Wilfrid Bach

(Professor)

 

Gefahr für unser Klima

Wege aus der CO2-Bedrohung 

durch sinnvollen Energieeinsatz  

 

 

1982 im Verlag C.F.Müller, Karlsruhe

Wilfrid Bach  (1982)  Gefahr für unser Klima - CO2-Bedrohung  #

1982    320 Seiten

wikipedia.Autor  *1936 im Werratal bis 2015 (79)

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detopia:

B.htm    Klimabuch 

Sterbejahr   1980-Buch   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

detopiaH.Rieseberg 1988: "noch zurückhaltend"

J.Weiner.1990     P.Crutzen.1989  

K.Kleinknecht.2007    H.Graßl.1990 


 

Interview 1988:  spiegel /d-13530065.html  


Nachruf   uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=7776  


 

Prof. Dr. Wilfrid Bach

Geboren 1936 in Thüringen. Erstes (1961) und zweites Staatsexamen (1966) und Promotion 1965 an der University of Sheffield zum Ph. D. über Stadtklima und Luftreinhaltung. Unterrichtete und forschte zwischen 1966 und 1975 an Universitäten in Montreal und Windsor in Kanada, Cincinnati und Hawaii in den USA, und an der ETH in Zürich.

Seit 1975 Direktor der Forschungsstelle für Angewandte Klimatologie und Umweltstudien und des Instituts für Geographie der Universität Münster. Vorsitzender verschiedener staatlicher Kommissionen und Organisator von internationalen Konferenzen. Forschungsarbeiten bzw. Beraterdienst für Umweltbundesamt, Bundesregierung, NATO, UN, US Senat, US Environmental Protection Agency, US Dept. of Health Education and Welfare, US National Science Foundation, Eidg. Amt für Umweltschutz Schweiz.

Hauptarbeitsgebiet: Das CO2/Klima-Problem, Wechselbeziehungen zwischen Energieentwicklung und Klimaänderung, Wechselwirkung zwischen Klima und Ernährungssicherung, nationale und internationale Aspekte der Luftreinhaltung.


Wilfried Bach Wilfried Bach ist Professor für Klima- und Energieforschung. Promotion 1965 im Fachbereich Atmosphärenwissenschaften an der Universität Sheffield, England. 

Anschließend Forschung und Lehre an mehreren Universitäten in Kanada, USA und der Schweiz.

Seit 1975 Direktor des Instituts für Geographie (seit 1994 am Institut für Landschaftsökologie) der Universität Münster. Vorsitzender verschiedener Kommissionen, Initiator und Organisator von internationalen Konferenzen, Forschungsprojektleiter und Berater im In- und Ausland. 

Mitglied der Medical Coalition for a Sustainable Global Environment, des Moskauer Internationalen Energie-Klubs, der Klima-Enquete-Kommissionen des Bundestages, von EUROSOLAR und des Beirats für Klima und Energie der Stadt Münster. 


Dieses Buch zeigt, daß der Mensch ein globales Experi­ment begonnen hat, das in den nächsten Jahr­zehnten mit ziemlicher Wahr­scheinlichkeit zu nachweis­baren weltweiten Klima­änderungen führt. 

Hauptursache ist die rapide Zunahme des CO2-Gehaltes in der Atmo­sphäre durch die Verteuerung fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas), die Abholzung großer Waldgebiete und die intensive Boden­bearbeitung. Dies führt zu einer regional und jahreszeitlich ganz unterschiedlichen Veränderung des Klimageschehens und kann in zunehmendem Maß die Nahrungsmittel- und Energie­versorgung gefährden. 

Der Autor bietet vernünftige Auswege an, die durch eine risiko­arme Klima-, Energie- und Landnutzungs­politik gekenn­zeichnet sind. Zu den Vorsorge­maßnahmen einer solchen Politik gehören die Energieeinsparung durch bessere Energienutzung, der zügige Ausbau von Energiequellen, die wenig oder kein CO2 in die Atmosphäre abgeben, die Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Abholzung und Wiederaufforstung, sowie eine auf die Erhaltung der Bodengüte bedachte Landnutzung.

Eine solche Vorsorgestrategie kann, wenn sie jetzt ernsthaft in die Planung einbezogen wird, noch rechtzeitig das CO2/Klima-Problem entschärfen. Da die vorgeschlagenen Maßnahmen schon im Interesse einer vernünftigen Energie- und Wirtschafts­politik ergriffen werden müssen, besteht gedämpfter Optimismus, daß damit auch das CO2/Klima-Problem gelöst werden kann.


 

Wilfrid Bach  (2000)  Klimaschutz für das 21. Jahrhundert 

576 Seiten, Lit-Verlag, ISBN: 978-3825845032,  Amazon.Buch 

Perlentaucher.de Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 16.07.2001 

Gleich ein ganzes Lebenswerk sieht Michael Müller hier niedergeschrieben. Der Autor, erklärt er, fasse seine fast 30-jährige Arbeit als Ordinarius für Klimatologie zusammen. Und zur rechten Zeit, schließlich werde gerade mal wieder das Kyoto-Protokoll diskutiert. 

Besonders angesprochen hat den Rezensenten, auf welche Weise der Autor den Schutz des Erdklimas als eine der größten Herausforderungen der Menschheit herausstellt. Indem er nämlich nicht einfach den Status Quo beschreibt, distanziert und allgemein bleibt, sondern Standpunkte bezieht: "Wilfried Bach klärt nicht nur auf, er will auch verändern." 

Und skizziert deshalb eine "Globalstrategie, welche sich in erster Linie an die großen internationalen Unternehmen richtet, damit die Zukunfts­chancen auf den ökologischen Märkten erkennen." Indem der Autor ferner auf einen erfolgreichen kommunalen Klimaschutz hinwirke, so Müller weiter, zeige er, dass Klimaschutz nicht nur notwendig sei, sondern auch möglich.

 

 

 

Der Autor forschte auch über die klimatisch-ökologischen Folgen eines Atomkrieges

 

"Vor einem Vierteljahrhundert hat Wilfried Bach in seinem beim C.F.Müller Verlag (1982) erschienenen Buch <Gefahr für unser Klima> von den im Vergleich zur Vergangenheit ungleich größeren Möglichkeiten der Klimabeeinflussung durch den Menschen geschrieben und der verstärkten Auswirkung der Veränderung auf den Menschen, davon, dass mit wachsendem Bevölkerungsdruck und begrenzten Umwelt- und Nahrungsmittelressourcen auch die Verwundbarkeit der Gesellschaft ständig zunehmen muss.

Die Hauptursachen dieses <globalen Experiments>, wie er es nennt, der steigende CO2-Gehalt der Atmosphäre durch Verfeuerung fossiler Brennstoffe – war damals schon deutlich, nur das Wissen heute hat maßgebliche Lücken gefüllt, wie wir dem in Bangkok letzte Woche vorgelegten Bericht entnehmen können.

Bach forderte schon damals:  

1. den fossilen Brennstoffverbrauch zu drosseln, 2. eine rationellere Energienutzung und 3. den Übergang zu einer Energiewirtschaft auf der Basis erneuerbarer Energiequellen. 

Das globale Experiment lief leider weiter und kann heute definitiv als gescheitert betrachtet werden. 10 Jahre später, 1992, kommt die Staatengemeinschaft der UN in Rio zur gleichen Erkenntnis und fordert eine weltweite nachhaltige Entwicklung." 

 

Aus:   2007 Text  Rede von Beate Weber, Weltzukunftsrat, 2007 

"Die Welt von den Städten aus schützen Und dabei das Wissen der ganzen Welt nutzen."

 


 

Von der Nuklearnacht zum Nuklearwinter: 

Über die klimatischen und ökologischen Auswirkungen eines Atomkriegs 

von Wilfrid Bach 1982

 wissenschaft-und-frieden.de  

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Audio 2006 dradio   "Kleiner Atomkrieg" bzw. "Regionaler Krieg mit 100 Atomwaffen" 

 

Im Folgenden gebe ich einen Überblick über die neuesten Ergebnisse zu den klimatischen und ökologischen Auswirkungen eines Atomkriegs. Die grausamen Auswirkungen eines Atomkriegs liegen jenseits jeglicher Erfahrung und überfordern schon deshalb unser Vorstellungsvermögen. 

Abschätzungen besagen, daß rund die Hälfte der Menschheit bei der ersten Hitze-, Druck- und Strahlungswelle umkommt bzw. unmittelbar darauf ihren schweren Verletzungen erliegt. Wenn also die andere Hälfte der Menschheit dem atomaren Holocaust zunächst entkommt, ist es wichtig, die Auswirkungen der veränderten Umweltbedingungen auf die Überlebenden zu untersuchen.

Bis vor kurzem konzentrierten sich die Untersuchungen auf die radioaktive Verseuchung, die Zerstörung der Ozonschutzschicht in der Stratosphäre und damit die Zunahme der schädlichen ultravioletten B- Strahlung auf die Erde sowie die Emission von toxischen Gasen und Stauben aus den Großbränden. 

Erst vor etwa drei Jahren wiesen Crutzen und Birks (1982) auf die möglicherweise schwerwiegende Beeinflussung von Wetter und Klima durch die riesigen Rauch-, Ruß- und Staubmengen, aus den Stadt- und Waldbränden hin.

Es war bis dahin übersehen worden, daß die durch die Atomexplosionen ausgelosten Feuersbrünste genug Rauch in die Atmosphäre eingeben, um über weite Teile der nördlichen Hemisphäre das Sonnenlicht abzublocken und damit eine langandauernde Dunkelheit, die Nuklearnacht, auszulosen. Auf Grund der quantitativen Abschätzungen von Crutzen und Birks haben dann Turco et al. (1983, anhand ihrer Initialen auch die TTAPS-Gruppe genannt) die Auswirkungen der veränderten Strahlungsverhältnisse auf die Atmosphären- und Bodentemperaturen untersucht.

Die Simulationen mit eindimensionalen Strahlungs- Konvektionsmodellen ergaben für plausible Atomkriegsszenarien global gemittelte Temperaturabnahmen auf ca. -20°C, woraus der makaber-anschauliche Begriff <Nuklearwinter> entstand. 

Diese Ergebnisse wurden im wesentlichen durch ein- und zweidimensionale Modellrechnungen von MacCracken (1983) bestätigt. Inzwischen konnten auch ähnliche Ergebnisse mit den vollständigeren dreidimensionalen Zirkulationsmodellen mit dynamischen Rückkopplungsmechanismen in räumlicher und jahreszeitlicher Auflösung über alle ideologischen Barrieren hinweg in völliger Übereinstimmung zwischen Wissenschaftlern aus Ost (Alexondrov und Stenchikov, 1983) und West (Covey et al. 1984) reproduziert werden. 

Auch über die ökologischen Folgen eines Atomkriegs herrscht weitgehende (Übereinstimmung zwischen Wissenschaftlern aus West (Ehrlich et al. 1983) und Ost (Committee of Soviet Scientists for Peace, Against the Nuclear Threat, 1984).

 

 

 

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