Prof. Dr.

Fritjof Capra

Wendezeit

Bausteine für ein neues Weltbild

 

1982

The Turning Point

 

Wikipedia.Autor   *1939 in Wien

DNB.Autor  70+ Publi

Bing.Autor

 

detopia:

C.htm   Utopiebuch   Ökobuch  

H.Dürr   R.Bahro    R.Sheldrake  

J.Kirchhoff   J.Buttlar   P.Kafka  

 

(d-2014:)  capra zieht die dinge sehr in die breite.  das ist "undetopisch" 
first edition 1982 von wendezeit. deutsch ein jahr später

DNB.Buch.Wendezeit 

 


Das Tao der Physik. Die Konvergenz von westlicher und östlicher Philosophie. 1973 

Eigentlich ist es ja fast ein Widerspruch für ein Kultbuch, auch ein Bestseller zu sein. Nicht so für Das Tao der Physik. Fritjof Capra, dem der Doktortitel der Physik 1966 von der Universität Wien zugesprochen wurde, hat als Dozent an zahlreichen Universitäten in Europa und Amerika gelehrt. 

Wie der Titel schon andeutet, geht es in seinem Buch jedoch weder um trockene Physik, noch um elitäre Philosophie. Es geht vielmehr darum, in einer verständlichen und interessanten Weise die zahlreichen Ergebnisse und weitreichenden Konsequenzen seiner langwierigen Studien mit seiner lernwilligen Leserschaft zu teilen.

Capra gelingt es, mit rhetorischem Geschick und einem unerschöpflichen Reichtum an Informationen, die Paralellen von neuzeitlicher (Quanten-) Physik und östlichem Mystizismus zu suchen, finden, und darzustellen. Es entsteht eine ausgezeichnete Einführung in die Quantephysik, sowie auch in die Vielseitigkeit von östlichen Religionen und Philosophien. Gleich zu Anfang macht Capra klar, daß sein Werk keineswegs etwas Neues, gar Revolutionäres darstellen soll. Er stellt weder neue Thesen auf, noch verfolgt sein Buch -- wie die meisten wissenschaftlichen Veröffentlichungen -- den Zweck, irgendein bestehendes Weltbild in seinen Ursprüngen zu erschüttern. Seine Botschaft ist klar definiert, und wird unterstützt von Tabellen, Zeichnungen, Fotos, und von Auszügen aus so ziemlich allen bedeutenden Schriften des fernen Ostens: Philosophie, Religion und Wissenschaft sind keine widersprüchlichen Institutionen, sondern eine einheitliche Disziplin. Und je mehr wir von der Einen wissen, desto mehr verstehen wir von der Anderen.

Keine leicht verdauliche Botschaft, zugegeben: In unserer westlichen Kultur gilt doch seit langem, daß Psychologie und Philosophie nur durch ständiges Aufrüsten einen zudem unnatürlichen Frieden aufrecht erhalten. Religion, Mathematik, Geschichte, Politik: Wo immer es Berührungen gibt, gibt es auch Krieg. Nur diejenigen, die ihr gesamtes Leben einem Teil des Puzzles gewidmet haben, haben die Qualifikation und die Autorität, dieses Teilchen zu interpretieren. Und schon ist eine Mikrobe größer als das Kosmos. Nicht so für Capra. Mit der Feinfühligkeit eines geschulten Chirurgen seziert er die -- selbst heute noch -- fragmentarischen Erkenntnisse aus dem Studium der subatomaren Teilchen, und bringt sie in Zusammenhang mit einem Wissen, das älter ist, als die gesamte westliche Kultur. Und sie passen, die Teilchen!

Selbstverständlich kann niemand Vollständigkeit von einem Werk verlangen, das im Taschenbuchformat weniger als eine Stange Zigarretten wiegt. Aber was ist denn überhaupt "Vollständigkeit"? Wie sagte doch so'n alter Typ aus Griechenland einmal: "Je mehr ich weiß, desto mehr weiß ich, daß ich nichts weiß!" (oder so ähnlich...). Capra ist kein Platon und kein Lao-Tse. Er ist auch kein Einstein. Aber er ist ein vortrefflicher Erzähler, der es versteht mit Sachverstand und Geschick zum Denken anzuregen. Und das, wo ich doch sonst gar nicht so gerne und viel denke...

Ganz ernsthaft: Ich bin wirklich kein großer Liebhaber von wissenschaftlicher Literatur, aber Das Tao der Physik hat mich gefesselt! Allerdings hab' ich's über den Zeitraum von drei Monaten gelesen: Nach jedem Abschnitt hab' ich es erst einmal wieder weggelegt, um über das Gelesene eine Weile nachzudenken. Reflektieren nennt man das, glaube ich... -----Thomas Kam. bei Amazon  

 

   

en.wikipedia.org/wiki/The_Turning_Point  first edition 1982

Wendezeit  -  Bausteine für ein neues Weltbild - The Turning Point - deutsch 1983

Der Bestseller zur Diskussion um die Zukunft der Menschheit 

In seinem Buch <The Turning Point> (1982), (dt. Wendezeit, 1983), ein Begriff, der zeitweise zum Schlagwort der sogenannten New Age - Bewegung wurde, beschäftigt sich Capra ausführlich mit den Folgen der westlichen Überbetonung des Yang-Prinzips: Die mechanistisch-reduktionistische analytische Weltsicht, die Ausbeutung der Frauen und der Natur und die starke Fragmentierung der akademischen Disziplinen hätten einen ganzheitlichen interdisziplinären Blick erschwert.

Die gegenwärtigen ökonomischen und sozialen Probleme wie Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Umweltverschmutzung etc. entspringen nach Capra einer Krise der Wahrnehmung in der westlichen Gesellschaft. Die moderne, global vernetzte Welt kann nicht mehr im Rahmen des reduktionistisch-mechanistischen Weltbilds von Descartes und Newton verstanden werden, sondern braucht eine neue holistisch-organische Sicht der Realität. Aus dieser systemischen Perspektive lassen sich die vielfältigen gegenseitigen Abhängigkeiten und Verbindungen erkennen. Capra beginnt seine Analyse des momentanen Zustands der westlichen Welt mit einem geschichtsphilosophischen Rückgriff auf Arnold J. Toynbee, der kulturelle Übergänge als notwendige Stufen in der Entwicklung von Kulturen sieht. Capra unterstellt wie Toynbee einen zyklischen Prozess von Entstehung, Wachsen, Blüte, Zusammenbruch und Auseinanderbrechen, wobei der Verlust von Flexibilität Zeichen eines kulturellen Niedergangs ist. Capra verteidigt seine Vorstellung einer mythischen besseren Vergangenheit und postuliert, in den 1980er Jahren am Ende des Zeitalters fossiler Brennstoffe sei die „Wendezeit“ gekommen, der ein Paradigmenwechsel folgen müsse. Die wichtigsten Übergänge sind nach Capra der Niedergang des Patriarchats und der Feminismus, das nahe Ende der Reserven fossiler Brennstoffe und der zugehörige kulturelle Wandel. 

 

 

 

Lebensnetz  Ein neues Verständnis der lebendigen Welt

1996  (?) 

Amazon Buch 

Seit zwanzig Jahren beschäftigt sich der Physiker Fritjof Capra intensiv mit den philosophischen und gesellschaftlichen Konsequenzen der modernen Naturwissenschaft. Nach "Wendezeit" und "Tao der Physik" legt er nun sein drittes Werk vor. Er hat den Mut, sich der übermächtigen Tendenz zur Spezialisierung entgegenzustellen und entwirft ein ganzheitliches Modell des Lebens, indem er die wichtigsten physikalischen, biologischen, kybernetischen und psychologischen Forschungsansätze in einer Gesamtschau zusammenführt. Mehr anzeigen Weniger anzeigen

Neue Denkweisen spannend formuliert   2000 Von Ein Kunde 

Dieses Buch zeigt auf sehr spannende Weise Zusammenhänge zwischen Naturwissenschaften und Philosophie auf. Moderne philosophische Erkenntnisse und Denkweisen werden gut nachvollziehbar erklärt, dabei verfällt Herr Capra nie in unverständliches "Fach-Chinesisch". Die moderne Mathematik, Chaos-Theorie und ganzheitliche Philosophie sind für mich so spannend wie ein Krimi. Vielen Dank, Herr Capra! Sie haben mich vom Philosophie- und Mathematik-Horror der Schule geheilt! Das 1.Mal konnte mir jemand schlüssig den Sinn der Differenzial-Rechnung erklären. Spannende Theorien, die es weiter zu verfolgen gilt!


In sein Verständnis von Leben bezieht Capra lebende Systeme auf mehreren Ebenen ein: Organismen, soziale Systeme und Ökosysteme. Ökologisches Verständnis aus Capras holistischer Sichtweise geht davon aus, dass Menschen und Gesellschaften in die zyklischen Naturprozesse eingebettet und mit diesen strukturell gekoppelt sind. Capra möchte auch in „Lebensnetz“ Anstöße zu einem Paradigmenwechsel geben, der die Ausbeutung von Natur und Menschen durch Kapitalismus, Patriarchat, Imperialismus und Militarismus ablöst und sich stattdessen auf Grundwerte der Balance zwischen Expansion und Erhaltung, Wettbewerb und Kooperation, Quantität und Qualität und zwischen Dominanz und Partnerschaft gründet.

Das Konzept der Autopoiesis, die Möglichkeit der Selbsterzeugung, zeigt demnach, dass das Netzwerk als Gesamtes von seinen Komponenten erzeugt wird und umgekehrt jede Komponente in zyklischen Schleifen an der Erzeugung anderer Komponenten mitwirkt. Capra referiert in diesem Zusammenhang James Lovelocks Gaia-Hypothese, die die gesamte Erde als lebendiges, selbstorganisierendes System sieht. Diese lebenden Systeme versucht er mit der der Mathematik der komplexen dynamischen Systeme zu beschreiben, die mit nichtlinearen Gleichungen eine quantitative Analyse des Systems erlaube. 

 

 

 

Das neue Denken    1990

 

Capra fand mit  <Tao der Physik> Eingang in Franco Volpis Großes Werklexikon der Philosophie (2004). 

Hans Günther Ruß legte 1993 eine kritische Studie vor unter dem Titel: Der neue Mystizismus. Östliche Mystik und moderne Naturwissenschaft im New Age-Denken, in der er sich mit Capra auseinandersetzte. Capra versuche mit seinem Ansatz, der Säkularisierung in Verbindung mit den Naturwissenschaften entgegenzuwirken. Er behaupte, dass die moderne Physik bestimmte Glaubenssysteme stütze.

„Könnten Übereinstimmungen zwischen Physik und Mystik schlüssig nachgewiesen werden, würde letztere also vom Ansehen der ersteren profitieren.“[9] In erster Linie sieht Capra Gemeinsamkeiten im „ganzheitlichen Denken“ und der „Logikauffassung“. Laut Ruß handelt es sich hierbei um eine Außenseitermeinung, wobei Capra damit rechnet, dass seinen Lesern die feinen Unterschiede naturwissenschaftlicher Interpretationen nicht bekannt sind.[10] Laut Capra ist objektive Erkenntnis eine Fiktion. Demnach müsse naturwissenschaftlichen Theorien die Eigenschaft, Aufschlüsse über die Realität zu liefern, abgesprochen werden.  Als erkenntnistheoretische Ungereimtheit bezeichnet Ruß die Tatsache, dass sich Capra bei der Suche nach der Wahrheit dennoch auf die Physik bezieht.

Auch die Mystik beansprucht Capra zufolge Wahrheit für sich. Dies stehe im Gegensatz zu seinem radikalem Konstruktivismus und Subjektivismus.[12] Ruß stimmt Ken Wilber zu, wonach „Physik und Mystik keineswegs unterschiedliche Wege zur selben Wirklichkeit sind, sondern unterschiedliche Wege zu zwei ganz verschiedenen Ebenen der Wirklichkeit, wobei der letzte, den ersten transzendiert, jedoch einbezieht.“[13]

Capra verkenne die Verschiedenheit von physikalischem und mystischem Holismus. Während Mystiker die Alltagswelt als ganzheitlich erführen, sprächen Physiker lediglich von Untrennbarkeitsphänomenen im Mikrobereich, während der Mechanismus materieller Objekte der klassischen Physik zu unserem Alltagsbereich gehöre. [14] Auch die Systemtheorie, auf die Capra sich beruft, stehe im Gegensatz zum Holismus. Denn sie postuliere das Zusammenwirken von Einzelkomponenten. Da die Theorien der Naturwissenschaften frei von religiösen Komponenten seien, lassen sich daraus logisch keine religiösen Inhalte ableiten.

Positiv bewertet Ruß, Capra gebe möglicherweise Anstoß dazu, sich eingehender mit quantenphysikalischen Fragen auseinanderzusetzen. Immerhin habe er sich bemüht, einen Darstellungsstil zu finden, der auch dem nicht entsprechend vorgebildeten Leser die Möglichkeit des Verstehens lässt.    (aus Wikipedia 2013)  

 

Die Capra-Synthese 

Grundlegende Texte des führenden Interpreten ganzheitlichen Forschens und Denkens

1998

416 Seiten 

Verlag: Scherz 

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ISBN: 978-3502151029 

 

Capras unorthodoxe Synthese aus naturwissenschaftlicher Forschung, ökologischer Ethik und spiritueller Selbsterfahrung stellt die Grundlagen herkömmlicher Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Frage und fordert dazu auf, eine neue, bessere Welt zu bauen. Sein Name steht mehr als jeder andere für die systematische Entwicklung dieses "Neuen Denkens". 

"Das Tao der Physik" machte den Weg frei für eine folgenreiche Begegnung zwischen westlicher Wissenschaft und östlichen Weisheitslehren. "Wendezeit" trifft den Nerv einer Zeit, die auf einen Quantensprung des Bewußtseins baut, um unserer zerrütteten Welt wieder eine Zukunft zu geben. "Lebensnetz" stößt in die Grenzbereiche unseres Wissens vor und läßt uns über das, was wir Leben nennen, völlig anders denken als zuvor. Erstmals wird hier in einem einzigen Buch die Entstehung, Entwicklung und Vervollkommnung der "Capra-Synthese" vorgeführt.

Der Herausgeber Dr. Franz-Theo Gottwald (geb. 1955) trat als Autor und Herausgeber auf den Gebieten Bewußtseinsforschung, Management und Philosophie hervor. Bei Scherz erschienen: "Rupert Sheldrake in der Diskussion".Neben seiner Arbeit auf den Gebieten der Quantenphysik und der Systemtheorie beschäftigt sich Fritjof Capra (geb. 1939) seit über zwanzig Jahren intensiv mit den philosophischen und gesellschaftlichen Konsequenzen der modernen Naturwissenschaften. Er gilt als einer der führenden Vertreter des ökologischganzheitlichen Denkens. Veröffentlichungen im Scherz Verlag: "Das Tao der Physik", "Wendezeit", "Das Neue Denken" und "Lebensnetz". Mehr anzeigen Weniger anzeigen

 

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