Peter Kafka

Dr. der Astrophysik und "Wanderprediger"

 

Gegen den Untergang
Schöpfungsprinzip und globale Beschleunigungskrise 
1994   215 Seiten  DNB.Buch 

 

Peter Kafka :  Gegen den Untergang  (1994)  Schöpfungsprinzip und  Beschleunigungskrise   - 

wikipedia.Autor  *1933 in Berlin bis 2000 (67, Hirntumor)

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wikipedia  München leuchtet  Medaille 

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detopiaK.htm    Sterbejahr 

Umweltbuch   1990-Buch 

Utopiebuch   Ernst.Weeber 

C.Amery    R.Kreibich   Franz.Kafka 

W.Herrndorf  (Hirntumor)  Hanspeter Dürr (Physiker)

 

 

 

 

 Das Grundgesetz vom Aufstieg  (1989)
Vielfalt, Gemächlichkeit, Selbstorganisation.
Wege zum wirklichen Fortschritt. DNB.Buch 170 Seiten

 

 


Peter Kafka arbeitete als Astrophysiker über 30 Jahre am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik in Garching bei München. Als Autor streitet er für ein besseres Verständnis evolutionärer Prinzipien. 

  • Leisten Sie Widerstand! 

  • Schämen Sie sich nicht, über Dinge zu sprechen, die Sie nicht ganz verstehen!

  • Alles Wesentliche ist unverstanden.



 

1999:  Gespräch, biografisch BR alpha  

 

1999:  Rede - Gegen den totalen den Verlust und Ausverkauf ... an den totalen Markt
           in der Erlöserkirche Münschen-Schwabingen

 

2000:  Rede - Die Forderung nach der konkreten Utopie  

 

2001:  Nachruf - Zeitschrift Sozialökonomie  

 



 

Der Wanderprediger,

der von den Sternen kam

Nachruf von Carl Amery in Süddeutsche am 28.12.2000

 

Am 20. Dezember wurde Peter Kafka mit der Medaille <München leuchtet> geehrt. Dies geschah am Krankenlager, auf dem der 67jährige seit Wochen gefaßt den Tod erwartete. 

Vor wenigen Wochen, als feststand, daß ein Gewächs dieses illustre Gehirn zerstörte, rief er seinen weiteren Freundeskreis zu einem Abschieds­vortrag im Gasteig zusammen, um nochmals und so eindringlich wie möglich seine Botschaft zusammenzufassen: Die Botschaft von der absoluten Notwendigkeit der Entschleunigung angesichts des möglichen Untergangs, die Botschaft von der Krise als Entscheidung. Viel Zeit genehmigte er der Menschheit für diese Entscheidung nicht: eine, vielleicht zwei Generationen. 

Aber er war kein Mann grimmigen Drohens; er war voller Humor und paradoxer Argumentationskraft, und er glaubte an die unwiderstehliche Macht der Einsicht. Er nannte sich einen Wander­prediger, seit Jahren trug er die Botschaft durchs Land, die er von den Sternen, von seiner Arbeit als Astrophysiker erhalten hatte. 

Von den bis in die ersten Sekunden nach dem Urknall zurückgetriebenen Einsichten und aus der modernsten Analyse kosmischer Komplexität entwickelte er die Forderung an alle, bis hinab in die Niederungen der Praxis von Wirtschaft, Energie, Boden- und Steuerrecht. (Peter Glotz, ein prominenter digitaler Sprinter-Coach, hat noch kürzlich vor ihm als <mächtigem Ideologen> der so wettbewerbsfeindlichen Entschleunigung gewarnt.)

Eigentlich berühmt ist Peter Kafka (noch) nicht geworden; aber er gehört zu den Großen der einzig originellen Aufklärungsbewegung des 20. Jahrh­underts, die Rupert Riedl etwas irreführend »Abklärung« genannt hat: der aus den Errungenschaften der Wissenschaft heraus möglich gewordenen Selbstkritik der (bisher) unreflektierten Fortschrittsidee und ihrer dialektischen Weiterentwicklung.

Am 20.Dezember besuchten ihn Familienmitglieder und der engere Kreis seiner Freunde, als ihm H. Monazeder die plötzlich banal wirkende Auszeichnung überreichte es war ein sokratischer Todesmoment, Kafka scherzte leise und mit klaren Augen. Jemand begann zu singen, und wir sangen alle den Gospel-Song vom Gott, der die ganze Welt in der Hand hält und das kleine Baby desgleichen. 

Ein großer Abschied von einem frommen Agnostiker, der uns zwei Tage später endgültig verließ. #

 

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Dr. Peter Kafka, Max-Planck-Institut, Astrophysik, Wander-Prediger, Verlangsamung, Entschleunigung