Hans-Peter Dürr

Die Zukunft ist ein unbetretener Pfad

Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft

Warum es ums Ganze geht (2009, 190 Seiten)

Neues Denken für eine Welt im Umbruch

Audio 2009 zum Buch 2009

Für eine zivile Gesellschaft

  

Wikipedia.Autor *1929 in Stuttgart bis 2014 (84)

DNB.Autor     WEEBER.Autor 

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Umweltbuch   Sterbejahr 

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Hans-Peter Dürr, am 7. Oktober 1929 in Stuttgart geboren, war bis Herbst 1997 Direktor des Werner-Heisenberg-Instituts am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik in München. 1987 wurde er mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. 1995 erhielt er - als Mitglied von Pugwash International - den Friedensnobelpreis. Dürr ist Begründer der Initiative "Global Challenges Network", einer Organisation, die ein Netz aus Projekten und Gruppen knüpft, die konstruktiv und gemeinsam an der Bewältigung der Probleme arbeiten, die uns und damit unsere natürliche Umwelt bedrohen.  


<Ums Ganze> besprochen von Dirk Lorenzen   dradio.de // kritik / 1038944  

Wie können wir in Zukunft leben? Für welchen Lebensstil reichen die Ressourcen noch? Hat der Klimawandel Folgen für unsere natürlichen Lebensgrundlagen wie für unsere Gesellschaft? Die globalen Krisen und Verwerfungen, die über uns hereinbrechen, werden auf Dauer nicht nur abstrakte Konsequenzen nach sich ziehen. Über kurz oder lang beeinflussen sie massiv das Leben von uns allen, mahnt Hans-Peter Dürr in seinem neuen Buch "Warum es um das Ganze geht."

Die alten Rezepte von Wachstum und Wohlstand, auf die wir uns so lange verlassen haben, greifen seiner Meinung nach nicht mehr. Doch dieses Scheitern sei eine Chance, macht Dürr uns Mut: Denn "Neues Denken für eine Welt im Umbruch", so der Untertitel des Buches, werde den Weg aus der Krise weisen.

Hans-Peter Dürr ist einer der bekanntesten Forscher in unserem Land. Geprägt von so unterschiedlichen Personen wie Werner Heisenberg und Edward Teller, dem Erbauer der Wasserstoffbombe, wirkt Dürr heute im Grenzbereich von Physik, Philosophie und Ökologie. Er fordert den radikalen Wandel in unseren Köpfen.

Für ihn ist das keine Utopie. Denn seine Disziplin, die Physik, hat sich oft neuem Denken öffnen müssen. Vor 120 Jahren hätte sich niemand auch nur ansatzweise so etwas wie die Quantentheorie vorstellen können. Eine ähnliche Revolution fordert der Autor nun von uns allen bzw. für uns alle.

Denn ein Leben gegen die Natur werde immer denselben Verlierer haben: den Menschen. Die Welt lasse sich nicht in den Griff bekommen, die Welt habe immer uns im Griff. Man kann sich nur mit ihr irgendwie arrangieren. Teilhabe statt Beherrschung, lautet daher die prägnante Forderung des Wissenschaftlers, der eine Ikone der Ökologiebewegung ist.

Die Herausgeberinnen Dietlind Klemm und Frauke Liesenborghs haben 40 oft erfrischend kurze Kapitel von Hans-Peter Dürr aus Anlass seines 80. Geburtstags im Oktober zusammengetragen. Beim Lesen folgt man den bewegten Stationen im Leben Hans-Peter Dürrs. Da geht es vom Kriegsbeginn, über Wiederbewaffnung, Begegnungen des Autors mit großen Persönlichkeiten, über den 11. September bis zum Klonen. Manche werden das schön bunt finden, andere etwas beliebig.

Den Folgerungen Dürrs werden sicher nicht alle komplett folgen wollen. Oft weiß man auch nicht ganz genau, was Hans-Peter Dürr nun konkret fordert. Dass wir uns auf das zurückbesinnen sollen, was wir wirklich brauchen, oder dass wir unser Leben zu entschleunigen haben, sagt sich leicht. Bei den konkreten Schritten bleibt der Autor stets im Vagen. Beim Lesen bekommt man viele Anstöße, über das eigene Dasein als Ganzes nachzudenken.

Doch Dürr wird es mit seinem Buch wohl so ergehen wie in vielen seiner Vorträge: Es klingt alles brillant und überzeugend. Praktisch jeder ist überzeugt und vom Thema und dem Vortragenden eingenommen. Doch am Ende passiert - nichts.

 


Verlagstext 

Wer meldet als nächstes Insolvenz an? Geht das Öl wirklich bald aus? Werden wir im Klimachaos untergehen? Angesichts der täglich vermeldeten Krisen und der Hilflosigkeit der Politik, damit umzugehen sind die Menschen verunsichert.

Können wir das Ruder doch noch herumreißen? Ja, wir können! sagt Hans-Peter Dürr voll Überzeugung. Der Kernphysiker und Vordenker der Ökologiebewegung glaubt an eine friedliche Lösung der Probleme, die uns und unsere Umwelt bedrohen ob Kriege, Kernenergie oder Klimawandel. Und das hat nichts mit Naivität zu tun, sondern fußt auf der Erkenntnis, dass die Krisen unserer Zeit nur Symptome eines alten Denkens sind; eines Weltbilds, von dem sich die moderne Wissenschaft längst verabschiedet hat. 

Hans-Peter Dürr setzt seine Hoffnung in eine fundamental neue Weltsicht, die dieser Erkenntnis gerecht wird. Als herausragender Physiker und gesellschaftlicher Querdenker beschränkt er sich nie auf den sprichwörtlichen Elfenbeinturm. Er bewahrt sich den Blick für das Ganze und entwickelt konkrete Vorschläge für den gesellschaftlichen Wandel und für unser aller Handeln.

Er eröffnet uns den Weg zu einer positiven, in vollem Sinne zukunftsfähigen Lebensweise und begeistert mit seiner Vision einer gewaltfreien und gerechten Zukunft. In diesem Buch fasst er sein Lebenswissen zusammen - das intellektuelle Vermächtnis eines Vordenkers.


 

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