Matthias Rogg 

Armee des Volkes?

Militär und Gesellschaft in der DDR

 

LinksVerlag 

Dieses Buch enthält 63 vorwiegend schwarz-weiße Abbildungen

 

 

  Aschebuch   R.htm

2008     (*19xx)   

702 Seiten 

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Die Arbeit zeichnet sich nicht nur durch ein ausgewogenes Urteil, sondern auch durch eine lebendige Darstellung und eine klare Sprache aus. Auch wenn die Publikation wissenschaftliche Kriterien zugrunde legt, bleibt sie gleichwohl für weitere Kreise gut lesbar.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Matthias Roggs Buch ist - für eine militärhistorische Untersuchung - erstaunlich flüssig geschrieben. Der Einstieg in die ostdeutsche Kasernenwelt wird durch anschauliche Zitate, Fotos und Propaganda-Beispiele erleichtert. Fachleute finden in den Fußnoten zusätzliche Detailinformationen. Der Historiker schreibt ausgewogen und ohne Polemik, er verschweigt auch nicht, dass die NVA-Agitation bei jungen Männern teilweise erfolgreich war. Die fast 700seitige Untersuchung hat nur ein Manko: Es fehlt ein Schlagwortregister. Ansonsten bekommt der Leser eine scharfe Waffe in die Hand, die eine der letzten DDR-Legenden endgültig zerstört.
(Deutschlandfunk)

Matthias Rogg hat eine überzeugende Studie vorgelegt, die zu einem Standardwerk avancieren dürfte.
(Archiv für Sozialgeschichte)


Kurzbeschreibung

Die Frage, ob das Militär in der DDR gesellschaftlich integriert oder sogar akzeptiert war, gehört zu den besonders kontrovers diskutierten Themen der DDR-­Geschichte. Für nicht wenige Menschen verkörpert die Nationale Volksarmee bis heute die »Armee für Frieden und Sozialismus«, die zugleich als »Schule der Nation« wirkte. Auf der anderen Seite ruft die NVA bei vielen negative Bilder hervor, die mit Drill, persönlicher Unterdrückung und Parteidiktatur verbunden werden. In der vorliegenden Arbeit wird erstmals untersucht, wie es um die »Armee des Volkes« konkret bestellt war, inwieweit die propagierte Interessenidentität zwischen ziviler und militärischer Gesellschaft tatsächlich bestand.

Das Spektrum der Untersuchung reicht von der wehrpolitischen Mobilisierung über die Erfahrungen in den Kasernen bis zum Reservistendienst und dem Einsatz von Armeeangehörigen in der Landwirtschaft, auf Baustellen und in der Produktion. Auf der Grundlage zahlreicher und zum Großteil bisher nicht veröffentlichter Archivalien, Bild­ und Filmdokumente, empirischer Meinungsbefragungen sowie Zeitzeugenberichte zeichnet der Autor ein differenziertes Bild vom spannungsreichen Verhältnis zwischen Militär und Gesellschaft in der DDR.


Umfassende Darstellung     2011 Von Tom (Lindau)

Ich war erst skeptisch: Die Habilitationsschrift eines westdeutschen Berufssoldaten. Kann das gut gehen als Darstellung des Verhältnisses zwischen Volk und (Volks)Armee? Doch es geht. Systematisch beleuchtet das Werk die verschiedenen Aspekte und wertet dabei die unterschiedlichsten Quellen aus. Keine leichte Lektüre, aber Belanglosigkeiten gibt es zum Thema "DDR" und erste recht "NVA" genug. Also: Meine Anerkennung, Herr Rogg.


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