zwar existieren nebenher noch ein paar altertüm­liche Varianten, die das Ende etwa durch Werteverfall, Krieg oder Kriminalität erwarten. Doch der ökologische Global-GAU läßt alle anderen Szenarien wie einen gemütlichen Ausklang des Erdenlebens erscheinen. Fraglich ist nur, welches Umweltdesaster zuerst über uns kommen wird. Stirbt erst der Wald und dann der Mensch, oder umge­kehrt? Rafft die Chlorchemie alle dahin oder verdörrt die Welt unter den gleißenden UV-Strahlen aus dem Ozonloch?

detopia-2020: Das stimmt. man weiß es nicht. Und ich persönlich will es auch nicht wissen, ob ich erfriere oder verdurste.

Das ökologisch-fundamentalistische Weltbild offeriert eine bunte Sammlung passender Untergangs-Accessoires. Die Endzeitvisionen bedienen sich aus Klischees, die schon vor hundert Jahren überaus populär waren: Angst vor der Moderne und Technikfeindlichkeit.

detopia-2020: "Technikfeindlichkeit" und "Pubertät" sind keine Krankheiten. Und gegen Angst hilft "Seriengucken", z.B. die "Zombieapokalyse"

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Nur pathologische Schönfärber räumen ein, daß die Umweltbewegung durchaus einige Erfolge vorweisen kann: Die Antarktis steht unter Naturschutz. Der Walfang ist so gut wie abgeschafft. Die Wiederaufbe­reitungsanlage in Wackersdorf wurde nicht gebaut, die Stadt Kalkar bekommt einen Vergnügungspark statt eines Schnellen Brüters. Fabrik­schlote sind gefiltert, Flüsse sauberer, Biber, Uhu, Luchs und Lachs wieder zurückgekehrt. Eigentlich eine ganz passable Bilanz. Doch echte Apokalyptiker lassen sich durch keinen Silberstreifen am Horizont beirren.

detopia-2020: Die Welt ist groß und vielfältig. Es wird auch noch in 50 Jahren "Erfolge geben" (aber wahrscheinlich keine "Umwelt-Bewegung" mehr.)

Je älter sie sind, desto düsterer ihr Endzeitgeraune. Im Herbst des Lebens hat der Gedanke an Weltuntergang etwas Trotziges: Ohne mich läuft nichts!

»Zu spät, ich sehe keine Hoffnung mehr«, konstatierte der Verhaltenspsychologe Skinner, als er 77 war. Skinner 1987 bei detopia

Der Psychoanalytiker und Philosoph Erich Fromm war im Alter überzeugt, daß »die endgültige Weltkatastrophe eine rationale und wissenschaftlich fundierte Vision« ist.

detopia-2020: Diese Überzeugung haben heute mehrer Millionen Menschen, auch junge.

Herbert Gruhl umriß die Lage der Umwelt kurz vor seinem Tod mit den Worten: »Der Patient stirbt, deshalb braucht man auch keine Therapie mehr.« Sein letztes Buch nannte er <Himmelfahrt ins Nichts>.

detopia-2020: Gruhl ist - meines Wissens - "überraschend" gestorben, nach einer normalen OP. Beim Niederschreiben des Buches - einige Jahre vorher - wusste er noch nichts davon.

Hoimar von Ditfurth empfahl auf dem Titel seines Werkes zwar, Apfelbäumchen zu pflanzen. Es blieb aber bei dieser didaktisch vorgetäuschten Trotz-alledem-Attitüde. Sein eigentliches Resümee war ziemlich hoffnungslos.

detopia-2020: 1985 beim "Apfelbäumchen" war gesund knapp über 60. ("Das ist doch kein Alter.")

Der schwer kranke Endzeitguru Rudolf Bahro raunt von der drohenden »Selbstausrottung«.

detopia-2020: Als er "Logik der Rettung" schrieb war er kerngesund und gerade mal 50. Und er "raunt" sort nicht, sondern diskutiert das - sprachlich hervorragend und ganz klar. Bahro bei detopia

Sogar Heiner Müller, sonst eher für sarkastische Pointen bekannt, klagte kurz vor seinem Tod, daß die ökologische und sonstige Unbill »keine Vorstellung von Zukunft mehr« ließen. Im Berliner Ensemble ließ der perspektivlose Dramaturg nur noch die eigenen alten Stücke spielen.

detopia-2020: Ich finde es gerade gut, wenn jemand Krankes nicht nur an sich selber denkt.

Horst Stern hat sich resigniert nach Irland zurückgezogen und erklärt verbittert: »Es war dieser Gesellschaft niemals wirklich ernst mit dem Naturschutz.« Der Pionier des deutschen Umweltjournalismus hofft nur noch auf eine »Vielzahl flächendeckender Kleinkatastrophen.« 

detopia-2020: Dazu bekenne ich mich auch, aber: keine inszenierten (Klein!)Katastrophen, sondern "flächendeckend" ist hier wichtig - und natürlich: Klein!

Warum ist eine Bewegung vom Untergang fasziniert, die in nur 25 Jahren Meinungs­führerschaft erobert, reihenweise technische Großprojekte abwürgt, Gesetzgeber erfolgreich unter Druck setzt, Weltkonzerne wie Shell in die Knie zwingt und mit zweistelligen Wahlergebnissen in die Parlamente einzieht?

detopia-2020: "Meinungsführerschaft" ist ein Erfindungsbegriff von M+M, auf den ich mich nicht einlasse. Ich finde: Der Kommerzfunk (Radio und TV) und die Bildzeitung bilden weiterhin zu 80% die Meinung der Deutschen.

Sterns resignierter Rückzug nach Irland ist etwa so konsequent, als hätte sich August Bebel einst ins Exil verabschiedet, weil die Arbeiterklasse ohnehin im Elend versinken werde.

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Warum spenden die Deutschen über 130 Millionen Mark im Jahr an Umwelt- und Naturschutzverbände, wenn es ihnen »niemals wirklich ernst war mit dem Naturschutz«?

Wie, so fragt man sich, stellen sich die grauhaarigen Grünen eigentlich gesellschaft­lichen Wandel vor?

Sollen Jutta Ditfurth und ihre Getreuen nach dem Vorbild der Oktoberrevolution auf ein Signal des Greenpeace-Kreuzers Aurora das Winterpalais des Kanzlers stürmen? Leider hat der Kanzler kein Winterpalais, nur ein langweiliges Kanzleramt.

detopia-2020: UmweltschutzVerbände und GrünePartei und JuttaDitfurth unterscheiden sich. Darf und kann man nicht in einen Topf (bzw. in den Maxeiner-Miersch-Mixer) werfen. Geht nicht.

Veränderungsprozesse in offenen Gesellschaften sind zäh und ziemlich unromantisch, doch alle großen Reformen, alle sozialen Fortschritte gingen von Menschen aus, die an ein besseres Morgen glaubten und nicht an den bevorstehenden Weltuntergang. 

detopia-2020: Sehr gut! Das stimmt - vielleicht - zur Hälfte. Die heutigen "großen Reformen" sind jedoch von einer größeren (notwendigen) Größe. Wenn wir da nur zurückgucken, um zu erfahren, wozu der Mensch bisher in der Lage war, dann wird es wird es (nur) eine zu kleine Reform. Da kann uns helfen, wenn wir wissen, was heute (oder bald) auf dem Spiel steht. Da kann ein bischen Kenntnis von "Zusammenbruchstheorien" echt zukunftsweisend (und motivierend) sein. (Kollaps-Diamond)

Demokratie ist, laut Churchill, »die schlechteste aller Regierungsformen, außer allen anderen.«

detopia-2020: W.Churchill hat in vielen Dingen geirrt und versagt. Warum sollte er gerade hier Recht behalten? Aber ich glaube es auch, dass die bundesdeutsche Demokratie + Rechtsstaat ausreichend Betätigungsfeld für "Weltverbesserer" offenhält, noch kann sie es. Allerdings wirken noch andere Faktoren gleichwertig ein auf die Organisationsmöglichkeiten. (z.B. die Übermacht der Marketinggesellschaft im öffentlichen Raum.)

Die zornigen alten Männer schulden den Jüngeren eine Antwort, wie denn ökologischer Umbau im Eilverfahren zu erreichen sei. Ihr Jammergesang nützt niemandem, am wenigsten der Umwelt. Wenn wirklich schon alles zu spät ist, ist jedes Engagement überflüssig. 

detopia-2020: Wieder so ein Binsenweisheit. Wir können immerhin noch mildern und verzögern. Und ich kann hier MM auf das Buch Ferst 2002 hinweisen, wo genügend drinnesteht, was MM tun kann. - Es  kommt auch auf DAS ZIEL an. Wenn man gerade an ein GROSSES ZIEL denkt, dann ist das was anderes, als wenn man "Luchs und Lachs" wieder in Deutschland ansiedeln will.

Kurt Tucholsky schrieb über männliche Eitelkeit: »Wenn ein Mann weiß, daß die Epoche seiner stärksten Potenz nicht zugleich die ausschlag­gebende Epoche der Weltgeschichte ist, dann ist das schon sehr viel.«

detopia-2020: Tucho was schlau. Keine Frage. Auch für sein Alter. Ich kenne noch weitere Aussagen von ihm, wo man denkt, dass man das erst ab 60 (Alter) denken kann. Aber Tucho starb mit 45 und so wissen wir, dass er diese 'Altersweisheit' schon früh hatte. - Dennoch: MM argumentieren hier zu einfach. Sie suchen sich "alte Apokalyptiker" heraus (oder kranke). Ich kann jedoch genauso viele "junge und gesunde Apokalyptiker" nennen.

Angesichts der wortgewaltigen Altersapokalyptiker möchte man ergänzen: Ein Mann sollte eigentlich auch wissen, daß sein eigener Lebens­abend nicht unbedingt mit dem Weltuntergang identisch ist.

detopia-2020: Und da MM hier - sehr selbstherrlich - definieren, was "ein Mann wissen sollte", kann ich nun auch festlegen, was Normalbürger (zu denen ich MM rechne) wissen sollten. Heutzutage - 25 Jahre später - gibt es genauere und begründete zeitliche Voraussagen - nicht nur von Einzelpersonen, sondern Instituten.

Der eitle Pessimismus der Greise hat einen schwarzseherischen Schick hervorgebracht, der mittlerweile zur intellektuellen Grundausstattung gehört.

detopia-2020: Das kann sein. Aber es ist unwichtig. Das hat mit Medien zu tun. Und Medien haben mit Kapitalismus zu tun. Und die zahllosen Endzeit-Blockbuster? Auch Schuld der deutschen Naturschützer?

Tübinger Kulturwissenschaftler sammeln bereits Endzeit­szenarien aus dem Volke.

detopia-2020: Da hätte ich mal ein Beispiel oder eine Quelle gerne gehabt.

Schon den Jüngsten wird ihr natürlicher Optimismus aberzogen.

detopia-2020: Bahro hat 1987 deshalb auch gefordert, die Kinder zu schützen - und zwar deutlich im Buch Logik der Rettung.

Die Journalistinnen Christiane Grefe und Ilona Jerger-Bachmann befragten Kinder und hörten Sätze, die die grassierende Ökopanik beklemmend wiedergeben. »Bald gibt es keine Bäume mehr und wir müssen alle sterben«, gab eine Dreizehnjährige zu Protokoll. »Im Jahr 2000 gibt es kein Wasser mehr und nicht mehr genug Sauerstoff«, diktierte der kleine Andreas aus München. Der elfjährige Clemens ist sich sicher»Wenn ich groß bin, gibt es kein einziges grünes Fleckchen mehr. Da tät ich lieber tot sein.«

detopia-2020: Das tut mir auch leid (die Kinder bzw. das Kinder so belastet werden). Jedoch ist das die Schuld der Massenmedien bzw. des Kapitalismus.

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Unsere Nachbarvölker beobachten mit Staunen, daß die wegen ihres Wohlstandes beneideten Deutschen sich ständig am Rande des Weltuntergangs wähnen.

detopia-2020: Das ist das, was ich immer sage! Es gibt mentale Unterschiede zwischen den "Nachbarvölkern". Andere Völker sind offenbar noch blauäugiger als die Deutschen.

 Sie schütteln den Kopf und bereichern ihre Sprachen mit Germanismen wie »le angst« und »el waldsterben«, »the weltschmerz«. Der Franzose Pierre-Yves Gaudard fand heraus, daß »die Apokalypse ein immer wiederkehrendes Thema germanischer Kultur« ist.

detopia-2020: Und zwar mit Recht!  (Falls er überhaupt recht.)

»Wer in Deutschland nicht sorgenvoll und gedankenschwer düster schreibt«, so der Brite John Ardagh in seinem Buch <Germany and the Germans> »hat keine Chance als seriöser Schriftsteller und Denker ernstgenommen zu werden.«

detopia-2020: Ich denke mal, dass liegt eher an dem Überangebot an Büchern.. (80.000 Neuerscheinungen pro Jahr). Und "Arztromane" und "Fantasy" werden von der Masse "ernstgenommen".

Vielleicht hatte er dabei Deutschlands Großschriftsteller Günter Grass im Sinn, der das Ende des Waldes bereits literarisch besiegelt hat und eine Zukunft prophezeit, wo nur noch »großräumige Parkplätze, vielstöckige Kaufhäuser und Müllhalden am Rand der Städte zum Verlaufen einladen.«

 

Wer den apokalyptischen Konsens der Intellektuellen nicht teilt, wird sofort abgestraft. So einer kann nur naiv sein oder ein bezahlter Schönredner, der im Solde finsterer Mächte aus der Industrie die Mensch­heitsprobleme bemäntelt. Der 25jährige Schriftsteller Marko Martin weigerte sich in einem <Wochenpost-Gespräch>, die Untergangsdoktrin nachzubeten. Er sagte:

»Den Problemen hier kann man sich doch auch ohne dieses apokalyptische Vokabular zuwenden. Indem man nach Lösungen sucht. Und wenn man die nicht beim ersten Mal schafft, sucht man eben weiter, oder?«

Doch der Alt-Intellektuelle Ekkehart Krippendorf zeigte dem Jungspunt sofort, wo der Hammer hängt: »Wer nicht leidet an dieser Gesellschaft, der kann mir gestohlen bleiben.«

Offenbar ist dieses schreckliche Leiden unter Inhabern von Professoren­stellen und in den Chefetagen von Verlagshäusern und Theatern besonders schmerzhaft.

Die verbeamtete Intelligenz sitzt im <Cafe Endzeit> und kriegt wohlige Schauer beim Schlußchor.

detopia-2020: Das irgendwie ein Anspielung auf was... was ich nicht weiß. Das ist ein alter Trick, den Widersachern "Interessen" unterzuschieben und vorzuwerfen. Und es ist ja an allem auch ein bischen Wahres dran - aber meist nie mehr als 5%. - Es gibt so einen Volksspruch: "Die Grünen - das sind nur Lehrer, Pfarrer und Anwälte." (oder so ähnlich).

Nur die undankbare Jugend hört nicht zu und bleibt hartnäckig zuversichtlich. 80 Prozent der jungen Menschen in der Bundesrepublik geben an, sie blickten ihrer Zukunft optimistisch entgegen. Außerhalb intellektueller Zirkel scheint es sogar noch ein paar Erwachsene zu geben, die ein Fünkchen Hoffnung hegen: 45 Prozent glauben, die wichtigsten gesellschaftlichen Impulse gingen von Umweltschützern aus und 47 Prozent sind davon überzeugt, daß im Jahre 2050 Autos mit Benzinmotor nur noch im Museum stehen werden. Im übrigen hängt ihre Zuversicht von der jeweiligen wirtschaftlichen Situation ab. In konjunkturstarken Zeiten sind deutlich mehr Bundesbürger optimistisch als in Rezessions­phasen.

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Dann blasen alle Trübsal und erwarten nichts Gutes. Dies ergab eine alljährliche Allensbach-Umfrage, die seit 1952 durchgeführt wird. Die Deutschen leben gut und klagen laut. Ein klarer Sieg der geistigen Elite über den gesunden Menschenverstand.

detopia-2020: Das Ding ist auch alt. Schon 1991 nannte Weber sein Hauptkapitel 9: "1:0 im Kampf Medien gegen Wissenschaft". Also er zog das auf das Niveau von Sportergebnissen. Und "gesunder Menschenverstand" ist ja das - endlos wiederholte - Hauptargument seit Hayek. Hat den die "geistige Elite" keinen eigenen gesunden Menschenverstand - und kann sich nicht darauf berufen? Der "gesunde Menschenverstand" hatte auch das "Augusterlebnis" im Jahre 1914 - und er himmelte den Führer an.

Einige intellektuelle Vordenker bieten Lösungen auch für renitente Optimisten an. Wer nicht hören will, der braucht vielleicht ein wenig wohlmeinende Erziehungsdiktatur.

Jens Reich wünscht sich einen mächtigen »Ökorat«, der ohne Rücksicht auf das »Legislaturperioden-Gewusel« und die »impotenten politischen Strukturen« seine Entschei­dungen zum Wohle aller trifft. Dem aufrechten Demokraten und verdienstvollen DDR-Dissidenten Reich mag dieser Ausrutscher aus Sorge um die Umwelt unterlaufen sein, denn auch er ist der Meinung, uns drohe »ein schlagartiger Kollaps«.

detopia-2020: Zwischen "Ökorat" und "Erziehungsdiktaur" gibt es doch einen Unterschied, oder? (Oder ist das das gleiche?)

Dagegen ist Luise Rinser ein Musterbeispiel dafür, was die Autoren Richard Herzinger und Hannes Stein in ihrem Buch Endzeit-Propheten als »Totalitarismus in grün« ent­larvt haben.

 

Endzeit-Propheten oder die Offensive der Antiwestler : Fundamentalismus, Antiamerikanismus und Neue Rechte  d-nb.info/943891345   1995, 250 Seiten

Das große Idol der katholischen Schriftstellerin heißt Kim Il Sung, nach Stalin und Pol Pot der wohl schrecklichste kommunistische Diktator des 20. Jahr­hunderts. 1987 beschrieb Frau Rinser ihn in der Zeitschrift natur so:

»Bei einem Waldspaziergang sah ich, wie der Präsident Kim Il Sung in einem Bach fischte. Schließlich hing eine besonders große Forelle an der Angel. Er befreite sie mit größter Behutsamkeit und warf sie ins Wasser zurück. Warum das? »Sie haben«, sagte er, »nicht gesehen, daß es ein weiblicher Fisch war, den wir zur Reproduktion brauchen.«

Offenbar war Kim nicht nur ein Grüner, sondern auch noch Feminist. Frau Rinser empfiehlt jedenfalls: »Ein halbes Jahrhundert Erziehung des nordkoreanischen Volkes müßte ein international wirksames Beispiel sein.« Sie fragt sich besorgt: »Wie bringt man dem pervertierten Westen eine gesunde Moral bei« und ist bekümmert darüber, daß »... in den westlichen Parlamenten sehr viel Zeit, Kraft und Volksvermögen vergeudet« wird.

detopia-2020: Ich geb auch mal was zu: Das ist krass.

Eine Sorge, die offenbar auch den grünen Hausphilosophen Hans Jonas drückte. Der Naturfreund war sich sicher, daß Demokratie »auf die Dauer nicht die geeignete Regierungsform ist.«

detopia-2020: Mit Verlaub: Ich sehe einen Unterschied zwischen "Demokratie" und "Demokratie in den Farben der BRD des jeweiligen Jahres." Ich kann beweisen, dass die BRD-Demokratie des Jahres 1996 (Erscheinungsjahr dieses Buches) nicht mehr die gleiche ist wie heute, 2020.

Dann doch lieber eine deftige Diktatur, wie sie sich der Öko-Stalinist Wolfgang Harich wünschte. Er war davon überzeugt, daß die dummen Menschen zum grünen Glück gezwungen werden müssen, und wünschte sich eine Weltregierung, die »selbst vor Umsiedlung großer Menschenmassen nicht zurückschreckt.«

detopia-2020: Darüber brauchen wir nicht streite, da ich zwei wichtige Texte von Harich bei detopia habe. Harich hat wohl nicht geschrieben, dass man dumme Menschen zwingen könne. Das kann jeder selbst herausfinden. Ich jedenfalls verdanke ihm den Hinweis auf Babeuf - "Radikale Verschwörung zur Gleichheit." Leider hat er diesen Gedanken nur wenig ausgearbeitet.

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Gunnar Sohn, Autor des Buches Die Ökopharisäer [Umweltschutz als Vorwand] schreibt über diese beiden Fälle:

»Der ökologische Kahlschlag, der seit dem Fall des Eisernen Vorhangs in allen Ländern des ehemaligen Ostblocks zu besichtigen ist, beweist die Heuchelei der Ökopharisäer Harich und Jonas. Die Zerstörung von Umwelt und Natur gedeiht vor allem unter diktatorischen Verhältnissen.«

detopia-2020: Das beweist nur die Unkenntnis. Warum sollten sie denn "heucheln"? "Beweisen" ist großes Wort. - Man soll nicht mit dem Finger auf den Ostblock zeigen, denn: Man findet immer irgendwas, wo es noch schlimmer ist, wenn man nur lange genug sucht und dabei seine Bewertungskriterien anpasst. Hier wird alles in einen Topf geworfen. Und ich habe keinerlei Beweise, ob die Autoren (Sohn, M+M) jemals eine Schrift im Original gelesen haben. - Aber gut: Sagen wir: Nie wieder Ostblock!

 

http://d-nb.info/944786316        1995, 190 Seiten

 

Die Ideen des Hardliners Harich verdünnt Fernsehprediger Franz Alt zur gefälligeren Light-Version: Er fordert den »Gegenentwurf zum real existierenden westlichen System«, das »psychisch kränker als frühere Gesellschaften« sei.

detopia-2020: Christian Kohlross (Dr. habil.) Kollektiv neurotisch (2017) Warum die westlichen Gesellschaften therapiebedürftig sind 

Diesen Gegenentwurf könnte sich der fromme Christ Alt etwa in Form einer »ökologischen Weltrevolution« vorstellen. Kim II Sung läßt grüßen.

detopia-2020: Na! Weit hergeholt.

Franz Alt wäre ein prima Kandidat der Grünen zur nächsten Wahl des Bundespräsidenten. Beim letzten Mal war es Jens Reich, und davor Luise Rinser.

detopia-2020: Jens Reich war Bürgerechtler. Und in den 80er Jahren war ein grüner Bundespräsident-Kandidat nur symbolisch.

Sigmund Freud vermutete hinter menschlicher Untergangssehnsucht einen Todestrieb. Pierre-Yves Gaudard und der Journalist Henryk M. Broder interpretieren Endzeitfaszination als typisch deutsche Erscheinung. Sie sei ein Resultat des milden Umgangs der Westalliierten mit den Deutschen. Statt der gerechten Strafe kam das Care-Paket und bald darauf das Wirtschaftswunder. Broder schrieb im Spiegel:

»Das zentrale deutsche Problem ist weder das Waldsterben im Allgäu noch das Ozon­loch über der Antarktis. Es ist die nicht erfüllte Bestrafungs­erwartung nach dem kollektiven Ausrasten von 1933 bis 1945.« 

detopia-2020: Jetzt ist der Spiegel also wieder gut! - Ich denke eher, dass die Wirtschaftswunder-Erfahrung die Deutschen heute gedanklich hemmt. (bei Bahro 1987 nachlesen)

Eine »Position moralischer Überlegenheit« ist nach Gaudard »für die deutsche kollektive Identität von äußerster Bedeutung, wenn man das moralische Defizit bedenkt, an dem diese leidet«. Intellektuelle, die ständig vor der Apokalypse warnen und ihre Angst zelebrieren, bringen sich damit in eine angenehmere Seelenlage. Wer sich »als Opfer des »nuklearen Holo­caust« oder des Waldsterbens begreifen kann«, resümiert der Franzose, der vollziehe den Schritt vom Nachfahren der Täter zum Opfer. Zum Beleg führt er ein Zitat des Münchner Psychologen und Schriftstellers Wolfgang Schmidbauer an: »Sind die Deutschen wirklich weiser geworden, oder nur gelehrige Schüler einer Technokratie, die mit der Natur, mit Wäldern und Flüssen kaum anders umgeht als die Nazis mit den Juden?« 

Eine vom <Stern> interviewte Berliner Ökoaktivistin formuliert drastischer. Sie sagt über Autoabgase: »Nee Leute, vergeßt Auschwitz, die größte Vergasungsaktion aller Zeiten geht heute ab.« 

detopia-2020: Da will ich mich mal nicht zu weit aus dem Fenster herauslehnen. Niemand kann endgültig festlegen, inweiweit 1996 (Buch) oder heute (2020) die Volksseele bzw. das kollektive Unbewusste noch von der Hitlerzeit belastet ist.

Bei so viel Schuld bleibt eigentlich nur noch ein Ausweg: Der finale Rettungsknall. Angenehmerweise verpflichtet diese Haltung zu keinerlei Konsequenzen oder lästigen Aktivitäten. »Es gibt keine der Apokalypse angemessene Lösung«, bemerkt die Publizistin Sonja Margolina zurecht, »nur mittlere Wege und bescheidene Erfolge, die vom Risiko des Scheiterns und von zivilisatorischen Rückschlägen begleitet sein mögen. Unsere geschichtliche Zukunft kann ohne Apokalypse gedacht und gestaltet werden.«

detopia-2020: Ich bin auch gegen Apokalypse! Ich sage: Es ist ganz normal, dass es jetzt auf Samtpfoten schlechter wird (mal schnell, mal langsam), bis in diesem Jahrundert alle Deutschen gestorben sind. Haben Sie ein Problem damit?

Zum Glück gibt es aktive Umweltschützer, die sich standhaft weigern, beim allgemeinen Schlußchor mitzusingen: Hubert Weinzierl zum Beispiel. Der BUND-Vorsitzende behauptet politisch völlig unkorrekt: »Die Umweltbewegung hat diese Gesellschaft verändert. Wir haben viel erreicht.« Ist der Mann von der Industrie gekauft?

detopia-2020: Zwei Bücher von Weinzierl auf detopia.

Die sieben Kinder, die im Dezember 1995 von der <Zeit> über die Zukunft befragt wurden, stehen wohl kaum im Solde des Großkapitals. <Muß nicht sein, daß es bergab geht>, sagt Paul, <es werden auch Entwicklungen gemacht, die der Umwelt helfen.> Und Bernhard pflichtet bei: <Die Leute werden vernünftiger, weil sie sehen, daß die Schäden immer größer werden. Erkennt man doch schon jetzt.>

Vielleicht werden Paul und Bernhard später einmal Manager, Journalisten oder Forscher, die Lebenslust, kritisches Denken und Freude am Verändern verbinden. Die Pose des fatalistischen Leidensmannes überlassen sie dann ihren Opas.

detopia-2020: Bei "kritisches Denken" musste ich an die Amerikaner denken. 74 Millionen scheinen dort nicht kritisch zu denken - bzw. 'anders kritisch' als  andere 81 Millionen.  wikipedia  Präsidentschaftswahl_in_den_Vereinigten_Staaten_2020  - Ich will darauf hinaus, dass heutzutage das allgemeine Denken von der geringen udn immer weiter abnehmenden Allgemeinbildung beschränkt wird. Und da können dann auch "Manager, Journalisten oder Forscher" wenig ausrichten - mit ihren guten Ideen.

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https://www.salonkolumnisten.com/cafe-endzeit/  2019 Nachveröffentlichhung von M. Miersch