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Das Erklärbuch zum 

Kommunismus

Erforschungs- und Erklärbücher zum 
Kommunismus, zur DDR (SED, Stasi) 
und etwas zum Hitlerismus 

Solcherart ist die russische Propaganda, unendlich variierend, je nach den Völkern und den Ländern. Gestern sagte sie uns: <Ich bin das Christentum>. Morgen wird sie uns sagen: <Ich bin der Sozialismus>. (Jules Michelet, 1854)

Was war der Kommunismus? - Gerd Koenen 

deto 

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Sterbejahr 

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Schnellwahl:

Polen:  Herling

Ungarn Koestler

Franzosen:  Courtois 

Schtetl  Sperber   Rubel   

Frauen:    Applebaum    Merridale    S.Weil 

Engländer:  Priestland   Figes    Montefiore     Orwell  

Deutsche:  Jesse   Knabe   Wolle   Neubert   Leonhard   Baberowski   Koenen   Fricke   Ruge

Russen:  Platonow   Schalamow   Solschenizyn    Iljin   Trotzki   Wolkogonow   Chrustschow    Gorbatschow   Melgunow  Kopolew

 

Weltgeschichte des Kommunismus - Von der Französischen Revolution bis heute - Von David Priestland

1825  Dekabristen-Aufstand in Petersburg (Wikipedia)  Rebellion mit revolutionären Zielen in Petersburg im Dezember

1847  Grundsätze des Kommunismus - (Erster) Kongress des Bund der Kommunisten  Friedrich Engels:

1848  Das kommunistische Manifest  (Marx/Engels)

1854  Jules Michelet:  "Solcherart ist die russische Propaganda, unendlich variierend, je nach den Völkern und den Ländern. Gestern sagte sie uns: <Ich bin das Christentum!>. Morgen wird sie uns sagen: <Ich bin der Sozialismus!>."

1870  "Ich befürchte für das nächste Jahrhundert einen Dschingis Khan mit einem Telegraphen."  (Alexander Herzen) 

1870  Bakunin  Staatlichkeit und Anarchie 

1883  Paul Lafargue  Widerlegung des 'Rechts auf Arbeit' 

1891  Eugen Richter  "Sozialdemokratische Zukunftsbilder"

1899  Wladimir Solowjow - "Das Mongolenjoch" 


1907  Der Rote Planet  Bogdanow 

1911  Gustav Landauer  Der Marxismus "Willst du die Massen gewinnen, so schmeichle ihnen."

1917  Plechanow: "Die russische Geschichte hat noch nicht das Mehl gemahlen, aus dem man die Pirogge des Sozialismus backen könnte."

1918  Karl Kautsky  Die Diktatur des Proletariats 

1918  Rosa Luxemburg   Zur russischen Revolution

1920  Winston Churchill: "Erwürgt das sozialistische Baby in seiner Wiege." (nach Pete Seeger, auch bei Wikipedia, u.w.a.)

1923  WIR (J.Samjatin)   Der rote Terror in Russland 1918-1923 (S.Melgunow)   Kriegstagebuch (Karl Kasser)

1924  Isaak Babel - Die Reiterarmee  

1925  Die Soziologie der Revolution (Pitirim Sorokin)


1930  Iwan Iljin  Welt vor dem Abgrund  

1931  Alja Rachmanowa  Studenten, Liebe, Tscheka und Tod  

1934  Camillo Berneri  Der Arbeiterkult  (Der Krieg als kollektives Verbrechen)

1935  Die Fabrik des neuen Menschen Von Alja Rachmanowa

1936  Der junge Lenin  Von Leo Trotzki

1937  Trotzi - Stalins Verbrechen    Orwell - Mein Katalonien    Sperber - Analyse der Tyrannis  

1938  Simone Weil   Andrej Platonow - Dshan, Takyr, Baugrube, Moskwa


1940  Koestler  Sonnenfinsternis   Bulgakow / Meister 

1944  Marie-Luise Berneri: Workers in Stalin's Russia 

1945  Orwell Farm Nachwort  

1947  Primo Levi 

1948  Orwell: 1984   Deutscher: Stalin   Osborn: Landwirtschaft in Russland  

1948  Bemerkungen über die Bedeutung der Freiheit  (T.Plevier)


1953  Gustaw Herling   Welt ohne Erbarmen 

1955  Wolfgang Leonhard   Die Revolution entläßt ihre Kinder   Susanne Leonhard Gestohlenes Leben 

1956  Nikita Chrustschow : Über den Personenkult und seine Folgen  "Geheimrede" 

1957  Von Marx zur Sowjetideologie -von I.Fetscher 


1960  Elias Canetti  Masse und Macht 

1961  Nurejew Flucht 

1962  Solschenizyn  Iwan Dennissowitsch    

1964  Joseph Brodsky  (Richterfrage: "Wer hat denn anerkannt, dass Sie Dichter sind? Wer hat Sie zum Dichter ernannt?")

1966  Schalamow Kolyma  

1967  Jewgenia Ginsburg     Mitscherlich  Trauer  

1969  Jerofejew Moskau-Petuschki 


1973  Solschenizyn  Archipel Gulag   +   Kourdakov/Natascha  

1974  deMause  Kindheit in Rußland 

1975  Max Rubel: Stalin  +  Harich: Kommunismus  +   Waleri Sablin 

1976  Amery Gulag  +   Brüsewitz    

1977  Bahro Alternative    Jürgen Fuchs Gedächtnisprotokoll    Terrence Des Pres   Vaclav.Havel Charta 77 

1978  Mein Bruch mit Moskau (Schewtschenko)  Das rote Kloster  (Brigitte Klump)


1980  Havemann Morgen   Kneifel Panzersprenger zu Chemnitz  

1981  Malzew  Samisdat   

1982  Fricke-Stasi    

1984  Jürgen Fuchs Nva1    Sie und Wir. Essays zur Zeit  (W.Maximow)   Fricke-Opposition 

1985  Mein Bruch mit Moskau: Schewtschenko

1988  Stefan Heym Biografie   Aitmatow    Jürgen Fuchs Nva2  

1989  Rolf Henrich Vormundschaftlicher Staat   


1990   Wolle: MfS    Maaz: Gefühlsstau    Laqueur Stalin    Kunze-Reiner  

1991   MfS intern (Fricke)   Maaz Volk   Stalins DDR (Knechtel)   Erich Loest   Biermann  Geld   Ditfurth  CDU 

1992   R.Schneider: Trauer   Jens Reich    H.Schädlich   Birgit Lahann   Maaz Stasi    Biermann Sturz    Rüddenklau  

1993   Rachowski Utz     Kim Hyun Hee    Niklas Frank 

1994   Günter Rohrmoser 

1995   Bukowski: Abrechnung    Fuchs Zersetzung   Fricke: Akteneinsicht   Stowasser Freiheit Pur    Gysi: Das wars 

1996   Walther - MfS/Literatur   Enbergs - MfS/IM     Koop - Sowjetarmee/DDR    Krug - Rückblick   O.Figes

1997   Neubert Opposition   Aretz  Opfer   Schwarzbuch des Kommunismus  

1998   Ditfurth PDS     Fuchs Magdalena   

1999   Knabe: Stasi im Westen      Wolle: Alltag    Andrew/Mitrochin:  KGB   Möller: Debatt um Schwarzbuch 
          Bergmann: Stasisprache   Daniela Dahn    Pfister: Romeo 


2000   Eckhard Jesse    Barbara Heinecke    Ditfurth SPD   H.E. Richter: Biografie  

2001   Merridale Leiden und Sterben     Neubert Gegenmacht     Kowalczuk:  Rote Armee in DDR  

2002   Bahro-Biografie   Käbisch Normalität DDR    Kowalczuk Samisdat     Sandra Pingel:  Zersetzen   

2003   Gulag. Eine Historie  (Anne Applebaum)

2004   Karin Hartewig / Stasi-Foto     Guillaume-Sohn    Montefiore-Stalin    Stalins Tochter 

2005   Nachträgliche Prognose zum Untergang der DDR (Hans-Lothar Fischer)    Mao-Biografie  

2006   Kowalczuk 73 Biografien   Witz im Kommunismus / Film    Jeder schweigt von etwas anderem / Film 

         Hubertus Knabe Die Täter unter uns  

2008   Ehrlich und gewissenhaft -Böttger    Unsere Revolution Neubert  

2008   Die Flüsterer von Orlando Figes  Leben in Stalins Russland  

2009   Weltgeschichte des Kommunismus  Priestland 


2010  Eckhard Jesse    Christa Wolf Stadt der Engel (Christa Wolf)   Koenen: Was war der Kommunismus?  (Koenen)

2011  In Zeiten abnehmenden Lichts (Eugen Ruge)

2012  Gelobtes Land. Meine Jahre in Stalins Sowjetunion (Wolfgang Ruge)  Barberowski: Verbrannte Erde

2013  Merridale: Kreml    Rennefanz: Eisenkinder 

2015  Wolfgang Schnur (Kobylinski)

2016  Lenins Zug  (Catherine Merridale)

2017  Das Haus der Regierung  (Juri Slezkine 2017)   Roter Hunger in Ukraine  (A.Applebaum 2017)

2019  Metropol (Eugen Ruge)  Hotel Metropol (Petruschewskaja)  Umkämpfte Zone (Ines Geipel)

 

 

 

Anhang

 

 

detopia-2019:

Mich interessierte ursprünglich, warum alle nichts gewußt haben über 1933-1945, die DDR nichts und über die Öko- und Zukunftskrise, warum die deutsche Jugend 1914 freudig den Fronten entgegenstrebte. Es kann heute festgestellt werden, dass rechtzeitig gute (volksnahe) Bücher über vieles gab - volksverständliche, populärwissenschaftliche und Belletristik für den, der eine Handlung braucht, einen Protagonisten und Spannung. Sicher: Bücherverbot gab es bei Hitler und im Kommunismus. Und auch im 1. WK gab es Zensur.

Worauf ich hinaus will?  Es gab immer und überall beizeiten die Mahner und Warner, und manchmal sogar schon, bevor "die Dinge passiert sind": dann nennt man sie hinterher: Propheten. Es gab "kommunistische Propheten", und anti-kommunistische (anti-totalitäre), sogar schon vor 1900. Auch fürs Volk die Belletristik kam schon früh: 1935 z.B. die Rachmanowa zur Zeit des Nazitums, daher wohl auch die geringe Wirksamkeit, so wie auch vom Iljin-Buch.  --  Man hat also immer vieles "vorher gewußt". Die "Hellsichtigen" gab es fast immer.  --  FAST ist es eigentlich nachteilig, dass es immer diese Hellseher gab. So müssen wir uns jedesmal hinterher ärgern.  --  Meist sahen die Dinge am Anfang einer neuen Machtverteilung gar nicht so schlecht aus fürs Volk. Nur der "Pferdefuß" kam dann doch: immer. 

 

Web-Merkzettel:

 

gedenkbibliothek.de 

Berlin, mit Suchfunktion, Nicolaikirche, Rathaus; eine Vereinsbiblio zur Kommunismusforschung; schönen und zentral gelegen.

DLF:

neue-erkenntnisse-ueber-sowjet-terror 

trauma-in-sibirien 

vom-kz-in-den-gulag 

lenins-junge-erben 

terror-als-machtprinzip  

die-laerche-ist-ein-baum-des-konzentrationslagers 

die-kinder-des-gulag  

andrej-platonow-die-baugrube-ein-sozialistischer-beckett    

 

Telepolis:


Folgeschäden in der Sowjetunion (2008) Die Menschen haben sich zurückgezogen 

heise.de/tp/r4/artikel/27/27149/1.html  Von Claudia Hangen, 2008 

 

Die russische Journalistin und Regimekritikerin Natalia Novoshilova über Ausländerfeindlichkeit und die Lage im Land Putins. In Vladimir hat die russische Journalistin und Regimekritikerin Natalia Novoshilova viele politische Feinde, denn sie steht mit ihren Artikeln für Pressefreiheit ein und kämpft gegen den sich ausbreitenden Rassenhass, Nationalismus und Faschismus von Skinheads und rechtsradikalen Parteien in Russland. Natalia Novoshilova erhielt für ihre engagierte journalistische Arbeit in der Stadt Vladimir 2007 einen der sechs Gerd Bucerius-Förderpreise freie Presse Osteuropas in Oslo. Im Gespräch mit Claudia Hangen spricht Natalia Novoshilova über die Bedeutung Anna Politkovskayas für die Pressefreiheit in Russland, über gesellschaftliche Missstände und was sich seit Beginn der Präsidentschaft Putins verändert hat. 

 

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