Dietrich Schwanitz

 

Bildung

Alles, 
was man wissen muß 

 

1999 bei Eichborn
2002 bei Goldmann

1999   700 Seiten

Wikipedia Autor  *1940 in FaM bis 2004 (64, Lunge)

Wikipedia Buch   DNB.Buch

Google Buch   Amazon Buch  300 Leseberichte

  

detopia:  S.htm 

Geschichtsbuch    Sterbejahr 

Spengler   Friedell    Toynbee   Gruhl   Mumford

Theorieszene und Meinungsmarkt 
(Seite 442 bis 461) 

 

 

 

Inhalt

Ausführliches Inhaltsverzeichnis 1999.pdf

Inhaltsverzeichnis 2002.pdf

 

Übersicht  (19)

ERSTER TEIL: WISSEN

Einleitung über den Zustand der Schulen und des Bildungssystems. die man ohne weiteres überspringen kann (26)

 

I. Die Geschichte Europas (39)

II. Die europäische Literatur (265)

III. Die Geschichte der Kunst (356)

IV. Die Geschichte der Musik (390)

V. Große Philosophen, Ideologien, Theorien und wissenschaftliche Weltbilder (419)

VI. Zur Geschichte der Geschlechterdebatte (486)

 

ZWEITER TEIL: KÖNNEN

Einleitung über die Regeln, nach denen man unter Gebildeten kommuniziert; ein Kapitel. das man auf keinen Fall überspringen sollte  (504)

 

I. Das Haus der Sprache  (523)

II. Die Welt des Buches und der Schrift (551)

III. Länderkunde für die Frau und den Mann von Welt (567)

IV. Intelligenz. Begabung und Kreativität  (598)

V. Was man nicht wissen sollte  610

VI. Das reflexive Wissen  (620)

 

Zeittafel  (626)

Bücher. die die Welt verändert haben  635

Bücher zum Weiterlesen  655

Chronologie der Kulturgeschichte  670

Namenregister  (678)

Über die, die zur Entstehung dieses Buches beigetragen haben (691)

Nachwort  (693)

detopia-2003:
  Mir gefällt das Buch gut. Ich lese es aber nicht als 'Bildungs-Kanon', sondern als erzählende Weltgeschichte - und bewertende, urteilende, vergleichende; sowas mag ich besonders. Aber es ist gut zu wissen, daß faktenmäßig beim Schwanitz nicht alles stimmt.

detopia-2013:
  Buch nach zehn Jahren wiedergelesen. Ich halte das Buch hoch, Mängel sehe ich auch, aber das Buch behält seine Stärken.! Und der frühe Tod des Autors zeigt mir eher, dass er sich Dinge zu herzen genommen hat.

Wichtig ist doch, hauptsächlich, bei der Wahrheitsfindung die Geißelung und Entlarvung des "... medien- und großkapitalistisch beeinflussten Prozess der Kommerzialisierung von Kultur und Zivilisation, Bildung und Universität als „Karnevalisierung“ der europäischen Zivilisation und Kultur." 

Ist es denn nicht selbstverständlich, dass der Titel ironisch gemeint war? Denn ein einzelner kann das Pflichtwissen bzw. Muss-Wissen gar nicht festlegen. Wir Deutsche sollen froh sein, dass ab und zu noch mal jemand sich der Mühe unterzieht "alles durchzulesen" und uns das mitteilt, was er sich gemerkt hat. Eine bessere, leichtere "Gesamtschau" können wir nicht erlangen.

FALLS es Deutschland einmal gutgehen soll, DANN muss sich jeder solange bilden, bis die Meinungsvielfalt KLEINER wird, damit wir zu großen Handlungen fähig werden. "Der Konsens muss weichen." - und an seine Stelle muss ein übereinstimmendes Bild von der Wirklichkeit treten. Nur dann können wir gemeinsam handeln.

Schwanitz hat dazu einen Beitrag geliefert. Leute, die (viel) lesen und (gut) schreiben können, wie Schopenhauer, Spengler, Friedell, Gruhl und Bahro werden dem deutschen Volk nicht oft gegeben. Es sollte an der falschen Stelle nicht herummäkeln. Es soll ein besseres Buch schreiben.

Die Meinung des FAZ-Literaturchefs lehne ich ab: Ja, es gibt viele wichtige Bücher. Aber wir können sie nicht nutzbar machen - für den deutschen Alltag. Das Volk wird jeden Tag ungebildeter. Daher sind solche Zusammenfassungen nötig. #

 


 

Autor bei Wikipedia 

Nach einer jahrzehntelangen Tätigkeit als Hochschullehrer wurde Dietrich Schwanitz 1995 als Autor des bisher verbreitetsten deutschen Universitätsromans <Der Campus> rasch bekannt und prominent.

Schwanitz übertrug die ambitionierte US-amerikanische und britische Unterhaltungsliteratur des 20. Jahrhunderts, insbesondere die Satire-Romane von David Lodge, auf deutsche Verhältnisse.

Darüber hinaus kritisierte Schwanitz als der europäischen Aufklärung verpflichteter Intellektueller den medien- und großkapitalistisch beeinflussten Prozess der Kommerzialisierung von Kultur und Zivilisation, Bildung und Universität als „Karnevalisierung“ der europäischen Zivilisation und Kultur.

 Literaturwissenschaftlich ist er u. a. seit Anfang der 1990er Jahre durch Pionierbeiträge zur systemtheoretischen Literaturwissenschaft in Erscheinung getreten.

 


 

Kritik bei Wikipedia 

Die Schwanitz’sche Zusammenstellung hat in Kritikerkreisen kontroverse Diskussionen hervorgerufen. Kritiker verweisen darauf, dass solche „listenhaften Zusammenstellungen“ wahre Bildung verfehlten und dass stattdessen als Bildung getarntes Wissen behandelt wird. Von einigen Lesern wird das Niveau des Schwanitz’schen Bildungskanons als deutlich zu hoch angesehen und eine einfachere Darstellung des Wissens mit breiterer Fächerung der Wissensgebiete favorisiert.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Naturwissenschaften in dem Kanon fehlen.[5] Das wurde von Naturwissenschaftlern als arrogant empfunden, und Ernst Peter Fischer schrieb als Ergänzung <Die andere Bildung>. Schwanitz hatte allerdings bereits in seinem Buch darauf hingewiesen, dass naturwissenschaftliche Bildung anscheinend in gewissen Kreisen als nicht eben notwendig angesehen wird.

Dem Autor werden des Weiteren sachliche Fehler vorgeworfen.[6] Auch der teilweise ironische Stil, der für einen schnellen Lesefluss und Übersichtlichkeit sorgt, lässt bei manchen Lesern Zweifel an der Seriosität aufkommen. Die Stärke von Schwanitz’ Buch „Bildung...“ liegt vor allem in den scharfzüngigen Anmerkungen zum Wissenschaftsbetrieb und zur „gepflegten Konversation“.  #

 ^^^^

(Ordner www.detopia.de