Karen Horney

Neurose und 
menschliches Wachstum

Das Ringen um Selbstverwirklichung  

 

Die Erfinderin der "Selbstverwirklichung"

   

1950

 

wikipedia.Autorin *1885 bei Hamburg bis 1952 (67, Krebs)

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detopiaH.htm   Psychobuch 

Horney bei Kiernan   S.Freud   W.Reich  E.Fromm

 

 

 

Zwar bezogen sich ihre ursprünglichen Zweifel an der orthodoxen Psychoanalyse auf Freuds Ansichten von Frauen, doch ging Horneys Opposition über Meinungsverschiedenheiten über die weibliche Psychologie hinaus und richtete sich gegen seine höchst mechanistischen und deterministischen Lehren.

Als sie 1932 aus Deutschland in die Vereinigten Staaten auswanderte, fiel ihr auf, wie unterschiedlich die beiden Gesellschaften waren, und sie begann, sich mehr auf die kulturellen Faktoren bei der Persönlichkeits­bildung und der Neurosen­entstehung zu konzentrieren.

Die amerikanische Gesellschaft war bereits stark von Zwängen geprägt und auf Leistung ausgerichtet; ihr als Außenseiterin schien es, daß diese Zwänge und Belastungen bei den psychischen Schwierigkeiten der Amerikaner eine Rolle spielten — zumindest bei denjenigen, die sie behandelte.

Schließlich lehnte sie Freuds Standpunkt ab, der nicht einzusehen vermochte, welchen entscheidenden Einfluß die Gesellschaft auf die Prägung der Persönlichkeit ausübt, und bestritt seine pessimistische Vorstellung vom Menschen als einem ausschließlich von seinen Trieben motivierten Lebewesen.

Horney behauptete, daß jeder Mensch die Fähigkeit habe, sich zu formen. "Ich glaube daran, daß ein Mensch sich ändern kann, solange er lebt.", sagte sie.1

Jeder Mensch habe einen grundlegenden, wenn auch leicht zu durchkreuzenden Antrieb, seine besten angeborenen Möglichkeiten zu entwickeln — einen Trieb, der ebenso fundamental sei wie der Wunsch eines Kindes, zu laufen, und der zu dem Prozeß führe, den Horney den »Kampf um Selbst­verwirk­lichung« nennt.

Ihrer Ansicht nach ist die treibende Kraft für das Verhalten von Männern wie auch von Frauen nicht Sexualität oder Aggression, wie Freud meinte, sondern das Bedürfnis nach Sicherheit.

Wenn ein Kind in eine Umgebung hineingeboren wird, die ihm, aus welchen Gründen auch immer, nicht das Gefühl vermittelt, geliebt und geborgen zu sein, dann ist die Folge, daß es von einer entsetzlichen basalen Angst befallen wird, die es zwingt, nach Anerkennung durch andere zu streben. Dieses zwanghafte Streben nach Anerkennung führt zu allzu großer Unterwürfigkeit, Überaggressivität oder zur Menschenscheu.

aus Kiernan, 1974

 

aus wikipedia 2019:

Leben

Gegen den Wunsch ihres Vaters, eines norwegischen Kapitäns, aber unterstützt von ihrer aus Holland stammenden Mutter Clothilde Marie van Ronzelen und ihrem älteren Bruder, begann Karen Horney 1906 als eine der ersten Frauen in Deutschland das Studium der Medizin (in Freiburg). Über ihren Studienkollegen Carl Müller-Braunschweig – der wie sie später Psychoanalytiker werden sollte – lernte sie dort den Wirtschaftsstudenten Oskar Horney kennen. Beide heirateten 1909 und zogen, zusammen mit ihrer Mutter, nach Berlin, wo ihr Mann in der Industrie tätig wurde und sie an der Charité ihr Studium fortsetzte.

Noch während des Studiums brachte Karen Horney 1911 ihre erste Tochter Sonni Brigitte (die spätere Schauspielerin Brigitte Horney) zur Welt. Im gleichen Jahr begann sie – wie der ebenfalls nach Berlin gezogene Müller-Braunschweig – eine Psychoanalyse bei Karl Abraham. Nach ihrem Staatsexamen Ende des Jahres und ihrem Praktischen Jahr am Urbankrankenhaus sowie auf der psychiatrischen Abteilung der Heil- und Pflegeanstalt Berolinum von James Fraenkel in Lankwitz erhielt sie 1913 ihre Approbation. 1915 promovierte sie bei Karl Bonhoeffer über Psychosen nach Kopfverletzungen. Bereits 1913 hatte sie ihre zweite Tochter Marianne bekommen; 1916 kam die dritte Tochter Renate.

1915 arbeitete sie kurz als Assistentin in der Poliklinik von Hermann Oppenheim und dann bis 1918 an einem Berliner Psychiatrischen Krankenhaus. 1919 eröffnete sie eine eigene Praxis als Psychoanalytikerin und wirkte am Berliner Psychoanalytischen Institut als Lehranalytikerin, blieb aber auch für Anregungen von anderen Seiten offen, so dass sie sich beispielsweise 1928 im Vorstand der Berliner Ortsgruppe der schulenübergreifenden Allgemeinen Ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie engagierte.

1932 verließ Karen Horney Deutschland, um in den USA zunächst als Direktionsassistentin unter Franz Alexander am Psychoanalytischen Institut in Chicago zu arbeiten.

Nach verschiedenen Auseinandersetzungen in der amerikanischen psychoanalytischen Gesellschaft gründete Karen Horney 1942 zusammen mit einer Reihe anderer Analytiker (u. a. Erich Fromm) eine neue Gesellschaft, die „Association for the Advancement of Psychoanalysis“ und gründete ein eigenes psychoanalytisches Institut, das auch heute noch unter dem Namen „Karen Horney Institut“ existiert. 

Horney verstarb am 4. Dezember 1952 in New York im Alter von 67 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

 

 

  

     

 

    

 

 

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