Iwan Iljin

  

Welt vor 

dem Abgrund  

(1930)

 

Wikipedia.Autor  *1883 in Moskau 
bis 1954 in Zürich (71)

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Iljin: Gemälde von Nestorow      - 

nzz.ch/feuilleton/die-weissen-haben-gewonnen-1.18432762  

 

2005 Überführung des Leichnams ins Donskoi-Kloster durch Nikita Michalkow. <Iljins Testament> # Dokumentarfilm 2012 von N.Michalkow 

wikipedia  Nikita  Michalkow 

 

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amvaza.blogspot.de/2012/01/nikita-michalkow-ich-war-von-ihm.html  

Iljin-Spezialist Dr. Daniel Tsygankow in Moskau 

Zu den Biografien der Ko-Autoren lese man bei 

Iljin-Hauptseite, auch in deutsch:
Dr. Tsygankov, Moskau über tsygankov.ru  

Web: 
iljinru.tsygankov.ru/german/works/WvdA.html
  

google.com/search iljin+bolschewismus  


Web: Dr. Tsygankov, Moskau:  tsygankov.ru   direkt:  iljinru.tsygankov.ru/german/works/WvdA.html  

Email  an detopia (10/2002) von Dr. Daniel Tsygankov (Moskau):

Lieber Herr D., ich bin froh, dass nach einer Pause Ihre Otopia-Seite wieder zugänglich ist. Insbesondere wundere ich mich über das gescannte Buch von Iljin. Es war eine Menge Arbeit! Mit welchem Erkennungsprogramm haben sie das geschafft? FineReader?
Ich wollte Ihnen eigentlich vorschlagen, den neuen Stand der Iljin-Biografie von iljin.ru/german/biography_d.html  in Ihrer Seite auszuleihen. 
U.a. führt sie zu erneuertem Personenverzeichnis, z.B. zu bisher nicht vollständiger Biografie von Anti-KomIntern-Leiter und Iljins Mitverfasser Adolf Ehrt: iljin.ru/german/go/persons.html#Ehrt .

Ich beabsichtige in nächstem Jahr die Publikation der russischen Übersetzung von "Welt vor dem Abgrund", womit diese "Frühe Warnungen" so wie für Deutschen als auch für Russen bekannt werden.  
Mit freundlichen Grüßen, Daniel Tsygankov

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Dr. Daniel Tsygankov,  Ass. Prof. at the Faculty for Applied Political Science
Vice-Dean for Science & Development,  Head of Russian-German Centre for Political Science
State University - Higher School of Economics
Mjasnitskaja ul. 20, RF-101987 Moscow
tel. (office): +7 095 924-0739 , 921-3357  #  fax (office): +7 095 924-4560
email: datsygankov @hse.ru   #  web: http://datsygankov.narod.ru 

 

Iwan Iljin  

*28.3.1883 in Moskau
† 21.12.1954 in Zollikon bei Zürich. 

Kind einer russischen Bürgersfamilie
1901-1906 Grundstudium der Rechtswissenschaften und Philosophie an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Moskauer Universität, 1909 zum Privatdozenten für Geschichte der Rechtsphilosophie ernannt. Mitarbeit bei der am 6. Oktober 1902 von Professor Fürst S. N. Trubecckoj gegründeten »Studentische Historisch-Philologische Gesellschaft« und erste Stellungnahmen zur Tagespolitik. Umfangreiches philosophisches Interesse kennzeichnet seine frühen Arbeiten. Am 23.1. 1910 wird er aufgrund eines Vorschlages von E.N. Trubeckoj, L.M. Lopatin und G.G. Spet als Mitglied in der »Moskauer Psychologischen Gesellschaft« aufgenommen. 1910 ausgedehnte Studienreise (u.a. Universitäten Heidelberg, Freiburg, Berlin, Göttingen, Nationalbibliothek und Sorbonne/Paris). Er traf dabei u.a. Jellinek, Rickert, Husserl, Nelson, Simmel. Vertieftes Interesse an Hegel und Fichte führen zu einschlägigen Arbeiten und Vorträgen. 

Am 19. Mai 1918 verteidigte er erfolgreich seine Arbeit »Die Philosophie Hegels als Lehre von der Konkretheit Gottes und des Menschen« an der rechtswissenschaftlichen Moskauer Fakultät unter Novgordcev und Fürst E.N. Trubeckoj und wurde sogleich zum ordentlichen Professor berufen. Als Gegner des Bolschewismus wurde er mehrmals verhaftet und verhört. Als Nachfolger Lopatins 1921 zum letzten Vorsitzenden der »Moskauer Psychologischen Gesellschaft« gewählt. 

Im September wird Iljin mit 200 weiteren Intellektuellen von Lenin des Landes verwiesen und siedelt Anfang Oktober mit seiner Frau nach Berlin über, wo er am »Russischen Wissenschaftlichen Institut« lehrte und avancierte zum geistigen und ideologischen Ratgeber der »Weißen«. Berlin verließ er 1938 und lebte danach bis zu seinem Tod in Zürich und beschäftigte sich mit den Axiomen der religiösen Erfahrung (München 1957/58 gedruckt) und der religiös-geistigen Erneuerung Rußlands. 

In seiner pneumatischen Aktologie, also der Lehre von den geistigen Tätigkeiten und Fähigkeiten des Menschen im Sinne der Heiligen Schrift und der Theologie der Kirchenväter, betreibt er eine philosophisch-psychologische Analyse der Prinzipen und Axiome persönlicher religiöser Erfahrung und der Struktur des darauf aufbauenden Glaubensaktes im Lichte der russischen Orthodoxie und erschloß damit den politischen Kräften der »Weißen« die komplettierende religiöse Weltsicht. Er gilt als wichtiger Vertreter des metaphysischen Transzendentalismus und als bedeutendster russischer Interpret der Philosophie Hegels.

http://www.bautz.de/bbkl/i/iljin_i.shtml    Band XIX (2001)   Spalten 753-756   Martin Tamcke 

Iwan Iljin schrieb über 50 Bücher und Broschüren und Hunderte Artikel auf Russisch, Deutsch und in anderen europäischen Sprachen. Fast alle seine Werke hatten einen politischen, sozialen oder religiösen Charakter und bezogen sich auf Russland. Zu den bekanntesten gehört sein Buch „Die Begriff Monarchie und Republik“, seine Artikelreihe „Vom künftigen Russland“, das 1956 erschienene Buch „Unsere Aufgaben“ mit einer umfangreichen Artikelsammlung aus der Feder Iljins zwischen 1948 und 1954.

Anmerkung: die Titel wurden in die deutsche Sprache übersetzt. Schriften, die (auch) in deutscher Sprache erschienen, sind gekennzeichnet.

  • Die Begriffe Recht und Gewalt - Versuch einer methodologischen Analyse, Moskau 1910

  • Die Idee der Persönlichkeit in der Lehre Stirners. In: Voprosy filosofii i psichologii, XXII/I, 1911, pp. 55-93

  • Die Krise des Idee des Subjektes in der Wissenschaftslehre des älteren Fichte, Moskau 1912

  • Die Philosophie Fichtes als Religion der Gegenwart, Moskau 1914

  • Der sittliche Grundwiderspruch des Krieges, Moskau 1915

  • Der geistige Sinn des Krieges - Krieg und Kultur, Moskau 1915

  • Grundlagen der Rechtswissenschaft mit anderen, Moskau 1915

  • Lehre von Gott, Moskau 1918

  • Lehre vom Menschen, Moskau 1918 (beide Arbeiten sind 1946 in Bern gekürzt in deutscher Sprache mit dem Titel Die Philosophie Hegels als kontemplative Gotteslehre erschienen)

  • Der religiöse Sinn der Philosophie, Paris 1925

  • Die Heimat und wir, Berlin 1925

  • Über den gewaltsamen Widerstand gegen das Böse, Berlin 1925

  • Welt vor dem Abgrund - Politik, Wirtschaft und Kultur im kommunistischen Staate (deutsch) mit anderen, Berlin 1931

  • Das Gift des Bolschewismus, Genf 1931

  • Über Russland - Drei Reden, Sofia 1934

  • Die Grundlagen des Schönen - Über das Vollkommene in der Kunst, Riga 1937

  • Puschkins prophetischer Aufruf, Riga 1937

  • Der Weg der geistigen Erneuerung, Belgrad 1937

  • Die Grundlagen des Kampfes für ein nationales Russland, Narva 1938

  • Ich schaue ins Leben (deutsch) Berlin 1938

  • Die ewigen Grundlagen des Lebens (deutsch) Zürich 1939

  • Das verschollene Herz (deutsch) Zürich 1943

  • Wesen und Eigenart der russischen Kultur (deutsch) Zürich 1942, Affoltern 1944

  • Blick in die Ferne, (deutsch) Zürich 1945

  • Über Faschismus, 1948

  • Die Axiome der religiösen Erfahrung, Paris 1953

  • Über das Wesen des Rechtsbewußtseins, München 1956

  • Unsere Aufgaben - Artikel von 1948 bis 1954, Paris 1956

  • Der Weg zur Evidenz, München 1957

  • Das singende Herz - Ein Buch stillen Schauens, München 1958

  • Über Finsternis und Aufhellung - Eine Kunstkritik, München 1959  

 

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