Rainer Awiszus  

Genosse Soldat! 

Kommen Sie mal zurück! 

Erlebnisse eines DDR-Soldaten 

 

 

 

  

2002     *19xx

xxx Seiten

 

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detopia:

A.htm   Aschebuch 

J.Ritschel

 

Der Autor wurde 1955 wie viele andere junge Männer der DDR mit unfairer Werbung in die Kasernierte Volkspolizei gepresst und nach einem Jahr in die Nationale Volksarmee übernommen. Er berichtet über Ausrüstung, Bewaffnung und Ausbildung der DDR-Streitkräfte und schildert seine Erlebnisse während der Dienstzeit in Weissenfels. 

Unangenehme Eindrücke und lustige Erinnerungen wechseln sich ab. Eine Mannscheibe erschreckt den Posten am Zaun. Ein Fotoapparat wird im Kochgeschirr versteckt. Beim Besuch einer russischen Kaserne staunen die Deutschen über das Bett eines toten Helden. Ein Regisseur schikaniert Assistenten und Statisten. Beinahe wird der Soldat mit Schwarzmunition erwischt. Eine Jugendliebe endet im Liebeskummer. Nach zwei Jahren ist endlich Schluss.


Willkommene Abwechslung zu den üblichen Biografien zum Thema             2006 Von Media-Mania  

Das Buch ist angenehm schnell zu lesen. Die einzelnen Kapitel umfassen jeweils nur zwei bis drei Seiten. So bekommt der interessierte Leser jeweils häppchenweise Geschichten aus dem militärischen Alltag der KVP, später dann der NVA. Gerade anhand von KVP und NVA kann man allerdings feststellen, dass das Erzählte nicht chronologisch geordnet ist. Allerdings fällt dieser Umstand nicht weiter ins Gewicht, der Lesefluss wird dadurch ohnehin nicht behindert.


Gut gemacht     2002 Von "dasijo"

In seinem Erlebnisbericht "Genosse Soldat. Kommen Sie mal zurück." erzählt Rainer Awiszus lebhaft von seiner Dienstzeit in der Kasernierten Volkspolizei bzw. der Nationalen Volksarmee der DDR. Das alltägliche Kasernleben mit all seinen Tücken wird dem Leser anschaulich näher gebracht: Auf korrupte Hauptfeldwebel, aufmüpfige Rekruten, engagierte (jedoch verbohrte) Offiziere, sowie bemühte Hilfköche wird ebenso eingegangen, wie auf die munteren Ausflüge ins Grüne, die meist heiteren Begnungen mit russischen Soldaten und das langweilige Wachestehen. Der Autor lässt dabei immer durchblicken, wie er die Ereignisse aus heutiger Sicht sieht und wie er sie im Gegenzug damals empfunden hat. Wer sich also für einen oft kritischen, jedoch immer heiteren Rückblick auf das Leben als Soldat in der DDR interessiert, der wird an diesem Buch sicherlich seine Freude haben.


Kommen Sie mal zurück! - Ein oft gegebener Befehl    2005 Von Franz Harbeke

Genosse Soldat! Kommen Sie mal zurück! war in der Tat ein oft gegebener Befehl. Das Buch dürfte alle interessieren, die selbst einmal dort "freiwillig" ihren "Ehrendienst" ableisten durften. Aber wer kennt heute noch die KVP, die unbeliebte Kasanierte Volkspolizei als Vorläufer der Volksarmee? Tristes Alltagsleben eines Soldaten wird hier geschildert, das wenig Höhepunkte bietet wie in allen Armeen dieser Welt und doch ist vieles anders. Die Ablehnung des Regimes, der ständige Druck bloß nicht auszufallen besonders in politischer Hinsicht und die daraus resultierende gute Kameradschaft. Das alles hätte wie im Abschnitt "Die verschwundene Pistole" mehr heraugearbeitet werden können. 

Insgesamt aber bietet das Buch einen guten Einblick in die damaligen Zustände mit dem Fazit: Geschadet hat es nicht - nützlich war es aber auch nicht. Letztlich waren es zwei verlorene Jahre. Siehe hierzu auch "Blau war der Himmel" - Erinnerungen. 

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