Bill McKibben  

Das Ende der Natur 

Die globale Umweltkrise
bedroht unser Überleben

1989   231 Seiten

1990: List Verlag

1992: Piper Verlag

 

 

wikipedia.Autor   *1960 in Kalifornien

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aus Wikipedia-2014:

 

Das Magazin <Foreign Policy> führt ihn in der Liste der 100 wichtigsten globalen Vordenker.

Sein erstes Buch <The End of Nature> gilt als eines der ersten Bücher, welches einer breiten Masse das Thema globale Erwärmung näher gebracht hat. Es wurde in über 20 Sprachen übersetzt. In den Vereinigten Staaten wurden inzwischen mehrere Auflagen, darunter eine 2006 überarbeitete Version verlegt.

 

Sein zweites Buch, <The Age of Missing Information>, wurde 1992 publiziert. Es handelt von einem Experiment, bei dem McKibben für einen Tag jede TV-Sendung der 100 Kabelfernseh-Kanäle aufnahm, die auf Sendung waren. Anschließend verbrachte er über ein Jahr mit der Sichtung von über 2.400 Stunden Videoaufzeichnungen und verglich es mit dem Verbringen eines Tages in den Bergen nahe seinem Haus. Dieses Buch wird häufig im Schulunterricht eingesetzt und wurde im Jahr 2006 neu aufgelegt.

 


 

<Das Ende der Natur>: Radikaler Klassiker der Umweltbewegung

2007 Von Jürgen Matthes (Köln) bei Amazon

 

Als dieses Buch 1990 in seiner deutschen Fassung erschien, waren Treibhauseffekt und Ozonloch erstmalig als globale Probleme von einer breiten Öffentlichkeit erfasst worden und der Büchermarkt wurde von einer wahren Flutwelle an "Umweltliteratur" überrollt.

Dieses Buch ist eines der wenigen welches, ähnlich wie Rachel Carsons Werk <Der stumme Frühling> aus dem Jahre 1962, mit Fug und Recht den Status eines Umweltklassikers für sich in Anspruch nehmen kann.

Es ist deutlich unterteilt in zwei große Abschnitte. Der erste "Die Gegenwart" ist eine Bestandsaufnahme des Jahres 1989, der zweite "Die nahe Zukunft" ein Ausblick mit unterschiedlichen Szenarien

Die Kernthese lautet, dass die Wurzel allen Übels eine grundsätzlich "anthropozentrische" Weltsicht ist, die überall den Menschen im Mittelpunkt sieht, dessen Bedürfnissen sich die unbelebte und belebte Umwelt jederzeit anzupassen habe.

Der Autor legt großen Wert darauf darzulegen, wie sehr diese grundlegende Philosophie uns von Kindesbeinen an anerzogen wurde und wie sie überwiegend auch von denen geteilt wird, welchen das Wohl unseres Planeten am Herzen liegt. 

Demgegenüber stellt er als Alternative eine "biozentrische" Weltsicht gegenüber, in welcher der Mensch sich nur als ein Teil der Natur sehen soll und prinzipiell nicht das Recht habe seinen Vorteil höher zu veranschlagen als den eines anderen Lebewesens. 

Man sollte sich keinesfalls täuschen darüber, dass die Botschaft dieses Buches überaus radikal ist. McKibben betont an einer Stelle ausdrücklich, dass menschliches Glück NICHT allein im Mittelpunkt dieser neuen Ethik stehen dürfe.

Er macht sich keine Illusionen darüber wie schwer eine derartige Philosophie durchzusetzen ist und hält den Weg des geringeren Widerstandes, sprich zu immer umfassenderer Beherrschung der Natur durch den Menschen, für wahrscheinlicher. Die Entwicklung der letzten 18 Jahre hat den Autoren leider in vielem bestätigt. 

Man muss die Ansichten des Autoren nicht in allen Einzelheiten teilen, aber sein wohl bekanntestes Werk ist auf jeden Fall eine wichtige Diskussionsgrundlage und gerade auch heute noch äußerst lesenswert. 

Ich kann behaupten, dass es nichts gibt, was mein Denken stärker beeinflusst hat. 

 


 

aus perlentaucher  Genug 

zu 2004  zu "Genug!" (Gentechnik)

 

Klappentext

In seinem früheren Bestseller Das Ende der Natur legte McKibben dar, dass die Menschheit unwiderruflich damit begonnen habe, ihre Umwelt global zu verändern - und zu gefährden. Nun richtet er sein Augenmerk auf eine Reihe von Technologien, die womöglich unser Verhältnis nicht zur übrigen Natur, sondern zu uns selbst verändern werden. Er lotet kritisch die Grenzen von Gen- und Nanotechnologie sowie der Entwicklung von Robotern aus, Grenzen, denen wir uns mit erstaunlicher Geschwindigkeit nähern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.06.2004

Bill McKibben glaubt den Genetikern nicht, wenn sie beteuern, den Menschen gar nicht optimieren zu wollen und warnt mit allem, was die populistische Rhetorik zu bieten hat, vor Gentechnik, Nanotechnik und Robotik. Diese Technologien, so seine dringliche Botschaft, werden in "einen düsteren Zusammenfluss" münden. Und tatsächlich: Manuela Lenzen ist aufgerüttelt worden, aber anders, als der Autor es im Sinn hatte. Diese ganzen apokalyptischen Visionen hat sie nämlich schon so oft gehört, dass sie beim Lesen merkte, wie abgestumpft sie schon war. Das "Alarmpotential des Themas", es ist verbraucht. Das aber hat die Rezensentin viel mehr erschreckt als die Schwarzmalerei McKibbens: "Wo ein Risikokomplex wie GNR nur lange und laut genug beredet wird", so ihr Gedanke, "da scheinen sich alle Bedenken wie von selbst in den Wind zu schlagen". Keiner hört mehr zu, und die Dinge nehmen ihren Lauf. Ihr Dank gilt also nicht dem Aufklärer, sondern dem "Spätzünder" McKibben. Was allerdings nicht unbedingt eine Lektüreempfehlung ist.


 

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.11.2003

Der homo sapiens als auslaufender "Untermensch", Maschinen, die nach Belieben Atome und damit chemische Verbindungen zusammensetzen können, und nie wieder duschen - Willy Hochkeppel hat sich einigermaßen gegruselt in Bill McKibbens posthumanistischen "Schreckenskabinett", was aber nur zum Teil an dem liege, was eine entfesselte Genetik, Nanotechnologie und Robotik so hervorbringen könnte.

Ursache seiner Beklemmung war vor allem der Autor, der diese Horrorszenarien zunächst reißerisch-raunend vorführe, um sich dann als "Rufer in der Wüste" und Anwalt der menschlichen Natur zu gebärden - wie es eben Usus sei, wenn man sich auf das Geschäft der bestens verkäuflichen populärwissenschaftlichen Dutzendware verlegt hat.

Mit lockerer Reporterschreibe, so Hochkeppel, werden in diesem Buch Sensationen präsentiert und Ängste geschürt. Was aber gegen die blinde Zukunftsgläubigkeit getan werden könne, dazu habe McKibben nichts beizusteuern. Das Fazit: "unverdaulich".


 

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