James Lovelock

   Gaia: Die Erde ist ein Lebewesen   

Anatomie und Physiologie des Organismus Erde

   Wie wir unseren Planeten vor der Gefährdung  
   durch den Menschen bewahren können  

 

Original:

Gaia: The Practical Science of Planetary Medicine

1991 bei Gaia-Books, London

1992 bei Scherz in Bern

1996 im Heyne-TB, 191 Seiten

James Lovelock (1991) Gaia: Die Erde ist ein Lebewesen

1991  191 Seiten

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Was wir heute über Anatomie und Physiologie des Organismus Erde wissen und wie wir ihn vor der Gefährdung durch den Menschen bewahren können


Leseberichte

 

Super interessantes Buch

Agimos_art  aus Deutschland  2015

Zuerst sollte ich betonen, das die meinige vorliegende Ausgabe jene erste Auflage von (schon) 1992 (!) ist. Warum setze ich dann das Ausrufezeichen? Es hat mit dem gesamten Thema zu tun, insbesondere mit der sich zu befassenden Thematik, welches der Autor und (äußerst) erfahrene Naturwissenschaftler J.E.Lovelock behandelt sowie mit dem Erscheinen des Buches und nicht weiter erfolgten Büchern, die sich weitaus tiefer damit auseinandersetzen. Denn ich empfinde es irgendwie und, ganz ehrlich formuliert: recht merkwürdig, das nach dem Erscheinen des Buches von 1992 kein weiteres Buch seitens des Autors herausgegeben worden ist. Das stärkt nicht so wirklich und richtig gerade jene Ansichten und Meinungen wie gleich die Überzeugungen des Autors.

Das Buch jedenfalls ist super geschrieben, mit aber nur 185 Seiten; eingeteilt ist es in 8 Kapitel

1. Gaia erkennen, 2. Anatomie, 3. Physiologie, 4. Epigenese, 5. Biochemie und Zelle, 6. Stoffwechsel und planetare Biochemie, 7. Physiologie und Klimaregulation, 8. Die Menschenplage,

wobei das Buch selber knapp DINA-4 groß ist (29,7 x 21,7cm), also mittelgroße Schrift, mit dazu einem Glossar und Sach- und Namensregister sowie einer Bibliographie, überdies ist es freilich wie man es erwarten konnte - sehr sachlich und genau informiert verfasst worden -, und der Autor klärt den Leser über die Idee, also die konkrete Theorie welche dahinter stecken könnte, entsprechend detailreich auf.

Denn, und auch das sollte uns klar werden: Es ist nur eine Theorie und keine Tatsache; wenngleich Indizien in die diesbezügliche Richtung weisen, das man eben davon ausgehen kann, die Erde als einen großen selbstregulierenden Organismus zu betrachten.

Der kundige Naturwissenschaftler Jim E. Lovelock ist sehr genau, überaus präzise in seinen Beschreibungen und analysiert, geht in die Details hinein, wie es das fünfte Kapitel (in dem um die Biochemie und jene komplexen aber weitsichtigen Zellen geht), beweist, sowie er wirklich nichts auslässt und sich zudem fabelhaft auskennt und sich im Fach versteht; das ist schon wahrlich sehr hilfreich. Denn somit ist man dahingehend schon mal ein Stück weiter und jederlei hat eine gewisse Garantie, das er nicht nur daher schwadroniert und irgendetwas aufgrund seiner eigenen subjektiven Handlungsart wegen, krampfhaft beweisen will. Es gibt ja so manche Bücher, wo Laien, die gar keine ausgebildeten Naturwissenschaftler sind, verschiedenste Themen anpacken und große (teils) voluminöse Bücher schreiben wie darüber hinaus - einen riesen Anklang finden - doch im Gegensatz dazu, kann man sich in bezug zum naturwissenschaftler Lovelock sicher fühlen, denn dies ist ein klarer Mann vom Fach. Und das er mit diesem speziellen Thema sich getraut hat an die Öffentlichkeit zu gehen, beweist schon das allgemeine Umdenken in der Wissenschaftsgemeinde (scientific-community), denn das man um ein Umdenken gar nicht mehr herumkommt, ist meines Erachtens nach, vollkommen ausgemacht. So wird es einfach Zeit endlich aufzuwachen und sich von alten Krusten zu lösen, offen für neue Ansätze zu sein, für eine, sagen wir, mehr lebendige Sichtweise auf die lebendigen Dinge um uns herum.

Das Buch selber ist hervorragend und absolut zu empfehlen. Allerdings muss auch Kritik mit einfließen.

Der Autor scheint definitiv christliche (also = patriarchalische) Wurzeln zu haben, und dieses merkt man beim lesen, besonders im Vorwort, der Einleitung und an vielen weiteren Texten des Buches. Ein UNDING meiner Meinung nach. Religion und Wissenschaft gehören strickt getrennt, allen voran besonders die der patriarchalisch eingestellten monotheistischen Religionen.

Zudem ist das, was Hr. Lovelock über den Mars schreibt nicht ganz der Realität entsprechend. Der Mars scheint tot zu sein, aber damalige Erkenntnisse und Forschungen seitens der NASA ergeben ein ganz anderes Bild. Es leben wohl Mikroorganismen auf dem Mars. Ganz zu schweigen vom kleinen Meteroiten ALGH-84001, der fossile Organismen in sich beherbergt.

Lovelock ist halt kein (echter) Sheldrake, der super ketzerische Fragen in der orthodoxen Biologie aufwirft.

Obgleich andererseits gesagt sein sollte, das, sogleich er die Erde als ein lebendiges Wesen betrachtet, dies in der "normalen" Denkweise der Biologen nicht Gehör findet.

Man stelle sich vor, die Erde steht in kosmischer Resonanz mit einer anderen sogenannten Super-Erde, wie die - welche man derzeit Lichtjahre von der Erde entfernt, entdeckt hat. Zur Verteidigung in Hinblick anderer Planeten sei es Lovelock verziehen, denn zur damaligen Zeit kannte man außerhalb der Erde noch nicht sehr viel, das aber hat sich alles gewaltig geändert, und es könnte in der Tat so sein, das die Erde in Resonanz, so sie denn tatsächlich, wie vom Autor vorgeschlagen lebendig ist, steht. Was für Aussichten...oder nicht?

Das Buch selber kann Insgesamt nur weiter empfohlen werden, denn lohnen sich das durchzulesen, sich entsprechend ja auch diesbezüglich eine eigene Meinung über den Themenkomplex zu bilden, das sollte es wert sein. Zudem erhält man ein wirklich überdem schön illustriert- liebevoll aufgemachtes Buch, das alles in allem mit einer wundervollen Idee verwoben ist, die, sollte es zutreffend sein, ganz neue Perspektiven auch an uns alle stellt. Das macht der Autor dementsprechend, wenn auch teilweise provokativ, in seinen Schlußfolgerungen so klipp und klar deutlich.

Ganz faszinierend empfinde ich es mitzuerleben, das sehr bekannte, fleißige Naturwissenschaftler den Mut haben, sich von alten Wissenschaftsdogmen loseisen zu können und eine große Theorie präsentieren wie sie sich gleich darüber hinaus zu bekennen. Das erfordert großen Mut, aber auch eine gewisse Weitsicht.

 

       

 

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James Lovelock (1991) Gaia: Die Erde ist ein Lebewesen - Anatomie und Physiologie des Organismus Erde