Deborah Danowski
Eduardo Viveiros de Castro

 

In welcher Welt leben? 

Ein Versuch über die Angst vor dem Ende

 

 

Nachwort von Ulrich van Loyen
Aus dem brasilianischen Portugiesisch 
von Clemens und Ulrich van Loyen
Há mundo por vir? (Originaltitel)

2018     180 Seiten

wikipedia.Autor *1951 in Rio

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Inhaltsverzeichnis

 

Und welche gewalttätige Bestie ... (7)

Metaphysik und Mythophysik (12)

 

... da die Zeit gekommen (14)

Gaia und anthropos 14

Die Perspektive des Weltendes 28

 

... Kriecht nach Bethlehem, um geboren zu werden? (33)

Die Welt vor uns 33

Die Welt nach uns 35

 

Außerhalb des Denkens oder Der Tod des Anderen  (39)

Ein bestimmtes Volk ohne Welt der unmittelbaren Vergangenheit 39

Das thanatologische Argument 42

»Niemand wird das Fehlen bemerken« 49

 

Am Ende allein 55

Ceci n’est pas un monde 55

Nach der Zukunft: Das Ende als Anfang 60

Das Große Drinnen: Die spekulative Höhlenkunde von Gabriel Tarde 74

 

Eine Welt aus Menschen 79

Das Ende der Verwandlungen oder das erste Anthropozän 80

Anthropomorphismus gegen Anthropozentrismus 88

Das Ende der Welt der Indios 94

 

Menschen und Erdverbundene im Krieg von Gaia 101

Die unmögliche Spezies 102

Das Ende der Welt als fraktales Ereignis 121

 

Die Welt in der Schwebe 138

An die Welt glauben 150

 

Danksagung und Postscriptum 155

Ulrich van Loyen: Nachwort 158

Anmerkungen 162

Literaturverzeichnis 176

deCastro

Audio DLF 2019 

deutschlandfunkkultur.de/de-castro-und-danowski-in-welcher-welt-leben 

sueddeutsche.de/thema/Apokalypse  

 


 

Angaben aus der Verlagsmeldung

In welcher Welt leben? : Ein Versuch über die Angst vor dem Ende 

Há mundo por vir?: Ensaio sobre os medos e os fins / 

von Eduardo Viveiros de Castro, Deborah Danowski

Die Vorstellungen vom Ende der Welt sind so vielfältig und zahlreich wie ihre Kulturen. Von der Sintflut über nukleare Katastrophen bis zur Vernichtung der Menschheit durch ein Supervirus reichen die Fantasien, die nicht nur die Science-Fiction durchziehen, sondern auch ganze Philosophien und Religionen begründen. 

Die Philosophin Deborah Danowski und der Ethnologe Eduardo Viveiros de Castro beleuchten in diesem Buch die wichtigsten und verbreitetsten Variationen des Themas vom Ende der Welt vor dem Hintergrund der globalen Umweltkrisen im Anthropozän. Die gegenwärtigen Katastrophenszenarien sind zumeist auch Gedankenexperimente über den drohenden Niedergang der westlichen Zivilisation. Es wird klar: Das Ende der Welt muss nicht gleich das Ende aller Zeiten bedeuten. 

In diesem in viele Sprachen übersetzten Essay ziehen die beiden Autoren eine Bilanz aus den Enden der Welt, um aus ihnen weitreichende philosophische, ökologische und anthropologische Schlussfolgerungen für die politische Praxis zu schöpfen. Ein wichtiges Buch für unsere Zeit, ein Buch, das Hoffnung macht.

 

 


 

sueddeutsche.de/kultur/danowski-viveiros-de-castro-in-welcher-welt-leben-rezension 

10. Juli 2019

Buch über Klimakatastrophe : Die angekündigten Apokalypsen

Nimmt alle anderen Gründe für einen Weltuntergang in sich auf - die Klimakatastrophe. Reste eines ausgebrannten Hauses nach Waldbränden in Kalifornien. (Foto: dpa)

 

  • Die Philosphin Deborah Danowski und der Ethnologe Eduardo Viverios de Castro erläutern in ihrem Buch "In welcher Welt leben" Varianten des Weltuntergangs.
  • Der Anfang vom Ende, so die Annahme der beiden Apokalyptiker, sei die Gegenübersetzung von "Mensch" und "Natur" mit der Entstehung der modernen Wissenschaften im 17. Jahrhundert gewesen.
  • In ihrem Werk, das von Antikapitalismus geprägt ist, benennen die beiden Autoren kalt und genau die wohl schlimmste Konsequenz des Klimawandels: die verschärfte Ungleichheit zwischen Arm und Reich.

Von Thomas Steinfeld

 

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