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Herbert George Wells

Der Geist am Ende
seiner Möglichkeiten

Mind at the End of Its Tether

 

1946 by Verlag Amstutz, Herdeg & Co., Zürich (Schweiz) Deutsch von Franz Fein

Herbert G. Well  (1866-1946)   Der Geist am Ende seiner Möglichkeiten     - 

1945   (1866-1946, 80) 
50 Seiten (kein Anhang)

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detopia-2018:  Buchauszug.PDF
Gruhl.92   A.Metternich.1945   Rattray.Taylor

[detopia-2016:  Ökobuch   W.htm   Ordner  Endebuch   Horstmann  Huxley.1959   Taylor.1975  Berneri ]

 

Warum und wie, das erklärt diese gedrängte Abhandlung des prophetischen Kulturkritikers, die — mit geistigem Dynamit geladen — das Vermächtnis eines achtzigjährigen Weisen an unsere Generation bedeutet.Ihre blendenden Formulierungen geben uns zu denken ...   

 

 

Inhalt 

Vorwort  (7)

Weitere Bücher

wikipedia  Zeitmaschine   

A Modern Utopia, 1905 (dt.: Jenseits des Sirius, 1911)  

wikipedia  Der Mann der die Welt verändern wollte  

wikipedia The Shape of Things to Come 

 

1. Das Ende bricht über den Geist herein (10)  2. Rückwärts gewandt bis zum Ende (27)  3. Es gibt keinen "Plan künftiger Dinge" (29)  4. Jüngste Einsichten in das Wesen des Lebens (31) 5. Art-Selbstmord durch Riesenwuchs (38)  6. Frühreife — eine Methode der Erhaltung (40) 7. Der Antagonismus zwischen Alter und Jugend (42)  8. Neue Schlüsse aus den Zeugnissen des Gesteins (44)

 

 

Kurzvideo zum Buch
"There is no way..."

(d-2009:)

Meines Wissens ist dies die einzige deutsche (deutschsprachige) Ausgabe - in (seit) 65 Jahren.

 

Der Prophet im Labyrinth   -   

         

     

 

<'42 to '44 - a contemporary memoir upon human behavior during the crisis of the world revolution>

(1944 by H. G. Wells)

Eine zeitgenössische Denkschrift auf menschliches Verhalten während der Krise der Welt-Revolution -- Im Vorwort sagt Wells, daß jenes Buch zu schnell geschrieben wurde und im vorliegenden enthalten ist.

Amazon <'42 to 44'> 


Original Klappentext von 1946 vom Verlag Amstutz, Herdeg & Co., Zürich   

Die prophetischen Neigungen und Gaben des großen englischen Schriftstellers erwiesen sich bereits an Utopien, wie dem Zukunftskrieg, den Wells mit seiner bewunderns­werten und beängstigenden Intuition lange vor Ausbruch des zweiten unserer Weltkriege vorausgesagt hat — und dieser spielte sich vielfach in den vom Dichter visionär erschauten Formen ab. Schon in jener Utopie, die auch als Film auf die Leinwand geworfen wurde, deutete Wells den Untergang unserer Spezies an, deren Geist am Ende seiner Möglichkeiten angelangt sei. 

In der vorliegenden Schrift führt er diesen seinen Gedanken näher aus, nicht systematisch und abstrakt-philosophisch, sondern eher aphoristisch und epigrammatisch. Mit der Darlegung seiner persönlichen Umstände beginnend, die Kurzsichtigkeit seiner Ärzte amüsant glossierend, die ihm nur noch ein Jahr zum Leben gaben, statt ihm eine vernünftige Lebensweise vorzuschreiben, die sein Fettherz entlasten könnte, richtet sich der berühmte Autor, der zeitlebens ein denkender Schriftsteller war, auf einer sehr hohen Warte jenseits seines eigenen Lebens ein, das er bereits wie von einem andern Stern aus überblickt; und von dieser Plattform, hoch über unser aller Alltag gelegen, vergleicht er das Leben des Menschen in unserer Zeit mit den Gegebenheiten der Erde und der immanenten Drohung des Universums, die er die "Macht" oder den "Antagonisten" nennt. 

Wells kommt zum Schluß, daß die Frist des Homo Sapiens abgelaufen ist, und was er seinesgleichen wünscht, ist nur noch: dem eigenen Untergang wie einer immerhin reizvollen, interessanten und lehrreichen Theatervorstellung beizuwohnen — ehe seine Art abgelöst wird von einer andern, die ihm überlegen ist und die es besser und anders versteht, sich anzupassen. Denn "sich anpassen oder untergehen", sei die einzige Losung der Natur, vor Jahrmillionen wie heute und übermorgen!

Die beunruhigenden Probleme von Raum und Zeit — an denen wir, mit der Uhr in der Hand, geschäftig vorbeileben — werden in dieser Schrift nur angetönt und, im Sinne der Einsteinschen Relativitätstheorie, die Geschwindigkeit als die vierte Dimension unseres Planeten begriffen. Von der Atombombe ist noch nicht die Rede, aber sie wird von Wells vorweggenommen mit dem Begriff des "Uranium-Blei"-Zeitalters der Erde und der "Radium-Uhr", die er eben ablaufen sieht.

Wells' prophetische Erwartungen vom Ende unserer Menschen-Zeit sind indes keine düsteren, sondern eher heiter-gelassene Prophezeiungen — heiter, da der Wunsch des Künstlers, einfach dabeizusein und dem eigenen Ende zuzusehen, einen positiv-spielerischen Akzent hat. Der Utopist schließt nicht völlig aus, daß auch unsere Nachfolger nach der geschichtslosen Epoche, die er — gleich Oswald Spengler — unmittelbar einbrechen sieht, wieder Menschen sind, nur eben von anderer Art als wir.

Seit Spenglers Untergang des Abendlandes dürfte keine Schrift größere Bestürzung hervorgerufen haben als die vorliegende — indes sind die Formulierungen Wells derart knapp, originell und bestechend, daß die Lektüre nicht zur Panik, sondern zu einer geistigen Selbstprüfung wird.

 

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