Nikita Chruschtschow 

Die Geheimrede 1956

Über den Personenkult und seine Folgen

Rede des Ersten Sekretärs des ZK der KPdSU, 
Gen. N. S. Chruschtschow, 
auf dem XX. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, 25. Februar 1956

Beschluß des Zentralkomitees der KPdSU 
über die Überwindung des Personenkults und seiner Folgen, 
30. Juni 1956

1990 im Dietz Verlag Berlin

Nikita: Die Geheimrede Chruschtschows   Über den Personenkult und seine Folgen    

1956  128 Seiten 

Wikipedia.Autor  *1894 bei Kursk in Ukraine bis 1971 (77)

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Über den Personenkult und seine Folgen (7)

Rede des Ersten Sekretärs des ZK der KPdSU, Gen. N. S. Chruschtschow, 
auf dem XX. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, 25. Februar 1956   

Seite 20       Seite 52  

Beschluß des Zentralkomitees der KPdSU über die Überwindung des Personenkults und seiner Folgen  vom 30. Juni 1956  (86)

Anmerkungen (114)

Berlin : Dietz Verl., 1990. - 128 S. ISBN 3-320-01544-3

Dietz Verlag Berlin 1990   Lizenznummer 1 • LSV 0246    Printed in the German Democratic Republic

Fotosatz: Druckerei Neues Deutschland Berlin   Druck und Bindearbeit: LVZ-Druckerei »Hermann Duncker«, Leipzig  

Best.-Nr.: 738 803 0

00480  Mark der DDR

 

Aus Wikipedia: 20. PT KPdSU   

Die westlichen Regierungen hatten nur vage Gerüchte über die Geheimrede gehört und bemühten sich über ihre Geheimdienste intensiv, den vollen Wortlaut zu erhalten. Dazu wurden Gerüchte über eine Belohnung von einer Million Dollar ausgestreut. 

Der polnische Journalist Wiktor Grajewski, der mit einer der Sekretärinnen von Edward Ochab (dem Parteichef der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PZPR)) befreundet war, erhielt von ihr das Originalmanuskript für einige Stunden und leitete eine unvollständige Kopie davon der israelischen Botschaft in Warschau zu. Der Mossad gab die Information an die CIA weiter. Nachdem diese den Redetext geprüft und als authentisch erkannt hatte, gab sie den Erhalt als ihren eigenen Erfolg aus und zahlte keine Belohnung aus. Nur der Mossad dankte Grajewski 30 Jahre später mit einer Urkunde.

Im damaligen Stadium des Kalten Krieges versuchte die US-Regierung dann, aus ihrer Kenntnis möglichst große Vorteile zu ziehen. Man beriet, ob man den erhaltenen Text ganz oder nur teilweise mit bewusst manipulativen Auszügen veröffentlichen solle, um die osteuropäischen Kommunisten zu verunsichern und die sowjetische Führung zu destabilisieren. US-Präsident Dwight D. Eisenhower entschied sich für eine volle Bekanntgabe. Diese erfolgte zuerst in der New York Times, dann von westlichen Sendern aus auch in den Ostblock, darunter dem Sender Freies Berlin, am 21. Juni 1956. Obwohl der komplette Text erst 1989 veröffentlicht wurde, hatte die Bekanntmachung 1956 gravierende Folgen, vor allem für Polen und Ungarn. 

 

 

Die Geheimrede, die Nikita Chruschtschow auf dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 hielt, löste Entsetzen und Verwirrung aus, handelte es sich doch um die ersten Enthüllungen Stalinscher Verbrechen, um eine "Entthronisierung" Stalins. 

Mit der Person Stalins verbindet sich heute noch ein ganzes Kapitel unbewältigter Vergangenheit: Personenkult, Massenrepressalien, Justizmorde, Deformierung des politischen und ökonomischen Systems. 

Die Geheimrede, die hier zum erstenmal in authentischer Fassung vorliegt, ist ein Beitrag zur Diskussion über den Stalinismus und seine Auswirkungen bis in unsere Zeit.

Nachdem auch bei uns in der DDR die Diskussion um Stalin, den Stalinismus und seine Auswirkungen bis zur heutigen Zeit entbrannt ist, wird das Vakuum in der wissenschaftlichen Aufarbeitung dieses Problems besonders deutlich. 
Die hier veröffentlichten Dokumente des XX. Parteitages der KPdSU (1956) können nur der Anfang, ein erster Schritt zu dieser Aufarbeitung sein, eine umfassende Analyse steht noch aus.
Unsere Ausgabe beruht auf der sowjetischen Erstveröffentlichung in den »Iswestija ZK KPSS« vom März 1989. Auch heute noch dürfte die sogenannte interne Rede Nikita Chruschtschows für den DDR-Leser von großem Interesse sein, gelangte sie doch nie an die Öffentlichkeit und wurde ihr Anliegen für Jahrzehnte wieder aus dem Denken verbannt.

"Die Pharisäer der Bourgeoisie lieben den Ausspruch: de mortuis aut bene aut nihil (über die Toten schweigt man, oder man spricht nur Gutes). Das Proletariat braucht die Wahrheit sowohl über die lebenden politischen Persönlichkeiten als auch über die toten, denn die, die wirklich die Bezeichnung politische Persönlichkeit verdienen, sterben für die Politik nicht, wenn ihr physischer Tod eintritt." (Lenin) 

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