Ulrich Beck

 Professor

1986
Risikogesellschaft
Auf dem Weg in eine andere Moderne.

 

2007
Welt-Risiko-Gesellschaft
Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit
440 Seiten, illustriert.

Wikipedia  Autor  *1944 in Hinterpommern bis 1.1.2015 (70, Herzinfarkt)

Wikipedia  Risikogesellschaft  

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 -           Ulrich Beck 2007            -

 

 

 

Die Metmorphose der Welt (2017)

Wie der Klimawandel unser Konzept der Welt transformiert

Audio 2017 Buch Metamorphose der Welt  mp3

 


Audio 2007 mit U. Beck 

Audio 2015 Nachruf 

 

Weitere Bücher:

1997: Was ist Globalisierung? 

1999: Schöne neue Arbeitswelt  DNB.Buch 

 

 


 

Zur Risikogesellschaft aus wikipedia 2011:  

Die Grundthese lautet: 

Wir sind Zeugen eines Bruches innerhalb der Moderne, die sich aus den Konturen der klassischen Industrie­gesellschaft herauslöst und eine neue Gestalt, die so genannte (industriegesellschaftliche) Risiko­gesellschaft ausprägt. 

Ähnlich wie im 19. Jahrhundert die Modernisierung die ständisch verknöcherte Agrargesellschaft aufgelöst und das Strukturbild einer Industriegesellschaft herausgeschält hat, löst die Modernisierung heute die Konturen der Industriegesellschaft auf und in der Kontinuität der Moderne entsteht eine andere gesellschaftliche Gestalt (13-14).

Um die zweite von der ersten, industriegesellschaftlichen Moderne abzugrenzen unterscheidet Beck vor allem zwischen der „Logik der Reichtumsproduktion“ und der sich immer mehr durchsetzenden „Logik der Risikoproduktion“:

„In der fortgeschrittenen Moderne geht die gesellschaftliche Produktion von Reichtum systematisch einher mit der gesellschaftlichen Produktion von Risiken. Entsprechend werden die Verteilungsprobleme und -konflikte der Mangelgesellschaft überlagert durch die Probleme und Konflikte, die aus der Produktion, Definition und Verteilung wissenschaftlich-technisch produzierter Risiken entstehen.“ 

Es kommt zu einem „[…] Wechsel von der Logik der Reichtumsverteilung […] zur Logik der Risikoverteilung“ (S. 25; Hervorhebungen im Original).

In dem Maße, wie die moderne Gesellschaft selbst produzierte Risiken thematisiert, wird sie reflexiv: „Es geht nicht mehr [nur] um die Nutzbarmachung der Natur, um die Herauslösung des Menschen aus traditionalen Zwängen, sondern [...] wesentlich um Folgeprobleme der technisch-ökonomischen Entwicklung selbst. Der Modernisierungsprozeß wird ‚reflexiv‘, sich selbst zum Thema und Problem.“ (S. 26).[1] 

 


Inhalt 2007

Vorwort  (9)

Kapitel I
Einleitung:  Die Inszenierung des Weltrisikos  (13)

Kapitel II
Definitionsverhältnisse als Herrschaftsverhältnisse: Wer entscheidet, was (k)ein Risiko ist?  (55)

Kapitel III
Das »kosmopolitische Moment« der Weltrisikogesellschaft oder: Die erzwungene Aufklärung  (94)

Kapitel IV
Clash of risk cultures oder: Die Überschneidung von Normal- und Ausnahmezustand  (130)

Kapitel V
Weltöffentlichkeit und globale Subpolitik oder: Wie real ist die Klimakatastrophe?  (153)

Kapitel VI
Der Vorsorgestaat oder: Von der Antiquiertheit des linearen Fortschrittspessimismus  (201)

Kapitel VII
Wissen oder Nichtwissen? Zwei Perspektiven »reflexiver Modernisierung«  (211)

Kapitel VIII
Das Versicherungsprinzip: Kritik und Gegenkritik  (234)

Kapitel IX
Gefühlter Krieg, gefühlter Frieden: Die Inszenierung der Gewalt  (252)

Kapitel X
Globale Ungleichheit, lokale Verwundbarkeit: Die Konfliktdynamiken ökologischer Gefahren sind nur im Rahmen des methodologischen Kosmopolitismus zu erfassen und zu erforschen  (285)

Kapitel XI
Kritische Theorie der Weltrisikogesellschaft  (334)

Kapitel XII
Dialektiken der Moderne: Wie die Krisen der Moderne aus den Siegen der Moderne hervorgehen (375)

Literatur  (415)


Weitere Links zu U. Beck

deutschlandfunk.de/zum-tod-von-ulrich-beck-er-brachte-der-soziologie-den-glanz.700.de.html?dram:article_id=307954 

deutschlandfunkkultur.de/ulrich-beck-die-metamorphose-der-welt-birgt-der-klimawandel.950.de.html?dram:article_id=373695 

deutschlandfunkkultur.de/ulrich-becks-risikogesellschaft-kassandra-und-die.976.de.html?dram:article_id=307822 

 


Zu 2017 

Die Metamorphose der Welt 
The Metamorphosis of the World: 
How Climate Change is Transforming Our Concept of the World
/ von Ulrich Beck

 

Der Soziologe Ulrich Beck beschäftigt sich in seinem Buch „Die Metamorphose der Welt“ mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesellschaft. Nationalstaaten würden angesichts der globalen Bedrohung an Bedeutung verlieren.

Dieses Buch beginnt mit dem Tod seines Autors. Am 1. Januar 2015 begeben sich Ulrich Beck und seine Ehefrau auf einen Neujahrsspaziergang durch ein winterlich verschneites München. Gerade hat er die erste Fassung seiner „Metamorphosen der Welt“ fertiggestellt. Er diskutiert mit seiner Frau, versucht Ideen zuzuspitzen und Bilder zu präzisieren. Dann ereilt ihn plötzlich ein Infarkt, er stirbt, noch im Englischen Garten.

Dennoch konnte Becks Buch erscheinen. Es zunächst auf Englisch zu veröffentlichen entsprach seinem Selbstverständnis als Mitglied einer internationalen Community von Wissenschaftlern. Seine Witwe und seine wissenschaftlichen Gefährten brachten es zu Ende, füllten Leerstellen, enträtselten Metaphern und brachten deutsch klingende Sätze in ein besseres Englisch. In Teilen merkt man dem Buch die Unfertigkeit und das Suchende noch an. Daraus keinen Hehl zu machen, spricht für seine Herausgeber. Heute erscheint es in deutscher Übersetzung.

 

 

Als 1986 Risikogesellschaft erschien, machte das Ulrich Beck schlagartig berühmt. Der Soziologe wies nicht nur auf die Nebenfolgen der Industriemoderne hin, er betonte zugleich, dass die Welt sich auch dann permanent verändert, wenn wir meinen, einen vorübergehenden Zustand mit Institutionen und Konzepten einfrieren zu können. Mit beispielloser Neugier spürte Beck den Indizien des Wandels nach und öffnete uns mit der Lust an der terminologischen Innovation die Augen für Individualisierung, Globalisierung und die Transformation der Arbeitswelt.

Am 1. Januar 2015 verstarb Ulrich Beck überraschend und viel zu früh. Bis zu seinem Tod arbeitete er an einem Buch, das beides ist: Summe und radikale Weiterführung seiner Theorie. Während es früher Fixpunkte gab, an denen wir erkennen konnten, was stabil blieb und was nicht, erleben wir heute eine allumfassende Verwandlung, die uns orientierungslos werden lässt. Die Metamorphose der Welt ist der Versuch, diese Globalisierung des Wandels zu verstehen und hochaktuelle Herausforderungen wie Erderwärmung und Migration auf den Begriff zu bringen.

 

INHALT 2017 Metamorphose

Vorbemerkung Elisabeth Beck-Gernsheim: Die Geschichte eines unvollendeten Buches 7

Vorwort 11

Erster Teil: Einführung, Evidenz, Theorie

1 Warum nicht Wandel, sondern Verwandlung der Welt? 15

2 Gott werden 39

3 Wie der Klimawandel die Welt retten könnte 55

4 Theorie der Metamorphose 71

Zweiter Teil: Themen

5 Von der Klasse zur Risikoklasse: Soziale Ungleichheit in Zeiten der Metamorphose 107

6 Neuordnung der Machtverhältnisse: Die Politik der Unsichtbarkeit 129

7 Emanzipatorische Katastrophen: Gemeinwohlfördernde Nebenfolgen von bads 153

8 Public bads: Die Politik der Sichtbarkeit 167 

9 Digitale Risiken: Das Versagen funktionierender Institutionen 185 

10 Das Metamachtspiel der Politik: Metamorphose der Nation und der zwischenstaatlichen Beziehungen 197

11 Kosmopolitische Risikogemeinschaften: Von den Vereinten Nationen zu den Vereinten Weltstädten 215

Dritter Teil: Ausblick

12 Globale Risikogenerationen: Im Niedergang vereint 241

Bibliografie 255

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