Amerikabuch     deto 

Das (gute) Milliardärsbuch

 Themenseite zur Macht des Kapitals (der "Kapitaleigentümer" und "Aktienbesitzer") auf den Weltenlauf und Zukunftsverlauf bzw. - altmodisch - Schicksal (unser aller)

Das Problem (und Phänomen) des "Milliardärswachstum" :  "Vom Tellerwäscher zum Milliardär"? und  "Vom Millionär zum Milliardär"?

 

detopia-2021 

 

Abwiegelnd könnte man fragen: Was soll denn schlimm daran sein? - an der Macht des Kapitals ?

Früher haben Könige und Kaiser ihren Willen durchgesetzt und heute eben das Kapital bzw. die Milliardäre und andere Superreiche.

Immerhin will Mark Zuckerberg ja 99% seinen Geldes der Allgemeinheit spenden.

Und Bill Gates macht eine Stiftung.

Und Amazon schafft Arbeitsplätze in Deutschland.

Und Musk will den Mars für uns erobern.

Nun, wir sehen vielerorts, wie "das Kapital" die Politik "steuert" - direkt ("Lobbyismus") und indirekt durch den Besitz von Medien (zwei deutsche Bundespräsidenten wurden schon durch das Kapital vorzeitig "abgewählt").

Oder durch das trash-prollige Fernsehprogramm.


 

wikipedia  Shareholder_Value

 

wikipedia  Werttreiber

 

wikipedia  Aktie 

 

1867   Das Kapital  / Karl Marx


1956   Die amerikanische Elite - Gesellschaft und Macht in den Vereinigten Staaten-USA   / C. Wright Mills 

1989   Die Ultra-Reichen. Anatomie eines amerikanischen Phänomens  / Vance Packard

1994  Die blinde Elite. Macht ohne Verantwortung  /  Christopher Lasch   

2005  Briefe an den Reichtum  / Amery-Carl, Herausgeber


2011   Ganz oben. Wie Deutschlands Millionäre wirklich leben  / Rickens, Christian

2012   0,1 % - Das Imperium der Milliardäre  /  Krysmanski, Hans    

2012   Die Superreichen. Aufstieg und Herrschaft einer neuen globalen Geldelite   / Freeland, Chrystia  

2013   Das Kapital im 21. Jahrhundert  / Piketty, Tom

2014   Das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen  / Bernd Hamm

2015  Black Rock - Eine heimliche Weltmacht greift nach unserem Geld  / Heike Buchter

2016   youtube.com/watch?v=4-FQVLN_vNo  / im ORF : Prof. Noam Chomsky
          "Herren der Welt" - "Sie nennen es Demokratie" - Herrschaft. Macht. Milliardäre.

2018  Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. Gemeinverständlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Finanzakteure  / Werner Rügemer

2019  Überreichtum  / Martin Schürz 

2019  Der Code des Kapitals. Wie DAS RECHT Reichtum und Ungleichheit schafft  / Katharina Pistor, Prof. 440 Seiten


2020  Kleptopia - Wie Geheimdienste, Banken und Konzerne mit schmutzigem Geld die Welt erobern  / Tom Burgis

2020  Mein fremder Wille - Wie wir uns freiwillig unterwerfen und die Tech-Elite kassiert  / Gisela Schmalz

2021   An ihren Taten sollt ihr sie erkennen - Ein Insider entlarvt die neue Geld- und Politikkaste  / Hans-Christian Lange

2022  zdf.de   tycoons-die-macht-der-milliardaere

2023   Wir-koennen-nicht-zulassen-dass-extremer-Reichtum-unsere-gemeinsame-Zukunft-ruiniert  / Westphalen auf telepolis

2023   Wir-koennen-entweder-Milliardaere-oder-Demokratie-haben-Nicht-beides  / Sonali Kolhatkar

2023   Wer wird Milliardär? Vom großen globalen Abkassieren  / Heike Buchter

2023   die-geheime-welt-der-superreichen  / ZDF   bing  geheime+Welt+der+Superreichen+Milliardenspiel 

2024   Musk-Zuckerberg-Co-Wie-die-Milliardaers-Klasse-2023-immer-reicher-wurde  / Goeßmann auf telepolis

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wikipedia  Horatio_Alger   1832-1899 -  Propagandist des amerikanischen Traums (durch Groschenromane)


Die dreiteilige Dokumentationsreihe zeigt, dass die USA schon vor 120 Jahren ein Paradies für Millionäre waren.

Dokureihe von Cédric Tourbe und Romain Huret (F 2020, 58 Min)

https://www.youtube.com/watch?v=r0kMX_yfH3M 

Unternehmer wie John D. Rockefeller häuften ohne nennenswerte Steuerpflicht enorme Vermögen an. Gegen die Ausbeutung der Arbeiter bildete sich eine progressive Bewegung. Der Einfluss der Superreichen auf die Politik erschwerte jedoch soziale Fortschritte. Nach der großen Depression kurbelte der "New Deal" die Wirtschaft wieder an und ab 1980 wurde das Silicon Valley zum Eldorado für Startups wie Apple und Microsoft. Bis heute wissen Großkonzerne dort bestens, wie sie Steuern umgehen.

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Die USA waren schon vor 120 Jahren ein Paradies für Millionäre: Unternehmer wie John D. Rockefeller häuften ohne nennenswerte Steuerpflicht enorme Vermögen an. Gegen die Ausbeutung der Arbeiter bildete sich eine progressive Bewegung. Der Einfluss der Superreichen auf die Politik erschwerte jedoch soziale Fortschritte. Der Konflikt spitzte sich immer weiter zu.
Kapitalismus basierte auch in den USA von Anfang an auf individuellem Profit und unternehmerischer Freiheit. Ein Großteil des Reichtums ist in einem solchen System häufig nur unter wenigen Nutznießern aufgeteilt. Um zumindest etwas zu regulieren, wurden auch dort schließlich Aufsichtsgremien geschaffen, Monopole verboten und Reiche besteuert. Seit etwa 40 Jahren läuft der US-amerikanische Kapitalismus jedoch mehr und mehr aus dem Ruder.

 

In sämtlichen Branchen haben sich sehr wohl Monopole herausgebildet, 722 Milliardäre und 22 Millionen Millionäre zahlen ganz legal weniger Steuern als ihre Angestellten. Die USA waren bereits vor 120 Jahren ein Paradies für Millionäre. Es gab keine gesetzlichen Regelungen, und so konnte John D. Rockefeller, der erste Milliardär der Weltgeschichte, völlig ungehindert ein Ölimperium aufbauen. Der Stahlmagnat Andrew Carnegie rechtfertigte seine massive Anhäufung von Reichtum mit Philanthropie und seinen Spenden für ausgewählte Projekte. Der Banker J. P. Morgan wiederum fungierte in Eigenregie als Zentralbank der Vereinigten Staaten.

 

Die Demokratie wurde von den Millionären beherrscht und ermöglichte so den Fortbestand einer der rücksichtslosesten Formen des Kapitalismus. Zur gleichen Zeit bemühte sich eine progressive Strömung darum, das Land aus den Fängen der Superreichen zu befreien und Rockefellers Monopol wurde trotz seines erbitterten Widerstands zerschlagen. Kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs wurde die Kinderarbeit verboten und eine Reichensteuer eingeführt. Doch Spendengelder waren davon ausgeschlossen und wurden zum Steuerschlupfloch der Millionäre.

 

Der amerikanische Kapitalismus entwickelte sich weiter: Das Ludlow-Massaker bedeutete das Ende blutiger Streikniederschlagungen. Henry Ford folgte dem Beispiel eines New Yorker Schuhherstellers und zahlte seinen Arbeitern das Doppelte des damaligen Durchschnittsgehalts. Die Folge war eine gesteigerte Produktivität seines Unternehmens. In Tennessee eröffnete ein Lebensmittelhändler den ersten Selbstbedienungsladen und legte den Grundstein für die heutigen Supermärkte. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs übernahmen die Millionäre jedoch zunächst wieder die Kontrolle über ihr Paradies.

 


 

 

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