Eleonore Bock 

Die Mystik in den 
Religionen der Welt

Hinduismus • Buddhismus • 

Judaismus • Islam • Christentum

 

1991    477 (492)  Seiten 

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Das große Weisheitsbuch der Völker (1991) 

P.Ouspensky  

Inhalt

Vorwort  (11)  

Register (479-492)

Dem Andenken Albert Schweitzers gewidmet

 

1991 im Benziger Verlag, Zürich 

1993 als Goldmann-TB

2009 bei Principal Verlag, Münster in Westfalen (563 Seiten, überarbeitet)

2015 digital, revidiert

 

 

 

 

 

1. Einleitung  (13)  Definition der Mystik # Verhältnis von Religion und Mystik # Aktives Leben?  

2. Hinduismus  (23)   1.Geschichtliches.23  2.Allgemeines; Schrifttum des Hinduismus.25  3 Götter des neueren Hinduismus (31)  4 Die wichtigsten philosophischen Systeme (33)  5 Hinduistische Mystik und hinduistische Mystiker (42) 

3. Yoga (57)  1 Einführung (57)  2 Die wichtigsten Begriffe und Techniken des Yoga (58)  3 Verschiedene Yoga-Systeme (66)   4 Yoga, Religion und Mystik 92   5 Yoga und der Westen (95)

4. Buddhismus  (99)  1 Leben des Buddha 99    2 Lehre des Buddha 100  3 Hinayana 114   4 Mahayana (118)

5. Die griechische Philosophie in ihrem Einfluß auf Judaismus, Islam und Christentum (149)   5.1 Allgemeines  149 #  5.2 Vorsokratiker und philosophische Schulen im 6./5. Jahrhundert v. Chr  152 #  5.3 Die klassische Zeit der griechischen Philosophie  166 #  5.4 Mittel- und Neuplatonismus (189)

6. Judaismus  (211)  1 Geschichtliches 211   2 Das religiöse Schrifttum der Juden 213   3 Entwicklung der jüdischen Religion; die Propheten  218 #   4 Jüdische Religionsphilosophie im Altertum und im Mittelalter 225   5 Mystische Strömungen im Judaismus (244)

7. Der Islam  (259)  1 Einführung 259   2 Das Leben Muhammads; die Nachfolger Muhammads  260  #  3 Der Koran; islamisches Recht  265 #  4 Islam und griechische Philosophie; Kalam 271  5 Islamische Mystik (281)

8. Christentum  (325)  1 Religiöse Strömungen im Römerreich in den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung  326 #  2 Jesus von Nazareth 333 #  3 Entwicklung der christlichen Lehre und Bildung der Kirche nach Jesu Tode 350 #  4 Entwicklung der christlichen Kirchen 360 #  5 Christliche Mystik (392)

9. Schlußwort  (439)  1 Religiosität 439  2 Meditation und Mystik 445  3 Religiöse Mystik 451 4 Areligiöse Mystik (454)

 


 

Das Standardwerk erstmals im Taschenbuch

 

Die großen Weltreligionen weisen bei aller Verschiedenheit auch gemeinsame Züge auf: Vor allem der Weg der Mystik bildet das verbindende Element zwischen den Glaubenssystemen. Vor dem Hintergrund der jeweiligen mystischen Tradition gibt Eleonore Bock eine fundierte und kenntnisreiche Einführung in die Grundzüge um Grundbegriffe von Hinduismus, Buddhismus, Judaismus, Islam und Christentum.

Bei allen Verschiedenheiten weisen die meisten Weltreligionen auch gemeinsame Züge auf: Vor allem der Weg der Mystik bildet das verbindende Element zwischen den Glaubenssystemen. Vor dem Hintergrund der jeweiligen mystischen Tradition gibt die Autorin eine fundierte Einführung in die Grundzüge und Grundbegriffe von Hinduismus, Buddhismus, Judaismus, Islam und Christentum. Sie charakterisiert die jeweiligen Religionsgründer und erklärt die historischen Bedingungen, die zur Verbreitung der einzelnen Religionen geführt haben.

Eleonore Bock wuchs in einem Pfarrhaus in Norddeutschland auf und ist promovierte Chemikerin. Neben ihrer natur­wissenschaftlichen Ausbildung begann sie, die Verflechtung religiöser Themen mit Philosophie und Mystik in den großen Religionen zu studieren. Die heute in Freiburg lebende Gelehrte gilt als Spezialistin für diesen Wissensbereich. 

 

    Vorwort 

 

11

Mit diesem Buch wird der Versuch unternommen, eine leichtverständliche Einführung in ein weites Gebiet des menschlichen Geisteslebens zu geben. Das Hauptanliegen ist die Beschreibung der vier großen Religionen Hinduismus, Buddhismus, Islam und Christentum und der mit ihnen verbundenen mystischen Strömungen. Da der Begriff der »Mystik« im heutigen Sprachgebrauch überaus uneinheitlich verwendet wird, wird er auf seinen ursprünglichen Inhalt zurückgeführt und klar definiert. Dadurch ergibt sich eine Abgrenzung zu manchen anderen Erfahrungen, die oft als »mystisch« bezeichnet werden, aber außerhalb der hier gewählten Definition liegen.

Die indische religiöse Denkweise kommt nicht nur im Hinduismus und Buddhismus zum Ausdruck (vom Jainismus sei abgesehen), sondern ist stark auch von den Yoga-Lehren geprägt worden, welche in einer Parallelentwicklung entstanden sind. Diese können teils als religiös gefärbte, teils als areligiöse Mystik aufgefaßt werden, sofern man von den mehr technischen Anfangsstufen zu den höheren Bewußtseinsebenen vordringt. Das gewählte Thema wurde daher durch den Abschnitt »Yoga« erweitert.

Eine isolierte Betrachtung des Islams und des Christentums ohne Berücksichtigung des Judaismus und der griechischen Philosophie hätte ein nur sehr unvollständiges Bild ergeben. Das Christentum hat vom Judaismus die Heilige Schrift und wesentliche Inhalte der Lehre übernommen. Es hat weiterhin in einer jahrhundertelangen Auseinandersetzung mit der griechischen Philosophie gestanden und von dieser zahlreiche Ideen und Denkmethoden entlehnt. Und schließlich wurde die mittelalterliche christliche Mystik erst durch die mystische Philosophie des Neuplatonismus eigentlich ins Leben gerufen.

Der Islam entstand in einem Milieu, in dem neben den arabischen Stämmen eine starke jüdische Minderheit anwesend war, außerdem bestanden Beziehungen zum christlichen Äthiopien. So lassen sich denn auch viele jüdische und manche christliche Züge in der Religion Muhammads nachweisen. Nach der Berührung mit Byzanz hat auch der Islam sich mit der griechischen Philosophie beschäftigen müssen.

Im Mittelmeerraum besteht somit ein ausgedehntes Ideen-Geflecht zwischen der Philosophie und den dortigen Hauptreligionen. 

Anscheinend hat der indische Kulturkreis kaum etwas zu diesen Entwicklungen beigetragen, wie aus dem fast völligen Fehlen von Berichten über Indien im Altertum zu schließen ist. Doch dürfte die Ausdehnung des Alexanderreiches bis nach Nordindien auch bis zu einem gewissen Grade zu einem kulturellen Austausch geführt haben, der wohl im beiden Richtungen verlaufen sein wird. Die indischen Denker haben aber ihre religiösen, mystischen und philosophischen Systeme zweifellos im wesentlichen selbständig (und z.T. vor der Alexanderzeit) entwickelt.

Das vorliegende Buch will in keinem der verschiedenen Abschnitte eine ausführliche Darstellung des behandelten Gebietes geben. Es wird vielmehr versucht, an Hand von ausgewählten Beispielen die wichtigsten Entwicklungen anzudeuten

Die Ausführungen sind für den interessierten Laien gedacht; dem Fachmann können und wollen sie nichts bieten. Die Literatur der besprochenen Gebiete ist für den Einzelnen nicht mehr übersehbar. Es werden daher nur verhältnismäßig wenige Werke nach subjektiver Auswahl angeführt.

Herr Dr. Syed Laik Ali und Frau Rafia Ali (Bad Vilbel), Herr A. Marck (Moledet/Israel), Frau L. Noam (St.Legier) sowie Herr W.G. Prins (Chailly sur Ciarens) hatten die Güte, einzelne Kapitel kritisch durchzusehen, sind aber selbstverständlich für Mängel im Plan und in der Ausführung des Werkes nicht verantwortlich. Herr G. de Beauclair (Freiburg/Br.), Frau I. Fresenius (Wiesbaden) und Herr D. Saur (Mainz) waren in liebenswürdiger Weise anderweitig behilflich.

Infolge schwerer Erkrankung konnte ich das Manuskript nicht druckfertig erstellen; diese Aufgabe übernahm mein Mann. Allen Genannten sei auch an dieser Stelle herzlich gedankt.

12

Freiburg im Breisgau, 
Frühjahr 1990, E. Bock 

 

 

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