Werner (Gustav) Schulz

Abgeordneter, Bürgerrechtler, DDR

 

Audio 2010 im MDR zum Lebenslauf

 

wikipedia.Autor  *1950 in Zwickau

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Aus wikipedia 2019

 

Werner Schulz wuchs in Zwickau als Sohn eines selbständigen Fuhrunternehmers und ehemaligen Berufsoffiziers aus einer sozialdemokratisch geprägten Familie auf. Er absolvierte dort von 1964 bis 1968 die Erweiterte Oberschule „Käthe Kollwitz“. Zu den Jungen Pionieren zu gehen verbot ihm sein Vater. Nach dem Abitur mit Berufsausbildung zum Lokomotivschlosser 1968 absolvierte Schulz ein Studium der Lebensmitteltechnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, das er 1972 als Diplomingenieur beendete. Ab 1974 war er als wissenschaftlicher Assistent an der Humboldt-Universität tätig.

 

Schulz wurde wesentlich durch den Prager Frühling politisiert. Eine prägende, Selbstvorwürfe hervorrufende Erfahrung war, dass er auf äußeren Druck gegen seine Überzeugung eine Erklärung unterschrieb, mit der die Unterzeichnenden den Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes begrüßten.[3]

Seit den 1970er Jahren war Schulz in der kirchlichen Friedens-, Ökologie- und Menschenrechtsbewegung aktiv. Von 1976 bis 1978 leistete er seinen Wehrersatzdienst als Bausoldat ab. 1976 engagierte er sich für den ausgebürgerten Wolf Biermann. Wegen seines öffentlichen Protests gegen den Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan wurde ihm 1980 kurz vor Abgabe seiner Dissertation seine Stelle an der Universität gekündigt.

Seit 1982 gehörte er zu den Teilnehmern des Pankower Friedenskreises, des ersten unabhängigen Friedenskreises unter dem Dach der Kirche.

Einige Zeit nach seiner Entlassung von der Universität wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sekundärrohstoffwirtschaft (Recyclingtechnologie). Von 1988 bis 1990 war er Leiter des Bereiches Umwelthygiene in der Kreishygieneinspektion Berlin-Lichtenberg.

Im Mai 1989 kritisierte er offen die gefälschten Kommunalwahlen in der DDR.

Schulz engagierte sich ab Herbst 1989 im Neuen Forum.[8] Zunächst nur als Kontaktperson des Neuen Forums von Berlin nach Sachsen entsandt, erlebte er am 9. Oktober 1989 die große Montagsdemonstration in Leipzig mit und verlegte sein politisches Engagement für die nächsten Jahre nach Sachsen.

Er vertrat das Neue Forum sechsmal am Zentralen Runden Tisch der DDR.

Von März bis Oktober 1990 war er Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR und einer von drei Sprechern der Fraktion Bündnis 90/Grüne. Eigentlich war Martin Böttger gewählt worden, dieser verzichtete jedoch auf sein Mandat zugunsten von Werner Schulz.[10] Ab dem 3. Oktober 1990 war er von der Volkskammer entsandtes Mitglied des Deutschen Bundestages und arbeitete im Finanzausschuss.

Die Ausgestaltung der Wiedervereinigung kritisierte Schulz. Er beteiligte sich am Runden Tisch an der Ausarbeitung eines Verfassungsentwurfes und hoffte auf eine Vereinigung der beiden deutschen Staaten nach Artikel 146 des Grundgesetzes.

Der Beitritt nach Artikel 23 zur Bundesrepublik mit der Folge, dass es keinen gemeinsamen Neuanfang gab, war eine Enttäuschung für ihn. Schulz sprach sich wegen der besonderen historischen Bedeutung des Datums für den 9. November statt des 3. Oktober als Nationalfeiertag aus.

Werner (Gustav) Schulz

Abgeordneter, Bürgerrechtler, DDR

 

 

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