Lion Feuchtwanger

 

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Nachruf  

*1884 in München bis 1958 (74)

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Lion Feuchtwanger 1909 in München Lion Feuchtwanger (geboren am 7. Juli 1884 in München; gestorben am 21. Dezember 1958 in Los Angeles) war ein deutscher Schriftsteller. Er zählte in der Weimarer Republik zu den einflussreichsten Persönlichkeiten im Literaturbetrieb. Er ist vor allem durch seinen Roman Jud Süß bekannt geworden und gilt heute als einer der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts, dessen Werk Einfluss auf zeitgenössische Dramatiker wie Bertolt Brecht hatte.

 

Zu Moskau 1937 aus wikipedia-2019

Am 7. Januar 1937 empfing ihn Stalin wie einen Staatsgast im Kreml und gewährte ihm ein Interview; Aussagen daraus flossen in sein Stalin lobpreisendes Buch Moskau 1937 ein. Darin hielt Feuchtwanger auch fest, dass Stalin ihn von der Schuld der Angeklagten der Schauprozesse überzeugt habe.

In der zweiten Januarhälfte 1937 saß er mehrmals während des zweiten Schauprozesses auf der Zuschauertribüne.

Er schrieb zwei Artikel für die sowjetische Presse, in denen er die Schauprozesse verteidigte, und einen weiteren, in dem er André Gide attackierte. Die von mehreren Historikern früher vertretene These, Feuchtwanger habe sich bei Stalin für Karl Radek, einen der Hauptangeklagten des zweiten Schauprozesses, eingesetzt, konnte allerdings durch sowjetische Akten nicht belegt werden.

Nach seiner Rückkehr nach Sanary-sur-Mer begann Feuchtwanger mit der Niederschrift seines Buchs „Moskau 1937“. Da die sowjetische Führung befürchtete, er könne darin, ähnlich wie zuvor Gide, kritische Töne anschlagen, wurde der Prawda-Reporter Michail Kolzow, der auf dem Weg in den Spanischen Bürgerkrieg war, angewiesen, Feuchtwanger aufzusuchen. Kolzow überzeugte ihn, positive Passagen über Leo Trotzki sowie die zitierten kritischen Anmerkungen Lenins über Stalin aus dem Manuskript zu streichen. Im selben Jahr erschien eine russische Ausgabe in einer Auflage von 200.000 Stück, Stalin persönlich redigierte das Vorwort.[18] Sein Verleger Artemi Chalatow wurde noch 1937 verhaftet und im folgenden Jahr exekutiert.

Das Buch stieß auf Empörung in den Kreisen der deutschsprachigen Schriftsteller, die ebenfalls vor dem NS-Regime in die Emigration geflohen waren u. a. Arnold Zweig, Franz Werfel und Bruno Frank äußerten sich kritisch darüber. Im Rahmen der von Andrei Schdanow vorangetriebenen antisemitischen Kampagnen nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Bücher Feuchtwangers bis zum politischen Tauwetter nach 1956 aus sowjetischen Bibliotheken verbannt.

Auch durch die Geheimrede Nikita Chruschtschows über Stalins Verbrechen auf dem XX. Parteitag der KPdSU im Februar 1956 ließ sich Feuchtwanger nicht von seinen Lobpreisungen des sowjetische Regimes abbringen.

 

 

 

Joseph Süß Oppenheimer 

Jud Süß ist ein 1925 erschienener Roman von Lion Feuchtwanger, der das Leben des historischen württembergischen Hofjuden Joseph Süß Oppenheimer als literarische Vorlage benutzt. Feuchtwanger, der Sohn eines jüdischen Fabrikanten, interessierte sich für die Fragen jüdischer Assimilation in Deutschland. Vor diesem Hintergrund dient ihm die Romanfigur dazu, die Abhängigkeit jüdischen Lebens von den Mächtigen und die in den 1920er Jahren zeittypischen judenfeindlichen Klischees zu thematisieren.

 

 

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