Wolfgang Thüne

 

Der Treibhaus-Schwindel. 1998 im  Wirtschaftsverlag Discovery Press, Saarbrücken. 343 Seiten 

 

Freispruch für CO2. Wie ein Molekül die Phatasien von Experten gleichschaltet. 2002

   

 

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wikipedia  Wolfgang_Thüne *1943

 

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Blüchel 2007 Der Klimaschwindel

 

 

 

 

 

 

 

Eine Udo-Leuschner-Rezension

udo-leuschner.de/rezensionen/re9808thuene.htm 

Mit Erlaubnis von Herrn Leuschner für detopia.

 

In der guten alten Zeit der Flimmerkiste, als es nur zwei oder drei öffentlich-rechtliche Programme gab, billigten die Bundesdeutschen dem Fernsehen von allen Medien die größte Glaubwürdigkeit zu. Wie Umfragen ergaben, hielt ein Großteil des Publikums sogar den Sprecher der "Tagesschau" für den Regierungssprecher. Obwohl Regierungssprecher nicht unbedingt die Wahrheit verkünden, läßt sich daraus ersehen, daß das Fernsehen im Vergleich zu heute ein hohes Ansehen genoß.

Von diesem Ansehen profitierte auch Wolfgang Thüne, der von 1971 bis 1986 den Wetterbericht im ZDF moderierte. So wie viele Zuschauer den Nachrichtensprecher für den Regierungssprecher hielten, muß ihnen Thüne, wenn er anschließend vor die Wetterkarte trat, wie der leibhaftige amtliche Wetterverkünder erschienen sein. Zumal Thüne eben nicht bloß ein Sprecher war, der fremde Texte ablas, sondern sich als Diplom-Meteorologe nachweislich für die Deutung der Wetterkarte qualifiziert hatte.

Thüne kokettiert noch heute mit seiner Vergangenheit als ZDF-Wetterfrosch. So zeigt ihn die Rückseite des vorliegenden Buches, wie er in jugendlicher Frische vor der ZDF-Wetterkarte steht, mit der rechten Hand auf ein Tief über dem Nordatlantik deutend.

Doch nicht als Wetterexperte will er sich mit diesem Buch profilieren. Sein Thema ist vielmehr das Klima:

Er hält es für ausgemachten Blödsinn, daß eine Zunahme der Kohlendioxid-Emissionen zu einer Verstärkung des Treibhauseffektes und damit zu noch unabsehbaren Folgen führen könne.

Dieser "Treibhaus-Schwindel" ist seiner Meinung nach "eine Erfindung der Atom-Lobby, die von den Grünen bereitwillig aufgegriffen und vermarktet worden ist".

Nicht nur, daß Thüne eine drohende Erwärmung des Erdklimas bestreitet. Das läge ja noch einigermaßen im Rahmen des wissen­schaft­lichen Meinungsstreits, denn die Klimaforscher sind sich keineswegs einig darüber, wieweit die vermehrten CO2-Emissionen den natürlichen Treibhauseffekt verstärken und so von einer Wohltat zur Plage werden lassen könnten.

Nein: Thüne bestreitet das Vorhandensein eines Treibhauseffekts überhaupt. Und er beläßt es nicht beim bloßen Leugnen, sondern bemüht die Thermodynamik, das Stefan-Boltzmannsche Gesetz und sonstige physikalische Sachverhalte. Zum Schluß seines Buches bringt er sogar auf sieben Seiten einen Auszug aus einem Lehrbuch der Theoretischen Physik als angeblichen Beleg dafür, daß es so etwas wie einen Treibhauseffekt gar nicht geben könne.

Für die Ohren von Naturwissenschaftlern hört sich das allerdings ungefähr so an, als ob jemand behaupten würde, daß zwei und zwei fünf ergibt, und dies dem staunenden Publikum auch noch mit komplizierten Gleichungen und einem Auszug aus einem mathematischen Lehrbuch beweisen wollte. Denn es gehört seit langem zur gesicherten Erkenntnis, daß ohne den natürlichen Treibhauseffekt der Atmosphäre die mittlere Temperatur an der Erdoberfläche nur minus 18 Grad Celsius betragen würde. Erst durch das Vorhandensein von Wasserdampf, Kohlendioxid und anderen "Treibhaus"-Gasen wird es an der Oberfläche unseres Planeten mit 15 Grad Celsius einigermaßen gemütlich. Auf dem Mond dagegen, der weder Atmosphäre noch Treibhauseffekt besitzt, kommt es an der Oberfläche zu extremen Temperaturschwankungen von plus 130° C tags bis minus 160°C nachts.

 

Von der Fachwelt nicht ernst genommen, aber in den Medien beachtet

Auch Thüne müßte das eigentlich wissen, denn schließlich hat er einmal "Meteorologie und Geophysik sowie Mathematik, Physik und Geographie" studiert, wie er in seinem Buch angibt. Und schon in den sechziger Jahren, als er den Titel eines Diplom-Meteorologen erwarb, hätte er in jedem Handbuch der Geophysik das Stichwort "Treibhauseffekt" nachschlagen können.

Die Atomwirtschaft, die seiner Meinung nach das "Treibhaus-Gespenst" erfunden hat, lag damals noch in den Windeln. Außerdem hätte sie es angesichts einer geradezu überschwenglichen Begeisterung für die Kernenergie gar nicht nötig gehabt, sich als Klima-Retter darzustellen.

Kein Wunder, daß die Thesen des ehemaligen ZDF-Wetterverkünders von der Fachwelt belächelt bzw. erst gar nicht zur Kenntnis genommen wurden. Dennoch erlangte er damit in Publikationen, die sich mit der Klimaproblematik eher unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten befassen, einige Aufmerksamkeit. Zum Beispiel konnte er sie im Branchenblatt "Stahl und Eisen" und sogar im "Handelsblatt" verbreiten. Dies wiederum nötigte die Fachwelt dann doch, sich mit Thüne zu befassen und in den Luftballon seiner scheinbar hochwissenschaftlichen Beweisführung zu pieksen.

So verfaßte der Klimatologe Christian-D. Schönwiese zu Thünes Auslassungen in "Stahl und Eisen" eine ausführliche Erwiderung, die aber nicht gedruckt wurde.

Die Deutsche Meteorologische Gesellschaft (DMG) bezweifelte 1996 in einer Pressemitteilung öffentlich Thünes wissenschaftliche Qualifikation, indem sie feststellte, daß etliche seiner Begriffe und Behauptungen "einer fachlichen Richtigstellung bedürfen".

Wer glaubt, daß Thüne damit Unrecht geschieht, kann sich anhand des vorliegenden Buches selber ein Urteil bilden. Denn so ausführlich hat er seine Thesen noch nie dargelegt.

Allerdings sollte man schon über ein paar naturwissenschaftliche Kenntnisse verfügen, um die Kurzschlüssigkeit der Argumentation zu erkennen, wenn sich der ehemalige ZDF-Wetterfrosch in die höheren Sphären der Physik versteigt.

Außerdem benötigen sensible Leser eine dicke Schicht Hornhaut gegenüber dem äußerst rüden Ton, in dem Thüne seine Sichtweise der Dinge vorträgt: Da sind etwa die Warnungen vor einer Klimakatastrophe schlicht "eine Erfindung von Wissenschaftlern, die die Unwissenheit der Journalisten schamlos ausnutzten". Oder er interpretiert und verdreht ein Zitat aus einem der Bücher des renommierten Klimatologen Schönwiese (PB 6/93) so lange, bis er daraus "himmelschreienden Unsinn" herauslesen zu können glaubt. Thünes Polemik gipfelt in der Forderung, daß gegen solches "ideologisches Dunkelmännertum" in der Wissenschaft energisch vorgegangen werden müsse, weil es sonst um die Zukunft des "Wissensstandorts Deutschland" finster aussehe.

Da muß man unwillkürlich an den Witz von den beiden Autofahrern denken, von denen der eine soeben einem Geisterfahrer begegnet ist. Der andere ereifert sich: "Was heißt da einer - mir begegnen ständig Tausende von Geisterfahrern!"

Thüne sieht sich natürlich nicht als Geisterfahrer der Wissenschaft, sondern in guter Gesellschaft mit Kritikern des "Öko-Wahns" wie dem Journalisten Dirk Maxeiner und dem Chemielehrer Heinz Hug.

Mit seiner umwerfenden Entdeckung, daß es nicht einmal den natürlichen Treibhauseffekt gibt - vom anthropogenen ganz zu schweigen - setzt er jedoch völlig neue Maßstäbe.

Am ehesten fallen einem da noch die ähnlich gearteten Pamphlete aus dem Hausverlag der La-Rouche-Sekte ein (PB 6/93 u. 1/95), die ebenfalls gegen den "Klimaschwindel" zu Felde ziehen und ihn als "Medienpsychose" darstellen.

Thüne kann allerdings kein Anhänger La Rouches sein, da er ja die "Atomlobby" verdächtigt, hinter dem ganzen Schwindel zu stecken. Bei der La-Rouche-Sekte ist es umgekehrt: Da haben sich finstere Mächte weltweit verschworen, um die Segnungen der Kernenergie zu hintertreiben. Eher unvermittelt steht daneben die fixe Idee, daß eine Klimaerwärmung, wenn es sie denn schon gäbe, eine prima Sache wäre.

 

"Doktorspiele in Würzburg"

 

Vermutlich wird man die eigenartigen Thesen des Diplom-Meteorologen Thüne nur dann verstehen, wenn man auch den Gesellschafts-wissenschaftler Dr. Thüne sieht. Denn neben seiner Tätigkeit als ZDF-Wetterfrosch hat Thüne - wie er den Leser wissen läßt - von 1981 bis 1986 an der Universität Würzburg ein Zweitstudium in den Fächern Soziologie, Politische Wissenschaften und Geographie absolviert und mit der Promotion zum Dr. phil. abgeschlossen.

Genaueres dazu erfährt man aus einem ganzseitigen Artikel in der "Zeit" vom 4.11.1988, der die "Doktorspiele in Würzburg" aufs Korn nahm: Unter den Fittichen eines Prof. Lothar Bossle sei es in der bayerischen Stadt am Main möglich, den zierenden Doktortitel zu erwerben, "ohne sich intellektuell verausgaben zu müssen". Ein Mangel an wissenschaftlicher Qualität schade dabei ebensowenig wie ein Überschuß an konservativer Ideologie.

"Jeder Dreck kann hier als Dissertation durchgehen", wurde ein namentlich nicht genannter Bossle-Kollege zitiert. Auch der gelernte Diplompolitologe Bossle habe es nur der Protektion durch die bayerische Landesregierung zu verdanken gehabt, daß er "gegen den Widerstand nahezu der gesamten Alma mater" auf einen zufällig freien Lehrstuhl für Soziologie in Würzburg berufen worden sei.

Speziell zu Thüne hieß es da, daß er bei Bossle über das schöne Thema "Die Heimat als soziologische und geopolitische Kategorie und als Identitätsimpuls in der Dynamik der modernen Industriegesellschaft" promovieren durfte. Die Dissertation scheint allerdings von ähnlicher Güte wie seine jetzigen Thesen zum Treibhauseffekt gewesen zu sein, denn dem "Zeit"-Artikel zufolge hätte sie "auch vom Titanic-Chefredakteur persönlich geschrieben" sein können.

So habe es Thüne fertiggebracht, Karl Barth nach Theo Waigel zu zitieren, Franz Kafka nach einem Artikel in der Zeitschrift "Kontinent", Theodor Fontane nach dem einstigen NS-Barden Karl Götz, Karl R. Popper nach Andreas Schumann und Dolf Sternberger nach dem CDU-Politiker Bruno Heck.

Der "Unglückswurm" habe sich nicht einmal gescheut, ein Zitat des Philosophen Martin Heidegger mit der stolzen Quellenangabe zu versehen: "Zit. n. Wolfgang Thüne, Hat die synoptische Meteorologie noch eine Zukunft? in: Beilage zur Berliner Wetterkarte 36/71 vom 16.02.1971, S. 3."

Zum Glück ist es im akademischen Betrieb noch nicht zur Regel geworden, daß Parteibuch und politische Protektion wichtiger sind als wissenschaftliche Befähigung. Der Bossle-Schüler Thüne hat jedenfalls keinen Lehrstuhl erklommen - weder einen für Klimaforschung noch einen für Soziologie - , sondern anderweitig Karriere gemacht: Mit dem frischen Dr. phil. in der Tasche wurde er Repräsentant der Konrad-Adenauer-Stiftung in Brasilien.

Nach seiner Rückkehr im Jahr 1990 wurde er, wie er in seinem Buch angibt, Referatsleiter "in einem Umweltministerium". Den genauen Arbeitgeber - das Land Rheinland-Pfalz - nennt er seltsamerweise nicht. Ob ihm dienstlich nahegelegt worden ist, das Mainzer Umweltministerium nicht mit seinen Thesen zu kompromittieren?

 

 

 

Interview mit Dr. Wolfgang Thüne

www.muslim-markt.de  2007

Muslim-Markt interviewt Dr. Wolfgang Thüne -

Meteorologe und Erfinder des Begriffs "Treibhaus-Schwindel"

29.5.2007

Dr. Wolfgang Thüne ist 1943 in Ostpreußen geboren. Sein Vater war Oberstudienrat und unterrichtete die Fächer Mathematik, Physik und Geographie. Seine Mutter floh mit ihm 1944 nach Sachsen. Der Vater kehrte 1948 aus französischer Gefangenschaft zurück. Danach befreite Thünes Vater seine Familie aus der sowjetischen Besatzungszone und es erfolgte die nächste Flucht nach Nordrhein-Westfalen. Nach seinem Abitur 1962 begann Thüne das Studium der Meteorologie, Geophysik, Physik, Mathematik und Geographie und beendete sein Studium an der Universität Berlin 1967 mit einem sehr guten Diplom in Meteorologie.

Im Anschluss arbeitete er zunächst beim Wetteramt Frankfurt und war ab 1968 Referendar des Deutschen Wetterdienstes (DWD). In 1969 folgte das 2. Staatsexamen zum Wetterdienstassessor. Danach war er Meteorologe in der Analysen- und Vorhersagezentrale des DWD. Nebenbei war er 1971-1986 Fernseh-Meteorologe beim ZDF. Seit 1974 ist er beim Landesamt für Umweltschutz Rheinland-Pfalz. 1982-1986 absolvierte er ein Zweitstudium in Würzburg mit den Fächern Soziologie, Politische Wissenschaften und Geographie und promovierte zum Dr. phil. mit „summa cum laude“ (Auszeichnung). 1986 ließ er sich beim Landesamt beurlauben und begann eine Tätigkeit als Repräsentant der Konrad-Adenauer-Stiftung für Brasilien mit Sitz in Rio de Janeiro. 1990 kehrte er zurück, wurde ins Umweltministerium Rheinland-Pfalz berufen, und übernahm dort die Leitung des Referates „Naturwissenschaftlich-technische Grundsatzfragen der Umweltpolitik“.

Dr. Wolfgang Thüne ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt im Raum in Rheinhessen.

MM: Sehr geehrter Herr Dr. Thüne, der Beruf des Meteorologen erfährt in den letzten Jahren eine hohe Aufmerksamkeit. Warum sind Sie damit nicht glücklich?

Dr. Thüne: Meteorologen waren schon immer gefragte Leute, denn kaum ein Interesse des Menschen ist größer als der Wunsch, um das morgige Wetter zu wissen. Das liegt an der Abhängigkeit des Menschen vom Wetter. Es gibt kaum einen Lebensbereich, der nicht vom Wetter beeinflusst wird.

Die Meteorologie ist eine seriöse, wenn auch extrem schwierige Wissenschaft, die stets mit "offenen Karten" spielt. Die "Wetterfrösche" betreiben keine Geheimwissenschaft; sie geben ihre Analysen, Diagnosen und Prognosen der Öffentlichkeit kund. Damit sind sie ständiger Kritik ausgesetzt: Manchmal, wenn die Vorhersagen daneben gehen, zuweilen auch, weil einem das Wetter nicht passt! Sie haben dann versagt. Denn tief im Innersten sehr vieler Menschen steckt der Irrglaube, und der Sprachgebrauch verrät es, die Meteorologen würden das Wetter "machen". Nein, nichts derartiges machen wir. Wer das könnte, wäre der begehrteste und reichste Mann der Erde!

Wenn ich über die hohe Aufmerksamkeit eher betrübt denn glücklich bin, dann weil sich auf diesem Feld eine Unmenge von wissenschaftlichen Scharlatanen tummeln, die sich "Klimaexperten" nennen und Prophezeiungen in die Welt setzen, die absolut unseriös, ja unverantwortlich sind! Nirgendwo auf der Welt gibt es ein eigenständiges Studium der Klimatologie, das mit einem akademischen Grad "Diplom-Klimatologe" abschließt. Das liegt einfach in der Definition des Begriffes "Klima" als "mittlerem Wettergeschehen" an einem Ort über eine 30jährige Periode begründet. "Klimawerte" sind statistische Abfallprodukte vorangegangenen Wetters, gemessener Wetterdaten. "Klima" ist kein Naturvorgang und deren Gebilde, wie das "Azorenhoch" oder "Islandtief", sind statistische Konstrukte. Es sind fiktive Gebilde ohne Dynamik und Leben und daher für die synoptische Meteorologie wie die täglichen Wettervorhersagen absolut unbrauchbar.

Der Schwindel mit der "Klimakatastrophe" fällt den wenigsten Menschen auf, weil der Schwindel als Mehrheitsmeinung der weltbesten Klimaexperten verkauft wird. Wer wagt Professoren zu widersprechen? Ihnen wie den Politikern muss man glauben, wenn man ein guter Demokrat sein und nicht gegen das Gebot der politischen Korrektheit verstoßen will.

MM: ... aber lässt sich das Klima denn nicht voraussagen?

Dr. Thüne: Wenn sich das Wetter nicht seriös über 8 Tage hinaus vorausberechnen und vorhersagen lässt, dann ist es absolut unmöglich, ohne Kenntnis um das künftige Wetter, "Klimavorhersagen" für die nächsten 100 Jahre zu machen. Die "Klimaexperten" betreiben mit ihren riesigen Computern eine gigantische Angstindustrie, und die Staaten finanzieren das auch noch mit Steuergeldern, weil der "Ablasshandel" schon immer ein gutes Geschäft war. Wie kann man ohne Arbeit leichter Geld verdienen? Was zahlt der Mensch nicht alles für sein Seelenheil? Also, ich bin nicht nur nicht glücklich, ich bin unglücklich und entsetzt, dass es so wenige mutige Menschen gibt, die gegen diesen offensichtlichen Schwindel angehen und dass es so wenige gebildete Menschen gibt, die nach dem Königsberger Aufklärungsphilosophen Immanuel Kant den Mut haben, den eigenen Verstand zu benutzen, um so aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit herauszutreten. Das große Problem sind die "schweigenden Mehrheiten", denen der Mut fehlt, gegen den Strom zu schwimmen und damit den selbsternannten "Klimaeliten" die Medienhoheit kampflos überlassen.

MM: Ihr Name taucht oft im Zusammenhang mit dem Begriff "Treibhaus-Schwindel" auf. Wer schwindelt da, und warum merkt das keiner?

Dr. Thüne: Der Begriff "Der Treibhaus-Schwindel" wurde übrigens tatsächlich von mir geprägt und ist der Titel eines von mir 1998 geschriebenen Buches. Dieses wurde in den Medien wohlweislich totgeschwiegen, fand andererseits aber große Resonanz und wurde 1999 von der Stiftung DABEI e.V. mit dem "Woitschachpreis für ideologiefreie Wissenschaft" ausgezeichnet.

Im Jahre 2002 habe ich ein weiteres Buch publiziert: "Freispruch für CO2". Ich hatte den Titel "Treibhaus-Schwindel" mit Absicht gewählt. Über das "Klima" kann man unendlich fabulieren, denn es gibt keinen Naturvorgang namens "Klima", der sich messbar wie das Wetter vor unseren Augen abspielt. Wie schon gesagt: Das "Klima" ist ein statistisch errechnetes statisches Abbild des stets dynamischen und mit ungeheuren Naturkräften ausgestatteten Wetters. Wenn mich einer als "Klimaskeptiker" bezeichnet, dann sehe ich dies als Beleidigung an.

Alle bekannten Klimatologen waren ehrenwerte Leute, denn sie haben sich auf die "angewandte Meteorologie" beschränkt, indem sie mittlere Wetterzustände errechneten und die Erde in diverse Klimazonen einteilten und diese dann im Rahmen der Geographie und Länderkunde beschrieben. Die Klimatologie ist eine deskriptive, eine beschreibende Wissenschaft, keine Naturwissenschaft! Die Klimavielfalt der Erde ist ein stationäres Abbild der weitaus vielfältigeren Wettervielfalt. Das Wetter und die Zeit, im Französischen ‚le temps’, haben eines gemeinsam: Sie sind ständig in Bewegung. Der "Klimawandel" ist eine Folge des Wetterwandels und der vielen dem Menschen unergründlichen Ursachen. Man befasse sich nur einmal mit der Erdgeschichte, der Paläontologie. Kein Mensch kann das Wetter aufhalten und kein Mensch kann die Energie aufbringen, um die das Wetter erzeugende allgemeine Zirkulation in Gang, in Bewegung zu setzen. Man rechne nur einmal das Gewicht der Atmosphäre aus: Auf 1 cm2 lastet ein Druck von etwa 1 kg Luft. Und die Erde hat eine Oberfläche von 510 000 000 km2. Und wie viel cm2 hat ein km2? Wie viel Energie benötigt man, um Starkwindströme auf eine Geschwindigkeit von 300 km/h zu beschleunigen oder einen Platzregen von 100 l/m2 auf einer Fläche von 10 km2 zu erzeugen?

MM: ... und doch ist alles im Wandel und in Bewegung ...

Dr. Thüne: Natürlich, das sagte schon Heraklit: "Alles fließt!" Keiner weiß das besser als ein Meteorologe. Er ist ständig dem Wetter auf der Spur, aber es ist stets schneller! Bevor alle Wettermeldungen eingegangen sind und mit der Wetteranalyse begonnen werden kann, ist das Wetter schon wieder drei stunden voraus. Alles ist im Fluss, im Wandel und einzig die Sonne kann die ungeheuren Energiemengen liefern, die die Atmosphäre in Bewegung setzen und ständig in Bewegung halten kann. In einem dynamischen System ist der Wandel das Normale, nicht der Stillstand, die statische Ruhe.

Das Wetter kennt keine Ruhe, wie die Zeit. Und ebenso wie die Zeit ist das Wetter ein irreversibler Naturvorgang. Nichts lässt sich umkehren, rückgängig machen! Der Mensch kann zwar mit viel Glück vereinzelte Haufenwolken "impfen" und ihnen Regen statt Hagel entlocken, aber sicher ist selbst das nicht. Er kann aber weder einen "Wüstensturm" erzeugen, noch einen Wirbelsturm auf eine ihm genehme Bahn um lenken, noch sonst in die Zugbahnen der Tief- und Hochdruckgebiete eingreifen. Dieses Wissen macht die Meteorologen zu bescheidenen Leuten. Doch Bescheidenheit ist zwar eine Zier, doch "weiter kommt man ohne ihr"!

Und dabei hilft eine urmenschliche Untugend: die Neugier! In die Zukunft schauen zu können, das ist ein uralter Wunschtraum der Menschheit. Zu allen Zeiten fühlten Menschen sich berufen zu behaupten, ihnen wäre diese Gabe gegeben. Solch ein Weissagezentrum war das "Orakel von Delphi". Heute blickt man nicht mehr in die Glaskugel, heute benutzt man dafür den Computer, der sehr gehorsam ist und in Sekundenschnelle alles berechnet, was man sich so wünscht und was der andere hören möchte. Mit den ersten Computern entstand eine völlig neue, rein spekulative Wissenschaft, um die es allerdings sehr ruhig geworden ist: die Futurologie! Sie ist gescheitert, nicht zuletzt an den wissenschaftlich völlig unhaltbaren Prognosen des 'Club of Rome" über die "Grenzen des Wachstums" (1972).

Keiner erinnert sich, dass das Umweltbundesamt in einer wissenschaftlichen Studie 1978 verkündete, dass 1995 in Deutschland der letzte Wald stirbt. Hysterie macht Angst und Angst macht blind!

MM: Und was hat das mit dem bewussten Schwindel zu tun?

Dr. Thüne: Ist die Neugier eine verständliche und verzeihbare Untugend, so ist die Angst für den Menschen lebensnotwendig. Doch die Kehrseite der Angst ist, dass man diese künstlich schüren, die Menschen in Panik versetzen und sich dann gefügig machen kann. Soweit man in die Geschichte zurückblicken kann, war immer die "Angst" ein Mittel der Politik, der Herrschenden. Immer fühlten sich einige aus der "Herde" herausgehoben und zum "Hirten" berufen, der die Herde auf Weidegründe oder in Kriege zu führen sich prädestiniert fühlte. Gehorsam wurde mit dem "Himmel" belohnt, Ungehorsam mit "Höllenqualen" bestraft.

Doch die Angst vor der "Klimakatastrophe" ist völlig unbegründet, denn ein statistisch errechneter Wert ist ein toter Wert, eine bloße Richtzahl, die sich nicht verändern und kein Unheil anrichten kann. Die mittlere Jahrestemperatur kann man ebenso wenig fühlen wie die mittlere Windgeschwindigkeit. Alle Gefahren gehen ausschließlich vom Wetter aus. Es ist bisweilen aus unserer Perspektive "katastrophal". Doch wir haben weder Einfluss auf das Wetter, noch hat dies je Rücksicht auf unsere Wünsche genommen. Der "Klimawandel" ist ein passiver Wandel, der als gleitendes Mittel dem Wetterwandel folgt. Eine Umkehrung ist Schwindel, ist "Lug und Trug"!

Doch was macht man in einer säkularisierten Wohlstandsgesellschaft, die praktisch dem Nihilismus verfallen ist und nur noch an den Gott "Mammon" glaubt? Geld regiert die Welt! Der Handel mit CO2-Emissionsrechten mag zwar Geldströme in Bewegung setzen, doch die Luftströmungen bleiben davon unberührt. Die "Wettergötter" entziehen sich jeder aktiven wie passiven Bestechung! Man muss neue "Gehäuse der Hörigkeit" wie des Gehorsams erfinden. So wurde aus der "Hölle" das "Treibhaus". Man musste nur den Menschen einreden, dass sie am Thermostat sitzen und selbst die "Höllentemperatur" regeln können. Als Regulator fiel ganz schlauen Leuten das "Kohlendioxid" (CO2) ein, das bei jeder Verbrennung freigesetzt wird, auch bei der Nahrungsverbrennung im menschlichen Körper.

MM: Naja, ganz so einfach ist es ja nicht. Man unterscheidet durchaus zwischen CO2-Erzeugern, die im natürlichen Kreislauf existieren und jenen fossilen Energieträgern, die aus den Tiefen herausgeholt werden und dem zumindest mittelfristigen Kreislauf entzogen waren. Oder meinen Sie, dass jene Differenzierung übertönt wird?

Dr. Thüne: Im Gegenteil, es ist ganz einfach! Ein Physiker, der die Geheimnisse der Natur entschlüsseln will, muss vor allem die Gabe der Beobachtung haben, um dann aus dem Beobachteten und experimentell Überprüften allgemeine Naturgesetze zu formulieren. Er muss analytisch denken können. Nehmen wir den Begriff "Erderwärmung" und die Behauptung der "Klimaexperten", dass sich die Erde durch die Zunahme der "Treibhausgase" infolge erhöhter "Gegenstrahlung" erwärme. Dies ist physikalisch unsinnig, unlogisch und - im Prinzip - ganz leicht zu widerlegen. So wie kein Apfel gegen die Schwerkraft der Erde zurück an den Ast springen kann, von dem er heruntergefallen ist, so kann sich kein Körper, der gemäß seiner Temperatur immerwährend Strahlung abgibt, und das völlig unabhängig von den ihn umgebenden Körpern, mit der von ihm emittierten Energie erwärmen. So wie jeder Körper auf Erden mit Energieaufwand erwärmt werden muss, so geht es auch der Erde selbst.

Wenn man berücksichtigt, dass die Erde ständig Energie, in der Regel als Infrarotstrahlung, abgibt, so ist Leben auf ihr nur möglich, wenn eine externe Energiequelle da ist, die die Erde stets aufs neue aufheizt. Diese Energiequelle ist die Sonne. Mit jedem Sonnenaufgang wird der kalte Wüstensand wieder aufgeheizt, um erstens den nächtlichen Wärmeverlust auszugleichen und zweitens ein Wärmepolster für die kommende Nacht anzulegen. Diese extremen Temperaturschwankungen sind ein handfester Beweis dafür, dass die Erde eben kein "Treibhaus" ist, dass das Bild ein "Schwindel" ist. Ich kann nur Prof. Dr. Hubert Markl, dem Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, zustimmen, der anlässlich der EXPO 2000 in Hannover öffentlich bekannte: "Lug und Trug sind integrale Bestandteile des Forschens!" Es ist nicht untertrieben, wenn ich sage, und das hat mit "Verschwörung" absolut nichts zu tun, dass das ganze "Treibhaussystem" ein "Lügensystem" ist. Wer Wissen als Macht begreift, weiß, wie man mit Unwissen Ohnmacht erzeugen kann.

Das Kohlendioxid ist nichts als ein Molekül, das in der Uratmosphäre, als die Erde als glühender Körper noch ein brodelnder Vulkan war, in Überfluss vorhanden war. Vor etwa 2 Milliarden Jahren bestand die Atmosphäre fast ausschließlich aus den "Treibhausgasen" Wasserdampf und Kohlendioxid. Dennoch kühlte die Erde langsam ab, weil H2O wie CO2 Strahlung nur selektiv und nicht kontinuierlich absorbieren können, also ein "Strahlungsfenster" offen lassen, durch die die Wärmestrahlung der Erde, wie es die Wärmebilder der Satelliten belegen, ungehindert ins Weltall entweichen kann. Nach erfolgter Abkühlung der Erde und der Bildung von Ozeanen mutierte das anorganische CO2 zum "Grundnahrungsmittel" für alles weitere höhere Leben auf der Erde.

Jeder Mensch hat im Biologieunterricht bei der Pflanzenkunde das Prinzip der "Photosynthese" erklärt bekommen. Die "Photosynthese" kennzeichnet den Beginn des pflanzlichen Lebens. Die grünen Pflanzen sind autotroph, speziell photoautotroph. Mit Hilfe des Sonnenlichts assimilieren sie die energieärmste Kohlenstoffverbindung, das CO2, und erzeugen unter Freisetzung von Sauerstoff Traubenzucker, Eiweiße und Fette. Die Pflanzen nennt man daher Primärproduzenten im Gegensatz zu uns Menschen. Wir sind bloß Konsumenten und sollten eigentlich darum bemüht sein, dass immer genügend CO2 zur Nahrungsproduktion in der Luft ist. Als ich aus Brasilien zurückkam, erinnerte ich immer wieder an einen Satz am Eingang des Botanischen Gartens in Berlin: "Hab Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!" Die Pflanzen bilden das natürliche "grüne Kleid" der Erde. Nur sie sind in der Lage, Sonnenenergie zu assimilieren und an alles tierische wie menschliche Leben weiterzugeben. Der "Rest" erwärmt sich bei Sonnenschein, holt sich einen Sonnenbrand und kühlt im Schatten wieder ab.

MM: Die Androhung einer "Höllentemperatur" - wie Sie es nennen - soll "gefügig" machen, aber wozu; damit die Menschen weniger Ressourcen verbrauchen? Wem sollte das schaden, und warum sollte das ein Unterdrückungsmittel sein? Was ist Ihrer Meinung das Ziel dahinter?

Dr. Thüne: Wer aus Angst vor der "Höllentemperatur", wie besonders die "Grünen", dafür plädiert, dass die Staaten der "Wissenschaft" Unsummen von Steuergeldern bereitstellen, um erforschen zu lassen, wie man CO2 "sequestrieren" und in den Tiefen der Erde wie der Ozeane versenken könne, der handelt lebensfeindlich und leugnet alles biologische wie physikalische Grundwissen. Ich selbst, nach 1945 von den Flucht- und Hungerjahren geprägt, plädiere seit eh und je für die Schonung der natürlichen Ressourcen, aber was sich in dem "Treibhaus" an Widersprüchen auftut, das ist abenteuerlich und kaum nachvollziehbar. Seit mehr als 20 Jahren jetten gigantische Karawanen an "Klimaexperten" mitsamt den politischen wie publizistischen Stimmungsfängern von einer Klimakonferenz zur anderen durch die Welt, um unter Verschwendung von Ressourcen die Schonung der Ressourcen zu predigen. Sie erklären den Luftverkehr für mitverantwortlich an der "Klimakatastrophe", kaufen sich aber mit Steuergeldern ihr ach so schlechtes Gewissen "frei" und spendieren großzügig mit unseren Steuergeldern ein Windrad für die UNEP in Nairobi! Was kann sich die Politik noch an Lächerlichkeiten leisten, bevor uns ein Licht aufgeht und die Erkenntnis dämmert, dass "Klimaschutz" nur ein Vorwand ist, um per Ablasshandel in einer globalisierten Welt Geld und Macht umzuverteilen.

Mein sehnlichster Wunsch ist, dass insbesondere die Naturwissenschaften wieder aus ihrer ideologischen Verstrickung herausfinden.

Diese begann schleichend in den sechziger Jahren in Deutschland mit der so genannten neomarxistischen "68er" Kulturrevolution. Sie klang anfangs recht harmlos, die Forderung nach Politisierung, Sozialisierung wie Demokratisierung aller Lebensbereiche und aller Wissenschaftszweige. Doch die Physik ist keine soziale Heilswissenschaft! Die "Klimaforschung" ist das Paradebeispiel einer total demokratisierten, ideologiehörigen Wissenschaft. Das IPCC beruft sich als "Schiedsgericht" (panel) auf demokratisch zustande gekommen "Konsensmeinungen", erhebt diese zum Dogma und erklärt sie für sakrosankt!

MM: Mit allen diesen Äußerungen wird die Main-Stream-Presse Sie sicherlich als "Verschwörungstheoretiker" abstempeln. Haben Sie als Beamter - noch dazu in einem staatlichen Umweltministerium - nicht einigen Ärger mit dieser Haltung bekommen?

Dr. Thüne: Würde die "Treibhaushypothese" für "heilig" erklärt und jeder Widerspruch zur strafbaren Sünde, dann würde ich mein Lebensende hinter Kerkermauern oder in einer Irrenanstalt verbringen. Doch wehe dem, der wirklich an den "Treibhauseffekt" glaubt und sich tatsächlich auch danach verhalten sollte. Wer in einer sternklaren Silvesternacht unter einem Hoch in Mitteleuropa im Vertrauen auf die wärmende "Gegenstrahlung" leicht bekleidet unter freiem Himmel auf den Sonnenaufgang zu Neujahr wartet, wird langsam unterkühlen, im "Treibhausparadies" erfrieren und diesen nicht mehr erleben. Die Natur ist "grausam" und bestraft jeden, der sich ihr nicht anpasst! Zum Glück habe ich noch keinen Meteorologen auf der Erde gefunden, der die Prognose abgegeben hätte: "Heute Nacht Aufklaren, daher steigende Temperaturen!" Und in den Wüstenregionen sind die täglichen Temperaturschwankungen besonders extrem, heiß am Tage und bitterkalt in der Nacht! Warum? Weil die Erde kein "Treibhaus" ist und der "Treibhauseffekt" gar nicht existiert. Alles Leben wäre in Gefahr, wenn es ihn gäbe. Stellen sie sich ein System vor, in das ständig Energie hineingestrahlt wird, das aber keine Abwärme entweichen lässt? Das System wäre rasch durch Überhitzung geschlossen. Mit anderen Worten: Das Treibhaus wäre die Hölle! Das System würde rasch durch Überhitzung zur Hölle! Das bedeutet: Das "Treibhaus" ist die Hölle. Wenn die Luft erst einen Preis hat, das Ein- und Ausatmen kontrolliert werden kann, dann sind die idealen Voraissetzungen für eine totale globale Ökodiktatur gegeben. Mit der Freiheit wäre es vorbei. Wir würden reglementiert und kommandiert von der Wiege bis zur Bahre!

MM: In weit weniger als einem Jahr werden Sie pensioniert. Was planen Sie danach?

Dr. Thüne: Nach meiner Pensionierung werde ich keineswegs die Daumen drehen und arbeitslos werden. Ich wünsche mir Gesundheit, Vitalität und geistige Frische! Es heißt im Volksmund, dass gegen Dummheit selbst Götter vergebens kämpfen. Doch ist das inzwischen nicht eine Schutzbehauptung von Wissenschaftlern? Sie rechtfertigen sich gerne mit der Floskel: "Aber die Welt will doch betrogen werden!" Ich sage kategorisch NEIN! Wir leben in einer arbeits- und wissensteiligen Welt und leider nutzen zunehmend mehr Wissenschaftler ihr Wissen aus, um mit abstrusen abstrusen Hypothesen die Welt zu verdummen, so zu verwirren, dass diese den Wald nicht mehr vor lauter Bäumen sieht.

Die "Klimaexperten" spielen sich auf wie Gottheiten, die alle Weisheit für sich gepachtet haben. Doch der ist als dumm zu bezeichnen, der die Gesetze der Natur leugnet und ideologischen Unsinn predigt. Alles was die Gilde der "Klimaexperten" behauptet, wird täglich von der Natur über das Wetter widerlegt. Gäbe es den wider-natürlichen Treibhauseffekt, so gäbe es in den ariden wie semiariden Wüstenregionen der Erde kein pflanzliches wie tierisches Leben. Es verdankt seine Existenz der Ausstrahlung wie der Unterkühlung. Die Unterkühlung ist notwendig, damit der Taupunkt unterschritten und die minimale Feuchtigkeit in der Luft an den unterkühlten Blättern, Tieren und Steinen kondensieren und das Leben, wenn auch notdürftig, mit dem lebensnotwendigen Wasser als Kondensniederschlag versorgen kann.

Ich wünsche mir sehr, viele naturverbundene und wahrheitsliebende Freunde auf der ganzen Welt zu gewinnen, die mit dem Königsberger Aufklärungsphilosophen Immanuel Kant den Mut haben, den eigenen Verstand zu benutzen, um aus dem Zustand der selbstverschuldeten Unmündigkeit herauszutreten.

Als Meteorologe bin ich geprägt von der "Ehrfurcht vor der Natur", als Soziologe weiß ich, wie leichtgläubig und fremdbestimmt der Mensch sein kann. Wir leben in jeder Beziehung in einer "Konsumgesellschaft", wo auch vorgefertigte Meinungen wie Massenartikel produziert und von der Stange als leicht konsumierbare "fast food" verkauft werden. Sie macht satt, aber auch gesund?

MM: Dr. Thüne, wir danken für das Interview.

 

Nachtrag

von Prof. Thüne auf die Anfrage eines Lesers bezüglich der erkennbaren Auswirkungen von Temperaturerhöhungen (z.B. dem Gletscherabschmelzen):

Weil der Mensch darüber nichts weiß, nutzen dies einige Schlaumeier aus und erfinden "Ursachen". Kein Mensch kann die "Klimageschichte" erklären, die ja nur eine Geschichte der Wirkungen auf etwas ist. Die Ursache ist immer das Wetter, doch das hinterlässt in der Atmosphäre keine Spuren. Wenn heute die Sonne vom blauen Himmel lacht, dann gibt nur der umgestürzte Baum einen Hinweis darauf, dass gestern ihn eine Böe umgeworfen haben muss. Der blaue Himmel verrät nichts. So ist das mit dem Vordringen wie dem Abschmelzen der Gletscher. Man kann dies rekonstruieren, aber nicht erklären! Für das abrupte Ende der letzten Eiszeit gibt es auch keine Erklärung! Die Kette der Beispiele ließe sich unendlich verlängern.

 

 

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