Karlfried Graf Dürckheim 

Meditieren — wozu und wie 

Die Wende zum Initiatischen 

     

  1976 by Verlag Herder
Herstellung: Freiburger Graphische Betriebe 1993  
HERDER/SPEKTRUM  Band 4158 
Neuausgabe Verlag Herder 1993  #   ISBN 3-451-04158-8

 

1976    237 Seiten 

Wikipedia.Autor *1896 in München bis 1988 (92)

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D.htm   Psychobuch  Sterbejahr 

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Inhalt

Maria Hippus — der Gefährtin auf dem Weg 

Vorwort  (14)

Epilog (233)   
Anmerkungen (235) 
Veröffentlichungen des Verfassers  (236) 

 

 

 

 

Die Summe einer großen spirituellen Erfahrung. Ein praktischer und vielfach erprobter Grundkurs der Meditation für alle, die in unserer hektischen Zeit den Weg zum Wesentlichen gehen wollen.

Das Tor öffnen zu einem Innenraum, in dem wir uns selbst in unserem überweltlichen Wesen begegnen. Dieses verborgene Geheimnis in einer Verwandlung des ganzen Menschen offenbar werden zu lassen, das ist der Sinn des Meditierens, wie es der Meister Graf Dürckheim versteht. 

Eines der reifsten und praktischsten Werke Karlfried Graf Dürckheims: Hier öffnet sich das Tor zu einem Innenraum, in dem wir uns selbst in unserem überweltlichen Wesen begegnen. Dieses verborgene Geheimnis zu erfahren und in einer Verwandlung des ganzen Menschen offenbar werden zu lassen, das ist der Sinn des Meditierens, wie es der Meister Graf Dürckheim versteht. 

Der erste Teil des Buches gibt die theoretischen Voraussetzungen für die Praxis, in die der zweite Teil einführt: Passive Formen des Meditierens im Stile des Za-Zen werden durch eine Reihe aktiv-meditativer Praktiken ergänzt — bis hin zum Alltag selbst als Übung. 


Karlfried Graf Dürckheim, 1896-1988. Studium der Philosophie und Psychologie. 1932 Professor für Philosophie an der pädagogischen Akademie und Dozent der Universität Kiel. 1937 bis Kriegsende in Japan, Begegnung mit dem Zenbuddhismus. Seit 1948 im Kreis seiner Mitarbeiter in Todtmoos-Rütte (Schwarzwald) psychotherapeutisch tätig. Gemeinsam mit Dr. Maria Hippius Aufbau des Zentrums für Initiatische Therapie. 

Zahlreiche Veröffentlichungen. In Herder/Spektrum: <Mein Weg zur Mitte. Gespräche mit Alphonse Goettmann>, Band 4014; <Das Tor zum Geheimen öffnen>, Band 4027; <Vom doppelten Ursprung des Menschen>, Band 4053.

Dr. Maria Hippius promovierte 1932 am Psychologischen Institut der Universität Leipzig mit einer Arbeit über den <Graphischen Ausdruck von Gefühlen>. Sie hat entscheidenden Anteil an der 1948 begonnen Entwicklung der Existential-Psychologischen Bildungs- und Begegnungsstätte, Schule für Initiatische Therapie, Todtmoos-Rütte. 

Das vorliegende Buch spricht vom Wozu und Wie des meditativen Übens und meditativen Lebens in dem Sinne, wie es, wesentlich von dieser Zusammenarbeit befruchtet, seit zwei Jahrzehnten in Rütte gelehrt wird.

zeit.de/1989/02/tod-des-meisters  Nachruf 

 

Erster Teil:  Meditieren — wozu?

1. Von der Neuzeit in die Neue Zeit  (15)  Die existentielle Not (15)  Meditieren: Initiatische Übung (16)  Initiatisches Meditieren: Ein Ärgernis (19) 

2. Das Wesen als Erfahrung  (21)   Seinsfühlung (22)  Das Numinose (24)  Das Organ für das Numinose (30)  Das Numinose in den Sinnen (32)  Seinserfahrung (36)  Spürbewußtsein (39)  Welt-Ich und Wesen (42)  Die Welt-Ich und Wesen wahrnehmende Instanz (44)  Seinsfühlung in Permanenz (47)  Neuland (49)

3. Entwicklungsstufen des Menschen in initiatischer Sicht  (51)  Die fünf Stufen (51) Immanente Transzendenz (51) Initiatischer Weg und religiöser Glaube (57)  Das vorrationale Lebensbewußtsein (61) Initiatische Begabung (62) 

4. Verfehlung und Wiederentdeckung der Ganzheit  (65)  Größe und Tragik des abendländischen Geistes (65)  Die Befreiung des Menschen (67)  Verlust und Wiederfinden der Ganzheit (69) 

5. Die Problematik des Schattens  (71)  Der Schatten (71) Die verdrängte Natur (72) Verdrängte Sexualität und Erotik (73)  Unterdrückung des Weiblichen (76)  Unterdrückung der schöpferischen Individualität (79) Unterdrückung des Wesens (81) 

6. Das Leiden  (86) Das vorinitiatische Verhältnis zum Leiden (86)  Das initiatische Verhältnis zum Leiden (89) Das Leiden unter der Getrenntheit vom Wesen (90)  

7. Inbild und Inweg  (94)  

8. Die Frage nach dem Du  (98) 

9. Die Liebe  (106) 

 

Zweiter Teil:  Meditieren — wie ?

A. Voraussetzungen und Vorübungen

1. Voraussetzungen (113)  Gesamteinstellung (113) Klarheit über das Ziel: Die Große Durchlässigkeit (116) Leibhafte Transparenz  (117) 
2. Vorübungen  (123)  Die Übung der Stille (123)  Die rechte Gesamtverfassung (125) (Hara — Die rechte Haltung — Der rechte Atem — Die rechte Spannung)

 

B. Grundübung

1. Za-Zen  (136) 
2. 
Die Formel der Verwandlung (143)  Die Grundformel (144)  Die Grundformel zur Verwandlung im Leibe (148)  Die Grundformel zur Verwandlung der Person (153)

 

C. Ergänzendes

1. Hinweise  (163)  Besondere Bedeutung des Einatems (163)  Stehen und Gehen (Kin-hin) (165)  Umgang mit Störungen in der Meditation (168)  (Der rechte Umgang mit körperlichen Störungen — Der rechte Umgang mit seelischer Not — Der rechte Umgang mit Störungen aus Bewußtseinsinhalt und Bewußtseinsform)  
2. Variationen  (176)  Meditationsbilder (176)  Kreuzmeditation (179)  Das pralle Nichts (183) 
3. Besondere Aspekte 
(186)  Konzentration, Meditation, Kontemplation (186)  Irrlichter und Zeichen (189)  Grundtugenden (190)   Welt-Ich und Wesen (192)  Einfach Da-Sein (194) 

 

D. Aktive Praktiken 

1. Initiatische Übung der Sinne (197) Hören (198) Geruch (199) Geschmack (200) Tasten (202) Berührungsscheu (204) Sehen (206)  2. Tun als initiatisches Medium  (209)   3.  Wu-Wei  (213)  4.  Das Geführte Zeichnen  (216)   5.  Wesenserfahrung am Instrument  (221)  6.  Die Stimme  (227)   7.  Initiatische Arbeit am Leib  (230)  

 


 

Vorwort

Dieses Buch kreist auf schmalem Pfad um eine einzige Frage: die Frage nach dem Zugang zu jener Erfahrung überweltlichen, göttlichen Seins, die aller lebendigen Religiosität zugrundeliegt und ohne die das Leben jeder Religion stirbt. 

Über und unter, rechts und links von diesem Pfad sind Berge von Problemen und Abgründe ungelöster Fragen allgemeinmenschlicher, psychologischer, theologischer Natur, auf die nicht eingegangen wird.

Es geht einzig um den Zugang zur Erfahrung des ganz Anderen: der Transzendenz, und zwar der uns immanenten Transzendenz, und um eine Verwandlung, die der Sinn dieser Erfahrung ist: als Verheißung und Auftrag.

So wird dieses Buch notwendigerweise nur von dem kleinen Kreis derer aufgenommen werden können, die von diesem ganz Anderen berührt wurden, sei es in einer Großen Erfahrung, sei es in einer kleinen Seinsfühlung, sei es auch nur als Ahnung oder Sehnsucht.

 

Todtmoos-Rütte, März 1976, 
Karlfried Graf Dürckheim 

 

   

 

 

       

            

 

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