Anna Jürgen  

Anna Müller-Tannewitz 

 

Blauvogel -

Wahlsohn der Irokesen

1953

wikipedia Autorin  *1899 in NRW bis 1988 (89)

wikipedia Blauvogel   Google.Buch

 

detopia:

J.htm   Psychobuch   Sterbejahr

ddr-kult: M.Clarke   R.Geppert 

 

 

 

 

 

 

 

Anna Tannewitz wurde 1899 im Rheinland geboren; die Familie zog aber noch während ihrer Schulzeit nach Berlin. Sie begann nach dem Abitur in Heidelberg ein Studium der Medizin. Schon bald wechselte sie Studienfach und Studienort. Sie war zunächst als Bibliothekarin am Preußischen Landtag, dann im Volksbildungswesen in Berlin tätig. Dabei widmete sie sich besonders dem Aufbau und der Einrichtung von Jugendbüchereien. Seit 1936 war sie mit dem Indianerforscher Werner Müller (1907–1990) verheiratet.[1] Während des Zweiten Weltkriegs – ihr Mann war seit 1939 Soldat – studierte sie Literaturgeschichte, Völkerkunde und Zeitungswissenschaft und plante Indianergeschichten für junge Leser auf wissenschaftlich fundierter Basis zu schreiben.

Noch in der Kriegszeit begann sie mit ihrem Buch Blauvogel, das 1949 (vordatiert auf 1950) erschien. Sie erhielt dafür 1950 den ersten Preis in einem Preisausschreiben des Ministeriums für Volksbildung der DDR zur Schaffung neuer Jugendliteratur. Das Buch diente auch als Vorlage für einen DEFA-Spielfilm von 1979 und eine ZDF-Serie von 1994.

1953 zog das Ehepaar nach Tübingen, wo Werner Müller Bibliothekar an der Universitätsbibliothek wurde, und 1982 nach Bad Urach. Dort trennte sie sich von ihrem Mann. Ihre letzten Monate verbrachte sie im Psychiatrischen Pflegeheim in Zwiefalten.

Während sie Blauvogel unter dem Pseudonym Anna Jürgen veröffentlichte, erschienen ihre anderen Werke (darunter viele weitere Jugendbücher, deren Handlung oft unter Indianern spielt) unter ihrem tatsächlichen Namen. Zudem verwendete sie das Pseudonym Stine Holm.

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Weißer Junge unter Indianern   2008   Von roots 

Nicht nur irre spannend, sondern im Nachhinein ein so richtig wichtiges Buch, z. B. in Bezug auf Respekt, Liebe und Toleranz; der Dummheit von Vorurteilen und der Grausamkeit von Kriegen: Die wichtigen Dinge eben. Es geht ums Aufeinandertreffen zweier unvereinbar fremder Welten, nämlich die der weißen Siedler und der "Leute des langen Hauses", der Irokesen. 

Die Geschichte ist vielleicht nicht ganz genauso, aber so ähnlich wirklich passiert: Gegen Ende der Englisch-Franz. Auseinandersetzungen um 1760 im damaligen Grenzgebiet (Ohio) entführten die Irokesen hunderte von weissen Siedlern, darunter auch viele Frauen und Kinder. Der kleine Georg Ruster ist in diesem Buch eins dieser Kinder, das auf diese Weise mit einer völlig neuen Welt konfrontiert wird. Georg wird kurzerhand adoptiert und in eine Familie der Lenape-Irokesen aufgenommen. 


Was bei Karl May, etc. fehlte, ist die ganz genaue, detaillierte Beschreibung: Wie komme ich als Weißer unter Indianern zurecht, was kann ich schon, was muss ich noch lernen, worum geht es hier? 

Der 9 Jahre alte Georg kämpft mit Heimweh, neuen Werten, seinem Stolz - lebt sich aber endlich ein, lernt und denkt Neues und Ungewohntes und hat auch schon die ersten Erfolgserlebnisse, als der Krieg wieder näherrückt und Colonel Bouquet die Herausgabe aller weisser "Indianer-Gefangenen" fordert... Augenzeugen berichteten damals fassungslos, wie die armen,"geretteten" Weissen fast ausnahmslos mit Gewalt von ihren "barbarischen" indianischen Freunden und Familien getrennt werden mussten, denn sie wollten nicht mehr zurück. Der geschichtliche Hintergrund ist übrigens im Internet gut dokumentiert, inkl. Infos über einige der damaligen Gefangenen, z. B. Mary Campbell, etc. Ein weiteres beeindruckendes Buch in dieser Richtung ist Harold Keith's "Von Komantschen Gefangen" (Komantcia). 


Ein "anderes" Indianerbuch     19.5.2003 Von Kerstin 

"Blauvogel" ist kein Indianerbuch wie man es dem Namen nach erwartet. Landläufig spielen Indianergeschichten in der Prärie, auf dem Rücken von Pferden, erzählen von Büffeljagden und Kämpfen gegen indianische und weiße Feinde. Nicht jedoch dieses. So detaillierte Beschreibungen vom Leben der "Waldindianer" habe ich noch nie gelesen. Beschrieben wird, was Indianerkinder im 18.Jh. lernen mussten, um ihr Leben zu meistern, aber auch wie die Integration von weissen Gefangenen auf liebevolle Weise vor sich gehen konnte. Auch in die Eroberung der Umgebung des Eriesees durch weisse Siedler und ihre Stoßtruppen bekommt man hier interessante Einblicke. Dass die Fortführung der Geschichte zwangsläufig in einer Katastrophe münden würde, ist mir als Kind nie aufgefallen. Empfehlenswert ist das Buch sowohl für Kinder ab ca. 8 Jahren als auch für interessierte Erwachsene. 


Blauvogel    7.3.2002    Von Alina Girmann  (Bad Tölz) 

ein sehr interresantes buch, weil es nicht nur einen spannend gestalteten inhalt sondern weil man auch viel über das Leben der Indianer erfährt. Auch die sprachliche Gestaltung ist mitreißend und packend. ich werde das Buch als Klassenlektüre vorstellen   Alina Girmann (13) 


Mein Lieblingsbuch     2001 Von Ein Kunde  

Diese Rezension stammt von: Blauvogel, Wahlsohn der Irokesen (Gebundene Ausgabe) Mein absolutes Lieblingsbuch, das ich immer wieder lese - nein, eher verschlinge. Schade, dass es nicht mehr Bücher von dieser Autorin gibt. Anhand Blauvogels Leben lernt man über die Indianer und seitdem kaufe und lese ich natürlich viele Indianerbücher um mehr über dieses Volk zu erfahren. 


Nicht nur für Kids ab 11 Jahren     2001   Von Ein Kunde  

Die Autorin dieses Buches lässt den Leser mit erleben. Ich fühlte, erlebte mit Blauvogel. Ich war begeistert und ein paar Tränen rannen mir am Schluss herunter. Ob vor Freude oder aus Traurigkeit, nun, das überlasse ich den anderen Lesern dieses Buches. Eine faszinierende Geschichte eines weissen Jungen, welcher selber zum Indianer wurde, ohne das er es selber merkte. Ohne Gewalt, ohne Brutalität- jedoch ohne dabei die Spannung zu verlieren. Mit jeder neu gelesenen Seite wurde Blauvogel für mich vorstellbar. Ich fühlte mit ihm. Seinen Schmerz, seine Angst, seine Liebe zu den "neuen Eltern".


Toll     2000 Von Ein Kunde

"Blauvogel" ist das erste Buch, an daß ich mich aktiv erinnern kann. Bereits im Alter von 5 Jahren bekam ich es von meiner Mutter vorgelesen und als sie fertig war, bat ich, noch einmal von vorne zu beginnen. Seit dem sind viele Jahre vergangen; ich habe das Buch mittlerweile einige Dutzend Male gelesen und greife auch heute noch dazu. Es ist eines der schönsten Kinderbücher, die es gibt. Der Leser wird in die spannende Geschichte mit hineingezogen und gefesselt von den Ereignissen im Leben eines Indianers, dessen Wurzeln bei den Weißen liegen, die er zunächst nicht finden kann und später nicht finden will. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) 


Wunderbar! Man lernt viel über das Leben der Irokesen         1999 Von Ein Kunde

Blauvogel ist eines der schönsten Kinderbucher die ich jemals gelesen habe. Es beschreibt mit viel Einfühlungsvermögen wie sich der 9-jahrige Georg bei seinen Adoptiveltern vom Stamm der Irokesen zurechtfindet, wie dieses neue Leben in ihm ein grösseres Verständnis für diese Kultur vermittelt. Letztendlich kann er sich nicht mehr mit seinen weissen Verwandten und deren negativer Einstellung zu den Indianern identifizieren und enscheidet sich fur ein Leben mit seinem Adoptivstamm. Meine Mutter gab mir diese Buch, und ich werde es auf jeden Fall meinem Sohn zu lesen gegen. Es hat einen tiefen, dauerhaften Eindruck auf mich gemacht. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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