Ken Wilber

Integrale Philosophie, Psychotherapie 
und Spiritualität

1981:  Halbzeit der Evolution 

1995:  Eros, Kosmos, Logos 

2006:  Integrale Spiritualität - ... rettet die Welt  

Wikipedia.Autor   *1949

DNB.Autor 

KenWilber.com  HOME 

 

integralesforum.org  deutsch 

Integrale-Psychotherapie.de  W.-M. Weinreich in Leipzig

 

detopia:  Ökobuch 

Psychobuch   W.htm 

detopia-2020:

Bahro hat Wilber 1987 wichtig zitiert. Daher ist er hier. Sonst wäre er mir wohl 'zu kompliziert'.

 

2005   

Ken Wilber ist einer der meistgelesenen und einflußreichsten Philosophen Amerikas.

Er versteht es, ein ungewöhnlich breites Fachwissen auf prägnante Weise zusammenzufassen.


 

(d-2008:) Wilber ist ein Vielschreiber - aber einer , der uns auch viel zu sagen will.

Bahro  erwähnt Wilber (Halbzeit) an mehreren Stellen (in LdR).

mehrdetopia:  Bahro   Gebser   Grof   Keen   Roszak   Janov   Bohnke 


 


 

Integrale-Psychotherapie.de  
"Diese Webseite widmet sich der Integralen Psychologie Ken Wilbers, insbesondere seiner Theorie der Evolution des menschlichen Bewußtseins sowie den dabei möglichen Entwicklungsstörungen. Weiterhin werden Konsequenzen für eine schulenübergreifende integrative Psychotherapie diskutiert." (Wulf Mirko Weinreich aus Leipzig)

Buch: "Integrale Psychotherapie" - Ein Buch von Wulf Mirko Weinreich 
Ein umfassendes Therapiemodell auf der Grundlage der Integralen Philosophie nach Ken Wilber
Buch 2005 (30 Eu)  Bei Amazon1   
integrale-psychotherapie.de/resources/Artikel_IntegPsych.pdf  - eine 5-seitige Zusammenfassung 
integrale-psychotherapie.de/resources/Weinreich_Integpsych.pdf   (das sind 186 Seiten Original-Buch, wo eigentlich alles wichtige drinsteht - die restlichen 220 Seiten sind mehr was für Fachleute, einschließlich einer sehr genauen Beschreibung des Bad Herrenalber Modells (Casriels Bonding + 12 Schritte-Programm))"

oder auf der Unterseite "Download" bei Weinreich  =>  www.integrale-psychotherapie.de 


Wulf Mirko Weinreich aus Leipzig - Ordner :  
Integrale Drogensicht  (pdf)   2006: Integrale Psychotherapie (pdf)  2008:  Integrale Marxkritik  (pdf)

 

 

 

                  

 


Mut und Gnade

 

 

  

Alltag und Transzendenz, 6. November 2002  Thomas Schett aus Bregenz

Ich kannte Ken Wilber bereits von dem Buch "Wege zum Selbst". Vermutlich hätte ich mir ein Buch mit einem solchen Titel bzw. Untertitel nie gekauft. Und auch der Beginn dieses Buches, scheint diese anfänglichen Befürchtungen zu bestätigen. Eine Klischee-Liebesgeschichte, wie sie schmalziger in keinem Billigroman zu finden sein könnte. Doch dann ändert sich das Ganze. Treya erkrankt an Krebs. Und dann beginnt ein unglaublicher, fünf Jahre andauernder Kampf der inzwischen Verheirateten.

Dazwischen immer wieder philosophisch-religiöse Abhandlungen bzw. Interviews von Ken Wilber. Und das ist, denke ich, das außergewöhnliche an diesem Buch: Eine Krankheit zum Tode, wie es im Buch heißt, und gleichzeitig die Beschäftigung mit diesen ewigen, spirituellen Themen, die jetzt ganz unmittelbar, und ohne jede Verklärung und Abschwächung in der Realität ihre Bewährungsprobe halten. Immer geht es in diesen spirituellen Traditionen ja um den Tod, um den Verlust der Angst vor dem Tod, und Ken und Treya sind jetzt aufgefordert, das zu leben, was dort als absolute Wahrheit erkannt wurde. Gelingt es Ihnen? Überzeugen Sie sich selbst!

 

Stirb und werde, 22. Juni 2002, hika42 aus München 

Dieses Buch wurde mir in meiner Hospizgruppe empfohlen. Schon das Titelfoto beeindruckte mich in seiner Schönheit. Das Buch ist das wechselseitige Tagebuchdokument zweier Liebender, die 14 Tage nach der Hochzeit mit der Krebsdiagnose konfrontiert werden.
Ich habe viel Neues erfahren aus dem Alltag einer Krebskranken und eines Co-Krebskranken. Besonders der Leitfaden für Helfer ('Die Probleme des Helfers') hat mir aus der Seele gesprochen. Vermißt habe ich -- und das ist in meinen Augen das einzige Manko in diesem Buch -- Hinweise und Infos zum finanziellen Alltag eines solchen Schicksals. Neben den emotionalen und körperlichen Grenzen sind erschöpfte Finanzresourcen i.d.R. an der Tagesordnung. Dies ist bei den Autoren scheins/ glücklicherweise nicht der Fall.

Ich konnte mich mit Treyas Balanceakt zwischen Tun und Sein sowie mit ihrer Auflistung auf S. 64 ('Warum habe ich Krebs gekriegt?') sehr identifizieren. Alle dort aufgeführten Punkte kann ich unterschreiben. Und doch habe ich keinen Krebs.
So ist denn gerade dieser Punkt immer wieder Thema: Selbstverursachung der Krankheit und Reaktionen der Umgebung, die die Krankheit und die Kranke theoretisieren. Das Plädoyer der Autorin: Laßt uns aufhören, Kranken Schuld zuzuweisen. Dem schließe ich mich von Herzen an.
Dieses Buch ist eine Liebesgeschichte. Es ist ein Tagebuchreport aus dem Leben (und dem Sterben) einer Krebserkrankten und ihres Mannes. Es ist ein Versuch, die Grenzen der Schulmedizin sichtbar zu machen und die noch unbekannten Alternativtherapien aufzuzeigen. Darüber hinaus ist dieses Buch ein Erfahrungsbericht tiefer Spiritualität im Alltag, in der Krankheit, im Leben und im Tod.
Es hat mich traurig und zugleich lebendig gemacht.

 

Dieses Buch liest man nicht, man durchlebt es, 19. September 2001, Karin aus Stuttgart

Wie wäre meine Reaktion auf dieses ergreifend offene und ehrliche Buch, wenn ich selbst an einer solchen Krankheit leiden würde? Würde ich die Stärke aufbringen, die Treya hatte? Würde ich diese Herausforderung so mutig annehmen können wie sie?
Diese und weitere Fragen beschäftigten mich intensiv beim Lesen dieses Buches und auch heute noch.
"Mut und Gnade" von Ken und Treya Wilber hat mich außerordentlich berührt. Es ist nicht nur die Tagebuchaufzeichnung zweier Menschen, die eine harte Prüfung erfahren, sondern auch ein Ratgeber für Beziehungen, den Umgang mit Krankheit, Leiden, Leid und Tod. Nicht nur für den Kranken, sondern auch für den Helfenden. Es gibt uns zudem einen treffenden Einblick in die unterschiedlichen östlichen und westlichen Religionen und deren Ableger. Auch der treffsichere, zum Teil zynische Schreibstil von Ken Wilber hat mich fasziniert. Sehr beeindruckt hat mich auch die schonungslos offene und ehrliche Beschreibung der eigenen Schwächen und Krisen.

Einmal mit dem Buch angefangen, konnte ich nicht mehr davon lassen. Trotz der Beschreibung dieser grausamen Krankheit und des verzweifelten Kampfes machte mir dieses Buch Mut.
Gerade in der Zeit nach diesen schrecklichen Attentaten und der genauso schlimmen Ungewissheit über die Reaktionen darauf, gibt mir dieses Buch Kraft, Mut und Trost. Ich werde es wohl immer wieder zur Hand nehmen, als Ratgeber und als Energiequelle. Gerne lasse ich mir von diesem Buch, von Treya zuflüstern: Hey, Du, lebe! Was die Zukunft bringt kannst du heute nicht wissen, deshalb lebe jetzt!

 

Ein bewegendes Buch dass, das Leben verändert   8. August 1999 
dani.holgi@ 01019freenet.de Daniela aus Mühlheim/Main (Hessen)

Ich habe selten ein Buch gelesen, das mein Leben dermaßen verändert hat. Es ist schön zu wissen, dass Liebe so groß sein kann. Zu wissen, dass man auch nach dem Tod noch mit seiner "wahren" Liebe verbunden sein kann, nimmt sicher vielen die Angst vor dem sterben. Es ist sehr beeindruckend, dass Treya so bewußt das Sterben erlebt hat und nicht in Selbstmitleid verfallen ist. Der Glaube und die Liebe zu ihrem Mann haben ihr geholfen alles zu ertragen und die letzten Tage intensiv zu erleben. Es gibt sicher nicht viele Menschen die bei so einem Schicksal so stark sein können. Ich habe sehr viel Respekt vor Ken und Treya und werde dieses Buch sicher noch oft empfehlen und auch verschenken, vielleicht erreicht man dadurch einen besseren Umgang mit kranken Menschen, dass sie kein Mitleid brauchen sondern Unterstützung.

 

(Mut und Gnade)


Wege zum Selbst -- Östliche und westliche Ansätze zu persönlichem Wachstum

 

 

   

Aus Wilbers Anfängen, 20. September 2001  #  Rezensent: Tim Ingold (timing@ uni-bremen.de) aus Bremen

Dieses Buch erschien erstmals 1979 unter dem Titel "No Boundary". Es war damals - ähnlich wie "Das Spektrum des Bewußtseins" zwei Jahre zuvor - die wohl weitreichendste entwicklungspsychologische Landkarte, die jemals gezeichnet wurde. Die Vermählung von Freud und Buddha - das ist ein Verdienst, den sich der junge Wilber auf die Fahnen schreiben darf.

Heute, mehr als zwanzig Jahre später, ist zwar kaum etwas an diesem Buch wirklich veraltet - aber Wilber hat mittlerweile die Lücken seines damaligen Wissensstandes aufgefüllt und präsentiert in seinen neueren Werken (u.a. in "Eros, Kosmos, Logos" oder "Eine kurze Geschichte des Kosmos") eine Entwicklungsholarchie der individuellen Psychogenese, die wesentlich präziser und differenzierter ist als die in diesem Buch dargelegte.

Daher kann ich "Wege zum Selbst" nur bedingt empfehlen. Als Einführung in die verschiedenen Formen und Methoden der Psychotherapie und die Bewußtseinsebenen, auf denen sie ihre Wirksamkeit entfalten, hat es aber dennoch seine Berechtigung. Will sagen: selbst alte Bücher Wilbers sind teilweise noch aktueller und erhellender als vieles, was von anderen Forschern und Theoretikern später geschrieben wurde.

 

Atemberaubende mystische Erkenntnisse, 27. Dezember 1999
Rezensent: Reginald Voigt (rvoigt@ de.ibm.com) aus Mainz

Wilber zeigt leicht verständlich Zusammenhänge zwischen Philosophie, Religion und Naturwissenschaft. Dazu zitiert er viele Weise, Philosophen und Naturwissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen. Mir ist bei der Lektüre dieses Buches klargeworden, daß jede Religion und jede Naturwissenschaft auf der Suche nach dem Grund unseres (und allen) Werdens und Vergehens letztendlich dasselbe finden wird. Für jeden an persönlichem Wachstum Interessierten ein Muß. Dies ist ein Buch, dessen Inhalt in einem Maße zu meiner persönlichen Entwicklung beigetragen hat, die ich als unbezahlbar schätze.

 

EINFACH GENIAL, 23. November 1999  #  Rezensent: heraklin@ gmx.net
Leicht verständlich, spannend, toll. Dieses Buch hat mir neue Welten eröffnet. Wer an Persönlichkeitsentwicklung interessiert ist, bekommt in diesem Buch einen Schlüssel.

 

Synthese aus Psychoanalyse und indischer Religiosität, 21. Juli 1999
Rezensent: michael.serrer@ 01019freenet.de  aus Deutschland

Wilber zeigt, warum unterschiedliche Wege, die menschliche Psyche zu analysieren und zu behandeln, funktionieren - auf der ihnen jeweils spezifischen Ebene allerdings. Profunde Einführungen in Jungsche Psychoanalyse und Transaktionsanalyse, in Körpertherapien und in indische Religion und Metaphysik. Später hat sich Wilber bezüglich der Kategorisierung mancher hier dargestellter Ebenen anders geäußert; das ändert nichts an der großartigen Zusammenschau und der intellektuellen Brilanz dieser Darstellung. Sehr gut auch die Hinweise auf weiterführende Literatur zu den einzelnen Aspekten.

 

( Wege zum Selbst )


Integrale Psychologie

 

   

Ein Wegweiser zu einer wahrhaft integralen Sichtweise, 27. Dezember 2001
carstenboerger@ arcor.de
aus Bochum

Es fällt mir nicht leicht dieses Buch zu kritisieren. Und zwar aus mehreren Gründen. Diejenigen die Wilber bisher verstanden haben, denen möchte ich dringend ans Herz legen: lest dieses Buch - unbedingt. Es ist keine leichte Kost und der Anspruch der dahinter durchschimmert ist ein gewaltiger. Es ist nicht weniger als ein Aufruf an die, die es fassen können: tut was! Stellt Euch in den Dienst, auf daß sich der GEIST durch Euch, auf allen Ebenen und in allen Quadranten, manifestieren kann.
Und wenn ich diese Worte schreibe, dann ahne ich schon die Gefahr, die im Hintergrund lauert. Wilber ist ein Genie und er ist ziemlich einzigartig, aber tun wir ihm und uns und dem Kosmos den Gefallen und mythologisieren ihn nicht. Stampfen wir ihn nicht ein auf die Ebene des Flachlandes die unser Held (das darf er sein, finde ich) so vehement bekämpft und dieser Kampf, den jeder einzelne nachvollziehen muß, scheint ein Grenzscheide zu sein.

Worum geht es in dem Buch? Es geht um die gröbsten Umrisse eines Konzeptes einer Integralen Psychologie. Wilber weiß um seine Kraft und hat es deshalb unterlassen eigene Ideen übermäßig einzubringen, er liefert nur das rohe Gerüst. Das ist jedoch schlüssig und wie immer gut belegt.
Sehr interessant ist ein (gegenüber dem "Atman-Projekt" sehr stark erweiterter) tabellarischer Teil über die Stufen der Entwicklung, diese Tabellen erklären sich selbst.
Immer wieder unglaublich finde ich, mit welcher Klarheit und Präzision sich Wilber Themen aus verschiedenen Fachbereichen vorknöpft und in einer seiner gefürchtet langen (aber genialen) Fußnoten bearbeitet. Dabei liefert er mehr als nur brauchbare Ansätze zur Körper-Geist Problematik oder dem Leib-Seele Dualismus, oder wie immer man es nennen will.

Die Gefahr die von Wilbers Büchern ausgeht ist, so blöd es klingen mag, eine gewisse Lähmung der eigenen Arbeit, zumindest wenn man sich mit ähnlichen Bereichen befaßt. Es ist schon schwer genug mit Wilbers Gedanken Schritt zu halten, selten gelingt es jemandem ihn zu überholen.

Zurück zum Buch selbst, es ist ein Überblick über das Beste aus drei Zeitepochen (Prämoderne, mit der Entdeckung der Großen Kette des Seins; Moderne mit der Differenzierung der Großen Drei; Postmoderne, z.B. linguistische Wende, Aperpektivismus - wem all diese Begriffe nur ein Achselzucken entlocken, sollte sich zum Warmwerden erst andere Wilberbücher vornehmen) verknüpft zu einer Einheit. Wie die aussehen kann steht im Buch. Diejenigen, denen Wilber immer schon zu theoretisch war kann ich das Buch nicht empfehlen, man braucht einiges Vorwissen um es mit dem gebührenden Genuß lesen zu können.

Es bleiben zwiespältige Gefühle beim Lesen zurück (zumindest bei mir) und Wilber formuliert diese selbst wenn er sagt: "Offensichtlich bleibt noch viel zu tun. Aber eine erstaunliche Menge an Belegmaterial - prämodernes, modernes und postmodernes - weist sehr deutlich auf diesen Ansatz hin, der alle Quadranten auf allen Ebenen in Betracht zieht. Die bloße Menge dieser Belege weist unabweisbar auf die Tatsache hin, daß wir heute so weit sind, zwar nicht eine ganz vollständige und integrale Sicht des Bewußtseins zu entwerfen, aber uns von jetzt an nichts Geringeres als das zum Ziel zu setzen." (S.209) Und? Sollen wir uns jetzt freuen oder weinen?

Okay, freuen wir uns und jeder der meint dieses Buch verstehen zu können sollte es wirklich lesen. Wer es dann wirklich verstanden hat sollte es wohl irgendwie versuchen umzusetzen. Immerhin einige Ahnungen wie das gehen könnte haben wir doch schon, oder?

Wie so häufig ist dieses Buch auch eine Einladung die eigene Sichtweise um jeweils andere Bereich zu erweitern. Psychologen wünsche ich von Herzen dieses Maß an Offenheit, ihre Patienten könnten davon profitieren und viele der heute führenden psychologischen Ansätze könnten ein gerüttelt Maß an integraler Sicht sehr dringend gebrauchen.

 

( Integrale Psychologie )


Einfach >Das< -- Tagebuch eines ereignisreichen Jahres

 

   

ein sehr persönliches buch von ken wilber, 30. Juli 2002
gerhardhaberhauer  aus Wien

ich habe schon andere bücher von ken wilber gelesen, "einfach das" hat mich aber am meisten beeindruckt. "mut und gnade" ist auch ein sehr bewegendes buch, "einfach das" ist aber viel positiver. ken wilber entwickelt sich mit jedem buch weiter.
er gibt dem leser die möglichkeit in sein tagebuch zu blicken,
erzählt von seinen freunden, seinem schaffen und seiner freizeit.
leicht verständlich für diejenigen, die sich schon mit seinem werk befasst haben, erklärt er die komplexesten zusammenhänge, und wie er die welt sieht. kurz zusammengefasst, ein buch das mich von der ersten bis zur letzten seite gefesselt hat.

 

Lesen und sich freuen, daß so etwas geschrieben wird, 25. September 2001
Rezensent: carsten.boerger@ nexgo.de aus Bochum

"Einfach Das" ist wieder einmal mehr als nur ein gelungenes Buch. Es hat vielen etwas zu sagen. Wer wissen will wo Ken Wilber Urlaub macht, und ob er dort Rotwein oder Weißwein trinkt, wird bedient (und es ist legitim für einen Fan das wissen zu wollen). Aber Wilber wäre nicht Wilber wollte er uns nicht mehr sagen. Wilber bekennt sich hier zum ersten Mal ganz offen zu seiner (relativen) Erleuchtung, nicht um sich in den Mittelpunkt zu stellen, sondern um zeigen zu können, wie die einzelnen Stufen der Erleuchtung von innen erlebt werden. Dazu beschreibt Wilber Übungen wie man sich mit dem Zeugen identifizieren kann, wie das in etwa aussieht und sich anfühlt und vor allem auch, wie es sich nicht anfühlt.

Er beschreibt, wie die Welt immer wieder neu geboren wird, beschreibt die Unterschiede zwischen dem "einen Geschmack" der Nichtdualität und der Zeugenschaft des Kausalen. Wilber tut aus meiner Sicht etwas ganz Wichtiges. Er zeigt auf, daß Erleuchtung nicht irgendwas ist, sondern ganz handfest erkannt werden kann. Von innen, z.B. durch die Aufrechterhaltung des Bewußtseins in den drei großen Reichen Wachen, Träumen, Tiefschlaf (grobstofflich, astral, kausal), von außen, durch Veränderungen im EEG. Immer wieder gibt es kurze Essays (und Wilber kann auf drei Seiten manchmal mehr aussagen als andere auf 30) über alles mögliche. Politik, Mode, Architektur, Literatur, die Postmoderne... 

Wilber hat Humor, wer's bis jetzt noch nicht gemerkt hat, wird es hier merken, es ist bissig und wie immer radikal zusammen­führend. Alle Quadranten, alle Ebenen, Wilber meint es ernst. Das mögen all die nicht, die nur Buddhisten, Umweltschützer, oder Konservative sein wollen. Wilber zeigt wieder mal hart der Unterschied zwischen echter Spiritualität und deren wohlmeinendem, aber entsetzlich flachem Abklatsch auf. Und darum mögen viele Wilber auch nicht so recht. Er tut weh. Er legt den Finger in die Wunde, aber, er bietet auch Pflaster an, man muß nur zugreifen. Man darf sich ja ruhig ein halbes Jahr beleidigt zurückziehen und schmollen, aber dann kann (und muß) jeder selbst entscheiden, ob er "Großmutter-Zen" oder Zen machen will.

Spiritualität tut weh, Esokitsch tut gut. Es ist legitim sich gutfühlen zu wollen, nur sollte man ehrlich bleiben. Und dabei ist es gar nicht sooo schwer. Wir sind ja alle immer schon erleuchtet und es anzuschauen geht häufig recht fix. Nur dort dauerhaft zu bleiben ist schwer, weil man immer wieder kontrahiert, sich auf das Ich und die gewohnte Welt zusammenzieht. Und auch diese Welt hat ihre Berechtigung, ist real, muß mitbetrachtet werden. Es bringt nichts Erleuchtung als schönes Ideal ins Jenseits zu vertagen, weil Erleuchtung immer schon da ist, sie ist "einfach Das". Es bringt aber auch nichts, so Wilber, "nur" erleuchtet zu sein und zu glauben alle Probleme hätten sich damit schon erledigt.

Die Neurose, die Eheprobleme und die Herzprobleme können durchaus bleiben und man muß (oder darf) eben auf jeder Ebene und in allen Quadranten arbeiten. Vielen ist Wilber zu theoretisch, was ich nie nachvollziehen konnte, denn es ist sehr offensichtlich wie man konkret mit seinen Ideen arbeiten kann. Das geschieht auch und zwar in allen erdenklichen Bereichen, das Buch berichtet davon. Man erfährt etwas über Wilbers neue Freundin und darüber, daß er auch "nur" ein Mensch ist und das macht Mut sich zu seinem eigenen "nur" Menschsein bekennen zu können. Erleuchtung und Mensch sein und Cola trinken sind Dinge, die sich nicht ausschließen, man kann es nicht oft genug betonen.

Das Buch ist eine wunderschöne Fundgrube für jeden der Wilber mag, teilweise eine echte Goldgrube. Wilbers Schreibstil, fast überflüssig zu erwähnen, ist die gewohnte Mischung aus technischer Brillanz mit der Leichtigkeit der Feder. Es ist besser als "Eros Kosmos Logos" für die Badewanne geeignet, weil es inhaltlich und vom Gewicht her leichter ist, ohne freilich die nötige Tiefe vermissen zu lassen.

Also, danke Ken, für ein weiteres großartiges Buch, und allen potentiellen Lesern sei das Buch ans Herz gelegt. Ich wünsche viel Spaß und ein wenig konstruktiven Ärger.

 

( Einfach "Das" )


Das Wahre, Schöne, Gute -- Geist und Kultur im 3. Jahrtausend 

 

   

Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Jahr 2000 ist kaum angebrochen, da droht es, noch im Nachhall der Milleniumsböller, schon wieder am Banal-Alltäglichen zu ersticken. Höchste Zeit also, sich wieder auf ewige Werte zu besinnen, wie das Schöne, das ja so nahe liegt und mit dem Wahren und Guten eine anmutige Trias bildet. Mit deren Auspizien für das 3. Jahrtausend beschäftigt sich der amerikanische Biochemiker Ken Wilber, Spezialist für die Evolution des Geistes und integrative Denkmodelle.

Nichts Geringerem als der "Ganzheit des Seins" widmet Wilber sich in einzelnen Kapiteln unter psychologischen, philosophischen, anthropologischen, kunsttheoretischen und sexologischen Aspekten, um schließlich beim Spirituellen zu landen -- dem Originaltitel zufolge das eigentliche Thema seines Buches (The Eye of Spirit. An Integral Vision). Mit kontinuierlichem Bezug auf die Weisheitstraditionen und die physiologischen Grundlagen des Denkens entwirft er eine Vision des menschlichen Geistes. Sie erschöpft sich indes darin, mit vulgärbuddhistischem Gestus einerseits alten Wein in neuen Schläuchen darzubieten, andererseits kühn apodiktisch zu argumentieren, und auch die 100 Seiten Anmerkungen fügen nur weitere verwirrende Arabesken hinzu. Die Übersetzung tut ein Übriges.

Zum Glück liefert der Autor selbst das Rezept, jenen Wust zu bewältigen, indem er ihn als "aufregendes Surf-Abenteuer im Bewusstsein" definiert. Bringen wir es noch deutlicher auf den "Omega-Punkt" und blättern zurück zum Vorwort "Über Gott und Politik" zurück: "Im Auge des Geistes werden wir alle einander begegnen [...] das ist zweifellos einer der schlichtesten Beweise für Gottes beharrliche Existenz." Also eine Theodizee à l'américain oder vielmehr New Age. Das Buch von Wilber, im Klappentext vorgestellt als "Einstein der Bewusstseinsforschung", liegt eher wie Wackersteine im Bauch -- aber auch diese sind uns ja aus dem Kontext des Märchens vertraut. --Joachim Nagel

Kurzbeschreibung
Wie steht es um die Tragfähigkeit der Werte unserer zersplitterten Kultur? Kann es zwischen den vielfältigen Strömungen einen Konsens geben? Der kreativste Denker der Postmoderne zeigt in diesem Buch, dass die Kategorien des »Wahren, Schönen, Guten« immer noch für unser Streben nach Ganzheit gültig sind.

 

Neues und tiefgehendes Material von dem großen Synthetiker, 30. Dezember 2000
Rezensent: (peterhellmann@ gmx.net) aus Wiemelhausen, Deutschland

Das Wahre, Schöne, Gute ist wieder mal ein echter Wilber. In stilistisch gewohnt brillanter Manier überrascht Wilber mit immer wieder neuen Themenbereichen, in diesem Buch setzt er sich mit einer "integralen Theorie der Kunst" auseinander, auf die er seine Thesen der vier Quadranten anwendet. Zudem beleuchtet er neue Aspekte der Entwicklungspsychologie. So skizziert er ausführlich den Übergang vom Wilber-II zum Wilber-III Weltbild, (was Entwicklungspsychologiefreaks besonders freuen dürfte), skizziert eine Integrale Therapie und einen neuen psychotherapeutischen Ansatz, den Diamond-Approach.

Über Meditation wird diskutiert und ein Fingerzeig auf das Wesen des Nichtdualen gerichtet. Doch es ist keineswegs alter Wein in neuen Schläuchen, der hier serviert wird. "Über zwei Drittel des nachfolgenden Materials wurden speziell für dieses Buch geschrieben und erscheinen hier zum ersten Mal", läßt Wilber uns wissen. Für Fans wird jede Seite ein Genuß sein, Einsteiger sollten vielleicht erst andere Wilberbücher lesen, da es weniger ein populär geschriebenes Buch ist als etwa "Eine kurze Geschichte des Kosmos" oder "Naturwissenschaft und Religion".

 

( Das Wahre, Schöne, Gute )


Eine kurze Geschichte des Kosmos 

 

    

Kurzbeschreibung
Als Pionier des Systemdenkens initiierte Gregory Bateson die Suche nach dem -Muster, das verbindet-. In seinem bisherigen Opus hat Wilber dieses Muster auf eine weit über die Systemtheorie hinausgehende Weise herausgearbeitet. Für eilige Leser hat Ken Wilber die Perlen der von ihm herauskristallisierten Erkenntnisse in diesem Buch auf einen Faden aufgereiht. Allgemeinverständlich und in lockerer Gesprächsform präsentiert er hier eine Standortbestimmung des modernen Menschen, die eine überschaubare Ordnung in die Fülle des Wissens über Woher und Wohin des Menschen bringt.

 

Tim Ingold (timing@ uni-bremen.de) aus Bremen
Allgemeinverständliches Konzentrat aus "Eros, Kosmos, Logos", 20. September 2001

Dieses Buch bietet - als fiktives Interview geschrieben - eine allgemeinverständliche Zusammenschau von Wilbers zentralen Erkenntnissen, zu denen er im Laufe seiner Arbeit als Wissenschaftler gelangt ist.
Wie der große Bruder "Eros, Kosmos, Logos" ist es der universellste, zutreffendste und integrativste Fahrplan der menschlichen Evolution in allen Bereichen (innerlich-individuell, innerlich-kollektiv, äußerlich-individuell und äußerlich-kollektiv - Wilbers "Vier Quadranten", ein weiteres originelles und überaus wirksames wissenschaftliches Meta-Werkzeug), der mir bekannt ist.

Wollen Sie die neuen Systemwissenschaften oder die Möglichkeiten und Begrenzungen postmoderner Theorie verstehen? Kein Problem, Wilber erklärt beides - und noch viel mehr - überzeugend und verständlich auf wenigen Seiten, ohne dabei unwissenschaftlich vorzugehen.
"Eine kurze Geschichte ..." ist für mich ein unschätzbares Buch, das ich immer und immer wieder zur Hand nehme, sowohl zu Studienzwecken als auch zur Beantwortung alltäglicher Fragen.

 

Ein Buch, dass ich immer wieder zur Hand nehme., 13. September 2000

Rezensent: (franz.w.koch@ gmx.de) aus Deutschland

Ken Wilber gelingt es, eine Art Grammatik des Mikro- und Makrokosmos zu entwickeln, die mir in dieser Klarheit noch von keinem Autor der philosophischen Champions League bekannt ist. Die Konsequenz und Logik der Gedanken Wilbers, aber auch seine herzliche Art allem Lebendigen gegenüber, zeichnen ihn nicht nur als großen Denker, sondern auch als grosse Seele aus. Es lohnt sich die kurze Geschichte des Kosmos zu lesen, an Freunde weiterzugeben und mit ihnen über das Buch zu diskutieren. Es können lange, tiefe und schöne Gespräche werden.

 

Ein Buch, das Intellekt & Seele befriedigt wie kein zweites, 26. Oktober 1999
Rezensent: Oliver Heuler (heuler@ online.de) aus Wiesbaden

Wilber bietet hier schlicht eine schlüssige Integration aller menschlichen Wissensgebiete: Physik und bildende Kunst, Psychotherapie und Religion, Entwicklungspsychologie und Philosophie, Biologie und Politik, Soziologie und Medizin; von Buddha bis Freud, von Kant bis Habermas, von Plotin bis Marx - alle finden ihren Platz. Hybris? Urteilen Sie selbst! Dieser gewaltige Ansatz kann erschrecken, und wer sich schon einmal an zeitgenössischen Philosophen die Zähne ausgebissen hat, der wird sich so schnell keine weiteren Staubfänger ins Bücherregal stellen, nur um die Partygäste zu beeindrucken.

Doch dieses Taschenbuch für zwanzig Mark eignet sich nicht als Prestigeobjekt: Durch mehrmaliges Lesen wird es schnell zerfleddern, denn im Gegensatz zu seinen Kollegen will Ken Wilber auch verstanden werden. Man muß also kein Akademiker sein, um dieses 400seitige Interview zu verstehen. Es ist eine leichtverdauliche Kurzversion seines Hauptwerkes "Eros, Kosmos, Logos". Wilber hat sie aus dem Kopf geschrieben - seine Prämisse lautete: "Was ich nachschlagen muß, kommt nicht rein." Wer dieses Buch gelesen hat, wird schnell zum Wilber-Anhänger und steht bei dreizehn weiteren Titeln vor der Frage, welchen er sich als nächstes bestellen soll. Ich empfehle: "Mut und Gnade" sowie "Wissenschaft und Religion".

 

( Eine kurze Geschichte des Kosmos )


Das Atman-Projekt 

 

  

Klappentext
Die Thematik dieses Grundlagenwerkes ist im Grunde sehr einfach: Entwicklung ist Evolution, Evolution ist Transzendenz, und Transzendenz ist als letztes Ziel Atman oder das Bewußtsein der Einheit in Gott allein.

Dieses Buch ist aus einer Artikelserie für die Zeitschrift RE-VISION entstanden. Der Ausgangspunkt jener Artikel war die These verschiedener westlicher Forscher, daß die früheste Kindheitsperiode, in welcher das Neugeborene untrennbar mit der Mutter und der Umgebung verschmolzen ist, zum Modell für alle Zustände vollkommener transzendenter Einheit wird. Der Verschmelzungszustand der Kindheit ist jedoch lediglich ein Paradies prä-personaler Unwissenheit, nicht transpersonalen Wachseins. Der Idealzustand der ekstatischen Vereinigung entspricht nicht annähernd der prä-personalen Verschmelzung des "infantilen kosmischen Bewußtseins", sondern eher der transpersonalen Einheit der kausalen und höchsten Stufe.

"Wilber treibt keine unverbindlichen Gedankenspielchen mit den jahrzehntausendealten Wissenstraditionen, sondern begreift ihre zeitlose Allgemeingültigkeit, begreift ihre Autorität. Weshalb er, sprachlich meisterhaft, zeigen kann, daß eine Neuerfindung des spirituellen Rades überflüssig bleibt: sofern man sich nur immer wieder nach der jeweils zeitgemäßen Form der einen Wahrheit auf die Suche macht." - Jochen Friedrich Uebel

 

Aufschlussreich im Thema, kompliziert in der Darstellung, 25. Dezember 2001 aus Österreich
Ken Wilber unterbreitet das Thema der Entwicklung des Menschen in sehr anschaulicher, interessanter Weise.
Auch wenn es ein wissenschaftliches, ausgezeichnetes Werk ist, so habe ich das Buch nur mit 3 Sternen bewertet, weil es ihm an zwei wichtigen Komponenten mangelt: flüssiger Schreibweise und ansprechendem Aufbau!
      Trotz des ohne Zweifel faszinierenden Inhaltes entwickelt das Werk eine enorme Dichte, die es hätte gekonnt in eine Form zu verpacken gelten: der Leser sollte nicht schon nach wenigen Seiten ermüden, weil sich der Autor auf ein "wissenschaftliches Podest hebt", von dem er auf den Leser hinabblickt. Aber das hat man in den letzten 20 Jahren ja Gott sei Dank als wichtiges Element der Literatur erkannt.

 

Eines der besten Bücher über Entwicklung, 8. Juli 2001 # Rezensent: carsten.boerger@ nexgo.de aus Bochum

Na endlich wird dieses Buch wieder aufgelegt. Das Atman Projekt wurde von Ken Wilber etwa zeitgleich zu "Halbzeit der Evolution" geschrieben. Wo "Halbzeit" die Evolution der kollektiven Menschheit darstellt, leistet das "Atman Projekt" dasselbe für die individuelle Psyche. Dieses Buch ist ein echter Klassiker. Es zeigt das Schaffen des neueren Wilber (Wilber-II, wie er es in späteren Publikationen selbst nennt), der mit der bis dato üblichen Sichtweise bricht, daß prärationales (Kinder- und Kranken) Dasein und transrationales Dasein, d.h. die dauerhafte Erfahrung echter spiritueller Bereiche, irgendwie dasselbe wären (Prä-/Trans-Verirrung). Wilber zeigt, detaillierter als in seinen anderen Büchern, den Weg des Bewußtseins von seiner Geburt bishin zum Stadium der vollständigen Erleuchtung.

Präzise, gestützt durch die jeweiligen Fachleute, die sich mit dieser Stufe eingehend beschäftigt haben, aber, Wilbers große Stärke, nie den Überblick verlierend, gelingt es Wilber, verschiedene Sichtweise zu einer wirklichen Synthese (nicht zu einem undifferenzierten Brei) zusammenzufügen. Doch auch die weiteren Kapitel haben es in sich. In "Arten des Unbewußten" werden sechs eben solche dargestellt, so daß man sich viel besser in dem Wust dessen, was als Unbewußtes bezeichnet wird, zurechtfindet. "Schizophrenie und Mystik" ein weiteres Kapitel, welches gleichermaßen für Psychiater geeignet ist (die gewöhnlich alles Transpersonale auf Pathologisches reduzieren), sowie für Therapeuten, die spirituelle Welten durchaus akzeptieren und -besser noch- kennen, denen es aber häufig an Fähigkeiten mangelt, trotz aller spirituellen Kenntnis, eine psychotische Episode zu erkennen.

Wie kann es überhaupt dazu kommen, daß schwerste psychische Pathologien (z.B. Schizophrenie) und höchste Erkenntnis (Mystik) so häufig verwechselt werden, haben Sie sich das schon mal gefragt? Wenn Sie eine Antwort wissen wollen, Wilber gibt sie in diesem Buch. Das abschließende Kapitel "Involution" ist nicht weniger als eine großartige Interpretation des tibetanischen Totenbuches und dessen Verknüpfung mit anderen spirtuellen und psychologischen Lehren. Abgerundet wird das Buch durch einen Anhang in tabellarischer Form, der die verschiedensten Entwicklungssysteme der Psychologie und der Weisheitslehren in Deckung zu bringen versucht.

Man kann dieses Buch gar nicht überschätzen, es ist ein Meilenstein in Wilbers Schaffen. Jeder der ernsthaft vor hat, sich einen umfassenden Überblick über das menschliche Bewußtsein zu verschaffen, sollte dieses Buch in jedem Fall lesen. Wilbers Schreibstil sorgt wie immer dafür, daß die anspruchsvolle Kost, leichtverdaulich ist, ohne Wesentliches zu übergehen.
Bleibt mir nur noch übrig viel Vergnügen beim Lesen zu wünschen.

 

Ein Meilenstein, 16. Januar 2000  aus Österreich

Wilber versucht bestehende Ansätze zum Verständnis der Evolution des Menschen aus Ost und West, von Wissenschaftlern und Weisen zusammenzufügen: Es gelingt ihm tatsächlich einen kohärenten und herausfordernden großen Bogen des Seins, das Potential der menschlichen Bewusstseinsentwicklung, zu skizzieren, weil er keinem Ismus anhängt, weil er Spreu von Weizen trennt und das Wesentliche aus den Errungenschaften der Kulturen der Menschheit in ein Mosaik, den größeren Zusammenhang stellt. Ein Bogen, in dem wir alle stehen: Jedes Kind, jeder Erwachsene, jeder Elternteil, jedes Mitglied der Gesellschaft, ...
(Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

 

( Das Atman-Projekt )


Halbzeit der Evolution

 

    

Spannend und kompetent, 5. Januar 2001
Rezensent: (peterhellmann@ gmx.net) aus Wiemalhausen, Deutschland

Zusammen mit dem "Atman-Projekt", was etwa zeitgleich geschrieben wurde, ist dies das erste Buch des neuen Wilber, nach seiner Abkehr von der retroromantischen Sichtweise. (Früher war alles besser und der Mensch der Einheit noch näher.) Wo es im "Atman-Projekt" um die Stufen der Individualentwicklung geht, befasst sich "Halbzeit der Evolution" mit der Kollektiventwicklung. Wilbers Stärke ist es, eine Vielzahl an Stimmen überzeugend zu einer Synthese zusammenzuführen und mit dieser Synthese etwas Neues zu schaffen. So sind Wilbers Thesen zwar neu, aber doch streckenweise so überzeugend, daß man sich manchmal fragt, warum man nicht schon viel eher darauf gekommen ist. Wilbers anderes großes Plus ist neben seiner Offenheit und enormen Belesenheit, daß er tiefgehend und unterhaltsam schreiben kann. Sein lockerer Stil wirkt niemals platt, seine tieferen Gedanken niemals oberlehrerhaft. Alles in allem ein rundheraus empfehlenswertes Buch.

 

Biologisierung des Sozialen, 30. Dezember 1999, aus Freie Hansestadt Bremen

Esoterische Wissenschaft at it's best: Der vielgelesene Autor Wilber behauptet durch alle Gegensätze der Wirklichkeit hindurch mittels Zusammenfassung gegensätzlichster Wissenschaften und religiöser Auffassungen reale Harmonie zu entwickeln: Sie entsteht durch die Vereinigung alles und jedens. Die Menschheit stehe in einem Evolutionsprozeß, der in dem erweiterten Bewußtseins seinen guten Abschluß finden könne.

Dazu macht Wilber eine unglaubliche Melange von verschiedensten Vorstellungen auf: So ist er exzessiver Eklektizist im negativsten Sinne. Dabei negiert er nicht nur alle notwendigen Unterschiede der Wissenschaften, womit er deren Existenzberechtigung überhaupt bestreitet (ohne selbst in Konsequenz zu betreiben, wozu er im Sinne seiner eigenen Ansicht gezwungen ist), sondern schafft darüber hinaus dabei unter der Hand (und das wird der wesentliche Sinn des Buches sein) eine Apologetik der bestehenden materiellen Verhältnisse, deren Eigenschaft, Ausbeutung und zu Unterdrückungen zu ermöglichen und (im Sinne ihrer Erhaltung) nötig zu machen, ihm als in dieser Weltgesellschaft lebend erfahrbar (und so ebenso analysierbar) ist. Obwohl Wilber materialistische Wissenschafts- und Gesellschaftskritiker als Baustein in seinem unendlichen Bewußtseinsmosaik heranzieht, hat er Ideologie- und Idealismus-Kritik augenscheinlich nicht verstanden. 
(Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

 

   

Großartige Synthese verschiedener Wissenschaften, 21. Juli 1999
Rezensent: michael.serrer@  01019freenet.com aus Deutschland
Wilber legt mit diesem Buch - das ich für eines seiner wichtigsten halte - eine überzeugende Synthese verschiedener Wissenschaften vor. Er trägt Ergebnisse aus Evolutionsbiologie, Mythenforschung und Geschichtsphilosophie zusammen und verbindet sie mit Grundsätzen indischer Religiosität. Wer meint, dass etwas Interessantes entstehen kann, wenn Darwin, Schelling und Buddha aufeinandertreffen, sollte unbedingt dieses Buch lesen. Wer das nicht meint - tja, der soll unbelehrt seiner Wege gehen.

 

Evolution des menschlichen Bewusstseins, 9. April 1999
Rezensent: 0674794793@ t-online.de  Achim Kriechel aus Germany

Ken Wilber stellt uns einen großartigen metaphysischen Entwurf der Evolution des menschlichen Bewusstseins vor. Seine Geschichte dieser Evolution führt zu einem anderen Verständnis dessen was wir normalerweise als Kulturgeschichte bezeichnen. Mit Bezügen zwischen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, Tiefenpsychologie, Anthropologie, und Kunst legt Ken Wilber einen neuen Weltentwurf vor, der auch durch seinen Absolutheitsanspruch nichts an seiner Faszination verliert.

 

( Halbzeit der Evolution )


Vom Tier zu den Göttern 

   

Überblick und Blick auf das Wesentliche, 9. Oktober 2002
Rezensent: Mathias Tietke  aus Berlin

Edith Zundel, die Herausgeberin, die auch die Einleitung geschrieben hat, Professorin für Psychologie, mit Wilber befreundet und Kennerin seines Gesamtwerks, hat für die Spektrum-Taschenbuch-Reihe des Herder-Verlages zusammengestellt, was in fünf Büchern Wilbers ausführlich beschrieben, behandelt, bedacht worden ist. Es ist sozusagen ein Exzerpt aus "Wege zum Selbst", "Halbzeit der Evolution", "Psychologie der Befreiung", "Das Holographische Weltbild" und "Eros, Kosmos, Logos".

   

Dieser Überblick ist bestens als Einstieg in die >vision logic< Wilbers geeignet, aber ebenso für Kenner eine gelungene Zusammenfassung wesentlicher Aspekte ohne Nebensätze, Assoziationen, Querverweise, Anmerkungen und Notizen zu den Anmerkungen. Ob es um das Selbst in Transzendenz oder um Ego und Öko in der Flachlandwelt geht - jedes Kapitel, jeder Abschnitt bringt die Dinge auf den Punkt, für die der Ideensammler und Vielleser (pro Tag ein Buch, wie aus "Einfach >Das< - Tagebuch eines ereignisreichen Jahres" zu erfahren war) Wilber sonst mehrere hundert Seiten braucht. Dieses Buch leistet also, was Wilber selbst ständig tut: Sich und anderen einen Überblick zu verschaffen über Trends und Erkenntnisse aus Psychologie, Philosophie, Natur- und Religionswissenschaft, Denkströmungen aller Art.

Sehr lesenwert auch die Einleitung mit Angaben zu Biografie und Gepflogenheiten Wilbers, basierend auf einem Interview Edith Zundels mit Wilber in San Francisco und der Begegnung während des Aufenthalts Wilbers in Bonn 1988.

 

( Vom Tier zu den Göttern )


Ganzheitlich handeln --
Eine integrale Vision für Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Spiritualität

 

     

Kurzbeschreibung
GANZHEITLICH HANDELN ist die erste allgemeinverständliche Einführung in Ken Wilbers wissenschaftliche Sicht. Brillant und kompakt bietet es aber auch den langjährigen Freunden der Arbeit von Ken Wilber neue Ansätze und Anregungen. In einem zweiten Schritt führt uns Ken Wilber dann vor, wie diese Theorien auf aktuelle Probleme in den Bereichen von Ökonomie, Politik, Medizin und Erziehung angewandt werden können. Zudem präsentiert er tägliche Übungen, die die Leser aufgreifen können, um die im Buch entfaltete integrale Sicht auch in das eigene, tägliche Leben einfließen zu lassen. Ein Paradebeispiel für interdisziplinäres Denken - kein Buch für "Fachidioten".

 

Überblick über eine wirklich integrale Weltsicht, 8. April 2002, Rezensent: carstenboerger aus Bochum

Es ist immer wieder beeindruckend wie es Wilber gelingt Altbekanntes so neu zu verpacken, daß es nicht langweilig wird. Aber dieses Buch ist weit mehr als eine erneute kurze Einführung in Wilbers Denken, es zeigt wo und wie seine Ideen konkret umgesetzt werden können und schon werden. Doch auch das ist noch nicht alles. Immer lauter und eindringlicher wird Wilbers Appell selbst etwas zu tun. Er setzt sich ausführlich mit der Ideologie der Grünen auseinander (und hier ist das grüne Mem gemeint, das aber weitgehend identisch mit der grünen Bewegung/Partei ist) und zeigt deren Schwachpunkte auf, vor dem Hintergrund einer großen Sympathie für die grüne Bewegung an sich.

Nur wird wohlmeinender Pluralismus immer da zum Bumerang, wo allein schon die bloße Erwähnung, daß Menschen irgendwie unterschiedlich sein könnten, als faschistoid gilt und dabei wagt man dann ungerne den Blick in den Spiegel, der genau hier die Wurzel des sogenannten Ökofaschismus zeigt, wenn er will, daß es allen gut geht, aber bitte genau nach meiner Vorstellung. Hier kommt es zu jener unheiligen Allianz zwischen Pluralismus und Narzißmus, die Wilber im Buch ausführlich beschreibt. Aber es geht nicht darum die Grünen abzuqualifizieren, im Gegenteil. Sie blockieren notwendige Schritte gerade deshalb, weil sie so hoch entwickelt sind (und sich nicht trauen das auch mit Stolz zu zeigen und zu erwähnen) und aus ihrer an sich mitfühlenden und wohlwollenden Haltung keinem weh tun wollen. Nur gibt es andere, die genau das als Schwäche auslegen und ausnutzen.

Das Buch, vor dem Terroranschlag in New York geschrieben, enthält leider berechtigte Ahnungen der Geschehnisse, was zeigt, daß auch hier gearbeitet werden muß.
Und das ist der offene Aufruf Wilbers: Tut was, es wird Zeit. Ernstzunehmende Stimmen schätzen die Chancen, daß wir alle das nächste Jahrhundert nicht mehr erleben auf 30-50 %, so sagt uns Wilber.
Und die Lösungen liegen nicht auf dem Mond, sie sind in Griffnähe, gerade für die Grünen, die es schaffen bestimmte ideologische Themen hinter sich zu lassen (und alle die haben meine allerbesten Wünsche).
Ja und dann geht es noch darum wie verschiedene Lebensbereiche integral verbessert werden können, daß die Notwendigkeit dazu besteht sehen wir allerorten (Pisa-Studie, Gesundheitswesen, Ökonomie).
Es wäre hilfreich Wilber mal anzuhören, wenn es bessere Vorschläge gibt, steht dem ja nichts im Weg und er wird ja auch hier und da schon gehört.

Solange aber Spiritualität immer noch als etwas angesehen wird an das man glauben kann oder nicht, wird dieser Schritt nie getan werden können. Die es nicht begreifen können, denen kann man keinen Vorwurf machen, die es besser wissen, sollten loslegen. Es gilt ALLE Linien, Ebenen und Quadranten zu achten und Dinge einzustufen heißt nicht sie abzuqualifizieren. Rituale sind vielleicht nicht sehr spirituell, aber wirksam und wichtig. Drehpunkt 8 und 2 sollten nicht verwechselt werden, aber beide sind eminent wichtig und Drehpunkt 2 ist viel grundlegender (aber weniger bedeutsam oder tief).

"Ganzheitlich Handeln" zeigt uns auch, daß sich die Mühe lohnt und daß der Weg so schwer nun auch wieder nicht ist. Denn der Lohn ist, so Wilber, Gesundheit auf allen Ebenen. Und ist es nicht schön Sexualität zu integrieren, Rituale zu feiern, selbstverantwortlich die eigene Gesundheit zu stärken, Yoga zu machen, gut zu Essen, mit Freunden zu reden, eine Aufgabe zu haben… ganz in die Welt einzutauchen und ihr dennoch nicht zu verfallen weil man als Zeuge von all dem irgendwann erkennt, daß der EINE GESCHMACK etwas ist, was alles durchzieht.
Es geht nicht um weltfremde Askese, es geht auch um die Leichtigkeit mit der das alles gehen kann und es ist erfreulich zu beobachten, daß dies langsam offenbar eine weitreichende Erkenntnis und Bewegung wird. (vgl. Dahlke)

Und noch mal zum Buch. Wilber ist einer derjenigen Autoren, die wirklich auf der Höhe der Zeit sind, kurze Zusammenfassungen über die Theorie der kleinsten Teilchen (Fußnote 1) zeigen dies, ebenso eine erfrischende Fußnote über künstliche Intelligenz. Wilbers philosophische und spirituelle Kompetenz sucht ohnehin ihresgleichen und mittlerweile darf man sich nicht nur trauen, sondern muß sagen, daß wer Wilbers Argumente und Theorien nicht kennt eine echte Bildungslücke besitzt.

Machen Sie sich Ihr eigenes Bild und versäumen Sie nicht dieses Buch zu lesen…

 

 ( Ganzheitlich Handeln )

 

 

 

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