Lester R. Brown 

 

Plan B 2.0 (2006)
Mobilmachung
zur Rettung der Zivilisation
 

Wikipedia.Autor  *1934 am Delaware River

Wikipedia.en.Autor  (ausführlicher)

Google   Amazon.Autor   

worldwatch.org    wri.org 

earth-policy.org 

detopia B.htm   Ökobuch 

Meadows.2006    E.Wilson   Global.2000

Bernd Hamm   J.Galtung   Jill.Jäger

Lage der Welt / WWI  

L.Brown im Planetenfilm

 

 

 

 

 

 

Audio 2008 dradio   

Plan B 3.0; So retten wir unsere Welt

Plan B 4.0; So retten wir unsere Welt!

 

State of the World / Zur Lage der Welt  

Daten für das Überleben unseres Planeten 

 


 

langelieder lit-brown07.html  Rezension

langelieder  lit-lage06.html 

boell.de   Heinrich-Böll-Stiftung 

 


 

Als im Herbst 2006 in deutschen Kinos "Eine unbequeme Wahrheit" anlief, wurden viele Menschen vermutlich erstmals mit einer detaillierten Darstellung der Umweltzerstörung auf unserem Planeten konfrontiert. 

Erstmals wurde für den Zuschauer sichtbar, welche ungeheuren Veränderungen auf uns zukommen werden, welche Schäden irreversibel sind und welche Entwicklung noch zu stoppen ist. 

Kein Tag vergeht mehr, an dem nicht irgendeine Schlagzeile in den Hauptmedien sich der Umweltzerstörung widmet.

An diesem Punkt setzt dieses Buch an. Lester R. Brown, wohl einer der erfahrensten Umweltaktivisten, sagt es ganz einfach: Plan A - "business as usual" hat nicht funktioniert. Machen wir so weiter wie bisher, zerstören wir unsere eigene Lebensgrundlage, also muss Plan B her: nachhaltiges Wirtschaften, um die Umweltprobleme in den Griff zu bekommen und das angesichts immer knapper werdender Ressourcen und steigender Bevölkerungszahlen.

Detailliert wird in 13 Kapiteln auf globale und lokale Auswirkungen "alten" Wirtschaftens eingegangen, die dazu führen, dass die Polkappen schmelzen, die Böden an Ertrag verlieren, die Wüsten wachsen, furchtbare Unwetter und große Dürren zur Alltäglichkeit werden. Aber es werden auch Ansätze und Lösungsmöglichkeiten nachhaltiger "neuer" Ökonomie aufgegriffen und so weiterentwickelt, dass und wie diese bezahlbar und durchführbar sind.

Sowohl <Eine unbequeme Wahrheit> als auch <Plan B 2.0> haben zum Ziel, aus Zuschauern Akteure, aus dem Leser Studierende — eifrig sich bemühende — zu machen, möglichst viele Menschen zu mobilisieren, die Grundlagen unserer Zivilisation zu erhalten und eine solche Lebensweise zu erschaffen, um Zukünftiges möglich zu machen. Lester R. Brown liefert uns den Leitfaden. 

 

Lester R. Brown  

Die Washington Post nannte ihn einmal einen der "weltweit einflussreichsten Denker" und der Telegraph in Kalkutta den "Guru der Umweltbewegung".

Lester begann seine Karriere als Farmer, der Tomaten züchtete, zusammen mit seinem jüngeren Bruder während der Highschool- und College-Zeit. Den ersten Abschluss machte er 1955, weitere folgten, u.a. 1962 in Havard. Mit Unterstützung des Rockefeller Fonds gründete er 1974 das Worldwatch Institute, dessen langjähriger Präsident er war.

Bereits vor mehr als 30 Jahren half er mit, dem ersten Konzept einer umweltverträglichen Entwicklung den Weg zu ebnen, und er verwendet dieses Konzept auch in seiner Vision einer ökologisch verträglichen Wirtschaft.

In Würdigung seiner Verdienste erhielt er zahlreiche internationale Preise, ist mehr als 20facher Ehrendoktor, Autor und Co-Autor vieler Bücher, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden.

Lester R. Brown ist heute Präsident des im Mai 2001 von ihm gegründeten Earth Po Hey Institute, einer gemeinnützigen, interdisziplinären Forschungsinstitution mit Sitz in Washington, DC. Das Institut will eine Vision einer umweltverträglichen Wirtschaft vorstellen und einen Plan vorlegen, wie wir von der derzeitigen Situation dorthin gelangen können. Er lebt heute in Washington, DC.

 

Verlagstext

 

Die Welt steht kurz vor der Entstehung einer Geopolitik des Mangels, die sich bereits deutlich in den Bemühungen Chinas, Indiens und anderer Entwicklungsländer um eine Sicherung des Zugangs zu Erdöl zeigt. Zukünftig wird die Frage sein, wer Zugang nicht nur zum Erdöl im Nahen Osten, sondern auch zu brasilianischem Ethanol und nordamerikanischem Getreide hat.

Der Lebensmittelsektor wird gleich auf zwei Arten betroffen sein: Einerseits werden Lebensmittel teurer werden, weil die höheren Ölpreise die Produktionskosten in die Höhe treiben werden und andererseits werden sich dank der höheren Ölpreise die Ernährungsgewohnheiten verändern.

Gleichzeitig werden die steigenden Ölpreise auch dafür sorgen, dass landwirtschaftliche Ressourcen verstärkt in den Anbau von Nutzpflanzen zur Herstellung von Biokraftstoffen, entweder von Ethanol oder Biodiesel, fließen. Damit wird durch die höheren Ölpreise ein Wettbewerb um Lebensmittelressourcen zwischen den wohlhabenden Autobesitzern und den Lebensmittelkonsumenten mit geringem Einkommen entstehen, durch den die Welt mit einem neuen ethischen Problem konfrontiert werden wird.

Eine Studie des U.S. Geological Survey erhärtet diese Ergebnisse und zeigt, dass inzwischen in allen elf der vergletscherten Bergketten Alaskas die Gletscher schmelzen. In einer früheren Studie hieß es, die Zahl der Gletscher im Glacier National Park in den USA sei inzwischen von 150 im Jahr 1850 auf weniger als 50 gesunken. Es steht zu erwarten, dass die noch verbliebenen Gletscher innerhalb von 30 Jahren ebenfalls verschwunden sein werden und zukünftige Generationen werden sich nur noch wundern können, warum der Nationalpark diesen Namen trägt.

Auch die zum Reisanbau genutzten Talauen der Flüsse in anderen asiatischen Ländern, darunter Indien, Thailand, Vietnam, Indonesien und China, wären betroffen. Bei einem Anstieg des Meeresspiegels um nur einen Meter stünde mehr als ein Drittel von Shanghai mit seinen 13 Millionen Einwohnern unter Wasser.

Durch die gnadenlos steigende Nachfrage der Menschen werden die Wälder, die Weideflächen und die Fischbestände so stark beansprucht, dass es ökologisch kaum noch verträglich ist. Außerdem sorgen wir dafür, dass viele der Tier- und Pflanzenarten, mit denen wir uns den Lebensraum Erde teilen, aussterben. Mittlerweile sterben vorhandene Arten tausendmal schneller aus, als sich neue entwickeln — wir haben den Schnellvorlauf der Ausrottung gestartet.

Derzeit befinden wir uns im Frühstadium der sechsten großen Welle des Artensterbens. Im Gegensatz zu früheren derartigen Wellen, die durch natürliche Phänomene verursacht wurden, wird diese von uns Menschen verursacht. Zum ersten Mal in der langen Geschichte unseres Planeten hat sich eine Spezies so weit entwickelt, wenn man es denn so bezeichnen kann, dass sie einen Großteil des übrigen Lebens auslöschen kann.

 

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