Inhalt
1 Leben und sein Ursprung (7)
2 Von der Vergangenheit bis in die Zukunft (30)
3 Leben und Kosmos (43) 
4 Eine neue Umwelt (55) 
5 Rauchschleier (68) 
6 Die Politiker (79) 
7 Die zunehmende Unwissenheit (99) 
8 Die Forscher (116) 
9 Die Übervölkerung (132) 
10 Die Symbiose Mensch-Technik (145) 
11 Sind wir ohnegleichen? (157) 
Anmerkungen  (168) 

Hannes und Kerstin Alfvén

Zum Buch:
M-70 — Die Menschheit der siebziger Jahre

 

Frühe ruhige Gesamtschau des Nobelpreisträgers für Physik 1970. Ein zeitloses Buch, das immer sein Lesen lohnt. Mit einer Betrachtung über Urknall und Außerirdische, Opti- und Pessimisten, Politiker und weiteren Schmankerln. (detopia)

Hannes und Kerstin Alfvén :  Die Menschheit der siebziger Jahre  --  M 70   (1969-72)   -

  detopia.de  [A.htm]

1969   (1908-1995, 87) 

DNB.Autor  29 Publikationen

Wikipedia.Autor 

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detopia-2018:  Picht.1969   Flechtheim.1987   Max.Albert.1987

 

 

1984 mit H.Alfven:

 

"Alfvenwelle"

 

 


"Wenn unsere Symbiose mit der Techno­logie sich erfolgreich entwickelt, wird unser Leben so reich an Möglich­keiten sein, wie wir es uns kaum jemals erträumten. Mißglückt die kulturelle Trans­formation aber, wird unsere Art an den Folgen von Atom­explosionen oder allgemeiner Vergiftung zugrunde gehen." (Seite 38)


Kerstin Alfvén, Familien-Soziologin, ist die Ehefrau Hannes Alfvéns. Lehraufträge in Schweden und in den Vereinigten Staaten.


Originaltitel auf schwedisch: M-70  #  1969 im Albert-Bonniers-Förlag, Stockholm.

1972 im suhrkamp taschenbuch 

1972 englisch: "Living on the third planet"

albertbonniersforlag.se/In-English  - San Fransisco W. H. Freeman 1972  195 Seiten 

Verlag: W.H.Freeman & Co Ltd (15. Juni 1972) Sprache: Englisch, Schwedisch 

ISBN-10: 0716703408 #  ISBN-13: 978-0716703402

(detopia.2016: Ordner  Ökobuch  Taylor.1970   Dürr.1995   R.Dubos.1981  A.Sacharow )


Verlagstext:

Wenn dem ersten Lungenfisch die Sonnenstrahlen zu heiß waren oder der Wind zu kalt, hatte er die Wahl, ins Wasser zurück­zukriechen und sich vor diesen Unbilden in Sicherheit zu bringen. 

Wo aber finden wir Schutz vor etwas, das mehr Energie ausstrahlt als tausend Sonnen, oder vor dem todbringenden, mit radioaktivem Strontium verseuchten Wind?

Als die biologische Evolution mit dem schnelleren Strom der kulturellen Evolution verschmolz, ließen wir uns auf ein Abenteuer ein, das entweder erfolgreich oder mit einer Katastrophe enden wird; das Ergebnis hängt ausschließlich von uns selbst ab. Wir haben die Wahl.

<M-Siebzig – Die Menschheit der siebziger Jahre> ist alles andere als selbst­zufriedene, fortschritts­gläubige Bestands­aufnahme, sondern ein »Schuß vor den Bug« eines die Menschheit tragenden und von Menschen gesteuerten Schiffes, das längst Gefahr läuft, noch vor Anbruch des nächsten Jahrhunderts an den Klippen im Strome der kulturellen Evolution zu zerschellen. 

Die Kernfrage dieses Buches lautet: Wird die Menschheit sich selbst auslöschen oder wird sie das Steuer früh genug herumreissen können?


Hannes Alfvén 

ist Professor für Plasmaphysik an der Königlichen Technischen Hochschule Stockholm und an der amerikanischen University of California, San Diego. - 1970 wurde ihm in Anerkennung seiner Forschungen auf dem Gebiet des Hydromagnetismus der Nobelpreis für Physik verliehen. 1971 zeichnete ihn die Sowjetische Akademie der Wissenschaften für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Plasmaphysik und der Astrophysik mit der Lomonosov-Goldmedaille aus. Im gleichen Jahr erhielt er die Goldmedaille des Franklin-Institutes. - Hannes Alfvén ist Mitglied u.a. der American Academy of Arts and Sciences und der sowjetischen Akademiya nauk. 

Seine wichtigsten Veröffentlichungen:  Cosmical Electrodynamics  (1950) Origins of the Solar Systems  (1954)  Cosmical Electrodynamics, Fundamental Principles  (1963)  Kosmologie und Antimaterie  (1969)  Atome, Mensch und Universum  (1971)  


dpg-fachgremien.de : Hannes Olof Gösta Alfvén

wurde am 30. Mai 1908 in Norrköping in Schweden geboren. Seine Familie hatte großen Einfluß auf den jungen Hannes: Beide Eltern waren praktizierende Ärzte, die Mutter, Anna-Clara Romanus, eine der ersten weiblichen Ärzte in Schweden überhaupt.

Einer von Hannes Alfvéns Onkeln war der bekannte Komponist Hugo Alfvén. In früher Jugend bekam Hannes Alfvén ein Buch des französischen Astronomen Camille Flammarion geschenkt, welches er mit großem Interesse verschlang. Er blieb sein ganzes Leben stark an Astronomie und Astrophysik interessiert. Später trat Alfvén einem Radio-Club an seiner Schule bei. Dort wurden Radioempfänger gebastelt, jedoch befand sich in der Nähe von Norrköping kein Radiosender und der Sender in Stockholm war zu schwach, um mit den selbstgebauten Empfängern Signal zu erhalten. Alfvén beschrieb noch Jahre später, welche Faszination er verspürte, als er zum ersten Mal schwache Musikfetzen vom sehr starken Sender aus Aberdeen empfing.

Hannes Alfvén begann im Jahre  1926 ein Studium der Mathematik, Experimental- und Theoretischen Physik an der Universität von Uppsala. Seine Doktorarbeit beschäftigte sich mit 'Ultrakurzen elektromagnetischen Wellen', eine direkte Fortsetzung seiner frühen Aktivitäten im schulischen Radio-Club. Nach seinem Abschluß blieb Alfvén an der Universität Uppsala und nahm dort eine Stelle als Physik-Dozent an. Er begann, sich für beschleunigte geladene Teilchen zu interessieren, insbesondere die kosmische Strahlung. 1933 veröffentlichte er in 'Nature' eine Theorie über den Ursprung der kosmischen Strahlung.

1937 ging Hannes Alfvén an das Nobel-Institut für Physik in Stockholm, wobei er aber einige Monate mit Lise Meitner und Otto Hahn in Berlin verbrachte und ungefähr ein halbes Jahr mit Ernest Rutherford in Cambridge war. 1939 veröffentlichte Alfvén eine Arbeit über magnetische Stürme und die Polarlichter, die die modernen Theorien über die Magnetosphäre der Erde stark beeinflusst hat. Er entwickelte die heute in der Plasmaphysik übliche Methode, die Spiralbewegung geladener Teilchen in Magnetfeldern durch eine lineare Bewegung und eine überlagerte Kreisbewegung zu formulieren ('Guiding Centre'-Ansatz). Hannes Alfvén legte auch die Grundlagen für die Magnetohydrodynamik (MHD), die die Dynamik von Plasmen in magnetischen Feldern mit der Bewegung einer Flüssigkeit beschreibt, so zum Beispiel die Ausbreitung von Wellen in dieser Flüssigkeit. Diese Wellen werden heute als 'Alfvén-Wellen' bezeichnet.

1940, gerade mal 32 Jahre alt, wurde Alfvén Professor für Theorie der Elektrizität am Königlich Technischen Institut in Stockholm. Da sich seine Interessen schnell wandelten, wechselte er im Laufe der Zeit mehrfach seine Professur: 1945 wurde er Professor für Elektronik und 1963 Professor für Plasmaphysik.

Alfvén war sehr an der friedlichen Nutzung der Kernenergie interessiert. Im Jahre 1967 drückte er seine wachsende Verärgerung über die Schwedische Regierung, die dieses Forschungsgebiet seiner Meinung nach nicht genügend förderte, folgendermaßen aus: 'Meine Arbeit ist in diesem Land nicht mehr länger gefragt'. Nahezu sofort erhielt er Angebote für Lehrstühle sowohl aus den USA und der Sowjetunion. Nach einen kurzen Aufenthalt in der Sowjetunion entschied er sich für die USA, wo er eine Professur an der 'University of California' in San Diego annahm.

In den kommenden Jahren verbrachte er Herbst und Winter in Kalifornien und Frühling und Sommer in Schweden, wo er weiterhin am Königlich Technischen Institut tätig war. Diesen Rhythmus unterbrach er nur zweimal: Zur Geburt eines Enkelkindes und zur Verleihung des Nobelpreises, den er im Jahre 1970 für <fundamental work and discoveries in magneto-hydrodynamics with fruitful applications in different parts of plasma physics> erhielt. Erst im Jahre 1988 ließ er sich endgültig in Schweden nieder.

Im Jahre 1990 wurden die Lehrstühle am Königlich Technischen Institut, die Hannes Alfvén gegründet hatte, zu den 'Alfvén-Laboren' zusammengefasst. Hannes Alfvén starb am 2. April 1995 in Djursholm.  

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