Harald Lesch 

(Prof. für Physik, LMU)

Die Menschheit schafft sich ab

Die Erde im Griff des Anthropozän

Zum Stand der Dinge

2016 mit Klaus Kamphausen, 520 Seiten


2018: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Handeln für eine Welt, in der wir leben wollen.

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wikipedia.Lesch  *1960

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2018:

 

Inhalt

Vorwort 7

1 Was sollen wir tun? 17

2 Eigentlich bin ich ganz anders 29

3 Wir brauchen eine stabile, gerechte Gesellschaft 41

4 Ökologisch handeln - wie geht das? 64

5 Haltung ... oder wie man mit Widersprüchen fertigwird 80

6 Risiko Freiheit anstatt moralischer Imperative 89

7 Angst vor Veränderung 98

8 Klimawandel - Gesellschaftswandel 112

9 Irgendwannzeit 144

10 Irren - Bedingung für eine menschliche Zukunft 146

11 Wechselklima versus Klimawandel 154

12 Make our planet great again 170

13 Die Welt-Versicherer 182

14 Klimarisiko - Klimarettung 196

15 Strom aus der Wüste 206

16 Licht aus zur Erleuchtung 227

17 Geballte Zukunft: die Metropolen 234

18 Der Planet lebt noch 261

19 Mobilität - da bewegt sich nicht viel 269

20 Hunger, Gier und Widerstand 303

21 Ende einer Ideologie 317

22 Ringen um Transparenz und Demokratie 327

23 Wie sähe denn eine Gesellschaft aus, in der wir leben wollten? 336

24 Das Generationen-Manifest 347

25 Demut 354

26 Geben wir unser Bestes für eine bessere Welt 356

Danke! 365

Lesch bei youtube:

Vortrag 2018 LMU München mit Interview 

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youtube.com/watch?v=gMRnowgpGig  45 min, Vortrag 2017

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Menschheit_schafft_sich_ab_-_Die_Erde_im_Griff_des_Anthropozän  

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Leseberichte bei Amazon

 

 

 

 

Eindrücklicher Appell an die Ignoranz und Verschwendungssucht der Erdbewohner

Von GV am 3. November 2016 

Harald Lesch führt die Leser zunächst in die Entstehungsgeschichte der Erde und deren erste Lebensformen bis hin zum heutigen Homo sapiens sapiens ein. Somit erhält man einen eindrücklichen Überblick über die unvorstellbaren Zeiträume die es brauchte, aus unserem Planeten das zu machen, was er ursprünglich war. Ein wunderschöner blauer Planet mit sauberer Luft, klaren Ozeanen, einer üppigen Vegetation und eine schier "unerschöpfliche" Artenvielfalt. Der Planet wurde aber auch von mehreren Naturkatastrophen heimgesucht, die fast alles Leben zunichte machten. Die Natur erholte sich jedoch immer wieder und hinterlies gigantische Bodenschätze. Dann erschien zuerst noch recht harmlos und unauffällig die Gattung Homo sapiens sapiens! Die "zweite Hälfte" des Buches beschreibt unter anderem die technische, ideologische und moralische Entwicklung des Menschen und was er so alles mit seinem Heimatplaneten angestellt hat. Die Beschreibung des aktuellen Ist-Zustandes unseres blauen Planeten ist an und für sich nichts Neues, aber es ist absolut schockierend welcher Lethargie und Ignoranz die Regierungen verfallen sind, um die Situation augenblicklich zu ändern. Die Möglichkeiten bestehen, jedoch nicht der Wille. Harald Lesch macht insbesondere die Verschwendungssucht, den hemmungslosen Abbau der Ressourcen, den politischen Unwillen und eine nicht vorhandene Aufklärung für den jetzigen Stand der Dinge verantwortlich. Neben aufschlußreichen Fakten kommen unter anderem Experten zu Wort, die bestimmte Themen noch vertiefen. Fazit: Ein Buch, welches verdeutlicht, dass es so nicht weitergehen kann. #

 

Ein ausgezeichneter planetarer Zustandsbericht

Von Ing. W. Kautz am 11. Oktober 2016

Hier wird schonungslos die hemmungslose Zerstörung unseres Planeten beschrieben. Ausführlich, umfangreich und mit sehr vielen Fakten und Daten untermauert. Ganz ausgezeichnet! Sehr gut gefallen hat mir auch das Abschluss-Kapitel von Prof. Ernst-Peter Fischer. Er beschreibt sehr ausführlich die wahren Ursachen des Dilemmas. Unsere auf Kleingruppen abgestimmte Entwicklung mit den entsprechenden Verhaltensweisen (Jetztdenken, Egoismus, Gier, Fremdenangst, Wachstum, Aggression, usw.). Aber es gibt auch einen Hoffnungsschimmer. Wir haben auch soziale Verhaltensprogramme, sind lernfähig, können eine Kultur annehmen und wollen nicht wirklich, dass es unseren Kindern schlecht geht. #

 

Pflichtlektüre...

Von K.-H. Nottebrock am 12. November 2016 

... aber nur für Leute mit guten Nerven! Man(n)/Frau hat es geahnt, befürchtet und in diesem Buch steht es nun. Wenn man es gelesen hat kann man nicht mehr behaupten man habe es nicht gewußt. #

 

Liebe das Leben... 

Von N. Wagner am 8. Januar 2017 

GROßARTIG! Harald Lesch serviert in gut verständlicher Sprache komplexe Vorgänge die spannend, erstaunlich und überraschend sind... Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre eines jeden Erdenbürgers werden, damit wir unser Leben auf diesem wunderbaren Planeten wieder schätzen lernen! #

 

 

 

Ein Buch, das aufklären will 

Von Andreas K. am 24. Januar 2017 

Ehrliche Worte für Zustände, die von den Willigen kaum geändert werden können und diejenigen nicht wollen dass sich die Zustände ändern, welche sie ändern könnten. Es wird erklärt, wie wir zu den heutigen Zuständen gekommen sind und Lösungswege aufgezeigt, die nichts mit "alle müssen Vegetarier/Veganer werden" zu tun haben. Es fängt im ganz kleinen an: Brauche ich wirklich die 200m² Villa am Meer, den SUV oder den Ski-Urlaub? Muss täglich(!) Fleisch/Fisch auf den Tisch? 

 

 


 

Für einen Wissenschaftler zu inakzeptable Mängel in der Logik

Von Frank Nagel am 3. Februar 2017

Zwei Sterne gebe ich für die erste Hälfte des Buches. Darin bietet Harald Lesch einen unterhaltsamen Schnelldurchgang durch die Geschichte der Entstehung unseres Planeten, des Lebens auf der Erde und der menschlichen Geschichte. Leider bleibt dieser in vielen Punkten sehr oberflächlich.

Leser, die bereits über naturwissenschaftliches und historisches Grundwissen verfügen, erfahren nichts wirklich Neues.

Danach verfällt Lesch aber in einen Stil, den man nur „Grüner Populismus“ nennen kann.

Er begeht dabei leicht erkennbare logische Fehler in seiner Argumentation, die einem Wissenschaftler einfach nicht passieren dürften. Deutlich wird das in Kapitel 24 „Eine Erde reicht nicht“.

Beispiel 1: Lesch schreibt, dass wir über unsere Verhältnisse leben und zu viel Fläche pro Erdenbewohner von der Erde benötigen – „wir verbrauchen fast eineinhalb Erden“. Da gehe ich ja noch mit (auch wenn man sich fragen darf, warum dann nicht schon seit Jahren alles verbraucht sein müsste). Lesch erwähnt, (Zitat)

Berechnungen der UN ergaben, dass die Erde knapp 2 Milliarden Menschen mit gehobenem Lebensstandard verkraftet, so wie wir ihn hier in Europa gewöhnt sind. Sechs Milliarden Menschen könnte die Erde ertragen, wenn wir bereit wären unsere Ansprüche auf ein gesundes Mittelmaß zu beschränken.

Statt diesen (einzig logisch erscheinenden) Ansatz weiter zu verfolgen, etwas gegen die Überbevölkerung zu unternehmen, beschreibt Lesch ohne plausible Erklärung als vermeintliche Lösung, wir müssten alle auf „Bio“-Landwirtschaft umsteigen. Einige Seiten weiter erwähnt er ganz kurz, dass diese aber nur geringere Erträge pro Fläche bringt, als normale Landwirtschaft.

Finde den Fehler!

Beispiel 2: Gentechnik. Lesch behauptet in wenigen Zeilen lapidar, Gentechnik sei der falsche Weg und müsse abgelehnt werden, weil (Zitat):

im Gegensatz zu den Hoffnungen und Versprechungen der Industrie kommt es auf Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen vermehrt zum Einsatz von Pestiziden, insbesondere Breitbandpestiziden. (…) Zu den größten Enttäuschungen zählt wohl die viel gepriesene Ertragssteigerung: verschiedene Studien weisen darauf hin, dass die Erträge bei gentechnisch veränderten Soja, Raps und Zuckerrüben teils bis zu zehn Prozent unter den konventionellen Anbaumethoden lagen. Am schlimmsten war der Einbruch bei der transgenen Bt-Baumwolle in Indien: die Erträge brachen um bis zu 75 Prozent ein, die Qualität der Fasern war minderwertig. Eine Folge: Die Selbstmordrate unter den indischen Bauern stieg dramatisch an.

Traurig ist, dass Lesch nicht einmal zu Recherche in der Lage war. Die Geschichte mit den Selbstmorden indischer Bauern wegen Gentechnik ist ein seit Jahren widerlegtes Märchen (1). Es gab nie höhere Selbstmordraten in Indien wegen Bt-Baumwolle oder anderer Gentechnik. Aber abgesehen davon hätte ihm als Wissenschaftler, der sich mit Physik und Astronomie beschäftigte, der also rechnen und logisch denken können muss, hier ein Fehler in der Logik auffallen müssen: Bauern geben also mehr Geld aus für gentechnisch verändertes Saatgut. Dieses zwingt sie, zusätzlich noch mehr Geld auszugeben durch erhöhten Bedarf an Pflanzenschutzmittel. Und letztlich fallen dann sogar noch die Erträge niedriger aus. Man hat also höhere Ausgaben und weniger Einnahmen. Wie blöd müsste ein Bauer sein, so nachteiliges Saatgut jemals wieder zu kaufen? Solche Produkte wären längst vom Markt verschwunden, wenn das alles zutreffen würde. Immerhin verschont uns Lesch vor dem weiteren Märchen, es gäbe Knebelverträge, wegen denen die Bauern das kaufen müssten. Vielleicht hat Gentechnik ja doch Vorteile für die Landwirte?

Fakt ist, dass der Bedarf an Insektenbekämpfungsmitteln dank Gentechnik deutlich gesunken ist (2, 3). Der Bedarf an Unkrautbekämpfungsmitteln sank mit der Einführung von gv-Pflanzensorten zunächst ebenfalls, stieg dann aber teilweise wieder durch die Entstehung und Ausbreitung resistent gewordener Unkräuter (3). Resistenzbildung ist aber nicht die Folge speziell von Gentechnik sondern ein allgemein aus der Landwirtschaft seit langem bekannter evolutionärer Effekt, der auch mit herkömmlichen Pflanzenschutzmethoden auftritt (4). Durch den verbleibenden geringeren Arbeitsaufwand und die keineswegs gesunkenen Erträge haben Landwirte aber trotzdem auch mit diesen gv-Pflanzensorten immer noch einen Vorteil, weshalb sie diese Sorten freiwillig weiter einsetzen. Eine Peer Review Metastudie der Universität Göttingen von 2014 zu Folgen des Einsatzes von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Landwirtschaft, insbesondere in Entwicklungsländern, ergab, dass dadurch der Pflanzenschutzmitteleinsatz um 37% verringert wurde, während die Erträge um 22% stiegen und die Einkommen der Landwirte um 68% anstiegen (5).

Ich habe Leschs Buch nach diesen Abschnitten nicht weiter gelesen.

Aufgefallen ist mir nur noch, dass er im Ende seines Buches den verschwörungstheorischen, zumindest aber sehr unwissenschaftlichen Film „Die Akte Aluminium“ als empfehlenswerte weitere Quelle angibt.

Quellen (da hier keine Links eingefügt werden dürfen, bitte die angegebenen Artikel mit Google aufsuchen)

1 Psiram: Vandana Shiva: Bauern-Selbstmorde in Indien

2 Wikipedia: Chlorpyrifos (Unterpunkt Zulassung - USA)

3 Transparenz Gentechnik: Achtzehn Jahre Gentechnik-Pflanzen in den USA: Gemischte Bilanz

4 Transparenz Gentechnik: Resistente „Superunkräuter“ auf dem Vormarsch: Ist die Gentechnik schuld?

5 Wilhelm Klümper, Matin Qaim: A Meta-Analysis of the Impacts of Genetically Modified Crops

 

 

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