Wilhelm Reich 

Christusmord

Den "Kindern der Zukunft"

 

Geschrieben 1951 in Orgonon, Maine, USA

1978 im Walter-Verlag, Olten

1983 im Ullstein-Verlag 

Übersetzung von Bernd A. Laska

Mit freundlicher Anteilnahme von Bernd A. Laska an detopia.

Wilhelm Reich (1953) Christusmord - Den "Kindern der Zukunft" 

1953   300 Seiten  (*1897) 

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Murder of Christ

Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Lebens.

Sie sollten es auch beherrschen. 

 


Feature 2018 von Wilhelm Find

 

Wikipedia Bernd Laska  *1943 in Berlin

lsr-projekt.de  wrfreud  Text von Laska

 

 

Die deutsche Erstausgabe dieses Buches enthielt eine Einleitung von Bernd A. Laska, die hier nicht wiedergegeben wird. Da die alte Paginierung beibehalten ist, beginnt der Text mit Seite 29. 

Eine ausführlichere Darstellung von Leben und Werk Reichs gibt Laska in seiner "Rowohlt-Bildmonographie": 1981, 5. überarb. Aufl. 1999. Auszüge daraus in  lsr-projekt.de/wrfreud.html   

 

Die Walter-Ausgabe wurde vom Übersetzer für die Neuauflage bei Ullstein geringfügig überarbeitet. 

 

Diese Netzfassung folgt der Ullstein-Ausgabe. 

 


Lesebericht von Oliver Prygotzki
  oliver.prygotzki.de/privat/einsichten/
wilhelm-reich-zusammenfassung-christusmord.html
  


 

Ein Vergleich der Übersetzungen 

von Peter Nasselstein

Inhalt

Vorwort 

 

 1  Die Falle  (29) 

 2  Das Himmelreich auf Erden  (56) 

 3  Die genitale Umarmung  (71)   

 4  Verführung zum Führer   (83) 

 5  Die Mystifizierung Christi  (96)  

 6  Die grosse Kluft — Das «Sitzen» des Menschen  (117)  

 7  Der Marsch auf Jerusalem  (149)  

 8  Judas Ischariot  (173) 

 9  Paulus von Tarsus — Körper gegen Fleisch  (177) 

10  Die Christusmörder werden geschützt  (190) 

11  Mocenigo — Der Christusmord an Giordano Bruno  (199) 

12  Golgatha entgegen  (208) 

13  Die Jünger schlafen  (227) 

14  Gethsemane  (235) 

15  Die Geißelung  (244) 

16  «Du sagst es»   (253)   

17  Das ruhige Strahlen — Die Menge will Barabbas  (260) 

18  Kreuzigung und Auferstehung  (271) 

 

Anhang: 

I. Über Gesetze zum Schutz des neugeborenen Lebens und der Wahrheit  (292)   

Vorschlag der Wilhelm-Reich-Foundation an den Kongreß der USA, 1952 

II. Die Waffe der Wahrheit  (295) 

III. Bibliographie   (393-398) 

 

    

Vorwort 

1952 von Wilhelm Reich 

26

Die Gesellschaftskrise, die wir durchleben, beruht letzten Endes auf der Unfähigkeit des Menschen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Aus dieser Unfähigkeit sind in den letzten dreißig Jahren grausame Diktaturen entstanden, die jedoch keineswegs zu vernünftigen gesellschaftlichen Ergebnissen geführt haben.

Heute gibt es überall ernstzunehmende Männer und Frauen, die zutiefst besorgt sind über die Bedrohung, die sich gegen unser Leben, unser Glück und unsere Kinder richtet. Diese Männer und Frauen wollen die ungeschminkte Wahrheit wissen, die ungeschminkte Wahrheit darüber, wie die Menschen wirklich sind, wie sie handeln und fühlen. Den Menschen überall die Wahrheit über sie zu sagen bedeutet aber, ihre soziale Verantwortlichkeit voll anzuerkennen.

Die Probleme, die im Christusmord zur Sprache kommen, sind akute gesellschaftliche Probleme von heute. Die Lösungen jedoch, die für diese Probleme genannt werden, sind noch unausgereift, von Emotionen beeinträchtigt, unzureichend oder unvollständig. Der Christusmord wird deshalb lediglich als historisches Material aus dem Archiv des Orgon-Instituts veröffentlicht.

Das im Jahr 1947 eingeleitete Oranur-Experiment hat unerwartet einige grundlegende Lösungswege für emotionale und soziale Menschheitsprobleme eröffnet, die bis dahin völlig unzugänglich gewesen sind. Eine ausführliche Darstellung der emotionalen Implikationen des Oranur-Experiments ist in Vorbereitung. Der <Christusmord> mag als biographisches Hintergrundmaterial dazu betrachtet werden.

«Gott» ist Natur, und Christus ist die Verwirklichung des Naturgesetzes. Gott bzw. die Natur hat alle Lebewesen mit Genital­organen geschaffen, und zwar, damit sie entsprechend den göttlichen bzw. natürlichen Gesetzen funktionieren. Dem Gesandten Gottes auf Erden ein göttliches bzw. natürliches Liebesleben zuzuschreiben ist deshalb weder Sakrileg noch Blasphemie. Es bedeutet im Gegenteil, Gott in der reinsten Tiefe des Menschen zu verankern.

Diese Tiefe, die Genitalität, existiert vom ersten Augenblick eines jeden Lebens an. In der Pubertät wird die Fort­pflanzungsfähigkeit ihr nur hinzugefügt. Die göttliche genitale Liebe existiert bereits lange vor der Fort­pflanzungsfähigkeit; die genitale Umarmung wurde somit von Gott bzw. von der Natur nicht nur zum Zwecke der Fortpflanzung geschaffen.

27

Orgonon, am 3. November 1952
Wilhelm Reich

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