Oswald Spengler

Der Untergang des Abendlandes

Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte

 

Mit einem aktuellen Nachwort 
von Anton-Mirko Koktanek

1923 bei Beck, München, 1993 bei DTV 

 

Audio.2008 28 min

Oswald Spengler - Der Untergang des Abendlandes - Umrisse der Weltgeschichte 

1917-1923  1195 (1269) Seiten

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Spengler.Start    Geschichtsbuch  

Nachwort von A. Koktanek (1972) 

 

Verlagstext:

Kaum ein anderes geschichtsphilosophisches Werk ist in der Welt und vor allem in Deutsch­land so heftig diskutiert und so gründlich mißverstanden worden wie Oswald Spenglers ›Untergang des Abendlandes‹, ein Werk, dessen Titel zum — meist oberflächlich gebrauchten — Schlagwort wurde. Zum erstenmal hatte hier ein großer Denker den Versuch gewagt, eine »Philosophie des Schicksals« vorzulegen, in der die abend­ländische Kultur in ihrer Zivilisationsphase und damit in ihrer Endphase erklärt wurde. Für Spengler zeigen die Kulturen, denen jeweils eine Lebensdauer von einem Jahrtausend beschieden ist, einen schicksalhaften, den Jahreszeiten entsprechenden Verlauf. Diese Sicht führte ihn zu faszinierenden Vergleichen und Prognosen, die inzwischen zum Teil schlagend bestätigt wurden. Spengler fühlte sich Goethe und Nietzsche verpflichtet. In seinem Vorwort zur überarbeiteten Auflage von 1922 schrieb er über sein Verhältnis zu Nietzsche, er habe »aus seinem Ausblick einen Überblick gemacht«. Die ungewöhnliche Wirkung, die Spenglers Werk erzielte, beruhte sowohl in seinem imponierenden, konsequenten Gedankengang wie in seiner bild­haften Sprache, die es auch dem Laien ermöglicht, dem Text zu folgen. 

Anton Mirko Koktanek analysiert in seinem kundigen, abgewogenen Nachwort Spenglers Werk vor dem geistes­geschicht­lichen Hintergrund seiner Zeit, zeigt aber ebenso, welche Bedeutung ihm auch heute und künftig zukommt.

 


    

Vorwort 1917  zur ersten Ausgabe

 

Dies Buch, das Ergebnis dreier Jahre, war in der ersten Niederschrift vollendet, als der große Krieg ausbrach. Es ist bis zum Frühling 1917 noch einmal durchgearbeitet und in Einzelheiten ergänzt und verdeutlicht worden. Die außerordentlichen Verhältnisse haben sein Erscheinen weiterhin verzögert.

Obwohl mit einer allgemeinen Philosophie der Geschichte beschäftigt, bildet es doch in tieferem Sinne einen Kommentar zu der großen Epoche, unter deren Vorzeichen die leitenden Ideen sich gestaltet haben.

Der Titel, seit 1912 feststehend, bezeichnet in strengster Wortbedeutung und im Hinblick auf den Untergang der Antike eine welt­historische Phase vom Umfang mehrerer Jahrhunderte, in deren Anfang wir gegenwärtig stehen.

Die Ereignisse haben vieles bestätigt und nichts widerlegt. Es zeigte sich, daß diese Gedanken eben jetzt und zwar in Deutschland hervortreten mußten, daß der Krieg selbst aber noch zu den Voraussetzungen gehörte, unter welchen die letzten Züge des neuen Weltbildes bestimmt werden konnten.

Denn es handelt sich nach meiner Überzeugung nicht um eine neben andern mögliche und nur logisch gerechtfertigte, sondern um die, gewissermaßen natürliche, von allen dunkel vorgefühlte Philosophie der Zeit. Das darf ohne Anmaßung gesagt werden. Ein Gedanke von historischer Notwendigkeit, ein Gedanke also, der nicht in eine Epoche fällt, sondern der Epoche macht, ist nur in beschränktem Sinne das Eigentum dessen, dem seine Urheberschaft zuteil wird. Er gehört der ganzen Zeit; er ist im Denken aller unbewußt wirksam und allein die zufällige private Fassung, ohne die es keine Philosophie gibt, ist mit ihren Schwächen und Vorzügen das Schicksal — und das Glück — eines Einzelnen.

Ich habe nur den Wunsch beizufügen, daß dies Buch neben den militärischen Leistungen Deutschlands nicht ganz unwürdig dastehen möge.

München, im Dezember 1917,
Oswald Spengler  

 

Anmerkungen und Änderungen, die mit H. K. gezeichnet sind, stammen von der Herausgeberin früherer Auflagen, Hilde Kornhardt. 


   

Vorwort  1922 

Wenn im Unendlichen dasselbe / Sich wiederholend ewig fließt,

Das tausendfältige Gewölbe / Sich kräftig ineinander schließt;

Strömt Lebenslust aus allen Dingen, / Dem kleinsten wie dem größten Stern,

Und alles Drängen, alles Ringen / Ist ewige Ruh in Gott dem Herrn.

GOETHE

 

Am Schlusse einer Arbeit, die vom ersten kurzen Entwurf bis zur endgültigen Fassung eines Gesamtwerks von ganz unvorher­gesehenem Umfang zehn Lebensjahre umfaßt, ziemt sich wohl ein Rückblick auf das, was ich gewollt und erreicht, wie ich es aufgefunden habe und wie ich heute dazu stehe.

In der Einleitung zur Ausgabe von 1918 — einem Fragment nach außen und innen — hatte ich gesagt, daß hier nach meiner Überzeugung die unwiderlegliche Formulierung eines Gedankens vorliege, den man nicht mehr bestreiten werde, sobald er einmal ausgesprochen sei. 

Ich hätte sagen sollen: sobald er verstanden sei. Denn dazu bedarf es, wie ich mehr und mehr einsehe, nicht nur in diesem Falle, sondern in der Geschichte des Denkens überhaupt einer neuen Generation, die mit der Anlage dazu geboren ist.

Ich hatte hinzugefügt, daß es sich um einen ersten Versuch handle, mit allen Fehlern eines solchen behaftet, unvollständig und sicherlich nicht ohne inneren Widerspruch. Diese Bemerkung ist bei weitem nicht so ernst genommen worden, wie sie gemeint war. Wer je einen tiefen Blick in die Voraussetzungen lebendigen Denkens getan hat, der wird wissen, daß eine widerspruchslose Einsicht in die letzten Gründe des Daseins uns nicht gegeben ist.  

Ein Denker ist ein Mensch, dem es bestimmt war, durch das eigene Schauen und Verstehen die Zeit symbolisch darzustellen. Er hat keine Wahl. Er denkt, wie er denken muß, und wahr ist zuletzt für ihn, was als Bild seiner Welt mit ihm geboren wurde. Es ist das, was er nicht erfindet, sondern in sich entdeckt. Es ist er selbst noch einmal, sein Wesen in Worte gefaßt, der Sinn seiner Persönlichkeit als Lehre geformt, unveränderlich für sein Leben, weil es mit seinem Leben identisch ist. Nur dieses Symbolische ist notwendig, Gefäß und Ausdruck menschlicher Geschichte. Was als philosophische Gelehrtenarbeit entsteht, ist überflüssig und vermehrt lediglich den Bestand einer Fachliteratur.

So vermag ich denn den Kern dessen, was ich gefunden habe, nur als "wahr" zu bezeichnen, wahr für mich, und, wie ich glaube, auch für die führenden Geister der kommenden Zeit, nicht wahr "an sich", abgelöst nämlich von den Bedingungen von Blut und Geschichte, denn dergleichen gibt es nicht. Aber was ich im Sturm und Drang jener Jahre schrieb, war allerdings eine sehr unvollkommene Mitteilung dessen, was deutlich vor mir stand, und es blieb die Aufgabe der folgenden Jahre, durch die Anordnung von Tatsachen und den sprachlichen Ausdruck meinen Gedanken die mir erreichbare eindringliche Gestalt zu geben.

Vollenden läßt sie sich nie — das Leben selbst vollendet erst der Tod. Aber ich habe noch einmal versucht, auch die ältesten Teile auf die Höhe anschaulicher Darstellung zu heben, die mir heute zu Gebote steht, und damit nehme ich Abschied von dieser Arbeit mit ihren Hoffnungen und Enttäuschungen, ihren Vorzügen und Fehlern.

Das Ergebnis hat inzwischen seine Probe für mich bestanden, auch für andre, wenn ich nach der Wirkung urteilen darf, die es auf weite Wissens­gebiete langsam auszuüben beginnt. Um so schärfer habe ich die Grenze zu betonen, die ich mir selbst in diesem Buch gesetzt habe. Man suche nicht alles darin. Es enthält nur eine Seite von dem, was ich vor mir sehe, einen neuen Blick allein auf die Geschichte, eine Philosophie des Schicksals, und zwar die erste ihrer Art. 

Es ist anschaulich durch und durch, geschrieben in einer Sprache, welche die Gegenstände und die Beziehungen sinnlich nachzubilden sucht, statt sie durch Begriffsreihen zu ersetzen, und es wendet sich allein an Leser, welche die Wortklänge und Bilder ebenso nachzuerleben verstehen. Dergleichen ist schwer, besonders wenn die Ehrfurcht vor dem Geheimnis — die Ehrfurcht Goethes — uns hindert, begriffliche Zergliederungen für Tiefblicke zu halten.

Da erhebt sich denn das Geschrei über Pessimismus, mit dem die Ewiggestrigen jeden Gedanken verfolgen, der nur für die Pfadfinder des Morgen bestimmt ist. Indessen habe ich nicht für solche geschrieben, welche das Grübeln über das Wesen der Tat für eine Tat halten. Wer definiert, der kennt das Schicksal nicht.

Die Welt verstehen nenne ich der Welt gewachsen sein. Die Härte des Lebens ist wesentlich, nicht der Begriff des Lebens, wie es die Vogel-Strauß-Philosophie des Idealismus lehrt. Wer sich nichts von Begriffen vormachen läßt, empfindet das nicht als Pessimismus, und auf die andern kommt es nicht an. Für ernste Leser, welche einen Blick auf das Leben suchen statt einer Definition, habe ich angesichts der allzu gedrängten Form des Textes in den Anmerkungen eine Anzahl von Werken genannt, die diesen Blick über fernliegende Gebiete unseres Wissens hinleiten können.

Zum Schlusse drängt es mich, noch einmal die Namen zu nennen, denen ich so gut wie alles verdanke: Goethe und Nietzsche. 

Von Goethe habe ich die Methode, von Nietzsche die Fragestellungen, und wenn ich mein Verhältnis zu diesem in eine Formel bringen soll, so darf ich sagen: ich habe aus seinem Ausblick einen Überblick gemacht. Goethe aber war in seiner gesamten Denkweise, ohne es zu wissen, ein Schüler von Leibniz gewesen. So empfinde ich das, was mir zu meiner eigenen Überraschung zuletzt unter den Händen entstanden ist, als etwas, das ich trotz des Elends und Ekels dieser Jahre mit Stolz nennen will: als eine deutsche Philosophie.

 

Blankenburg a. H., Dezember 1922,
Oswald Spengler

 



 

Inhalt 

Vorwort 1922     Vorwort 1917  

 

ERSTER BAND:  GESTALT UND WIRKLICHKEIT  

Einleitung: Die Aufgaben (3)  Morphologie der Weltgeschichte — eine neue Philosophie (6)  Für wen gibt es Geschichte? (10) • Die Antike und Indien unhistorisch (12) • Ägypten: Mumie und Totenverbrennung 17 • Die Form der Weltgeschichte. Altertum — Mittelalter — Neuzeit 21 • Entstehung dieses Schemas 24 • Seine Zersetzung 29 • Westeuropa kein Schwerpunkt 31 • Goethes Methode die einzig historische 35 • Wir und die Römer 36 • Nietzsche und Mommsen 39 • Probleme der Zivilisation 43 • Imperialismus als Ausgang 51 • Notwendigkeit und Tragweite des Grundgedankens 54 • Verhältnis zur heutigen Philosophie 57 • Deren letzte Aufgabe 62 • Entstehung des Buches (64)

Tafeln zur vergleichenden Morphologie der Weltgeschichte (70) 

 

1. Vom Sinn der Zahlen • Grundbegriffe 71 • Die Zahl als Zeichen der Grenzsetzung 76 • Jede Kultur hat eine eigene Mathematik 79 • Die antike Zahl als Größe 84 • Weltbild des Aristarch 92 • Diophant und die arabische Zahl 96 •  Die abendländische Zahl als Funktion 100 • Weltangst und Weltsehnsucht 107 • Geometrie und Arithmetik 110 • Die klassischen Grenzprobleme 117 • Überschreiten der Grenze des Sehsinnes. Symbolische Raumwelten 119 • Letzte Möglichkeiten 122

2.  Das Problem der Weltgeschichte • I. Physiognomik und Systematik • Kopernikanische Methode 125 • Geschichte und Natur 127 • Gestalt und Gesetz 130 • Physiognomik und Systematik 135 • Kultur als Organismen 140 • Innere Form, Tempo, Dauer 147 • Gleichartiger Bau 149 • "Gleichzeitigkeit" 151 # II. Schicksalsidee und Kausalitätsprinzip Organische und anorganische Logik 152 • Zeit und Schicksal, Raum und Kausalität 155 • Das Zeitproblem 158 • Die Zeit - Gegenbegriff zum Raum 165 • Die Zeitsymbole (Tragik, Zeitmessung, Bestattung) 169 • Die Sorge. (Erotik, Staat, Technik) 177 • Schicksal und Zufall 181 • Zufall und Ursache 185 • Zufall und Stil des Daseins 188 • Anonyme und persönliche Epochen 194 • Zukunftsrichtung und Bild der Vergangenheit 199 • Gibt es eine Geschichtswissenschaft? 200 • Die neue Fragestellung 207

3.  Makrokosmos •  I. Die Symbolik des Weltbildes und das Raumproblem • Der Makrokosmos als Inbegriff der Symbole in bezug auf eine Seele 210 • Raum und Tod 214 • "Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis" 217 • Das Raumproblem: Nur die Tiefe ist raumbildend 218 • Die Raumtiefe als Zeit 223 • Geburt der Weltanschauung aus dem Ursymbol einer Kultur 225 • Das antike Ursymbol der Körper, das arabische die Höhle, das abendländische der unendliche Raum 226 # II. Apollinische, faustische, magische Seele • Ursymbol, Architektur und Götterwelt 234 • Das ägyptische Ursymbol der Weg 241 • Ausdruckssprache der Kunst: Ornamentik oder Imitation 245 • Ornament und Früharchitektur 252 • Architektur des Fensters 257 • Der große Stil 258 • Stilgeschichte als Organismus 265 • Zur Geschichte des arabischen Stils 268 • Psychologie der Kunsttechnik 277

4.  Musik und Plastik • I. Die bildenden Künste • Musik eine bildende Kunst 282 • Einteilung nach andern als historischen Gesichtspunkten unmöglich 284 • Die Auswahl der Künste als Ausdrucksmittel höherer Ordnung 286 • Apollinische und faustische Kunstgruppe 288 • Die Stufen der abendländischen Musik 294 • Die Renaissance als antigotische (antimusikalische) Bewegung 300 • Charakter des Barock 307 • Der Park 310 • Symbolik der Farben. Farben der Nähe und Ferne 317 • Goldgrund und Atelierbraun 320 • Patina 327  #  II. Akt und Portrait • Arten der Menschendarstellung 330 • Portrait, Bußsakrament, Satzbau 335 • Die Köpfe antiker Statuen 338 • Kinder- und Frauenbildnisse 341 • Hellenistische Bildnisse 343 • Das Barockbildnis 345 • Lionardo, Raffael und Michelangelo als Überwinder der Renaissance 351 • Sieg der Instrumentalmusik über die Ölmalerei um 1670 (entsprechend dem Sieg der Rundplastik über das Fresko um 460 v. Chr.) 361 • Impressionismus 366 • Pergamon und Bayreuth: Ausgang der Kunst 374

5.  Seelenbild und Lebensgefühl • I. Zur Form der Seele • Das Seelenbild eine Funktion des Weltbildes 381  Psychologie eine Gegenphysik 384  Apollinisches, magisches, faustisches Seelenbild 386  Der „Wille" im gotischen „Seelenraum" 393  Die „innere Mythologie" 398  Wille und Charakter 401  Antike Haltungs- und faustische Charaktertragödie 406  Symbolik des Bühnenbildes 413  Tages- und Nachtkunst 416  Popularität und Esoterik 419  Das astronomische Bild 424  Der geographische Horizont 427  #  II. Buddhismus, Stoizismus, Sozialismus • Die faustische Moral rein dynamisch 434  Jede Kultur besitzt eine eigne Form von Moral 439  Haltungs- und Willensmoral 441  Buddha, Sokrates, Rousseau als Wortführer anbrechender Zivilisationen 448  Tragische und Plebejermoral 452  Rückkehr zur Natur, Irreligion, Nihilismus 455  Der ethische Sozialismus 462  Gleicher Bau der Philosophiegeschichte in jeder Kultur 467  Die zivilisierte Philosophie des Abendlandes 471

6.  Faustische und apollinische Naturerkenntnis • Die Theorie als Mythos 482 • Jede Naturwissenschaft von einer voraufgegangenen Revolution abhängig 487 • Statik, Alchymie, Dynamik als Theorien dreier Kulturen 489 • Atomlehren 492 • Unlösbarkeit des Bewegungsproblems 497 • Stil des „kausalen Geschehens", der „Erfahrung" 502 • Gottgefühl und Naturerkenntnis 506 • Der große Mythos 512 • Antike, magische, faustische numina 517 • Der Atheismus 525 • Die faustische Physik als das Dogma von der Kraft 530 • Grenzen ihrer theoretischen — nicht technischen — Fortentwicklung 538 • Selbstzerstörung der Dynamik; Eindringen geschichtlicher Vorstellungen 543 • Ausgang der Theorie: Auflösung in ein System morphologischer Verwandtschaften 547

 

Zweiter Band:  Welthistorische Perspektiven 

 

1. Ursprung und Landschaft #  I. Das Kosmische und der Mikrokosmos • Pflanze und Tier 557 • Dasein und Wachsein 561 • Empfinden, Verstehen, Denken 564 • Bewegungsproblem 573 • Massenseele 577  #  II. Die Gruppe der hohen Kulturen • Geschichtsbild, Naturbild 579 • Menschen- und Weltgeschichte 586 • Zwei Zeitalter: Primitive und hohe Kulturen 593 • Überblick der hohen Kulturen 599 • Der geschichtslose Mensch 613  #  III. Die Beziehungen zwischen den Kulturen • "Einwirkung" 617 • Das römische Recht 624 • Magisches Recht 634 • Recht des Abendlandes 644

2.  Städte und Völker  # I. Die Seele der Stadt • Mykene und Kreta 656 • Der Bauer 660 • Weltgeschichte ist Stadtgeschichte 661 • Stadtbild 664 • Stadt und Geist 669 • Geist der Weltstadt 673 • Unfruchtbarkeit und Zerfall 678  #  II. Völker, Rassen, Sprachen • Daseinsströme und Wachseinsverbindungen 690 • Ausdruckssprache und Mitteilungssprache 691 • Totem und Tabu 693 • Sprache und Sprechen 694 • Das Haus als Rasseausdruck 698 • Burg und Dom 701 • Die Rasse 703 • Blut und Boden 708 • Die Sprache 712 • Mittel und Bedeutung 717 • Wort, Grammatik 721 • Sprachgeschichte 731 • Schrift 737 • Morphologie der Kultursprachen 741 #  III. Urvölker, Kulturvölker, Fellachenvölker • Völker­namen, Sprachen, Rassen 746  Wanderungen 750  Volk und Seele 754  Die Perser 756  Morphologie der Völker 759  Volk und Nation 761  Antike, arabische, abendländische Nationen 765

3.  Probleme der arabischen Kultur #  I. Historische Pseudomorphosen • Der Begriff 784 • Actium 788 • Das Russentum 788 •  Arabische Ritterzeit 794 • Der Synkretismus 799 • Juden, Chaldäer, Perser der Vorkultur 804 • Mission 811 • Jesus 814 • Paulus 827 • Johannes, Marcion 833 • Heidnische und christliche Kultkirche 837  #  II. Die magische Seele • Dualismus der Welthöhle 840  Zeitgefühl (Ära, Weltgeschichte, Gnade) 847  Consensus 854  Das "Wort" als Substanz, der Koran 855  Geheime Tora, Kommentar 858  Die Gruppe der magischen Religionen 862  Der christologische Streit 872  Dasein als Ausdehnung (Mission) 877  #  III. Pythagoras, Mohammed, Cromwell • Wesen der Religion 880  Mythos und Kultus 884  Moral als Opfer 889  Morphologie der Religionsgeschichte 894  Die Vorkultur: Franken, Russen 897  Ägyptische Frühzeit 900  Antike 903  China 908  Gotik (Marien- und Teufelsglaube, Taufe und Buße) 912  Reformation 922  Die Wissenschaft 927  Puritanismus 930  Rationalismus 935  „Zweite Religiosität" 941  Römischer und chinesischer Kaiserkult 946  Das Judentum 948

4.  Der Staat #  I. Das Problem der Stände: Adel und Priestertum • Mann und Weib 961 • Stamm und Stand 964 • Bauerntum und Gesellschaft 966 • Stand, Kaste, Beruf 967 • Adel und Priestertum als Symbole von Zeit und Raum 970 • Zucht und Bildung, Sitte und Moral 979   Eigentum, Macht und Beute 983  Priester und Gelehrte 986  Wirtschaft und Wissenschaft: Geld und Geist 989  Geschichte der Stände: Frühzeit 990  Der dritte Stand: Stadt - Freiheit - Bürgertum 998  #  II. Staat und Geschichte • Bewegtes und Bewegung, "In-Form-sein" 1004 • Recht und Macht 1008 • Stand und Staat 1011 • Der Lehnsstaat 1018 • Vom Lehnsverband zum Ständestaat 1024 • Polis und Dynastie 1027 • Der absolute Staat, Fronde und Tyrannis 1038 • Wallenstein 1043 • Kabinettspolitik 1046 • Von der ersten zur zweiten Tyrannis 1050 • Die bürgerliche Revolution 1056 • Geist und Geld 1059 • Formlose Gewalten (Napoleonismus) 1065 • Emanzipation des Geldes 1072 "Verfassung" 1076 • Vom Napoleonismus zum Cäsarismus (Zeitalter der "kämpfenden Staaten") 1081 • Die großen Kriege 1085 • Römerzeit 1088 • Vom Kalifat zum Sultanat 1090 • Ägypten 1095 • Die Gegenwart 1097 • Der Cäsarismus 1101  #  III. Philosophie der Politik • Das Leben ist Politik 1107 • Politische Begabung 1111 • Der Staatsmann 1112 • Tradition schaffen 1115 • Physiognomischer (diplomatischer) Takt 1117 • Stand und Partei 1121 • Das Bürgertum als Urpartei (Liberalismus) 1122 • Vom Stand über die Partei zum Gefolge von Einzelnen 1125 • Die Theorie: Von Rousseau bis Marx 1127 • Geist und Geld (Demokratie) 1130 • Die Presse 1137 • Selbstvernichtung der Demokratie durch das Geld 1143

5.  Die Formenwelt des Wirtschaftslebens  #  I. Das Geld # Die Nationalökonomie 1145 • Die politische und die wirtschaftliche Seite des Lebens 1147 •  Erzeugende und erobernde Wirtschaft (Landbau und Handel) 1151 • Politik und Handel (Macht und Beute) 1153 • Urwirtschaft und Wirtschaftsstil der hohen Kulturen 1156 • Stand und Wirtschaftsklasse 1157 • Das stadtlose Land: Denken in Gütern 1160 • Die Stadt: Denken in Geld 1162  • Weltwirtschaft: Mobilisierung der Güter durch das Geld 1166 • Das antike Geld: Die Münze 1169 • Der Sklave als Geld 1171 • Das faustische Denken in Geld: Der Buchwert 1173 • Die doppelte Buchführung 1174 • Die Münze im Abendland 1175 • Geld und Arbeit 1177 •  Der Kapitalismus 1179 • Wirtschaftliche Organisation 1180 • Erlöschen des Denkens in Geld: Diokletian. Das Wirtschaftsdenken der Russen 1181
II. Die Maschine • Geist der Technik 1183  Primitive Technik und Stil der hohen Kulturen 1185  Antike „Technik" 1186  Die faustische Technik: Der Wille zur Macht über die Natur. Der Erfinder 1186  Rausch der modernen Erfindungen 1187  Der Mensch als Sklave der Maschine 1190  Unternehmer, Arbeiter, Ingenieur 1190  Ringen zwischen Geld und Industrie 1192  Endkampf zwischen Geld und Politik; Sieg des Blutes 1193 

Register I: Personen und Sachen (1197)  
Register II: Benutzte oder empfohlene Autoren  (1246)  

Oswald Spengler in unserer Zeit - Ein Nachwort von Anton Mirko Koktanek, 1972   (1250-1269)  

 

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