Christopher Andrew, Wassili Mitrochin

Das Schwarzbuch des KGB

Moskaus Kampf gegen den Westen 

The Mitrokhin Archive: The KGB in Europe and the West

All jenen gewidmet, die die Wahrheit sagen wollten, aber nicht konnten.
(Wassili Mitrochin) 

 

Das Schwarzbuch des KGB 2 (2005)
Moskaus Geheimoperationen im Kalten Krieg 

 

1999 / 2005

DNB.Buch 685 Seiten / 880 Seiten

wikipedia  Chris Andrew  *1941

wikipedia  W. Mitrochin  *1922 bis 2004 (81)

Wikipedia KGB 

wikipedia Piekalkiewicz 

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detopiaA.htm

Kommbuch  Sterbejahr

Wolkogonow    Courtois   H.Knabe

Nurejew   Wyssotzki   Bukowski 

 

Inhalt

Vorbemerkung  (8) 

Schlußbetrachtung (653) 

1999 by Christopher Andrew & Wassili Mitrochin & Allen Lane Penguin Press  # 2. Auflage 1999  #  Aus dem Engl. v. K. Schmidt und K. Baudisch  # 1999 by Ullstein & Propyläen Verlag #  ISBN 3-549-05588-9 

Anhang:

Struktur und Geschichte des KGB  (686) 

Die Entwicklung des KGB 1917-1991 (686)

Die KGB-Vorsitzenden (687)

Die Leiter der Ersten Hauptverwaltung   688

Organisation des KGB  689

Organisation der Ersten KGB-Hauptverwaltung  690

Aufbau einer KGB-Residentur (692)

Abkürzungen  693 

Anmerkungen  697

Bibliographie  807 

Personenregister  826

 

 

 

 

 

 

 

 1.  Mitrochins Archiv  (9)   
 2.  Von Lenins Tscheka zu Stalins OGPU  (37) 
 3.  Die großen Illegalen  (64) 
 4.  Die »Glorreichen Fünf«  (84)  
 5.  Terror  (102)  
 6.  Krieg  (133)   
 7.  Die große Allianz  (153)  
 8.  Der Sieg  (178)    
 9.  Vom Heißen zum Kalten Krieg  (199) 

10.  Der Hauptgegner I: Nordamerikanische Illegale in den fünfziger Jahren  (232) 
11.  Der Hauptgegner II: Selbstanbieter und legale Residenturen in der Frühphase des Kalten K. (252)
12.  Der Hauptgegner III: Illegale nach »Abel«  (271) 
13.  Der Hauptgegner IV: Selbstanbieter und legale Residenturen in der Spätphase des Kalten K. (288) 
14.  Politische Kriegführung. Aktive Maßnahmen gegen den Hauptgegner  (316) 
15.  PROGRESS-Operationen I: Die Zerschlagung des Prager Frühlings (346) 
16.  PROGRESS-Operationen II: Spionage im Ostblock  (365) 
17.  Der KGB und die kommunistischen Parteien im Westen  (381) 
18.  Ideologische Subversion: Die Auseinandersetzung mit den Dissidenten  (397) 
19.  Fernmeldeaufklärung im Kalten Krieg  (428) 

20.  <Sonderaufgaben> I: Von Tito zu Nurejew   (446)  
21.  <Sonderaufgaben> II: Die Ära Andropow und danach  (466) 
22.  Operationen gegen Großbritannien I: Nach den »Glorreichen Fünf«  (491) 
23.  Operationen gegen Großbritannien II: Nach der Operation FOOT   (513) 
24.  Die Bundesrepublik Deutschland  (535)  
25.  Frankreich und Italien, Infiltration von Agenten und aktive Maßnahmen  (568) 
26.  Der polnische Papst und die <Solidarnosc>  (603) 
27.  Die polnische Krise und der Zerfall des Ostblocks  (615) 

 

Christopher Andrew

Professor für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Cambridge University, Leiter der British Intelligence Study Group, Mitherausgeber der Intelligence and National Security, Gastprofessuren an der Harvard University, in Toronto und an der Australian National University. — BBC-Fernseh­dokumentationen zu zeitgeschichtlichen und internationalen Themen. — Zahlreiche Buch­ver­öffentlichungen zur Geschichte der Geheimdienste, darunter Secret Service: The Making of the British Intelligence Community (1985), KGB. Die Geschichte seiner Auslandsoperationen von Lenin bis Gorbatschow (mit Oleg Gordiewsky, 1990), For the President's Eyes Only: Secret Intelligence und the American Presidency from Washington to Bush (1995).

Wassili Mitrochin 

gehörte seit 1948 dem sowjetischen Auslands­nachrichten­dienst an. Von 1972 bis zu seiner Pensionierung 1984 war er als KGB-Oberst für die Verlegung des Archivs der Ersten Hauptverwaltung von der Lubjanka in das neue KGB-Hauptquartier in Jasenewo zuständig. 1992 wurde er vom britischen Geheimdienst in den Westen geschleust.  

 

 

Das Buch des britischen Geheimdienst­experten Christopher Andrew basiert auf einem der sensation­ellsten Geheim­dienst­coups der jüngeren Zeit: der Auswertung hoch­geheimer Dokumente des Auslands­nachrichten­dienstes des KGB, die der russische Überläufer Wassili Mitrochin unter hohem persön­lichem Risiko entwendet und in den Westen gebracht hat.

Dieses laut FBI »vollständigste und umfas­sendste Material, das je von einer Quelle geliefert wurde«, ermöglichte Andrew die bislang gründ­lichste Darstellung der sowjetischen Geheim­dienst­operationen von Lenin bis Gorbatschow.

In der Bilanz des 20. Jahrhunderts darf die Geschichte des KGB nicht fehlen, des jahrzehntelang einfluß­reichsten Geheim­dienstes der Welt. Die umfassende Dokumentation seiner Operationen ist erst jetzt möglich geworden — dank des in Qualität und Ausmaß einzigartigen Materials des russischen Überläufers Wassili Mitrochin. Mehr als zehn Jahre lang hat er streng geheime Akten aus dem Archiv des KGB-Auslands­nach­richten­dienstes unter hohem persönlichem Risiko entwendet, bis er 1992 in einem sensationellen Coup vom britischen Geheimdienst SIS in den Westen geschleust wurde.

Das laut FBI »vollständigste und umfassendste Material, das je von einer Quelle geliefert wurde«, hat es dem britischen Historiker und Geheim­dienst­experten Christopher Andrew ermöglicht, diese bislang gründ­lichste Darstellung der sowjetischen Geheimdienst­operationen von Lenin bis Gorbatschow zu schreiben. Spektakuläre Fälle, deren Hintergründe und Zusammenhänge, erscheinen ebenso in neuem Licht wie Moskaus Einfluß auf die kommunistischen Parteien des Westens, die Rolle des KGB beim Machterhalt in Osteuropa und sein brutaler Kampf gegen Dissidenten im eigenen Land. Zu den Kuriositäten der Geschichte des KGB gehören seine hoffnungslos unrealistischen Versuche, westliche Staatsmänner wie Harold Wilson, Willy Brandt, Oskar Lafontaine und Zbigniew Brzezinski anzuwerben.

In Zusammenarbeit mit Mitrochin und unter Verwendung ergänzender Quellen — veröffentlichter wie unver­öffentlichter — ist es Andrew gelungen, das auf lange Zeit maßgebliche Werk zur Geschichte des KGB und seiner Operationen vorzulegen. Es erscheint zeitgleich in den wichtigsten Ländern des Westens. 

 


Amazon.de  -  Stephan Fingerle 

Christopher Andrews und Wassili Mitrochins Schwarzbuch des KGB ist eine kleine Sensation. Mitrochin, ein Archivar in der Auslandsabteilung des KGB, fertigte seit 1972 Notizen und Abschriften geheimer Dokumente an, ordnete und kommentierte sie. Insgesamt 25.000 Blatt, die er 1992 mit Hilfe britischer Agenten in den Westen schmuggelte.

Nach eigener Aussage ging es ihm dabei nicht um Verrat. Er war zu der Überzeugung gelangt, daß das russische Volk ein Recht darauf habe, die geheime Geschichte des KGB zu kennen, um seine eigene Vergangenheit besser verstehen zu können. Nachdem die westlichen Nachrichtendienste die Unterlagen jahrelang ausgewertet hatten – Mitrochins Notizen führten u.a. zur Verhaftung mehrerer Agenten – erhielt er die Erlaubnis, gemeinsam mit dem Historiker und Geheimdienstexperten Christopher Andrew das Material zum vorliegenden Buch zu verarbeiten.

Mit dem Schwarzbuch des KGB haben Andrew und Mitrochin zweifellos ein neues Standardwerk zur Geschichte des KGB vorgelegt. Ihre wissenschaftlich aufgearbeiteten Berichte lassen die Rolle des sowjetischen Geheimdienstes bei der Niederschlagung des Prager Frühlings und beim Kampf gegen die polnische Opposition in einem neuen Licht erscheinen. Von besonderem Interesse sind auch die Kapitel über die politische Kriegsführung -- "aktive Maßnahmen gegen den Hauptgegner" -- und die Auseinandersetzungen mit sowjetischen Dissidenten, die der "ideologischen Subversion" verdächtigt wurden.
Zwar wurde der alte KGB nach dem mißglückten Putschversuch gegen Gorbatschow im August 1991 zerschlagen, doch sein Geist lebt in den sechs Nachfolgeorganisationen weiter. Ehemalige KGB-Mitarbeiter haben längst wieder wichtige Positionen in Staat und Gesellschaft besetzt, und einige haben sogar gute Chancen, der nächste Präsident Rußlands zu werden.  

 

Typisches Schwarzbuch, einseitige Darstellung    2001    DaBDo aus Magdeburg

Es liegt in der Natur eines Schwarzbuches, dass es nicht den Anspruch erhebt, neutral Stellung zu beziehen, und so ist auch dieses Buch zu einer negativ gefärbten Abrechnung mit dem ehemaligem Arbeitgeber des Co-Autors geworden. Trotzdem gibt einem dieses Buch eine guten Einblick in die Arbeits- und Entscheidungsprozesse in dieser Organisation.  Jedoch muss ich den Autoren einen Vorwurf machen: Das Buch enthält einen 109 Seiten starken Abschnitt mit Anmerkungen am Ende des Buches, und man ist als Leser ständig gezwungen zwischen dem Hauptteil und den Anmerkungen zu wechseln, da diese z.T. zum Verständnis beitragen.  Fazit: Ein lesenswertes, wenn auch schwer lesbares Buch voller einzigartiger Informationen!

Zur Geschichte und Methodik der Geheimdienste    2000  aus Wien 

Sofern das "Schwarzbuch des KGB" nicht als großangelegte Desinformationskampagne der westlichen Geheimdienste benutzt wurde - was ich nicht glaube - ist es eines der authentischsten Chronologien über die Geheimdienste in West und Ost. Es widerlegt einige falsche Annahmen und Informationen (etwa vermeintlich richtige Hindergründe über Politik) und bringt dem Leser das "Handwerk" der Geheimdienste etwas näher. Weiter werden die Geheimdienste entmystifiziert - viele "große Operationen" liefen in Wirklichkeit sehr einfach ab. Der Leser beginnt die Hintergründe der politischen Vorgänge der Vergangenheit anders zu verstehen. Vor allem einige von Historikern geprägte Interpretationsansätze der Geschichte werden hier bloßgestellt. Ein sehr lesenswertes und spannendes Buch - bis zur letzten Seite. 

Aktueller Einblick in die Welt russischer Nachrichtendienste    2008  Von B. Keim (München) 

Ich hatte mir das Buch vor Jahren gekauft und es stand unbenutzt im Schrank. Neulich nahm ich es heraus und muss feststellten, dass es heute aktueller als zum Zeitpunkt seines Erscheinens ist. Wer russische Politik, an deren Spitze immerhin ein ehemaliger Geheimdienstchef steht, begreifen will, kann aus diesem Buch eine erstaunliche Fülle an Informationen beziehen. Viele altbekannte Verschwörngstheorien, die auch heute noch durch die Netze schwappen, entpuppen sich als eine Desinformationskampagne des KGB (z.B. dass die Amerikaner das Aidsvirus erfunden hätten). Am eindrucksvollsten ist aber die permanente Paranoia an der Spitze des KGB vor allen möglichen Verschwörungen, die sich gegen die Sowjetunion richten würden. Findet man keine, so wird dies erst recht als "Beweis" genommen, wie überaus gefährlich diese sei, da man sie nicht aufdecken könne. Wer russische Politik ein wenig besser begreifen möchte, findet hier eine Fülle von Hinweisen, wie sehr die derzeitige russische Politik doch immer noch in den alten Denkschemata gefangen ist.

 

 


 

Propyläen Verlag, Berlin 2006 ISBN 9783549072912, Gebunden, 878Seiten, 26,00 EUR

Klappentext 

Aus dem Englischen von Heike Schlatterer, Enrico Heinemann und Norbert Juraschitz. Der KGB gehörte jahrzehntelang zu den einflußreichsten Geheimdiensten der Welt. Die Dokumentation seiner weltweiten Operationen ist möglich geworden dank des Materials, das der russische Überläufer Wassili Mitrochin 1992 in den Westen geschleust hat. Der britische Historiker und Geheimdienstexperte Christopher Andrew hat dieses Material ausgewertet und unter Verwendung ergänzender Quellen die erste große Gesamtgeschichte des KGB im Kalten Krieg vorgelegt. Der erste Band erschien 1999 unter dem Titel "Das Schwarzbuch des KGB". Schwerpunkt waren damals die Aktivitäten des KGB in Europa und den USA. Der nun folgende zweite Band umfaßt die Geheimoperationen des KGB in Lateinamerika (unter anderem Castro und die kubanische Revolution, Chile und die Regierung Allende), im Mittleren Osten, in Asien und Afrika. Alle wichtigen weltpolitischen Ereignisse der Ära des Kalten Krieges - vom Koreakrieg über die chinesische Revolution, den Vietnamkrieg, den Sturz des Schahs in Persien und die Militärputsche in Südamerika bis zur sowjetischen Invasion in Afghanistan. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2006 

Als sehr ergiebige Lektüre empfiehlt Adam Holesch diesen zweiten Band des "Schwarzbuch des KGB", das Christopher Andrew auf Grundlage der von Wassili Mitrochin in den Westen geschmuggelten Akten verfasst hat. Schwerpunkt sind die Aktivitäten des sowjetischen Geheimdiensts in der Dritten Welt: die zahlreichen Desinformationskampagnen, die Unterstützung revolutionärer Regierungen und die "Verbreitung paranoider Zustände"

Andrew sieht nach Informationen des Rezensenten im KGB die treibende Kraft hinter der sowjetischen Drittwelt-Politik, mit der der Kalte Krieg letztlich gewonnen werden sollte. Doch die Aktivitäten waren im Grunde von vornherein zum Scheitern verurteilt: Denn auch wenn dem Geheimdienst einige beachtliche Erfolge bei der Beschaffung von Informationen gelangen, konnten sie niemals vernünftig ausgewertet werden, folgt der Rezensent Andrews Einschätzung: Denn sie dienten ja vor allem dazu, die sowjetische Führung in ihren Fehleinschätzungen zu befördern. Manche langatmige Passage musst der Rezensent durchstehen, ist aber insgesamt sehr überzeugt von diesem "präzisen" und "lesbaren" Überblick. 

URL dieses Artikels

https://www.perlentaucher.de/buch/christopher-andrew-wassili-mitrochin/das-schwarzbuch-des-kgb-2.html 

 

 

 

 

Vorbemerkung von Christopher Andrew 

8

Dieses Buch ist in Zusammenarbeit mit Wassili Mitrochin entstanden und beruht auf dem umfang­reichen Geheimmaterial, das dieser im Archiv der Auslands­aufklärung des KGB zusammen­getragen und unter Lebensgefahr in den Westen geschmuggelt hat.

Wie alles Archivmaterial verlangt auch das des KGB eine Interpretation im Licht früherer Forschungen und verwandter Dokumente. In den Anmerkungen und der Bibliographie sind die zusätzlichen Quellen aufgerührt, die benutzt wurden, um Mitrochins Material in den historischen Kontext zu stellen. Sie bekräftigen darüber hinaus auf überwältigende Weise seine Zuver­lässigkeit als Quelle.

Code- oder Decknamen erscheinen im Text in Großbuchstaben. Oft wurden die Codenamen mehr als einmal verwendet; in solchen Fällen ist im Text und in den Anmerkungen angegeben, auf welche Person sie sich beziehen. Es sei darauf hingewiesen, daß der KGB nicht nur jene Personen mit Codenamen versah, die für ihn arbeiteten, sondern auch solche, die keinerlei Verbindung zu ihm hatten, zum Beispiel westliche Politiker. Ein Codename an sich ist kein Beweis dafür, daß die Person, auf die er sich bezieht, wissentlich als Agent oder Quelle tätig war; ihr muß nicht einmal bewußt gewesen sein, daß sie als Zielperson für eine mögliche Rekrutierung oder für politische Einfluß­operationen ausgewählt worden war.

Einige der in Mitrochins Notizen identifizierten sowjetischen Agenten können in diesem Buch nur mit ihrem Codenamen genannt werden. Einige wenige können — hauptsächlich, um nicht eine mögliche Strafverfolgung zu vereiteln — überhaupt nicht erwähnt werden. Doch dies beeinträchtigt die Schlüssigkeit der einzelnen Kapitel meines Erachtens nur unwesentlich.

 

 

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