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Filmmusik

 

 

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Folge 1 "Die Straße der Killer" als Kleinvideo

 

  Kozure Okami

Der Wolf mit dem Kind

auf dem Höllenpfad

Ito Ogami und Daigoro

 

Ein Film von Kenji Misumi
The Lone Wolf with his Cub

Cub, engl: 
Junges, Jungtier, Kleinkind (bei Raubtieren) im deutschen wohl auch Balg, was an Cub erinnernt.

 

 

    Q.htm

1970

 

Film:
wikipedia  Lone_Wolf_Cub 

Darsteller:
wikipedia "Ito" Kinnosuke 
1932-1997 (64, Lungenentzündung)

Regie:
wikipedia  Kenji_Misumi  
1921-1975 (54) 

Kozure Okami bei youtube

 

detopia: ( Ordner )  

Ilja Muromez 

(d-2014:)   Eigentlich ist es nur eine "Fernsehserie", also 78 Filmchen zu 45 min. Vorher war es ein Manga, also ein Comic, also eine Bildergeschichte, eine Geschichte in Bildern bzw. mit Bildern, vielleicht auch eine 'Graphic Novel'. Dann gibt es noch sechs lange Spielfilme. Bei youtube gibt es alle 78 Folgen, deutsch synchronisiert - wie ich finde: sehr gut - heuer im neuen Jahrtausend von VOX-Fernsehen. Ich bin heute bei Folge 70. Selbstverständlich habe ich nicht "geschmult", das Ende vor-geguckt. 

Kozure Okami war ursprünglich ein 'manga', also ein Comic, also eine Bildergeschichte. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Allerdings: 

Ito geht mir nun auf den Kranz; es wird langweilig, langatmig; OBWOHL es spannender wird, überraschender. ABER: Bisher "menschelte" es wenig. 70 Folgen waren wenig "moralisch". Ito folgte seinem Höllenpfad, also seiner (persönlichen, privaten) Rache. Nichts von den Armen helfen, die Witwen und Waisen beschützen. Es starben immer viele Böse und Gute pro Folge. Ähnlich dem Italo-Western von Sergio Leone. Das gefiel mir eigentlich. So ist das Leben doch wirklich, oder? Und die "Verbesserung des Menschen"? 

Nun aber wird dick aufgetragen mit Verzeihen und Versöhnen. Zwar noch nicht richtig. Aber ich befürchte es. Rezudo, Ito, Abbe, alles helfen sich plötzlich einander. Etwas zwar, aber ungewohnt. Das klare Feindbild fehlt. Hoffentlich kriegt Misumi (Regie) sich wieder ein. Und schafft mir ein  stimmiges Ende der einzigen Serie, von der ich jemals eine Art "Junkie" war.  --- Mittlerweile habe ich das Ende gesehen. Hm. Natürlich muss Ito sterben. Das brauchst du mir nicht zu sagen. Aber es geht ja um das wie. Mir gefällts zwar nicht, aber mir fällt auch nichts besseres ein. Offensichtlich WOLLTE Ito sterben, nachdem er seine Rache erfüllt hat, und zu seiner <Assami>, seiner Frau in den Himmel bzw. ins Totenreich.  So ist es zu erklären, dass er, der tausend Kriegslisten und Täuschungsabsichten im Verlauf von 77 Folgen durchschaut hat, nun blind war, wo ich es deutlich sah, und Daigoro sah es auch!! Jeder sah es. Nur Ito nicht. - Allerdings widerspricht der Erzähler (aus dem Off) dem.

 

 

78 Folgen 

 

1 Die Straße der Killer 
2 Reise in die Hölle 
3 Die Brücke der Hoffnung 
4 Rivalinnen  
5 Gefangenschaft  
6 Mädchenhandel  
7 Das Sakai-Gewehr  
8 Der Überfall  
9 Tödliches Wiedersehen  
10 Tödliche Intrige 

11 Hirschjagd 24.12.2004
12 Ochiyo’s Boot 24.12.2004
13 Strafgesetzbuch Paragraph 79 24.12.2004
14 Von Norden nach Süden, von Westen nach Osten 24.12.2004
15 Die Nacht der Reißzähne 24.12.2004
16 Wolkendrachen und Windflieger 31.12.2004
17 Asaemon, der Köpfer 31.12.2004
18 Tödliche Rache 31.12.2004
19 Frauengarde des Samurai 31.12.2004
20 Blume des Todes 31.12.2004

21 Söldnergarde  2005
22 Doppelleben 07.01.2005
23 Liebe bis in den Tod 07.01.2005
24 Die Nachrichten-Schatulle der Yagyu 07.01.2005
25 Daigoros Lied 07.01.2005
26 Flüchtige Schatten 07.01.2005
27 Der Erbe der Yagyu 06.01.2006
28 Schwarzer Südwind 06.01.2006
29 Fünfräder Strategie 06.01.2006
30 Der Spion 06.01.2006

31 Kälter als der Tod 06.01.2006
32 Unter Dieben und Mördern 13.01.2006
33 Kopfgeld 13.01.2006
34 Tod zur neunten Stunde 13.01.2006
35 Falsches Spiel 13.01.2006
36 Der Auftrag 13.01.2006
37 Verbotene Liebe 03.02.2006
38 Tödliche Prüfung 03.02.2006
39 Die „Rote Katze“ 03.02.2006
40 Racheengel 03.02.2006

41 Späte Reue 03.02.2006
42 Tod des Postläufers 10.02.2006
43 Mamesho 10.02.2006
44 Die Ehre der Yakuza 10.02.2006
45 Kopfgeld 10.02.2006
46 Die „Frauenprüferin“ 10.02.2006
47 Entscheidung im Frauendorf 10.02.2006
48 Schwertkampf 03.03.2006
49 Begräbnisgeld für einen Lebenden 03.03.2006
50 Verlorene Söhne 03.03.2006

 

51 Adjutant 03.03.2006
52 Der letzte Trumpf der Yagyu 03.03.2006
53 Itto – ein unvergleichlicher Meisterkämpfer 05.04.2007
54 Ein gefährlicher Handel 05.04.2007
55 Torizo, die Gesetzlose 12.04.2007
56 Geheimakte YAGYU 12.04.2007
57 Daigoro und die Yakuza 19.04.2007
58 Freies Geleit 19.04.2007
59 Die Ninjas der fünf Blüten 26.04.2007
60 Die verkaufte Braut 26.04.2007

 

61 Verlorene Ehre 03.05.2007
62 Söldner des Todes 03.05.2007
63 Das Versprechen 10.05.2007
64 Der Kanonenschütze 10.05.2007
65 Shogen 17.05.2007
66 Im Netz der Spinne 17.05.2007
67 Lauffeuer 24.05.2007
68 Treu bis in den Tod 24.05.2007
69 Zwei weiße Kimonos 31.05.2007
70 Die Begegnung 31.05.2007

 


71 Ein Kampf ohne Ende 07.06.2007
72 Tag der Entscheidung 07.06.2007
73 Der Shogun 14.06.2007
74 Unter Arrest 14.06.2007
75 Tödliches Ritual 21.06.2007
76 Daigoros Auftrag 21.06.2007
77 Gebrochenes Schwert 28.06.2007
78 Der letzte Kampf 28.06.2007

 

Spielfilme:

1 Das Schwert der Rache
Kowokashi Udekashi Tsukamatsu
12.03.2010
2 Am Totenfluss
Sanzu no kawa no ubaguruma
19.03.2010
3 Der Wind des Todes
Shinikazeni mukau ubaguruma
26.03.2010
4 Die tätowierte Killerin
Oya no kokoro ko no kokoro
01.04.2010
5 Der weiße Pfad der Hölle
Meifumado
09.04.2010
6 Blutiger Schnee
Jigoku e ikuzo! Daigorô
16.04.2010

 

 

Wer Itto Ogami (1) anheuern will, kennt den Tarif: 500 Goldstücke nimmt der Söldner pro Auftrag. 

In der fünften Folge der Reihe „Baby Cart“ bekommt Ogami seinen Lohn gestückelt: Fünf Krieger des Kuroda-Clans geben ihm jeweils 100 Goldstücke, aber erst will jeder einzelne seine Geschicklichkeit im Umgang mit dem Schwert testen - was alle fünf dummerweise mit dem Leben bezahlen müssen. Seine Informationen über den Auftrag bekommt der einsame Wolf mit dem Kind entsprechend tröpfchenweise geliefert. Parallel dazu erlebt der kleine Daigoro ein Abenteuer mit einer Taschendiebin. Für „Der weiße Pfad der Hölle“ nahm Kenji Misumi - der an der Beliebtheit der Reihe eine wesentliche Aktie hatte – ein letztes Mal den Regiestuhl ein. Nachdem er bereits für „Baby Cart 4“ pausiert hatte, überließ er auch die letzte Folge („Baby Cart 6“, mehr darüber nächste Woche!) einem anderem Regisseur.

Seinen letzten langen Spielfilm drehte Misumi im darauffolgenden Jahr: „The Last Samurai“ (2) kam 1974 in die Kinos. 1975 starb der Meister.

Wenn Ihnen „Lone Wolf & Cub: Der weiße Pfad der Hölle“ aufgrund der ratzfatz niedergemetzelten Boten, der mysteriösen, fast abstrakten Figuren oder der visuellen wie zeitlichen Ästhetik gefallen hat, dann sollten Sie auch „Spiel mir das Lied vom Tod“ (3) sehen - zumal der Spaghetti-Western mit seinem berühmtesten Vertreter Sergio Leone zu den Inspirationsquellen für „Baby Cart“ zählt. 

Wenn Sie das Abenteuer von Daigoro mit der Taschendiebin und den Ordnungshütern mochten oder für kulturelles Crossover schwärmen, dann versuchen Sie es einmal mit „Wir kommen und werden euch fressen“ (4) von Tsui Hark, wo sich ein Polizist und ein Dieb in einer,- gelinde gesagt, unangenehmen Situation wiederfinden. Um in Hongkong und bei den Gaunern zu bleiben: Falls Sie „Sparrow“ (5) von Johnnie To im Kino verpasst haben, sollten sie dieses Versäumnis nachholen. Und wenn Sie die verblüffende Unterwasserszene beeindruckt hat, müssten Sie auch mit Jack Arnolds „Der Schrecken vom Amazonas“ (6) auf Tauchtour gehen.

Jenny Ulrich bei arte-tv

 

 

  

 

 

Das Manga = Comic = Bildgeschichte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

My Child and I don't live to eat --- we eat to live.

 

http://www.cereality.net/kritik/lone-wolf-cub-der-wind-des-todes-123543  

LONE WOLF & CUB – DER WIND DES TODES ? ? ? ? ? Entsagung und Wiederkehr: In Kenji Misumis Kreis des Leidens zieht ein Sturm auf und schlitzt seine Beschwörer. Produktion: Japan (1972) Regie: Kenji Misumi Drehbuch: Kazuo Koike, Goseki Kojima Bildgestaltung: Chishi Makiura Schnitt: Toshio Taniguchi Musik: Hiroshi Kamayatsu, Hideaki Sakurai Darsteller: Tomisaburô Wakayama, Gô Katô, Yûko Hama, Isao Yamagata, Michitaro Mizushima, Ichirô Nakatani, Akihiro Tomikawa, Sayoko Katô, Jun Hamamura, Daigo Kusano, Shun'ya Wazaki, Hiroshi Nawa, Sakai Umezu, Saburô Date, Hatsuo Yamaya Laufzeit: 89 Minuten Kinostart: 04.04.1974 DVD-Start: 05.12.2014 Trailer: Youtube.com Redaktionswertung: ? Copyright: Fotos © Rapid Eye Movies HE GmbH Film kaufen Kenji Misumis „Der Wind des Todes“ bildet den dritten Teil der sechsteiligen Serie „Lone Wolf & Cub“, welche auf dem gleichnamigen Manga von Kazuo Koike basiert. Im Rahmen der deutschsprachigen Erstveröffentlichung auf High Definition durch Rapid Eye Movies widmen wir dieser Reihe eine Retrospektive. Regisseur Kenji Misumi drosselt nach seinem furiosen Zweitwerk der Lone-Wolf-&-Cub-Reihe wieder das Tempo. Schließlich war in „Am Totenfluss“ erst mal genug (und reichlich) Blut geflossen und nun gilt es erneut, die Härte des Alltags zu durchwandern, die Itto Ogami als herrenloser Samurai und sein Sohn Daigoro auf ihren ziellosen Reisen zu bewältigen hat. Ihre Beobachtung unterwegs offenbart inmitten meist unbewohnter Wälder, Seen und Gebirge trotz natürlicher Offenheit eine omnipräsente Unterdrückung der Schwächeren. Das männliche Geschlecht verfügt haltlos über die Sexualität der Frau, beutet sie aus und vergewaltigt, bis hin zum Tod im verzweifelten Widerstand. Menschlichkeit kriecht hier am Bodenfass entlang, hat seine innere Bestimmung der Gerechtigkeit verloren und sucht diese im restlosen Ausmerzen. Drum entsagt Ogami in diesem Teil hauptsächlich der verlangten Gewalt, verschont und verstärkt seinen Sinn für den Schutz der Unschuldigen und Verschmähten. Regisseur Misumi schreckt bei deren Leiden nicht vor drastischen Bildern missbrauchter Haut zurück, doch hält er den Terror der Unterwerfung wie von ihm gewohnt auf die entscheidenden Momente beschränkt. Er ist nun mal kein Sleaze-Advokat wie zum Beispiel Kollege Teruo Ishii mit seinen Tokugawa-Reißern, sondern er ermöglicht den Frauen hier eine ebenso blutige Flucht und bewegt zudem die Selbstlosigkeit Ogamis, sich stellvertretend für sie foltern zu lassen. Für letzteres sorgen die Bohachimon, eine Art von Yakuza, die jedem Gewissen abgeschworen hat und somit das nihilistische Pendant zu Ogamis hilfsbereiter Einzelgänger-Methodik darstellt – hier wiederum angeführt von einer Frau, Koshio Torizo (Yûko Hama). Ihre Ideale finden scheinbar einen gemeinsamen Nenner in der Rache; doch bei ineinander verschwimmenden Zweigen der verblassten Vergangenheit will er nicht als Mittler des Todes behilflich sein, da beide Seiten um seine Dienste bitten. Aus seiner Ablehnung heraus wächst erneut die Gefahr an seiner Person. Doch bei jener Gewissheit des Angriffs findet er dennoch stets Momente der Ruhe, wie einst in der Stille des Regens zwischen Grashüpfern, Fröschen und Schnecken. Aber Regisseur Misumi stapelt im Angesicht dessen neue Aspekte des Genres aufeinander: der Rauch sich aufeinander türmender Ninjas, die Pistolen langhaariger Ganoven und schlussendlich ein Trupp von hundert Kriegern. Ogamis rabiate Anpassung daran erinnert nicht von ungefähr an die mächtigen Konfrontationen des Italowesterns; bezeichnenderweise wurde der Film hierzulande bei seiner Erstaufführung auch als „Japango“ vermarktet. In der Rückkehr des Ziellosen zeigt sich aber wieder ein Leiden jenseits des Genre-Thrills, hinein in jene existenzialistische Ungewissheit, die permanent vom Wind des Todes geschüttelt wird. Ogami aber ist sich der Wahrheit gewiss: Denn er ist der Wind und kann auch vergeben, da er sich auch nicht selber aufhalten kann. Von Christian Witte am 13. Dezember 2014. Teilen auf Facebook oder Twitter.

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