Dr. Gwynne Dyer

Schlachtfeld Erde

 

Klimakriege im 21. Jahrhundert

 

 

 

 

 

2008 bei Oneworld Publications

2010 bei Klett-Cotta 

2013 Neue Ausgabe

Gwynne Dyer (2008) Schlachtfeld Erde - Klimakriege im 21. Jahrhundert

2008    383 Seiten

 

wikipedia.Autor *1943 in Kanada

DNB.name   DNB person   DNB.nummer (6)

DNB.Buch 

Bing.Buch   Goog.Buch 

 

detopia:

Ökobuch    Klimabuch  

D.htm    Militärbuch

 

Welzer-Klimakriege 2008

Al Hammond   Fred Pearce

detopia-2022:

Klimakriege. Die Wortwahl verwirren. Kriege werden nicht um's Klima geführt, sondern wegen Ressourcen; welche durch das Klimachaos "knapp" werden.
"Schlachtfeld Erde" wirkt auf mich ängstigend. Furcht steigt in mir auf. "Weltklimabürgerkrieg" klingt besser.

 

 

 

 

Dyer 2008

 

 

 

 

Zwei Audios über Atom und Klima
Das Klimachaos 'fördert' kleine und große Kriege - und ein Atomkrieg würde wiederum das Klimachaos 'fördern' und damit - vermutlich - weitere Kriege.

Audio dlf 2006 Klima und Atom  (Auch der Spiegel berichtete 2006 darüber.)

Audio  dlf 2019 Klima und Atom - update zu 2006

 

Inhalt   Inhalt-DNB     Vorwort vom Verlag - pdf 

 

Vorwort  (9-16) 

Szenario Eins: Das Jahr 2045  (17)  1. Die Geopolitik des Klimawandels (20)

Szenario Zwei: Russland, 2019 (57)  2. Eine unvermeidliche Krise  (71)

Szenario Drei: USA, 2029 (116)  3. Feedbacks – wie viele, wie schnell? (130)

Szenario Vier: Nordindien, 2036 (163)   4. Wir kriegen das hin…  (178)

Szenario Fünf: Ein schönes Märchen (213)   5. … nur wahrscheinlich nicht rechtzeitig  (228)

Szenario Sechs: China, 2042 (251)   6. Notstandsmaßnahmen  (267)

Szenario Sieben: Kehraus (297)  7. Das Ende der Kindheit  (316)

Nach Kopenhagen… (333)

Anmerkungen (366)   Dank (370)  Quellennachweise (371)   Register (377)

 


Klappentext

Die Schreckensbilder des 21. Jahrhunderts zeigt der Militärexperte Gwynne Dyer in apokalyptischen Szenen und an Hand erdrückender Fakten. In sieben Szenen- und Faktenkapiteln wird das 21. Jahrhundert besichtigt, dessen apokalytische Bilder sich in unser Gedächtnis einbrennen. Ein letzter Appell an die Weltöffentlichkeit zu handeln. Es ist nicht nur ökologisch, sondern längst auch militärisch der letzte entscheidende Augenblick etwas zu tun: Wenn nicht, mündet der nie erklärte Klimakrieg gegen die Natur in einen Jahrhundertweltkrieg aller gegen alle. Aber wir könnten die Apokalypse noch aufhalten.

Seit über 20 Jahren ist Dyer für weltweit über 175 Zeitungen als Experte für geostrategische Fragen tätig.

Es ist Zeit, sich die Szenen aus der Zukunft zu verdeutlichen, um zu wissen, wie unser Leben aussehen wird in 15, 20 in 30 Jahren, wenn wir jetzt nichts tun. Prognose: Dieses Leben wird nicht mehr lebenswert sein.

Es wird der schlimmste Jahrhundertkrieg. Niemand wird ihn gewinnen. Aber weltweit sind wir alle längst in diesen erklärten Krieg gegen die Natur involviert. Dieser Jahrhundertkrieg schädigt das Öko-System unumkehrbar; er beseitigt die Lebensgrundlagen fast aller Lebewesen. Schon längst wissen wir Beschied, tun aber immer noch nichts. Warum eigentlich?

 


 

Verlagstext-DNB

Was erwartet uns, wenn das Weltklima kollabiert? Wessen Land vertrocknet ist und wer nichts mehr zu essen hat, greift zu den Waffen. Dies ist das erste Buch über die Schreckensbilder des drohenden Klimaweltkriegs, verfasst von Gwynne Dyer, einem Militärexperten und Historiker. In je sieben Kapiteln aus Szenarien und Fakten analysiert und veranschaulicht Dyer, wie die Welt aussehen wird, wenn wir weiterhin nicht handeln.

Die Schreckensbilder des 21. Jahrhunderts zeigt der Militärexperte Gwynne Dyer in apokalyptischen Szenen und an Hand erdrückender Fakten. In sieben Szenen- und Faktenkapiteln wird das 21. Jahrhundert besichtigt, dessen apokalytische Bilder sich in unser Gedächtnis einbrennen.

Ein letzter Appell an die Weltöffentlichkeit zu handeln. Es ist nicht nur ökologisch, sondern längst auch militärisch der letzte entscheidende Augenblick etwas zu tun: Wenn nicht, mündet der nie erklärte Klimakrieg gegen die Natur in einen Jahrhundertweltkrieg aller gegen alle. Aber wir könnten die Apokalypse noch aufhalten.

Seit über 20 Jahren ist Dyer für weltweit über 175 Zeitungen als Experte für geostrategische Fragen tätig.

Die wichtigsten Thesen

- Der Klimawandel erfolgt schneller und einschneidender als erwartet. - Die Weltwirtschaft muss bis 2050 vollständig von CO2 befreit werden. Unser Bewusstsein und Verhalten müssen sich nachhaltig ändern. - Unrealistische Fristen - jetzt entschieden handeln. Der CO2-Ausstoß steigt pro Jahr um rund 3 % anstatt zu sinken. - Kooperation und Migration. Migrationen werden mit der Erwärmung zunehmen, Staaten zusammenbrechen, Kriege die Folge sein. Keine Kooperation der Weltgemeinschaft wird mehr möglich sein. Diese ist aber absolut notwendig, um die heutige Entwicklung zu stoppen und umzukehren.

Es ist Zeit, sich die Szenen aus der Zukunft zu verdeutlichen, um zu wissen, wie unser Leben aussehen wird in 15, 20 in 30 Jahren, wenn wir jetzt nichts tun. Prognose: Dieses Leben wird nicht mehr lebenswert sein.

Es wird der schlimmste Jahrhundertkrieg. Niemand wird ihn gewinnen. Aber weltweit sind wir alle längst in diesen erklärten Krieg gegen die Natur involviert. 

Dieser Jahrhundertkrieg schädigt das Öko-System unumkehrbar; er beseitigt die Lebensgrundlagen fast aller Lebewesen. Schon längst wissen wir Bescheid, tun aber immer noch nichts. Warum eigentlich?

Szenarien

World News im Jahr 2026: Bangladesch wird von der UNO aufgegeben. Nach mehrfacher Verwüstung lohnt sich der Aufbau der Infrastruktur dieses Landes nicht mehr. Flüchtlinge strömen zu Millionen in die nordindischen Nachbarstaaten und destabilisieren sie.

World News im Jahr 2036: Die Mittelmeerländer sind von der Dürre bedroht; historische Städte und Häfen stehen unter Wasser. Venedig ist evakuiert. Russland verstärkt die Südgrenzen gegen die Dürreflüchtlinge. Die USA setzen die Kampfhandlungen fort, China sichert sich den Zugang zu Wasser und fruchtbaren Böden in ganz Asien.

World News im Jahr 2044: Venedig und andere Hafenstädte sind evakuiert. Die Nord-Europa-Union lässt auf Hungerflüchtlinge aus Nordafrika und Südeuropa schießen. Die militärische Lage im Indischen und Pazifischen Ozean spitzt sich weiter zu. China weitet den »Nahrungsmittel-Krieg« aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leseberichte


 

 

 

Lesebericht DLF 2010 von Johannes Kaiser

https://www.deutschlandfunkkultur.de/warnsignal-an-alle-klimaskeptiker-100.html   PDF

In Zukunft drohen Atomkriege um schwindende Wasservorräte. Staaten zerbrechen wegen der Klimakatastrophen; Millionen Menschen flüchten. Das jedenfalls befürchtet Gwynne Dyer in "Schlachtfeld Erde". Der englische Militärhistoriker ist einer der vielen Militärstrategen, die sich inzwischen intensiv mit den Folgen der Klimaerwärmung für die jeweilige nationale Sicherheit beschäftigt.

Eine ungewöhnliche Perspektive, aber auch Dyer kommt zu denselben Ergebnissen: Das Ansteigen der Temperatur ist nach seiner Ansicht kaum zu stoppen, da es am politischen Willen fehlt, ernsthaft den Kohlendioxidausstoß zu begrenzen. Über dem kleinlichen Hickhack um Prozente wird ausgeblendet, dass uns nur noch sehr wenig Zeit bleibt, das Schlimmste zu verhindern, also jede Erhöhung über 2 Grad hinaus. Die Erde rast mit fossilem Volldampf und grandioser CO²-Fahne ins nächste Jahrzehnt, schreibt Dyer.

 

Sieben Szenarien für die Zeit zwischen 2019 und 2045 hat der Engländer hochgerechnet:  

Zwischen Indien und Pakistan kommt es zum Atomkrieg, nachdem die Gletscher des Himalaya abgeschmolzen sind und Indien sich den größten Teil des restlichen Wassers der Flüsse sichert. 

Große Teile Mittelamerikas werden zur Staubwüste. Millionen Klimaflüchtlinge drängen in die USA, bis die einen mörderischen Schutzwall mit Selbstschutzanlagen an der Grenze zu Mexiko errichten. 

China kann seine Einwohner nicht mehr ernähren, seit riesige Ackerflächen ausgedorrt sind. Millionen Menschen verhungern. China droht in Sibirien einzumarschieren.

Am bedrückendsten aber ist die Aussicht, dass all diese Visionen durchaus eintreten könnten. Die Industriestaaten müssten binnen der nächsten 20 Jahre ihre Emissionen um mindestens 80 Prozent reduzieren, die Schwellen- und Entwicklungsländern auf dreckige Energien weitgehend verzichten. Für Gwynne Dyer eine wenig realistische Erwartung.

In diesem Fall drohen sogenannte Feedbacks, das heißt ein gegenseitiges Aufschaukeln von Klimafaktoren.

Ein Beispiel: je mehr helles Eis der Arktis schmilzt und so weniger Sonnenlicht reflektiert wird, desto stärker erwärmt sich das dunkle Meer und das restliche Eis schmilzt umso schneller.

 

Gwynne Dyer schreibt im journalistischen Reportagestil mit persönlichen Anmerkungen, bisweilen bissig, manchmal ironisch, aber stets engagiert. Man kann seiner Argumentation leicht folgen. Eingeflochten in den Text finden sich Vorhersagen prominenter Klimaforscher für den Fall, dass die Menschheit ihren CO²-Verbrauch nicht verringert. Das gibt den Visionen eine beängstigende Realitätsnähe.

Angesichts der drohenden Klimakatastrophen prophezeit Gwynne Dyer, dass die Welt als letzte Lösung zu Geo-Engineering greift, also großtechnischen Maßnahmen. Weltraumspiegel bombastischen Ausmaßes oder künstliche erzeugte Wolken sollen dann die Erde gegen zu große Sonneneinstrahlung abschirmen.

Gwynne Dyer ist überzeugt, dass es dazu kommen wird, weil alle anderen Versuche scheitern werden. Sein Buch ist damit ein Warnsignal und Weckruf an alle Klimaskeptiker. 

 

 


 

Ein bedrückendes Buch, das wenig Hoffnung lässt

-- 2010 -- Winfried Stanzick bei amazon

 

Man wähnt sich in einem schrecklichen Science-Fiction-Film verloren, wenn man beginnt, das hier vorliegende Buch zu lesen.

Doch bald merkt man, dass der aus Kanada stammende, nun in London lebende Militärhistoriker Gwynne Dyer leider weiß, wovon er spricht, wenn er für die nächsten Jahrzehnte schon Klimakriege auf dem "Schlachtfeld Erde" voraussagt.

Er schildert die aktuellen Klimadaten, die auch dem deutschen Publikum schon hinreichend bekannt sind und benennt dann die "sieben unheiligen Prognosen" für mögliche Entwicklungen in den Jahren 2019 bis 2045, wo Dyer versucht, ganz konkret mögliche Spannungsherde zu beschreiben.

Im Original schon 2008 erschienen, lesen sich seine Prognosen auf dem Hintergrund der Katastrophen des Jahres 2010 (Flächenbrände in Russland und die verheerende Flutkatastrophe in Pakistan) sehr beklemmend.

Dyer saugt sich seine Thesen nicht aus dem Finger. Er bezieht sich wie bei vielen seiner anderen Veröffentlichungen weltweit auf die Studien anerkannter militärischer Forschungsgruppen. Die warnen schon seit langem vor drohenden militärischen Auseinandersetzungen um die immer knapper werdenden Ressourcen wie Wasser, Öl und Nahrung. So ist es zum Beispiel das Wasser, das der eigentliche und nachhaltige Grund ist für den ungelösten Nahostkonflikt.

Dyer korreliert diese Studien mit den Aussagen der Klimaexperten und kommt zu seiner These, dass es sehr bald schon zu Flüchtlingsbewegungen, Grenzkonflikten und Ressourcenkriegen kommen wird, deren Ausmaß bisher unbekannt war.

Es ist ein bedrückendes Buch, das wenig Hoffnung lässt.

 


 

Grundlegendes Umdenken ist erforderlich

2010 von Christian Döring bei amazon

Der gebürtige Kanadier Gwynne Dyer schreibt in seinem Buch: "Eine Krise apokalyptischen Ausmaßes wird mit ziemlicher Sicherheit das Gesicht des 21. Jahrhunderts prägen." Dyer versucht mit seinem Buch aufzuzeigen wie einzelne Länder auf die grundlegenden Veränderungen reagieren werden.

An einem Teil seiner Kapitel werden seine großen Themen sichtbar die er im Buch eindrucksvoll behandelt:

Russland 2019 - Eine unvermeidliche Krise # USA 2029 - Feedbacks - wie viele, wie schnell? # Nordindien 2036 - Wir kriegen das hin ... # China 2042 - Notstandsmaßnahmen

Meines Erachtens ist der Autor nicht auf Sensationsmeldungen aus. Er benennt Fakten, wie zum Beispiel, dass schon bald auch Länder außerhalb der Dritten Welt nicht mehr in der Lage sein werden ihre eigene Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen oder dass mit dem weiteren Ansteigen der Temperaturen um 2-3 Grad Celsius die Wahrscheinlichkeit von Kriegen wächst.

Was bisher weltweit wie national unternommen wurde um die Klimakrise zu lösen, so der Autor, wird keine Lösung des Problems bringen. Er macht einen anderen Vorschlag: "... wenn wir uns von den Methoden der Industriellen Revolution zugunsten von Technologien verabschieden, die weniger ausbeuterisch und destruktiv mit der Umwelt umgehen."

Ausgehend von der heutigen Situation beschreibt Gwynne Dyer am Beispiel einiger Regionen unserer Erde nach dem Wenn-Dann-Schema was wohl passiert, wenn sich dies oder jenes ereignet, sollten wir so weitermachen wie bisher.

Der Autor macht sehr deutlich, dass wir grundlegend Umdenken müssen um einem apokalyptischen Supergau zu entkommen. Das Buch stimmt nicht gerade hoffnungsvoll, zeigt aber: Noch gibt es Hoffnung!

Seitenweise liest sich dieses Buch wie ein Thriller, wenn dann aber wieder klar wurde, es geht um unsere Erde, kam die Wut wieder durch auf unsere politische Elite. Sehr deutlich beschreibt Gwynne Dyer wie unsere Politiker oftmals politisches Taktieren höher einstufen als politisches verantwortungsbewusstes Handeln.


 

http://blog.klett-cotta.de/sachbuch/geschichte/klimawandel-oder-kllimakatastrophe-gwynne-dyer-schlachtfeld-erde-klimakriege-im-21-jahrhundert/

2010  von Heiner Wittmann

PDF

 

 

 

 

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Gwynne Dyer (2008) Schlachtfeld Erde - Klimakriege im 21. Jahrhundert