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OID, ein globales Problem - Ausmaß, Ursachen und Abhilfen

Von John E. Brandenburg, Monica Rix Paxson, Stephen Kelley Corrick

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OID - Oxygen Inventory Depletion - Erschöpfung des Sauerstoffvorrats - die Abnahme der Konzentration atmosphärischen Sauerstoffs - kann einfach vorhergesagt werden mit Hilfe eines Modells, das nur die wichtigsten Faktoren der globalen Quellen-Senken-Gleichung für Sauerstoff einbezieht. 

Die Hauptquelle ist die globale photosynthetische Kapazität P, während der Senken-Faktor S sich hauptsächlich aus Verbrennung und Atmung errechnet, daraus folgt für die geschätzte Konzentration atmosphärischen Sauerstoffs O über eine bestimmte Zeitperiode folgende Gleichung: O,t = P-S. (1) 

Da der Wert der Variablen der CO2-Quellen und -Senken gleich oder kleiner der Variabel des Sauerstoffwertes ist, ist der OID-Wert der Zunahme an atmosphärischem Kohlendioxid gleichzusetzen, was seit 1958 einem Wert von etwa 50 Teilchen pro Million entspricht.(2) 

Es ist deshalb anzunehmen, daß der derzeitige Sauerstoffgehalt der Atmosphäre etwa 209.426 Teilchen pro Million beträgt, im Vergleich zu 209.476 Teilchen im Jahr 1976.(3,4) (Diesem Wert lagen Messungen von 1958 zugrunde.) 

Eine solche Verringerung des atmosphärischen Sauerstoffs wäre keine Bedrohung für unsere Gesundheit, aber sie wäre doch ein klares Indiz dafür, daß sich die Menschen mit dem, was sie tun, nicht im Einklang mit der Natur befinden. 

Um es einfach auszudrücken: 

OID wird von den Menschen verursacht, die den Sauerstoff schneller verbrauchen, als er ersetzt werden kann. Der meiste Sauerstoff geht bei der Energieproduktion verloren, während gleichzeitig die weltweite Kapazität zur Photosynthese durch das Abholzen der Wälder und die Verschmutzung der Ozeane zurückgeht. 

Maßnahmen gegen OID müßten aktive Wiederauf­forstungs­programme ebenso beinhalten wie einen drastischen Rückgang der Verschmutzung unserer Meere, während man zur gleichen Zeit massiv in neue Formen der Energiegewinnung wie Wasserstoff-, Solar- und Fusionsenergie investieren müßte. 

 Peak-Flow-Meter-Test  

Wir laden Sie ein, an einem Experiment teilzunehmen — ein wenig Forschung mit uns zu betreiben und uns dabei zu helfen, einige Daten zusammenzutragen. Es geht dabei um folgendes:

Der Gehalt an Kohlendioxid in unserer Umwelt ist gestiegen, besonders in der Atmosphäre, und er wird es auch weiterhin tun, wenn wir die Verwendung fossiler Brennstoffe nicht drosseln.

Deshalb glauben wir, daß es gut ist zu wissen, welchen Einfluß Kohlendioxid auf unseren Organismus hat, insbesondere auf unsere Atmung.

An unserem kleinen Test kann jeder teilnehmen, es sei denn, Sie gehören zu den wenigen Menschen, die keine kohlensäurehaltigen Getränke vertragen. (Es gibt zum Beispiel Asthmatiker, bei denen der Genuß kohlensäurehaltiger Getränke einen Asthmaanfall auslösen kann, und die aus diesem Grund natürlich nicht an diesem Test teilnehmen sollten.)

Wenn das Trinken kohlensäurehaltiger Getränke für Sie unproblematisch ist, dann können Sie das Experiment durchführen.

Dafür benötigen Sie zwei Dinge.

Das erste ist ein Peak-Flow-Meter, ein Gerät, mit dem die höchste Atemstromstärke gemessen wird, die bei einer maximalen Ausatmung erzeugt werden kann. Dabei kommt es nicht auf die Gesamtmenge der ausgeatmeten Luft an, sondern auf die Stärke des ersten Atemstoßes. Der Peak-Flow-Meter ist ein ganz einfaches Gerät aus Plastik, mit dem Asthmatiker ihre Lungenfunktion überprüfen können. Ein solches Gerät führen mittlerweile viele Apotheken und Sanitätshäuser. Man kann es aber auch über das Internet bestellen. Eine ganz billige Ausführung reicht vollkommen aus. Vielleicht können Sie sich auch ein Gerät leihen. Wie man es anwendet, erklären wir später.

Der zweite Gegenstand, den Sie für unseren Test benötigen, ist eine 0,33-Liter-Dose Mineralwasser. Wir verwenden Mineralwasser, weil es weder Zucker noch Koffein enthält (beides Rauschmittel) und auch keine künstlichen Süß-, Geschmacks- oder Farbstoffe, die das Testergebnis verfälschen könnten. Das Getränk, das Sie zu sich nehmen, soll nur aus Wasser und Kohlendioxid besteht. Überprüfen Sie die Angabe der Inhaltsstoffe auf der Verpackung.

Was geschieht mit Ihrem Peak-Flow (Ihrer Atmung), wenn Sie den Test durchführen? Wir wissen es nicht genau. Deshalb machen wir diesen Test. Es geht um Ihren Körper und um Ihre Zukunft. Wir denken. Sie möchten es vielleicht ebenfalls wissen.

Und so führt man den Test durch:

Lesen Sie die Anleitung zur Handhabung eines Peak-Flow-Meters durch (siehe unten)

Überprüfen Sie Ihren Peak-Flow (notieren Sie das Ergebnis)

Trinken Sie eine 0,33-Liter-Dose Mineralwasser aus

Überprüfen Sie anschließend sofort wieder Ihren Peak-Flow (notieren Sie das Ergebnis)

Überprüfen Sie nach zehn, 20, 30 und 40 Minuten erneut Ihren Peak-Flow, und notieren Sie jedesmal das Ergebnis

Schicken Sie eine E-mail mit Ihren Ergebnissen an die Peak-Flow-Gruppe unter: peakflow@egroups.com

Wenn es Ihnen nichts ausmacht, wenn andere Ihr Gerät mitbenutzen, können Sie Ihre Freunde und Bekannten bitten, an dem Peak-Flow-Meter-Test teilzunehmen. Vielen Dank für Ihre Hufe.

Die Handhabung des Peak-Flow-Meters:

Überprüfen Sie vor dem Gebrauch, ob sich die Anzeige der numerierten Skala auf dem Wert Null oder der niedrigsten angegebenen Zahl befindet. Stehen Sie aufrecht und gerade, essen Sie nicht, und kauen Sie kein Kaugummi. Atmen Sie so tief Sie können ein. Nehmen Sie das Mundstück des Geräts in den Mund. Schließen Sie Ihre Lippen fest um das Mundstück. Achten Sie darauf, daß Ihre Zunge das Mundstück nicht berührt. Atmen Sie so fest und so schnell aus, wie Sie können. Versuchen Sie die Luft in einem Stoß so schnell wie möglich fast vollständig aus Ihrer Lunge zu pressen, anstatt gleichmäßig auszuatmen.

Der Druck der ausgeatmeten Luft bewegt den Zeiger auf der Skala. Notieren Sie den angezeigten Wert.

Wiederholen Sie den Vorgang dreimal; (Wenn die Werte der drei Versuche dicht beieinander liegen, haben Sie es richtig gemacht.) Notieren Sie den höchsten der drei Werte. Es ist wichtig, daß Sie nicht den Durchschnittswert errechnen.

Sie können nicht zu stark ausatmen, wenn Sie Ihr Peak-Flow-Gerät gebrauchen, höchstens zu schwach. Notieren Sie deshalb den höchsten gemessenen Wert. (Anleitung der American Lung Association für Asthmakranke)

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