Adrien Turel 

Bilanz

eines erfolglosen Lebens

Autobiographie 

 

 

1976 im Huberverlag, Frauenfeld
1989 in Edition Nautilus/Moderne, Hamburg

 

1956   270 Seiten 

wikipedia A. Turel  *1890 bis 1957 (67)

DNB.Buch  1976+1989

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Biografiebuch    Sterbejahr 

Turel in Jungk-Biografie  

1. Kapitel
Warum ich kein Dichter im Sinne Rainer Maria Rilkes
und Hugo von Hofmannsthal habe werden können

 

 

Aus wikipedia 2019:

Adrien Turel wurde 1890 als Sohn schweizerisch-deutscher Eltern in der Hauptstadt des damaligen Russischen Reiches geboren. Ab 1891 wuchs er in einem Landsitz bei Lausanne, dann ab 1900 in Berlin auf. Dort besuchte er das Leibniz-Gymnasium und studierte ab 1912 Germanistik, Romanistik und Geschichte.

1917 lernte er über Magnus Hirschfeld und Heinrich Körber die Psychoanalyse kennen, brach sein Studium ab und arbeitete zwei Jahre als Lehrer am Französischen Gymnasium. Als Spartakist verdächtigt, wurde er in Moabit für zwei Monate inhaftiert. Er schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und fand in Oskar Loerke einen Freund, der 1919 seinen ersten Essayband beim S. Fischer Verlag herausgab. 1923 heiratete er Margarethe Kallmeyer; die Ehe – mit einer gemeinsamen Tochter – wurde 1926 geschieden. Von etwa 1927 bis 1930 wohnte Turel bei Adolf Moritz Steinschneider in Frankfurt am Main.

Von 1932 bis 1933 war er Mitarbeiter in der Redaktion der von Franz Jung herausgegeben Zeitschrift „Gegner“ – ein Blatt, dass sich bemühte Jugendliche aus allen Konfessionen und politischen Richtungen anzusprechen. Im März 1932 war Harro Schulze-Boysen als Schriftleiter dieser Zeitschrift eingesetzt worden und bemühte sich dem Blatt ein neues Gepräge zu geben. 

Begleitet wurden die laufenden „Gegner“ Ausgaben von monatlichen Ausspracheabenden, deren Teilnehmer vorrangig Jugendliche waren, die Fragen stellten und Antworten hören wollten. Als ständiger Mitarbeiter und Diskutant nahm Turel als „Querwelterindenker“ sehr häufig an diesen Gesprächskreisen teil.

Für den aus der jüdischen Jugendbewegung kommenden Jung war Turel ein geistiger Hauptanziehungspunkt dieser Abende. 

Er war ein Universaldenker, ein Generalist in vielen Disziplinen zuhause und gab seinen Zuhörern unkonventionelle Denkanstöße. Viele fanden den Umgang mit ihm als eine Bereicherung. Ab Juli 1932 war dann Harro Schulze-Boysen Herausgeber der neu strukturierten Zeitschrift, die sich nun „gegner“ nannte aber vorrangig mit dem bisherigen Netzwerk des „Gegner-Kreises“ arbeitet.

Nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichspräsidenten am 30. Januar 1933 war es immens schwer geworden, eine normale Pressearbeit und Gesprächskreise zu politischen Themen durchzuführen. Beunruhigt durch die eskalierende Gewalt der SA und SS-Einheiten trafen sich die Anhänger und Interessenten des „gegners“ nunmehr in privaten Räumlichkeiten. Mitte Februar 1933 war die politische Polizei auf die Aktivitäten des „gegners“ aufmerksam geworden. Daraufhin veröffentlichte das Landeskriminalamt Berlin eine Mitteilung, dass es sich bei dem „Gegner-Kreis um eine radikal kommunistische Vereinigung“ handeln würde.

Diese Mitteilung führte dazu, dass eine SS-Sturm-Einheit Ende April 1933 die Redaktionsräume besetzte und alle Anwesenden verhaftete. Darunter auch Harro Schulze-Boysen, Henry Erlanger und Adrien Turel. Alle drei wurden misshandelt und noch in der Nacht in ein wildes Konzentrationslager gebracht. Als die SS-Leute feststellten, dass Turel schweizerischer Staatsbürger war ließen sie ihn wieder frei. Nach diesem Erlebnis bemühte er sich schnell Deutschland wieder zu verlassen.

Ende 1934 kehrte er nach einem halbjährigen Paris-Aufenthalt in die Schweiz zurück und widmete sich fortan als freier Schriftsteller der Formulierung seines eigenwilligen utopischen Menschen- und Weltbildes.

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Turel: Autobiographie