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2  Warum der Kapitalismus 

 

die ökologische Krise nicht abwenden kann...

 

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Die Gesellschaftsformation, die in Europa dem Kapitalismus vorausging, der Feudalismus, war ökonomisch ein System mit Null-Wachstum. Die Entwicklung der Produktivkräfte war praktisch zum Stillstand gekommen. Die Produktionsmethoden in der Landwirtschaft wie auch in den dörflichen und städtischen Handwerks­betrieben waren in einem solchen Ausmaß durch Tradition ein für allemal festgelegt, daß jede Neuerung als ein Spiel des Teufels verdächtigt wurde.

Jedes Werkzeug, jeder Handschlag waren wie die geweihten Geräte und Riten eines religiösen Kults bis in die Details durch Überlieferung vorgeschrieben. Die Produktion war noch nicht gesellschaftlich, sondern privat. Die privaten Produzenten waren auch die Eigner ihrer Produkte. Die Ausbeutung durch die herrschende Feudalklasse vollzog sich ganz offen, teils in der Form von Steuern und Abgaben, teils im Militärdienst und in der Fronarbeit, das heißt unbezahlter Arbeit in den Wirtschaftsbetrieben der Feudalherren.

Da die Arbeitsproduktivität in der Landwirtschaft sehr gering war, wurden die weitaus meisten Arbeitskräfte gebraucht, um die Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen. Für die Ausweitung der höher entwickelten Produktion in den Handwerks­betrieben fehlte also ein Arbeits­kräftereservoir. Der innere Markt hätte außerdem eine steigende Produktion nur zu niedrigen Preisen aufnehmen können. So bestand kein ökono­mischer Antrieb zur Ausweitung und Intensivierung der Produktion.

Der reine ungestörte Feudalismus tendiert also zu einer fortschreitenden Erstarrung. Die Gesellschaft entwickelt sich nicht mehr weiter und geht in den Zustand der Versteinerung über.

Ein Beispiel für diese Entwicklung des Feudalsystems bietet China, das wohl noch weitere Jahrtausende als zur höchsten Dekadenz versteinerter Feudalismus fortbestanden hätte, wenn nicht die Europäer als Kolonial­mächte in das Land von See her eingedrungen wären, wo die Chinesen durch keine Mauer geschützt waren. Aber selbst dieser feindliche Ansturm konnte die feudale Gesellschaft des Reiches der Mitte nicht zerstören. Es gelang nur in einem winzigen Bruchteil des Landes in einigen Hafenstädten eine relativ schwache Industrie aufzubauen. Dort bildete sich auch eine Art Bourgeoisie, chinesische Partner europäischer Kapitalisten, und ein Industrie­proletariat. 

Aber in den großen Weiten des Landes, wo seit Jahrtausenden hunderte von Millionen Menschen lebten, bestand der Feudalismus unangefochten fort und überdauerte sogar die chinesische Revolution von 1911, die mit der Mandschu-Dynastie Schluß machte. Was Sun Yat-sen nicht gelang, gelang erst Mao Tse-tung nach dem zweiten Weltkrieg und nach dem Sieg über Tschiang Kai-schek.

Das alte China, vor der Störung durch das Vordringen der Europäer in den fernen Osten, ist das Muster­beispiel für eine Gesellschaft "im Gleichgewicht". Man bedenke das, wenn man sich eine Gesellschaft "ohne Wachstum" vorzustellen sucht. Dieser Zustand wäre das Ende aller historischen Entwicklung, der Stillstand, der noch dazu womöglich nur mit Methoden der gewalt­samen Unterdrückung aufrecht erhalten werden könnte. Er wäre nicht das Ende unserer Zeit, sondern etwas viel Schlimmeres: Diese unsere schreckliche Zeit würde dadurch zu ewiger Dauer gebracht. Sie wäre einfach stehen geblieben.

Daß die Zeit im alten China zum Stillstand kommen konnte, lag im Wesen des Feudalismus begründet. Daß es in Europa zu dieser eigentlich "normalen" Entwicklung nicht gekommen ist und daß sich stattdessen im Schoße der Feudalgesellschaft – anfänglich wie ein krankhaftes Geschwür – zuerst das Handelskapital, später eine immer breiter werdende Schicht von Händlern, schließlich von Manufaktur­betrieben und damit die gesellschaftliche Produktionsweise entwickeln konnten, mit einem Wort: daß hier der Kapitalismus samt Proletariat und Bourgeoisie entstehen konnte, verdanken wir ganz außerordentlichen, in ihrem vielfältigen Zusammenspiel sehr unwahrscheinlichen ethnologischen, historischen, ökonomischen, geographischen und kulturellen Besonderheiten. Sie sorgten dafür, daß die europäische Uhr niemals stehen geblieben ist.

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Das beginnt schon mit dem Christentum, mit dem Zerfall des römischen Imperiums und der Völkerwanderung. Die Bauernkriege, die Reformation, der Dreißigjährige Krieg, die Bildung der europäischen Nationen, alle diese Erschütterungen und tiefgreifenden Wandlungen bezeugen, daß in Europa nie die Gefahr einer Erstarrung in einem "Gleichgewicht" bestand. So brachte Europa schließlich diejenige Gesellschafts­formation hervor, deren unentbehrliches Lebenselement das andauernde und sich immer wieder erneuernde Ungleich­gewicht ist: die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft.

Die Trennung von Kapital und Arbeit, d.h. die Loslösung der Produzenten von ihren Produktions­instrumenten schuf die Voraussetzung für die an keine Traditionen gebundene gesellschaftliche Produktionsweise. Der Produzent, das ist jetzt kein selbständiger privater Handwerker mehr, sondern der Industriearbeiter, produziert nicht mehr für sich, sondern für das Kapital. Anstelle seiner Arbeitsprodukte erhält er Geld. Mit dem Geld, seinem Lohn, werden nicht die Produkte seiner Arbeit bezahlt, sondern seine Arbeitskraft. Der Arbeiter vermietet sich und seine Arbeitskraft stunden- und tageweise an den Eigentümer der Produktions­mittel. Wie seine Arbeitskraft verwendet wird und wie der gesamte Arbeitsprozeß organisiert wird, ist aus­schließlich Sache des Unternehmers, des Managements.

Nach der Ausschaltung der handwerklichen Konkurrenz und ihrer teuer gefertigten Einzelstücke durch die industrielle Massen­produktion, die mit relativ billigen Kräften betrieben werden kann, können die Unternehmen noch steigende Gewinne erzielen, solange die Nachfrage auf dem Markt nicht befriedigt werden kann. Wenn schließlich Angebot und Nachfrage sich ausgeglichen haben, entspricht der Marktpreis dem, was in der Marxschen ökonomischen Theorie der Wert der Ware genannt wird. Dieser Wert, genauer der Tauschwert der Ware, ist durch die Menge an menschlicher Arbeit bestimmt, die unter den gegebenen Bedingungen durchschnittlich (also im Gesamtdurchschnitt der Produktion) zur Erzeugung dieser Ware erforderlich ist.

Diese Wert-Theorie übernahm Marx von David Ricardo (1772-1823) und ergänzte sie durch einen genialen Gedanken: Da der Industrie­arbeiter seine Arbeitskraft auch auf den Markt bringt, ist also seine Arbeitskraft auch eine Ware wie andere Waren und hat dementsprechend einen durch die zu ihrer Produktion erforderliche Arbeitsmenge bestimmten Wert.

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Der Lohn ist nichts anderes als der Preis dieser Ware, der nach gehörigem Ausgleich von Angebot und Nachfrage auf dem Markt mit dem Wert in Einklang ist. Wenn nun in einer kapitalistischen Wirtschaft alle Waren – im Idealfall des völligen Ausgleichs von Angebot und Nachfrage – einschließlich der Arbeitskraft im Verhältnis ihrer Werte ausgetauscht werden, wie kann dann noch kapitalistischer Profit entstehen? Marxens Erklärung war verblüffend: Der Wert der Arbeitskraft ist stets geringer als der Wert, den sie erzeugen kann. Die Differenz, den Mehrwert, steckt der Unternehmer als Gewinn ein. Die Frage ist nun, was macht der Unternehmer mit seinem Gewinn? Einen Teil kann er persönlich verbrauchen.

Aber gerade die florierenden Unternehmen mit hochentwickelter Produktionstechnik erzielten so immense Gewinne, die der Unternehmer, selbst wenn er es gewollt hätte, bei noch so verschwenderischer Lebensweise niemals privat konsumieren konnte. Darum verwendete er den größten Teil seiner Gewinne zur Erweiterung seiner Betriebe und zu Investitionen in anderen Betrieben, auch zu Aktienkäufen, alles mit dem Ziel, seine beherrschende Stellung in der Wirtschaft weiter auszubauen.* Da alle Unternehmer und Unternehmen in dieser Weise verfahren, kommt es notwendigerweise zu Überproduktionskrisen. Die erzeugte Warenmenge übersteigt die Nachfrage, der Markt wird gesättigt, die Preise sinken unter den Wert. Viele Unternehmen machen Konkurs. Diese zyklischen Krisen, die Marx voraussagte und erklärte, schienen früher eine unvermeidliche Begleiterscheinung der kapitalistischen Wirtschaft zu sein.

Die letzte große Krise dieser Art war die Weltwirtschaftskrise des Jahres 1929/30. Sie war eine typische Überproduktionskrise. Sie begann mit einem Börsenkrach, riesige Fabrikanlagen, die eben erst errichtet worden waren, wurden gar nicht mehr in Betrieb genommen. Massenarbeitslosigkeit breitete sich aus. Vor dem zweiten Weltkrieg kam es zu keiner weiteren Krise dieser Art mehr, zum Teil wegen der belebenden Wirkung des Rüstungsbooms, der dem Krieg vorausging. Auch nach dem zweiten Weltkrieg hat es keine Krise in der kapitalistischen Wirtschaft mehr gegeben, die sich im Ausmaß und auch ihrer

* Diese erweiterte Reproduktion, die ja auch zur Ausschaltung der Konkurrenten dient, wird heute von den multinationalen Konzernen in einem internationalen Stil größten Ausmaßes betrieben.

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inneren Struktur nach mit der Krise von 1929/30 vergleichen ließe. Es kam nur zu einigen schwächeren Rezessionen, denen Phasen kräftiger Wirtschaftsbelebung folgten. Erst seit der katastrophalen Niederlage der USA in Vietnam beginnen sich ganz neuartige unheilverkündende wirtschaftliche Krisen­erscheinungen in der kapitalistischen Welt bemerkbar zu machen.

Um diese Krisenerscheinungen zu verstehen, Erscheinungen, die in den früheren zyklischen Krisen weniger oder gar nicht hervorgetreten sind, müssen wir uns noch einmal mit dem eigenartigen wirtschaftlichen Mechanismus befassen, mit dessen Hilfe im Kapitalismus Mehrwert erzeugt und angeeignet wird, wie also überhaupt die kapitalistische Ausbeutung funktioniert.

Aus ganz bestimmten methodischen Gründen wollen wir versuchen, uns eine kapitalistische Wirtschaft vorzustellen, die sich im "Gleichgewicht" befindet. Welches wären ihre wesentlichen Merkmale?

1. Alle Waren werden im Verhältnis ihrer Werte ausgetauscht.
2. Produktion und Konsumtion sind gleich. Es findet weder Über- noch Unterproduktion statt.
3. Eine Erweiterung der Produktionskapazitäten ist nicht möglich.

Unter diesen Bedingungen müßten also die Unternehmer den gesamten Mehrwert privat konsumieren. Dementsprechend könnte es keine Neubildung von Kapital mehr geben. Die Gesellschaft würde für jedermann offensichtlich in zwei Gruppen zerfallen: Arbeiter und Nichtstuer, Proleten und Coupon-Abschneider. Marx war der Ansicht, daß nach Erreichung dieses Endzustandes des Kapitalismus es nicht mehr schwer sein könnte, die Coupon-Abschneider davonzujagen und die Ausbeutung abzuschaffen.

Tatsächlich kann sich aber der Kapitalismus nicht einmal eine entfernte Annäherung an diesen Endzustand leisten. Durch den gewerk­schaftlichen Kampf können nämlich die Arbeiter erreichen, daß die Profite der Unternehmer schnell dahinschwinden. Die Gewerkschaften entsprechen in ihrer ökonomischen Funktion dem, was auf der Seite der Kapitalisten die Konzerne sind: Organisationen zur Einschränkung der Konkurrenz der Arbeiter bzw. der Unternehmer untereinander. Hier vollzieht sich der entscheidende Klassenkampf.

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Und solange es noch Konkurrenz der Unternehmer untereinander gibt, also das, was der Amerikaner free enterprise nennt, und die Konzerne nicht zu multinationalen marktbeherrschenden Monopolen zusammen­gewachsen sind, gilt nach Marx das Gesetz der sinkenden Profitrate, free market und free enterprise müßten also zu einer Selbsterstickung des Kapitalismus führen.

Daß die kapitalistische Wirtschaft sich nicht auf diesen Weg begeben hat und selbst erstickt ist, liegt einfach daran, daß dieses Wirtschaftssystem seinem Wesen nach niemals zu einem Gleichgewicht strebt, das sein Tod wäre, sondern von Anfang an die Entwicklung der Produktivkräfte aufs Äußerste antreibt und antreiben muß, wenn es überhaupt am Leben bleiben will. Ohne ständiges Wachstum ist der Kapitalismus zum Untergang verurteilt. Niemals zuvor hat ein Wirtschaftssystem die Entwicklung der Produktivkräfte in einem solchen Ausmaß vorangetrieben, und zwar einfach nur deshalb, weil ohne den immer wieder neuen, alles bisherige umstürzenden technischen Fortschritt das System an seinen eigenen inneren Widersprüchen zugrundegehen müßte. Und tatsächlich übertrifft der technische Fortschritt der letzten hundert Jahre selbst die kühnsten Phantasien eines Jules Verne, der selber nie daran gedacht hat, seine utopischen Träume könnten je verwirklicht werden. Statt in 80 Tagen umkreist ein Satellit die Erde in 90 Minuten, und für den Flug zum Mond braucht man hin und zurück knapp eine Woche.

Als Karl Marx vor hundert Jahren den Mechanismus der kapitalistischen Ökonomie analysierte, schien das Ende des Kapitalismus nicht mehr allzu fern, einfach deshalb, weil niemand damals ahnen konnte, welche enormen technischen Möglichkeiten die Natur dem Menschen bietet und wie schnell er es lernen würde, von ihnen Gebrauch zu machen. Auch heute wäre noch kein Ende des möglichen technischen Fortschritts zu erkennen, wenn es nur um die weitere Ausnutzung der Gesetz­mäßigkeiten der Natur ginge. Eher könnte man sagen, es ist umgekehrt: der technische Fortschritt hat Zustände geschaffen, die jeden weiteren Fortschritt zu einer Bedrohung unserer Existenz machen. Aber diese Denkweise, die nicht neu ist und ihren prägnantesten Ausdruck in dem Wort vom "Dämon Technik" findet, erweckt den Eindruck, als ob eine mystische Gewalt in der Technik wirke. Es ist die alte Geschichte von Dr. Faust und Mephistopheles, der mit seinen teuflischen Wundern die Seele seines Opfers verdirbt.

In Wirklichkeit gehen die Gefahren nicht von irgendeinem "Dämon Technik" aus, den es nicht gibt, sondern sie sind die Folge des Gebrauchs, den der Mensch von den wunderbaren Möglichkeiten der Natur macht.

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Der eigentliche Grund liegt darin, daß der Kapitalismus gezwungen ist, den Mehrwert zu optimieren und nicht den Gebrauchswert. Wenn schon die auf dem Markt angebotenen Waren einen Gebrauchswert haben müssen, um Käufer zu finden, so ist für die kapitalistische Wirtschaft doch ihre wichtigste Eigenschaft, daß sie verbraucht werden. Je kurzlebiger ein Produkt, um so gewinnbringender ist es. Früher waren die Menschen darauf stolz, wie alt und dabei wohl erhalten die Gegenstände ihres täglichen Gebrauchs waren. Heute müssen sie neu sein. Ein neues Auto, der neueste Fernseher sind Statussymbole. Viele neue Erfindungen sind technisch keine eigentlichen Erfindungen, – sie sind nur die Erfindung eines neuen Konsumbedürfnisses, oder wie man auch sagt: die Entdeckung einer Marktlücke.

Daß nicht der Gebrauch sondern der Verbrauch das A und O der kapitalistischen Wirtschaft ist, gilt nicht nur auf dem Sektor der eigentlichen Konsumgüter­industrie, es gilt auch für den "Konsum" aller Arten von technischen Ausrüstungen und Maschinen. Das Tempo der technologischen Entwicklung ist so groß, daß ganze Industrieanlagen oft schon als veraltet gelten, bevor sie überhaupt in Betrieb genommen worden sind. Man nennt das den "moralischen Verschleiß", der weit wirksamer und schneller ist, als jeder Verschleiß durch normale Abnützung. Der größte Teil der Umweltverschmutzung geht auf das Konto dieses allgemeinen Konsum-Zwanges, dem die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft unterliegt. Man denke nur an die Unmassen von Reklame und Verpackungs­materialien, an die sinnlose Vergeudung von Autobenzin in den überdimensionierten und auf hohen Verbrauch getrimmten Automotoren, an die massenhafte Verschwendung von Energie und Rohstoffen, die keineswegs naturnotwendig ist, sondern ausschließlich daher rührt, daß die kapitalistische Wirtschaft an irgendeiner Form von Sparsamkeit nicht nur nicht interessiert ist, sondern sie geradezu fürchtet wie der Teufel das Weihwasser.

Daß der Kapitalismus für die Überwindung der feudalen Stagnation unentbehrlich war, daß er die vehementeste Entfesselung der Produktiv­kräfte gerade dadurch bewerkstelligt hat, daß er das primitive Geltungs- und Besitzstreben der Menschen mobilisierte und dadurch zu einer positiven Kraft werden ließ, daß in dieser relativ kurzen und historisch einmaligen Epoche alle wesentlichen wissenschaftlichen und technischen Erkenntnisse gewonnen wurden, mit deren Hilfe es möglich ist, für viele Milliarden Menschen, für die gesamte Bevölkerung der Erde ein Leben ohne Not und Elend und auf einer hohen Kulturstufe zu ermöglichen, dies alles ist unbestreitbar. Ebenso unbestreitbar ist es aber, daß in dieser unserer Epoche die furchtbarsten Kriege geführt und die unmensch­lichsten Massenmorde verübt worden sind. 

Auch an Grausamkeit und Gewalttätigkeit, an Ungerechtigkeit und Herrsch­sucht ist das Jahrhundert des hochentwickelten Kapitalismus ohnegleichen. Und schließlich läßt sich heute eins mit völliger Gewißheit sagen: Der Kapitalismus ist seiner inneren Struktur und seinem ganzen Wesen nach vollständig unfähig, die uns jetzt bevorstehende große Krise zu meistern, weil er dazu sich selbst aufgeben müßte, was er nicht kann. Er ist am Ende. Seine Zeit ist abgelaufen.

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