Pankow   deto 

(Audio: Stadt)  -- Widerstand und Opposition in Zwickau 1980-90  - gegen Stasi, SED und MfS ----     -

Ein Jahrzehnt wird besichtigt 

Zwickau von 1980 bis 1990

Die <Friedliche Revolution> ("Wende") in Zwickau (Sachsen)
Eigenes Denken und Bürgermut gegen SED und Stasi 
Web-Portal und Literaturdurchsicht 

"Bleibe im Land und wehre dich täglich."

detopia-2020:

Diese Seite über Zwickau habe ich lange nicht  gepflegt, aber dieses Jahr mach' ich was dran!

Zuerst überprüfe ich die Links und danach wird  Übersichtlichkeit verbessert.

Falls ich Namen entfernen soll, dann bitte melden, denn das ist ja heute anders als früher (als man sich noch freute, seinen Namen zu googeln).

Trauer um Hansjörg Weigel

Wir trauern um Hansjörg Weigel, der im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist. Weigel wurde 1943 in Chemnitz geboren und wuchs in Königswalde auf. Nach seiner mittleren Reife absolvierte er eine Ausbildung als Kfz-Elektriker. Sein Leben war vom christlichen Glauben mit einer pazifistischen Grundhaltung geprägt. So lehnte er den Dienst mit der Waffe ab und ging 1967/68 zu den Bausoldaten. 1973 gründete Hansjörg Weigel gemeinsam mit weiteren Mitstreitern das Christliche Friedensseminar Königswalde. Bis heute finden hier zweimal jährlich Seminare mit aktuell gesellschaftlich und politischen Themen statt.

Der Straftatbestand »staatsfeindliche Hetze« brachte Hansjörg Weigel 1980 für drei Monate in Untersuchungshaft. Infolge kirchlichen Drucks kam er im August des gleichen Jahres wieder frei. Hansjörg Weigel war in vielen Ehrenämtern wie im Stadtrat oder als Leiter des »Königswalder Dorfheaters« aktiv. 1999 erhielt er für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz. 2014 bekam Weigel die Ehrenmedaille der Stadt Werdau.

Hansjörg Weigel starb nach schwerer Krankheit am 29. April 2020.
Wir gedenken ihm in Dankbarkeit.
im Namen des Martin-Luther-King-Zentrums  king-zentrum.de  +  Friedensseminar.de  

Siehe auch: Werdau-Zwickau auf detopia

 

Auf dieser Seite:

Personen:

E.Käbisch   M.Böttger   E.Killat   Werner Schulz   U.Rachowski   A.Gollin    Mielke    Gehlert    Wolle    Kowalczuk   Neubert   E.Käbisch   M.Böttger  Mielke/Gehlert  Ha.Fischer   Bergmann.C    Hu.Knabe   J.Reich   Rachowski,Utz   Fuchs,Jürgen   Schneider,Rolf   H.Schädlich   K.Schlichtenbrede    Meusel,Schorsch    Ibrahim Böhme     Wolfgang Schnur


Orte

Lutherkeller  Königswalde    Pöhlau   Werdau   Glauchau   Greiz    Reichenbach   Ebersbrunn   Hauptstrasse  Theater   Ingenieurhochschule    Friedensbibliothek Zwickau 


Vorgänge und Ereignisse:

Die Volkskammerwahl am 18.3.1990 - eine Wahlschlappe (meiner Meinung nach)   Konziliarer Prozess     Samisdat    Abteilung 20    Akteneinsicht    Operativer.Vorgang   Zersetzung 

Web:  

Google Opposition-Zwickau   Bing Opposition-Zwickau

Akteure-Friedliche-Revolution.de  Zwickau 

horch-und-guck.info  Berlin 
king-zentrum.de  Werdau 

Friedensseminar.de

wikipedia  Friedensseminar_Königswalde


detopia:

Heimatkunde vor 500 Jahren:  Thomas Müntzer predigt in Zwickau

Die Unfähigkeit zu trauern (Mitscherlich 1967)

Volk ohne Trauer (Rolf Schneider 1992)    Gorbatschow

 

Video: Zwickau im Oktober 1989 Hauptmarkt Aufruf Neues Forum von Roland Frenzel

Video: Jeder schweigt von etwas anderem mit Rachowski

Video: Mutig gegen Marx und Mielke mit Böttger


Leipzig und Meiningen verfügen über eine eigene "Revolutionsseite" bei Wikipedia. Benötigt Zwickau auch eine? 

wikipedia Wende_in_Meiningen 

wikipedia Friedliche_Revolution_(Leipzig)  

Über die Hippies in Sachsen - dradio-Feature 2005 

Klaus Renft mit Audio und Video

Welches System muß sich im Hinblick auf die Interaktion zwischen Sozialem und Persönlichem zuerst ändern, das soziale oder das persönliche? Ich bin der Meinung, daß die psychische Revolution ausschlaggebend ist. 1972-Schluss 

 

 

Die Wahlschlappe vom 18.3.1990 -- Volkskammerwahl

Bündnis 90: (Neues Forum, Demokratie Jetzt, IFM)
2,9% = 336.064 Stimmen 

wikipedia  Bündnis_90 

wikipedia  Volkskammerwahl_1990 

detopia-2015 zur Wahlschlappe:

Das war so richtig schei*e. Aber nun es ist okay. Das Volk hat recht behalten. Die Intellektuellen sind auch nicht klüger als das Volk. Alle wollen wir unseren Luxus, zumindestens ein bequehmes Leben. Nach vorne zu schauen und die ganze Gesellschaft vorbildlich zu organisieren: das ist dem Menschen nicht gegeben. Vielleicht gibt es auch objektiv gar keine Möglichkeit. 

<Volk ohne Trauer>, 1992 von Rolf Schneider

Audio 2020 - Vor 30 Jahren - 19 Minuten

 
 

Werner Schulz - ein güner Zwickauer im Europaparlament

W.Schulz (*1950 in Zwickau) bei detopia    mit biografischem Audio

 

 

Dr. Edmund Käbisch      Käbisch bei detopia 

Zwickauer Dompfarrer i.R., Friedensaktivist, <OV "Kontrahent"> 

Einige Schriften:

  • 2002: Die letzten Jahre der DDR  -  Mein Alltag als evangelischer Pfarrer in Zwickau  1980-90.  
    Allerbeste - literarisch ambitionierte - Darstellung des mühevollen Alltags - der Opposition

  • 2006:  Zur Zukunft gehört die Erinnerung - Dokumentation (Vorwort: Marianne Birthler) 

  • 2007: Das Fanal von Falkenstein 

  • 2010:  Akteure der friedlichen Revolution 

  • 2011:  Zumutbare Wahrheiten   

 

Dr. Martin Böttger  Böttger bei detopia    

Mitbegründer der Initiative für Frieden und Menschenrechte (1985)

ehemalig BStU Chemnitz    

Dokumentation:  Sprudelnde Quelle   IM Öser berichtet dem MfS: Gründung des Neuen Forum in Karl-Marx-Stadt 1.9.2008  sein Buch erscheint   

Zeitung: Mit der Axt an die Erinnerung  Artikel in der Freien Presse 2002 über "Kohl-Urteil" 

Audio zum Film .... 

Die Forderung nach Menschenrechten auf der 1.-Mai-Demo 1975 in Karl-Marx-Stadt    

 

Erwin Killat     Video Oktober 2014 mit Erwin in Rathaus 

Katja Schlichtenbrede:

Alternative Gruppen in Zwickau in den 80er Jahren im Spannungsfeld von Staat und Kirche  (1999) 
Darstellung und Beschreibung der rebellischen Arbeit im Umfeld der ev. Kirchen  

Friedensbibliothek Zwickau    

Foto des nun abgerissenen Gebäudes, Foto durch Stasi, Ossietzkystraße  Ecke Reichenbacher Str -- das Haus wurde 2006 abgerissen; heute stehen die Fahnen des doofen "Sportparks" dort auf der Stelle.

 

Es waren die linken 4 Fenster in Parterre. Pfarrer Storl organisierte es; Schaukasten sieht man auch auf dem anderen Foto; unten steht: "Dienstags". Der Gucker ist olle Dirk.

 

Die Friedensbibliothek im Stasifoto:

Freie Presse 2014: Erinnerung an das erste Friedensgebet im  Dom und an die Friedensbibliothek an der Reichenbacher Straße

16 Quadratmeter Revolution

erschienen am 08.11.2014  -  Von Christian Gesellmann

http://www.freiepresse.de/LOKALES/ZWICKAU/16-Quadratmeter-Revolution-artikel9031195.php    

25 Jahre nach dem Fall der Mauer prägen viele bedeutende Akteure der Wende in Zwickau noch immer das gesellschaftliche Leben der Stadt.

Zwickau. Erwin Killat, Großvater der friedlichen Revolution in Zwickau, rettet mal wieder die Situation. Gerade hat sich Susanne Trauer in Rage geredet. Diesmal geht es darum, welche Rolle Kirche heute spielt, ob sie junge Menschen überhaupt noch erreicht, ob die Gemeinden heute noch die Freiräume bieten, die Akteure wie sie in den 1980er-Jahren nutzten, um die Gesellschaft und die Politik zu ändern - mit Engagement, das zum Fall der Mauer führte, auch wenn in Zwickau alles ein wenig später, ein wenig unscheinbarer ablief als in Leipzig oder Plauen.

Edmund Käbisch, ehemals Dompfarrer und heute unermüdlicher Erinnerer und Mahner, hat zu dem Gemeindeabend in die Versöhnungskirche eingeladen. Man wollte erinnern an das erste Friedensgebet im Dom "St. Marien", den am 16.Oktober 1989 Hunderte Zwickauer besuchten. Doch statt der gemeinsamen Rekonstruktion der Ereignisse von damals zerfasert die Diskussion. Die Gäste auf dem Podium und das Publikum sprechen über die Situation der Flüchtlinge, über Konsumwahn, über Rechtsextremismus. 

"Im Augenblick bewegt mich wirklich die Sorge, ob wir etwas gelernt haben aus der Vergangenheit", sagt Trauer. Killat, 81 Jahre, erhebt sich von einer Holzbank des Planitzer Gotteshauses. "Ich möchte einen Antrag zur Geschäftsordnung stellen", sagt er, und sogleich hat er die Runde im Griff. Killat erinnert an das eigentliche Thema: dass die Versöhnungskirchgemeinde den Basisgruppen, die sich ab Anfang der 80er-Jahre mit Themen von Umweltschutz über Rumänien-Hilfe und Abrüstung bis zu Feminismus befassten, in der Friedensbibliothek in der Ossietzkystraße ein Dach gab - auch juristisch.

Die christliche Bewegung konziliarer Prozess war das Sammelbecken der Basisgruppen, Killat ihr Bindeglied. Es wird ruhig. Und versöhnlich. Viele, die in den Basisgruppen engagiert waren, sind an jenem Abend da. Und immer noch engagiert. Jörg Banitz zum Beispiel, der Spenden für politische Gefangene nach Berlin schmuggelte. Heute ist er Schulsozialarbeiter an der Pestalozzischule. Petra Lewey ist da, die wie Susanne Trauer illegale Hilfstransporte nach Rumänien organisierte und die feministische Untergrundzeitschrift "Lila Band" mit herausgab. Lewey ist heute Leiterin der Kunstsammlungen, Trauer Chefin des SOS-Mütterzentrums.

Martin Böttger ist da, heute ist er unter anderem Stadtrat in Zwickau (Bündnis 90/Grüne), während der Wendezeit war er Gründungsmitglied des Neuen Forums und ist bis heute im Christlichen Friedensseminar Königswalde aktiv - gemeinsam mit der Friedensbibliothek die zweite wichtige Säule der friedlichen Revolution in der Region Zwickau. 

Viele weitere wären zu nennen, die "als Ameisen in den Unterhosen der Herrschenden" (Böttger) die Wende einleiteten. Laut Käbisch war Zwickau "ein oppositionelles Führungszentrum im Süden der DDR, das in Geheimakten der Stasi mit Leipzig und Berlin auf Augenhöhe genannt wurde".

Bei allem Stolz darüber, beklagt Käbisch eins: An die Friedensbibliothek, die 16 Quadratmeter große Keimzelle der friedlichen Revolution in Zwickau, erinnert nichts mehr. An ihrer Stelle wehen heute die Fahnen eines Fitnessstudios.

Konziliarer Prozess  (KP)

bei  Wikipedia KP   

bei Google KP  

bei Käbisch

 

Konziliarer Prozess ist die Bezeichnung für den gemeinsamen Lernweg christlicher Kirchen zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Begonnen hat diese Bewegung auf der VI. Vollversammlung des Weltrats der Kirchen (ÖRK) in Vancouver (Kanada) 1983. Im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), auch <Weltrat der Kirchen> genannt, haben sich über 340 christliche Kirchen zusammengeschlossen in über 100 Ländern. Dazu zählen die Mehrzahl der orthodoxen Kirchen, zahlreiche Kirchen aus den historischen Traditionen der protestantischen Reformation wie Anglikaner, Baptisten, Lutheraner, Methodisten und Reformierte, sowie viele vereinigte und unabhängige Kirchen. 

Während die meisten ÖRK-Gründungsmitglieder europäische und nordamerikanische Kirchen waren, setzt sich die heutige Mitgliedschaft vorwiegend aus Kirchen in Afrika, Asien, der Karibik, Lateinamerika, dem Nahen und Mittleren Osten sowie dem pazifischen Raum zusammen. Die römisch-katholische Kirche ist nicht Mitglied, arbeitet aber mit dem ÖRK eng zusammen. Der ÖRK ist weltweit der umfassendste kirchliche Zusammenschluss. Er hat seinen Sitz in Genf. Auf der Vollversammlung in Vancouver wurde die Stationierung von Massenvernichtungswaffen diskutiert und als Verbrechen gegen die Menschheit bezeichnet. Die Kirchen sollten für Frieden gemeinsam eintreten, um etwas bewirken zu können. 

Der Lutherkeller   ein unabhängiger Treffpunkt und Veranstaltungsort

Unten in der Lutherkirche Zwickau seit 1983 -  Frank Kirschnek - erster Leiter

"Liederbuch"  Leiter: Andreas Vogt    

Der Auftritt am 7. November 1987 - "Brecht-Abend" von Stephan Krawzyck aus Gera  - Ein Bericht von Freya Klier  (1988)   

( Webadresse Krawzyck  (Lied vom Clown)  (Foto LuKe)  

 bluesgottesdienst.de   am 1. Sonntag im geraden Monat um 11 Uhr im Lutherkeller  (Februar, April, Juni, usw.) 

 stadtmission-zwickau.de   (früher:  <Innere Mission> -- das war auch ein schöner Name)

 

 

Dom - Friedensgebete   

1989 mit "Ulli" an Geige - vom Feinsten - siehe im Käbisch Buch 2002 und Doku 2006

 

Oster-Sonntag 1989   Frühgottesdienst  4 Uhr 30

Predigt:  "Und die Partei hat EBEN DOCH NICHT immer recht !"     (Jubel, befreiender Jubel, Klatschen, Jauchzen) 

 

Marienthal  Pauluskirche 

 

Audio

Pfarrer Banert  Gottesdienst mit anschließender Demo ins Stadtzentrum 

31. Oktober 1989 - Der Beginn   

siehe auch Käbisch 2002 ab S. 396      

Web: Pauluskirche-Zwickau.de 

Pfarrer Banert ist 2006 in den Ruhestand gegangen

"Wir haben die Not des Volkes. Es muss gebetet werden, dass es im Himmel klingelt."
 (Pfarrer Banert 1989) 

Kommunal-Wahl  März 1989 

 

 

 

Pöhlau

Die Stasi kommt gleich zweimal 

 

Ich kannte alle Stasi-"Schweine".....   Freie-Presse  24. Juli 2007 von Hartmut Petersohn, Uwe Kinzel, Bernd Engelmann

deto-2007: 
Und nach Uwe Ki. (3 Häuser weiter) wurde 1988 auch noch mein Nachbar im Haus verhaftet, jetzt wegen Ausreisewille und Brautschleier an der Trabbiantenne. Jeder kennt das: Man kommt nichtsahnend von Arbeit, und es stehen 8 rostige Wartburg vor seinem Hauseingang, wie in Wildwest. Draußen eine "Wache",  ein Genosse Mitarbeiter  (auch gleich erkennbar, auch zivil sah man den militärischen Uniformträger). Auch deren Arroganz, daß sie nicht mit einem reden müssen. Und dann im Hausflur die unzähligen fremden Männer, die die Haus-Macht übernommen.  Natürlich dachte ich zuerst an mich und meine Familie mit zwei kleinen Kindern. Aber nicht mich holten sie. Einen anderen aus meinem Mietshaus (Perti.). Ich wußte nicht, wo ständig oben und draußen die Stiefel trappelten, ob die Stasi nicht danach zu uns kommt. Alles war so furchterregend. So was hatte ich in der Form auch bei der Armee noch nicht erlebt.

Pöhlau war ein Teil der Domgemeinde, deshalb war Pfarrer Käbisch hier vor Ort und konnte trösten und helfen.

Michael Paschold 

 

Domküster (Kirchner)  -- Mit 25 Jahren 1985 von der Stasi in den Selbstmord getrieben -- wie Matthias Domaschk in Gera

In der Bibelausstellung dokumentiert  und bei Käbisch 2002 Seite 378 

 

Bani 

Küster (nach Paschold) seit 1985   Umweltkabarett     Heute Schulsozialarbeiter in Zwickau 

 

 

Roland Frenz.

Aufruf zur Gründung des Neues Forum in Zwickau

Vom Rathaus-Balkon  am 16.10.89 (?) 

 

Roland war auch ein "Verfolgter Schüler" - also Rausschmiß aus der Schule in Zwickau. Nach der Wende ist er gleich 'rübergemacht' und wurde eine 'anthroposophische Krankenschwester' :-))  --  heute ist ein 'Tanzlehrer' -- er hat viel in Kommunen gelebt -- und wohl 3 oder 4 Kinder. Achim Barth hat mit ihm konstanten Kontakt.

Jedenfalls: Roland hatte den Mut, sich einfach damals dort oben hinzustellen und den Zettel vorzulesen. Mir rutschte unten nach jedem Satz das herz in die Hose. Ich dachte: "Wieder ein Satz geschafft..... ehe sie ihn verhaften!" 

Ich gäbe sonst was für ein (Stasi-) Foto von diesem Ereignis. Es gibt ein Video von "Roland auf dem Balkon" 

Denis und Ulrike 

Das Samisdat-Verteiler-Ehepaar  - jetzt kann ich's ja sagen  :-))

OV  Konfrontation 

deto-2007:  Uns Ulli mit faszinierenden Klarheit, Kompromißlosigkeit, von zierlicher, zerbrechlich, scheinender Statur, wenn sie beim Friedensgebet mit ihrer Geige gegen die Macht anspielte, war Jeanne d'Arc im Raum, muß die Stasi bis aufs Blut gereizt haben. Anders wäre es heute nicht verständlich, daß das MfS ganz tief in seine Trickkiste hineingriff und Ulli im Juni 1989 eine Kindesentführung, gar Kindsmord anhängen wollte. Und zwar richtig mit ddr-weiter Fahndung durch die Kriminalpolizei. Das war schon ein starkes Stück "Zersetzung" durch Mielkes Zwickauer Genossen.

Ich verdanke Ulli sehr sehr viel. So im im September 1988 habe ich sie kennengelernt - besser: sie mich, denn ich saß allein im Stadtcafe in der Hauptstr. und wollte in Ruhe die vielen Neuigkeiten in den Zeitungen der 'Glasnost' lesen - und viele Tische waren frei, es war früher Nachmittag, eine junge Frau kam durch die Tür, orientierte sich, fixierte mich und setzte sich zu mir, fragte vorher sicher. Schnell kamen wir ins Gespräch, ich bin ja nicht gerade kontaktscheu, irgendwann mußte sie weiter, nicht ohne aufgeklärt zu haben, wann Friedenseminar in Königswalde ist. Ich bin ihr heute noch dankbar, denn neben den Samisdat-Druckerzeugnissen, nach denen ich gierte, und der schönen Umgebung mit vernünftigen Menschen, hielt der Potsdamer Theologe und Dozent Frieder Burkhardt zum Thema "Du machst weit alle Grenzen unseres Landes"..... ein "Referat" (ja: so hieß das auch, wie bei der SED), welches mich 'umpolte', vom Hocker riß. Wenn ich es vorher noch nicht durch meine Kirchen-Kontakte wußte, jetzt war es für mich klar: Es gibt doch noch befreite und befreiende Menschen. Hier wollte ich jetzt mitmachen. 

Denis, Ulli's Ehemann, war auch eine große Offenbarung für mich. Ihm verdanke ich, daß ich, obwohl Teilnehmer des offiziellen Kirchentages im Juli 89 in Leipzig, auch von Statt-Kirchentag in der Lucaskirche erfuhr, mit ebenfalls eine ""Extrem-Häufung" von 'Alternativen Menschen'. Unvergeßlich auch Ehrhard Eppler im Podiumsgespräch, die Infostände zum Tienamen-Platz in Peking, usw.   

 

Birgit und Reinhard, Frieder und die Zwickauer Methodisten

OV ?

Gründung von Demokratie Jetzt 

 http://www.projektdienstleister.de/  Reinhard heute 2020

Birgit ist heute Beauftragte für 3 Problemgruppen. Reinhard war 10 Jahre Gasometer-Chef und macht jetzt "Catering" (was ist immer das genau ist - es hat wohl was mit Essen und Trinken zu tun.)

       

 

Die Malerin Tatjana Lietz 

Ehrenbürgerin der Stadt Zwickau 1998   Wikipedia  Ehrenbürger von Zwickau  

siehe bei    dr-kaebisch.de   Essay über Tatjana 

 

 

 

 

Werdau und Königswalde    

Friedensseminar Königswalde seit 1973 mit Hansjörg  Weigel und Georg Meusel -- Archiv der Bürgerbewegung Südwestsachsens -- Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e.V. 

Web:   Friedensseminar.de    King-Zentrum.de    

Buch 2004: Das Friedensseminar in Königswalde 1973-1990 -- Berichte, Bild- und Tondokumente 

Buch 2004 von Matthias Kluge  

 

Glauchau und Meerane 

Holger Irm.     Jazzclub (H.Kozok)   Kunstverein   Johannes Feige   

 

 

      

Greiz und Reichenbach 

Utz Rachowski mit: 

Die Farben und die Jugend des Jürgen Fuchs  Audio 

Jeder schweigt von etwas anderem - Dokumentarfilm  

Audio: Die Farben des Jürgen Fuchs aus Reichenbach;  Ein Feature von Utz Rachwoski 

2008:  IM Schubert, Rechtsanwalt Höllrich, Dr. Edmund Käbisch - der Streit um die Klarnamen der Stasi 

Jürgen Fuchs 

Hans-Joachim Schädlich   

Gerhard Hieke 

Manfred "Ibrahim" Böhme  in Greiz  - Buch 1992 von Birgit Lahann: "Genosse Judas"

Wolfgang Schnur - Biografie bei...

Stasi- Akten- Sprache

Die Sprache der Stasi - Ein Beitrag zur Sprachkritik - Buch 1999  

Von Prof. em. Christian Bergmann - Ein Autor aus Zwickau-Marienthal 

 

Schwer ist es, sich der Sprache der Staatssicherheit sachlich zu nähern; denn sie funktionierte als Instrument eines unerhörten Repressionsapparates.  Untersucht wird sie nicht um ihrer selbst willen; immer wird in ihr die Vergegenständlichung eines Welt- und Menschenbildes voll feind­seliger Verachtung gesehen. Dieses hinter sprachlichen Formulierungen zu entdecken, hat sich Christian Bergmann zur eigentlichen Aufgabe gemacht.  Er verzichtet dabei bewusst auf die Fachterminologie des Linguisten, denn er will alle erreichen, die bereit sind, sich mit der jüngsten deutschen Vergangenheit auseinander zu setzen.

Samisdat  und Untergrundzeitschriften 

Grenzfall  & Co.

 

Kowalczuk:   -  Politischer Samisdat in der DDR  1985-1989 

Kowalczuk / Sello :  Opposition und Widerstand in 73 Biographien und 400 Fotographien 

 

IHS / IHZ    Ingenieurhochschule  Zwickau 

Die DDR zerbrach an ihrer Wirtschaftsordnung. Das Ministerium für Staatssicherheit als allgegenwärtiger Wächter — auch über das »richtige« Denken in der Wirtschaft — reichte tief in die Hochschulen der DDR hinein. - Allein an der Ingenieurhochschule Zwickau gab es mehr als vierzig Inoffizielle Mitarbeiter unter Professoren, Assistenten, Studenten und Administratoren. Die MfS-Akten dokumentieren dies.

Eine 'Aufarbeitung' der 'Insch',  der Ingenieurhochschule Zwickau und der Zwickau-Wirtschaft 

 

 

Nachträgliche Prognose vom Untergang der DDR 

(Buch 2005) von Hans-Lothar Fischer

 

Pädagogische Hochschule Zwickau

 

Eine "Kaderschmiede" - aber NICHT NUR.... - auch fundierter Widerstand ging aus der PH hervor - wohl auch deswegen, weil sich hier "die Geister scheiden", also weil die permanente "Rotlichtbestrahlung" - viel stärker als an der technischen IHS - manche sensible Studenten geradezu 'in die Opposition' trieb. 

 

 

Operativer Vorgang  -  OV 

Siehe bei  dr-kaebisch.de  /  Basisgruppen

Einige Zwickauer OV's 

OV "Kammer"
Pfarrer Käbisch und der Kirchenvorstand der Domgemeinde

OV "Kreis"
In diesem OV waren der Sozialdiakon Frank Kirschnek, Domkirchner Jörg Banitz, der EDV-Bediener in der Wasserwirtschaft Andreas Trautmann... erfasst. Es waren junge Menschen, die sich in der sogenannten "Kiste" oder im "Lutherkeller" trafen und sich engagierten.

OV "Konzil"
Er wurde auf den Elektroingenieur Erwin Killat angelegt. Alle, die sich im KP verantwortungsvoll einbrachten, wurden von der Stasi erfasst und bearbeitet, wie z.B. der Physiker Thomas Schorch, die Bibliothekarin Monika Dressel, der Diplom-Ingenieur Hans-Jörg Hartzsch, Winfried Lerchner, Bibliothekar Frank Körner, HO-Verkaufsstellenleiterin Hildegard Richter...

 

OV "Konzept"
Puppenspielerin Susanne Trauer engagierte sich in der Rumänienhilfe. Es wurden fast jeden Monat Hilfstransporte (Sitz in der Moritzkirchgemeinde) organisiert. Wegen ihres gewissenhaften und vorbildlichen Einsatzes legte die Stasi diesen OV an. Auch der Elektroinstallateur Achim Barth, der Kraftfahrer Rainer Pohl, Lehrerin Petra Meier, Reiner Görner... wurden in diesem OV bearbeitet.

OV "Kontraste"
Folgende Personen: Physiker Detlef Hoffmann, Kanzlistin Marlene Krause, Pfarrer Günther Kreusel, Dolmetscher Hartmut Voigt, Diplomingenieur Dr. Roland Siegel... sind in diesem OV bearbeitet worden

OV "Konform"
Die Gemeindehelferin vom Dom Ute Böhme hat sich für die Gleichbehandlung der Frauen eingesetzt und gründete eine Femigruppe. So wurde sie erfasst und bearbeitet wie alle ihre Mitstreiterinnen: Lehrerin Katrin Budschigh, Kanzlistin Marlene Hartzsch...

OV "Konfrontation"
Der ehemalige Theologiestudent und Tischler Denis Dressel mit seiner Ehefrau Ulrike (Gemeindehelferin in der Moritzgemeinde) wurden in diesem OV erfasst und bearbeitet. 

 

BSTU    Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen   www.bstu.de   auch bstu.bund.de   

ehem. Gauck-Behörde ("gaucken")  jetzt Birthler-Behörde ("birthlern")    Außenstelle Chemnitz am Bahnhof Siegmar  Jagdschänkenstr. 52

Akteneinsicht 

Die erste Akteneinsicht von Wolf Biermann   1992

Keine Angst vor "Akteneinsicht" - es ist nicht kompliziert, und meistens hat man weniger Material, als man glaubt.
(so ging es mir jedenfalls) - Bei der 'Entschlüsselung' des Stasideutsch kann ich helfen. 

"Wendestadt" Zwickau?

Mielke: "Schwerpunkt Karl-Marx-Stadt"     Gehlert: "Schwerpunkt-Kreis Zwickau"

 

Wurde die "Wende 1989" bzw. die "friedliche Revolution" etwa in Zwickau ausgelöst?

Der Beweis?   Die Protokolle der Stasi vom 31. August 1989 

Leipzig ist zwar "Heldenstadt" - "Wendestadt" jedoch ist Zwickau  :-)) 

 

Bezirksverwaltung des MfS  -  BV

Bezirksverwaltung (BV) Karl-Marx-Stadt (KMS) des MfS , Generalmajor Gehlert   Stasi-Chef im Bezirk 

Kreisdienststelle - KD

Die KD Zwickau hatte 120 hauptamtliche Mitarbeiter  

Die berüchtigte Zersetzung

Abteilung 20 = XX  --  zuständig für das  Zersetzen der Seelen 

Fuchs:  Zersetzung der Seele --  Psychologie und Psychiatrie im Dienste der Stasi --  Jürgen Fuchs u.a. 1995 

Pingel:  Zersetzen - Strategie einer Dikatur  --  Sandra Pingel-Schliemann 2002 

Grashoff:  Selbsttötungen in der DDR - »In einem Anfall von Depression ...«  (2006)  Von Udo Grashoff  

 

Literatur über ....

Die inoffiziellen Mitarbeiter der Stasi    Buch

Die Stasi und die Schriftsteller    Buch 

Die Stasi war mein Eckermann (Loest)     Deckname <Lyriker> (Kunze) 

Leipzig

Straßenmusikfestival im Juni 1989  =>  Google.1    

Kirchentag im Juli 1989 mit einem fulminaten Konzert in der Messehalle vor 6000 leuten von Gerhard Schöne !!  (Mitschnitt?)

Statt-Kirchentag mit Ehrhard Eppler in der  Lucaskirche   Google.1 

Vom 6. bis 9. Juli fand in Leipzig der Kirchentag der sächsischen Landeskirche statt. Auf staatlichen Druck hin verzichteten die Veranstalter bewusst auf politische Themen. Die Leipziger Oppositionsgruppen organisierten daher in der Lukaskirche einen "Statt-Kirchentag", an dem etwa 2.500 Personen teilnahmen. Hier trafen sich Oppositionelle aus der ganzen DDR und tauschten sich über die aktuelle Lage sowie über Konzepte und künftige Aktionen aus.

    Demos  ab ...    siehe Käbischs Bericht ab S. 396 im Buch 2002 

    Web:   Runde-Ecke-Leipzig.de   

 

Dresden  

Bericht in der Friedensbibliothek über den Kampf am Hauptbahnhof  am xx  Oktober 1989

(Vollversammlung ?)  

Neubert, Opposition => Kapitel 104. Oktoberrevolution  

Die Biermann-Krise 1976

Wolf Biermann Bücher 

Glauchau:  Holger Irm. 

Zwickau:  Hans-Jürgen Breitbarth  bei Stiftung-hsh  aus:   jugendopposition.de 

Hans Jürgen Breitbarth, 22-jähriger Schweißer im VEB Sachsenring Zwickau, verfolgt am 17. November 1976 die Fernsehnachrichten in Ost und West, die über die Ausbürgerung Biermanns berichten. Als er in den nächsten Tagen in den Zeitungen nur Stellungnahmen und Leitartikel liest, in denen die Entscheidung zur Ausbürgerung verteidigt und gelobt wird, kann er seinen Widerspruch nicht mehr zurückhalten. 

Er, der selbst kein Mitglied der FDJ ist, besucht eine FDJ-Versammlung und spricht das Thema an. Wegen seiner von den offiziellen Darstellungen abweichenden Meinung wird er schnell aus der Versammlung geworfen. Nun ist das Maß voll. Zu Hause setzt er sich an seine Schreibmaschine und tippt auf zwanzig Zettel den folgenden Text: 

"Ich fordere die Rücknahme der Ausbürgerung von Wolf Biermannn, der meines Erachtens zu Unrecht aus der DDR ausgebürgert wurde."

Noch in derselben Nacht geht Breitbarth durch Zwickau und klebt die Zettel an Schaufensterscheiben in der Innenstadt. Er wird schnell von der Stasi ausfindig gemacht, verhaftet und vor Gericht gestellt. Der Preis für seinen Mut: 18 Monate Gefängnis. 

 

 

Die Zwickauer Theaterkrise 1985/86 

 Die Stasi schlägt hart zu - und verhaftet gleich im Dutzend

Bühnenarbeiter Robert (Technik) - Urteil: 3 Jahre Haft für nichts  (heute Plauen) 

detopioa-2007: 

Ich hätte gerne einen Bericht über die Theasterkrise (Von einem der dabei war).

Hoffmanns aus Dresden? "Maik"? Ich hatte ca. 1993 im Tanzcafe Eden mal mit einen Dabeigewesenen gesprochen, der nach Haft und Ausreise drüben Physik studierte und dort auch an der Uni Karriere gemacht hat (ca. 1,90 groß der Mann)  Der konnte auch gut, frei, erzählen. 

   Ebersbrunn   Tanzsaal  "Zum Löwen"  /  kurz: Der Löwe 

Annegret Gollin bei Joachim Walther: Sicherungsbereich Literatur, S. 369  

und im Video "Jeder schweigt von etwas anderem" 

Trailer artour    

  "... und die Kinder kommen ins Heim !" - Der Film  

Audio:  Hippies in der DDR  - ein Radio-Feature von Rauhut        Klaus Renft Lesung 2005    Hippies in der DDR - eine TV-Doku  

 

Rolf Henrich 

Durch die Stasi verhinderte Lesung am 31. August 1989 in der  Moritzkirche  seines Buches 

Der Vormundschaftliche Staat  bei detopia

Das Konzert und der Aufruf der Liedermacher und Rockmusiker

im Klubhaus "Steinkohle" im Sommer 1989

Leiter:

Die Liedermacher und Stasi  - Ein Feature von Ed Stuhler im DLF  

 

Jugendclub Hauptstrasse - "Kino Vaterland"

jugendclub-hauptstrasse.de    

zwickau-info.de/seiten/hauptstrasse        mit Archivmaterial von 1988 und 89

ein oppositioneller Höhepunkt / Treffpunkt / Filmclub /    Leiter: Detlef Be.

OPK gegen den Jugendclubleiter - Bild aus seiner Stasiakte    
(mit freundl. Genehmigung von Detlef) 
OPK-Aktenblatt ist auch auf obiger Jugenclubseite "5555" 

"Gegen den Leiter des Jugendclubs, Hauptstraße, sind umgehend qualifizierte Maßnahmen der ..."

2019:

https://www.freiepresse.de/zwickau/werdau/revival-erinnert-an-legendaeres-fantreffen-artikel10675725

Google: Jugendclub Hauptstrasse Vaterland     Bing dito

1988: Konzert Jürgen Eger (IM) 

Eger, das muß auch gesagt werden, war ziemlich 'oppositionell drauf', also er griff das Politbüro an. - Danach hatten wir eine Diskussion, ich habe versucht zu moderieren. Aber ein anderer Stasi-Spitzel vom Typ 'Assi' hat es geschafft, alles durcheinanderzubringen. (Blöderweise habe ich den selber noch mitgebracht.) - Aber egal: Ich habe Dirk kennengelernt. - 

Jürgen Eger war dann ein Jahr später bei den Liedermachern in der Steinkohle dabei. Eger hat sich gut mit mir unterhalten, und ich habe ihn in Berlin besucht, und habe noch heute eine Karte von ihm. So schlimm war er gar nicht!! Aber es muß gesagt werden, daß er IM war und auch Berichte über seine Liedermacherkollegen nicht nur aus Alibi geschrieben hat. - 

Und: Die obige Eger-Veranstaltung war vermutlich der Ausschlag, der dann die OPK gegen den Jugendclubleiter Bergmann begründete. Von den Terminen haut das hin. 

Eigentlich auch wieder neuerliches Beispiel für "typisch Stasi" -- Eger als IM provoziert eindeutig die Leute, indem er aus Berlin berichtet, was das Politbüro alles für Westautos fährt. Und wenn das dann Publikum einsteigt, dann kriegt der arme Klubchef eins auf den Deckel - und soll seine (liebgewonnene) Arbeit verlieren. (siehe seine OPK-Akte bei Bergmann). 

Kultursommer 1989 -  Gruppe Wildemann   

Kurt Demmler   1988  

Programm  "Gute Macht, Freunde!"  BMK-Süd   Planitzer Str. 

 Demmler bei detopia 

Klubhaus des BMK-Süd  -   stellv. Leiter: Feustel, heute Zwickau Stadtpolitiker

"Haben Sie heute schon neu gedacht / wie bitte, sie wissen nicht, wie man das macht? 
 na ganz einfach ganz anders als bisher / sonst wär's ja nicht neu / wär's ja nicht schwer!" 

detopia-2007

ich habe es einige wochen später am 25.10.1988 in gera aufgenommen. damals mit zustimmung von demmler. und dann auch noch ein drittes mal in kms gehört. (nähe brühl in einem klub) - letztes jahr habe ich mit demmler telefoniert. wir wollten versuchen aus den bruchstücken - denn er hatte sich damals auch nie um einen mitschnitt gekümmert - einiges zu rekonstruieren. - das konzert in zwickau war jedenfalls das beste (hier in der region). - auch deshalb, weil die stasi etliche studenten von der pädagogischen hochschule 'abkommandiert' hat, die das konzert stören sollten. demmler mußte auch noch gegen sie anspielen.... und nicht nur gegen die braven zwickauer 'spießer'. (er hat dazu einige raffinierte tricks benutzt.) - und er hat es auch geschafft, daß sie 'umkippen'. wohl sogar - wenn ich ihn richtig verstand - wurde sogar eine studentin eine sängerin bei ihm.   

Überregionales 

 

Chemnitz:  Stalins DDR  - Zeitzeugenberichte  Buch 1991

Erfurt: Der Urknall für die 80er  =>  Rede von Heino Falcke 1972 in Erfurt  

Gera:  Matthias Domaschk  =>  Wikipedia1  =>  havemann-gesellschaft.de/publ.htm  

Jena:   Roland Jahn  

Ein Stasiwitz  

Erich Honecker macht mit ausländischen Diplomaten eine Staatsjagd auf Wildschweine. Aber die Wildschweine hören was und verstecken sich im Unterholz. - Drei Stasi-Leute werden also losgeschickt, um sie zu finden und vor die Gewehre zu treiben. Nach 2 Stunden sind sie aber immer noch nicht zurück. 

Honecker schickt also Mielke los, um sie zu suchen. Der geht los und hört plötzlich was - auf einer Lichtung sieht er seine 3 Leute. Die haben einen Hasen an einen Baum gefesselt und hauen mit ihren Gummiknüppeln auf ihn ein und schreien ihm ins Ohr: "Gib zu, daß du ein Wildschein bist !"  

Nachtrag, 2007: Mit solchen Witzen wurde sich damals Mut gemacht.  Und ich empfand, daß es nicht nur ein Stasiwitz ist, sondern auf die Partei-Ideologie insgesamt zutraf. Egal mit welchen Methoden, ob mit Gummiknüppeln, oder durch 'Überzeugung' und 'Selbstkritik' -- die Wirklichkeit (der Hase) muß an den Plan (das Wildschwein) angepaßt werden..... 'koste was es wolle'. Schönes Detail: Eigentlich wußte man nicht, daß die Stasi Gummiknüppel hatte -- aber irgendwie wußte man, daß der Witz die Wahrheit sprach (wie sich später auch herausstellte). 

Zur 'vergleichenden Stasiwitzforschung' siehe bei  Google1  .....

 

 

Vielleicht auch mal gut:

zu erinnern,

wie's früher war.

(was früher da war)

Zwickau, sowjetisches Ehrenmal

am Ende der Hauptstraße

 

 

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